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Frank Castorf – Wikipedia 1

Frank Castorf
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Frank Castorf (* 17. Juli 1951 in Berlin[1]) ist ein deutscher Regisseur und Intendant der Volksbühne Berlin.

Inhaltsverzeichnis
1 Leben
2 Theaterarbeit
3 Ensemble
4 Inszenierungen (Auswahl)
5 Auszeichnungen
6 Literatur
7 Weblinks
8 Anmerkungen

Leben
Castorf absolvierte von 1969 bis 1970 eine Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn und beschloss diese mit einem
Facharbeiterabschluss.[1] Nach dem Wehrdienst bei den Grenztruppen der NVA studierte er von 1971 bis 1976
Theaterwissenschaftbei Ernst Schumacher, Rudolf Münz und Joachim Fiebach an der Humboldt-Universität zu Berlin.[2] Das
Thema seiner Diplomarbeit lautete: „Grundlinien der ‚Entwicklung‘ der weltanschaulich-ideologischen und künstlerisch-
ästhetischen Positionen Ionescos zur Wirklichkeit“ und wurde mit der Note „sehr gut“ bewertet.[2]

Von 1976 bis 1979 war er Dramaturg am BergarbeitertheaterSenftenberg und 1979–1981 Regisseur am Stadttheater
Brandenburg (Havel).[1][3] Von 1981–1985 war Castorf Oberspielleiteram Theater Anklam.[1] Dort wurde 1984 seine
Inszenierung von Bertolt Brechts Trommeln in der Nacht auf Druck der SED-Kreisleitung abgesetzt. Es kam zu einem
Disziplinarverfahrenund er wurde fristlosentlassen.[4] In der Folgezeit arbeitete Castorf unter anderem für das Schauspielhaus
Karl-Marx-Stadt, das Neue Theater Halle, die Volksbühne Berlin und das Deutsche Theater Berlin. Seine Inszenierung von
Der Volksfeind (Henrik Ibsen) wurde mit einer Einladung zum Theaterfestivalder DDR bedacht.[1]

Bereits vor der Wende durfte er 1989 an westdeutschen Bühnen, unter anderem am Bayerischen Staatsschauspielin München
(Miss Sara Sampson von Gotthold Ephraim Lessing) und am Schauspiel Köln (Hamlet von William Shakespeare),
inszenieren.[5] 1990 wurde er Hausregisseur am Deutschen Theater Berlin.[3] Seine dortige Inszenierung von Ibsens „John
Gabriel Borkmann“ erhielt 1991 eine Einladung zum Berliner Theatertreffen.[6] Kontroversen löste Castorf mit seiner Basler
Version von Wilhelm Tell (Friedrich Schiller) zum Schweizer 700-Jahr-Nationaljubiläumaus, in der er mit dem
Selbstverständnisder Schweiz abrechnete und Parallelen zwischen der Schweiz und der DDR zog.[1][7] Seit 1992 wirkt
Castorf als Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte; er verlängerte seinen Vertrag zuletzt 2012 bis
zum Jahr 2016.[1][3] Das Haus erhielt 1993 gleich im ersten Jahr seiner Intendanz den von der Zeitschrift„Theater heute“
ausgelobten Titel als „Theater des Jahres“.[1]

1994 wurde er mit dem Fritz-Kortner-Preis ausgezeichnet.[8] 1998 lieferte er in Basel mit Otello (Giuseppe Verdi) seine erste
Operninszenierung ab.[9] Im Jahr 2000 erhielt er gemeinsam mit dem Schauspieler Henry Hübchen den Theaterpreis Berlin
der Stiftung Preußische Seehandlung und eine Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis, 2002 den Schillerpreisder Stadt
Mannheim; 2003 wurde er mit dem Preis des InternationalenTheaterinstituts(ITI) und dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner
Morgenpost ausgezeichnet.[1] Die ZeitschriftTheater heute wählte Castorf in den Jahren 2002 und 2003 zum „Regisseur des
Jahres“.

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Im Jahr 2004 war Castorf neben seiner Tätigkeit als Intendant an der Berliner Volksbühne auch kurzzeitig künstlerischerLeiter
der RuhrfestspieleRecklinghausen, als der er jedoch bereits einen Monat nach der EröffnungspremiereGier nach Gold (Frank
Norris) aufgrund eines erheblichen Einbruchs der Zuschauerzahlen vom Aufsichtsrat vorzeitig entlassen wurde.[10] Die
Entlassung wurde im Feuilleton breit diskutiert. Ein Rechtsstreit, den Castorf nach seiner Entlassung gegen die Ruhrfestspiele
anstrengte, wurde Anfang 2005 nach einer Schlichtung eingestellt; es wurden zwei Kooperationen zwischen der Volksbühne
und dem Festival vereinbart und die Träger der Ruhrfestspiele, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Stadt
Recklinghausen, gestanden Castorf Fortzahlung eines Teils des Gehalts zu.[11 ]

2013 wird er zum 200. Geburtstag Richard Wagners bei den 102. Bayreuther Festspielen den Ring des Nibelungen
inszenieren. Die musikalischeLeitung hat Kirill Petrenko.

Theaterarbeit
Castorfs Inszenierungen können dem zugerechnet werden, was seit einigen Jahren, sowohl in der Theaterwissenschaftals auch
im Feuilleton, als postdramatischesTheater bezeichnet wird. So liegt seinen Inszenierungen und seiner Arbeitsweise in der
Regel eine Haltung zugrunde, die sich wesentlich vom „normalen“ Arbeitsprozess unterscheidet. Castorf gebraucht eine
literarischeVorlage zumeist, um durch biographische Details, Verfremdungsmittel wie Unsinn, Slapstick, Derbheiten eine
eigenartige, „private“ Sicht auf das Treiben seiner Schauspieler auf der Bühne zu erzeugen, was Castorf regelmäßig den
Vorwurf einbrachte, ein „Stückezertrümmerer“ zu sein und konservative Theatergänger auf die Barrikaden rief. Ein
Hauptmittelhierzu spielt seit einigen Jahren der intensive, experimentelleGebrauch von Videokameras und Leinwänden, die
eine eigenartige Wahrnehmungsperspektive ermöglichen. Trotz aller Kritik, die von verächtlicherPolemik bis zur
intellektuellenAuseinandersetzung reicht, genießt die Berliner Volksbühne unter Castorfs Leitung seit Jahren so etwas wie
Kultstatus, insbesondere unter jüngeren Leuten, die den Theaterbesuch regelmäßig als „Party-Ersatz“ wahrnehmen. Darüber
hinaus darf Castorfs Theaterarbeit als ernstzunehmende und richtungsweisende Experimentalästhetikgelten, die seit Beginn
seiner Intendanz im Jahr 1992 bundesweit für neue Tendenzen ausschlaggebend gewesen ist, so etwa in der Frage nach der
Ästhetik eines politischen Theaters. In diesem Zusammenhang sorgte eine Äußerung Castorfs für einen Skandal, nach der er
sich nach Stahlgewittern sehne, worunter nichts anderes gemeint war, als dass Emotionalität, unmoralische Aggressionen und
die Intensitätphysischer Erfahrungen zu seinem Programm und seiner „Sehnsucht“ gehörten, was die westdeutsche Presse
allgemein als „faschistoidesGedenke“ verurteilteund Castorf in einem Atemzug mit dem Regisseur Einar Schleef erwähnte.

Es geht Castorf laut eigener Aussage darum, einen Zustand von „einmaligerRealität“ auf der Bühne herstellen zu können, so
dass die Probleme, Schicksale und Zustände der Figuren auch immer als Zustände, Schicksale und Probleme der Schauspieler
begriffen werden und so auf menschlich greifbare Weise ihre Wirkung zeigen. Das bedeutet nicht, dass die Schauspieler
dieselben Sorgen tragen, aber sie müssen sie „lebendig“ vermittelnkönnen. Einfühlung oder verfremdendes Spiel wie bei
Stanislawski oder Brecht interessierenCastorf nicht; er glaubt nicht an die Möglichkeit einer mimetischenWiedergabe von
Weltzuständen auf der Bühne und will kein „als-ob-Theater“ inszenieren. Stattdessen suchen seine Schauspieler durch
physische Höchstanstrenungen diesen Zustand zu erreichen, so dass sich der „Sinn“ von selbst, in der wahrnehmenden
Haltung des Zuschauers, einstellt. Den Schauspielern wird hierfür bereits auf Proben die Möglichkeit gegeben, sich so weit als
möglich auf experimentelleWeise mit den Vorgaben auseinanderzusetzen, um so spontane Spielzustände und Momente der
"Echtheit" ausprobieren zu können. Insofern unterscheidet sich Castorfs Probenarbeit deutlich von konventionellen
Probenprozessen, die von einem leitenden Regisseur kontrolliertwerden. Gleichwohl behält sich Castorf ausdrücklich das
Recht auf Zustimmung oder Ablehnung von Einfällen, Ideen, Anreicherungen oder Spielweisen vor.

Die „Komplexität der Welt“ wird auf der schriftlichenGrundlage von Dramen oder seit einigen Jahren auch Romanen der
Weltliteraturthematisiert. Autoren wie Dostojewski, Bulgakow, Tennessee Williams, Pitigrilliaber auch Heiner Müller oder
Bertolt Brecht liefern den Stoff für Castorfs Inszenierungen. Die Texte liefern jedoch lediglich Versatzstücke und werden nach
persönlichen Vorlieben zensiert, gekürzt, größtenteilsdurch Assoziationsmaterial, Filmzitate, fremde Dramen, politische Reden
oder Manifeste, philosophische Texte oder Songs ergänzt und verfremdet. Eine komplexe gesellschaftlicheoder
anthropologische Dimension eines Romantextes etwa wird durch entsprechende Inszenierungsmittelauf eine „menschlich-
nahe“ Ebene reduziert, die erzählbar und verständlich ist und so implizitdie große Idee, etwa Politik, auf „menschliche“ Weise
vermittelt.

Ensemble
Künstler, mit denen Castorf regelmäßig arbeitet, beziehungsweise bereits gearbeitet hat, sind u.a.:

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Kathrin Angerer
Hendrik Arnst
Herbert Fritsch
Corinna Harfouch
Carl Hegemann (Dramaturg)
Marc Hosemann
Henry Hübchen
John Henry Nijenhuis/Sir Henry (Komponist, Musiker, Pianist)
Steve Binetti (Musiker, Gitarrist)
Astrid Meyerfeldt
Birgit Minichmayr
Milan Peschel
Silvia Rieger
Sophie Rois
Alexander Scheer
Bernhard Schütz
Matthias Schweighöfer
Jeanette Spassova
Volker Spengler
Joachim Tomaschewsky
Axel Wandtke
Martin Wuttke
Karin Ugowski

Inszenierungen (Auswahl)
[Quellen: Die Liste der Inszenierungen bis 1995 folgt, soweit nicht anders angegeben, dem Regieverzeichnis bei Jürgen
Balitzki: Castorf, der Eisenhändler. Theater zwischen Kartoffelsalatund Stahlgewitter. 1995, S. 234–237; danach bis
einschließlich2012 basierend auf Presseberichtender Frankfurter Allgemeinen Zeitung („Schauspielpremieren“), ergänzt um
Angaben aus dem Munzinger-Archiv sowie Besprechungen von nachtkritik.de (ab 2007)]

1978: Oh nach Berthold Brecht, BergarbeitertheaterSenftenberg; Tüchtige Leute von Wassili Schukschin, Theater
Greifswald; Golden fließt der Stahl von Karl Grünberg (Regie mit Manfred Rafeldt), StadttheaterBrandenburg
1980: Die Forschungsreise des Professors Taratoga von Stanislaw Lem, StadttheaterBrandenburg
1981: Die Nacht nach der Abschlußfeier, Theater Anklam
1982: Die Schlacht von Heiner Müller, Theater Anklam; Othello von William Shakespeare, Theater Anklam
1983: Der Auftrag von Heiner Müller, Theater Anklam
1984: Trommeln in der Nacht von Berthold Brecht, Theater Anklam
1985: Nora oder ein Puppenheim von Henrik Ibsen, Theater Anklam
1986: Clavigo von Johann Wolfgang von Goethe, Theater Gera; Der Bau von Heiner Müller, Theater Karl-Marx-Stadt;
Bernarda Albas Haus von Federico García Lorca, neues theater Halle
1988: Ein Volksfeind von Henrik Ibsen, Theater Karl-Marx-Stadt; Wolokolamsker Chaussee I-IV von Heiner Müller
nach Alexander Alfredowitsch Bek, Kleist-Theater, Frankfurt (Oder); Das trunkene Schiff von Paul Zech, Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz (3. Stock), Berlin
1989: Hamlet von William Shakespeare, Schauspiel Köln; Aias von Sophokles, Theater Basel; Miss Sara Sampson von
Gotthold Ephraim Lessing, PrinzregententheaterMünchen
1990: Stella von Johann Wolfgang von Goethe, Deutsches Schauspielhaus Hamburg; Räuber von Friedrich Schiller,
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; John Gabriel Borkmann von Henrik Ibsen, Deutsches Theater Berlin
(Kammerspiele)
1991: Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, Theater Basel; Torquato Tasso von Johann Wolfgang von Goethe,
Bayerisches Staatsschauspiel(Residenztheater (München))
1992: Hermes in der Stadt von Lothar Trolle, Deutsches Theater Berlin; König Lear von William Shakespeare,
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Rheinische Rebellen von Arnolt Bronnen, Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz, Berlin; Fremde in der Nacht von Jochen Berg, Kino Babylon, Berlin
1993: Clockwork Orange nach Anthony Burgess, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Alkestis von
Euripides in der Übersetzung von Dietrich Ebener, Wiener Festwochen (Messepalast) / Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz, Berlin; Die Frau vom Meer von Henrik Ibsen, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
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1994: Pension Schöller/Die Schlacht nach Carl Lauf bzw. Wilhelm Jacobi/Heiner Müller, Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz, Berlin; Die Sache Danton von Stanislawa Przybyszewska, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz,
Berlin
1995: Raststätte oder Sie machen’s alle von Elfriede Jelinek, Deutsches Schauspielhaus Hamburg; Die Nibelungen I –
Born Bad nach Friedrich Hebbel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Die Nibelungen II – Born Bad nach
Friedrich Hebbel, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Pelmeni von Wladimir Georgijewitsch Sorokin,
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Prater), Berlin; Gescheiterte Vorstellung von Daniil Charms, Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz (Prater), Berlin
1996: Herr Puntila und sein Knecht Matti von Berthold Brecht, Deutsches Schauspielhaus Hamburg; Golden fließt der
Stahl / Wolokolamsker Chaussee von Karl Grünberg bzw. Heiner Müller, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz,
Berlin; Der Auftrag von Heiner Müller, Berliner Ensemble; Des Teufels General von Carl Zuckmayer, Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Der Marquis de Sade von Charles Méré, Schauspielhaus Bochum
1997: Die Weber von Gerhart Hauptmann, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Die Fledermaus nach
Johann Strauß, Deutsches Schauspielhaus Hamburg; Schwarze Fahnen von August Strindberg, Stockholm;
Trainspotting nach Irvine Welsh, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
1998: Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Krähwinkel
Freiheit von Johann Nestroy, Burgtheater Wien; Terrordrom von Tim Staffel (Uraufführung), Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz, Berlin
1999: Richard II. von William Shakespeare, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Prater in der Kastanienallee),
Berlin; Dämonen von Fjodor Dostojewski, Wiener Festwochen (Burgtheater); Die Tochter der Luft. Nach Calderón
von Hans Magnus Enzensberger, Burgtheater Wien; Heinrich VI. von William Shakespeare, Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz (Prater), Berlin; Caligula von Albert Camus, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
2000: Vaterland von Robert Harris (Uraufführung), Deutsches Schauspielhaus Hamburg; Endstation Sehnsucht von
Tennessee Williams, Salzburger Festspiele (Landestheater); Elementarteilchen nach Michel Houellebecq, Volksbühne
am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2001: Berlin Alexanderplatz nach Alfred Döblin, Schauspielhaus Zürich (Schiffbauhalle); Die Erniedrigten und die
Beleidigten von Fjodor Dostojewski, Wiener Festwochen (MuseumsquartierHalle E)
2002: Der Idiot von Fjodor Dostojewski, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Der Meister und Margarita
nach Michail Bulgakow, Wiener Festwochen / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2003: Trauer muss Elektra tragen von Eugene O’Neill, Schauspielhaus Zürich; Forever Young (Süßer Vogel Jugend),
Wiener Festwochen / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2004: Kokain nach Pitigrilli(Uraufführung), Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Gier nach Gold von Frank
Castorf nach Frank Norris, RuhrfestspieleRecklinghausen / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Brüder zur
Sonne zur Freiheit. Ein Arbeiterliederabendohne Verdi von Frank Castorf und Franz Wittenbrink (Regie mit Franz
Wittenbrink) (Uraufführung), RuhrfestspielhausRecklinghausen; Meine Schneekönigin von Frank Castorf nach Hans
Christian Andersen (Uraufführung), Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2005: Marterpfahl von Friedrich von Gagern, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Schuld und Sühne von
Fjodor Dostojewski, Wiener Festwochen (Theater an der Wien)
2006: Im Dickicht der Städte von Berthold Brecht, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Meistersingernach
Richard Wagner und Ernst Toller, Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg und andere
2007: Norden von Louis-Ferdinand Céline, Wiener Festwochen (Halle E im Museums-Quartier); Der Jasager/Der
Neinsager nach Bertolt Brecht und Kurt Weill, Berlin; Emil und die Detektive nach Erich Kästner (2 Fassungen: ab 9
und ab 17 Jahren), Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2008: Fuck off, Amerika nach Motiven von Eduard Limonow, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Die
Maßnahme/Mauser nach Berthold Brecht bzw. Heiner Müller, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin;
FaustFaustFaust nach Johann Wolfgang von Goethe und anderen, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin;
Hunde - Reichtum ist die Kotze des Glücks nach „Die Spürhunde“ von Sophokles, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-
Platz, Berlin; Kean ou Désordre et Génie par Alexandre Dumas et Die Hamletmaschine par Heiner Müller,
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Jakob Lenz von Wolfgang Rihm (Oper), Wiener Festwochen
(MuseumsQuartier)
2009: Hulla di Bulla bzw. Amanullah Amanullah[12] nach Franz Arnold und Ernst Bach, Volksbühne am Rosa-
Luxemburg-Platz (Prater), Berlin; Medea von Seneca, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Agora), Berlin; Ozean
von Friedrich von Gagern (Uraufführung), Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2010: Der Hofmeister von Jakob Michael Reinhold Lenz, Schauspielhaus Zürich (Schiffbau); Die Soldaten von Jakob
Michael Reinhold Lenz, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Nach Moskau, nach Moskau nach Anton
Tschechow, Wiener Festwochen (MuseumsquartierHalle E); Das Badener Lehrstück vom Einverständnis von Bertolt

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Brecht und Paul Hindemith, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Der Kaufmann von Berlin von Walter
Mehring, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
2011: Die schwarze Spinne von Jeremias Gotthelf, Schauspielhaus Zürich; Der Spieler von Fjodor Dostojewski, Wiener
Festwochen (Theater an der Wien); Kasimir und Karoline von Ödön von Horváth, Bayerisches Staatsschauspiel
(Residenztheater)
2012: Die Marquise von O.... von Heinrich von Kleist, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; Amerika nach
Franz Kafka, Schauspielhaus Zürich (Schiffbau Halle); Der Geizige von Molière, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-
Platz, Berlin; Die Wirtin von Fjodor Dostojewski, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin

Auszeichnungen
2003: Verdienstorden des Landes Berlin
2002: Schillerpreisder Stadt Mannheim

Literatur
T., Hockenbrink: Karneval statt Klassenkampf. Das Politische in Frank Castorfs Theater, Marburg: Tectum Verlag
2008, ISBN 3-8288-9819-X
S. Wilzopolski Theater des Augenblicks: Die Theaterarbeit Frank Castorfs. Eine Dokumentation, Berlin 1992, ISBN
3-929333-12-0
J. Balitzki Castorf, der Eisenhändler. Theater zwischen Kartoffelsalatund Stahlgewitter, Berlin 1995, ISBN
3-86153-092-9
H.-D. Schütt Die Erotik des Verrats. Gespräche mit Frank Castorf, Berlin 1996, ISBN 3-320-01916-3
R. Detje Castorf: Provokation aus Prinzip, 2002
J. Wangemann Prärie. Ein Benutzerhandbuch, Berlin 2006, ISBN 3-89581-156-4.
Frank Castorf, Forever Young. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2003.
Endstation. Sehnsucht. Programmheftzur Inszenierung "Endstation Sehnsucht" von Frank Castorf. Hg. von Carl
Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2000.
Glück ohne Ende. Programmheftzur Inszenierung "Elementarteilchen" von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann,
Berlin, Alexander Verlag 2000.
Erniedrigung geniessen. Programmheftzur Inszenierung "Erniedrigte und Beleidigte" von Frank Castorf. Hg. von Carl
Hegemann, Berlin, Alexander Verlag 2001.
Einbruch der Realität. Mit einem Text von Frank Castorf. Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander Verelag 2002.
Das Schwindelerregende. Zu Frank Castorfs Inszenierung "Kokain". Hg. von Carl Hegemann, Berlin, Alexander
Verlag 2004.
Kurzbiografie zu: Castorf, Frank. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN
978-3-86153-561-4.

Weblinks
Literatur von und über Frank Castorf (https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Woe%
3D119197790&method=simpleSearch) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Frank Castorf in der deutschen (http://www.imdb.de/name/nm0145408/) und englischen (http://www.imdb.com/name/
nm0145408/) Version der Internet Movie Database
Frank Castorf: 50 Regisseure im deutschsprachigen Theater (http://www.goethe.de/kue/the/reg/reg/ag/cas/deindex.htm)
Seite des Goethe-Instituts
Frank Castorf im Alexander Verlag Berlin – TheaterFilmLiteratur(http://www.alexander-verlag.com/autoren/autor/72-
Frank_Castorf.html)

Anmerkungen
1. Castorf, Frank (http://www.munzinger.de/document/00000020040) im Munzinger-Archiv, abgerufen am 3. November
2012.
2. Jörg Wagner und Heike Zappe: „Das hatte etwas Verwunschenes, Dornröschenmäßiges“. (http://www.hu-berlin.de/
alumni/prominente/interviews/castorf) Interview mit Frank Castorf. Abgerufen am 3. November 2012.

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Frank Castorf – Wikipedia 6
3. Till Briegleb: Frank Castorf. (http://www.goethe.de/kue/the/reg/reg/ag/cas/deindex.htm) Goethe-Institut, abgerufen am
3. November 2012.
4. Balitzki: Castorf, der Eisenhändler. Theater zwischen Kartoffelsalatund Stahlgewitter. 1995, S. 227.
5. Andreas Rossmann: Im Bannkreis des Schwindels. „Hamlet“ aus der Sicht des DDR-Regisseur Frank Castorf beim
Schauspiel Köln. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 27. April 1989, S. 33; Premieren im Oktober. In: Frankfurter
Allgemeine Zeitung. 30. September 1989, S. 29.
6. Sechse äffen. Auswahl zum Berliner Theatertreffen 1991. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. März 1991, S. 25.
7. Barbara Villiger Heilig und Tobi Müller: Die erträgliche Schwierigkeit des Seins. Interview mit Frank Castorf. In: Neue
Zürcher Zeitung. 24. März 2001, S. 85.
8. Wagemut. Fritz-Kortner-Preis für Frank Castorf. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. November 1994, S. 35.
9. Frieder Reininghaus: Historisch entkleidet, psychisch entblößt. Frank Castorf inszeniert Verdis „Otello“ in Basel. In:
Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. September 1998, S. 39.
10. Ruhrrestspiele. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. Juni 2004, S. 31.
11. Abgefunden. Castorf mit Ruhrfestspieleneinig. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 20. Januar 2005, S. 34.
12. Der Titel wurde kurz vor der Premiere aus rechtlichen Gründen in Amanullah Amanullah geändert. Vgl. Dirk Pilz: So
einen verwechselten Monarchen gibt es nur in Berlin. (http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_
content&task=view&id=2670&Itemid=0) nachtkritik.de, abgerufen am 19. November 2012.

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