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TESTDAF – DER NEUE TOEFL FÜR DIE DEUTSCHE SPRACHE? (Plenary speech)

Conference Paper · June 2008

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1 author:

Elisabeth Lazarou
Polytechnic University of Bucharest
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Contents 1
СЪДЪРЖАНИЕ

REBUILDING THE TOWER OF BABEL: GLOBAL LANGUAGE IN THE 21ST


CENTURY 11
Alan F. Hickman, PhD 11
TESTDAF – DER NEUE TOEFL FÜR DIE DEUTSCHE SPRACHE? 15
Elisabeth Lazarou, M.A. 15
REALIZATIONS OF THE CEFR REQUIREMENTS 37
IN THE ECL EXAMINATIONS 37
László Háry, Juаit Huszti 37
ИЗУЧАВАНЕ И СЕРТИФИЦИРАНЕ БЪЛГАРСКИ ЕЗИК КАТО ЧУЖД И НОВИТЕ
ЕЗИКОВИ РЕАЛНОСТИ В ОБЕДИНЕНА ЕВРОПА 40
Мария Григорова, Аспазия Борисова 40
ПРЕПОДАВАНЕ И ИЗУЧАВАНЕ НА БЪЛГАРСКИ ЕЗИК ЗА ЧУЖДЕНЦИ –
МОДЕРНО, АТРАКТИВНО, ИНОВАТИВНО 73
Магдалена Панова 73
ПРЕВОДЪТ КАТО СРЕДСТВО ПРИ ОБУЧЕНИЕТО ПО ЧУЖД ЕЗИК 80
Аглика Богословова 80
КУРСЪТ ПО ИКОНОМИКА ЗА ЧУЖДЕСТРАННИ СТУДЕНТИ В ДЕО – ИЧС –
СИНТЕЗ НА ОБУЧЕНИЕ И ПРАКТИКА 82
Анастасия Митева, Орхидея Георгиева, Правда Цанкова 82
ПИСМЕНИ ПРЕВОДИ ЗА ЕВРОПЕЙСКИТЕ ИНСТИТУЦИИ – НОВИ
ПРЕДИЗВИКАТЕЛСТВА, НОВИ ВЪЗМОЖНОСТИ 85
Анета Дичева 85
ЗА КОПИПЕЙСТА 88
Бойчо Бойчев, Гинка Димитрова, Петър Петров 88
ЕЗИКЪТ НА ТОЛЕРАНТНОСТТА – КОМУНИКАЦИЯТА НА БЪДЕЩЕТО 92
Борянка Дронзин 92
ЕВФЕМИЗМИТЕ В РАМКИТЕ НА РЕЧЕВИТЕ СТРАТЕГИИ 96
Весела Чергова 96
РАЗВИТИЕ НА РЕЧЕВА СТРАТЕГИЯ ЗА ТЕКСТОВА РЕПРОДУКЦИЯ В
ОБУЧЕНИЕТО ПО СПЕЦИАЛИЗИРАН ЕЗИК НА СТУДЕНТИ – МЕДИЦИ 100
Веселина Няголова 100
ПРЕВОДЪТ КАТО СРЕДСТВО ЗА ФОРМИРАНЕ НА ПРОФЕСИОНАЛНИ
КОМУНИКАТИВНИ УМЕНИЯ 103
Виолета Карастатева 103
ЛИНГВИСТИЧНИ ПАРАДОКСИ В БЪЛГАРОЕЗИЧНАТА КОМУНИКАЦИЯ НА
ТУРСКИ СТУДЕНТИ И СТРАТЕГИИ ЗА ПРЕОДОЛЯВАНЕТО ИМ. 107
Виолета Тачева, Евдокия Скочева, Албена Добрева 107
КУЛТУРНИ И ЛЕКСИЧЕСКИ АСПЕКТИ НА ПРЕВОДА НА РУСКАТА И
БЪЛГАРСКАТА ЮРИДИЧЕСКА ЛЕКСИКА 110
Владимир Манчев, Патриция Черкезова 110
НОВ СЕРТИФИКАТ ЗА ВЛАДЕЕНЕ НА НОВОГРЪЦКИ ЕЗИК 114
Галина Йончева 114

Contents 2
TESTDAF – DER NEUE TOEFL FÜR DIE DEUTSCHE SPRACHE?

Elisabeth Lazarou, M.A.

1. Allgemeines zum TestDaF-Institut und dem Test Deutsch als Fremdsprache (TestDaF)
Der TestDaF ist ein standardisierter und zentralisierter Test für Deutsch als Fremdsprache,
mit dem seit 2001 nachgewiesen werden kann, dass die Sprachkenntnisse für ein Studium
ausreichen. Der Test ermöglicht den Zugang an eine deutsche Hochschule und wird inzwischen
nicht nur von Bildungsinstitutionen in Deutschland, sondern auch von Arbeitgebern als Nachweis
anerkannt. Entwickelt wurde der Test im Auftrag des DAAD und der HRK zwischen 1998 und
2000 von einem Konsortium bestehend aus der Fernuniversität Hagen, der Ruhr-Universität
Bochum, dem Goethe-Institut München und den Carl Duiberg Centren in Köln. Der Test richtet
sich an Studierende und Wissenschaftler/innen und an alle, die für wissenschaftliche Berufe ihre
Deutschkenntnisse nachweisen müssen und misst die Sprachfähigkeit im akademischen Kontext.
Das TestDaF-Institut 1 ist eine Einrichtung der Gesellschaft für Akademische Testentwicklung e.V.
mit Sitz in Hagen. Neben der Erstellung und Organisation der TestDaF-Prüfung forscht und berät
das Institut in den Bereichen Sprachtestentwicklung, Testmethodik sowie testbezogene Informatik
und ist Mitglied der Association of Language Testers in Europe (ALTE).

2. Niveau und Aufgaben der Prüfung


Die Prüfung testet die vier sprachlichen Fertigkeiten – Leserverstehen, Hörverstehen,
Schriftlicher und Mündlicher Ausdruck - getrennt, um ein differenziertes Leistungsprofil
festzustellen. Im Vordergrund steht das Sprachkönnen und weniger das Wissen über Sprache.
Deutsch muss so beherrscht werden, wie es im universitären Kontext prospektiv erforderlich ist. Es
gibt in der Prüfung keinen Teil, der explizites Grammatikwissen testet, hingegen müssen die
rezeptiven Fertigkeiten Lesen und Hören in verschiedenen Verstehensstilen und umfangreicher
Themenbreite bewältigt werden, während bei den produktiven Teilen Schreiben und Sprechen
komplexe Zusammenhänge in anspruchsvoller Weise dargestellt werden müssen.
Die Prüfungsleistungen in jedem Fertigkeitsteil werden dem TestDaF-Niveau (TDN) drei, vier oder
fünf zugewiesen. Das entspricht auf der Skala des Europarats etwa den Niveaustufen B 2.1 (ALTE-
Stufe 3) bis C 1.2 (ALTE-Stufe 5).

Abbildung: Materialien TestDaF-Institut 2004

1
www.testdaf.de
Contents 15
Um sich zu Prüfung anzumelden sollte man mindestens 700 Stunden Deutschunterricht
gehabt haben. Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden

3. Vorbereitung auf die Prüfung und Strategietrainig


Das beim Cornelsen Verlag erschienene Prüfungstraining TestDaF, welche sich gemeinsam
mit Carola Heine ausgearbeitet habe, dient der unmittelbaren Prüfungsvorbereitung auf den
TestDaF. Dabei wird nicht mehr auf den kontinuierlichen Spracherwerb abgezielt wie u.a. den
Aufbau von Wortschatz und Grammatikprogression, vielmehr werden systematisch die vier
sprachlichen Fertigkeiten trainiert und zwar in dem Stil, wie sie die Prüfung abtestet. Ferner werden
die Punkteverteilung bzw. die möglichen Niveauzuweisungen transparent gemacht.
Das Trainingsbuch ist so angelegt, dass es auf das bestmögliche Ergebnis, nämlich 4 x TDN 5
vorbereitet. Das in der Regel ausreichende Ergebnis von 4 x TDN 4 kann natürlich auch damit
eingeübt werden, da es sich um eine Prüfung handelt, die unabhängig vom angestrebten Ergebnis in
Gänze abgelegt werden muss.
Das Trainingsmaterial kann sowohl im In- und Ausland als begleitendes Material kurstragend in
Vorbereitungskursen und im Einzelunterricht eingesetzt werden. Es richtet sich zum einen an
Deutschlehrende, die ihre Kursteilnehmer/innen auf die Prüfung vorbereiten, zum anderen an
Deutschlernende, die sich im Selbststudium die prüfungsrelevanten Fertigkeiten aneignen wollen.

4. Wie wird das Trainingsmaterial eingesetzt?


Vor jedem der vier Prüfungsteile gibt es detaillierte Hinweise zu diesem Subtest. Anhand
eines ersten Übungstests kann man Schritt für Schritt verfolgen, wie die Aufgaben gelöst werden
können. Hier findet man auch nützliche Tipps für die Vorbereitung und für die Prüfungssituation
sowie vorbereitende Übungen, die sich auf die Aufgaben beziehen.
An zwei weiteren Übungssätzen kann anschließend das Strategietraining selbstständig angewendet
werden. Der vom TestDaF-Institut überprüfte Modelltest dient dazu die Prüfungssituation zu
simulieren und die eigenen Leistungen realistisch einzuschätzen.
Zum Trainingsmaterial gehören auch die zwei im Buch eingelegten CDs: Die erste CD
enthält das Hörverstehen und den Mündlichen Ausdruck der Übungstests 1-3, wobei vom 2. und 3.
Übungstest des Mündlichen Ausdrucks nur die Impulse zum Sprechen zu finden sind. Die
komplette Version kann man im Internet unter www.cornelsen.de/daf-testdaf herunterladen. Die CD
2 enthält die Audiomaterialien zum Modelltest mit Vorgaben und Zeiten, wie sie der TestDaF-
Prüfung entsprechen.
Ebenfalls im Buch eingelegt sind die Transkripte der Hörtexte sowie die Lösungen zum
Lese- und Hörverstehen, Lösungsvorschläge in Form eines Erwartungshorizonts zum Mündlichen
und Schriftlichen Ausdruck.
Ich komme nun zu den einzelnen Subtests.

4.1 Subtest Leseverstehen


Der Prüfungsteil Leseverstehen überprüft, inwieweit man Lesetexte verstehen kann, die
einen thematischen und sprachlichen Bezug zum Bereich Hochschule haben. Das Leseverstehen
besteht aus drei Lesetexten mit steigendem Schwierigkeitsgrad, unterschiedlichen Aufgabentypen
und verschiedenen Textsorten. Es handelt sich dabei um Kurztexte aus dem Studienalltag (Lesetext
1), journalistische Texte (Lesetext 2) und Artikel aus einer Fachzeitschrift (Lesetext 3).
Um die Leistungen im Prüfungsteil Leseverstehen einzustufen, wird die Anzahl der richtigen
Lösungen von allen drei Aufgaben errechnet. Sie ist für die jeweils erreichte Niveaustufe
entscheidend.

4.1.1 Leseverstehen 1
In der ersten Aufgabe (TDN 3) werden 8 Kurztexte mit insgesamt 300 bis 450 Wörtern zu
studienbezogenen Themen präsentiert. Diesen Texten soll man innerhalb von 10 Minuten
Informationen entnehmen und sie dann zehn Aufgaben zuordnen.

Contents 16
Die Aufgabe besteht darin, den Gesamtzusammenhang und bestimmte Einzelheiten zu verstehen.
Im Strategietraining wird in 5 Schritten aufgezeigt, wie man durch kursorisches/suchendes Lesen
gezielt Informationen entnehmen und diese den jeweiligen Items zuordnen kann. 2

2
Aus Platzgründen werden in diesem Artikel die didaktisierten Beispiele vom Lese-, Hörverstehen
und Schriftlichen Ausdruck nicht gesondert aufgeführt.

Contents 17
Contents 18
4.1.2 Leseverstehen 2
Die zweite Aufgabe (TDN 4) besteht aus einem journalistischen Text mit insgesamt 450 bis
600 Wörtern, der Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft thematisiert. Bei diesem
Aufgabentyp handelt es ich um eine dreigliedrige Multiple-Choice-Aufgabe. Zu 10 Fragen soll man
innerhalb von 20 Minuten aus drei vorgegebenen Antworten die richtige auswählen, die einer
Aussage im Text entspricht.
Der Text enthält studienbezogene bzw. fächerübergreifende wissenschaftliche Themen, die
journalistisch aufgearbeitet sind. Fachbegriffe, die das Verständnis erschweren, werden entweder
paraphrasiert oder in Fußnoten erklärt.
Die Aufgabe besteht darin, Hauptaussagen sowie Einzelinformationen zu entnehmen, Aussagen zu
vergleichen und die Gesamtaussage des Textes zu verstehen. Hier geht es vordergründig um
globales und selektives Lesen.
Im Strategietraining wird aufgezeigt, wie man durch globales und selektives Lesen diese
Informationen entnehmen und den Items zuordnen kann. Übungen wie zur Paraphrasierungen von
Mengenangaben, zu Synonymen und Umschreibungen, zu Komposita und Oppositionen, dienen der
Vorbereitung auf den Lesetext 2, um die Lesestrategien gezielter einsetzen zu können.

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Contents 20
4.1.3 Leseverstehen 3
In der dritten Aufgabe (TDN 5) soll man einen Text mit insgesamt 550 bis 650 Wörtern aus
einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift oder einem Fachbuch bearbeiten. Bei diesem Aufgabentyp
soll man entscheiden, ob eine vorgegebene Information auf den Text zutrifft, nicht zutrifft oder im
Text nicht behandelt wird. Der Text behandelt ein wissenschaftliches Thema. Fachbegriffe, die das
Verständnis erschweren, werden im Text paraphrasiert oder in Fußnoten erklärt. Die Aufgabe
besteht darin, dem Text Hauptaussagen sowie detaillierte und implizite Einzelinformationen zu
entnehmen, Aussagen zu vergleichen und die Gesamtaussage des Textes zu verstehen. Verlangt
wird in dieser Aufgabe globales, detailliertes und interpretierendes Lesen.
Bei den zehn Items soll man innerhalb von 20 Minuten überprüfen, ob die darin gemachten
Aussagen richtig oder falsch sind oder ob der Text dazu keine Informationen enthält.
Eine Übung, die aufzeigt, wie man Items und Textstellen vergleicht und dabei Unterschiede
herausarbeitet, dient der Vorbereitung auf den Lesetext 3.
Im Strategietraining wird deutlich, wie man durch globales, detailliertes und
interpretierendes Lesen dem Text Information entnommen und mit den Items verglichen werden
können.

Contents 21
Das waren die drei Textsorten zu der Fertigkeit Leseverstehen. Es folgt nun das Hörverstehen.

Contents 22
4.2. Subtest Hörverstehen
Der Prüfungsteil Hörverstehen überprüft, inwieweit man in der Lage ist, gesprochene Texte,
die im akademischen Kontext wichtig sind, angemessen zu verstehen. Das Hörverstehen besteht aus
drei Teilen mit unterschiedlichen Textsorten, Aufgabentypen und steigendem Schwierigkeitsgrad:
ein Dialog aus dem studentischen Alltag (Hörtext 1), eine Interviewrunde mit zwei bis vier
verschiedenen Gesprächsteilnehmern (Hörtext 2) einen Vortrag, eine Vorlesung oder ein
wissenschaftlicher Beitrag mit einem Experten/einer Expertin (Hörtext 3).
Je nach Aufgabenstellung werden unterschiedliche Hörleistungen und Schreibaufgaben
erwartet.

4.2.1 Hörverstehen 1
Beim Hörtext 1 (TDN 3) dauert das Gespräch zwischen zwei und drei Minuten und hat
einen Umfang von 350-400 Wörtern. Man soll acht Fragen zu diesem Dialog beantworten, indem
man gezielt Informationen heraushört und diese stichpunktartig während des Hörens notiert. Die
Items folgen dem Verlauf des Hörtextes. Dieses Gespräch wird nur einmal gehört.
Im Strategietraining soll aufgezeigt werden, wie man den Gesamtzusammenhang und
Einzelheiten mit Hilfe von geeigneten Hörstrategien (globales und selektives Hören) erfassen kann.
Die Übung „Abkürzungen trainieren“ dient der Vorbereitung auf die Arbeit mit dem Hörtext 1.

4.2.2 Hörverstehen 2
Beim Hörtext 2 (TDN 4) handelt es sich um ein Interview mit mehreren Personen. Die
SprecherInnen sind ExpertInnen, ProfessorInnen, Studierende, ModeratorInnen oder
JournalistInnen. Sie sprechen über studienbezogene Sachverhalte oder über fächerübergreifende
wissenschaftliche Themen, über ihre Erfahrungen in speziellen Wissenschaftsbereichen oder
kommentieren aktuelle Themen.

Contents 23
Dieser Hörtext dauert vier bis fünf Minuten und hat einen Umfang von 550 – 580 Wörtern.
Beim Hören soll man komplexe Äußerungen sowie Meinungen und Stellungnahmen verstehen.
Auch soll man Detailinformationen aus dem Gespräch entnehmen.
Während des Hörens muss man entscheiden, ob die Aussagen 9-18 auf dem Aufgabenblatt
mit den entsprechenden Passagen im Hörtext inhaltlich übereinstimmen oder nicht.

4.2.3 Hörverstehen 3
Beim Hörtext 3 (TDN 5) hören die Prüfungsteilnehmer/innen das Interview eines
Journalisten mit einem Experten/einer Expertin oder einen Vortrag zu einem fächerübergreifenden
Thema. Manchmal gibt es ein kurze Moderation als Einführung. Dieser Hörtext ist der längste Text,
er dauert fünf bis sechs Minuten und hat einen Umfang von 580-620 Wörtern. Die Aufgabe der
Prüfungsteilnehmer/innen ist es, Kurzantworten zu sieben zentralen Fragen des Textes zu geben.
Die Items folgen dem Verlauf des Hörtextes. Der Text wird zweimal gehört.
Es geht darum den Gesamtzusammenhang und Einzelheiten sowie implizite Informationen
verstehen. Im Strategietraining wird aufgezeigt, wie durch globales und detailliertes Hören die
Informationen herausgearbeitet werden können.

Contents 24
Das waren die beiden Subtests zu den rezeptiven Fertigkeiten. Ich komme nun zu den
produktiven Fertigkeiten Schriftlicher und Mündlicher Ausdruck.

4.3 Subtest Schriftlicher Ausdruck


Der Prüfungsteil Schriftlicher Ausdruck überprüft, inwieweit man zu einem bestimmten
Thema einen zusammenhängenden und klar aufgebauten Text schreiben kann. Es gibt zwei
Aufgabenteile. Zunächst soll man statistische Daten zum Thema präzise beschreiben und
zusammenfassen, ggf. auch Zusammenhänge darstellen. Als Vorgabe dienen Grafiken, Tabellen
oder Diagramme. Dabei geht es um die Wiedergabe der wichtigsten Informationen und je nach
Aufgabe um den Vergleich von Angaben. In der Aufgabenstellung werden die Aspekte genannt, auf
die die Prüfungsteilnehmer/innen bei der Beschreibung eingehen sollen.
Beim zweiten Aufgabenteil „Argumentieren“ soll man zu einer Diskussionsfrage Stellung
nehmen, zu einem Aspekt des Themas verschiedene Positionen abwägen und den eigenen
Standpunkt begründet darlegen. Wie im ersten Aufgabenteil werden auch bei der Aufgabenstellung
für die Argumentation die zu bearbeitenden Aspekte aufgeführt. Für die gesamte Schreibaufgabe

Contents 25
hat man 60 Minuten Bearbeitungszeit. Für die Beschreibung der Grafik sollte man ca. 20 und für
die Argumentation ca. 40 Minuten einplanen.

Der Text wird nach bestimmten Kriterien beurteilt und dadurch einer TestDaF-Niveaustufe
(TDN) zugeordnet. Die Kriterien beziehen sich auf Gesamteindruck, Umsetzung der Aufgabe und
sprachliche Realisierung. Dabei spielen folgende Aspekte eine Rolle: a) Wie verständlich ist der
Text für einen Rezipienten/eine Rezipientin? (Gesamteindruck); b) Passt die Ausarbeitung zur
Aufgabenstellung? (Umsetzung der Aufgabe) und c) Welche sprachlichen und stilistischen Mittel
hat der/die Prüfungsteilnehmer/in benutzt? (sprachliche Realisierung).

Im Strategietraining wird die Vorgehensweise beim Verfassen eines solchen Textes detailliert
dargelegt und beispielhaft mit Redemitteln zu folgenden Textmerkmalen ergänzt:
- Einen Einleitungstext schreiben
- Den Schluss der Einleitung formulieren
- Eine Grafikbeschreibung einleiten
- Eine statische/dynamische Grafik beschreiben
- Vergleichen
- Hervorheben oder Betonen
- Zusammenfassen
- Schlussfolgern/überleiten
- Aussagen verknüpfen
- Zustimmung/Ablehnung
- Gewichten/gegeneinander abwägen/Pro- und Kontra-Argumente
- Zusammenfassung
- Den eigenen Standpunkt ausdrücken.

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Contents 27
4.4 Subtest Mündlicher Ausdruck
Im Prüfungsteil Mündlicher Ausdruck sollen die Prüfungsteilnehmer/innen nachweisen,
dass sie in der Lage sind, verschiedene Situationen im universitären Kontext und im studentischen
Alltag sprachlich zu bewältigen. Der Prüfungsteil besteht aus sieben Aufgaben mit
unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Inhaltlich handelt es sich um verschiedene Situationen aus
dem deutschen Hochschulleben. Es geht z. B. darum, eine Auskunft einzuholen, an Gesprächen
unter Studierenden teilzunehmen oder Grafiken zu beschreiben. In den Aufgabenstellungen werden
genau die Punkte genannt, auf die man eingehen soll.
Dieser Prüfungsteil ist CD- oder kassettengesteuert. Die Aufgaben liegen in gedruckter
Form vor und man hört sie gleichzeitig auf der CD bzw. der Kassette. Die Antworten werden auf
einer zweiten CD oder Kassette aufgenommen. Die CD bzw. die Kassette wird zentral gestartet und
läuft ohne Unterbrechung bis zum Ende durch. Es ist kein authentisches Prüfungsgespräch und man
hat während der Prüfung keine Möglichkeit, den Ablauf zu unterbrechen oder nachzufragen. Der
Prüfungsteil Mündlicher Ausdruck dauert mit der Anleitung ca. 35 Minuten.
Den Besonderheiten dieser Prüfung stehen die folgenden Vorteile gegenüber:
- Die Abläufe sind standardisiert.
- Alle sieben Aufgaben sind immer nach dem gleichen Schema aufgebaut.
- Anweisungen, Hinweise u.ä. werden mehrfach wiederholt.
- Alle Fragen stehen im Aufgabenheft und kommen von einer CD oder Kassette. Man kann
sie also gleichzeitig hören und lesen.
Die Aufgaben sind unterschiedlich schwierig und liegen jeweils auf einer der drei TestDaF-
Niveaustufen TDN3, TDN4 oder TDN5. Alle Aufgaben müssen bearbeitet werden.
Die Schwierigkeit der Aufgaben wird durch verschiedene Elemente bestimmt. Deshalb
sollten die Prüfungsteilnehmer/innen auf folgende Fragestellungen achten:
- In welcher Rolle agieren meine (fiktiven) Gesprächspartner bzw. Gesprächspartnerinnen? Ist
es z. B. eine Kommilitonin, eine Freundin oder ist ein Dozent / eine Dozentin im Seminar?
- Spreche ich mit einer Person oder spreche ich vor einem Auditorium, z. B. vor einem
Seminar?
- Handelt es sich um eine formelle oder informelle Situation?
- Ist das Thema in der Aufgabe etwas Alltägliches, etwas Persönliches oder eine Frage ein
einem wissenschaftlichen Kontext?
Die Kriterien für die Beurteilung des Prüfungsteils Mündlicher Ausdruck sind für alle
Niveaustufen gleich: Sie beziehen sich auf Gesamteindruck „Wie wirkt die Äußerung des
Prüfungsteilnehmers/der Prüfungsteilnehmerin auf eine Hörerin/einen Hörer?’“, auf die Umsetzung
der Aufgabe „Passt die Antwort/Reaktion zur Aufgabenstellung?“ und auf die sprachliche
Realisierung „Welche sprachlichen Mittel wurden dabei benutzt?“.

4.4.1 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 1 (TDN 3)


In der ersten Aufgabe geht es darum, ein persönliches Anliegen am Telefon vorzutragen.
Hierbei handelt es sich um einen formellen universitären Kontext. Das bedeutet Siezen und formelle
Sprache.
Das Strategietraining sieht wie folgt aus:

Contents 28
4.4.2 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 2 (TDN 3)
Bei der zweiten Aufgabe muss man einen Sachverhalt und eigene Erfahrungen im
Heimatland darstellen. Es handelt sich um eine informelle Situation unter Studierenden.

Contents 29
4.4.3 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 3 (TDN 4)
In der dritten Aufgabe geht es um eine Veranstaltung an der Universität, also eine formelle
Situation. Der/die Prüfungsteilnehmer/in wird im Rahmen eines Landeskundekurses, eines
Deutschkurses oder eines Tutoriums aufgefordert, eine Grafik zu beschreiben. Es handelt sich um
eine formelle Situation im akademischen Kontext.
Beim Strategietraining wird aufgezeigt, wie man systematisch an diese Aufgabe herangeht
und anhand von Redemitteln, die der Beschreibung dienen, an diesem Beispiel erläutert, wie die
Lösung erarbeitet wird.

Contents 30
Contents 31
4.4.4 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 4 (TDN 5)
Bei dieser Aufgabe ist ein formeller Rahmen gegeben. Es handelt sich meist um eine
Diskussion in einer universitären Veranstaltung. Die Prüfungsteilnehmer/innen sollen zu einem
studien- oder universitätsbezogenen Thema die Vor- und Nachteile darstellen und gegeneinander
abwägen.
Beim Strategietraining wird auch hier systematisch aufgezeigt, wie man die Aufgabe
bearbeiten kann und einige Redemittel zum Argumentieren anwenden kann.

Contents 32
4.4.5 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 5 (TDN 4)
Bei der Aufgabe 5 handelt es sich um eine informelle Situation, ein Gespräch unter
Kommilitonen. Es wird ein Thema aufgebracht, zu dem es zwei Handlungsmöglichkeiten gibt.
Beim Strategietraining wird die Herausarbeitung von Vor- und Nachteilen und die Formulierung
des Ratschlags aufgezeigt. Auch hier werden spezifische Redemittel vorgegeben, mit denen man die
Sprechhandlung ausführen soll.

Contents 33
4.4.6 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 6 (TDN5)
In der Aufgabe 6 sehen Sie eine formelle Situation in einer Lehrveranstaltung. Die
Prüfungsteilnehmer/innen sollen ausgehend von eine oder zwei Grafiken Gründe für die gezeigte
Situation oder die bisherige Entwicklung nennen. Dann sollen Hypothesen zu denkbaren
Auswirkungen aufgestellt werden.
Wie geht man hier am besten vor? Zunächst sollte das Thema erfasst werden und man sollte
sammeln, was man dazu schon weiß. Hier in diesem Beispiel ist es die Entwicklung der
Arbeitslosenzahlen sowie der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Ausbildung.
In der Vorbereitungszeit sollte man sich auch Notizen machen und sich beim Sprechen
daran orientieren, um die Aufgabe innerhalb der vorgegebenen Redezeit zu bewältigen. Als weitere
Hilfestellung dienen die für diese Aufgabe vorgegebenen Redemittel.

Contents 34
4.4.7 Mündlicher Ausdruck: Aufgabe 7 (TDN 3)
Die letzte Aufgabe auf der Niveaustufe 3 ist eine informelle Situation, ein Gespräch mit
einem Freund bzw. einer Freundin. Das Thema ist dem studentischen Alltag entlehnt. Hierbei soll
man die eigene Meinung zu einem Plan oder Vorhaben des Gesprächspartners oder der
Gesprächspartnerin darstellen und begründen.

Contents 35
Damit bin ich am Ende meiner Präsentation angekommen. Die Frage, ob der TestDaF als
TOEFL bezeichnet werden kann, kann mit einem klaren nein beantwortet werden, wenn man einen
Vergleich anstellt. Der TOEFL besteht bekanntlich aus 100 Multiple-Choice-Fragen zu den
Bereichen Hörverstehen, Struktur (Grammatik), Leseverstehen, Schriftlichen Ausdruck und ist ein
adaptiver Test.

Ich hoffe Ihnen damit einen Einblick in das vorhandene Trainingsmaterial gegeben zu haben
und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

Literatur
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Politik und Praxis. Bd. 8. Bielefeld: Bertelsmann, S. 80-87.
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als Fremdsprache für ausländische Studienbewerber. In InfoDaF, 25(1), S. 97–103.
Casper-Hehne, H./Koreik, U. (Hrsg) (2004) DSH und TestDaF als hochschulbezogene Prüfungssysteme für
Deutsch als Fremdsprache. Standortbestimmungen und Entwicklungslinien (=Perspektiven Deutsch als
Fremdsprache, Bd. 17). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren
Grotjahn, R. (2005) Sprachprüfungen als Instrument der Qualitätssicherung in Lehre und Studium. In
Hopbach, A./Chalvet, V. (Hrsg.) Qualität messen – Qualität managen: Leistungsparameter in der
Hochschulentwicklung (= Beiträge zur Hochschulpolitik, Bd. 6). S. 55-62.
Grotjahn, R./Kleppin, K. (2004) TestDaF: Stand der Entwicklung und einige Perspektiven für Forschung
und Praxis. In Casper-Hehne, H./Koreik, U. (Hrsg.) DSH und TestDaF als hochschulbezogene
Prüfungssysteme für Deutsch als Fremdsprache. Standortbestimmungen und Entwicklungslinien
(=Perspektiven Deutsch als Fremdsprache, Bd. 17). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, S. 79-
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Neue Medien – Neues Lehren – Neues Lernen: Fremdsprachenunterricht im Informationszeitalter. Bochum:
AKS-Verlag, S. 267-284.
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Kniffka, G./Üstünsoz-Beurer, D. (2001) TestDaF: Mündlicher Ausdruck: Zur Entwicklung eines
kassettengesteuerten Testformats. In Fremdsprachen Lehren und Lernen. Heft 30, S. 127-149.
Kniffka, G. & Rissom, I. (2002) Die Niveaustufen des Europarates als Basis für die Entwicklung
studienrelevanter Tests: TestDaF. In Wolff, A./Lange, M. (Hrsg.) Europäisches Jahr der Sprachen:
Mehrsprachigkeit in Europa (Materialien Deutsch als Fremdsprache, Bd. 65). Regensburg: Fachverband
Deutsch als Fremdsprache, S. 408-420.
Lazarou, E. (2004) Vorstellung eines Vorbereitungskurses auf die TestDaF-Prüfung an der Technischen
Universität Sofia/Bulgarien. In Casper-Hehne, H./Koreik, U. (Hrsg.) DSH und TestDaF als
hochschulbezogene Prüfungssysteme für Deutsch als Fremdsprache. Standortbestimmungen und
Entwicklungslinien (=Perspektiven Deutsch als Fremdsprache, Bd. 17). Baltmannsweiler: Schneider Verlag
Hohengehren, S. 236-270.
Koreik, U./Schimmel, D. (2002) Hörverstehenstests bei der DSH, der Feststellungsprüfung und TestDaF.
Eine Vergleichsstudie mit weiterführenden Überlegungen zu TestDaF und DSH. In InfoDaF, 29 (5), S. 409-
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Krekeler, C. (2005) Die DSH-TestDaF-Vergleichsstudie an der Fachhochschule Konstanz. In: Koreik, U.
(Hrsg.) DSH und TestDaF – eine Vergleichsstudie (= Perspektiven Deutsch als Fremdsprache, Bd.18).
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Krekeler, C. (2001) Die Grammatik fehlt! Fehlt die Grammatik? Rückwirkungsmechanismen von TestDaF
und DSH. In InfoDaF, 29(5), S. 441-458.

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