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МИНИСТЕРСТВО ОБРАЗОВАНИЯ РОССИЙСКОЙ ФЕДЕРАЦИИ ГОСУДАРСТВЕННОЕ УЧРЕЖДЕНИЕ

КУЗБАССКИЙ ГОСУДАРСТВЕННЫЙ ТЕХНИЧЕСКИЙ УНИВЕРСИТЕТ

Кафедра иностранных языков факультета гуманитарного образования

ТЕКСТЫ ДЛЯ САМОСТОЯТЕЛЬНОГО ЧТЕНИЯ

(немецкий язык)

Методические указания для студентов заочного отделения всех специальностей

Составители Т.Н. Мишина Л.И. Посевкина

Утверждены на заседании кафедры Протокол № 7 от 10.12.02 Рекомендованы к печати методической комиссией направления 170500 Протокол № 4 от 28.01.03 Электронная копия находится в библиотеке главного корпуса ГУ КузГТУ

КЕМЕРОВО 2003

1

Данные методические указания предназначены для студентов заочного отделения всех специальностей. (Их можно использовать также и при обучении студентов дневного отделения.) Тексты, содержащиеся в методических указаниях, студенты должны читать самостоятельно, опираясь на заранее изученный грамматический материал и используя справочную литературу. Самостоятельная работа над текстом должна способствовать формированию у студентов умения извлекать из прочитанного необходимую информацию, опираясь на послетекстовые вопросы, а также формированию навыков говорения. Учитывая разный уровень подготовки студентов заочного обучения, и с целью осуществления дифференцированного подхода при их обучении иностранному языку тексты подобраны с различной степенью сложности. В данные методические указания вошли тексты страноведческого характера и научно-популярные тексты с различной тематикой (химия, экономика, туризм, система образования в ФРГ, биографии выдающихся деятелей науки и немецкой литературы). Они сгруппированы по двум основным темам: страноведение и научно- популярные тексты. Весь материал данных методических указаний делится на 2 этапа обучения. Тексты первого этапа обучения предназначены для перевода, грамматического анализа и последующего обсуждения. Тексты второго этапа обучения предназначены для ознакомительного чтения и отмечены значком*.

2

Inhaltsverzeichnis

Landeskundliche Texte

3

2. Bundesrepublik Deutschland I, II, *III ………………. 4

3. Berlin …………………………………………………….… 6

4. *Entwicklungsepochen Berlins ……………………………

5. *Aus der Geschichte der Leipziger Messe ………………… 8

7

1. *Die Rolle der Fremdsprachen im Leben der Menschen ……

6. Bonn ………………………………………………………. 9

7. Frankfurt am Main ………………………………………

10

8. Österreich …………………………………………………

12

9. Wien und seine Sehenswürdigkeiten ……………………… 13

10. Die Schweiz ………………………………………………… 14

11. Luxemburg ………………………………………………… 15

12. Liechtenstein ……………………………………………… 16

17

14. Das Verkehrsnetz Deutschlands …………………………… 18

19

16. Das Schulbildungswesen in Deutschland ………………… 19

13. Muttertag …………………………………………………

15. Das Leben der deutschen Jugend …………………………

17. Johann Wolfgang Goethe ……………………………… …

20

18. *Volkswirtschaft und Weltwirtschaft ……………………

22

19. *Auf Tour mit „Jugendtourist“ …………………………… 23

20. *Und wie werden in Städten Deutschlands Kommunalprobleme gelöst, zum Beispiel in Göttingen ?… Fach-und gemeinverständliche Texte

21. *Zwei Wasserstoffarten …………………………….……… 26

24

22. *Wasservorräte sind nicht grenzenlos ……………………… 26

23. M.W. Lomonossow ………………………………………… 27

24. M.W. Lomonossow (Fortsetzung)…………………………

28

25. Dmitri Iwanowitsch Mendelejew ……………………………

29

26. *Der Erfinder des Dieselmotors ……………………………. 31

27. *Frédéric und Jrene Joliot-Curie ……………………………. 32

3

Landeskundliche Texte

*Die Rolle der Fremdsprachen im Leben der Menschen

Vor vielen Jahrhunderten begannen die Menschen die Fremdsprachen zu erlernen. Bekanntlich lernte man vor etwa 2500 (zweitausend- fünfhundert) Jahren im alten Ägypten die griechische Sprache. Im 12. (zwölften) Jahrhundert studierte man schon Französisch als Fremdsprache in einigen Ländern Europas. Im 16. (sechzehnten) Jahrhundert begann man die deutsche Sprache in vielen Ländern Europas und in Russland zu studieren. Die Russische Akademie der Wissenschaften gab im 18. (achtzehnten) Jahrhundert das erste Lehrbuch der deutschen Sprache heraus. Der modernen Sprachwissenschaft sind heute mehr als 4000 lebende Sprachen bekannt. Die meist gesprochene Sprache ist Chinesisch. Den zweiten Platz nimmt Englisch ein. Der englischen Sprache folgt Russisch, das etwa 206 Millionen Menschen sprechen. Und für etwa 100 Millionen Menschen ist Deutsch die Muttersprache. Die Fremdsprachen sind aus dem heutigen Leben nicht wegzudenken. Man lernt Fremdsprachen überall in der Welt, um diese Kenntnisse praktisch zu verwenden. Die Fremdsprachen sind zu einem Mittel der Kommunikation geworden. Es gibt kein Gebiet der menschlichen Tätigkeit, wo Fremdsprachen nicht nötig sind. Die heutige Entwicklung der Industrie und des Handels, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur verlangen von den Menschen gute Fremdsprachenkenntnisse, um sich verständigen zu können. Die menschlichen Kontakte werden stets ausgebaut. Die Menschen reisen viel, befreunden sich miteinander. Die Fremdsprachen sind ein gutes Mittel der Verständigung. Sie bieten eine gute Möglichkeit, Kultur, Geschichte, Sitten und Gebräuche anderer Länder kennenzulernen, sich weiter zu bilden und zu vervollkommnen.

herausgeben die Sprachwissenschaft … sind nicht wegzudenken … ausbauen bieten Sitten und Gebräuche sich vervollkommnen

издавать языкознание трудно себе представить расширять предоставлять обычаи и нравы совершенствоваться

Fragen zum Text

4

1. Wann begannen die Menschen die Fremdsprachen zu erlernen?

2. Wieviel Sprachen gibt es heutzutage in der Welt?

3. Wozu lernt man Fremdsprachen?

4. Welche Möglichkeiten bieten die Fremdsprachenkenntnisse?

5. Welche Bedeutung haben die Fremdsprachen für unsere Bildung?

Bundesrepublik Deutschland

I

Die Bundesrepublik Deutschland liegt in der Mitte Europas und grenzt an Dänemark (im Norden), Polen und Tschechische Republik (im Osten), Österreich und die Schweiz (im Süden), Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande (im Westen). Die Nordsee und die Ostsee bilden eine natürliche Grenze im Norden. Die BRD hat eine Fläche von 357 000 km² (dreihundertsiebenundfünfzigtausend Quadratkilometern). Deutschland zählt rund 80 Millionen Einwohner. Die deutschen Landschаften sind vielfältig. Das sind das Norddeutsche Tiefland im Norden, das Mittelgebirge in der Mitte und die Alpen im Süden. Der höchste Berg der BRD ist die Zugspitze (2962m). Der größte Fluß ist der Rhein. Die anderen großen Flüsse sind die Elbe, die Weser, die Donau. Der Bodensee ist der größte Binnensee der BRD. Fast ein Drittel des Landes ist mit den Wäldern bedeckt. Die BRD liegt in einer Klimazone, in der es keine extremen Temperaturen gibt. Im Sommer ist es nicht sehr warm, im Winter nicht sehr kalt. Das Wetter ist wechselhaft.

die Fläche vielfältig das Norddeutsche Tiefland das Mittelgebirge der Bodensee wechselhaft

поверхность разнообразный низменность горы средней высоты Боденское озеро переменчивый

II

Die BRD ist ein Bundesstaat, der aus 16 (sechzehn) Bundesländern besteht. Das sind: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg und andere.

5

Die Hauptstadt der BRD ist Berlin. Mit seinen 3,4 Millionen Menschen ist Berlin die größte Stadt der BRD. Die anderen großen Städte sind Hamburg (1,6 Mio) und München (1,27 Mio). Jedes Bundesland hat seine Hauptstadt, sein Parlament, seine Regierung und seine Ministerien. Das Parlament der BRD ist der Bundestag. Er wird auf vier Jahre gewählt. Der Bundestag wählt den Bundeskanzler, der die Regierung bildet. Es gibt in der BRD etwa 40 politische Parteien und Gruppierungen. Die älteste Partei ist die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), sie wurde im 19. (neunzehnten) Jahrhundert gegründet. Der Bundespräsident wird alle fünf Jahre gewählt.

der Bundesstaat das Bundesland die SPD

федеративное государство федеральная земля Социал-демократическая партия Германии

*III Die BRD gehört zu den führenden Industrieländern der Welt. Zu den bedeutenden Bodenschätzen des Landes gehören Stein- und Braunkohle, Eisenerz. Andere Rohstoffe, z. B. Erdöl, Zinn, Kupfer werden importiert. Die wichtigsten Industriezweige der BRD sind Metallurgie, Maschinenbau, Schiffbau, feinmechanische, optische und chemische Industrie. Ein großes deutsches Produktionszentrum ist das Ruhrgebiet. In der Landwirtschaft werden Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Obst und Wein angebaut. In den Alpen entwickelt sich die Viehzucht. Heutzutage hat die Wirtschaft der BRD zahlreiche Probleme zu lösen, die auf ungleiche Entwicklung der ehemaligen Republiken zurückzuführen sind. Ein großer Teil der Industrie in den östlichen Bundesländern ist nicht konkurrenzfähig. Die Lösung der Probleme wird viele Anstrengungen kosten. Sie bringt aber auch zusätzlichen Schwung in die Wirtschaft.

die Bodenschätze (die) Stein- und Braunkohle (das) Eisenerz der Rohstoff (das) Zinn (das) Kupfer

полезные ископаемые каменный и бурый уголь железная руда сырьё олово медь

der Industriezweig anbauen das Getreide die Viehzucht

Fragen zum Text

1. Wo liegt die BRD?

6

отрасль промышленности возделывать зерно животноводство

2. Wie heißen die Nachbarstaaten?

3. Wieviel Einwohner zählt die BRD? Wie groß ist ihre Fläche?

4. Welche Landschaften bestimmen die Natur Deutschlands?

5. Wie heißt das Parlament der BRD?

6. Wer wählt den Bundeskanzler?

7. Wie viele Parteien gibt es in Deutschland?

8. Wie heißt die älteste Partei?

9. Welche Industriezweige sind für die BRD die wichtigsten?

10. Wie entwickelt sich die Landwirtschaft?

Berlin

Berlin ist die Hauptstadt der BRD. Es zählt 3,4 Millionen Einwohner und ist die größte Stadt des Landes. Berlin wurde im 13. (dreizehnten) Jahrhundert gegründet. Die Stadt lag an den Handelswegen und entwickelte sich sehr schnell. Im 19. (neunzehnten) Jahrhundert war es eine der größten Städte Europas. 1871 (achtzehnhunderteinundsiebzig) wurde Berlin zur Hauptstadt des deutschen Kaiserreiches. Während des zweiten Weltkrieges wurde Berlin stark zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut. Seit 1948 (neunzehnhundertachtundvierzig) bis 1989 (neunzehnhundertneunund- achtzig) war Berlin in zwei Teile geteilt. 1989 fiel die Berliner Mauer und Berlin wurde wieder zur Hauptstadt der BRD. Heute ist Berlin ein wichtiges politisches, industrielles, wissen- schaftliches und kulturelles Zentrum. Das ist auch ein Verkehrsknotenpunkt Deutschlands. Hier sind Elektroindustrie, der Maschinenbau, die chemische Industrie gut entwickelt. Tausende Touristen kommen nach Berlin, um seine Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Das Brandenburger Tor ist ein Wahrzeichen Berlins. Mehr als 200 (zweihundert) Jahre ist dieses Tor stummer Zeuge der deutschen Geschichte. Hier beginnt eine der schönsten Straßen Berlins Unter den Linden. Die Lindenstraße ist über 3000

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(dreihundert) Jahre alt, sie gehört wie der Rote Platz in Moskau und der Newski-Prospekt in St. Petersburg zu den berühmtesten Straßen der Welt. Ein anderes Symbol Berlins ist der Turm der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche, die am Kurfürstendamm liegt. Der “Ku-Damm” ist eine der beliebtesten Straßen der Berliner. Weit bekannt sind Berliner Museen (das Pergamonmuseum, das Alte Museum, das Ägyptische Museum und viele andere) und Berliner Theater (die Deutsche Oper, die Komische Oper das Schiller-Theater).

stumm

немой

der Zeuge

свидетель

Fragen zum Text

1. Wieviel Einwohner zählt Berlin?

2. Wann wurde Berlin gegründet?

3. Wie sah Berlin nach dem zweiten Weltkrieg aus?

4. Was gehört zu den Wahrzeichen Berlins?

5. Welche Sehenswürdigkeiten kann man in der Hauptstadt der BRD besichtigen?

*Entwicklungsepochen Berlins

Berlin entstand im 13. Jahrhundert aus den zwei Marktstädtchen Köln und Berlin an den Ufern der Spree. Die günstige Lage an einem Knotenpunkt uralter Handelsstraßen führte zu einer schnellen Entwicklung der Stadt. Fünf Epochen zeichnen sich heute im Stadtbild von Berlin ab. Die erste ist die Zeit der Kurfürsten von Brandenburg. 1470 wählten sie das Kölner Schloß zu ihrer Residenz. In seiner zweiten Epoche wurde Berlin zur Hauptstadt (1709) des preußischen Königreiches. An diese Epoche erinnert heute Schloß Charlottenburg. Friedrich der I, der erste König von Preußen, ließ es für seine Gemahlin Sophie-Charlotte bauen. Die Stadt vergrößerte sich zu dieser Zeit bedeutend. Hier entstanden die ersten Manufakturen (Woll – und Seidenmanufakturen, Porzellanmanufakturen). Friedrich der Große legte die Prachtstraße Unter der Linden an. Am Ende der Allee errichtete man 1789 das Brandenburger Tor.

8

Die dritte Epoche der Stadt begann 1871. Berlin wurde zur Hauptstadt des Deutschen Reiches. Im Zuge der stürmischen Industrialisierung entwickelte sich Berlin sehr rasch zur Millionenstadt und wurde zum Zentrum der deutschen Arbeiterbewegung. Die vierte Epoche von Berlin ist die Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. 1920 schlossen sich alle Vorstädte und Dörfer um Berlin unter einer einheitlichen Verwaltung zusammen. Damit entstand Groß-Berlin mit 4 Millionen Einwohnern. Die fünfte Epoche der Stadt Berlin ist mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Nach zahllosen anglo-amerikanischen Bombenangriffen und harten Kämpfen zwischen den deutschen und sowjetischen Truppen am Ende des Krieges verwandelten sich ganze Stadtteile in Ruinenfelder. Die Einwohnerzahl ging auf 2,8 Millionen zurück. Nach dem Krieg wurde die Stadt zweigeteilt, in Berlin-West und Berlin-Ost. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 ist Berlin eins geworden. Im Juni 1991 entschied sich das Deutsche Parlament für Berlin als Hauptstadt des vereinigten Deutschlands.

Fragen zum Text

1. Was erinnert in Berlin an die Epoche des preußischen Königreiches?

2. Wann wurde Berlin zur Hauptstadt des Deutschen Reiches?

3. Wie groß war die Einwohnerzahl in Groß-Berlin?

4. Wann wurde die Stadt zweigeteilt?

5. Wer und wann entschied sich für Berlin als Hauptstadt des vereinigten Deutschlands?

*Aus der Geschichte der Leipziger Messe

Die Leipziger Messe besteht seit dem 12. Jahrhundert. Um 1165 erhielt die Kaufmanns- und Handwerkersiedlung Leipzig das Stadtrecht. Dieses älteste Dokument ist zugleich die Geburtsurkunde der Leipziger Messe. Der wichtigste Faktor für die Entstehung der Leipziger Messe war die Lage der Stadt an der Kreuzung zweier alter Handelswege. Einer von ihnen führte von Spanien über Frankfurt am Main durch Polen bis in die Ukraine, der andere verband den Norden Deutschlands mit Nürnberg und Italien. In Leipzig trafen sich die Händler sowohl aus Europa als auch aus dem Orient.

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Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde die Leipziger Messe zum größten Warenmarkt der Welt. Immer zahlreicher erschienen seit 1770 russische Händler auf der Messe. Sie tauschten Rohfelle und Leder gegen deutsche und englische Manufakturwaren ein. Ihr Standquartier wurde der Brühl. Nun bestimmten von Messe zu Messe mehr die bärtigen Männer mit den langen Mänteln und hohen Pelzmützen das Bild dieser Straße. Die Pelztradition des Brühl ist fest im Messehandel verankert. Und heute ist der Stadtteil Brühl das Zentrum des deutschen Pelzhandels. Die Entwicklung der Industrie führte im 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Steigerung der Produktion. Der Bau von Eisenbahnen erleichterte den Warenaustausch sehr. Zur Messe kamen jetzt doppelt so viel Güter wie früher. Die Leipziger Messe konnte nicht alle Waren aufnehmen. Schon Ende des 18. Jahrhunderts brachte ein englischer Kaufmann nicht alle seine Stoffe sondern nur Muster auf die Messe. Nach diesen Mustern konnte der Kunde seine Bestellung aufgeben. Auch andere Kaufleute nutzten diese Idee. Die Leipziger Messe verwandelte sich aus einer Warenmesse in eine Mustermesse. 1894 erhielt sie als erste Messe der Welt die offizielle Bezeichnung “Mustermesse”. Alle anderen europäischen Messen folgten diesem Beispiel. Im Jahre 1965 feierte Leipzig das 800-jährige Jubiläum der Messe. Heute ist die Leipziger Messe größer und bedeutender als je zuvor. Sie spiegelt den Entwicklungsstand der Produktion der ganzen Welt wider und trägt zur Erweiterung der Handelsbeziehungen zwischen Ost und West bei.

Fragen zum Text

1. Was trug zu der Entstehung der Leipziger Messe bei?

2. Wann wurde die Leipziger Messe zum größten Warenmarkt der Welt?

3. Warum wurde der Warenaustausch im 19. Jahrhundert zu groß?

4. Wozu trug das bei?

Bonn

Bonn war viele Jahre als Hauptstadt der Bundesrepublik bekannt. Es war über 40 (vierzig) Jahre das politische Zentrum Deutschlands. Bonn ist eine alte Stadt, seine Geschichte geht in die Römerzeit zurück. Vor mehr als 2000 (zweitausend) Jahren entstand hier eine römische Festung, die sich zu einer Siedlung entwickelte. 1244 (zwölfhundertvierundvierzig) bekam Bonn Stadtrecht. Seit dem 16.

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(sechzehten) Jahrhundert regierte von hier aus der Kurfürst von Köln. Viele Bauten stammen aus dieser Zeit. 1949 (neunzehnhundertneunundvierzig) wurde Bonn zur Hauptstadt der BRD. Die Stadt hat heute 312 000 (dreihundertzwölftausend) Einwohner. Bonn ist nicht nur eine Stadt der Politik. Bonn ist eine berühmte Kulturstadt mit einer berühmten Oper und vielen Museen. Die Stadt ist mit dem Namen von Ludwig van Beethoven verbunden. Im Haus, wo der Komponist geboren wurde, ist heute das Beethovenmuseum. Die größte Kunsthalle Bonns trägt auch den Namen des Komponisten. Alle zwei Jahre findet hier das Beethovenfest statt. Bonn ist auch als Studentenstadt bekannt. Im 18. (achtzehnten) Jahrhundert wurde hier eine Universität gegründet, die Bonn zu einem Mittelpunkt des geistigen Lebens machte. Jetzt studieren an der Bonner Universität 40 000 (vierzigtausend) Studenten. Bonn und seine Umgebung verbinden Geschichte und Gegenwart Deutschlands. Wenn die Regierung und der Bundestag nach Berlin umziehen, bleibt Bonn ein bedeutendes Wissenschaftszentrum und eine Kulturstadt mit interessanter Geschichte.

umziehen der Regierungssitz regieren das Stadtrecht stammen

Fragen zum Text

1. Wie alt ist Bonn?

переезжать резиденция правительства управлять статус города происходить

2. Wieviel Einwohner zählt die Stadt?

3. Warum nennt man Bonn eine Kulturstadt?

4. Was erinnert in Bonn an Ludwig van Beethoven?

5. Welche Bedeutung hat die Universität für Bonn?

Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist eine der größten Städte der BRD. Die Stadt zählt etwa 635 000 (sechshundertfünfunddreißigtausend) Einwohner. 1994

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(neunzehnhundertvierundneunzig) feierte Frankfurt am Main seinen Geburtstag. Die Stadt ist 1200 (eintausendzweihundert) Jahre alt. Bereits im Mittelalter entwickelte sich Frankfurt zu einer Handelsstadt. Es lag an der Kreuzung der Handelswege und war sehr gut für einen Markt geeignet. Aus ihm entwickelten sich die berühmten Frankfurter Messen. Im Jahre 1500 (fünfzehnhundert) fand hier die erste deutsche Messe statt. Heutzutage ist Frankfurt am Main wohl das wichtigste Handelszentrum der BRD. Hier befinden sich mehr als 400 Banken. Neben New Jork, Tokio und London ist Frankfurt das viertgrößte Finanzzentrum der Welt. Weltbekannt ist die Frankfurter Börse. In Frankfurt findet alle zwei Jahre die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt, die viele Autofans anzieht. Die Frankfurter Buchmesse hat auch internationalen Ruf. Frankfurt ist auch als ein Verkehrsknotenpunkt bekannt. Es hat den größten europäischen Bahnhof und den zweitgrößten Flughafen Europas. Frankfurt ist sehenswert. Hier gibt es viel zu sehen: über 30 Museen, das Goethehaus, die Paulskirche und andere Sehenswürdigkeiten. Eine richtige Attraktion ist auch der Zoo mit etwa 6000 (sechstausend) Tieren. Es lohnt sich, Frankfurt zu besuchen.

bereits der Handel neben die Börse internationalen Ruf haben die Attraktion Es lohnt sich … zu…

уже торговля наряду с биржа иметь международную славу, признание привлекательность, притяжение стоит

Fragen zum Text 1. Wie alt ist Frankfurt am Main? 2. Wie entwickelte sich die Stadt im Mittelalter? 3. Warum nennt man Frankfurt ein Handelszentrum und ein Verkehrsknotenpunkt? 4. Welche Ausstellungen werden hier durchgeführt? 5. Ist Frankfurt eine sehenswerte Stadt?

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Österreich

Österreich liegt im südlichen Mitteleuropa und hat die Fläche von 83854 km² (dreiundachtzigtausendachthundertvierundfünfzig Quadrat- kilometern). Hier leben etwa 7,5 (siebeneinhalb) Millionen Menschen. Österreich grenzt an die Schweiz, Italien, Slowenien, Ungarn, an die Tschechische Republik, die BRD und an Liechtenstein. Die österreichische Landschaft besteht aus Hoch-und Mittelgebirgen. Österreich ist ein Alpenland. Die Alpen liegen im Süden des Landes und erstrecken sich bis zur Donau im Norden. Österreich ist eines der waldreichsten Länder Europas. Diese Naturschönheiten und zahlreiche Sehenswürdigkeiten machen Österreich für viele Touristen attraktiv. Österreich ist ein Bundesstaat, der aus neun selbständigen Bundesländern besteht. Das sind: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Wien und andere. Jedes Bundesland hat seinen Landtag und seine Landesregierung. Das Parlament Österreich heißt die Bundesversammlung. Sie besteht aus dem Nationalrat und dem Bundesrat. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Er wird auf sechs Jahre gewählt. Österreich betreibt die Politik der Neutralität. Die Hauptstadt ist Wien. Hier leben 20 (zwanzig Prozent) aller Österreicher, hier haben das Parlament und die Regierung ihren Sitz. Wien ist das erwünschte Reiseziel für viele Touristen. Österreich ist ein hochentwickeltes Industrieland. Die wichtigsten Industriezweige sind Maschinenbau, Chemie- und Textilindustrie, Elektronik und andere. Hoch entwickelt ist auch die Eisen- und Stahlindustrie. In der Landwirtschaft sind die Viehzucht und der Obst- und Weinbau gut entwickelt.

sich erstrecken das Hochgebirge der Landtag die Landesregierung die Bundesversammlung der Nationalrat der Bundesrat das Staatsoberhaupt die Eisen- und Stahlindustrie

простираться высокогорье Ландтаг правительство Федеральное собрание Национальный совет Федеральный совет глава государства чёрная металлургия и сталелитейная промышленность

Fragen zum Text

13

1. Wo liegt Österreich?

2. An welche Länder grenzt Österreich?

3. Was charakterisiert die österreichische Landschaft?

4. Welche Politik betreibt Österreich?

5. Welche Industriezweige sind für Österreich besonders wichtig?

6. Wie entwickelt sich die Landwirtschaft?

Wien und seine Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Österreich Wien ist eine alte Stadt, die schon vor 2000 (zweitausend) Jahren als eine römische Festung bekannt war. Die Stadt zählt etwa 1,5 (anderthalb) Millionen Einwohner und ist die größte Stadt Österreichs. Wien liegt an der Donau. Hier befindet sich der Sitz des Parlaments und der Bundesregierung. Wien ist ein wichtiges Industriezentrum. Hier sind besonders die metallverarbeitende, feinmechanische und elektrotechnische Industriezweige vertreten. Wien ist ein bedeutendes Kulturzentrum des Landes und eine bekannte Kunststadt. Im 19. Jahrhundert lebten und wirkten hier die Komponisten Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Johann Strauß Vater und Johann Strauß Sohn, die durch ihr Schaffen Wien zu einem Musikzentrum machten. Viele schöne historische Baudenkmäler schmücken die Stadt. Das älteste Wahrzeichen Wiens ist der Stephansdom. Er gehört zu den schönsten gotischen Kirchen. Die Wiener nennen diesen Dom liebevoll “Steffl”. Mit seinem Bau begann man im 13. (dreizehnten) Jahrhundert. Im 17. (siebzehnten) Jahrhundert war der Dom fertig. Sehenswert ist auch die Ringstraße Wiens, die im 19. (neunzehnten) Jahrhundert angelegt wurde. Hier befinden sich viele Bauten vom historischen und künstlerischen Wert. Das sind das Parlamentsgebäude, das Rathaus, die Universität, das Burgtheater und die Staatsoper. Eine richtige Attraktion für die Touristen sind die Schloß- und Parkanlagen Belvedere und Schönbrunn. Beliebt ist auch der Wiener Prater. Das ist ein großer Naturpark an der Donau mit einem Riesenrad, das im 19. (neunzehnten) Jahrhundert errichtet wurde. Dieses Riesenrad ist das zweite Wahrzeichen Wiens.

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wirken das Schaffen anlegen die Schloß-und Parkanlage

работать творчество заложить (улицу) дворцово-парковый ансамбль

Fragen zum Text

1. Wieviel Einwohner zählt Wien?

2. Welche Industriezweige sind in Wien gut entwickelt?

3. Warum nennt man Wien eine Kunststadt?

4. Welche Bauten sind die Wahrzeichen Wiens?

5. Warum ist die Ringstraße sehenswert?

6. Welche Sehenswürdigkeiten kann man in Wien noch besichtigen?

Die Schweiz

Die Schweiz liegt im südlichen Mitteleuropa und grenzt an die BRD, Österreich, Italien und Frankreich. Die Schweiz hat die Fläche von 41293 km² (einundvierzigtausendzweihundertdreiundneunzig Quadratkilo- metern). Die Bevölkerung des Landes zählt 6,6 Millionen Menschen. Die wichtigsten Landschaften der Schweiz sind die Alpen, das Mittelland und der Jura. Die Alpen nehmen 60 Prozent der Landesfläche ein. Hier gibt es viele Schneeberge, Gletscher, Bergseen. Die größten Seen des Landes sind der Genfer See und der Bodensee. Die Hauptstadt der Schweiz ist Bern. Im Land werden vier Sprachen gesprochen: die meisten Bewohner (65%) sprechen deutsch, andere französisch, italienisch, rätoromanisch. Die Schweiz ist ein Bundesland, das aus 26 (sechsundzwanzig) Kantonen und Halbkantonen besteht. Das Parlament heißt die Bundesversammlung. Seit 1815 betreibt die Schweiz die Politik der Neutralität. Die Schweiz ist ein entwickeltes Industrieland. Die wichtigsten Industriezweige sind Maschinen- und Motorenbau, chemische Industrie, Uhrenindustrie und Textilindustrie. Die Schweizer Uhren und Käse sind in der ganzen Welt bekannt. Die größten Industriezentren sind Bern, Basel und Zürich. In der Schweiz haben ihren Sitz viele internationale Organisationen:

der Internationale Postverein (Bern), das Internationale Olympische Komitee

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(Lausanne) und viele andere. In Genf finden oft internationale Kongresse und Konferenzen statt. Die Schweiz ist ein beliebtes Touristenland. Zahlreiche Seen, malerische Alpenwiesen, mildes Klima und schneebedeckte Berge machen das Land zu jeder Jahreszeit attraktiv.

die Bevölkerung der Gletscher die Bundesversammlung betreiben der Internationale Postverein

Fragen zum Text

1. Wo liegt die Schweiz?

население ледник Федеральное собрание проводить (политику) Международный почтовый союз

2. Welche Länder grenzen an die Schweiz?

3. Wie ist die Landschaft des Landes?

4. Wo liegen die wichtigsten Industriezentren?

5. Welche Waren aus der Schweiz sind weltbekannt?

6. Welche Politik betreibt die Schweiz?

7. Warum ist die Schweiz ein beliebtes Touristenland?

Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg liegt in Westeuropa. Die Nachbarstaaten sind im Osten die BRD, im Süden Frankreich, im Westen und im Norden Belgien. Luxemburg hat die Fläche von 2586 (fünfundzwanzighundertsechsundachtzig) km² (Quadratkilometern) und zählt 378400 (dreihundertachtundsiebzigtausendvierhundert) Einwohner. Die Hauptstadt und die Residenz des Großherzogs ist die Stadt Luxemburg, was “kleine Burg” bedeutet. Die Staatssprachen sind Französisch und Deutsch. Luxemburg ist ein hoch entwickeltes Industieland. Die wichtigsten Industriezweige sind verarbeitende Industrie, Maschinenbau, chemische Industrie und einige andere. Im Norden werden Weizen und Kartoffeln angebaut. Im Süden ist die Viehzucht gut entwickelt. Hier werden auch Wein und Obst angebaut. Luxemburg zieht viele Touristen an. Hier gibt es viel zu sehen:

landschaftliche Reize, historische Denkmäler. Über 20 Kilometer erstreckt

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sich der Luxemburgische Naturpark. Kleine Städte bewahren alte Burgen, Schlösser und Stadtmauer. Sehenswert ist auch die Hauptstadt mit ihrem großherzoglichen Palast, der Liebfrauenkirche und ihren Museen.

das Grossherzogtum der Reiz bewahren das Schloß

Fragen zum Text

Великое Герцогство очарование сохранять замок

1. Wo liegt das Großherzogtum Luxemburg?

2. Wieviel Einwohner zählt Luxemburg?

3. Warum ist Luxemburg ein Touristenland?

Liechtenstein

Der kleinste Staat, wo deutsch gesprochen wird, ist das Fürstentum Liechtenstein. Es ist etwa 158 km² (Quadratkilometer) groß und hat 29000 (neunundzwanzigtausend) Einwohner. Liechtenstein liegt im südlichen Mitteleuropa. Seine Nachbarstaaten sind: die Schweiz und Österreich. Die Hauptstadt ist Vaduz. An der Spitze dieses Staates steht der Fürst. Liechtenstein hat sein Parlament (den Landtag), das auf vier Jahre gewählt wird.

Liechtenstein ist ein hoch entwickelter Kleinstaat. Eine große Bedeutung hat die verarbeitende und optische Industrie. In der Landwirtschaft werden Rüben, Erbsen, Bohnen angebaut. Reizvolle Rhein- und Alpenlandschaften ziehen viele Touristen an. Hier gibt es historische Bauwerke und Museen, die viel Interessantes bieten. In der Hauptstadt ist das Schloß Vaduz sehenswert, wo die Residenz des Landesfürsten ist. Diese Burg stammt aus dem 14. (vierzehnten) Jahrhundert. Im Landesmuseum kann man sich mit der Geschichte und Kultur des Fürstentums bekanntmachen. Weltbekannt ist das Postmuseum, wo man eine einzigartige Briefmarkensammlung sehen kann. Die ersten Briefmarken wurden in Liechtenstein bereits im Jahre 1912 (neunzehnhundertzwölf) herausgegeben. Sie sind mit der Geschichte des Fürstentums verbunden. Die Briefmarken von Liechtenstein genießen guten Ruf unter den Philatelisten in der ganzen Welt.

das Fürstentum reizvoll sich bekanntmachen einzigartig guten Ruf genießen

Fragen zum Text

17

княжество очаровательный знакомиться неповторимый пользоваться хорошей славой

1. Wo liegt das Fürstentum Liechtenstein?

2. Wie groß ist seine Fläche?

3. Wieviel Einwohner zählt die Bevölkerung?

4. Welche Industriezweige sind in Liechtenstein gut entwickelt?

5. Was wird in der Landwirtschaft angebaut?

6. Warum zieht Liechtenstein viele Touristen an?

Muttertag

Der Mai ist ein richtiger “Muttermonat”. Die Deutschen feiern nicht nur Maria, Mutter Jesu. Sie feiern auch ihre Mütter, nämlich am zweiten Sonntag im Mai: das ist Muttertag. Vergessen kann das niemand. Wissen Sie aber, woher der Muttertag kommt? Schon vor 300 Jahren gab es einen Muttertag, zuerst in England, dann später auch in Amerika. Hier lebte eine Frau, die Anna Jarvis hieß und in Philadelfia wohnte. Sie schlug einmal vor, einen Muttertag zu feiern. Die so wichtige Arbeit der Mütter sollte mehr geachtet werden. Wenn jemand Ärztin, Lehrerin, Apothekarin ist, dann wird seine Arbeit bezahlt. Aber der Beruf, Mutter zu sein und die Arbeit für die Familie zu tun, wird am meisten nicht ernst genommen. Daran sollte also der Muttertag erinnern. Es wurde sogar eine Internationale Muttergesellschaft gegründet. In mehreren Ländern feiert man den Muttertag, seit 1922 auch in Deutschland. Und wie wird dieser schöne Tag gewöhnlich gefeiert? Die Mutter bekommt in vielen Familien das Frühstück ans Bett gebracht, oder der Vater und die Kinder decken festlich den Tisch. Die Kinder schenken vielleicht ein Bild, sagen ein Gedicht auf und sind den ganzen Tag besonders aufmerksam. Der Vater schenkt seiner Frau einen wunderschönen Blumenstrauß und lädt die Familie zum Essen ein, damit die Mutter nicht kochen muß. Vielleicht macht die Familie auch einen Ausflug.

Fragen zum Text

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1. Wann feiern die Deutschen den Muttertag?

2. Sollte der Muttertag erinnern, daß die Hausarbeit und die Familie für die Frau sehr wichtig ist?

3. Wie lange wird schon der Muttertag gefeiert?

4. Wie wird der Muttertag in Deutschland gefeiert?

Das Verkehrsnetz Deutschlands

Die erste Eisenbahn Deutschlands wurde 1835 gebaut und verkehrte zwischen Nürnberg und Fürth. Die Eisenbahnstrecke war damals ganze sechs Kilometer lang. Heute ist das deutsche. Eisenbahnnetz so lang, dass es fast einmal um die Erde reichen würde. Etwa die Hälfte davon ist elektrifiziert. Die Eisenbahn in Deutschland heißt die Deutsche Reichsbahn oder kurz - DR. Wer einmal Eisenbahn richtig spielen möchte, sollte nach Cottbus fahren. Hier betreiben Kinder Minibahn. Die erste Autobahn wurde 1932 zwischen Köln und Bonn eröffnet. Heute beträgt das Autobahnnetz Deutschlands rund 10 Tausend Kilometer. Alle Straßen der Bundesrepublik sind über 500 000 Kilometer. Es gibt in Deutschland ca 12 Flughäfen. Frankfurt am Main gehört mit 25 Millionen Passagieren im Jahr zu den 20 größten Flughäfen der Welt. Die größte Fluggesellschaft der Bundesrepublik ist die Lufthansa.

Fragen zum Text

1. Ist das Verkehrsnetz Deutschlands stark entwickelt?

2. Wann wurde die erste Eisenbahn Deutschlands gebaut?

3. Wie lang war die Eisenbahnstrecke damals?

4. Wie lang ist das deutsche Eisenbahnnetz jetzt?

5. Wie heißt die deutsche Eisenbahn?

6. Was befindet sich in der Stadt Cottbus?

7. Ist die DR vollig elektrifiziert?

8. Wann und wo wurde die erste Autobahn eröffnet?

9. Wie lang ist das Autobahnnetz Deutschlands heute?

10.Wie heißt die deutsche Fluggesellschaft?

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Das Leben der deutschen Jugend

Ein Drittel der Bevölkerung in der BRD sind junge Menschen im Alter bis zu 25 Jahren. In der Schule und später an Universitäten, Instituten und anderen Lehranstalten werden die Jugendlichen nach den neuesten Methoden und mit modernster Technik ausgebildet. Es ist aber für einen deutschen Jugendlichen nicht leicht, nach dem Studium oder der Lehre einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Arbeitslosenzahl steigt jedes Jahr und ist ein großes Problem. Aber es ist für einen jungen Menschen in Deutschland leicht, seine Freizeit interessant und sinnvoll zu verbringen. Überall stehen der Jugend Sportstätten, Jugendherbergen, Fitniszentren, Schwimmhallen und vieles andere zur Verfügung. In Bibliotheken, die alle Computer haben, können sich die Jugendlichen Bücher aus aller Welt ausleihen. In Deutschland ist es üblich, daß sich die jungen Leute das Geld für die Ferien oder den Urlaub selbst verdienen. Sie können in den Ferien herrliche Reisen machen und die ganze Welt kennenlernen. Ihre Englisch- und Französisch-Kenntnisse festigen und erweitern sie in England und Frankreich, ihr Italienisch in Italien und Spanisch in Spanien. Die Hauptinteressen der Jugendlichen sind Musik und Sport, für diese Hobbys verwenden sie all ihre Freizeit, Alle Jugendlichen besitzen ein Fahrrad, viele ein Motorrad, ein Auto. Die deutsche Jugend nimmt auch aktiv am gesellschaftlichen Leben teil und verteidigt ihre Rechte, ist Mitglied von Jugendorganisationen.

Fragen zum Text

1. Wie wird die deutsche Jugend gefördert? Was steht der deutschen Jugend zur Verfügung?

2. Welches Problem haben die Jugendlichen in Deutschland?

3. Wie verbringen die deutschen Jugendlichen ihre Freizeit?

4. Wie festigen und erweitern sie ihre Fremdsprachenkenntnisse?

Das Schulbildungswesen in Deutschland

Die Organisation der Schulen ist Sache der Bundesländer. Sie bestimmen die Zeit der Ferien und auch die Stundenpläne der Schulen. Allgemeine Bestimmungen sorgen dafür, daß ein gewisses Maß an Einheitlichkeit vorhanden ist.

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Das Schulsystem hat drei Stufen: die Primärstufe, die Sekundärstufe I und die Sekundärstufe II. Jungen und Mädchen, die am 30. Juni sechs Jahre alt sind, gehen im Herbst in die Schule. Zuerst kommen sie in die Grundschule. In der vierten Klasse ist die Grundschule zu Ende. Nun beginnt die Sekundärstufe, hier gibt es verschiedene Wege, Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Die Hauptschule umfaßt die Klassen fünf bis zehn, sie bereitet die Schüler auf einen praktischen Beruf vor. Die Realschule umfaßt auch die Klassen fünf bis zehn, stellt aber höhere Anforderungen an den Schüler. Wenn ein Schüler nach der Grundschule in ein Gymnasium kommt, so lernt er hier neun Jahre. Nach der Klasse dreizehn macht er das Abitur. Erst nach dem Abitur kann man auf eine Hochschule oder eine Universität gehen. Ein anderer Weg ist die Gesamtschule. Hier sind die oben genannten Schultypen zusammengefaßt. Die Schüler verlassen je nach Begabung die Schule früher oder später.

die Primärstufe die Sekundärstufe I die Sekundärstufe II die Grundschule die Realschule das Abitur machen die Gesamtschule

Fragen zum Text

первая ступень вторая ступень I вторая ступень II основная школа реальная школа сдавать экзамен на аттестат зрелости общая школа

1. Wer bestimmt die Organisation der Schulen in Deutschland?

2. Wieviel und welche Stufen hat das Schulsystem?

3. Mit wieviel Jahren geben die Kinder in die Schule?

4. Wann beginnt die Sekundärstufe?

5. Wodurch unterscheiden sich die Hauptschule und die Realschule?

6. Wann machen die Schüler das Abifur?

7. Was ist die Gesamtschule?

Johann Wolfgang Goethe

Der größte Dichter des deutschen Volkes, Johann Wolfgang Goethe, wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren. Er erhielt eine vielseitige und gründliche Bildung im Elternhaus. Der Vater selbst unterrichtete ihn und

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seine jündere Schwester in Geschichte, Literatur und fremden Sprachen. In Naturwissenschaft, Mathematik, Zeichnen und Musik wurden die Kinder von Fachlehrern unterrichtet. Später besuchte der junge Goethe die Leipziger Universität und schloß sein Studium der Rechte in Straßburg ab. In dieser Zeit schrieb er das “Heidenröslein”, den “Erlkönig” und andere Gedichte, die schnell überall bekannt wurden und den jungen Dichter berühmt machten. Mit dem Drama “Götz von Berlichingen” (1773) rebellierte er gegen den Despotismus der deutschen Fürsten. Er wurde zum Führer der Sturm-und-Drang- Bewegung, zu der junge Dichter gehörten, die in ihren Werken für die Befreiung der Persönlichkeit von der feudalen Unterdrückung kämpften. Unter den Gedichten Goethes, in denen seine fortschrittlichen Ideen besonders klar zum Ausdruck kommen, ist vor allem das dramatische Fragment “Prometheus” zu nennen. Von 1775 bis zu seinem Tode lebte Goethe am Hof des Herzogs von Weimar. Hier entstand seine berühmte Drama “Egmont” (1787). Hier entstand auch sein Lebenswerk – die Tragödie “Faust” (1. Teil – 1808, 2. Teil – 1831), an dem er mehr als halbes Jahrhundert gearbeiet hat. In der Weimarer Zeit schrieb Goethe auch viele herrliche Balladen. Manche von ihnen entstanden in den Jahren 1797 bis 1805, zur Zeit seiner engen Freundschaft mit Friedrich Schiller. Schon zu Goethes Lebzeiten verbreitete sich sein Ruhm über die ganze Welt. Weimar wurde durch ihn zu einem bedeutenden. Kulturzentrum, wo sich viele Künstler um den großen Denker und Dichter scharten. Goethe starb am 22. März 1832. Charakteristisch für Goethe ist die Vielseitigkeit seiner Begabung. Als Gelehrter hat er auf dem Gebiet der Naturwissenschaft Bedeutendes geleistet. Allgemein bekannt ist seine große Liebe und sein tiefes Verständnis für Musik und Malerei. Man kennt über zweitausend Zeichnungen von Goethe. Für die deutsche Literatur und Kultur und für die Entwicklung der deutschen Nationalsprache hat Goethes Leben und Schaffen eine hervorragende Bedeutung.

rebellieren die Sturm-und-Drang-Bewegung

sich um j-n scharen

протестовать

Литературное

натискгруппироваться вокруг кого-либо

движение Буря и

Fragen zum Text

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1. Wann und wo wurde J.W. Goethe geboren?

2. Wo erhielt er seine Bildung?

3. Wer unterrichtete ihn in Naturwissenschaft, Mathematik, Zeichnen und Musik?

4. Wo erhielt er seine weitere Bildung?

5. Welche Gedichte machten ihn berühmt?

6. Mit welchen Werken kämpfte er gegen den Despotismus der deutschen Fürsten?

7. Wann und wo entstand sein Drama “Egmont”?

8. Wo entstand “Faust”? Wie lange arbeitete er an seinem Lebenswerk?

9. Wann starb J.W. Goethe?

10. Für Goethe ist die Vielseitigkeit seiner Begabung charakteristisch, stimmt das?

11. Welche Bedeutung hat Goethes Leben und Schaffen für die deutsche Literatur und Kultur und für die Entwicklung der deutschen Nationalsprache?

*Volkswirtschaft und Weltwirtschaft

Eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik bleibt die Verringerung der Arbeitslosigkeit. Der Schlüssel zur Lösung des Problems der Arbeitsbeschäftigung liegt in höheren Investitionen. Um eine angemessene Rentabilität der Investitionen zu sichern, ist die Bundesregierung bemüht, die Eigenkräfte des Marktes zu stärken. Der Einfluß des Staates auf die Wirtschaft wird eingeschränkt, marktwidrige Regulierungen werden abgebaut. Das ermöglicht einen freieren Wettbewerb und erleichtert die Anpassung an neue Entwicklungen. Wichtige Impulse in diese Richtung gab die große Steuerreform, deren letzte Stufe 1990 wirksam wurde. Die Bundesrepublik bejaht den freien Welthandel und ist gegen jede Form von Protektionismus. Da sie rund ein Drittel ihres Bruttosozialprodukts exportiert, ist sie auf offene Märkte angewiesen. Für die deutsche Wirtschaft ist es lebenswichtig, den Europäischen Binnenmarkt auszubauen und sich außerhalb der Europäischen Gemeinschaft alte Märkte zu erhalten und neue zu erschließen.

Fragen zum Text

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2. Was ermöglicht einen freieren Wittbewerb und erleichtert die Anpassung an neue Entwicklungen?

3. Was bejaht die Bundesrepublik?

4. Was ist für die deutsche Wirtschaft lebenswichtig?

*Auf Tour mit “Jugendtourist”

Die Sommersaison steht vor der Tür und mit ihr neue Möglichkeiten des Reisens. Neue Horizonte auch beim Unternehmen Jugendtourist:Werner Krumbein, Direktor für Marketing/Werbung: Immer mehr Reisebüros bieten ihre Dienste und Touren an. Worauf setzt “Jugendtourist”? Auf ein gutes und preiswertes Angebot für junge Leute und Junggebliebene, also auch für über 30 jährige. Wir bieten Erlebnisse, also auch mit sportlicher Betätigung. Wir fahren nicht in die superteueren Hotels, wo fünf Sterne das Markenzeichen sind, sondern vor allem in Klubs, Feriensiedlungen mit gutem Komfort. Jede Reise beinhaltet ein Programm als echtes Angebot zum Mitmachen. Wohin geht es? Zum Beispiel nach Frankreich, Schweden, Spanien, Italien, Tunesien, Algerien, Bulgarien, Finnland. Es ist unmöglich, alles zu nennen. Wir versuchen, die unterschiedlichsten Wünsche und Hobbys zu befriedigen. Wer mit Bus und Fahrrad durch die Niederlande will, ist bei uns richtig. Angeln in Karelien ist genauso möglich wie individuelles Zelten in Griechenland. Für Schüler gibt es Sprachreisen nach England, aber nicht nur. Noch vor der Sommersaison wollen wir eine internationale Jugendfahrkarte für Bahnreisen durch Europa verkaufen, die bis zu 40 Prozent Ermäßigung verschafft. Individuelles Reisen wird in Zukunft noch stärker gefragt sein. Davon gehen wir aus, das besagen auch westeuropäische Erfahrungen. Deshalb wollen wir in diesem Bereich das Angebot erweitern, zum Beispiel über Ferienhäuser und -wohnungen, Wohnwagen, Campingplätze. Dazu bieten sich unter anderem Griechenland, Dänemark, Italien, Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien an. Wie sind die Preise bei “Jugendtourist”? Die Reisen werden zum Teil für Einkommensschwäche noch subventioniert. Buchen kann man unsere Reisen in den 200 Verkaufsstellen im ganzen Land. Wir wollen es so schnell wie möglich schaffen, daß jeder Interessierte jede Reise in jeder Filiale buchen kann.

preiswert das Angebot die Geselligkeit angeln zelten die Ermäßigung (die) Erfahrungen (Pl.) das Einkommen subventionieren

Fragen zum Text

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доступный по цене, недорогой предложение общение ловить рыбу поставить палатку скидка опыт доход выплачивать дотацию

1. Welche Möglichkeiten für den Aktivurlaub bietet “Jugendtourist” an?

2. Wohin geht es?

3. Wie sind die Preise bei “Jugendtourist”?

4. Wohnen die Urlauber in superteueren Hotels?

*Und wie werden in Städten Deutschlands Kommunalprobleme gelöst, zum Beispiel in Göttingen?

Wer Göttingen besucht, wird sein Augenmerk vorrangig auf das Kultur- und Bildungsleben dieser Stadt richten. Es wird neben den Einrichtungen der Universität Institute und Forschungsanstalten in großer Zahl finden. Mit dem Deutschen Theater verfügt Göttingen über eines der angesehensten Schauspielhäuser in der Bundesrepublik, mit dem Jungen Theater seit 1957 über eine zweite ehrgeizige Bühne. Das Göttinger Symphonieorchester ist in anderen Städten ebenso gefragt wie der Göttinger Knabenchor. Galerien, Museen, Archive, private Kulturinitiativen und zahlreiche kulturelle Großveranstaltungen ergänzen sich zu einem immer noch entwicklungsfähigen Kulturspektrum. Das reiche Kulturleben ist freilich nur ein Teil eines Freizeitangebots, das durch den Bau moderner Sportanlagen mehr und mehr an Attraktivität gewinnt. Wie auch durch große Wald- und Grünflächen im Stadtgebiet. Kommunalprobleme werden auch gelöst. Und wie? Eines der drängenden Probleme war der steigende Individualverkehr. Durch den Bau der Fußgängerzone hat die inzwischen verkehsberuhigte Innenstadt alte Attraktivität und damit Wohnwert zurückgewonnen. Parkplätze in zentraler innerstädtischer Lage mußten neuen Grün-und Freizeitflächen weichen. Das Parkraumangebot konnte durch den Bau mehrerer Parkhäuser dennoch

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erweitert werden. In drei großen Sanierungsgebieten entstanden und entstehen zum Teil neue, teilweise von Grund auf modernisierte Wohnungen. Es handelt sich überwiegend um Sozialwohnungen. Durch die Ausweisung verschiedener Baugebiete zum Bau von Eigenheimen konnte ein großer Teil der Nachfrage in den vergangenen Jahren gedeckt werden. Die Göttinger Verkehrsprobleme sind nicht über Nacht zu bewältigen. Dabei wird das Augenmerk darauf gerichtet, daß die Stadtlandschaft umweltfreundlich wird und bleibt, daß der Verkehr in Wohngebieten beruhigt und das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs verbessert wird.

das Augenmerk richten обратить внимание verfügen über etw. располагать чем-либо angesehen уважаемый

an Attraktivität gewinnen больше привлекать das drängende Problem актуальная проблема die Ausweisung зд. выдворение за пределы города

удовлетворять спрос уступать

das Parkraumangebot зд. количество крытых автостоянок das Parkhaus гараж sanieren оздоровлять; модернизировать das Sanierungsgebiet оздоровленный район, напр. пешеходная зона, из которой убран транспорт von Grund auf зд. полностью die Sozialwohnung льготная квартира для малообеспеченных (в домах, построенных частично за счёт государства) das Angebot зд. предложение, услуги

die Nachfrage decken weichen

Fragen zum Text 1. Wie können Sie das Kultur- und Bildungsleben der Stadt Göttingen charakterisieren? 2. Wie werden Kommunalprobleme gelöst?

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Fach- und gemeinverständliche Texte

*Zwei Wasserstoffarten

Während das gewöhnliche Wasser eine Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff mit dem Atomgewicht 1 ist, ist die zwei Art von Wasser eine Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff mit dem Atomgewicht 2. Diese Wasserstoffart wird als Deuterium und die Wasserart als schweres Wasser bezeichnet. Die zwei Wasserstoffarten unterscheiden sich voneinander durch den Bau der Atomkerne. Wenn Atome eines Elementes eine unterschiedliche Masse besitzen, so handelt es sich um Isotope dieses Elementes. Es ist bekannt, daß die meisten Elemente Isotope haben. Gewöhnlich kann man Unterschiede in den chemischen und physikalischen Eigenschaften der Isotope nicht feststellen. Die Wasserstoffisotope aber bilden eine Ausnahme. Da ihre Massenunterschiede sehr groß sind – das Deuterium besitzt die doppelte Masse -, so haben sie auch unterschiedliche Eigenschaften. Schweres Wasser findet in Atomkraftwerken Verwendung.

Fragen zum Text

1. Wie wird das Wasser mit dem Atomgewicht 2 bezeichnet?

2. Wodurch unterscheiden sich das gewöhnliche Wasser und das schwere Wasser?

3. In welchem Falle handelt es sich um Isotope eines Elementes?

4. Sind Unterschiede in den chemischen und physikalischen Eigenschaften der Isotope festzustellen?

5. Was bildet aber eine Ausnahme?

6. Warum haben die Wasserstoffisotope eine Ausnahme?

7. Wo wird schweres Wasser verwendet?

*Wasservorräte sind nicht grenzenlos

Das Problem der Umweltforschung und des Umweltschutzes beschäftigt heute die Wissenschaftler und Forscher aller Länder. Große Aufmerksamkeit schenkt man heute der Berechnung der Wasservorräte, ihrem Schutz und ihrer rationellen Nutzung.

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Es ist bekannt, daß Wasser drei Viertel der Oberfläche einnimmt. Es kommt in vielen chemischen Verbindungen vor und ist als Wasserdampf in der Atmosphäre vorhanden. Es gibt Oberflächen- und Grundwasser.

Wir wissen, daß Wasser lebensnotwendig ist. In den Kraftwerken dient es zur Erzeugung elektrischer Energie. Aber die Wasservorräte sind nicht grenzenlos, darum wird an dem Problem des Schutzes und der rationellen Nutzung der Wasservorräte intensiv gearbeitet. Es sind Maßnahmen zum Schutz und zur rationellen Nutzung der Wasservorräte auf der Erde erforderlich. Fragen zum Text

1. Für wen ist heute das Problem der Umweltforschung und des Umweltschutzes besonders wichtig?

2. Man schenkt heute große Aufmerksamkeit der Berechnung der Wasservorräte, ihrem Schutz und ihrer rationellen Nutzung, stimmt das?

3. Wo kommt das Wasser vor?

4. Ist das Wasser für unser Leben notwendig?

5. Wozu dient das Wasser in den Kraftwerken?

6. Warum arbeiten die Wissenschaftler und Forscher intensiv an dem Problem des Schutzes und der rationellen Nutzung der Wasservorräte?

M.W. Lomonossow

Michail Wassiljewitsch Lomonossow wurde im November 1911 im Dort Denissowka in der Nähe von Archangelsk geboren. Sein Vater war Tischler. Der junge Lomonossow mußte oft dem Vater helfen. Schon als Kind konnte Lomonossow lesen und schreiben. Er wollte studieren. Im Dezember 1730 verließ er sein Heimatdorf und ging zu Fuß nach Moskau. Erst nach drei Wochen erreichte er Moskau. Dort trat er in die Slawisch-Griechisch-Lateinische Akademie (die sogenannte Spasski- Schule) ein. An der Akademie studierte Lomonossow Latein, Arithmetik, Theologie und Philosophie. Er war einer der besten Schüler dieser Akademie und absolvierte sie erfolgreich. Dann fuhr er nach Petersburg. Dort wollte er an der Petersburger Akademie Naturwissenschaften studieren. Die Akademie schickte ihn 1736 zum Studium nach Deutschland, denn Rußland brauchte Ingenieure mit Kenntnissen auf dem Gebiet der Metallurgie und des Bergbaus, und in Rußland gab es zu jener Zeit keine Möglichkeit, diese Fächer zu studieren.

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In Deutschland studierte Lomonossow Chemie, Physik und Bergbau. Er beschäftigte sich auch mit Mineralogie. Nach seiner Rückkehr aus Deutschland begann Lomonossow mit eigenen wissenschaftlichen Forschungen. Er arbeitete hauptsächlich auf physikalisch-chemischem Gebiet. Er war nicht nur Theoretiker, sondern auch ein bedeutender Praktiker. Er wiederholte oft: “Ein echter Chemiker muß Theoretiker und Praktiker sein”.

Fragen zum Text

(Fortsetzung folgt)

1. Wann und wo wurde Lomonossow geboren?

2. Was war sein Vater?

3. Wann verließ Lomonossow sein Heimatdorf?

4. Warum verließ er sein Heimatdorf?

5. Wie ging er nach Moskau?

6. Wann erreichte er Moskau?

7. Wohin trat Lomonossow ein?

8. Welche Fächer studierte Lomonossow an der Akademie?

9. Wie absolvierte er die Akademie?

10. Was wollte Lomonossow an der Petersburger Akademie studieren?

11. Wohin schickte die Akademie Lomonossow?

12. Warum schickte ihn die Akademie nach Deutschland?

13. Was machte Lomonossow nach seiner Rückkehr aus Deutschland?

14. Was machte Lomonossow nach seiner Rückkehr aus Deutschland?

15. Auf welchem Gebiet arbeitete er hauptsächlich?

16. Was wiederholte Lomonossow oft?

M.W. Lomonossow (Fortsetzung) Schon in den ersten Jahren seiner wissenschaftlichen Tätigkeit führte Lomonossow mit primitiven Hilfsmitteln wichtige experimentelle Forschungen durch. Er brauchte aber ein gut eingerichtetes Labor mit modernen Geräten. Im Sommer 1748 begann man endlich ein solches Laboratorium zu bauen. Lomonossow arbeitete in seinem Laboratorium an der Darstellung der notwendigen Reagenzien: Salze, Säuren, Basen usw., an der Gewinnung mineralischer Farbstoffe und machte auch umfangreiche Forschungen zur Herstellung von Mosaikgläsern.

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Als erster verstand er die enge Verbindung zwischen Chemie und Physik und begründete an Hand seiner Forschungen eine neue Wissenschaft – die physikalische Chemie. Er entdeckte das Gesetz der Erhaltung der Masse, ein allgemeines Naturgesetz. Lomonossow arbeitete auch auf dem Gebiet der Astronomie, Geographie und Geologie. Er beschäftigte sich mit der Erforschung der Sprache und schrieb eine russische Grammatik. Lomonossow starb am 4. April 1765. Sein ganzes Leben lang wollte er vor allem den einfachen Menschen sein Wissen vermitteln. Er nahm aktiv an der Gründung der Moskauer Universität teil. Diese Universität wurde zu einem bedeutenden Zentrum der Wissenschaft. Seit 1940 trägt sie stolz seinen Namen.

Herstellung von Mosaikgläsern das Reagens (die Reagenzien ) das Salz (die Salze) die Säure (die Säuren) die Base (die Basen)

Fragen zum Text:

изготовление мозаичных стекол реактив соль кислота основание

1. Was brauchte Lomonossow für seine wissenschaftliche Tätigkeit?

2. Wann begann man das Laboratorium zu bauen?

3. Womit beschäftigte sich Lomonossow in seinem Labor?

4. Was verstand er als erster?

5. Welche Wissenschaft begründete Lomonossow?

6. Welches wichtige Naturgesetz entdeckte er?

7. Auf welchen Gebieten arbeitete Lomonossow?

8. Was gründete Lomonossow in Moskau?

9. Wann starb Lomonossow?

Dmitri Iwanowitsch Mendelejew

Dmitri Iwanowitsch Mendelejew wurde am 27. Januar 1834 in Tobolsk geboren. Im Haus seiner Eltern versammelte sich oft die progressive Intelligenz. Mit 16 Jahren beendete Mendelejew die Schule und begann in Tobolsk in einer kleinen Glasfabrik, die seine Mutter leitete, zu arbeiten. Die Mutter wollte aber, dass ihr Sohn weiter studiert, und die Familie zog deshalb bald

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nach Petersburg. Dort studierte Mendelejew Physik und Mathematik am pädagogischen Institut . Er hatte hervorragende Lehrer, so z.B. den Physiker Lenz, den Chemiker Woskressenski und den Mathematiker Ostrogradski. Nach Beendigung des Instituts arbeitete er in Simferopol. In dieser Zeit veröffentlichte er seine Arbeit über spezifische Volumina, in der er die Ergebnisse seiner letzten Untersuchungen zusammenfaßte. Im Jahre 1856 begann Mendelejew an der Petersburger Universität zu arbeiten. Drei Jahre später fuhr er nach Heidelberg (Deutschland). Dort arbeitete er im Labor von Bunsen und Kirchhof, die damals die Spektranalyse entdeckten. Zu dieser Zeit gehören auch zwei andere Arbeiten Mendelejews:

“Über die molekulare Kohäsion von Flüssigkeiten” und “Über die Ausdehnung homologer Flüssigkeiten”. Hier behandelte er sehr wichtige Probleme. Im Jahre 1863 wurde Mendelejew in Petersburg Professor für technische Chemie und 1867 für reine (unorganische) Chemie. In seiner Arbeit “Über die Bezeichnungen der Eigenschaften zu den Atomgewichten der Elemente”, die zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört, legte er zum ersten Mal die Grundlagen eines Periodensystems der chemischen Elemente dar, das die weitere chemische Forschung stark beeinflußte. Mendelejew starb im Jahre 1907. Seine Tätigkeit war vielseitig. Er beschäftigte sich unter anderem auch mit den Problemen der Erdölverarbeitung und Entwicklung der Kohlenindustrie und Metallurgie. Sein Lehrbuch “Grunlagen der Chemie” erschien nicht nur in russischer, sondern auch in deutscher und französicher Sprache.

mit 16 Jahren die Spektralanalyse die Kohäsion homolog

Fragen zum Text

шестнадцати лет, в шестнадцать лет спектральный анализ сцепление гомологический

1. Wann und wo wurde D.I. Mendelejew geboren?

2. Mit wieviel Jahren beendete er die Schule?

3. Warum zog die Familie Mendelejews nach Petersburg?

4. Was studierte Mendelejew dort?

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1. Wo arbeitete Mendelejew nach Beendigung des pädagogischen Instituts?

2. Wann begann er an der Petersburger Universität zu arbeiten?

3. Wohin fuhr er drei Jahre später?

4. In wessen Labor arbeitete Mendelejew in Deutschland?

5. Was war das Hauptthema der Karlsruher Chemikertagung?

6. In welcher Arbeit legte Mendelejew die Grundlagen des Periodensystems der chemischen Elemente dar?

7. Wann starb er?

8. Welche Arbeiten von Mendelejew kennen Sie?

*Der Erfinder des Dieselmotors

Der Dieselmotor, nach seinem Erfinder Rudolf Diesel benannt, findet in stationären Kraftanlagen, auf Schiffen, in Kraftwagen und Flugzeugen Verwendung. Im Schiffs- und Eisenbahnverkehr sind die Dieselmotoren zum ersten Mal in Rußland eingesetzt worden (Dieselmotorschifte und -lokomotiven). Im Gegensatz zum üblichen Verbrennungsmotor, in dessen Zylinder ein Brennstoff-Luft-Gemisch eingesaugt und verdichtet wird, wird im Zylinder des Dieselmotors nur reine Luft eingesaugt und erst im Moment der höchsten Verdichtung der Brennstoff (Rohöl) eingespritzt. Die Vorzüge des Dieselmotors gegenüber dem Verbrennungsmotor sind: höherer Wirkungsgrad und geringer Verbrauch billiger, nicht explosibler Brennstoffe. Rudolf Diesel wurde 1858 in einer deutschen Handwerkerfamilie in Frankreich geboren. 1876 nahm er das Studium an der Polytechnischen Hochschule in München auf, um Ingenieur zu werden. In den Vorlesungen, die er besuchte, wurde darauf hingewiesen, wie unwirtschaftlich die Dampfmaschine ist. Und der junge Student Diesel beschloß, eine bessere Kraftmaschine zu bauen. Er verbesserte den Verbrennungsmotor und schuf den nach ihm benannten Motor mit höherem Wirkungsgrad. Der Dieselmotor ist noch heute die wirtschaftlichste aller Kraftmaschinen, die bis zu 35% der im Kraftstoff enthaltenen Energie nutzbar macht. Das ist zwar weniger, als Diesel erreichen wollte, aber viel mehr, als die übrigen Kraftmaschinen leisten. Hinzu kommt noch, daß der Dieselmotor mit billigen Brennstoffen arbeitet, mit denen der

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Verbrennungsmotor nicht laufen würde, keine Zündanlage braucht, einfach, zuverlässig und betriebssicher ist.

Fragen zum Text

1. Wo und wann wurde Diesel geboren?

2. Wer war sein Vater?

3. An welcher Hochschule studierte Diesel?

4. Was beschloß Diesel bereits als Student?

5. Welchen Motor verbesserte Diesel?

6. Gelang es Diesel, einen Motor mit höherem Wirkungsgrad zu schaffen?

7. Ist der Dieselmotor auch heute noch die wirtschaftlichste Kraftmaschine?

8. Welche Vorzüge weist der Dieselmotor auf?

*Frédéric und Irene Joliot-Curie

Frédéric Joliot-Curie wurde am 19. März 1900 in Paris geboren. 1923 absolvierte er die Pariser Hochschule für Physik und industrielle Chemie. Im Jahre 1925 begann er am Radium-Institut der Pariser Universität als Assistent von Marie Sklodowska-Curie zu arbeiten. Hier lernte er Irene, die Tochter von Marie und Pierre Curie, kennen. Sie wurde später seine Frau. Frédéric Joliot-Curie und seine Frau Irene beschäftigten sich vor allem mit der Erforschung der radioaktiven Elemente. Im Jahre 1930 entdeckten sie eine neue Strahlenart, die aus nicht elektrisch geladenen Teilchen besteht. Diese Teilchen erhielten die Bezeichnung Neutronen und wurden zu einem wichtigen Hilfsmittel der experimentellen Physik. Frédéric und Irene Joliot-Curie erforschten die Eigenschaften der Neutronen. Wenige Jahre später machten Frédéric und Irene Joliot-Curie eine äußerst wichtige Entdeckung, die für die weitere Entwicklung der Wissenschaft von größter Bedeutung war: sie stellten auf künstlichem Wege radioaktive Isotope her. Für diese hervorragende Leistung wurden sie 1935 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Frédéric Joliot-Curie war ein Wissenschaftler, der um die friedliche Anwendung der wissenschaftlichen Entdeckungen kämpfte. Sein ganzes Leben war mit dem Kampf für den Frieden verbunden. Während des zweiten Weltkrieges nahmen Frédéric und Irene Joliot- Curie am Kampf gegen die faschistischen Okkupanten aktiv teil. Frédéric

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Joliot-Curie gründete und leitete eine illegale Organisation und stellte in seinem Laboratorium Sprengstoffe für die Partisanen her. Nach dem Kriege baute er den ersten Uranreaktor für wissenschaftliche Zwecke. Im April 1949 wurde der berühmte Gelehrte Präsident des Weltfriedensrates und setzte bis zu seinem Tod den Kampf für den Frieden und für die friedliche Anwendung der Atomenergie fort.

Fragen zum Text

1. Wann und wo wurde Frédéric Joliot-Curie geboren?

2. Was absolvierte er?

3. Wo lernte er seine Frau kennen?

4. Womit beschäftigten sie sich vor allem?

5. Was entdeckten diese Gelehrten im Jahre 1930?

6. Was erforschten sie?

7. Wann und wofür wurden Frédéric und Irene Joliot-Curie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet?

8. Wie kämpften diese Gelehrten während des zweiten Weltkrieges gegen die Faschisten?

9. Womit war das Leben von Frédéric Joliot-Curie verbunden?

Список использoванной литературы:

1. Бориско Н.Ф. Бизнес-курс немецкого языка: Словарь-справочник. – 2-е изд., испр. и доп. – Киев: Логос, 1997

2. Гумилёва М.В. Учебник немецкого языка для технических вузов. – 7-е изд., испр. – М.: Высш. шк., 1987

3. Зорина Н.В. Deutsch-Kommunikativ. -М., 1994

4. Кулыгина В.Ф. Учебник немецкого языка для студентов химических факультетов / В.Ф. Кулыгина, Л.В. Малышева. – М.:

МГУ, 1974

5. Dr. Arno Kappler, Adriane Grevel M.A. Tatsachen über Deutschland. Societäts-Verlag, Frankfurt-Main, 1993

6. Овчинникова А.В. Тесты по немецкому языку / А.В. Овчинникова, А.Ф. Овчинников. – M.: «ЛИСТ», 1997

7. Морохова Н.З. Устные темы по немецкому языку. – М.:

«Аквариум», 1997

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Составители

Татьяна Николаевна Мишина Людмила Ивановна Посевкина

Тексты для самостоятельного чтения

(немецкий язык)

Методические указания для студентов заочного отделения всех специальностей

Редактор З.М. Савина

Подписано в печать 11.02.03. Формат 60×84/16. Бумага офсетная. Отпечатано на ризографе.

Уч. изд. л. 2,0. Тираж 100 экз. Заказ ГУ КузГТУ 650026, Кемерово, ул. Весенняя, 28. Типография ГУ КузГТУ. 650099, Кемерово, ул. Д. Бедного, 4а.

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