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Das Museum Iran-e Bastan in Teheran.

Eine neue Staatskultur im historistischen Gewand.

Oktober 2017

Sara Moddaber Moini


Das Museum Iran-e Bastan (Abb. 1) wurde als Archäologisches Museum unter der Regierung
Reza Shah Pahlavi (reg. 1925-1941) 1937 in Teheran gegründet. Der Gründungskontext bettet
sich in eine sehr zügig voranschreitende Nationalisierungsphase Irans, die mit Beginn des 20.
Jahrhunderts und speziell mit dem Regierungsantritt Reza Khans 1921 als Premierminister –
ab 1924 Reza Schah – einsetzte. Die westlich geprägte Museumsidee wurde bewusst
importiert, um eine Staatsidee durch eine entsprechende Staatskultur zu generieren. Die
erstrebte Nationalisierung Irans stützte somit nicht nur auf europäische Staatssysteme,
sondern vordergründlich auf die darunterliegenden, identitätsstiftenden Strukturen der
administrativen Kulturverwaltung und der wissenschaftlichen Denkmalpflege.

Historischer Rückblick
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, unter der Herrschaft der Qajaren1, hatte im Iran eine intensive
politische Auseinandersetzung mit der technologisch-fortschrittlichen Entwicklung
europäischer Länder eingesetzt, die durch die persisch-russischen Kriege und Napoleons
Politik, industrielle Reformen und die Dringlichkeit einer Modernisierung vordergründig der
Armee initiiert wurde. Die iranischen Grenzen konnten aufgrund militärischer Unterlegenheit
nicht mehr ausreichend geschützt werden. Durch die geografische Lage mitten im Gebiet des
sogenannten Great Games zwischen Kaukasus und Afghanistan, auf dem Landweg der
britischen Kolonie Indiens und dem russischen Vordringen im Norden, bedrohte der Druck auf
die Provinzen an den Außengrenzen des iranischen Kernlandes zunehmend die territoriale
Integrität. Der fast „unwirkliche“ Vorsprung Europas, der im Laufe des 19. Jahrhunderts
erfahren wurde, löste einen Zustand der Suche nach dem „secret of strength“2 aus. Diese
Suche leitete eine fortwährende Auseinandersetzung mit europäischen Staats- und
Gesellschaftssystemen, die über die militärischen Bereiche weit hinausging und auf kulturellen
Gebieten wie Bildung und Erziehung ansetzte, um dem Ideal des Fortschritts näher zu
kommen. Modelle und Konzepte europäischer Länder formierten sich zu einem abhängigen
Idealbild, dem es sich anzunähern galt, um sich aus der erfahrenen Unterlegenheit lösen zu
können. Auf der Grundlage einer konstitutionellen Monarchie mit der konstitutionellen

1
Die Qajaren-Könige regierten von 1785 bis zur Krönung Reza Schah Pahlavis 1925. Die längste Regierungszeit
war unter Naser al-Din Schah, der von 1848 bis zu seiner Ermordung 1896 fast 50 Jahre regierte.
2
Menashri, David: Education and the Making of Modern Iran. Cornell University Press Ithaca and London, 1992.
Vgl. Auch Ringer, Monica: „Throughout the nineteenth century, Iranian travelers abroad sought the secret of
European strength and the reasons for the growing power disparity between Iran and Europe.” S.146, in: Iran
and the surrounding World. Interactions in Culture and Cultural Politics. Hrsg. Keddie,Nikki/Mathee,Rudi.
University of Washington Press. Seattle and London, 2002
Revolution 1906 und der Einführung neuer Staatsinstitutionen sollte ein souveräner
Nationalstaat konstatiert werden.3 Doch blieben die neuen Reformansätze und Einrichtungen
ohne weitreichende Folgen, da durch die Vertragsabhängigkeiten sowohl aus den
Konzessionsverkäufen des 19. Jahrhunderts, darunter auch das Ausgrabungsmonopolrecht
Frankreichs von 18954, als auch die Interessenskonflikte vor allem Deutschlands und
Frankreichs vor und auch im Ausgang des ersten Weltkriegs und des Versailler Vertrages die
Persienpolitik bestimmten. 1917 unternahm die iranische Regierung den Versuch ein
Nationalmuseum, Muze-ye Melli-e Iran, zu gründen. Durch die französischen Ausgrabungen,
die sich hauptsächlich auf die Stadt Susa in der Provinz Khuzestan konzentrierten, wurde in
einer Räumlichkeit des Kulturministeriums die Erstpräsenz von 270 Objekten5 ausgestellt. Der
Katalog glich jedoch eher einer Inventarliste, da die Objekte nur nach Auffindungsort und
Gewicht gekennzeichnet waren.6 Durch ein fehlendes Wissenschaftssystem konnte der
Ausstellung kein nationaler Wert verliehen werden. Kunstwissenschaftliches Verständnis wie
Ornamentik, Inschriften etc. konnten nicht verwertet werden. So blieb die Idee des
Nationalmuseums in seinem Anfangsstadium zwar weiterbestehen, konnte jedoch vorerst
nicht zu einer anerkannten Staatsinstitution aufwachen.

Wissenschaftliches Ringen
Während sich der Louvre mit „prächtigen Schätzen“ schmückte, wie es Eduard Meyer in einem
Memorandum 1909 über einen Ausgrabungsplan Persiens für die Königlichen Museen
beschrieb, sei Persien im eigenen Museum, abgesehen „von ein paar unbedeutenden
Bruchstücken, noch gar nicht vertreten“. Die Suche nach Spuren in der Geschichte, welche

3
Im Zuge der konstitutionelle Revolution 1905, der Einführung einer neuen Verfassung 1906, setzte 1907 mit der
ersten Versammlung und einer Festlegung der Ministerien und ihrer Zuständigkeitsbereiche festgelegt. 1910
wurde durch den Kulturminister ein Archäologischer Dienst eingerichtet Das Wissenschaftsministerium wurde
neuformiert und erhielt zudem den Verantwortungsbereich für die Verwaltung Nationaler Altertümer. Zwei von
sechs Verwaltungsbereiche des Unterrichtsministeriums erhielten die Zuständigkeit für die Regelung
Archäologischer Ausgrabungen und nationaler Denkmäler. Damit wurde dieser Entscheidungsraum, der bis
dahin in der Hand des Königs lag, einer „nationalen“ Verantwortung zugewiesen und aus dem Machtbereich des
Königs herausgenommen.
4
Bereits 1884 kam es zu der ersten franco-iranischen archäologischen Konvention unter Naser al-Din Schah für
gleiche/gerechte Aufteilung der Ausgrabungsfunde (equitable sharing). Jedoch wurde dieser Prozess bereits
nach zwei Jahren unterbrochen, da die Konvention seitens des Ausgräberehepaares Jane und Marcel Dieulafoys
(1851-1916; 1844-1920) verletzt wurde, weil diese alle Funde nach Paris sandten. Dies legte die französischen
Grabungen für zehn Jahre auf Eis, bis am 12. Mai 1895 Naser al-Din Schah gegenüber dem französischen Minister
René de Balloy in Teheran, das Vorgehen entschuldigte und ein Jahr vor seinem Tod das zweite Abkommen
unterzeichnete, das den französischen Staat nunmehr erlaubte, im ganzen Iran zu graben.
5
MOUSAVI 2005, in: GUNTER/HAUSER, S.449, Fußnote 8. NASIRI MOGHADDAM 2014, erwähnt 300 Objekte.
6
NASIRI MOGHADDAM 2014 aus dem Katalog: Nezam-nameh va katalog-e muzeh-ye melli-ye Iran, Teheran
1917.
die geeigneten Stellen einer „höheren Kultur“ die Grundlage und Erwartungen für
Expeditionen und „reiche Beute für unsere Museen“ bestätigen können, lägen in einem Land,
das „voll ist von politischen Eifersüchteleien.“7 Vor dem ersten Weltkrieg konnte Deutschland
Frankreich aufgrund seines Ausgrabungsmonopolrechts nur dabei zusehen, wie es seine
wissenschaftliche Tätigkeit auf dem persischen Gebiet erheblich ausweiten konnte und alle
Möglichkeiten für Deutsche Ausgrabungen damit unterband. Die Anhäufung im Louvre, die
durch eine französische Expansionskulturpolitik stark auffällig wurde, schürte eine Angst in
der deutschen Politik, die Franzosen hätten mit dieser Macht die Deutungshoheit für die
Gestaltung der archäologischen Zukunft und der beherrschten Wissensgewinnung. Unter der
Leitung von Jaques de Morgan8 wurde 1898 am Ausgrabungsort in Susa als Grabungshaus,
eine Art Festung (Abb. 02a; 2b), zur Sicherung gegen Räuber mit der französischen Flagge als
Symbol eines nationalen Triumphes ausgebaut. Dies war ein schwerer Rückschlag der
deutschen Außenpolitik, da ihr bisheriger systematischer archäologischer Vormarsch mit der
Gründung des Deutschen Orient Instituts, dem Beginn der Ausgrabungen in Babylon 1899, in
Assur 1903 bereits für Frankreich drohend vordringend war.9 Während der konstitutionellen
Ära (1905-1911) im Iran nutzte Deutschland verstärkt seine diplomatischen Beziehungen, um
die persische Oppositionsbewegung im Vorgehen gegen das Ausgrabungsmonopol zu
bestärken. Im Verlauf des ersten Weltkrieges schloss sich 1916, von der deutschen Regierung
finanziert und veranlasst - auf Initiative des Auswärtigen Amts sowie der Nachrichtenstelle für
den Orient - unter den Namen Persisches Komitee eine Vereinigung aus Aktivisten der
konstitutionellen Ära zusammen, die mit Hilfe Deutschlands für eine Mobilisierung der
iranischen Patrioten sorgen sollten. Eines der Hauptmittel des Komitees, das vom Auswärtigen
Amt finanziert wurde, war die Herausgabe einer Berliner Zeitschrift namens Kaveh.10 Zum
Ende des ersten Weltkrieges richtete sich der Fokus der Artikel nunmehr auf die inneren
Angelegenheiten Irans und diente als Projektionsfläche einer nationalen Stilisierung und
politischen Mobilisierung. Literaturwissenschaftliche wie auch historische Artikel, setzten sich

7
SMB-ZA, I/KFM 015, Vgl. Memorandum Eduard Meyer 1909.
8
Jacques Jean Marie De Morgan, 1857-1924, war bis von 1892 als Direktor des archäologischen Dienstes in
Ägypten tätig und veröffentlicht 1896/97 in Paris zwei Bände über seine Feldforschung bevor er nach Persien
gesandt wurde.
9
Vgl. CHEVALIER in Trümpler 2010, S.320.
10
GHAHARI 2001, S.47. Seyyed Hassan Taqizadeh (1878-1970) war der Herausgeber der Zeitung. Er war ein
bedeutender Aktivist während der konstitutionellen Ära und hatte bedeutenden Anteil an der politischen
Entwicklung Irans im 20. Jahrhunderts. Dau mehr Epkenhans, Tim: Moral und Disziplin: Seyyed Hasan Taqizade
und die Konstruktion eines progressiven Selbst in der frühen iranischen Moderne. Schwarz Verlag Berlin, 2005.
mit dem Verlauf der Geschichte und ihrer Veränderung in der Begegnung mit den
fortschrittlichen Entwicklungen des Westens auseinander. Kolonialgeschichten aus anderen
Ländern sollten zur Warnung und als Ansporn dienen den wirtschaftlichen Rückstand durch
Wissenschaft und Technologie aufzuholen.11

Ein europäisches Kulturmodell sollte durch die Nähe zu Deutschland angeeignet werden. Die
Glorifizierung einer vorislamischen Persien-Geschichte lehnte sich an die europäische
Historiografie eines antiken Ideals an. Hierzu wurde die Untersuchung der altiranischen
Geschichte in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt und wiederbelebt12, um das Defizit
eines fortschrittlichen Irans, wie man sie in Europa empfand, mit nationalistischen
Kulturelementen des ersten Weltkriegs auszugleichen. Dieser Nationalismus wurde zur
Grundlage der politischen Identität eines Nationalstaatenmodells um dessen Etablierung ein
wissenschaftliches Ringen vor allem seitens Deutschland und Frankreich ausging.

Die materielle Überlieferung einer immateriellen Kultur


Mit dem Ende des ersten Weltkrieges und der Einstellung der Zeitung Kaveh, etablierte sich
mit der Gründung der Society of National Heritage (Anjoman-e Athar-e Melli) 1922 in Iran
insbesondere die Zusammenarbeit mit dem deutschen Gelehrten Ernst Emil Herzfeld (1879 –
1948)13, der für die Aufstellung einer Liste nationaler Denkmäler eingeladen wurde und dabei
auch das Logo der Gesellschaft entwarf (Abb. 3): Die Darstellung einer stilisierten
Lotuspflanze, von dessen Ranken links die Abbildung einer Palastfassade aus Persepolis und
rechts die Bogenfassade des Taq-e Kisra in Ktesiphon umfasst werden und sich mittig aus einer
Knospe das Gunbad-i Qabus14 erhebt. Rechts und links sind unter der Darstellung der
Palastfassaden die Schrifttafeln der Gründungsinschriften des König Dariush aus Persepolis
abgebildet.

Für Herzfeld stellten alle drei Bauwerke Höhepunkte der persischen Architekturgeschichte
dar; zugleich umrissen die Bauten den geografischen Rahmen, von Ktesiphon im Irak über Fars
bis nach Golestan am Kaspischen Meer. Bis dahin war die Kunst des Iran - hauptsächlich als

11
Vgl. GHAHARI 2001.
12
GHAHARI 2001.
13
Herzfeld und Taqizadeh hatten sich bereits 1918 bei der Gründung der Deutsch-Persischen Gesellschaft in
Berlin kennengelernt, in der Taqizadeh seinerzeit zum 2. Vorsitzenden gewählt worden war. Vgl. EPKENHANS
2005. Herzfeld bereits durch seine 1907 angefertigte Dissertation über Pasargardae, Stduienreisen durch
Persien und Afghanistan als auch die Ausgrabungen in Samarra der führende Persienexperte seiner Zeit.
14
Mausoleum des Ziyariden-Herrschers Qabus (reg. 978–981 und 987–1012) in der nordiranischen Provinz
Golestan (früher Gorgan) errichtet 1006/07.
Kleinkunst vertreten - wenig wahrgenommen worden und besaß kein national gedeutetes
kunstwissenschaftliches Ausdrucksvermögen, mit der durch den Besitz einer materiellen
Kultur hätte nationalstaatlich argumentiert werden können. Die Lücken für ein
kulturpolitisches Ausdrucksvermögen mussten zunächst durch die Aneignung eines geistig-
kulturellen Wertesystems geschlossen werden. Durch Vorträge und die Anstellung
europäischer Gelehrter sollte ein solches Bewusstsein programmatisch eingeführt werden. Es
war vor allem die Nähe zu Deutschland durch dessen Orientpolitik im ersten Weltkrieg,
wodurch sich im Iran ein gewisser Neoidealismus – ein, am deutschen Idealismus geprägtes
Bild - in der Auseinandersetzung um die eigene Geschichte in eine neue Staatsidee
zusammentrug.

Durch die politische Annäherung an Deutschland und auch der USA15 verstärkte sich zugleich
auch der Druck gegen Frankreich und so folgte 1927 ein neues Übereinkommen zwischen
Frankreich und dem Iran „dass das Monopol von dem Augenblick an als aufgehoben gilt, wo
das persische Parlament die Anstellung des französischen Sachverständigen genehmigt haben
und so dessen Anstellungsvertrag gezeichnet sein wird.“16 In dem Übereinkommen stand
bereits der Aufgabenbereich als Direktionsleitung der „persischen Altertümer, der Bücherei
und des Museums einem französischem Sachverständigen übertragen wird“17 fest. Zwar war
Ernst Herzfeld der führende Persien-Gelehrte, doch konnte er aufgrund des politischen
Einflussraum Frankreichs nicht den Posten der Direktion der Altertümer erlangen. André
Godard (1881-1965) unterschrieb 1928 seinen Anstellungsvertrag und wurde für diese Stelle
eingesetzt. Mit der Aufhebung des Ausgrabungsmonopolrecht Frankreichs konnten nun
landesweit Ausgrabungen durchgeführt werden. Das Chicagoer Oriental Institute engagierte
Herzfeld für die Ausgrabungen in Persepolis und so begann ab 1930 ein Hauptgrabungsgebiet,
das zu der französischen Ausgrabung in Susa das Gegengewicht bildete.

Archäologie und Architektur


Die Sensationsfunde in Persepolis´ und die Erschließung der Paläste durch die Ausgrabungen
Ernst Herzfeld und Friedrich Krefter (1898-1995) und im Anschluss 1934 durch Erich Friedrich
Schmidt (1897-1964), lieferten die Referenz für den regierenden Schah sich in der Kontinuität
einer antiken Größe gleich zu stellen und sich als den Erneuerer Irans in Anbetracht einer

15
Auch Arthur Upham Pope (1881-1969), Persienforscher und Professor of Aesthetics University of California
Berkely wurde zu Vorträgen eingeladen und stand in engem Kontakt mit der Gesellschaft der Anjoman.
16
PA AA, R78099, Kunst und Wissenschaft. Bericht Nr.344 von 22.10.27.
17
Ebd.
industriellen Modernisierung zu glorifizieren. Die städtischen Umbaumaßnahmen waren
besonders in der Hauptstadt Teheran im Rahmen einer utopischen Stadtlandschaft Iran-e
Novin (eines neuen Irans)18 im vollem Gange. Die Abschaffung der alten Stadtmauer der
Qajaren aus dem 19. Jahrhundert intentionierte damit auch gleichzeitig die Erinnerung einer
Rückständigkeit niederzureißen und setzte mit energischen Aufbruch in eine neue Ära ein.
Zwischen 1932 und 1937 löste die Aufhebung der elf Stadttore die alten Stadtstrukturen auf
und schuf eine Fläche für das Wachstumsvorhaben,19 wodurch Raum für ein neues politisches
Zentrum geschaffen wurde.20 Teheran sollte durch neue Bauten, neue Straßen und neue
Stadtstrukturen die übrigen Erinnerungen an die Qajarenära zu Gunsten einer modernen
europäischen Metropole verlieren.21 Das Areal der einstigen Artillerie, Meydan-e Maqsch 22
das sich an der nördlichen Stadtgrenze Teherans befand, bot eine große Freifläche für das
neue politische Zentrum. Der größte Teil dieser Bauten erhielt eine ornamentale Motivik aus
den zeitgleichen archäologische Praxis wie vor allem aus Persepolis.23

Das Museum und die Manifestierung einer politischen Kultur


Auf diesem großzügigen Areal wurde das Museumsgebäude zeitnah zu anderen politischen
Gebäuden wie das Polizeipräsidium, dem Postamt und dem Telegraphenservice 1937
fertiggestellt.

Über einen rechteckigen Grundriss lässt sich das Museum nach hinten in drei
Funktionsbereiche einteilen. Der vordere Teil bildet den Eingangsbereich und die öffentliche
Sphäre und führt in den mittleren Komplex der Ausstellungsfläche und damit in das Innere des
Museums, woran sich der Verwaltungsbereich nach hinten hin anschließt. Nach außen
wiederholt sich die Dreiteilung in der Fassade durch einen Mittelblock und zwei vorgelagerten
Seitenblöcken (Abb. 1). Ein durchgezogenes Sockel- und Schlussgesims fassen alle drei Blöcke
in der Horizontale zu einem Komplex zusammen.

18
Neues Iran. Bezeichnung für die Baumaßnahmen der 1930er Jahren. Vgl. hierzu GRIGOR 2014. Bezüglich
utopischen Vorstellung einer „Neuen Welt“ vgl. Zarei, Sina: Godard; the seen and unseen: A study of Andre
Godard´s point of view in Recognition of Iranian Artwork. Masterarbeit, Shahid Beheshti Universität, Mai 2015.
19
GRIGOR 2014.
20
Zur Stadt Wandlung Teherans siehe MOZAFFARI 2014.
21
Die städtischen Umbaumaßnahmen setzten in mehreren Städten ein, wie auch Isfahan, können jedoch für die
vorliegende Arbeit nicht berücksichtigt werden.
22
Das Areal diente zu Qajaren Zeiten als Artellerieübungsplatz und besaß einen Öffentlichkeitscharakter.
23
Vgl.hierzu mehr Grigor, Talinn: Building Iran: Modernism, Architecture, and National Heritage Under the
Pahlavi Monarchy. Periscope Publishing New York 2009.
Mittig ist die Fassade durch ein tief gefasstes Gewölbe - einer Iwankomposition -
aufgebrochen, die sich vom Boden bis zum Gesims hochzieht. Über eine vorgelagerte Treppe
umfasst dieses weite Gewölbe den Eingangsbereich, in dessen Tiefe eine Tür den Eintritt zum
Inneren des Museums eröffnet. Rechts und links jeweils an den Treppenaufgängen führen
Zugänge zu zweigeschossigen Räumen, in denen sich heute rechts die Bibliothek und links der
Museumsshop befinden.

Der Iwan bildet die zentrale Komposition der Fassade. Symmetrisch wird dieser von jeweils
zwei Halbsäulenpaare eingefasst und nach außen hin mit einem schmal-lang gezogenem
Rundfenster im Mittelteil abgeschlossen.

Auf den vorgelagerten Seitengebäudekomplexen deuten zwei übereinander angesetzte


romanisch anmutende Rundbogenfenster, die durch ein dekoratives Reliefelement jeweils
vertikal verbunden sind, auf die zweigeschossige Innere Raumaufteilung hin. Die Fensterpaare
werden und durch jeweils einer Halbsäule nach außen hin eingefangen.

Im Skelett aus Stahlgerüst, ist der Bau komplett in einer Ziegelsteinfassade gekleidet. Die
Halbsäulen der Fassade sind auf eine leicht spielerische Art durch die Anordnung einzelner
Ziegelsteine dekorativ integriert (Abb.4). Der Anmutung, dass sich die Säulen skulpturenhaft
von der Wand loslösen und nach oben hin zu verselbständigen scheinen, wird zum einen durch
die materielle Einheitlichkeit entgegengewirkt als auch durch das etwas vorgelagerte
Dachgesims, welches das Gebäude unter sich einfängt. Die Säulen bleiben an der Wand haften
und sichern durch ihre Zugehörigkeit einen geordneten und stabilen Ausdruck.

Der nationale Symbolgehalt in Godards Museumsarchitektur beruhte gänzlich auf seine


Bauforschung, die er während sein er Tätigkeit als Direktor des archäologischen Dienstes
durch landesweite Reisen für die Bestandsaufnahme in einer sehr kurzen Zeit intensiv
betreiben und identitätsstiftende Qualitäten einer Baukultur ausfindig machen konnte.

Das architektonische Element des Iwans, wurde für ihn zum nationalen Bausymbol. Für das
Museum zitierte er in der Größe und Prominenz die Fassade des Palastes Taq-i Kisra24 in
Ktesiphon. Als parthische Hauptstadt gegründet, wurde diese ab dem frühen 3. Jahrhundert

24
Taq-i Kisra oder Taq-e Khosro: Palast des Königs Chrosrow (unsichere Datierung, ca. 550 n.Chr. erbaut; nahe
Bagdad heutiges Irak). Es finden sich verschiedene Bezeichnungen, die sich an sich an der arabischen und
persischen Aussprache orientieren.
n.Chr. mit der Sassanidenherrschaft in Iran zu einer bedeutenden Königsresidenz.25 Mit dem
prominenten Gewölbe als bedeutende Audienzhalle, referiert es zu dem Baucharakter der
Eingangsbereiche von Museen, die sich an ein öffentliches Publikum richten.

Kultur und Technik


Durch die Hinterlassenschaft des sassanidischen Bauerbes, kennzeichnet das Gewölbe ein
charakteristisches Merkmal der sassanidischen Bautradition,26 die für Godard den
Grundgehalt der „Baukunst des islamischen Iran (zu werden), deren Einfluss bis nach Europa
hin spürbar wurde“27 und dadurch eine Dauerhaftigkeit und Kontinuität darbot.

Besonders die technische Leistung gehörte zu den höchsten global kulturellen Codes des
beginnenden 20. Jahrhunderts. In der Architektur konnotierte sich der Bereich der
Ingenieurbauten bereits seit den Weltausstellungen mit einer Fortschrittskultur.

Eugène Freyssinet (1879-1962) gilt – schon durch seine Patentierung - als der Erfinder des
Spannbetons. Durch ein Schalungsverfahren mit dem Material Beton, das als günstig
hergestelltes Industrieerzeugnis die Architektur der Moderne revolutionierte, räumte die
Erfindung des Spannbetons einen künstlerischen Gestaltungsraum für den Architekten ein
und definierte dadurch dessen Berufsanforderung in Abgrenzung zu dem eines Bauingenieurs.
Freyssinets Erfindung der Gewölbekomplexe der Luftschiff Hangars am Flughafen Orly 1923,
bot die zukünftigen Baugrundlagen für Industriebauten wie Brücken aber auch im
Sakralarchitekturen wie Kirchen neue Rezeptionsmöglichkeiten. Dieser Gegenwartsbezug
führt auch Godard in seinem Entwurf auf:

“Nous ne déduirons pas, j´exagère à peine, de la similitude des lignes du Tak-é Kesra de Cétiphon
et des hangars à dirigeables d´Orly que l´architecture en béton de ciment armé est d´origine
iranienne, pas plus d´ailleurs que nous ne saurions voir, comme on l´a fait, dans la “hutte de
roseux des peuplades primitives” l´origine de l´iwan sasanide. Dieu nous en garde!”28

25
Königsort und Sommerresidenz. Vgl. Ausstellung Das Erbe der alten Könige. Ktesiphon und die persischen
Quellen islamischer Kunst. 15.11.2016-23.04.2017. Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst Berlin.
26
“L´intéret du Masdjit-e Djuma´a de Niriz résidant surtout en ce qu´il est un bon exemple de l´utilisation des
formes de l´architecture sasanide à l´époque musulmane, j´ajoute à cette notice le Croquis d´une maison voisine
de Yazd qui n´a pas plus de dix annés d´existence et donc le parti de facade est identique à celui du Ctésiphon.
Voici d´autre part le Croquis et une Photographie d´une autres maison dont on terminait la construction à Alla, à
une dizaine de kilomètres de Semnan, lorsque j´y suis passé, 1312 ans aprés l´Hégire. Cést l´habilitation courante
des paysans d´à peu près toutes des régions de l´Iran où manque le bois de charpente. On y reconnait l´Iwan
sasanide, l´arc sasanide, la construktion sasanide. Ces exemples pouvant etre multipliés à l´infini, il serait donc un
peu follet d´avancer, par exemple, le Moment de la construction du Tari Khane de Damghan jusqu´à une date
invraisemblable Sous prétexte que son colonnes sont baties à la façon sasanide”. Godard, André in: Annales 1937.
27
GODARD 1964, S.131.
28
GODARD 1936.
Eine weitere nationale Konnotation wird über die Materialität der verkleideten Fassade und
ihrer signifikanten roten Farbe verkörpert. In seinem Studienbuch dokumentiert Godard 1932
die Grabtürme der Stadt Maragha (Abb. 5), die er 1934 in Les Monuments de Maragha im
Musée Guimet in Paris vortrug. Das älteste von fünf Grabtürmen in Maragha ist der Gonbad-
e Sorkh29, der rote Grabturm, aus dem 12. Jahrhundert, dessen Dekor (Abb.6) neben einer
proportionierten Ästhetik mit geometrischen Motiven, verzierten Inschriften und der roten
Farbe auch das Wissen und den Umgang mit der Materialität belegt.30

Die Palastanlage in Ktesiphon war nach einer Aufnahme 188831 zu Folge in Godards Zeit der
1930er (Abb.7) Jahre bereits verfallen.32 Sie stand nur noch ruinenhaft dar. Der Entwurf
Godards in der bildhaften Wiedererrichtung des Palastes, wird eine sinnliche Sehnsucht
erweckt, die durch den allegorischen Gehalt einer kollektiven Erinnerung zu einer zukünftigen
Erinnerungskultur herangezogen wird. Der Gehalt einer erinnerten (gerechten) Herrschaft
wird durch eine symbolische Visualisierung in den gegenwärtigen Zeitkontext gesetzt und
damit der aktiven Regierung attribuiert, um diese durch eine Kontinuität legitim zu
untermauern. Die damit verbundene geweckte Sehnsucht einer vor-islamischen Zeit in der die
Größe eines Eranshahr,33 die sich über weite Grenzen austragen konnte, sollte durch den
Gegenwartsbezug für eine nationale Vorstellungskraft eines neuen Irans (wieder) erweckt
werden.

Durch die architektonische Neuübersetzung des Palastes für das Museum und der Integration
ihres Symbolgehaltes in ein modernes Baugeflecht, findet die Idealisierung und damit
identitätsstiftenden Gehalt einer Guten Regierung für die moderne Staatskultur der Pahlavi
Regierung durch das Ebenbild der Sassanidenära.

Mit den transformierten politischen Attributen und der Bezeichnung einer kollektiven
Vergangenheit im Sinne eines Volksgeistes, setzte Godard mit dem Entwurf des Museums ein

29
Godard bezeichnet es Gumbaz kirmiz, le Tombeau rouge. S.3.
30
Vgl. GODARD 1936.
31
Bis 1888 war die Fassade noch weitestgehend erhalten. Vgl. Ausstellung Das Erbe der alten Könige. Ktesiphon
und die persischen Quellen islamischer Kunst. 15.11.2016-23.04.2017. Pergamonmuseum, Museum für
Islamische Kunst Berlin.
32
Reuther, Oskar: Die Ausgrabungen der deutschen Ktesiphon Expedition im Winter 1928/1929. Islamische
Kunstabteilung Berlin, 1930.
33
Auf Felsreliefs in Naqsch-e Rostam (Provinz Fars) wird Eranshahr der Sassaniden Regierung in seinen Grenzen
als politischer Raum durch eine Inschrift definiert.
Kunstdenkmal, um „niemals zur Vergangenheit werden zu lassen, im Bewusstsein des
Nachlebende n stets gegenwärtig und lebendig zu erhalten.“34

Die postulierten Traditionselemente einer klassisch-historischen Architektur, die Godard aus


seiner Bauforschung als Elemente einer longue durée für den Symbolgehalt seines Entwurfs
(Abb. 08) integrierte, dienten in der Wirkung dieser transzendentalen Konnotationen dem
Imageaufbau des iranischen Nationalstaates in einem sich formierenden Weltstaatensystems.

34
Vgl. RIEGL 1903. S. 11.
Abbildungen

Abb.01: Historisches Foto Frontansicht Muze Iran-e Bastan, Teheran.


Abb. 02a und 02b: Historisches (oben) und aktuelles (unten) Foto von dem unter Jaques de
Morgan errichtetes Grabungshaus Le Château.
Abb. 03: Von Ernst Herzfeld entworfenes Logo der Gesellschaft Anjoman-e Athar-e
Melli (Society for National Heritage)
Abb.04: Detail der Halbsäulen an der Fassade.
Abb. 05: Aufzeichnungen Godards 1932 in Maragha vor seinem Vortrag 1934 in Paris.

Abb.06: Seitenansicht Gonbad-e Sorkh, in Maragheh, Ost-Azerbaidjan.


Abb.07: Ansicht Taq-i Kisra: Historisches Foto aufgenommen 1888.

Abb. 08: von Godard signierter Entwurf des Museums.


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PA AA, Karton Teheran 27

PA AA, Karton Teheran 57

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PA AA, R121066

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PA AA, R78099, Kunst und Wissenschaft

PA AA, R92305, Ausstellungswesen

Zentralarchiv Berlin

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SMB- ZA, I/KFM 015, Memorandum Eduard Meyer 1909.

SMB-ZA, I/IM 017, III 1, Bd. 01.


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Abbildungsverzeichnis
Abb. 01 Foto Archiv des Museums Iran-e Bastan. Abfotografiert von Sara Moini in
März 2016 in Teheran.
Abb. 02a aus: CHEVALIER 2002.
Abb. 02b Foto aus Privatbesitz von Gisela Helmecke 2017.
Abb. 03 Fotoscan von dem Einband auf der Zeitschrift der Anjoman: Nashriye
Anjoman-e Athar-e Melli. Teheran Maǵlis, 1305.
Abb. 04 Fotografiert von Sara Moini in März 2016 in Teheran.
Abb. 05 STEVEN YIN, 8. Januar 2014 auf
https://guiwanglong.wordpress.com/2014/01/08/3/.
Abb. 06 Foto von einem Reiseanbieter in Iran online http://en.tripyar.com.
Abb. 07 Ktesiphon-Archiv, Staatliche Museen zu Berlin – Museum für Islamische
Kunst. aus: Rolf Brockschmidt, Das Geheimnis des Perlhuhns, 17.11.2016.
Artikel Tagesspiegel über die Ausstellung Das Erbe der alten Könige
(15.11.2016 bis 23.04.2017);
Abb. 08 Godards Entwurfszeichnung mit seiner Unterschrift aus:
DANIEL/SHAFEI/SOROUSHIAN 2015. S.270.

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