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Ein verhängnisvoller Besuch (Ein Cozy-Krimi mit Lacey Doyle – Buch 4)

Ein verhängnisvoller Besuch (Ein Cozy-Krimi mit Lacey Doyle – Buch 4)

Автор Fiona Grace

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Ein verhängnisvoller Besuch (Ein Cozy-Krimi mit Lacey Doyle – Buch 4)

Автор Fiona Grace

Длина:
282 страницы
3 часа
Издатель:
Издано:
11 нояб. 2020 г.
ISBN:
9781094306216
Формат:
Книга

Описание

„Sehr unterhaltsam. Ich kann dieses Buch jedem Leser wärmstens für die eigene Bibliothek empfehlen, der einen sehr gut geschriebenen Krimi mit einigen Wendungen und einer intelligenten Handlung schätzt. Du wirst nicht enttäuscht sein. Die perfekte Lektüre für ein frostiges Wochenende!“
--Books and Movie Reviews, Roberto Mattos (bezugnehmenden auf Der Tod kam vor dem Frühstück)

EIN VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE – BUCH 4) ist Buch vier einer charmanten neuen Krimireihe von Fiona Grace.

Lacey Doyle, 39 Jahre alt und frisch geschieden, hat eine dramatische Veränderung durchgemacht: Sie hat ihrem schnellen Leben in New York City den Rücken gekehrt und sich in der malerischen Küstenstadt Wilfordshire in England niedergelassen.

Der Sommer ist endlich da und Lacey ist außer sich vor Glück, als ihr Freund sie mit einem Trip über ein langes Wochenende überrascht. Er möchte sie auf einen romantischen Kurzurlaub in die benachbarten Küstenstädte am englischen Land entführen, gemeinsam mit ihrem geliebten Hund und der Chance, besondere Antiquitäten zu finden.

Aber Lacey ist noch verblüffter, als ihre Familie aus New York anreist, um sie zu überraschen – und sofort mitkommen möchte!

Es kommt noch schlimmer, denn in der Nachbarstadt findet sich Lacey inmitten eines Tatorts wieder. Dabei steht ihr Ruf auf dem Spiel, denn sie scheint erneut die einzige sein, die das Rätsel lösen kann.

Buch #5 der Reihe erscheint bald!
Издатель:
Издано:
11 нояб. 2020 г.
ISBN:
9781094306216
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Ein verhängnisvoller Besuch (Ein Cozy-Krimi mit Lacey Doyle – Buch 4) - Fiona Grace

EIN

VERHÄNGNISVOLLER

BESUCH

(EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE — BUCH 4)

FIONA GRACE

Fiona Grace

Debütautorin Fiona Grace ist die Verfasserin der LACEY DOYLE COZY-Krimis, welche bisher neun Bücher umfassen; der EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-Krimis, die bisher zwei Bücher umfassen; und der BÄCKEREI AM STRAND COZY-Krimis, die bisher drei Bücher umfassen.

Fiona freut sich, von Ihnen zu hören, also besuchen Sie www.fionagraceauthor.com für kostenlose eBooks und die neuesten Informationen. Schauen Sie vorbei.

Copyright © 2020 von Fiona Grace. Alle Rechte vorbehalten. Mit Ausnahme der Bestimmungen des U.S. Copyright Act von 1976 darf kein Teil dieser Publikation ohne vorherige Genehmigung des Autors in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln vervielfältigt, verbreitet oder übertragen oder in einer Datenbank oder einem Datenabfragesystem gespeichert werden. Dieses eBook ist nur für Ihren persönlichen Gebrauch lizenziert. Dieses eBook darf nicht weiterverkauft oder an andere Personen verschenkt werden. Wenn Sie dieses Buch mit einer anderen Person teilen möchten, erwerben Sie bitte für jeden Empfänger ein zusätzliches Exemplar. Wenn Sie dieses Buch lesen und es nicht gekauft haben, oder es nicht nur für Ihren Gebrauch gekauft wurde, dann geben Sie es bitte zurück und kaufen Sie Ihr eigenes Exemplar. Danke, dass Sie die harte Arbeit dieses Autors respektieren. Dies ist ein Werk der Belletristik. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und Vorfälle sind entweder das Produkt der Phantasie des Autors oder werden fiktiv verwendet. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, ob lebendig oder tot, ist völlig zufällig. Jackenbild Copyright Helen Hotson, verwendet unter Lizenz von Shutterstock.com.

BÜCHER VON FIONA GRACE

EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE

DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK (Buch #1)

FÄHRTENSUCHE IM SAND (Buch #2)

VERBRECHEN IM CAFÉ (Buch #3)

EIN VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (Buch #4)

EIN TÖDLICHER KUSS (Buch #5)

EIN MALERISCHER MORD (Buch #6)

VERSTUMMT DURCH EINEN ZAUBER (Buch #7)

VERDAMMT DURCH EINE FÄLSCHUNG (Buch #8)

KATASTROPHE IM KLOSTER (Buch #9)

EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-KRIMI

EIN ERLESENER MORD (Buch #1)

EIN ERLESENER TODESFALL (Buch #2)

EIN ERLESENES VERBRECHEN (Buch #3)

INHALT

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL NEUN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

EPILOG

KAPITEL EINS

„Wie läuft es da oben?", rief Lacey besorgt und blickte auf die metallenen Sprossen der Leiter unter Ginas Füßen.

Die beiden Frauen waren dabei, in Laceys Antiquitätenladen ein paar hässliche Marionetten auszustellen, die Gina im Lager gefunden hatte, und ihrer Meinung nach ,ein absoluter Hit‘ sein würden. Und auch wenn sie mehr als zwanzig Jahre älter war als Lacey, hatte es sich Gina zur Aufgabe gemacht, selbst auf die Leiter zu steigen und die Marionetten zwischen den Deckenbalken aufzuhängen.

„Ich bin fünfundsechzig Jahre alt, junge Dame, rief sie Lacey zu, die hilflos unten wartete und die Leiter festhielt. „Ich bin noch keine zerbrechliche, alte Frau.

Plötzlich schwang eine gruselige Holzmarionette von ihren Seilen hinab und Lacey erschrak. Der grotesk aussehende Mann mit Hakennase und Narrenkappe baumelte über Laceys Kopf und grinste bösartig. Sie schauderte und fragte sich stillschweigend, ob sie Ginas Rat wirklich folgen sollte. Wer zur Hölle würde so etwas Hässliches kaufen wollen?

„Und?, kam Ginas trällernde Stimme vom oberen Ende der Leiter. „Hast du schon herausgefunden, wohin dich Tom für euren romantischen Urlaub entführen wird?

Laceys Wangen begannen zu glühen, als Gina ihren Freund erwähnte. Tom hatte vor Kurzem verkündet, dass er sie zu einem romantischen Trip einladen wollte, und ihr seither jeden Tag Hinweise zu dem Ort in Form von Fotos geschickt. Das letzte Bild war von einer schroffen, weißen Klippe mit einem wunderschönen, blauen Himmel gewesen.

„Irgendwo am Meer", antwortete Lacey verträumt.

Wo auch immer es war, es sah absolut idyllisch aus. Und wenn es nach Lacey ging, könnte es auch der trostloseste Ort auf der Welt sein. Sie war einfach glücklich über eine Pause. Zu sagen, dass sie eine Auszeit nötig hatte, war eine echte Untertreibung. Seit der Eröffnung ihres Antiquitätenladens in der Küstenstadt Wilfordshire in England hatte es nur eine Gelegenheit gegeben, bei der sie zwei Tage in Folge nicht gearbeitet hatte. Doch damals hatte sie einen grausamen Mord untersuchen müssen. Das zählte wohl kaum als Pause, fand Lacey!

In diesem Moment schwang eine weitere Marionette über Laceys Kopf von ihren Fäden hinab und riss sie aus ihren Tagträumen. Sie stellte ein korpulentes Küchenmädchen dar, das Haube und Schürze trug. Ihr Gesicht war genauso grotesk, wie das der anderen Puppe. Lacey rümpfte ihre Nase angewidert.

„Wessen Idee war es nochmal, diese schrecklichen Dinger von der Decke hängen zu lassen?, sagte sie. „Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Tag von ihnen angestarrt werden will.

Gina kicherte. „Ich verspreche dir, dass sie sich schnell verkaufen werden. Figuren aus dem englischen Kasperltheater sind hier eine echte Institution. Ich kann gar nicht glauben, dass du sie so lange in einer Kiste vergraben hast! Zum Glück haben wir sie herausgeholt, bevor der große Ansturm im Sommer kommt."

Lacey konnte die Vorliebe für hässliche Puppen nicht nachvollziehen, aber sie vertraute Gina in diesem Punkt. Als gebürtige New Yorkerin konnte sie die Eigenheiten der englischen Kultur einfach nicht nachvollziehen.

„Also was waren die anderen Hinweise?, rief Gina. „Ich will dieses Rätsel lösen!

Während Lacey die Leiter weiter mit einer Hand festhielt, zog sie ihr Handy aus der Hosentasche ihrer Jeans. Mit einem Daumen scrollte sie durch die Bilder.

„Ein Schloss", rief sie hinauf. „Ein Vogel ... vielleicht ein Hüttensänger? Ein Sandwich! Ein Schwarz-Weiß-Foto von einer Dame, die eines dieser Mikrofone aus den 1940er Jahren hält. Ein römischer Kaiser."

„Ein römischer Kaiser?, wiederholte Gina überrascht. „Vielleicht entführt er dich nach Italien!

„Italien? Das ist man nicht gerade bekannt für Sandwiches, oder?", scherzte Lacey, bevor eine weitere Marionette herabfiel und ihr das selbstgefällige Grinsen austrieb. Diese Puppe war ein unheimlicher Clown mit grellen, orangen Locken. Seine Lackierung hatte bereits Sprünge bekommen, wodurch er noch fieser aussah. Sie zuckte zusammen.

„Pass mit dem Sarkasmus auf, junge Dame, trällerte Gina. „Ich sehe, dass unser britischer Humor bereits abgefärbt hat.

„Außerdem ist es ein Urlaub in der Umgebung, fügte Lacey hinzu. „Also muss es irgendwo in Eng—ah!

Gina hatte eine weitere Marionette losgelassen, die Lacey direkt auf den Kopf knallte. Sie schubste sie von sich und starrte in das Gesicht eines Polizisten, der bedrohlich grinste und einen Knüppel in seinen bizarren Puppenhänden hielt. Sie dachte sofort an Superintendent Turner von der Polizei in Wilfordshire, einen Mann, mit dem sie in nächster Zeit hoffentlich nichts zu tun haben würde.

„Wie viele von diesen schrecklichen Dingern hast du da oben?", jammerte Lacey und rieb sich die schmerzende Stelle an ihrem Kopf.

„Das war die Letzte, rief Gina fröhlich. Die Leiter ächzte unter ihrem Gewicht, als sie hinabstieg. Sobald sie wieder auf dem sicheren Boden stand, sah sie Lacey an. „Leider fehlt dir die Hundepuppe und hier hat sich die Schnur mit den Würsten abgelöst.

Sie hielt die falschen Würstchen hoch. Lacey wollte gar nicht wissen, was das war.

„Zeig mir mal die Bilder", sagte Gina, während sie ihren Hals reckte, um die Fotos von oben auf Laceys Handybildschirm zu sehen.

 Lacey ging die Bilder durch.

„Oh!", platzte Gina plötzlich heraus. „Warum hast du mir nicht gesagt, dass es weiße Klippen sind? Liebes, du fährst nach Dover!"

Und damit begann sie zu singen. Ihre schrille Stimme hallte durch den gesamten Laden bis unter die Decke. Lacey verzog ihr Gesicht zu einer leidenden Grimasse.

There’ll be bluebirds over – die Ironie ist natürlich, dass Hüttensänger gar nicht in England leben", fügte sie hastig hinzu, bevor sie wieder zur nächsten Zeile des Songs überging, „–the white cliffs of Dover." Sie hörte auf zu singen und begann wieder zu sprechen. „Kennst du den Song nicht? Das ist ein alter Klassiker aus dem Krieg."

„Ich kenne den Song, sagte Lacey. Dann schnippte sie mit den Fingern. „Das Schwarz-Weiß-Foto von der Sängerin mit dem Mikrofon! Sie öffnete das Bild und zeigte es Gina.

„Oh ja. Das ist Vera Lynn", bestätigte Gina mit einem Nicken.

Die Blaukehlchen. Die Klippen. Der römische Kaiser.

„Tom fährt mit mir nach Dover", sagte Lacey erstaunt.

„Wie schön", schwärmte Gina und stupste Lacey spielerisch in die Seite.

Eine Welle von Aufregung erfasste Lacey. Sie war bereits glücklich damit gewesen, einen romantischen Trip zu machen. Dann hatte Tom begonnen seine Spuren aus Brotkrumen zu hinterlassen und sie hatte sich noch mehr gefreut. Jetzt, da sie wusste, wo es wirklich hinging, konnte sie ihre Freude kaum noch im Zaum halten.

Sie schickte Tom eine Nachricht mit: „Rätsel gelöst!" Dann blickte sie aus dem Fenster ihres Ladens zu seiner Patisserie auf der anderen Straßenseite und beobachtete wie er sein Telefon zückte und zu lachen begann.

Aber gerade als sie ihren Freund durch das Fenster anstarrte, trat eine Gestalt dazwischen und blockierte ihre Sicht. Als sie die Person erkannte, erlosch ihre Vorfreude mit einem Mal, wie eine Kerze, die ausgeblasen wurde. Stattdessen wurde sie durch das unheilvolle Gefühl von Grauen ersetzt. Taryn.

Die Besitzerin der Boutique von nebenan versuchte, sich immer in Laceys Leben einzumischen und sie aus der Stadt zu jagen. Warum Taryn so ein Problem mit ihr hatte, konnte Lacey immer noch nicht verstehen, abgesehen davon, dass die Boutiquebesitzerin vor langer Zeit eine flüchtige Beziehung mit Tom gehabt hatte. Wahrscheinlich war sie auch auf ihren Erfolg eifersüchtig oder hatte Vorurteile gegenüber einer Amerikanerin, die sie als Schandfleck für ihre sonst so perfekte britische Hauptstraße sah. Wahrscheinlich war es ein bisschen von beidem.

Die Glocke des Ladens läutete hektisch, als Taryn hineinstürmte und in ihren schwarzen Stilettos und dem typischen, schwarzen Minikleid in den Verkaufsraum stolzierte. Ihre harten, knochigen Schultern blickten aus dem Kleid heraus.

„Oh schau, es ist der Sensenmann", murmelte Gina leise, als die beiden Frauen Taryn dabei beobachteten, wie sie einen großen Bogen um die Sammlung aus hässlichen Marionetten machte, angewidert das Gesicht verzog und beinahe auf Chester trat. Sie störte den Schlaf des  englischen Hirtenhunds, der als Antwort leise winselte. Dann fiel sein Kopf wieder herunter und er bedeckte ihn mit seinen Pfoten, etwas, das Lacey auch tun würde, wenn es die sozialen Konventionen erlauben würden.

Die finster dreinblickende Frau blieb abrupt vor Lacey und Gina stehen.

„Wie kann ich dir helfen, Taryn?", fragte Lacey trocken und stellte sich bereits auf eine blöde Antwort ein.

„Bist du dir dessen bewusst, begann Taryn überheblich, „dass eine TAUBE ein NEST über deiner Tür gebaut hat? Das ständige Zwitschern macht mich verrückt! Du musst einen Kammerjäger rufen. JETZT.

„Erstens ist es keine Taube", erwiderte Lacey.

„Ihr Name ist Martina", fügte Gina mit gespielter Empörung hinzu.

Taryns versteinerter Blick glitt von einer Frau zur anderen. Sie verschränkte ihre Arme. „Ihr habt einer Taube einen Namen gegeben?"

„Ich habe doch gesagt, wiederholte Lacey. „Sie ist keine Taube. Sie ist eine Schwalbe.

„Und Martina ist ein schöner und passender Name für eine Schwalbe", sagte Gina und beide nickten.

„Sie ist den ganzen Weg von Afrika geflogen, um ihre Babys über der Veranda meines Ladens aufzuziehen", fügte Lacey hinzu.

„Und wir fühlen uns beide sehr geehrt darüber, sie hier zu haben", beendete Gina ihr komödiantisches Duett.

Lacey konnte sich das Lachen kaum noch verkneifen.

Taryn war rasend vor Wut. Ihre Nasenlöcher blähten sich auf. „Wenn ihr sie nicht loswerdet, rufe ich den Kammerjäger selbst", drohte sie durch gefletschte Zähne.

Gina schnaubte. „Ich glaube nicht, dass du so jemanden finden wirst, meine Liebe. Niemand entfernt ein Nest während der Brutzeit!"

Taryn sah aus, als würde ihr gleich ein Blutgefäß platzen. „Wann endet die Brutzeit?", fragte sie zähneknirschend.

„November. Zirka", sagte Gina.

Taryn presste wütend die Lippen zusammen. „Typisch!", keifte sie, bevor sie auf dem Absatz kehrtmachte und direkt durch die Marionetten stöckelte. Sie schrie auf und schlug sie aus ihrem Gesicht. Mit einem letzten Blick auf Gina und Lacey stürmte sie auf demselben Weg aus dem Laden, auf dem sie gekommen war.

Sobald sie aus der Tür gerast war, brachen Lacey und Gina in schallendes Gelächter aus. Lacey lachte so seht, dass ihr Tränen über die Wangen liefen.

„Es wird niemals langweilig, sagte sie unter ihrem Lachen und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Aber dann hielt sie inne. „Warte einen Moment. Chester hat Taryn nicht angeknurrt.

Normalerweise ließ der englische Hirtenhund immer ein tiefes Brummen heraus, solange Taryn in seiner Nähe war. Da er bereits früher in dem Laden gelebt hatte, kannte er Taryn tatsächlich schon deutlich länger als Lacey, und es gab mehr böses Blut zwischen den beiden als zwischen Taryn und Lacey! Chester behandelte Taryn, als wäre sie seine persönliche Cruella De Vil.

„Vielleicht stört sie ihn nicht mehr?", schlug Gina vor, während sie mit ihrem Ärmel die feuchten Stellen unter ihrer leuchtend roten Brille abtupfte.

Das überzeugte Lacey nicht. „Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich meine, sie ist gerade fast auf ihn draufgetreten! Nein, es muss etwas anderes sein."

Sie eilte zu Chester und nahm seine Pfoten vorsichtig von seinem Kopf. Er schien es kaum zu bemerken, also schob sie ihre Hand unter sein Kinn und hob seinen Kopf an. Er fühlte sich schwer an und Chester schien zu schwach zu sein, um ihn selbst zu heben. Als sich ihre Blicke trafen, fiel Lacey auf, dass seine Augen leicht tränten und blutunterlaufen waren. Er winselte leise.

„Oh Liebling, sagte Lacey und ihr Herz machte einen Satz. „Bist du krank?

Chester wimmerte zustimmend und Laceys Magen zog sich besorgt zusammen.

„Gina, ich sollte ihn besser zum Tierarzt bringen, sagte sie eilig, als sie zu ihrer Freundin blickte. „Könntest du eine Weile auf den Laden aufpassen?

Lacey nahm Chester an die Leine und führte ihn aus dem Laden hinaus, während ihre Gedanken um ihren armen, kranken Hund kreisten.

KAPITEL ZWEI

„Chester!", rief die Rezeptionistin.

Lacey war sie mit Chester in ihrem rostigen Gebrauchtwagen über die engen Kopfsteinpflasterstraßen gerast und hatte eine kurze, aber angespannte Wartezeit im Wartezimmer von Wilfordshires bestem Tierarzt verbracht.

Sie stand von dem unbequemen Plastiksessel im Wartezimmer auf und zog leicht an Chesters Leine. Er ließ ein zorniges Schnaufen heraus – was besonders untypisch für ihn war, dachte Lacey – und folgte ihr schwerfällig in das Behandlungszimmer.

Lakshmi, die Tierärztin, sah auf, als sie hereinkamen. Sie war eine kleine, asiatische Frau, die von ihrem dunkelgrünen Arztkittel beinahe versank. Durch ihre kindlichen Züge wirkte sie für einen Beruf aussehen, der eine jahrelange Ausbildung voraussetzte, viel zu jung.

„Ach herrje, rief sie, nachdem sie einen Blick auf Chesters müde Haltung geworfen hatte. „Was ist denn hier los?

Lacey musste schlucken, als Chester vorbildlich auf den Untersuchungstisch sprang. „Er ist nicht er selbst, erklärte sie. „Er wirkt lethargisch. Als hätte er seinen Esprit verloren.

Lakshmi begann mit der Untersuchung, kontrollierte die Temperatur und leuchtete mit einer kleinen Lampe in seine Augen. Chester ließ es über sich ergehen. Entweder war er mit Lakshmi vertraut genug, um es zuzulassen, oder einfach zu schlapp, um sich dagegen aufzulehnen.

„Ich glaube, da hat jemand einen Fall von Hundegrippe, sagte Lakshmi, während sie die kleine Lampe ausmachte und sie wieder in ihrer Brusttasche verschwinden ließ. „Haben Sie noch andere Haustiere?

„Nicht in meinem Haus, aber er verbringt fast jeden Tag mit seiner besten Freundin, Boudica, erklärte Lacey, bevor sie schnell hinzufügte, „auch ein Hund.

„Nun, in diesem Fall wäre es vielleicht eine gute Idee, ihn hierzubehalten, damit er sie nicht ansteckt. Hier kann ich ihn gut beobachten und ihm ein paar Medikamente gegen seine Dehydrierung geben."

Lacey brach das Herz. Ihr armes Baby!

„Aber ich habe, seit er bei mir ist, keine Nacht ohne ihn verbracht", sagte sie traurig.

Lakshmis Züge wurden weicher und sie zeigte Verständnis. „Sie können ihn jederzeit besuchen kommen. Wir empfehlen das sogar. Ein bekanntes Gesicht zu sehen, kann den Stresslevel der Tiere stark reduzieren."

Lacey biss sich auf die Lippe. Bei dem Gedanken daran, dass Chester ganz alleine und verwirrt in einem Zwinger bleiben müsste, begann sie zu zittern. „Wie lange müsste er bleiben?", fragte sie.

„Die Hundegrippe ist ähnlich wie die menschliche Grippe, erklärte Lakshmi. „Es könnte also bis zu zwei Wochen dauern.

„Zwei Wochen!", rief Lacey. Sie hatte auf einmal einen Kloß im Hals.

„Ich weiß, dass es hart sein wird, sagte Lakshmi sanft. „Aber es ist das Beste für ihn. Er wird in guten Händen sein. Sollen wir fortfahren und ihn aufnehmen? Sie holte ein Klemmbrett hervor, auf dem ein rosafarbenes Aufnahmeformular eingeklemmt war, und streckte es ihr entgegen.

Trotz dem schmerzenden Gefühl in ihrer Brust nahm Lacey den Stift und unterschrieb auf der gestrichelten Linie. Dann legte sie ihren Kopf auf die flauschige Stelle in Chesters Nacken und ihre Tränen tropften direkt in sein Fell.

„Alles wird gut, mein Junge", murmelte sie.

Chester wimmerte traurig.

Dann stand Lacey wieder auf und eilte aus der Tierarztpraxis, bevor sie völlig zusammenbrach. Erst als sie die Sicherheit ihres Autos erreicht hatte, erlaubte sie sich, den Tränen freien Lauf zu lassen.

Chester war bisher an jedem Tag, seit sie nach Wilfordshire gezogen war, an ihrer Seite gewesen. Er war ihr Schatten. Ihre zweite Hälfte. Ihr Komplize. Nein, viel eher war er ihr Partner beim Lösen von Kriminalfällen. Wie würde sie zwei ganze Wochen ohne seine beruhigende Anwesenheit überstehen?

„Oh nein!", stöhnte Lacey. In zwei Tagen sollte der Trip mit Tom starten. Aber jetzt konnte sie auf keinen Fall von hier weg. Lakshmi hatte gesagt, dass häufige Besuche eines bekannten Gesichts dabei helfen könnten, Chesters Stress zu minimieren. Sie konnte ihn, wenn er krank war, nicht zurücklassen. Sie war schrecklich enttäuscht; sie hatte sich so sehr auf eine romantische Auszeit mit Tom gefreut.

Mit einem tiefen, traurigen Seufzer kramte Lacey ihr Handy aus der Tasche. Sie musste ihn anrufen und ihm die schlechten Nachrichten überbringen. Aber bevor sie die Nummer wählen konnte, entdeckte sie eine Nachricht von Xavier Santino auf ihrem Telefon.

Sie zögerte einen Moment lang und biss sich nervös auf die Lippen. Der Spanier war ein Kontakt von Lacey aus der Antiquitätenwelt. Er hatte behauptet, ihren verschollenen Vater Francis getroffen zu haben. Eigentlich hatte Lacey den Kontakt mit ihm abgebrochen, als sie sein romantisches Interesse an ihr bemerkt hatte. Ihr Versuch, den Kontakt auf Eis zu legen, war bei Xavier

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