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Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2): LitRPG-Serie
Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2): LitRPG-Serie
Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2): LitRPG-Serie
Электронная книга440 страниц6 часов

Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2): LitRPG-Serie

Автор Jens Forwick

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Об этой электронной книге

Rok und seine Gefährten machen sich auf den Weg zu einem alten Schlachtfeld. Sie haben gehört, dass sie dort jede Menge EP, Glanz und Gloria abräumen können. Genau das, was sie brauchen, um ihre Level massiv zu erhöhen und im Spiel voranzukommen. Doch die Reise wird beschwerlicher, als sie sich das vorgestellt haben. Vor allem winken ihnen ständig Quests zu, die erfüllt werden wollen. So vergeuden sie viel Zeit damit, zu questen – so zumindest empfindet Rok es nach einer Weile. Er avanciert eher unfreiwillig und zunehmend schlechter gelaunt zum Questmaster. Dabei bleibt die wichtige Frage, warum die größte Gilde des Landes eine Stadt nach der anderen niederbrennt, zunächst unbeantwortet…
ЯзыкDeutsch
ИздательMagic Dome Books
Дата выпуска24 июн. 2022 г.
ISBN9788076197039
Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2): LitRPG-Serie
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    Questmaster (Die Kalandaha Chroniken Buch #2) - Jens Forwick

    Rennen

    „DIESE STADT MUSS BRENNEN!", befahl Bruder Dekonstruktor.

    Daraufhin wirkte der Großmeister des Feuers, der neben ihm in Bereitschaft stand, den zum Maximum gelevelten Grad-8-Spell.

    Es hatte eine Vorbereitungszeit von vier Stunden benötigt, diesen winzigen Feuerball zu casten. Ein Funke nur, so sah es aus, der über die Stadtmauer flog und auf dem Marktplatz einschlug. Von einem Funken wurde er dann zu etwas anderem ...

    * * *

    Ich erwachte von Geschrei, das nach und nach in meinen Schlaf eingesickert und immer lauter geworden war. Am Abend hatten wir Erzbarts Rückkehr gefeiert, feuchtfröhlich, mit viel Gelächter, doch ich fühlte mich fit. Abgesehen davon, dass es mir zu warm war.

    Sollte der Sommer ein Comeback feiern? Nach dem Regen in den letzten Tagen hielt ich das für eher unwahrscheinlich.

    Ich hievte meinen Körper aus dem Bett und ging zum Fenster. Regnete es noch? Ich meinte, ein Prasseln zu vernehmen. Der Blick hinaus enthüllte jedoch ein gänzlich anderes Szenario.

    Ach du Scheiße! Die fucking Stadt brennt!

    An allen Ecken und Enden flackerten Brände. Wogen von Feuer schienen das Stadtzentrum in rasender Geschwindigkeit aufzufressen. Jedes Haus, das ich von hier aus sehen konnte, brannte wie Zunder. Der Geruch von Rauch, verbranntem Holz, schmelzendem Stein und ... brennendem Fleisch drang in meine Nase.

    Mein noch etwas schläfriger Verstand brauchte ein paar Sekunden, um die Situation vollständig zu erfassen. Dann schüttelte ich meine Morgenträgheit ab, zog hastig meine Rüstung an und rief, so laut ich konnte, nach den anderen.

    Wir mussten so schnell wie möglich hier raus – und aus der Stadt. Wir hatten eine Chance, oder auch zwei, wenn man in Betracht zog, dass der Rosenhof nicht so weit von der Stadtmauer entfernt lag. Ich tendierte allerdings mehr zu der Lösung, die mir zuerst in den Sinn gekommen war. Die würde sich deutlich schneller und ungestörter gestalten. Denn zur Stadtmauer würde gerade jeder rennen, der sich aus seinem Haus hatte retten können.

    Während die Flammen an der Hauswand des Rosenhofes emporzüngelten, sprang ich zum Ausgang, riss meine Zimmertür auf und wäre dabei fast mit Kiran zusammengestoßen, der schon in voller Rüstung vor meiner Tür stand. Er guckte fragend. Der Typ war echt unglaublich.

    Drei Sekunden später stürzte Penk halb angezogen aus seinem Zimmer. Im Bett hinter ihm lag eine verwirrt schauende „Freundin" der Wirtin.

    Pech gehabt, Kleine, dich kann ich nicht mitnehmen.

    Ich deutete auf Erzbarts Tür. Penk nickte, rannte hin und warf sich dabei sein Kettenhemd über. Ein Blick nach links zeigte mir Alcanara, die gerade auf den Flur trat, makellos wie immer. Aus dem Zimmer des Zwergs drang Gepolter, gefolgt von Flüchen.

    Das übertönte fast Alcanaras Stimme, die seelenruhig flötete: „Die Stadt brennt." Ihr Gesichtsausdruck wirkte dabei eher neugierig.

    Dir ist schon klar, dass wir hier gleich alle gegrillt werden, Süße?

    „Wir müssten längst hier weg sein! Penk, wo bleibt ihr?", brüllte ich.

    Penk und Erzbart stolperten auf den Flur. Der Zwerg trug nur Kette, die Plattenrüstung klemmte unter seinen Armen. Er buffte uns rasch, während er lautstark auf Zwergisch fluchte.

    „Und los!" Ich lief den anderen voran die Treppe hinunter.

    Als ich die Hintertür aufriss, erwartete mich ein Inferno. Das Feuer schien im Zentrum der Stadt ausgebrochen zu sein und fraß sich mit beängstigender Geschwindigkeit nach außen. Übernatürlich schnell, so viel konnte ich sagen.

    Der Hinterausgang lag grob in Richtung Stadtmauer, unsere Herberge befand sich glücklicherweise im äußeren Stadtring, sonst wären wir bereits gegrillt.

    Ich rannte los, meine Gruppe folgte dicht hinter mir. Ich musste auf den Langsamsten achten ... Ach, Shit, das bin ja ich! Ich rannte schneller.

    Glücklicherweise war man mit Ausdauer 15 – gebufft 18 – gar nicht mehr so langsam. Außerdem wollte ich nicht zur Stadtmauer, denn das hätten wir wahrscheinlich eh nicht mehr geschafft, bevor die gigantische Feuerwelle, die gerade die Innenstadt aufgefressen hatte, uns erreichte.

    Der war der Regen scheißegal, so viel konnte der Graf gar nicht flennen ...

    Wir zischten um drei Ecken, über die Kreuzung, wurden bei den nächsten zwei Ecken kaum langsamer, die Flammen ständig im Nacken. Kirans Umhang fing sogar einmal kurz Feuer, er konnte ihn aber löschen, während er weiterrannte. Dann hatten wir mein Ziel erreicht: Gullydeckel Nummer 17, meinen bevorzugten Rattenjagdeingang.

    Penk riss den Deckel hoch und Erzbart sprang einfach rein, gefolgt von Kiran. Sie kamen beide mit 75 % TP unten an. Es ging schon recht tief runter, und den Scheiße-Fluss gab es ja nicht mehr. Die Scheiße war rattenquestgebunden gewesen, und somit brav verschwunden, nachdem ich die Quest abgefrühstückt hatte.

    Penk sprang. Auch er kam mit 75 % Leben unten an – das sollte ich auch hinbekommen. Alcanara schwang sich jedoch auf die Leiter und kletterte geschwind hinab. Das war klug, ein Aufschlag würde sie vermutlich critten, und die Zeit für einen „Critheal" hatten wir nicht. Leider hatten wir auch nicht die Zeit, darauf zu warten, bis sie unten ankam. Ein Blick über meine Schulter zeigte mir die Feuerwelle, die uns in wenigen Sekunden erreicht haben würde.

    Ich sprang ins Loch, rutschte die Leiter hinunter und riss die Elfe mit. Dabei drehte ich mich so, dass sie auf mich fiel, als wir unten ankamen. Nach dem unvermeidlich folgenden Aufschlag hatte ich noch 60 % TP und sie 80. Alcanara war mit voller Wucht auf meinem Bein gelandet.

    Das tat jetzt scheißweh, fühlte sich aber nicht gebrochen an. Insofern biss ich die Zähne zusammen, raffte mich auf, zog sie hoch und orientierte mich heute mal nach rechts. Alcanara nickte mir zu und folgte mir.

    Ich kannte mich hier unten gut aus, auch wenn ich die Questkarte mangels Kartografie-Skill nicht hatte behalten können. Ich war hier jedoch fast eine Woche lang herumgerannt und hatte Intelligenz 20 – ich brauchte keine Karte. Obwohl die Situation damals deutlich beschissener gewesen war. Jedenfalls auf die Umgebung bezogen. Meine Erinnerung reichte mir vollkommen aus, um mich hier zurechtzufinden. Ich wusste auch, wo es hier rausging – auf meiner Erkundung hatte ich den Abflusstunnel gefunden, der außerhalb der Stadt mündete.

    Also rannten wir in diese Richtung. Wir kamen gut voran, denn die Gänge waren meistens trocken und boten genug Platz. Allerdings wurde es beständig wärmer, und auch das Atmen fiel mir immer schwerer. Langsam füllten sich die Tunnel mit Rauch. Wir rannten trotzdem weiter, immer weiter.

    Es folgten heiße, ätzende ein, zwei Minuten. Kiran zog Alcanara mit, Penk mich. Erzbart weigerte sich stoisch, seine beinahe glühende Rüstung loszulassen. Seine Hände schlugen Blasen, was er schlichtweg ignorierte.

    Das war fast zu viel für mich. Wenn Penk mich nicht einfach mitgeschleppt hätte, wäre ich vermutlich da unten gestorben. Dann wurde es langsam besser. Wir mussten die Stadtmauer passiert haben.

    Wir liefen noch einen guten Kilometer weiter, ich mittlerweile wieder auf meinen eigenen Füßen. Es war zwar immer noch sehr warm, aber wir konnten atmen und auch rennen.

    Als wir dem Ausgang näher kamen, bemerkte ich Bewegungen vor uns. Es sah fast aus, als würde da etwas vor uns wegrennen. Ich hatte aber gerade Besseres zu tun, als mir darum Gedanken zu machen - Mich lockte vielmehr der Tageslichtschimmer, den ich nicht weit vor uns ausmachen konnte. Da war der Ausgang, gleich um die Kurve herum. Noch während ich ein Handzeichen nach hinten machte, um den anderen mitzuteilen, dass wir am Ziel wären, wurde ich von einem Licht am Ende des Tunnels geblendet.

    WOW. Scheiße, das war ein Feuerball!

    Im ausklingenden Flammeneffekt konnte ich Bewegung erkennen, gleich am Ausgang unseres Tunnels. Jemand oder etwas schien dort zu kämpfen, und warf offensichtlich mit Feuer um sich. Ich bremste hart ab, Kiran lief in mich hinein.

    „Sag doch was Mann!", beschwerte er sich halblaut.

    Ich bedeutete ihm, dass er die Klappe halten sollte. Hier mussten wir etwas langsamer machen. Das ging ihm eine Sekunde später wohl auch auf, da Feuerbälle definitiv ein gutes Argument für „langsamer machen" waren, doch mehr konnte er wegen seiner fehlenden Dunkelheitssicht nicht erkennen.

    Die anderen gesellten sich schnaufend zu uns und setzten sich zum „Reggen", nachdem ich ihnen flüsternd berichtet hatte, dass der Ausgang offensichtlich blockiert wurde.

    „Stumpf durchbrechen?", fragte Erzbart und machte Anstalten, seine noch viel zu heiße Rüstung anzulegen. Seine verbrannten Hände ignorierte er dabei nach wie vor. Auch Kiran schaute fragend.

    Ich zog einen Heiltrank hervor und nahm diesen zu mir. „Wartet mal", meinte ich und orientierte mich wieder zur Kurve, hinter der wir in Deckung gegangen waren.

    Während die anderen regenerierten, ging ich in den „Stealth", schlich gute 20 Meter weiter und streckte die Nase vor.

    Oh, oh ...

    Meine Dunkelheitssicht hätte ich gar nicht benötigt, da das Geschehen am Tunnelende und die Szene dahinter vom Sonnenlicht bestens beleuchtet wurde. Dort drängte sich ein gutes Hundert:

    Große RVAG. Level 20.

    Sie versuchten verzweifelt, an einer Reihe Typen in Plattenpanzern vorbeizukommen, die den Ausgang blockierten. Mit wenig Erfolg, wie die mindestens drei Dutzend Rattenleichen vor den Plattenträgern deutlich zeigten.

    Hinter den schwer Gerüsteten stand ein Magier und bereitete gerade den nächsten Feuerball vor. Ein Kleriker neben dem „Caster und zwei Bogenschützen, die etwas erhöht links und rechts von den beiden standen, komplettierten die fette „Fullgroup, die hier gemütlich Ratten schlachtete. Das waren Profis.

    Die Gepanzerten führten alle einen Zweihänder und richteten mit diesen Waffen Verwüstung unter den Ratten an. Das wirkte fast so krass wie Penks Zerfetzer, nur, dass die Herrschaften da vorne keine Abklingzeiten beachten mussten. Und schon explodierte der nächste Feuerball, der bestimmt noch mal vier oder fünf von den Viechern verbrannte. Währenddessen sah ich goldene Flügel, die sich für fünf Sekunden über den Rüstungsträgern entfalteten. Ein „Groupheal"? Das vermutete ich jedenfalls.

    Diese Gruppe machte den Ausgang vollkommen dicht. Was wollten die hier?

    Die Frage konnte ich allerdings getrost als nebensächlich abtun, denn entscheidender war, dass wir hier durchmussten, und zwar zügig.

    Gut, dass die RVAGs offenbar nichts von Rubba gehalten hatten und außerhalb der Stadt lebten. Wobei ... vermutlich waren sie wegen meiner Rattennemesis-Ehrung ausgezogen, immerhin befanden wir uns hier außerhalb der Stadtmauern. Und gerade zogen sie wahrscheinlich wieder um. Stressig für die armen Viecher. Sie taten mir allerdings nicht wirklich leid, ich konnte mich noch sehr gut an den „Ratking erinnern. Ich fand es vielmehr ausgezeichnet, dass es offensichtlich leichte „Umzugsschwierigkeiten gab, und die Damen und Herren Vorstadt-RVAGs somit zur Hand waren. Für den Plan, der spontan in meinem Kopf entstanden war, konnte ich sie gut gebrauchen.

    Hinter mir entstand Bewegung, meine Gruppe hatte sich offensichtlich ausgeruht. Ich lugte über die Schulter. Gehetzt wirkende Gesichter warfen mir fragende Blicke zu.

    „Rennfertig?", raunte ich.

    Alle hoben den Daumen. Selbst Erzbart, der seine Plattenrüstung verpackt hatte und den Rucksack nun auf den Schultern trug. In Kette war er einfach schneller.

    „Fertigmachen, befahl ich. „Sobald ich aus dem Stealth gehe, rennt ihr los.

    Dann tarnte ich mich und schlich näher an den Ausgang. Schön mittig hinter die Ratten wollte ich gelangen, das klappte hervorragend. Es wuselten sicherlich noch 100 Stück oder mehr hier vorne herum, das sollte für meinen Fluchtplan locker ausreichen.

    Nachdem ich eine gute Position gefunden hatte, keine sieben Meter hinter den RVAGs, enttarnte ich. Was nun folgte, lässt sich am besten mit „PANIK!" beschreiben.

    Alle „Rättchen" stürzten sich augenblicklich mit all ihrer Kraft auf die gepanzerten Krieger. Der Rattenhaufen hatte nun eine klare Agenda: Alles ist besser als dieser Typ da hinter uns!

    Wenn man in einer Sechser-Reihe stand, allesamt gut gerüstet, einen Zweihänder zur Hand hatte, Magier, Schützen und Heiler hinter einem arbeiteten, war es egal, wie viele Ratten kamen. Man killte sie einfach schön der Reihe nach.

    Wenn sie allerdings alle auf einmal anrannten, sämtliche Vorsicht vergaßen, ihnen die langen, scharfen Schwerter vor ihnen völlig egal waren, dann hatte man ein Problem.

    Grob hundert pitbullgroße, fette RVAGs auf einmal – zusammengerechnet machte das gut 4 Tonnen Ratten, die sich nun mit all ihrer Kraft rattenschnell nach vorne bewegten.

    Um so etwas halten zu können, brauchte man „Standhaft 3. So fett schienen die Typen allerdings nicht zu sein - sie hielten sich vielleicht drei Sekunden, was lediglich auf „Standhaft 1 schließen ließ. Dann wurde die Reihe Plattenpanzer einfach umgelegt.

    4 Tonnen Ratten waren zwar keine Tonne Stahl, hatten aber eine ähnliche Durchschlagskraft. Wir rannten, was unsere Beine hergaben, dem jetzt deutlich freieren Tunnelende entgegen, den unsere unfreiwillige Vorhut freundicherweise für uns geräumt hatte.

    Der Ausgang wurde sogar noch freier, denn kurz bevor wir ihn erreichten, wurde der Magier von den vorbeihetzenden Ratten quasi nebenbei in der Luft zerfetzt. Das waren immerhin noch RVAGs – ein Maul voll Futter nahmen die immer mit, auch wenn sie gerade panisch wegrannten.

    Die Bogenschützen entdeckte ich auch nicht mehr, die mussten entweder ebenso unter die Horde gekommen sein oder sie hatten es geschafft, in Deckung zu gehen.

    Die Panzerreihe lag, wie gesagt, hilflos auf dem Boden. Die waren alle noch ganz gut am Start, aber in Vollrüstung auf dem Rücken zu liegen, während erst pitbullgroße Ratten und dann Leute über dich drüber rannten, förderte nicht gerade die Kampfbereitschaft.

    Der Kleriker war stabiler und hielt sich über seine Heilgebete am Leben. Er trug auch eine Kettenrüstung, da hielt sich die Größe der rausgebissenen Fleischbrocken einigermaßen in Grenzen. Das konnte er wegheilen, zu mehr kam er aber nicht. Dem Magier, der neben ihm zerrissen wurde, konnte er nicht helfen, da er zu viel mit sich selbst zu tun hatte. Er bemerkte uns, zum Inspizieren kam er jedoch nicht.

    Ich schon:

    Mark Vennder. Ordenskleriker. Level 31. Purify. Gesegnet.

    Dann waren wir auch schon an ihnen vorbei. Wir rannten, so schnell wir konnten, in den nahen Wald - die RVAGs spritzten dabei vor uns auseinander.

    Das Rennen ging mir jetzt schon auf die Nerven, es sollte aber noch viel schlimmer werden, denn Alcanara führte. Diesmal hielt sie sich nicht zurück, sondern drückte im Gegenteil aufs Tempo. Das bedeutete, dass wir anderen die nächsten zwei Stunden mehr oder weniger atemlos hinter ihr her hetzten.

    Am fortgeschrittenen Morgen hatte sie dann endlich Gnade mit uns. Sie stoppte und gestattete uns eine Pause – dazu brach sie einfach zusammen, tat das aber mit Stil. Kein Wunder, wir waren alle völlig erledigt, lagen auf dem Waldboden und schnappten nach Luft.

    Die „Kind der Natur-Eigenschaft unserer Rangerin war wieder angesprungen. Wir hatten es wohl weit genug von der Stadt weg geschafft, sodass diese wieder voll funktionierte, und sie hatte uns ein verstecktes Plätzchen gesucht. So viel bekam ich noch mit, während ich verzweifelt versuchte, meine Atmung unter Kontrolle zu bekommen und nicht zu kotzen. Gute zwei Stunden lang Rennen – das hätte ich früher nie im Leben gepackt. Gesegnet sei meine neue Ausdauer samt Ausrüstungsboni und „Durchhalten-Skill. Und natürlich Erzbarts Buffs.

    * * *

    „Bruder Dekonstruktor. Fünf sind entkommen. Durch die Kanalisation. Sie haben eine Ablenkung benutzt. Es ist nicht die Schuld der Schwester Takticus. Die Stadt ist niedergebrannt, die Burg geschliffen. Der Raid ist beendet."

    „FINDET DIE ENTKOMMENEN UND VERBRENNT SIE!"

    * * *

    Als Erster kam Erzbart wieder zu sich, etwa eine Viertelstunde nach unserem gemeinschaftlichen Zusammenbruch. Er erneuerte unsere Buffs und sah sich um. „Bissel grün, was, Elfi?", beschwerte er sich und spuckte aus.

    Alcanara blieb unbeeindruckt. „Wir sind im Wald, Zwerg." Reden konnte sie noch. Wenn auch mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegend, was sogar ziemlich gut aussah.

    Wir lagen in so etwas wie einer Dickung, mit einer kleinen Lichtung in der Mitte. Ja, es war überall ziemlich grün, da hatte Erzbart schon recht. Aber es war auch gut geschützt. Laut der Elfe sollten wir hier vorerst in Sicherheit sein. Allerdings spürte sie nur natürliche Gefahren. Falls die Purify-Penner Jagd auf uns machen sollten, bekäme sie das nicht mit.

    Wer zum Teufel waren die überhaupt?

    Das wusste keiner aus der Gruppe.

    Was aber klar war: Der werte Bruder Vennder – man nennt Kleriker doch Bruder, oder? – hatte mit seinem Trupp die Kanalisation abgeriegelt. Es war ihnen dabei offensichtlich nicht um die Ratten gegangen, sondern darum, das zu verhindern, was wir uns gelungen war: eine Flucht aus der Stadt durch den äußeren Kanalausgang.

    Auf dass auch ja alle Leute in der Stadt verbrannten.

    Und ich hatte immer gedacht, dass Kleriker eine „gute" Gesinnung haben müssten ...

    Unterm Strich stand für uns alle jedenfalls fest: Wir wollten denen definitiv nicht noch einmal über den Weg laufen.

    Diesbezüglich sah es gut aus. Selbst wenn sie einen Ranger oder Scout oder was auch immer hätten, ohne „Kind der Natur" würde es schwer für sie werden, uns zu finden. Und wie eingeschränkt verfügbar diese Eigenschaft war, wusste ich ja nur zu gut. Im Normalfall ärgerte ich mich darüber – gerade kam es mir sehr entgegen. Wir konnten uns also fürs Erste einigermaßen sicher fühlen.

    Allmählich erholten sich alle wieder. Und es hatten auch alle geschnallt, was gerade passiert war. Erzbart nicht auf Anhieb, aber es dauerte nur ein paar Minuten, dann war auch er im Bild.

    „Das ist ja ’ne Riesenschweinerei. Mitten im Kaiserreich! Was glauben die, wer sie sind?"

    Er sprach aus, was wir alle mehr oder weniger dachten. Die Typen von Purify hatten eine mittelgroße Stadt mit rund 10.000 Einwohnern abgefackelt! Mit ziemlicher Sicherheit mittels extrem mächtiger Magie.

    Ob es so etwas wie eine „Menschentod-Ehrung gab? Na ja, wenn, dann bei dieser Aktion wahrscheinlich eher nicht. Das würde ein fetter Raid gewesen sein, vermutlich hatte es nicht mal für die „Menschenfinder-Ehrung für jeden Beteiligten gereicht.

    Superkrass, einfach so ’ne Stadt abfackeln ...

    Penk blieb erstaunlich locker. Wolderan in Flammen schien nicht so ein Problem für ihn zu sein. Das fand ich etwas komisch. Warum nahm er es so locker, wenn gerade seine Heimatstadt niedergebrannt worden war? Das musste ich ihn später mal fragen, gerade war vielleicht nicht der beste Zeitpunkt für so etwas.

    Was mich aber interessieren würde: Hatten die auch die Burg niedergebrannt? Inklusive des ansässigen Grafens? Die Anlage hatte gut ausgesehen, massiv und bestens gepflegt – so was hatte häufig „Protections" gegen magische Angriffe. Sollte die noch stehen, wurde sie wahrscheinlich gerade belagert.

    Die Frage: „Was läuft hier?, drängte sich fordernd in mein Bewusstsein, ich konnte sie mir jedoch selbst beantworten: „Auf jeden Fall nix für fünf Anfang-Level-20er. Wir sollten uns echt verpissen.

    Sobald wir uns alle erholt hatten, taten wir das dann auch und brachen in Richtung Gerneburg auf, einer Stadt etwas weiter in Richtung Norden. Dort gäbe es wohl ein Portal – Alcanara wollte bei ihrem Bruder nachfragen, was hier los war. Von so einer Nummer hatte der bestimmt gehört.

    Nun folgte die „angenehme" Tätigkeit, einen halben Tag lang durch den Wald zu jagen, um weiter Abstand zu Wolderan zu gewinnen. Die Rangerin lief diesmal nicht so schnell wie zuvor, anstrengend war es trotzdem. Wir unterhielten uns kaum, jeder hing seinen Gedanken nach, und außerdem brauchten wir die Luft zum Laufen.

    Am Nachmittag hatten wir bereits ein gutes Stück Weg zurückgelegt und pausierten auf einem Hügel. In der Ferne schlängelte sich eine große, schwarze Rauchsäule gen Himmel. War das alles, was von Wolderan übriggeblieben war?

    Der Wind trug den Geruch von verbranntem Fleisch mit sich, nicht stark, aber durchaus bemerkbar. Es roch etwas nach Hühnchen ... Menschenfleisch sollte nach Hühnchen schmecken, hatte ich mal irgendwo gelesen.

    Ich blickte in die Runde.

    Zuerst blieb mein Blick an Penk hängen. Ein muskelbepackter Riesentyp in Kettenrüstung mit mittlerweile kurzen, schwarzen Haaren. Sein Bastardschwert hing wie immer griffbereit über seinem Rücken. Man sah ihm die Anstrengung an, aber ansonsten war er weiterhin ungerührt. Ich konnte keine Emotionen in seinem kantigen Gesicht erkennen. Als ob es ihn einen Scheiß interessierte. Er kaute an einem Stück Trockenfleisch herum, bemerkte meinen Blick und guckte fragend hoch. Ich winkte ab, daraufhin kaute er weiter.

    Neben ihm saß Erzbart auf einem Baumstamm. Ein praktisches Zwergen-Paket mit braunem Rauschebart und gewaltigen Augenbrauen, der gerade an seiner Plattenrüstung herumwerkte und dabei die ganze Zeit leise auf Zwergisch vor sich hin meckerte. Mein Freund mochte zwar eine ganz schön harte Schale haben, aber im Herzen war er ein weiches Zwergenbaby. Jedenfalls, sofern man mal das Herz unter den Lagen von Stahl zu sehen bekam. Und wirklich weich waren Zwergenbabys wohl auch nicht. Durch ihre Rassenbegabungen waren sie allesamt „Harte Kerle und „Harte Mädels.

    Erzbart war jedenfalls richtig angepisst. Er redete zwar ständig von lächerlichen Menschenbauten und beschissener Schmiedequalität, aber wenn er ein hungerndes Kind am Straßenrand sah, warf er ihm immer ein paar Kupfer zu. Oder auch schon mal ein Silberstück.

    Obwohl er Zwergisch sprach, konnte sein Meckern sogar teilweise verstehen. Einmal schnappte ich sogar einen ganzen Satz auf. „10.000 Leute abfackeln ... Für so was ziehen ganze Zwergenkönigreiche in den Krieg!" Erzbart wollte einen Brief an seinen Bergkönig schreiben. Einen Brief, an dem der Postbote ganz schön zu schleppen hätte.

    So hart die Welt auch sein mochte, in der ich hier gelandet war, Genozid in diesem Ausmaß – Ratten zählten nicht! – mochten sie auch hier nicht so wirklich. Zumindest Zwerge taten das nicht, und als ich später mal nachfragte, erfuhr ich, dass das im Prinzip allen so ging. Es gab einfach zu wenige Typen und zu viele Monster.

    UNGLAUBLICH! Du hast mittlerweile so viel zwergisches Gemecker und Flüche gehört, dass du den Skill „Zwergisch" auf Level 1 geschenkt bekommst. Du scheinst die richtigen Freunde zu haben!

    Ah, deshalb verstand ich ihn teilweise. Nett vom System – Hirn? –, aber wenn das gesamte Zwergengemecker, das ich mir bislang hatte anhören müssen, das Kriterium für diesen Freebie war, dann war Level 1 ein Witz.

    Mein Blick wanderte weiter zu Alcanara, unserem „Magermodel". Gekleidet in einen eng anliegenden Schlangenlederdress, einen schicken Epic-Bogen über ihrer Schulter, richtete sie gerade ein paar Büsche zum Zwecke der Tarnung und zeigt ansonsten keinerlei Regung. Ihrem feingeschnittenen Gesicht konnte ich nichts entnehmen. Sie hätte auch eine Eisprinzessin sein können. Ich war gut im Einschätzen von Menschen, aber bei Elfen hatte ich Schwierigkeiten. Die Gesichtszüge waren bei denen ganz anders.

    Ich hatte schon länger die Vermutung, dass die Elfe ganz schön hart drauf war, wenn es um den Tod ging, aber so eine Nummer müsste doch auch bei ihr zu irgendeiner Regung führen. Aber da war nichts, wirklich gar nichts zu sehen bei ihr, und sie hatte auch nichts dazu gesagt. Als wenn es sie überhaupt nichts anginge.

    Schließlich war da noch Kiran. Unser Neuzugang, ein kräftiger Kerl in seinem Schuppenpanzer. Der spielte die ganze Zeit an seinem Schwert herum und schaute mich mit seinen braunen Augen an. Er wartete offenbar nur darauf, dass der Boss etwas sagte, so was wie: „Purify machen wir platt, oder: „So sieht der Plan aus. Und der fucking Boss war ich.

    Das sollte man jetzt nicht falsch verstehen. Kiran war kein klassischer Gefolgsmann. Im Gegenteil, er war ziemlich schlau und hatte viel Erfahrung mit methodischem Vorgehen. Er hatte allerdings sehr schnell gemerkt, dass ich unter Stress deutlich kreativer und auch taktischer denken konnte als er, deshalb akzeptierte er mich als Anführer. Wenn er allerdings Zeit hatte, war er ein besserer Planer als ich, das glaubte ich jedenfalls. Ich mochte Pläne, aber ewig lange Planerei fand ich immer langweilig.

    Wenn ich ihm diese Zeit jetzt gab, würde er einen Krieg gegen Purify planen und sich dabei umbringen. Das hielt ich für eine absolute scheiß Idee.

    Ich selbst? Fuck Wolderan. Das war eine sehr krasse Nummer gewesen, klar, aber hey, das hier war ein Spiel. Ich hatte schon mal einen „Triple-Armageddon gesehen, das war in „Clan Strike gewesen, einem PVP-basierten MMORPG. Eine ganze Großstadt haben die da gesteinigt, mit Hunderttausenden von Toten. Das hier fühlte sich ähnlich an.

    Damals hatte es allerdings nicht nach Hühnchen gerochen.

    Wie auch immer, mein Problem war vielmehr: Hatten wir eine Übergilde am Arsch oder nicht?

    Vielleicht sollte ich mal was sagen.

    Ich räusperte mich und hatte sogleich die allgemeine Aufmerksamkeit. „Keine verdammte Chance, Leute. Der ‚Cleric‘ war schon auf Level 31, und das da vor dem Ausgang wird nicht die Elite gewesen sein. Abgang liegt an, und zwar volles Programm. Wir können froh sein, wenn die uns nicht blacklisten. Ich glaube aber nicht, dass sie zum Inspizieren gekommen sind, insofern sollte es einigermaßen save sein." Ich sprach mit leiser Stimme, es konnten mich aber alle hören.

    Alcanara antwortete mir mit einem Blick, frei nach dem Motto: „Natürlich sind wir save, ich führe im Wald."

    Das mein’ ich doch gar nicht, Süße. Und du weißt das auch, du bist nämlich genauso schlau wie ich.

    Von Penk bekam ich einen Daumen hoch. Wie immer.

    Erzbart nörgelte wie üblich. Aber auch er wusste, wann wir keine Chance hatten, er ließ uns lediglich alle wissen, dass sein König es schon richten würde. Darauf vertraute er.

    Als Letztes kam dann das Problem – in Form von Kiran.

    „Wir machen nichts? Ist das dein Ernst?" Sein Gesichtsausdruck wirkte, als ob ich ihm gerade eine rein gehauen hätte. War halt immer scheiße mit den ehrenhaften Typen.

    Ich hatte nichts für Kiran. Wir waren fünf Leute, Lowlevel, gegen eine Gilde, die aus dem Handgelenk eine Stadt abgefackelt hatte, deren Müllbeseitungstrupps uns zum Frühstück verspeisen konnten.

    „Was willst du machen, Mann? Die einzige Idee, die ich habe, ist, mal eben 40 oder 50 Level zu machen, ‘ne Armee aufzustellen und dann einen netten, kleinen Krieg zu führen." Ich schüttelte den Kopf. Aber was sollte ich sagen?

    Seine Antwort kam etwas überraschend für mich. „Dann machen wir das", meinte er und nickte zufrieden. Vielleicht nicht unbedingt zufrieden, aber er hatte offenbar, was er brauchte, um jetzt und hier nicht durchzudrehen.

    Ich hatte stattdessen das Gefühl, mir gerade ein Problem eingehandelt zu haben, aber für den Moment gab Kiran Ruhe. Sonst hatte keiner etwas zu sagen, daher ging es fünf Minuten später weiter.

    Unsere Elfe führte uns durch den Wald, wo wir weiterhin sicher waren. Nichts passierte, und wir entspannten uns ein wenig beim Laufen.

    Der Herbstwald hatte was – leuchtende Farben, schönes Wetter -, doch niemand war in der Stimmung, ihn zu bewundern. Trotz des sauberen Abgangs und dem abklingenden Adrenalin waren wir alle gerade ein bisschen paranoid.

    Was wir aber zwangsläufig längerfristig bewundern konnten: Erzbart in seinem neuen Panzer. Den hatte er auf dem Hügel angezogen, und das sah beeindruckend aus. Eine fette Zwergenplattenrüstung trug mein Kumpel jetzt, sie war Level 25 und extrem stabil – man sah meinen Freund unter all dem Metall fast gar nicht mehr.

    Über seinem gesamten Körper und der darunter getragenen Kettenrüstung lagen nun verschiedenartig geformte Metallplatten, die sich an einigen Stellen überlappten und den darin steckenden Zwergen vollständig in Stahl einpackten. Es gab keine Öffnung, selbst in den Sehschlitzen waren kleine Gitter eingearbeitet, damit ihm niemand einen Dolch ins Auge rammen konnte. Sein Hammer am Gürtel, ein neuer Schild und eine Zweihandaxt für Zwerge über dem Rücken komplettierten das Bild eines Kriegerzwergs, wie man ihn sich vorstellte. Zudem trug er noch die epischen Stiefel aus dem Snarra-Dungeon. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Erzbart Priester war, hätte ich das nie geglaubt.

    Er hatte sogar schon erste Eigenschaften für den „anständigen Zwergenkrieger: „Mann aus Eisen und „Starker Mann – das machte ihn nun deutlich härter im Kampf. Ein Tank war geboren. Er musste noch ein bisschen wachsen, aber für den „Hausgebrauch machte er sich schon ganz gut.

    Während der Wanderung bekam Penk auch sein Schwert. „Ist ganz nett geworden", kommentierte Erzbart das leicht bläulich schimmernde Stück Hochklassestahl, das er unserem Söldner mit einem stolzen Grinsen überreichte.

    Name: Ganz Nett

    Klasse: Speziell

    Art: Einhand- / Zweihand-Nahkampfwaffe

    Level: 20

    Benutzbarkeit: Angelegter Skill: Bastardschwert

    Haltbarkeit: 80

    Schaden: 38-54 / 46-72

    Bonus: ST +1

    Eigenschaften: Skill: Bastardschwert +2

    Erzbarts alte Rüstung sollte Penk in Gerneburg angepasst werden, damit wäre der Deal meines Kumpels mit dem Mann dann erledigt. Der Zwerg hatte sie im Rucksack dabei, er hatte auch schon etwas vorgearbeitet. „Das wird nicht lang’ dauern, deine Schultern sind ja fast so breit wie meine."

    Penk nahm das Schwert und freute sich. „Das ist ja cooles Teil! Danke, Mann! Er machte einige Probeschwünge und grinste breit. „Das mit den Schultern müssen wir aber mal nachgucken irgendwann. Wenn du keine Rüstung trägst. Ich glaub’ nämlich, meine sind breiter!

    Penk war ein wenig geknickt gewesen, dass er seinen „Zahn" verloren hatte, der sich in der Herberge im Abstellraum befunden hatte, aber angesichts des feinen Schwertes, das Erzbart ihm soeben ausgehändigt hatte, war das alte Ding wohl schnell vergessen.

    Er vergoss echt keine Träne um Wolderan, den Zahn hatte er aber vermisst. Unser Penk war echt ein bisschen merkwürdig.

    Eine Tartsche hatte Erzbart noch gleich mitgemacht. „Normales Teil", nannte er die.

    Name: Erzbarts Untertasse

    Klasse: Sehr gut

    Art: Kleiner Schild

    Level: 20

    Benutzbarkeit: Angelegter Skill: Schild

    Haltbarkeit: 80

    Panzerung: 40

    Bonus: Skill: Schild +1

    Eigenschaften: Hart

    Penk fand sie gut und bedankte sich überschwänglich. Das fand ich auch angebracht, immerhin war die Tartsche kein Teil des Deals gewesen und Erzbart schenkte sie ihm gerade.

    Da wir gerade bei Erzbart waren: Ein Zwerg im Plattenpanzer mit Riesenrucksack samt Zweihandaxt auf den Schultern war nicht besonders gut dazu geeignet, durch einen Wald zu rennen. Mein Kumpel ließ uns das auch die ganze Zeit wissen – er beschwerte sich in einer Tour. „Diese blöden Wurzeln! Bleibt man immer hängen!, „Kannst du nicht aufpassen, Elfi, den Ast hab’ ich gerad’ voll ins Visier gekriegt! oder: „Das doofe Moos! Sackt man ständig ein! Können die hier keine Straße bauen?"

    Dabei hatte er es gar nicht so schwer, denn selbst für ihn fand Alcanara Wege. Wobei das mit dem Ast im Visier definitiv Absicht gewesen war, da war ich mir sicher. Ich meinte, sie leicht schmunzeln gesehen zu haben.

    Wir kamen also gut voran. Das war auch angebracht, denn wir wollten so schnell wie möglich nach Gerneburg. Die Rangerin wies uns den Weg, und wir blieben einfach an ihr dran. Man könnte es als „Waldwandern auf unangenehm" bezeichnen, aber dafür waren wir wirklich

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