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DIN 51068:2008-11

Inhalt
Seite

Vorwort ........................................................................................................................................................... 3
Einleitung........................................................................................................................................................ 3
1 Anwendungsbereich ........................................................................................................................ 4
2 Normative Verweisungen................................................................................................................. 4
3 Begriffe .............................................................................................................................................. 4
4 Geräte................................................................................................................................................. 4
5 Probekörper....................................................................................................................................... 5
6 Durchführung .................................................................................................................................... 5
7 Angabe der Ergebnisse.................................................................................................................... 6
8 Prüfbericht......................................................................................................................................... 6
Literaturhinweise ........................................................................................................................................... 7

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DIN 51068:2008-11

Vorwort
Dieses Dokument wurde vom Arbeitsausschuss NA 062-02-57 AA „Ungeformte, dichte geformte und
wärmedämmende feuerfeste Erzeugnisse und Werkstoffe“ im Normenausschusses Materialprüfung (NMP)
erarbeit.

Änderungen

Gegenüber DIN 51068-1:1976-05 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Titel redaktionell geändert und Teile-Nummer gestrichen;


b) Anwendung der Norm zusätzlich ausgeschlossen für hydraulisch gebundene Steine sowie ungeformte
Erzeugnisse;
c) Begriff Abschreckzahl eingeführt;
d) Probenahme nach ISO 5022 festgelegt;
e) Grenzabweichung der Vorheiztemperatur des Ofens von 25 °C auf 50 °C erhöht;
f) Art der Messung zur Überprüfung der Ofentemperatur bei eingesetzten Probekörpern geändert;
g) Mindestzeit für Belassen der Probekörper im Ofen gestrichen, dafür vollständige und gleichmäßige
Durchwärmung der Probekörper gefordert;
h) Abschnitt Prüffehler gestrichen;
i) Inhalt redaktionell überarbeitet.

Frühere Ausgaben

DIN 1068: 1931-07


DIN 51068-1: 1969-10, 1976-05

Einleitung
Der Begriff Temperaturwechselbeständigkeit kennzeichnet allgemein das Verhalten gegenüber der
wiederholten Einwirkung von Wärmespannungen im veränderlichen Temperaturfeld. Dieses Verhalten wird
vom Werkstoffgefüge sowie von der Form und dem Volumen des Erzeugnisses beeinflusst und ist
beanspruchungsabhängig. Aus der Höhe und Dauer der riss- und zerstörungsfrei widerstandenen
Beanspruchungen können, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Stoffkenngrößen, Maßzahlen für die
Temperaturwechselbeständigkeit abgeleitet werden.

Das Prüfverfahren ist seinen Bedingungen entsprechend ein Hilfsmittel zur erfahrungsabhängigen Beurteilung
des werkstoffspezifischen Temperaturwechselverhaltens.

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DIN 51068:2008-11

1 Anwendungsbereich
Dieses Dokument legt die Bestimmung der Temperaturwechselbeständigkeit feuerfester ungebrauchter
gebrannter Steine nach dem Wasserabschreckverfahren fest.

Dieses Dokument gilt nicht für

basische Steine,

nicht gebrannte chemisch oder hydraulisch gebundene Steine oder ungeformte Erzeugnisse,

Silikasteine,

schmelzgegossene Steine,

Steine mit einer Gesamtporosität größer 45 % Volumenanteil.

ANMERKUNG Zur Prüfung von Steinen mit einer Gesamtporosität größer 45 % Volumenanteil und Steinen, deren
Beurteilung wegen geringer Abschreckzahlen nicht ausreichend gesichert ist, kann das Luftabschreckverfahren nach
DIN CEN/TS 993-11 [1] herangezogen werden.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

ISO 5022, Shaped refractory products — Sampling and acceptance testing

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1
Temperaturwechselbeständigkeit
TWB
Beständigkeit feuerfester Steine gegen Zerstörung durch schroffen Temperaturwechsel zwischen 950 °C und
10 °C bis 20 °C (Eintauchen in fließendes Wasser)

ANMERKUNG Das Maß für die TWB ist die Abschreckzahl (3.2).

3.2
Abschreckzahl
Anzahl der bis zur Zerstörung der Probekörper ertragenen schroffen Temperaturwechsel (Abschreckungen)

4 Geräte
4.1 Übliche Laborgeräte und die Geräte nach 4.2 und 4.3.

4.2 Ofen, indirekt beheizt, regelbar auf eine Prüftemperatur von (950 ! 50) °C.

4.3 Wärmeschrank, regelbar auf eine Betriebstemperatur von (110 ! 5) °C.

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DIN 51068:2008-11

5 Probekörper

5.1 Anzahl

Sofern nicht anders vereinbart, ist die Probenahme nach ISO 5022 vorzunehmen. Dabei muss wegen der
statistischen Auswertung die Anzahl der je Probestück (Stein) zu entnehmenden Probekörper bei allen
Probestücken gleich sein.

5.2 Form und Herstellung der Probekörper

Die Probekörper müssen die Form eines Zylinders haben mit einer Grundfläche von (50 0,5) mm Durch-
messer und einer Höhe von (50 0,5) mm. Sie gelten als Norm-Probekörper. Falls aus einem Probestück
keine Norm-Probekörper entnommen werden können, dürfen die zylindrischen Probekörper eine reduzierte
Grundfläche von (36 0,3) mm Durchmesser bei gleicher Höhe von (50 0,5) mm haben.

Aus Formsteinen sind möglichst Norm-Probekörper zu entnehmen.

Andere Probekörper-Formate müssen vereinbart werden und sind im Prüfbericht zu vermerken.

ANMERKUNG Das Probenformat hat einen erheblichen Einfluss auf die Temperaturwechselbeständigkeit.

Eine Grundfläche des Probekörpers darf die Formhaut des Probestücks sein. Die Probekörper dürfen keine
Fehler wie Risse oder Lunker aufweisen.

6 Durchführung

Die Probekörper sind vor der Prüfung im Wärmeschrank (4.3) auf (110 5) °C zu trocknen.

ANMERKUNG 1 Bei Verwendung eines Norm-Probekörpers kann mit einer gleichmäßigen Durchwärmung gerechnet
werden, wenn dieser im Wärmeschrank etwa 30 min bei (110 5) °C belassen wird.

Der Ofen (4.2) ist auf (950 50) °C vorzuheizen, und die vorgewärmten Probekörper sind einzusetzen.

Die unmittelbar auf die Probekörper einwirkende Ofentemperatur darf zu keiner Zeit 750 °C unterschreiten.
Dies ist mit einer von der Ofensteuerung unabhängigen Temperaturmessung zu überprüfen.

ANMERKUNG 2 Eine stärkere Abkühlung des Ofens ist in der Regel nur dann zu erwarten, wenn mehrere Prüfkörper
simultan aufgeheizt und in kurzer Abfolge hintereinander aus dem Ofen genommen werden. Öfen mit geringerer
Wärmekapazität neigen dazu, durch ein wiederholtes Öffnen der Ofentür auszukühlen.

Die Wärmekapazität des Ofens (4.2) muss ausreichen, um die Temperatur innerhalb von 15 min bis 30 min
nach dem Einsetzen des ersten Probekörpers wieder auf (950 50) °C zu bringen. Nach Erreichen der
Temperatur sind die Probekörper noch weitere 15 min im Ofen (4.2) zu belassen. Danach sind sie in
fließendes Wasser von 10 °C bis 20 °C unterzutauchen und darin 3 min liegen zu lassen.

Anschließend sind die Probekörper 30 min im Wärmeschrank (4.3) bei (110 5) °C zu trocknen und dann
wieder in den Ofen (4.2) zu setzen.

Falls die Prüfung, beispielsweise über Nacht, unterbrochen werden muss, ist darauf zu achten, dass die
Proben nicht im Ofen (4.2), sondern im Wärmeschrank (4.3) verbleiben.

Die Prüfzyklen sind so lange zu wiederholen, bis die Probekörper in zwei oder mehrere große Stücke
zersprungen sind. Die Prüfung ist auch dann abzubrechen, wenn die Probekörper 30 Abschreckungen
ertragen haben.

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DIN 51068:2008-11

7 Angabe der Ergebnisse


Als Maß der TWB (3.1) ist die Abschreckzahl (3.2) als Einzelwert und, wenn zutreffend, der Medianwert der
Einzelwerte je Probestück anzugeben. Dabei ist diejenige Abschreckung, bei der ein Probekörper zerstört
wird, mitzuzählen.

ANMERKUNG Zusätzliche Fotodokumentationen unterstützen die Aussagekraft des Prüfergebnisses.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss mindestens die folgenden Angaben enthalten:

a) Name des Prüflaboratoriums;

b) Hinweis auf diese Norm, d. h. DIN 51068:2008;

c) Art und Bezeichnung des Probestücks (Auftraggeber, Hersteller, Sorte, Format usw.);

d) Anzahl der geprüften Probestücke;

e) Anzahl der Probekörper je Probestück;

f) Angabe über die jeweilige Entnahmestelle der Probekörper und die Entnahmerichtung, gegebenenfalls
ergänzt durch Skizzen;

g) Maße der Probekörper;

h) Abschreckzahl-Einzelwert und gegebenenfalls Medianwert der Einzelwerte je Probestück;

i) Ort und Datum der Prüfung.

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DIN 51068:2008-11

Literaturhinweise

[1] DIN EN 993-11, Prüfverfahren für dichte geformte feuerfeste Erzeugnisse — Teil 11: Bestimmung der
Temperaturwechselbeständigkeit