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Skeptiker in Salem: Eine Folge des Verbrechens (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 2)

Skeptiker in Salem: Eine Folge des Verbrechens (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 2)

Автор Fiona Grace

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Skeptiker in Salem: Eine Folge des Verbrechens (Ein Hexen-Cosy-Krimi – Band 2)

Автор Fiona Grace

Длина:
330 страниц
5 часов
Издатель:
Издано:
12 мая 2021 г.
ISBN:
9781094344669
Формат:
Книга

Описание

„Sehr unterhaltsam. Dieses Buch muss in dem Bücherregal aller Leser stehen, die einen gut geschriebenen Krimi mit unerwarteten Wendungen und einer intelligenten Geschichte schätzen. Sie werden nicht enttäuscht sein. Perfekt für ein kaltes Wochenende!“
--Books and Movie Reviews, Roberto Mattos (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

SKEPTIKER IN SALEM: EINE FOLGE DES VERBRECHENS ist Buch 2 einer neuen, mitreißenden Cozy-Krimireihe der Bestsellerautorin Fiona Grace, Autorin von Der Tod kam vor dem Frühstück, einem Nr.-1-Bestseller mit mehr als 100 Fünf-Sterne-Bewertungen (und einem kostenlosen Download)!

Als die 30-jährige Mia Bold erfährt, dass für den Pharmakonzern, für den sie arbeitet, nur das Geld zählt, reicht sie sofort ihre Kündigung ein und lässt ihre gut bezahlte Karriere zurück – genau wie ihren langjährigen Freund, der mit ihr Schluss macht.

Während der Podcast immer erfolgreicher wird und sich eine Romanze anbahnt, drehen Mia und ihr Filmset die erste Episode ihrer neuen Fernsehshow in dem verwunschenen Haus einer der ursprünglichen Salem-Hexen. Mia setzt alles daran, die unerklärlichen Ereignisse zu entschlüsseln, als sich plötzlich ein Todesfall ereignet.

Und noch schlimmer – der Verdacht fällt auf sie.

Da sowohl ihre Zukunft als auch ihre Karriere und ihr Ruf auf dem Spiel stehen, muss Mia den unerklärlichen Todesfall unbedingt lösen. Könnte es übernatürliche Ursachen geben?

Dieser packende Krimi voller Rätsel, Mysterien, Liebe, Tiere, gutem Essen und übernatürlichen Ereignissen wird Sie in seinen Bann ziehen. SKEPTIKER IN SALEM ist ein Krimi mit unerwarteten Wendungen, der mit seinem Protagonist Ihr Herz erwärmen und Sie bis spät in die Nacht nicht mehr loslassen wird. Und bei allem Mystischen kommt auch der Humor nicht zu kurz.

„Das Buch hatte große Gefühle und die ganze Geschichte passte nahtlos zusammen, ohne dass bei Intrigen oder Persönlichkeit Abstriche gemacht wurden. Ich habe die Charaktere geliebt – so viele tolle Charaktere! Ich kann es kaum erwarten, zu lesen, was Fiona Grace als nächstes schreibt!“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

„Wow, dieses Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen! Ich konnte es nicht weglegen! Sehr empfehlenswert für alle, die einen Krimi mit unerwarteten Wendungen, Romantik und ein lang verlorenes Familienmitglied lieben! Ich lese gerade das nächste Buch!“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

„Dieses Buch entwickelt sich rasant. Es hat genau die richtige Mischung von Charakteren, Orten und Emotionen. Ich konnte es kaum weglegen und hoffe, schon bald das nächste Buch der Reihe lesen zu können.“
--Amazon-Rezensent (zu Der Tod kam vor dem Frühstück)

Buch 3 der Reihe – TODESFOLGE – ist jetzt auch verfügbar!
Издатель:
Издано:
12 мая 2021 г.
ISBN:
9781094344669
Формат:
Книга

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Связано с Skeptiker in Salem

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Skeptiker in Salem - Fiona Grace

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SKEPTIKER IN SALEM:

EINE FOLGE DES VERBRECHENS

(EIN HEXEN-COSY-KRIMI – BAND ZWEI)

FIONA GRACE

INS DEUTSCHE ÜBERSETZT VON VANESSA GAUTSCHI

Fiona Grace

Debütautorin Fiona Grace ist die Verfasserin der LACEY DOYLE COZY-Krimis, welche bisher neun Bücher umfassen; der EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-Krimis, die bisher sieben Bücher umfassen; und der BÄCKEREI AM STRAND COZY-Krimis, die bisher sechs Bücher umfassen.

Fiona freut sich, von Ihnen zu hören, also besuchen Sie www.fionagraceauthor.com für kostenlose eBooks und die neuesten Informationen. Schauen Sie vorbei.

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Copyright © 2021 Fiona Grace. Alle Rechte vorbehalten. Gemäß dem US-amerikanischen Urheberrechtsgesetz von 1976 sowie dem deutschen Urheberrechtsgesetz ist ohne vorherige Genehmigung der Autorin jegliche Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Verbreitung sowie die Übertragung in eine Datenbank oder ein Downloadportal untersagt. Dieses E-Book ist nur für Ihre persönliche Nutzung lizenziert. Es darf nicht an dritte Personen weiterverkauft oder unentgeltlich weitergegeben werden. Wenn Sie dieses E-Book mit anderen Personen teilen möchten, erwerben Sie für jeden der Begünstigten bitte eine gesonderte Ausgabe. Wenn Sie dieses E-Book lesen, es jedoch nicht käuflich erworben haben, oder es nicht für Sie alleine käuflich erworben wurde, senden Sie diese Ausgabe bitte zurück und erwerben Sie eine eigene. Wir bedanken uns für den Respekt, welchen Sie der Autorin und ihrer Arbeit entgegenbringen. Jegliche Handlung ist frei erfunden. Namen, Charaktere, Unternehmen, Organisationen, Orte, Ereignisse und die Handlung sind entweder das Produkt der freien Fantasie der Autorin, oder werden für die Handlung der Geschichte fiktional genutzt. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig. Coverbild Copyright © ilansik, verwendet unter Lizenz von Shutterstock.com.

BÜCHER VON FIONA GRACE

EIN HUND UND KATZ WOHLFÜHLKRIMI

EINE VILLA IN SIZILIEN: OLIVENÖL UND MORD (Buch #1)

EINE VILLA IN SIZILIEN: FEIGEN UND EIN KADAVER (Buch #2)

EIN COZY-KRIMI AUS DER BÄCKEREI AM STRAND

EIN CUPCAKE ZUM STERBEN (Buch #1)

EINE MÖRDERISCHE MAKRONE (Buch #2)

EIN HEXEN-COSY-KRIMI

SKEPTIKER IN SALEM: EINE MORDSFOLGE (Tome 1)

SKEPTIKER IN SALEM: EINE FOLGE DES VERBRECHENS (Tome 2)

EIN COZY-KRIMI MIT LACEY DOYLE

DER TOD KAM VOR DEM FRÜHSTÜCK (Buch #1)

FÄHRTENSUCHE IM SAND (Buch #2)

VERBRECHEN IM CAFÉ (Buch #3)

EIN VERHÄNGNISVOLLER BESUCH (Buch #4)

EIN TÖDLICHER KUSS (Buch #5)

EIN MALERISCHER MORD (Buch #6)

VERSTUMMT DURCH EINEN ZAUBER (Buch #7)

VERDAMMT DURCH EINE FÄLSCHUNG (Buch #8)

KATASTROPHE IM KLOSTER (Buch #9)

EIN TOSKANISCHER WEINGARTEN COZY-KRIMI

EIN ERLESENER MORD (Buch #1)

EIN ERLESENER TODESFALL (Buch #2)

EIN ERLESENES VERBRECHEN (Buch #3)

EINE ERLESENE VERFÜHRUNG (Buch #4)

EIN ERLESENER RACHEAKT (Buch #5)

INHALTSVERZEICHNIS

KAPITEL EINS

KAPITEL ZWEI

KAPITEL DREI

KAPITEL VIER

KAPITEL FÜNF

KAPITEL SECHS

KAPITEL SIEBEN

KAPITEL ACHT

KAPITEL NEUN

KAPITEL ZEHN

KAPITEL ELF

KAPITEL ZWÖLF

KAPITEL DREIZEHN

KAPITEL VIERZEHN

KAPITEL FÜNFZEHN

KAPITEL SECHZEHN

KAPITEL SIEBZEHN

KAPITEL ACHTZEHN

KAPITEL NEUNZEHN

KAPITEL ZWANZIG

KAPITEL EINUNDZWANZIG

KAPITEL ZWEIUNDZWANZIG

KAPITEL DREIUNDZWANZIG

KAPITEL VIERUNDZWANZIG

KAPITEL FÜNFUNDZWANZIG

KAPITEL SECHSUNDZWANZIG

KAPITEL SIEBENUNDZWANZIG

KAPITEL ACHTUNDZWANZIG

KAPITEL NEUNUNDZWANZIG

KAPITEL DREISSIG

KAPITEL EINUNDDREISSIG

KAPITEL ZWEIUNDDREISSIG

KAPITEL DREIUNDDREISSIG

EPILOG

KAPITEL EINS

Mia Bold sah etwas Merkwürdiges aus ihrem Augenwinkel. Sie spähte durch das schräge Hexenfenster ihrer Wohnung. War das ein riesiger grüner Kobold, der da die Straße hinunterlief? Sie sah der Kreatur einen Augenblick lang dabei zu, wie sie den Gehsteig hinabtorkelte. Oh, das ist ein Straßenkünstler auf Stelzen, realisierte sie, als das Ding um die Ecke bog.

Draußen in der Fußgängerzone auf der Essex Street tummelten sich Touristen. Unter ihrem Fenster bimmelte die Klingel von Hatters Emporium, wann immer ein Kunde kam und wieder ging, nachdem er Kinkerlitzchen und Andenken an seinen gruseligen Aufenthalt im heimgesuchten Salem, Massachusetts, gekauft hatte. Mia bemerkte, wie die Bäume einen ersten Hauch von Farbe annahmen. Der Herbst zog immer schneller in die Stadt ein, und eine leichte Brise lag in der Luft. Den Einheimischen zufolge war Salem im Herbst am belebtesten.

Sie war eben erst nach Salem gezogen, also war sie noch ein Neuling. Aber sie begann die Leute und den Ort langsam zu verstehen. Endlich hatte sie es geschafft, all ihre Sachen von ihrem kürzlichen Umzug von Fishtown, Philadelphia, auszupacken. Jetzt kam ihre Wohnung langsam zusammen und sah gemütlich und bewohnt aus. Mia hatte einen kleinen Bereich am Fenster für ihren Schreibtisch geschaffen, wo das Licht hineinströmte. Die Wohnung war etwas dunkel, also hatte sie farbenfrohe Kunst von einem ansässigen Künstler gekauft. Dazu einen Beistelltisch, der neben dem kastanienbraunen Sofa stand, und ein paar gelbe Dekokissen sowie einen fantasievollen Zebra-Print-Teppich, um den Raum zusammenzubringen. Die Möbel waren alle im Stil der modernen Jahrhundertmitte gehalten und komischerweise wieder im Trend. Salem war voll von kleinen Schmuckstücken, also hatte Mia ein paar Bücher über das Übernatürliche und die Hexerei erstanden, die nicht mehr gedruckt wurden. Dazu ein paar alte Karten und ein paar antike Milchglas-Salzflaschen, an denen man riechen konnte, die nun auf ihrem Bücherregal standen.

Plötzlich tauchte eine Mitteilung auf ihrem Computer auf.

Erinnerung!

Anruf Darsteller und Crew

Klingel, Buch und Kerze: Proof-of-Concept-Folge

Zeit: 15.00 Uhr

Ort: Haus der Meereshexe – Derby Street

Mia betrachtete nervös den Ablaufplan. Ollie Cooper, einer der Produzenten, schickte die Erinnerung erneut – nur zur Sicherheit. In ein paar Stunden würden Darsteller und Crew von Klingel, Buch und Kerze sich an einem heimgesuchten Ort am Ufer von Salem, Massachusetts, einfinden. Zum ersten Mal würden sie eine Folge drehen. Und da Mia die Co-Moderatorin war, würde sie die ganze Zeit über zu sehen sein. Es würde eine neue Erfahrung für Mia werden, und sie hatte schreckliches Lampenfieber. Ihr Co-Moderator der Show, Johnny Astor, die charmante Internet-Sensation, meinte, dass es einfach sein würde und hatte ihr sogar eine Liste mit Tipps gegeben. Beweg dich nicht zu schnell. Denk daran, dass die Kamera fünf Kilos draufpackt. Schau nicht direkt in die Linse. Aber nichts davon half wirklich. Vor allem nicht die Sache mit den fünf Kilos extra. Tatsache war, dass man sie – egal was sie auch tat – ins kalte Wasser warf.

Mia versuchte, auf zehn zu zählen und langsam auszuatmen, um ihre Anspannung zu lösen. Tandy, ihr beseelter, braunäugiger Mischlingshund, sah besorgt zu ihr hoch. Er konnte ihre Gedanken wohl lesen und sah besorgt aus. Rose, das Kätzchen, hingegen, war zu beschäftigt damit, herbeifantasierte Schmetterlinge auf dem Teppich zu jagen. Mia sah ihr beim Spielen zu und bemerkte, dass sie zusehends zu einer ausgewachsenen Katze wurde. Geisterhafte silberne Tigerstreifen wurden unter ihrem weißen flauschigen Fell immer sichtbarer, und sie hatte einen Hauch von Ringen an ihrem Schwanz. Weiße Katzen brachten in Salem angeblich Unglück, aber Mia vergötterte Rose und hörte nicht auf den übernatürlichen Tratsch. Mia lief langsam die Zeit davon. Sie musste zurück an die Arbeit – den Spuk recherchieren, den die Show untersuchen würde. Sie glaubte an gute Vorbereitung und außerdem war Arbeit immer die beste Art, ihre Anspannung zu lösen.

Die heutige Folge trug den Titel „Das Haus der Meereshexe". Das war der Spitzname des berüchtigten alten Hauses am Wasser. Im vergangenen Jahrhundert hatten Zeugen von verstörenden Phänomenen berichtet. Kalte Stellen, Gegenstände, die sich von allein bewegten, und ein mysteriöses Wesen, das im Hauptschlafzimmer erschien. Kisten und andere Gegenstände waren angeblich die Treppen hinuntergefallen, und es hatte sich sogar ein historischer Todesfall ereignet. Mia hatte außerdem ein Video über das Phänomen der heimgesuchten Treppe im Internet gefunden.

Sie würden Gäste interviewen – inklusive des örtlichen Historikers – der entdeckt hatte, dass das Haus eines der ersten in Salem war, was eine ziemlich große Sache darstellte. Salem war im Jahre 1626 gegründet worden, und das Haus der Meereshexe war für die vergangenen dreißig Jahre unter Aluminium-Verkleidung versteckt worden.

Zudem behauptete der Historiker, dass es die Wohnstätte einer Salemer Hexe gewesen sei – was ebenfalls eine ganz schön große Sache war. Alice Parker war eine der letzten Frauen, die anlässlich der Salemer Hexenprozesse verurteilt und am 2. September 1692 beim Proctors Ledge gehängt worden war. Ihr Ehemann, John Parker, ein Seemann, hatte ebenfalls im Haus am Wasser gelebt.

Natürlich war der Spuk, Mias Ansicht nach, totaler Nonsens, und sie hatte fest vor, das zu beweisen. Heute Nacht würde sie ein paar Tests durchführen, um zu erörtern, ob der Ort starker elektromagnetischer Spannung oder Infraschall ausgesetzt war. Beide dieser Dinge konnten physische Störungseffekte und Halluzinationen hervorrufen. Sie hatte bereits die Ortskarten studiert und nach geologischen Gegebenheiten wie tektonische Beanspruchung, Quarzkristallvorkommen oder unterirdische Flüsse gesucht. Aber bisher hatte sie nichts Interessantes am Gebiet gefunden – außer, dass es sich gegenüber einem Kraftwerk befand.

Vielleicht war es nur die wilde Fantasie der Einheimischen von Salem – einer Stadt, die sich in einem immerwährenden Fiebertraum der Hirngespinste befand. Es laufen drei Meter große Kobolde die Straße runter, Herrgott nochmal. Wenn es einen Ort auf Erden gab, an dem die Fantasie mit den Menschen durchging, dann war es Salem, Massachusetts. Die ganze Stadt drehte sich um das Übernatürliche: Geister, Kobolde, Hexen, Spuke, Geheimbunde – Salem hatte sie alle.

Tatsache war, dass Mia eine Skeptikerin in Salem war – was sie zu einer Außenseiterin machte. Obwohl ihre Ansicht einzigartig war, so hatte Mia das Gefühl, dass die Stadt jemanden brauchte, der das Übernatürliche anzweifelte.

Mias Handy klingelte und riss sie aus ihren Gedanken. Sie sah auf den Bildschirm. Es war ihre große Schwester, Brynn, die einen Videoanruf führen wollte.

„Mimi? Wie geht es dir?", sagte Brynn, die dezentes, perfekt angebrachtes Make-up trug und frisch gesträhntes, auf den Zentimeter genau geschnittenes Haar.

„Mir gehts gut, wir drehen heute am späten Nachmittag", sagte Mia und fühlte sich im Vergleich zu Brynn schmuddelig.

„Oh! Schön!, sagte sie und schien zu zögern. „Hör zu, ich wollte dich nur anrufen und dich vorwarnen.

Was denn jetzt?, dachte Mia. Seit sie nach Salem gezogen war, war ihre Familie etwas durch den Wind. Natürlich, sie hatte ihr altes Leben ziemlich abrupt hinter sich gelassen, hatte ihren Job und ihren Verlobten am selben Tag den Rücken zugekehrt.

„Vorwarnen? Weswegen?", erwiderte Mia.

„Mama und Papa sind total von der Rolle. Sie wollen, dass du zu Thanksgiving zurückkommst."

„Thanksgiving? Mia zuckte beim Gedanken daran, für den Feiertag nach Philadelphia zurückzugehen, zusammen. Ihr Stiefvater, Daniel, würde darauf bestehen, dass sie Essen aus jener Zeit verspeisten und Augenzeugen-Berichte des ursprünglichen Geschehnisses lasen. „Ich weiß nicht, Brynn. Ich wollte eigentlich hier bei meinen Freunden bleiben.

„Du weißt, wie sehr sie historische Feiertage lieben, Mimi. Sie planen ein Pilger-Thanksgiving in einem Feld voller Rehe und wilden Truthähnen. Und ich muss sagen … Nach dem, was du ihnen angetan hast, glaube ich, dass du so einiges wiedergutzumachen hast."

Mia rollte mit ihren Augen. Es hatte nicht direkt geholfen, dass sie binnen einer Woche nach ihrem Umzug nach Salem eine ernste und äußerst öffentliche Auseinandersetzung mit der Polizei gehabt hatte. Aber egal, wie viele Male sie ihrer etepetete Mutter, Madison, und ihrem Stiefvater, Daniel Middleton – einem konservativen Antiquitätenhändler – die Situation auch zu erklären versuchte, schienen sie die Tatsache nie ganz schlucken zu wollen. Sie beschloss, das Thema zu wechseln.

„Ich werde mein Bestes tun. Wie geht es Jeffrey?", fragte Mia höflich. Obwohl er meilenweit entfernt in Philadelphia wohnte, versuchte Brynns unruhestiftender Ehemann immerzu, Mia zu sabotieren, indem er ihre unkonventionellen Entscheidungen gegen sie verwendete, um vor Madison und Daniel gut dazustehen.

„Es geht ihm gut, sagte Brynn. „Er sagt, dein Job ist zwielichtig.

„Zwielichtig? Inwiefern ist, Co-Moderatorin eines Podcasts zu sein, bitte zwielichtig?"

„Na ja, es ist nicht der Podcast, sondern das Thema des Podcasts."

„Du meinst das Übernatürliche?"

„Jeffy sagt, dass es Geisterjagen ist. Um fair zu sein: Das ist doch, was du tust."

„Ich jage keine Geister. Ich decke unechte Spuke auf. Das ist ein großer Unterschied, Brynn!"

„Na, ich sage dir nur die Wahrheit, Mimi. Ich habe Papa vor ein paar Tagen besucht und er meinte, du wirfst dein Leben weg."

Es klopfte an der Tür. Rettung in letzter Sekunde, dachte Mia. Durch das Guckloch stellte sie erleichtert fest, dass es Sylvie Pane, die Tontechnikerin des Podcasts, war. Sylvie wohnte den Flur runter, war ihre beste Freundin und Vertraute. Mia öffnete die Tür und winkte sie herein, während sie mit einer Handbewegung andeutete, dass die Person am anderen Ende der Leitung etwas verrückt war. Diese Woche hatte Sylvies Haar einen interessanten indigoblauen Ton, der in starkem Kontrast zu ihrem Outfit stand. Sie trug ein grafisches Oberteil mit dem riesigen Lippen-Logo der Rolling Stones, kombiniert mit einem roten Karorock, schwarzen Strümpfen und kniehohen Doc-Marten-Stiefeln. Ihre Aufmachung war ein krasser Kontrast zu Mias eher zurückhaltender Kombination aus Jeans und einem schwarzen T-Shirt. Ihre ungezähmten dunklen Locken waren zu einem Dutt hochgebunden.

„Hör zu, Brynn. So gerne ich auch mit dir darüber diskutieren möchte, dass ich mein Leben wegwerfe, ich muss los."

Mia legte auf und war erleichtert, dass sie dieses Hamsterrad von Gespräch hinter sich lassen konnte.

„Die elterlichen Einheiten?", sagte Sylvie mit ihrem starken New-Jersey-Akzent.

„Nicht ganz. Meine Schwester, die in ihrem Namen gesprochen hat. Du hast mich gerettet", meinte Mia.

„Wenigstens interessieren sie sich für dich. Das letzte Mal, als ich mit meiner Mutter gesprochen habe, hatte sie total vergessen, dass ich nach Salem gezogen bin."

„Wow, und ich dachte, meine Familie wäre anstrengend", erwiderte Mia. Sie versuchte sich immer davon zu überzeugen, dass sie die Zustimmung ihrer Familie nicht brauchte, aber es beschäftigte sie dennoch, wenn sie wusste, dass sie ihre Erwartungen nicht erfüllte.

„Wie wäre es mit Frühstück?, sagte Sylvie. „Ich bin am Verhungern.

Mia grinste. Sylvie war immer am Verhungern und schien angesichts ihrer zierlichen Figur den Metabolismus eines Kolibris zu haben.

„Sollen wir in unser neues Lieblingslokal?", fragte Sylvie.

Mia errötete, als sie ans Café Noir dachte. Das Essen war himmlisch und das Restaurant tierfreundlich. Aber es gab einen weiteren Grund, warum es ihr Lieblingslokal war. Einen geheimnisvollen, gutaussehenden, charmanten, eins achtzig großen Grund. Sie griff nach ihrer Jacke, legte Tandys Leine an und die drei gingen aus der Tür.

KAPITEL ZWEI

Mia und Sylvie betraten die Fußgängerzone der Essex Street, die von rotem Backstein gesäumt war. Tandy schnüffelte die Luft und zog freudig an seiner Leine. Durch das Fenster des Hatters Emporium konnten sie den Teenager Will Proctor sehen, der gerade hart bei der Arbeit war und den Kunden assistierte. Will arbeitete nach der Schule Teilzeit für Tom Hatter und war zudem der offizielle Praktikant von Klingel, Buch und Kerze. Er kümmerte sich um alles –von Betriebsmittel besorgen bis hin zu Einrichtungen bedienen. Mia vertraute ihm zudem oft Tandy und Rose an.

Will sah die beiden, öffnete die Tür und ließ die Klingel bimmeln.

„Hey ihr drei, sagte Will und strahlte voller jugendlicher Energie. „Freut ihr euch schon auf heute Nachmittag?

„Das tue ich", sagte Mia und überdeckte ihre Nervosität mit einem Lächeln.

„Ich bin gespannt darauf, zu sehen, was Graham dieses Mal für eine Nummer abzieht, meinte Sylvie. „Wenn man die Quoten durch irgendeinen Trick hochtreiben kann, wird er ihn finden.

Will sah einen Moment lang besorgt aus – und das aus gutem Grund. Graham, der mit Ollie Cooper zusammen Co-Produzent von Klingel, Buch und Kerze war, war bekannt dafür, etwas vom Skript abzuweichen, wenn es um Publicity ging.

„Sie macht nur Scherze, meinte Mia. „Es wird alles glattlaufen. Wir sehen uns in ein paar Stunden.

Sie liefen die Straße runter. Trotz des kühleren Wetters war die Straße belaufen. Sie passierten einen Vintage-Flohmarkt, der an der Seite der Straße aufgestellt worden war. Verkäufer stellten Kleidungsstücke zur Schau, die zurück bis in die Jahrhundertwende zurückreichten. Es gab Stände, die Esswaren und Getränke verkauften – wie zum Beispiel Cider-Donuts und Lollipop Guild-Lollis mit einem Vermerk der Bösen Hexe des Westens. Natürlich war an praktisch jeder Ecke eine Ansammlung von Medien zu finden. Einige waren Astrologen, andere legten Tarotkarten, wieder andere behaupteten, dass sie hellseherische Fähigkeiten besaßen. Mia musste lächeln. Salem war so merkwürdig und sonderbar, aber etwas an all den kleinen Läden und Hommagen an die gruselige Seite des Lebens waren charmant. Auf eine Art teilte diese Stadt ihr Interesse am Übernatürlichen, und sie begann sich hier langsam wie zu Hause zu fühlen.

„Was ist denn da los?", sagte Sylvie und zeigte auf einen Aufruhr am Ende des Blocks, wo eine Touristengruppe sich um einen Laden mit einem riesigen Schaufenster versammelt hatte.

„Ich bin mir nicht sicher, meinte Mia. „Ist das nicht der Laden, der neulich eröffnet worden ist?

Sie kamen näher und spähten durch die Menge zum Laden. Ein neues Geschäft war kürzlich in das einzig leere Gebäude auf der Straße eingezogen. Aufgemalte, altmodische Schnörkelbuchstaben auf der Scheibe gaben den Namen preis: Charnel Tours.

Plötzlich trat ein Mann in einer seidenen Weste und einem langen Mantel sowie einem Zylinder aus dem Laden. Er hatte ein teuflisches Lächeln auf den Lippen, als er der Menge bedeutete, näherzukommen, und sie alle verteilten sich um ihn herum. Dann schlug er mit einem schwarzen Gehstock mit einem silbernen Totenkopf obendrauf gegen die Pflastersteine und sagte mit dröhnender Stimme: „Verteilt euch, meine Freunde. Die erste Tour des Tages fängt gleich an. Heute findet die Tour der Bösen Hexe statt – und wer wäre als Führer besser geeignet als ein echter Hexenmeister?"

Tandy sah den merkwürdigen Mann an und gab ein leichtes Bellen von sich. Es klang beinahe wie ein Schnauben. Gleichzeitig legte er seinen Kopf schief, sah ihn neugierig an. Mia kraulte ihn hinter den Ohren.

„Dem stimme ich zu", sagte sie perplex. Ein Hexenmeister?

„Noch ein Touristikunternehmen? Jetzt ist es offiziell: Es gibt eines an jeder Ecke", meinte Sylvie.

„Eines ist dämlicher als das andere", bemerkte Mia.

Sylvie und Mia liefen zum Schaufenster und spähten hinein.

Ein kleiner frettchenähnlicher Mann mit einem verkniffenen Gesicht und langen kegelförmigen Fingern stand hinter dem Tresen. Sylvie und Mia sahen, wie die Schlange voranschritt, während er Geld von Leuten entgegennahm – oder ihnen das Kartenterminal hinhielt – und ihnen die Tour ihrer Wahl buchte. Auf einem Schild mit Skeletten und Drudenfüßen und Zeichen standen die verschiedenen Führungen: Die Tour der Bösen Hexe, Die Gespenstische Geistertour, Die Furchterregende Friedhofstour, Die Diabolische Verliestour und Die Giftige Vampirtour.

„Na, wenn das mit dem Podcast nichts wird, könntest du hier immer noch als Fremdenführerin arbeiten. Du weißt genug über diesen Ort, soviel steht fest. Du könntest die ‚Nur die harten Fakten‘-Tour anbieten", meinte Sylvie lachend.

Vor ihnen erblickten sie die wohlbekannte auffällige schwarz-cremefarben-gestreifte Markise mit den markanten grauweißen Buchstaben, die das Wort Café Noir formten. Unter dem Schild befanden sich große verschnörkelte Fenster, abgeschrägt und von Blei getrennt. Mia war ausgehungert und das kleine Café mit authentischer französischer Küche war ihr Lieblingslokal.

Das Café Noir war ungewohnt geschäftig. Die drolligen schmiedeeisernen Tische und Stühle vor dem Café waren voll mit Leuten. Kunden drängelten sich um einen Sitzplatz, und das Bedienpersonal rauschte in ihren frischen Schürzen herum, um Bestellungen aufzunehmen und Mahlzeiten zu servieren. Als Sylvie und Mia sich mit Tandy dicht dahinter ihren Weg durch die Menge bahnten, erhaschte Mia einen Blick auf eine Gruppe Einheimischer, die sie aus der Stadt kannte. Einige von ihnen warfen ihr einen merkwürdigen Blick zu.

Seit die erste Folge online gestellt worden war, waren die Darsteller und die Crew von Klingel, Buch und Kerze zu lokalen Berühmtheiten geworden. Also war es nicht verwunderlich, dass ein paar Leute Mia erkannten. Aber die Art, wie sie sie ansahen, war befremdlich. Die Gruppe flüsterte sich etwas zu, als sie an ihnen vorbeiging. Bin ich bloß paranoid, fragte sich Mia und versuchte das Gefühl, beobachtet und beredet zu werden, abzuschütteln. Ich schätze, das ist der Preis, den man zahlt, wenn man für eine Sendung arbeitet.

Es gab keine freien Plätze draußen und so gingen Sylvie und Mia rein. Das Café war mit warmem braunem Holz und modernem Licht ausgestattet. Die Leute standen für ihren frisch gebrühten Morgenkaffee Schlange. Zwei Baristas bemannten die kupfernen Espressomaschinen, nahmen Bestellungen auf und bereiteten die Getränke zu. Im Café waren grüne Ficus-Bäume und Plastikpflanzen verteilt, was dem Ort ein kosmopolitisches Gefühl verschaffte. Am Tresen waren zwei Sitzplätze frei und Sylvie ging direkt auf sie zu. Mia stand stockstill da und errötete. Hinter dem Tresen stand Hugh Wolfe, der Inhaber des Cafés. Er hatte seine Ärmel hochgekrempelt und seine sonnengebräunten, muskulösen Arme bildeten einen Kontrast zu seinem weißen frischen Oberteil. Sein Haar fiel über seine Stirn, während er sich auf eine Arbeit konzentrierte, und Muster in den Milchschaum jedes Cappuccinos zeichnete. Sylvie marschierte zum Tresen, war sich Mias Reaktion völlig unbewusst und schlüpfte auf einen Hocker. Mia hatte Hugh seit seiner Geschäftsreise auf eine Trüffelfarm nicht gesehen. Jetzt meldeten sich Schmetterlinge in ihrem Bauch, als sie auf den Tresen zuging. In dem Moment, in dem sie sich hinsetzte und Tandy sich zu ihren Füßen hinlegte, sah Hugh hoch und ihre Blicke trafen sich. Ein warmes Lächeln zog auf seinem Gesicht auf.

„Mia Bold? Was verschafft mir die Ehre?", sagte er mit lieblicher Stimme.

Dieses Mal färbten sich Mias Wangen knallrot. Sylvie drehte sich zu ihr und bemerkte, dass sie errötete. Sie sah zurück zu Hugh Wolfe, dann wieder zu Mia. Ein wissender Blick tauchte auf ihrem Gesicht auf.

Die Katze war aus dem Sack.

„Wie war deine Geschäftsreise?", fragte Mia.

„Großartig. Ich habe einen vortrefflichen Handel mit dem Wildbeuter gemacht", sagte Hugh lächelnd.

„Du kennst Sylvie ja bereits. Von meiner Party", meinte Mia.

„Natürlich, wie könnte ich das vergessen?, erwiderte Hugh. „Du bist die Tontechnikerin für den Podcast, oder?

„Und die Cutterin. Jedes Mal, wenn ich meine Augen schließe, habe ich wieder einen neuen Job, meinte Sylvie. „Schön, dich wiederzusehen.

Hugh Wolfes Nichte, Becca, kam hinter dem Tresen hervor. Die gertenschlanke Teenagerin mit blondem Haar, das zu einem Haarknoten hochgebunden war, reichte Mia und Sylvie eine Speisekarte.

„Wir haben heute ein paar Tagesspezialitäten", sagte Becca und sah zu ihrem Onkel Hugh. Er nickte und sie richtete sich gerade auf, bevor sie die Gerichte aufzulisten begann.

„Wir haben

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