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С Х Т Kalender der Russlanddeutschen А О Н Ы В Ц Р О М
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Kalender
der Russlanddeutschen
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С Н Л С Л И О И Н В А Е Т Й И Календарь

Календарь для российских немцев

Deutsche in RusslanD

Т Й И Календарь для российских немцев Deutsche in RusslanD auf den Wogen der Jahrhunderte

auf den Wogen der Jahrhunderte

Т Й И Календарь для российских немцев Deutsche in RusslanD auf den Wogen der Jahrhunderte
Т Й И Календарь для российских немцев Deutsche in RusslanD auf den Wogen der Jahrhunderte
Т Й И Календарь для российских немцев Deutsche in RusslanD auf den Wogen der Jahrhunderte
Т Й И Календарь для российских немцев Deutsche in RusslanD auf den Wogen der Jahrhunderte
Дорогие читатели, От имени Правительства Германии поздравляю Вас
Дорогие читатели, От имени Правительства Германии поздравляю Вас

Дорогие читатели,

От имени Правительства Германии поздравляю Вас с юбилеем зарождения культурного сообщества российских немцев. Этот календарь отправит Вас в путешествие по впечат- ляющей истории российских немцев и познакомит с началом становления сообщества немцев в России.

250 лет назад молодая императрица Екатерина II, именуемая нами сегодня„Великой“, издала Манифест о приглашении всех иностранцев к освоению русских земель. Для на- страдавшегося от войны и бедности народа немецких земель оглашенные в манифесте привилегии стали поводом для прощания со своей исконной родиной и переселения в неизвестную им в то время Россию. Установленные в Манифесте и предоставляемые на протяжении десятков лет привилегии, прежде всего свободное вероисповедание и само- управление, привели к тому, что образовалось особое социально-этническое сословие немецких колонистов, которые смогли сохранить культурную связь с родиной своих предков через поколения. Благодаря колониальной политике Екатерины, сегодня мы по- прежнему можем наблюдать бурлящую жизнь немцев в России.

Этот юбилей важен еще и по той причине, что заселение немцев в Российской империи было результатом мирных реформ того времени. Немцы прибыли в Россию не как интер- венты, а как приглашенные, ставшие опорой процесса модернизации страны. И немцы не разочаровали свою новую родину. Верность и привязанность колонистов к России привели земли, данные им, к расцвету. Колонисты не напрасно были названы примером для всех. Результатом этого успеха стало также образование Республики немцев Поволжья. Сегодня российские немцы по праву могут гордиться успехами своих предков.

Манифест Екатерины и последующее заселение немцев в России является выражением мирного сосуществования Германии и России, и сегодняшнее поколение российских немцев – живое тому доказательство. Мы благодарим от всего сердца всех тех, кто работал над созданием данного календа- ря. А Вам, уважаемые читатели, я желаю хорошего, успешного и плодотворного нового 2013 года.

и плодотворного нового 2013 года. Ваш д-р Кристоф Уполномоченный
Ваш д-р Кристоф Уполномоченный Бергнер, Федерального
Ваш д-р Кристоф
Уполномоченный
Бергнер,
Федерального правительства ФРГ
по делам переселенцев
и национальных меньшинств

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin froh, Ihnen dieses Jahr im Namen der deutschen Bundesregierung zu einem Jubiläum zu gratulieren, welches an das Gründungsereignis der russlanddeutschen Kulturgemeinschaft erinnert. Der vorliegende Kalender nimmt Sie auf die Reise über die Stationen der beeindru- ckenden Geschichte der Russlanddeutschen und erinnert Sie an die Grundsteine der Gemein- schaft der Deutschen in Russland.

Vor 250 Jahren erließ die junge Zarin Katharina II, die für ihre Errungenschaften von uns heute „die Große“ genannt wird, das Einladungsmanifest an alle Ausländer in Russland zu siedeln. Für die von Kriegen und Armut schwer getroffene Bevölkerung der deutschen Kleinstaaten waren die im Manifest verkündeten Privilegien ein großer Anreiz, ihre angestammte Heimat zu verlassen und in das damals unbekannte Russland auszuwandern. Die im Erlass festge- legten und über Jahrzehnte von der russischen Regierung pflichtbewusst eingehaltenen Privilegien, allem voran die freie Religionsausübung und Selbstverwaltung trugen dazu bei, dass sich eine besondere ethno-soziale Schicht der deutschen Kolonisten herausbildete, die ihre kulturelle Verbundenheit zur Heimat ihrer Väter über Generationen bewahren konnten. Dass wir heute noch ein lebendiges deutsches Leben in Russland vorfinden, ist unter anderem Katharinas Kolonistenpolitik zu verdanken.

ist unter anderem Katharinas Kolonistenpolitik zu verdanken. Ihr Dr. Christoph Bergner Beauftragter der Bundesregierung

Ihr Dr. Christoph Bergner Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

Erfreulich ist dieses Jubiläum auch aus dem Grund, dass die damalige Ansiedlung der Deutschen im Russischen Reich ein friedliches Werk der russischen Reformpolitik war. Die Deutschen kamen nicht als Eroberer, sondern als Gerufene, mit denen viele Hoffnungen auf Modernisierung verbunden wurden. Und die Deutschen haben ihre neue Heimat nicht ent- täuscht. Mit Treue und Verbundenheit zu Russland brachten die Kolonisten die ihnen zuge- wiesenen Länder zum Blühen. Die Kolonisten selbst wurden nicht umsonst zu Musterwirten erklärt. Ein Ergebnis dieses Erfolgs war auch die Gründung der Wolgadeutschen Republik. Auf die Erfolge ihrer Vorfahren können die Russlanddeutschen zu Recht stolz sein.

Katharinas Einladungsmanifest und die folgende Ansiedlung der Deutschen in Russland sind Ausdruck der friedensstiftenden Verbundenheit Deutschlands und Russlands, und die heuti- gen Nachfahren der Kolonisten sind ein lebendiger Beweis dafür.

Allen, die diesen Kalender gestaltet haben, will ich herzlich danken. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2013.

Das Manifest

nach nach „Über

die

Erlaubnis,

allen

Russland

einreisenden

Ausländern

Gouvernements

sich

in den

ihrem

Wunsche

niederzulassen, und über

die ihnen

gewährten Rechte“

§ 6. Damit

aber wie

die

Ausländer,

welche

Unserem

sich

in

Reiche

niederzulassen

wünschen,

werden

gewahr

müssen,

weit sich Unser

Wohlwollen

zu ihrem Vorteile und Nutzen

erstrecke, so ist,

dieser Unser Wille:

1. Gestatten

Wir allen

in Unser unverhindert

Reich

ankommenden

Ausländern

freie Religions-Übung nach ihren Kirchen-

die

Satzungen und Gebräuchen

2.

Soll keiner unter solchen

zur häuslichen

Niederlassung nach

Rußland gekommene

Ausländer an unsere Cassa die geringsten

Abgaben zu entrichten

*Дитц Я. История поволжских немцев-колонистов. М., 1997. С.50-51.

januar

Die Kolonie Katharinenstadt wurde am 27. August 1766 gegründet und wurde Ende des 18. Jh. zu einem großen Handwerks- und Handelszentrum an der Wolga. Die größte deutsche Kolonie des Saratover Trans-Wolga- Gebietes wurde der Katharina II. zu Ehren genannt – Katharinenstadt.

der Katharina II. zu Ehren genannt – Katharinenstadt. Panorama. Foto Anfang des 20. Jh. Denkmal Foto
Panorama. Foto Anfang des 20. Jh.
Panorama. Foto Anfang des 20. Jh.
– Katharinenstadt. Panorama. Foto Anfang des 20. Jh. Denkmal Foto d e r des K a
– Katharinenstadt. Panorama. Foto Anfang des 20. Jh. Denkmal Foto d e r des K a
– Katharinenstadt. Panorama. Foto Anfang des 20. Jh. Denkmal Foto d e r des K a
Denkmal Foto
Denkmal
Foto

der des

Kaiserin

20. Jh. Katharina II.

Anfang

Die russische Kolonie Alexandrowka wurde 1826-1827 im nördlichen Teil von Potsdam auf Wunsch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. für die letzten zwölf Sänger des russischen Soldatenchores dem russischen Zar Alexander I. zu Ehren gegründet. Alexander I., der am 1. Dezember 1825 starb, setzte seinerseits die Kolonisationspolitik der Katharina II. fort.

Ein Wohnhaus im alten russischen Baustil auf der Nordseite der Alexander-Newski-Gedächtniskirche in Alexandrowka bei Potsdam.

in Alexandrowka bei Potsdam. «…и советую всем бедным
in Alexandrowka bei Potsdam. «…и советую всем бедным

«…и советую всем бедным трудящимся людям поселиться в Россию…»*

Времена царствования Екатерины II способствовали активному развитию в России колонизационной по- литики. Российское правительство стало энергичнее расширять границы государства. Стремление уве- личить численность населения страны для освоения новоприобретенных владений за счет привлечения иностранцев привело к изданию Екатериной II 4 декабря 1762 г. первого Манифеста. Следующий Манифест Екатерины II «О дозволении всем иностранцам, в Россию въезжающим, поселяться в которых губерниях они пожелают и о дарованных им правах» от 22 июля 1763 г. был обращен ко всем иностранцам. Однако наибольший отклик этот документ нашел в германских землях. Переселенцы, прибывшие в Россию в 1763 г., размещались в Петербурге и пригороде. С весны 1764 г. началась иностранная колонизация Поволжья.

„… und ich empfehle allen werktätigen Leuten, sich in Russland niederzulassen …“

Während der Regierungszeit Katharina II. entwickelte sich in Russland aktiv die Kolonisierungspolitik. Das Bestreben, die Bevölkerung für die Erschließung der neuen Herrschaftsgebiete durch Einladung von Ausländern zu vergrößern, führte zum Erlass des Manifestes vom 4. Dezember 1762. Das nächste Manifest vom 22. Juli 1763, in dem allen Ausländern, die nach Russland kommen wollten, erlaubt wurde, sich in einem Gouvernement ihrer Wahl niederzulassen und verschie- dene zugesicherte Rechte in Anspruch zu nehmen, war an alle Ausländer gerichtet. Eine große Resonanz fand aber das Manifest bei der Bevölkerung in den deutschen Ländern. Die Siedler, die 1763 in Russland eintrafen, kamen in Petersburg und in Vororten unter. Im Frühjahr 1764 begann dann die Kolonisierung der Wolgaregion durch Ausländer.

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Niederlassung nach 3. Allen zur häuslichen … wird alle Rußland gekommenen Ausländern, hülfliche Hand und
Niederlassung nach
3. Allen zur häuslichen
wird alle
Rußland gekommenen Ausländern,
hülfliche Hand und
Vorsorge dargeboten …
4. Zum Häuser-Bau,
zu Anschaffung verschiedener
benöthigten Viehes,
Gattung im Hauswesen
auch
und zu allerley wie
bey Handwerken,
beym Ackerbau, also
erforderlichen Instrumenten,
soll einem
jeden
Zubehöre und Materialien,
aus unserer Cassa
das nöthige Geld ohne
alle
Zinsen vorgeschossen…
Манифест
о дозволении
всем
иностранцам,
Россию
в в которых
въезжающим,
они поселяться
губерниях
пожелают
и о дарованных им правах.
желающие сколь … в Империи
поселить- и
ся § 6. иностранные
Но чтоб все видели,
есть велико Нашей
для пользы
выгодностей их Наше благоволение, то Мы соизволяем:
1) всем прибывшим
в Империю Нашу на поселение
иметь свободное
отправление веры по их уставам и
обрядам беспрепятственно
2) не должны
таковые прибывшие
из иностранных на
поселение в Россию, никаких в казну Нашу податей
3) платить…
всем иностранным, прибывшим на
в
сию, учинено будет всякое
ствие…
поселение Рос-
вспоможение и удоволь-
4) на построение
домострои-
домов, на заведение к
к хлебопаше-
тельству разного скота, на потребные
ству и к рукоделию всякие инструменты, припасы и
материалы выдавано будет из казны…

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1 Januar – Neujahr / 1 января – Новый год

6 Januar – Heilige Drei Könige

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februar

Воспоминания

колониста

Бата

Erinnerungen

о прибытии в колонию

des Kolonisten

Олешня

Bat

(Диттель) 1

über

das Ankommen

июля 1767 г.

am in 1. der

Juli Kolonie

Oleschnja

(Dittel)

1767

«Сложив под открытым небом свои ничтожные

„… Nachdem die

Kolonisten

пожитки, колонисты собрались вместе на общую молитву

ihre dürftigen

Habseligkeiten

unter freiem

Himmel abge-

и благодарили Бога за благополучное прибытие. Тяжелое

setzt hatten, kamen sie zum

gemeinsamen

Gebet zusammen und dankten

чувство овладевало

Gott für die

gute Ankunft. Die meisten

молившимися:

иной оставил

beteten schweren

на родине

Herzens: Einige verließen

своих родителей,

у другого смерть

ihre Eltern

in der

Heimat, bei anderen

отняла дорогую жену или детей, а

liebe Frauen

waren

oder

Kinder gestorben, viele kamen hierher

многие явились сюда сиротами отца и матери…»

– без

schon ohne Mutter

und Vater – als Waisen.“

Диц Я. История

Jakob Dietz. Geschichte deutschen Kolonisten. М.,

der wolga-

поволжских немцев-

колонистов. М., 1997. С. 78.

1997. S.50-51.

Jakob Jegorowitsch

Dietz stammt

aus der Kolonie

Potschinnaja

(Kratzke)

(Kreis Kamyschin,

Gouvernement

Saratov).

An seinem

Buch arbeitete Jakob Dietz,

Mitglied der 1. Staatsduma, bis zu

seinem Tod im

Jahre 1917. Er widmete es

dem 150-jährigen Jubiläum

der Gründung der deutschen Kolonien

an der

Wolga. Herausgegeben

wurde das Buch aber

erst nach 80

Jahren wegen dem 1. Weltkrieg,

dem Tod des Autors

und der

Revolution 1917. Jakob Dietz betrachtete

Jakob Dietz

die Geschichte der Wolgadeutschen

(1864 - 1917),

und berief sich

dabei auf die sta-

atlichen Vorschriften,

Autor des Buches

auf die früher unbekannten

Dokumente, deren

Teil bis heute nicht erhalten

„Geschichte

geblieben ist. Der

der

Autor benutzte alle

Erinnerungen der

alten Kolonisten und ehemaligen

wolgadeutschen Kolonisten“.

Mitarbeiter des

Saratover Tutelkontors,

über die er verfügte.

Februar

Die Kolonie Katharinenstadt Es wird angenommen, dass Baron Cano de Boregard aus Holland, einer der Lokatoren, der Koloniegründer ist. Er gründete ca. 27 Ko- lonien. Interessanterweise hatte Baron Bore- gard – im Vergleich zu anderen Kolonien jener Zeit, die zuerst durch eine laufende Nummer gekennzeichnet waren und später offiziell nach russischen Flüssen, Besonderheiten der Landschaft, großen Feldschluchten benannt wurden (bis zur Gründung der deutschen Autonomie an der Wolga) – das Recht bekom- men, nach eigenem Ermessen seine Kolonien zu benennen. So bekamen seine Kolonien die Namen der Kaiserin Katharina II., von Pavel I., die Namen der Regierungsangestellten so wie Namen und Vornamen seiner Familienmitglie- der und Gefährten.

Первые немецкие колонии на Волге в XVIII в.

Первые немецкие колонисты селились округами по религиозному

принципу. Существовало деление колоний на коронные, т.е. основанные государством, и вызывательские, основанные вызывателями – частными предпринимателями, занимавшимися вербовкой и отправкой колони-

стов в Россию наряду с государственными служащими. Первая немецкая

колония в Поволжье – Добринка – была основана 29 июня 1764 г. В 1765 г. близ Царицына общиной гернгутеров была основана колония Сарепта, получившая особый статус и разрешение проповедовать христианское вероучение среди окрестного нехристианского населения (калмыков). Всего за первые 10 лет было образовано 108 немецких колоний. В конце

XVIII в. основными занятиями поселенцев были земледелие, выращива-

ние табака, надомное текстильное производство (сарпинка).

Die ersten deutschen Kolonien an der Wolga im 18. Jh.

Auf den Ländereien der Krone ließen sich die ersten Siedler in Kolonistenbezirken nach Religionszugehörigkeit nieder. Es gab eine Einteilung auf Ländereien der Krone (vom Staat gegründet) und in solchen von privaten Werbern (Lokatoren genannt), die für die Werbung von Siedlern in Deutschland ne-

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ben staatlichen Werbern beauftragt waren. Die erste Kolonie an der Wolga, Dobrinka, wurde am 29. Juni 1764 gegründet. 1765 gründete die Herrenhuter Gemeinde in der Nähe von Zarizyn die Kolonie Sarepta, die einen Sonderstatus und die Genehmigung erhielt, unter der Bevölkerung der Umgebung,

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den Kalmücken, die christliche Lehre zu verbreiten. Insgesamt wurden in den ersten zehn Jahren 108 deutsche Kolonien gegründet. Ende des 18. Jahrhunderts war die Hauptbeschäf- tigung der Siedler die Landwirtschaft. Außerdem bauten sie Tabak an und stellten in Heimarbeit Sarpinka-Stoff her.

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12. Februar – Fastnachtsdienstag / 12 февраля – карнавал

17. Februar – Gründung des Deutschen Nationalrayons Asowo (Gebiet Omsk) (1992)

Legende über den Es gab bei den Kolonisten eine Kirgisen-Michel, die Mitte des XIX. Jahrhunderts
Legende über den
Es gab bei den Kolonisten eine
Kirgisen-Michel,
die
Mitte
des
XIX.
Jahrhunderts
weit
verbreitet
war.
1914,
zum
150.
Jahrestag
der
ersten
Einwanderung
der
Deutschen
nach
Russland
an
die
untere
erschien
in
Saratow
die
eigen-
tlich
als
Bühnenstück
verfasste
Erzählung
in
Form
Die Wiedergeburt der Theaterkunst der Russlanddeutschen
eines
kleinen
– Wolga, Büchleins. als
Das
Bühnenstück
wurde
begann mit der Gründung
auf staatlicher Ebene
ersten Deutschen
in
vielen
deutschen
Wolgadörfern
von
Lehrern
mit
des
dem Theater in Temirtau
Dramatheaters in der Sowjetunion. Vor
Jugendlichen
Darsteller
inszeniert,
später
auch
(Kasachstan), in dem im Dezember 1980 der Vorhang zum ersten Mal
stand
es
auf
dem
Spielplan
des
Deutschen
Theat-
aufging, stand die Herausforderung,
das Interesse für die deutsche Kultur
ers
in
Engels
als
erstes
Stück
über
das
Leben
der
und Sprache wiederzubeleben. Gefragt
in der
deutschen Bevölkerung
Kolonisten,
das
andere
daran
erinnern
sollte,
wie
waren Theaterstücke
russlanddeutscher Autoren, die den aktuellen
ihre
Vorfahren
die
Schwierigkeiten
überwunden
sozial-politischen Problemen und der Frage nach der Identität der
sowie
Russlanddeutschen gewidmet waren, wie zum Beispiel die Trilogie von
haben, mit denen sie bei ihrer Ansiedlung
hatten.
Wogen der Jahrhunderte“.
auch später zu kämpfen
Viktor Heinz mit
dem Titel„Auf den
Katharina Schmeer und Johann Kneib.
Die Szene aus dem
Theaterstück„Menschen und Schicksale“ von
1989.
Viktor Heinz,
Страницы пьесы, хранящиеся
в музее г. Камышин

Немецкое театральное искусство: не только «для», но и «о»

 

Deutsche Theaterkunst:

Sowohl „für“, als auch „über“

 

Fest die

und schöne

treu oder

der aus

Kirgisen-Michel

und

Ammie

Pfannenstiel

drei Akten

Стремление к сохранению и развитию своего богато- го культурного наследия – музыки, песенного твор- чества, танцевального искусства, традиций и обыча- ев, привезенных из Германии, – реализовывалось российскими немцами не только на любительском уровне во время представлений на праздниках, но и на профессиональном и полупрофессиональном уровнях. При домах культуры и колхозных клубах

Das Streben zur Erhaltung und Entwicklung des reichen kulturellen Erbes (Musik, Liederschaffen, Tanzkunst, Sitten und Bräuche, die aus Deutschland mitgebracht sind) wurde von den Russlanddeutschen nicht nur laienhaft während vieler Volksfeste, sondern auch auf einem professionellen und halbprofessio- nellen Niveau realisiert. In den Kulturhäusern und Kolchosclubs standen vielfältige Zirkel der Laienkunst

 

Historisches Festspiel in Auszug

Vorsteher: Ja,

gebe Gott, dass das Wetter

schön bleibe,

wir die Ernte glücklich unter

damit

Dach und

Fach bringen.

Kirgisen betrifft,

Was die

so hoffe ich, dass sie

in diesem Jahre nicht

wieder kommen

werden. Überdies

wird ihnen der Pastor

Wernborner

von Katharinenstadt mit seiner Freiwilligenschar

noch gehörig heimleuchten, damit sie

ein Wiederkommen

an

nicht mehr

denken können.

действовали разнообразные кружки художествен- ной самодеятельности. Из драмкружков выросли

zur Verfügung. Die Theaterzirkel gaben drei halbpro- fessionelle Kollektive – kolchos-sowchosische Theater

Michel: Da wär´ ich gleich dabei, wenn mir

mein Vetter

три полупрофессиональных коллектива – колхозно- совхозные театры в Марксштадте, Бальцере и Крас- ном Куте. В начале 1930 года был открыт первый немецкий государственный академический театр в столице Автономной Республики немцев Поволжья, городе Энгельсе. В своем творчестве театр помимо мировой классики обращался и к истории немцев в России, передавая национальный колорит, особен- ности быта колонистов, их традиции и обычаи.

in Marxstadt, Baltzer und Krasnyj Kut. Anfang des Jahres 1930 wurde in der Hauptstadt Engels der auto- nom? Republik der Wolgadeutschen das erste deut- sche staatliche akademische Theater eröffnet. Auf die Theaterbühne wurde nicht nur Weltklassik gebracht, sondern auch die Geschichte der Russlanddeutschen. Dabei wurden traditionelle nationale Ornamente, Be- sonderheiten des Haushalts der Kolonisten sowie ihre Sitten und Bräuche vermittelt.

Hannes erlauben würde.

Aber als ich

ihn darum

bat, hat er

mir´s abgesagt. Wenn Ihr, Vorsteher, ein gut Wörtchen bei

meinem

Vetter verleihen wolltet, vielleicht dürfte

gen die

ich dann ge-

Kirgisen ziehen.

Ihr wisset doch, dass die auch

Eltern umgebracht

meine

haben.

Die Waffe

brauchte ich nichts

anderes als

ein Bund

Zäume. (Nimmt diese und wiegt

hin und

her). Wem ich damit auf

sie

den Schädel treffen würde,

der kommt

sicher nicht mehr

nach Pfannenstiel, um vor den

Kindern

die Eltern oder

den Männern die Frauen totzuschla-

gen oder zu rauben.

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März – Karfreitag / 29 марта – Страстная пятница

31.

März – Ostersonntag / 31 марта – Пасха

17. März – Gründung des Jugendrings der Russlanddeutschen (1997)

der ehemaligen Kolonie Sarepta (1772).

das Recht auf volle

In der Nähe von

die Herrnhuter Gemeinde die Kolonie Sarepta.

Aus dem Einverständnis über die Verwaltung und Pflichten

evangelischen Brüdergemeinde zu Sarepta.1784

der

April

d e z u S a r e p t a . 1 7 8 4

Evangelisch-Lutherische Kirche in Marx.

Die lutherische Gemeinde in Katharinenstadt wurde 1768 gegründet. Das Schicksal der Lutherischen Kirche, die später errichtet wurde,

gleicht dem Schicksal vieler Gotteshäuser

Russland – vom Aufbau, der Zerstörung

in

bis zur

Wiedergeburt. Glücklicherweise wurde nicht das

ganze Gebäude zerstört. 1991

die lutherische Gemeinde der Stadt Marx zurück. Die führende Rolle bei der Wiedergeburt der lutherischen Gemeinde spielte Eleonora Herdt, die als Pastorin von 1995 bis zum Jahr 1999 tätig war und alles für die Wiedererrichtung der Kirche tat.

ging das Gebäude an

r K i r c h e t a t . ging das Gebäude an Kirche
r K i r c h e t a t . ging das Gebäude an Kirche

Kirche der Herrnhuter in

Foto 1999. 1765 bekamen die Herrnhuter

zahlreiche Privilegien.

Selbstverwaltung und

Zarizyn gründete

sich einer

Gemeinde unterwarf

Die

ein kulturelles Bildungszentrum

Entwicklung des industriellen Webens, und

Namen Sarpinka.

den

Eleonora
Eleonora

Herdt

(1932 - 1999)

strengen religiösen Disziplin,

missionierte eifrig, um das Christentum unter den Völkern im

Wolgagebiet zu verbreiten und war in deutschen Wolgakolonien

ganz eigener Art. Hier begann die

das Gewebe bekam

«Отче наш, Иже еси на небесех! »

Одной из главных среди всех льгот и привилегий была свобода вероисповедания. Прибывшие для колонизации Поволжья переселенцы представля- ли разные конфессии – это были лютеране, като- лики, реформаты, меннониты, гернгутеры. Первые церкви и молитвенные дома в колониях строились на выделенные казной деньги (с условием их воз- врата), но зачастую силами колонистов. В 1804 г. в Поволжье насчитывалось уже 82 евангелические кирхи (59 лютеранских и 23 реформатских) и 33 ка- толические церкви. Церковь играла важнейшую роль в процессе школьного обучения и распро- странении просвещения. Практически во всех немецких колониях с момента основания действо- вали церковно-приходские школы, где все дети в возрасте от 7 до 15 лет обучались письму, чтению, четырем арифметическим действиям, пению, за- учивали наизусть Катехизис, гимны и Евангелие.

Mo Di

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Sa

„Vater unser im Himmel …“

Zu den wichtigsten Vergünstigungen und Privilegien gehörte die freie Glaubensausübung. Die zur Koloni- sierung der Wolgaregion angekommenen Übersiedler waren Vertreter verschiedener Konfessionen. Das wa- ren Lutheraner, Katholiken, Reformierte, Mennoniten, Herrnhuter. Die ersten Kirchen und Bethäuser in den Kolonien wurden mit staatlichen Mitteln (eine spätere Rückzahlung wurde vorausgesetzt), aber mit eigenen Kräften von den Kolonisten gebaut. 1804 gab es bereits 82 evangelische (davon 59 lutherische und 23 refor- mierte) sowie 33 katholische Kirchen. Die Kirche spielte eine besondere Rolle in der Schule und beim Verbrei- ten der Bildung. In allen deutschen Kolonien gab es praktisch von Anfang an kirchliche Gemeindeschulen, wo die Kinder vom 7. bis zum 15. Lebensalter schrei- ben, lesen, singen und mit den vier Grundrechenarten rechnen sowie den Katechismus, die Lobgesänge und das Evangelium auswendig lernten.

So

Mo

Di

Mi

Do

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Sa

So

Mo

Di

Mi

Братская « любовь должна быть сердеч- ной, один и другому на
Братская
«
любовь
должна
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сердеч-
ной,
один
и другому на быть
должен
высказывать
уважение
предупре-
дительность,
при-
чем
каждый
должен
смотреть
и не
только
на
свое,
то,
важно
но другому.
не
должно
»
кого
различия
нас
У что ника-
между
нациями, а также ни-
каких споров
о рели-
между собой,
гии, как
так и с другими

Do

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1. April – Ostermontag / 1 апреля – Пасхальный понедельник

12. April – Herausgabe der Pilotausgabe der erneuerten„Moskauer Deutschen Zeitung“ (1998)

Jakow Weber (1870 - 1958): Frühlingshochwasser Die Werke von Jakow Weber (1870 - 1958), einem
Jakow Weber (1870 - 1958): Frühlingshochwasser Die Werke von Jakow Weber (1870 - 1958), einem

Jakow Weber (1870 - 1958):

Frühlingshochwasser

Die Werke von Jakow Weber (1870 - 1958), einem begabten russlanddeutschen Maler, bildeten einen Grundbestand der Kunstabteilung des Zentralmuseums der Autonomen Republik der Wolgadeutschen, das 1925 von Georg Dinges (1891 - 1932), dem Gelehrten, einem der aktivsten Gründer der autonomen Republik der Wolgadeutschen, in Pokrowsk gegründet und geleitet wurde. Viele Werke von Jakow Weber sind der Natur und dem Leben an der Wolga gewidmet.

на «

весь мир провозглашаем

„… für die ganze Welt

 
на « весь мир провозглашаем „… für die ganze Welt  

свою маленькую немцев Поволжья»

Республику

verkünden wir unsere kleine … Republik der Wolgadeutschen“

В послереволюционный период автономистское движение немцев за политическое и национальное самоопределе-

In den Nachrevolutionsjahren wurde die autonome Bewe- gung der Deutschen für die eigene politische und nationale

Ich

suche…

ние, начатое во многих регионах до революции, получило

Selbstbestimmung, die noch vor der Revolution in vielen

Das

Staatliche

активное продолжение – в 1918 г. в Поволжье была обра- зована Область немцев Поволжья. Резолюция, принятая на первом съезде Советов немецких колоний Поволжья, была подтверждена Декретом Совета Народных Комиссаров, подписанным Лениным, от 19 октября 1918 г., образовав- шем Трудовую Коммуну немцев Поволжья – первое наци- ональное образование такого рода при Советской власти. Позднее Область немцев Поволжья была реорганизована в автономную республику в составе РСФСР, а 6 января 1924 г. была провозглашена Автономная Советская Социалисти- ческая Республика немцев Поволжья c административным центром в Покровске (Энгельсе). Это событие имело не только внутриполитическое, но и огромное внешнеполи- тическое значение, т.к. свидетельствовало об уважитель- ном подходе к решению национального вопроса.

Regionen entstanden war, aktiv fortgesetzt: 1918 wurde ein Gebiet der Wolgadeutschen gegründet. Der Beschluss des 1. Kongresses der Sowjets deutscher Kolonien an der Wolga wurde durch ein von W.I. Lenin unterzeichnetes Dekret des Rates der Volkskommissare vom 19. Oktober 1918 bestätigt. Das Gebiet, auch als „Arbeitskommune“ bezeichnet, war das erste nationale Gebilde dieser Art unter der Sowjet- macht. Später wurde es zu einer Autonomen Republik innerhalb der UdSSR reorganisiert, und seit dem 6. Januar 1924 wurde die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen mit dem administrativen Zentrum in Pokrovsk (Engels) proklamiert. Dieses Ereignis war von einer innenpolitischen und auch außenpolitischen Bedeutung, denn es war ein Beispiel eines respektvollen Herangehens an die Lösung der nationalen Frage.

in historische

Archiv

der

Wolgadeutschen

wurde

20.

am

August

1923

Pokrowsk

(Engels)

als

Archivbüro

des

Gebietes

der

Wolgadeutschen

gegründet.

Später

als

Zentrale

Archivverwaltung

Saratover

Gebiets

(seit

1924),

Filiale

des

Staatlichen

Archivs

Saratover

Gebiets

in

Engels

(seit

1941)

und

letztendlich

als der

Staatli-

ches

historisches

Archiv

Wolgadeutschen (2005)

ist das

Archiv ein Aufbewahrungsort für

die zahlreichen

Dokumente zur

Geschichte der Wolgadeutschen

von 1764 bis zu 1941.

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1.

Mai –

Internationaler Tag der Arbeit / 1 мая – Праздник труда

19. Mai – Pfingstsonntag / 19 мая – Троица

9.

Mai – Christi Himmelfahrt , Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus

13.-14. Mai – erste gesamtdeutsche Begegnung der Landsmannschaft

9 мая – Вознесение Христово, День Победы

der Deutschen aus Russland (1951)

Украинской партизанской дивизии»

KleinRobertFoto:demAuf

Front und in den rückwärtigen

viele Sowjetdeutsche mit der Waffe in der Hand an der

Die Sowjetunion. Einer der Verteidiger

allen Befehlen kämpften

Trotz

nur eine Heimat:

Gebieten des Feindes gegen die Faschisten. Für sie gab es

der Kundschafterkompanie der 1. Ukrainischen

der Wolga, der Kommandeur

Kampfgefährten erinnerten sich

war Robert Klein, geboren an

Held der Sowjetunion. Viele seiner

1944 wurde er

Partisanendivision. Am 4. Januar

Büchern. Ihren Erzählungen nach, war er ein tapferer Mann mit eisernem Willen.

an den Helden in ihren

*Кайсенов К. Партизанской тропой (1964).

Juni

Он сказал, что

настоящий богатырь. автомобильного гаража

дверях появился

подпольную организацию

«…В

по заданию

и пришел

представляет

ерунду Вы говорите?

Переяславского гебитскомиссариата,

Роберта Клейна. - Что за

- Да, поволжский Фашисты доверяют ему,

его начальника

немец! Пришедший ответил:

Ведь он же

человек, один из нас.

собрав проверенных Клейн считает, что

немец, советский

нелегальную организацию,

а он создал

и надежных людей в своем коллективе.

время действовать. Подпольщики готовы вывести всю

гаражом, и просят

вместе с

наступило

или взорвать ее

технику к партизанам

принять их в партизанский отряд

места водителя первого грузовика

блондин среднего роста. Это был Роберт

с

Колонна приблизилась,

о выполнении

спрыгнул молодой

доложил командиру группы

назначают командиром

Клейн. Он

этой операции Клейна

задания. После разведывательной роты 1-й

Отрывок из книги Касыма Кайсенова «Партизанской тропой» (1964 г.).

1-й Отрывок из книги Касыма Кайсенова «Партизанской тропой» (1964 г.).
«Партизанской тропой» (1964 г.). Поволжский « немец, советский

Поволжский «

немец, советский человек, один из нас

»*

С началом Великой Отечественной войны многие немцы, проживающие в Советском Союзе, выразили готовность встать на защиту своей родины. Непри- ятие агрессивности, расистской идеологии, стремле- ния покорить другие народы, присущих фашистской Германии, стало поводом для того, чтобы наряду с остальными гражданами страны принять активное участие в борьбе с фашизмом. Несмотря на то, что массового призыва немцев в ряды Красной армии не

было и мобилизация проводилась в ограниченном количестве, на фронте находились немцы. Большин- ство из них были призваны до войны из Республики немцев Поволжья. Несмотря на последовавшие позже репрессии, многие из них сумели проявить свой геро- изм, мужество и отвагу. Высокий патриотизм и любовь к своей родине проявили и те советские немцы, кто самоотверженно работал в тылу, помогая фронту, и те, кто героически сражался в партизанских отрядах.

„ Ein Wolgadeutscher, ein Sowjetmensch, einer von uns

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die in der Sowje- tunion lebenden Deutschen bereit, ihre Heimat zu verteidi- gen. Die Ablehnung von Aggression, Rassenideologie, des Strebens, andere Völker zu erobern, die das faschistische Deutschland charakterisierten, gab Anlass zum gemein- samen aktiven Kampf gegen Faschismus. Obwohl es kein Massenaufgebot in die Rote Armee gab und die Mobilisati- on in einer beschränkten Anzahl durchgeführt wurde, gab es die Deutschen dennoch an der Front. Die meisten von

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ihnen wurden vor dem Krieg aus der Republik der Wolga- deutschen in die Rote Armee eingezogen. Trotz der weiter verfolgten Repressionen konnten viele von ihnen Herois- mus, Mut und Tapferkeit zeigen. Der hohe Patriоtismus und die Heimatliebe zeigten diejenigen Sowjetdeutschen, die mit aufopferungsvoll den Rücken frei hielten für die Kämp- fer an der Front sowie auch diejenigen, die heldenmütig in den Partisanenabteilungen kämpften.

Fr

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1. Juni – Internationaler Kindertag / 1 июня – Всемирный день защиты детей

12. Juni – die deutsche Sprache in der Autonomen Republik der Wolgadeutschen wurde als Verwaltungs- und Unterrichtssprache eingeführt (1924)

Viktor

Schnittke

(1937

- 1994),

russlanddeutscher

Dichter,

Prosaiker,

Übersetzer.

*„Muttersprache“ von Nelly Wacker (1919 - 2006).

Was ist mir diese herbe, strenge Sprache - Was ist sie mir?

Nur Mutterlaut

und

Kindheit.

Nur

Vaters letztes

Wort.

Nur Traum und

Zuflucht.

Nur Durchbruch zur Verständigung.

Nur Zukunft.

Juli

Deutsch im Kindergarten des Deutschen Nationalrayons Asowo, Gebiet Omsk

Deutsch im Kindergarten des Deutschen Nationalrayons Asowo, Gebiet Omsk

Kindergarten des Deutschen Nationalrayons Asowo, Gebiet Omsk «Ты нить, с рождения связавшая

«Ты нить, с рождения связавшая меня с моим народом

»

Родной язык играл в деле сохранения идентичности немецкого меньшинства в России со времен издания Екатериной Великой Манифеста 1763 года очень важную роль, являясь неотъемлемой частью самобытности российских немцев. Его изучали в школах, на нем издавали многочисленные газеты, на нем говорили и пи- сали каждый день. Тяжелые исторические события затормозили развитие немецкого языка. Сегодня можно много говорить о том, какие сложности сопровождают изучение и использование немецкого языка как родного: дисперсное проживание, отсутствие единой системы изучения языка от детского сада до универ- ситетов и т.д. Отрадно, что несмотря ни на что, в наше время прилагаются огромные усилия по возрождению немецкого языка. Ведь без знания языка невозможно оставаться частью немецкой культуры.

„… Du bist die Nabelschnur, die mich mit meinem Volk … verbindet

“*

Die Muttersprache spielte bei der Erhaltung der Identität der deutschen Minderheit in Russland seit dem Manifest von Katha- rina II. immer eine sehr bedeutende Rolle und war einer der unentbehrlichsten Bestandteile der Eigenart der Russlanddeut- schen. Man lernte sie in den deutschen Schulen, man gab die zahlreichen Zeitungen in deutscher Sprache heraus, man sprach und schrieb auf Deutsch. Aus bekannten historischen Gründen ging die Entwicklung der deutschen Sprache zurück. Heutzu- tage könnte man viel über die Schwierigkeiten sprechen, die das Erlernen und den Erwerb der deutschen Sprache als Mutter- sprache begleiten: Disperse Ansiedlung; das Fehlen des einheitlichen Systems der Sprachausbildung vom Kindergarten bis zur Hochschulausbildung usw. Es ist erfreulich, dass es Leute gibt, die ungeachtet aller Schwierigkeiten alles Mögliche aufbieten, um Deutsch wiederzubeleben. Man darf doch nicht vergessen, dass man ohne Sprache kein richtiger Teil der deutschen Kultur bleiben kann.

Mo Di

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4. Juli – die Legitimierung vom Zentralen Exekutivkomitee der Gründung des Deutschen Nationalrayons im Altai mit Zentrum in Halbstadt (1927)

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Eine Szene aus dem Theaterstück «Gussenbach - Kutschugurki». In der Mitte: Autor und Regisseur Wladimir Del (Skopin, Gebiet Rjasan).

Autor und Regisseur Wladimir Del (Skopin, Gebiet Rjasan). «Выселить с треском » „Fortjagen

«Выселить с треском

»

„Fortjagen muss man sie

«Сборы

были

Против немецкого населения СССР в годы Вто- рой мировой войны были развернуты массовые

Während des Zweiten Weltkrieges wurden gegen die deut- sche Bevölkerung der Sowjetunion massive Repressionen unternommen. Dazu gehört auch die so genannte„ethni-

 

скорбными.

Собирали

резали

скот,

вещи, с

выли

собаки,

раздувшимся

коровы

ходили

выменем,

молоко

прямо

на

выдаивали

землю.

В

одночасье

все

репрессивные кампании, к которым относится и так называемая этническая депортация – событие, явившееся одним из самых трагических в судь- бе немцев, проживавших на европейской части

Советского Союза в начале 40-х годов XX века. Ре- золюция Сталина на шифрограмме, полученной от командования Южного фронта 3 августа 1941 г. (о якобы теплом приеме, оказанном немецким населением на Украине наступавшим немецким

войскам): «

ла начало длительному периоду национальной дискриминации немецкого народа. Акция по выселению немцев Поволжья в Сибирь, Казахстан и Среднюю Азию после опубликования Указа «О переселении немцев, проживающих в районах Поволжья» от 28 августа 1941 г. стала самой мас- совой. Депортация коснулась и всего немецкого населения, проживающего в Украине, на террито- рии Европейской России и в Закавказье.

Надо

выселить с треском», положи-

sche Deportation“ – die zu einem der tragischsten Ereignis- se im Schicksal der Deutschen wurde, die Anfang der 40-er Jahre im europäischen Teil der Sowjetunion gewohnt hat- ten. Die Resolution Stalins auf den Bericht hin, den er von der Leitung der Süd-Front am 3. August 1941 bekommen hatte (über die so genannte„gastfreundliche Aufnahme der angreifenden deutschen Truppen von der deutschen Bevölkerung in der Ukraine“) lautete:„An Parteigenosse Beria. Fortjagen muss man sie. I. St.“. Damit begann die langjährige Diskriminierung der deutschen Bevölkerung. Die Maßnahmen zur Deportation der Wolgadeutschen nach Sibirien, Kasachstan und Mittelasien nach dem Erlass vom 28. August„Über die Aussiedlung der im Wolgagebiet lebenden Deutschen“ zielten von allen am meisten auf die Massen. Deportiert wurde auch die deutsche Bevölkerung aus der Ukraine, aus der Zentralregion Russlands und vom Nordkaukasus.

стали бездомными и нищими

ни кола ни двора.

Люди уходили с узлами в

руках, уходили в никуда, расставались навсегда.

Из воспоминаний

Иоганна Эйснера:

собирать вещи, а военный стоит

«Начали

торопит. Давай скорей! Не

над душой,

берите много,

на станции выбросите».

Стали выходить, я

в отчаянье открыл в доме все двери и окна,

поставил на подоконник

«Ах, Самара-городок», завел до отказа

патефон с пластинкой

и покинули мы родной

пружину, дом. Уходили под

музыку, со слезами

на глазах, под команды

людей в форме.

Вместе с

плачем дети. Пошли, а

матерью залились

издалека все слышались

затухающие

слова песни:

«Беспокойная я,

успокой ты меня

Отрывок из поэтической драмы

Кучугурки. Немецким трудармейцам колонии

«Гуссенбах –

«Шахта 46» посвящается»,

Владимир Дель (г. Скопин рязанской

автор сценария

обл.)

»

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28. August – Gedenk- und Trauertag der Russlanddeutschen 28 августа – День памяти и скорби российских немцев

28. August – die Veröffentlichung des Erlasses des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR „Über die Umsiedlung der Russlanddeutschen, die in den Wolga-Rayons leben“ (1941)

*German A., Illarionova T., Pleve I. Geschichte der Deutschen in Russland:

Lesebuch. - M.: IVDK-Press, 2007. S. 271.

Das Mahnmal in der Polarstadt Workuta, in der fast jeder„einsaß“, entweder in der ersten, der zweiten oder dritten Generation, wurde für die Opfer der Arbeitsarmee errichtet und am 19. April 2012 feierlich eingeweiht. Die meisten Gefangenen waren in den Bergwerken in und um Workuta beschäftigt.

Mahnmal für die Opfer der Trudarmee in Workuta. Auf dem Foto: Ein
Mahnmal für die Opfer der Trudarmee in Workuta.
Auf dem Foto: Ein
 

«К мобилизации приступить немедленно

 

»*

einer Boris

Rauschenbach

(1915

- 2001),

Akademiker,

Physiker

und

der Begründer

der

sowjetischen

Raumfahrt).

За лишениями, которые пришлось испытать немецкому населению в ходе депортации, последовали новые испытания. К концу 1941 г. начала действовать так называя трудармия, в которую было мобилизовано все трудоспособное немецкое население в возрасте от 15 до 55 лет. Большая часть эксплуатировалась в Кеме-

„Sofort die Mobilisation beginnen …“

Nach den Entbehrungen, die der deutschen Bevölkerung durch die Deportation zuteil wurden, folgten neue Stra-

ровской области и на Урале. Это были уже не свободные граждане СССР, а люди, репрессированные по на- циональному признаку. Став основной частью «спецконтингента», они были размещены на спецпоселение, в основном в лагерях НКВД. За пределами НКВД к началу 1944 г. мобилизованные были в угольной, нефтяной промышленности, на производстве боеприпасов, строительстве и других. Они в полной мере испытали на себе все тяготы принудительного труда в условиях жесткого ограничения прав и свобод, в то время как судь- бы их детей и родителей, оставшихся дома, зависели только от милости людей, проживающих рядом с ними.

pazen. Gegen Ende 1941 begann die sogenannte Trudarmee, zu der die gesamte arbeitsfähige deutschstämmige Bevölkerung im Alter von 15 bis 55 Jahren zwangseingezogen wurde. Die meisten wurden im Gebiet Kemerowo und im Ural eingesetzt. Das waren keine freien Bürger der Sowjetunion mehr. Sie waren aufgrund ihrer nationa- len Zugehörigkeit Repressionen ausgesetzt und unterstanden dem Regime der Sondersiedlung. Sie waren Teil des sogenannten Sonderkontingents, hauptsächlich in NKWD-Lagern untergebracht. Außerhalb der Zuständigkeit des NKWD arbeiteten Mobilisierte Anfang 1944 für Kohlebergbau, Erdölindustrie, Munition, Bauwirtschaft u.a. Sie gehörten der Gruppe an, die in ihren Rechten stark eingeschränkt wurde und unter Freiheitsentzug Zwangsarbeit verrichten musste, während das Schicksal ihrer Kinder und Eltern zu Hause ohne sie nur von der Gutherzigkeit der Nachbarn abhing.

Formal

ein wurde

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war nach

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Paragraphen

– ich

abgeurteilt,

ein Urteil.

deutete:

Deutscher,

ohne

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unbefristetes

Anklagen,

Gitter, Hunde, alles, was dazu gehört. Formal wurde ich in

GULAG

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GULAG

Trudarmee mobilisiert, in

schlechter – man

der Tat war die Trudarmee viel

gab uns

Häftlingen. Gesessen haben wir in denselben Knästen, hinter

weniger

zu essen im

Vergleich zu

demselben Stacheldraht,

Meine Gruppe

mit

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Tausend Menschen

Jahr unseres

usw.

Aufenthalts da die

verlor im ersten

zehn Menschen an

Hälfte. Manchmal starben

einem

Tag. Ganz am Anfang

Gruppenmitglieder unter

wohnten die

im Nord-Ural kann es 30 bis 40 Grad

einem Vordach ohne

Wände, und

unter null sein!“

Rauschenbach

B. Leidenschaft. - М.:

Verlag Agraf , 1997

So

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Mi

Do

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