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УДК 811.112.2’373(075.

8)
ББК 81.2Нем-3-923
Л24

Утверждено на заседании кафедры немецкого языка


25 ноября 2008 г., протокол № 4

Р е ц е н з е н т ы:
кандидат педагогических наук, доцент А. М. Леус;
кандидат педагогических наук, доцент О. В. Васильева

Лаптева, Н. Е.
Л24 Немецкий язык для студентов-юристов: практикум = Deutsch für
Jurastudenten: Arbeitsbuch / Н. Е. Лаптева, И. Е. Ковалeва. – Минск :
БГУ, 2009. – 176 с.
ISBN 978-985-518-253-6.

Практикум является частью учебно-методического комплекса по не-


мецкому языку для студентов-юристов, способствует формированию и
совершенствованию лексических и грамматических навыков, развитию
умений профессионально ориентированного общения.
Предназначен для аудиторной и внеаудиторной самостоятельной
работы студентов-юристов.

УДК 811.112.2’373(075.8)
ББК 81.2Нем-3-923

© Лаптева Н. Е.,
Ковалева И. Е., 2009
ISBN 978-985-518-253-6 © БГУ, 2009

2
Предисловие
В практическое пособие вошли девять содержательных
блоков (Juristenausbildung; Juristische Berufe; Rechtsgebiete und
Rechtsquellen; Staats- und Verfassungsrecht; Verwaltungsrecht;
Strafrecht; Privatrecht. Grundbegriffe; Schuldrecht; Sachenrecht),
которые дают возможность поступательно закреплять и
углублять знания, полученные при изучении соответ-
ствующих разделов учебно-методического пособия Deutsch
für Jurastudenten. Предлагаются задания и упражнения для
формирования и совершенствования лексических и грам-
матических навыков, развития умений чтения с различной
глубиной понимания прочитанного, умений письменного
перевода и реферирования оригинальных текстов по
специальности, а также описания графических изображений.
Каждый блок заканчивается заданиями, позволяющими
определять уровень усвоения пройденного материала.
Упражнения, которые могут вызвать трудности, сопро-
вождаются заданиями, выступающими в качестве подсказки
либо ключа для проверки правильности их выполнения, что
позволяет использовать данное пособие для организации как
аудиторной, так и внеаудиторной самостоятельной работы
студентов.
Практическое пособие предназначено, прежде всего, для
использования в процессе обучения профессионально ориен-
тированному иноязычному общению в области юрис-
пруденции в качестве составной части УМК. Вместе с тем
оно будет полезно при проведении спецкурсов, факуль-
тативных занятий, а также всем желающим усовершенство-
вать уровень владения немецким языком по выбранной спе-
циальности.

3
DAS SOLL IHNEN BEIM DEUTSCHLERNEN
HELFEN
!!! Beim Sprechen helfen Ihnen die Redemittel. Sie sind besonders wichtig für
die Versprachlichung von Schaubildern, Grafiken, Tabellen, die im Zeitalter
des Internets immer wichtiger sind.

!!! Tabellen und Schemata sind eine Form der Informationsverarbeitung,


der Umgang damit – eine wichtige Schlüsselqualifikation.

!!! Wörter sammeln und ordnen bedeutet Wörter besser lernen und behalten.

!!! Sich die Komponenten von Komposita bewusst machen hilft bei
der Erschließung neuer Wörter und beim Verständnis von Texten.

!!! Stichwortartig schreiben ist eine wichtige Fertigkeit, um


Kerninformationen zu notieren.

!!! Beim Lesen ist es nicht unbedingt nötig, wenn Sie bestimmte Informationen
suchen, alle Begriffe zu verstehen. Konzentrieren Sie sich vor allem auf
Schlüsselwörter – auf Wörter, die mehrmals im Text wiederkehren und in
denen die Hauptinformationen stecken können.

!!! Die Schlüsselaussagen zeigen Ihnen den gedanklichen Aufbau des Textes
und helfen bei der erstellung einer Zusammenfassung.

4
Einheit 1
Juristenausbildung
Die Wörter lassen sich besser merken, wenn man sie sammelt und
nach bestimmten Ordnungssystemen bündelt. Das
Zusammenstellen von Wörtern in Wörternetzen kann das Behalten
erleichtern.

Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema „Juristen-
ausbildung“ arbeiten.

Staatsprüfung
Universitätsstudium
Klausur
Prüfungen

Juristenausbildung

Richter
Rechtsgebiete

Berufsmöglichkeiten

Strafrecht

5
z1. Was passt zusammen? Ordnen Sie bitte zu.
Nomen Verben
1. die Staatsprüfung a. eröffnen 1.
2. ein Universitätsstudium b. studieren 2.
3. den Zugang c. durchwandern 3.
4. die Befähigung d. erwerben 4.
5. den Stoff (im Examen) e. bestehen/ablegen 5.
6. Rechtswissenschaft f. wählen 6.
7. den Beruf g. absolvieren 7.
8. Ausbildungsstationen h. abfragen 8.

z2. Ergänzen Sie die Lücken mit den passenden Wörtern aus Übung 1
in der richtigen Form.
1. Zuerst soll der angehende Jurist ein a) _______ b) _______.
2. Außer der c) _______ d) _______ die Jurastudenten Rechtsgeschichte,
Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie und andere Fächer.
3. Am Ende des Studiums e)_______ die Jurastudenten die erste f)_______
g)_______ .
4. Im Jurastudium h)_______ man den gesamten i)_______ im Staatsexamen
im vollen Umfang j)_______.
5. Während des juristischen Vorbereitungsdienstes k)_______ der Referendar
verschiedene l)_______ in Justiz und Verwaltung.
6. Das Assessorexamen m)_________ den n)___________ zu allen juristischen
Berufen.
7. Mit dem Assessorexamen o)________ man die p)________ zum Richteramt.
8. Die meisten Juristen q)_______ den r)_______ des Rechtsanwalts.

z3. a) Was passt zusammen? Bilden Sie sinngemäße Wort-


verbindungen. Achten Sie bitte dabei auf die grammatischen Formen.

den Staatsdienst unterteilen


in/ im Rechtsgebieten durchfallen
an/ am Referendar anschließen
zur/zum Gebiete ausbilden
sich als die einheitliche Berufsausbildung gehen
mit Richter selbstständig machen
durch Staatsexamen beschäftigen
Referendarexamen abschließen
das 1. Staatsexamen gekennzeichnet sein
Anwalt ernennen

6
b) Gebrauchen Sie diese Wortverbindungen in Ihren eigenen
Sätzen.
1. ____________________________________________
2. ____________________________________________
3. ____________________________________________
4. ____________________________________________
5. ____________________________________________
6. ____________________________________________
7. ____________________________________________
8. ____________________________________________
9. ____________________________________________
10. ____________________________________________

z4. Bilden Sie alle möglichen Komposita. Vergessen Sie nicht,


wo nötig, die Fugenzeichen hinzuzufügen.

Bestimmungswort Fuge Grundwort


Verfassung Examen
Ausbildung Möglichkeit
Wirtschaft Wissenschaft
Jurist -s- Verfahren
Staat Ausbildung
Referendar Studium
-(e)n-
Straf Amt
Universität Weg
Laie - Richter
Recht Recht
Beruf Anwalt
Richter Jurist

z5. Ergänzen Sie die Sätze, indem Sie aus dem gegebenen
Wortmaterial Sätze bilden.

7
1 zwischen, ein Jurastudium, in der Regel, fünf,
dauern, vier, dass, Jahre, und.
2 geben, in, Prüfungen, es, wie viele, das
Jurastudium.
Ich weiß, … 3 als, Absolventen, dass, selbstständig, die
meisten, Rechtsanwälte, sich, machen.
Man behauptet, … 4 zu, die Uni, ausbilden, ob, viele Berufe, an, man.
Ich möchte wissen, ... 5 sich beschäftigen, 3 Rechtsgebiete, man, bei, das
Studium, dass, mit.
Man fragt, ... 6 arbeiten, die Referendarzeit, wo, die
Jurastudenten, in.
7 auf, haben, der Weg, ablegen, man, zum
Staatsexamen, was, zu.
8 am Ende, in, die Prüfer, ob, das Studium,
abfragen, der volle Umfang, der gesamte Stoff.

z6. Setzen Sie die richtigen Wörter ein, die alle 5 Buchstaben
gemeinsam haben.

Definitionen:
1. Das Examen am Ende des Studiums
2. Das Recht, das unter anderem die Organisation des Staates umfasst
3. Der Staat, in dem die Demokratie, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung und
die Gewaltenteilung die wichtigsten Merkmale sind
4. Der Jurist, der für die Strafverfolgung zuständig ist
5. Berufstätigkeit in einer staatlichen Einrichtung
1

z7. a) Lesen Sie den folgenden Text durch und finden heraus,
welche Voraussetzungen für das erfolgreiche Durchsetzen der
Juristen auf dem Arbeitsmarkt wichtig sind.
8
Text
Schneller, schlauer, gewandter

1. Was ist das Geheimnis erfolgreicher Jurastudenten?


Eine Sonderauswertung der „Studentenspiegel“ -Studie für
das manager magazin zeigt: Die besten Paragrafenkenner
ziehen ihr Studium schneller durch, haben bessere Abitur-
Noten und beherrschen mehr Fremdsprachen als ihre
Kommilitonen.
2. Leugnen ist zwecklos: Die Lage auf dem Juristenmarkt ist ernst. Die
Arbeitslosenquote der Paragrafenkenner liegt deutlich über dem Durchschnitt
aller Akademiker.
3. Studienanfänger scheint diese trübe Perspektive allerdings kaum zu
stören: Jedes Jahr schreiben sich rund 17 000 Erstsemester an den juristischen
Fakultäten ein, rund 10 000 Absolventen des zweiten Staatsexamens drängen
Jahr für Jahr neu auf den Arbeitsmarkt zwei Jahrgänge würden theoretisch
ausreichen, um alle Richterstellen im Land neu zu besetzen.
4. Doch mit Fantasie, Einsatz und Kompetenz können Justitias Jünger auch
heute noch ihr Glück machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Sonderauswertung der Studie „Studentenspiegel“. Für die Untersuchung haben
SPIEGEL, AOL und die Unternehmensberatung McKinsey bundesweit 50 000
Studierende aller Fächer nach ihren Qualifikationen und Lebensläufen gefragt.
Exklusiv für manager magazin hat McKinsey eine Sonderauswertung der Jura-
studenten erarbeitet.
5. Die wichtigsten Ergebnisse: Die besten 10 Prozent der angehenden
Rechtswissenschaftler
• erreichen eine durchschnittliche Abitur-Note von 1,5 (gegenüber
2,1 unter allen Jurastudenten)
• benötigen fast 1,5 Semester weniger für ihr Studium
• haben im Schnitt 3,3 Praktika absolviert (Gesamtdurchschnitt: 2,5)
• sind fitter in Fremdsprachen: Jeder Fünfte beherrscht neben Englisch
noch zwei weitere Fremdsprachen (aber nur jeder Zehnte ihrer
Kommilitonen)
• haben deutlich länger im Ausland studiert oder gearbeitet: Fast jeder
Zweite war ein Jahr oder länger im Ausland (gegenüber jedem Fünften
im Schnitt aller Jurastudenten).
6. Untersuchungskriterien der Studie waren unter anderem: Abitur- und
Examensnoten, Studiendauer, Sprachkenntnisse, Stipendien und Preise sowie
Veröffentlichungen.
Martin Scheele und Klaus Werle (aus: www.manager-magazin.de)

9
b) Was sagt der Text? Lesen Sie den Text detailliert durch und
kreuzen Sie die zutreffenden Aussagen an.
Abschnitt 1
a. Die besten Jurastudenten absolvieren ihr Studium schneller.
b. Die besten Noten in der Rechtswissenschaft sind ausschlaggebend, alle
anderen Fächer sind nicht nötig.
Abschnitt 2
c. Die angehenden Juristen können schnell eine gute Arbeitsstelle finden.
d. Es gibt eine große Zahl der Arbeitslosen unter den Juristen.
Abschnitt 3
e. Die Studienanfänger haben Angst vor der trüben Zukunft.
f. Trotz aller Schwierigkeiten bewerben sich viele junge Leute um einen
Studienplatz an den juristischen Fakultäten.
Abschnitt 4
g. Die angehenden Juristen können sich durchsetzen, wenn Sie
kompetent, einsatzfähig, fantasievoll sind.
h. Solche Eigenschaften wie Fantasie, Einsatz und Kompetenz bringen
kein Glück im Berufsleben.
Abschnitte 5–6
Die wichtigsten Untersuchungskriterien der Studie waren vor allem:
i. Abiturnoten, Studiendauer, Sprachkenntnisse, Alter, Studium und
Arbeit im Ausland, Nationalität.
j. Abitur- und Examensnoten, Sprachkenntnisse, Auslandsstudium,
Praktika, Studiendauer.

z8. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.


Text

Man bildet Jurastudenten in Deutschland zum so genannten „Einheitsjuristen“


aus. Er gilt als „zum Richteramt befähigt“ und sollte im Idealfall in allen nur
denkbaren rechtlichen Berufen einsatzfähig sein. Der Jurist soll also in der Lage
sein, nach Einarbeitung in Besonderheiten einzelner Gebiete grundsätzlich alle
Bereiche des Rechts kompetent zu bearbeiten und damit alle juristischen Berufe
auszuüben. In der Praxis ist jedoch eine Spezialisierung im Anschluss an das
Studium unumgänglich. Das Studium der Rechtswissenschaft absolviert man an
den juristischen Fakultäten der Universitäten. Im Unterschied zu vielen anderen
Fächern fragt man im Jurastudium den gesamten Stoff im Staatsexamen am
Ende des Studiums im vollen Umfang ab.

10
Testen Sie sich!
z9. Ergänzen Sie die fehlenden 34 Wortteile.
Von jedem zweiten Wort fehlt die Hälfte der Buchstaben. In einem Wort
mit einer ungeraden Anzahl von Buchstaben fehlt die Hälfte +einer.

Das Studium der Rechtswissenschaft absolviert man an den juristischen


Fakultäten der Universitäten. Im Universit_ _ _ _ _ _ _ _ _ _1) beschäftigt
si_ _2) der zukün_ _ _ _ _3) Jurist m_ _4) den dr_ _5) großen
Rechtsg_ _ _ _ _ _ _6): Zivilrecht, Sta_ _ _7)- und Verfassu_ _ _ _ _ _ _ _8) und
Straf_ _ _ _ _9). Das Universit_ _ _ _ _ _ _ _ _ _10) dauert i_11) der Re_ _ _12)
etwa ac_ _13) Semester, al_ _14) vier Ja_ _ _15). Es en_ _ _16) mit d_ _17) ersten
Staats_ _ _ _ _ _18), dem Referend_ _ _ _ _ _ _ _19). Daran schl_ _ _ _20) sich
d_ _21) juristische Vorbereit_ _ _ _ _ _ _ _ _ _22) an, d_ _23) Referendariat.
D_ _24) Referendare verbr_ _ _ _ _25) jeweils ein_ _ _26) Monate b_ _27)
Gerichten, Verwa_ _ _ _ _28), Rechtsanwälten u_ _29) in weit_ _ _ _30)
Stationen. A_ _31) Abschluss fo_ _ _32) das zwe_ _ _33) Staatsexamen, d_ _34)
Assessorexamen. Mit Bestehen dieser Prüfung ist der Absolvent fertiger Jurist,
so genannter Volljurist, und grundsätzlich fähig, jeden juristischen Beruf
auszuüben.
z10. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.
Nomen
Absolvent Durchfallquote
Angestellte Einheitsjurist
Anwalt Gericht
Assessorexamen Juristenausbildung
Beamte Kanzlei
Befähigung Klausur
Behörde Notar
Berufsmöglichkeit Pflichtstoff
11
Praktikum Staatsdienst
Recht Staatsexamen
Rechtsabteilung Staats- und Verfassungsrecht
Rechtsanwalt Strafrecht
Rechtsgebiet Universitätsstudium
Rechtswissenschaft Verwaltung
Referendar Verwaltungsrecht
Referendarbezüge Volljurist
Referendarexamen Wirtschaftsjurist
Referendariat Zivilrecht
Richter Zwischenprüfung
Staatsanwalt

Verben
abfragen betragen
ablegen (Prüfung) dauern
abschließen durchfallen
absolvieren studieren
anschließen, sich umfassen
ausbilden unterteilen
beschäftigen, sich wählen
bestehen (Prüfung) wiederholen

Adjektive/ Adverbien
angehend selbstständig
juristisch tätig sein
rechtswissenschaftlich zukünftig

Ausdrücke
im Unterschied zu Dat.
in den Staatsdienst gehen

12
Einheit 2
Juristische Berufe
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema „Juristi-
sche Berufe“ arbeiten.

Tätigkeit Besonderheiten

Rechtsanwalt

Tätigkeit Tätigkeit

Richter Notar

Besonderheiten Besonderheiten

Juristische Berufe

Tätigkeit Tätigkeit

Wirtschaftsjurist Hochschullehrer

Besonderheiten Besonderheiten

Staatsanwalt

Besonderheiten Tätigkeit

13
z1. a) Was passt zusammen?

Nomen Verben
in der Rechtsabteilung einer Firma 1 a bearbeiten
über Rechtsstreitigkeiten 2 b erheben
Mandanten 3 c vertreten
die Unterschrift 4 d entscheiden
ein Urteil 5 e tätig sein
vor Gericht 6 f beraten
eine Anklage 7 g unterworfen sein
Vertragsfragen in einer Firma 8 h verkünden
einen Vertrag 9 i zuständig sein
dem Gesetz 10 j beglaubigen
für die Strafverfolgung 11 k abfassen
b) Ordnen Sie die passenden Wortverbindungen den Berufen
zu. Benutzen Sie die Wortverbindungen bei der Beschreibung
dieser Berufe.

Richter Staatsanwalt Rechtsanwalt Notar Wirtschaftsjuris


t
_______ ________ _________ _______ __________
_______ ________ _________ _______ __________
_______ ________ _________ _______ __________
_______ ________ _________ _______ __________

z2. Bilden Sie mit den folgenden Präfixen von den angegebe-
nen Verben neue Verben und setzen Sie sie an die richtigen
Stellen in richtiger Form im Text ein.

ab- ver- fassen schreiben setzen


unter - an- ein- vor- werfen liegen
stellen schließen

1. Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz und ihrem Gewissen ____.
2. Der Richter _______ bei seiner Rechtsprechungstätigkeit keinen Anweisun-
gen seitens seiner Vorgesetzten.

14
3. Niemand kann einem Richter _______, wann und wie er einen Fall entschei-
den muss.
4. Der Richter kann gegen seinen Willen weder _______ noch _______
werden.
5. Jeder Jurist, der die Zweite Staatsprüfung bestanden hat, kann als
Rechtsanwalt _______ werden.
6. Die Wirtschaftsjuristen sind weder einem klassischen juristischen Beruf
noch in der öffentlichen Verwaltung, sondern in einem
Wirtschaftsunternehmen _____.
7. Das Referendariat _______ sich an das Erste Staatsexamen _____.
8. Das Universitätsstudium wird mit der ersten juristischen Prüfung _______ .
9. Die Notare _______ bestimmte Verträge _______.

z3. a) In jedem Kasten gibt es 1–2 Nomen, die mit dem Verb
in der Mitte nicht gebraucht werden können. Unterstreichen Sie
die Wörter, die mit dem Verb sinngemäße Wortverbindungen
bilden können.

ein Testament einen Mandanten


einen Mandante einen Erbvertrag ein Testament einen Fall
abfassen vertreten
einen Ehevertrag eine Anklage vor Gericht einen Auftraggeber
eine Unterschrift einen Vertrag eine Anklage
eine Abschrift eine Vorschrift verkünden
beglaubigen ein Strafverfahren die Uhrzeit
ein Dokument einen Notar ein Urteil
die Unterschriften die Ermittlung Steuern
zuständig sein für einen Vertrag eine Anklage
diesen Fall die Strafverfolgung erheben
die Gesetzgebung die Gläser eine Strafverfolgung
einen Mandanten den Programmablauf
einen Auftraggeber ein Praktikum einen Plan einen Rechtsfall
beraten entwerfen
in Rechtsfragen ein Urteil einen Vertrag ein Gesetz
ein Staatsexamen über einen Fall einen Streit
einen Mantel Prüfungen entscheiden
ablegen ein Urteil Rechtsstreitigkeiten
einen Ehevertrag eine Anklage die Ermittlung

15
b) Wählen Sie 5–7 passende Wortverbindungen und
gebrauchen Sie sie in einem kleinen inhaltlichen
Zusammenhang.
z4. a) Bilden Sie von den Nomenn die Adjektive mit dem Suffix
–lich oder –isch.
a) Richter b) Recht c) Jurist d) Gesetz
e) Tatsache f) Freiheit g) Gesellschaft h) Praktikum
z5. Ergänzen Sie die fehlenden Adjektivendungen.
a) der freiheitlich__, demokratisch__ und sozial__ Rechtsstaat
b) die verwandt__ Wissenschaften
c) die erworben__ Kenntnisse
d) ein zukünftig__ Jurist
e) die juristisch__ Staatsprüfung
f) die praktisch__ Ausbildungsstationen
g) ein groß__ Rechtsgebiet
h) die rechtlich__ Beziehungen
i) erheblich__ Fragen
j) die staatlich__ Organe

z6. Ordnen Sie die Adjektive den folgenden Nomen zu.


Adjektive Nomen
gesetzlich Verwaltung
gesellschaftlich Erfahrung
richterlich Ausbildung
praktisch Ansehen
öffentlich Unabhängigkeit
konkret Bestimmung
juristisch Fall

Die richterliche Unabhängigkeit

16
z7. Ergänzen Sie in den Sätzen die fehlenden (substantivier-
ten) Adjektive bzw. Partizipien in der richtigen Form.
1. Der Beruf des Richters ist durch die _______ Unabhängigkeit geprägt.
2. Nur der Richter entscheidet einen _______ Fall.
3. Laienrichter sind Bürger ohne _______ Ausbildung.
4. Der Staatsanwalt muss im Gegensatz zum Richter den Anweisungen seiner
_______ folgen.
5. Die Notare beurkunden die Verträge auf Grund _______ Bestimmungen.
6. Die meisten Juristen sind in der ______ Verwaltung tätig.
7. Universitätsprofessoren haben in Deutschland ein _______ _______
Ansehen.
8. Universitätsprofessoren haben keinerlei ____ Erfahrung in einem ____
Beruf.
z8. Bereiten Sie sich auf die Präsentation der folgenden Beru-
fe, indem Sie über die Berufstätigkeit und ihre Besonderheiten
berichten:

ƒ Syndikus – _____________________________________________________
ƒ Berufsrichter – __________________________________________________
ƒ Laienrichter – ___________________________________________________
ƒ Fachanwalt – ___________________________________________________
ƒ Nurnotar – _____________________________________________________
ƒ Anwaltsnotar – __________________________________________________
ƒ Hochschullehrer – _______________________________________________

z9. a) Im folgenden Text machen Sie sich noch mit einem


juristischen Beruf bekannt. Lesen Sie den Text und entscheiden
Sie, welche der folgenden Aussagen dem Inhalt des Textes
entspricht:

1. Mit den Aufgaben einer Rechtspflegerin oder eines Rechtspflegers können


Angestellte des gehobenen Justizdienstes betraut werden.
2. Voraussetzung für die Betrauung mit den Aufgaben einer Rechtspflegerin
oder eines Rechtspflegers ist ein Vorbereitungsdienst von mindestens zwei
Jahren.
3. Rechtspfleger ist ein Beamter des gehobenen Justizdienstes, der einfache
richterliche Aufgaben selbstständig erledigen kann.

17
Text
„Rechtspfleger? — Noch nie gehört!“
Das ist oft die Antwort auf die Frage: „Wer oder was ist ein Rechtspfleger?“
Die Bürgerinnen und Bürger begegnen eher einer Rechtspflegerin oder einem
Rechtspfleger als z. B. einer Richterin oder einem Richter, wenn sie das Gericht
aufsuchen. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger als Organ der Rechtspflege
sind verhältnismäßig jung. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger nehmen heute
zum größten Teil bei Gericht solche Aufgaben wahr, die nach früherem Recht
von Richterinnen und Richtern zu erledigen waren. Sie gehören zwar nicht der
Richterschaft, sondern dem gehobenen Justizdienst an, aber bei der Ausführung
ihrer Rechtspflegeraufgaben sind sie sachlich unabhängig und nur an Recht und
Gesetz gebunden.
Die Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger erledigen solche Aufgaben wie:
• Grundbuchsachen
• Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungssachen
• Mahnverfahren
• Vereinssachen
• Festsetzung des Regelunterhalts
• Forderungspfändung
• Kostenfestsetzungsverfahren
Außerdem nehmen sie in eigener Zuständigkeit solche Aufgaben u.a. wahr
wie:
• Vormundschafts- und Betreuungssachen
• Nachlass- und Teilungssachen
• Handels- und Registersachen
• Insolvenzverfahren
• Aufgebotssachen
Daneben sind Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger noch für eine Reihe von
weiteren Angelegenheiten auf dem Gebiet des bürgerlichen Rechts und des
Strafrechts — dort insbesondere im Bereich der Strafvollstreckung — zuständig.
Ferner sind alle rechtlich schwierigen Anträge und Erklärungen von ihnen
sachgemäß zu formulieren. Den Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern obliegt
auch in gewissem Umfange die Rechtsberatung der Bürgerinnen und Bürger, die
nach dem Beratungshilfegesetz Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung haben.
Darüber hinaus sind sie auch in der Gerichtsverwaltung tätig. Dort
erwarten sie die Aufgaben in der Geschäftsleitung von Gerichten und
Staatsanwaltschaften, in der Bearbeitung von Justizverwaltungsangelegenheiten
sowie in der Bezirksrevision und im Prüfungswesen.
Ihre Tätigkeit soll anhand eines praktischen Falles auf der Rechtsantrags-
stelle vorgestellt werden: Immer wieder sind Bürgerinnen und Bürger
18
gezwungen, mit ihren rechtlichen Problemen diese Einrichtung aufzusuchen, um
sich Rat oder Hilfe zu holen. Mit dieser verantwortungsvollen und sicherlich
nicht immer leichten Aufgabe sind Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger betraut.
Bei großen Amtsgerichten sind mehrere von ihnen auf der Rechtsantragsstelle
tätig.
Mit den Aufgaben einer Rechtspflegerin/eines Rechtspflegers können
Beamtinnen und Beamte des gehobenen Justizdienstes betraut werden, die einen
Vorbereitungsdienst von drei Jahren abgeleistet und die Rechtspflegerprüfung
bestanden haben. Der Vorbereitungsdienst besteht aus Fachstudien von
mindestens 18monatiger Dauer an der Fachhochschule für Rechtspflege und
berufspraktischen Studienzeiten. Die praktische Ausbildung darf die Dauer von
einem Jahr nicht unterschreiten. Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen
werden, wer eine zu einem Hochschulstudium berechtigende Schulbildung
besitzt.
An den Vorbereitungsdienst schließt sich die Rechtspflegerprüfung an, die
vor einem Prüfungsausschuss abzulegen ist, der bei dem
Landesjustizprüfungsamt gebildet wird. Nach bestandener Prüfung verleiht die
Fachhochschule für Rechtspflege den akademischen Grad Diplom-
Rechtspflegerin bzw. Diplom-Rechtspfleger.
b) Lesen Sie den Text noch einmal durch und stellen Sie fest,
ob die folgenden Aussagen richtig (R) oder falsch (F) sind.
Kreuzen Sie an.
R F
1. Die Rechtspfleger gehören der Richterschaft.
2. Die Rechtspfleger sind außerdem dafür zuständig, die
rechtlich schwierigen Anträge und Erklärungen zu
formulieren.
3. Die Rechtspfleger sind fähig, die Bürger in gewissen
Rechtsangelegenheiten zu beraten.
4. Für den Rechtspflegerberuf ist das Universitätsstudium
voraussetzlich.
5. Voraussetzung für die Betrauung mit den Aufgaben eines
Rechtspflegers ist unter allem die Ablegung der
Rechtspflegeprüfung.

c) Bringen Sie die passenden Satzhälften wieder zusammen.

19
1 Rechtspflegerinnen und A an der Fachhochschule für
Rechtspfleger nehmen heute zum Rechtspflege und
größten Teil bei Gericht solche berufspraktischen
Aufgaben wahr, Studienzeiten.

2 Rechtspflegerinnen und B Rechtspflege den


Rechtspfleger noch für eine akademischen Grad Diplom-
Reihe von weiteren Rechtspflegerin bzw.
3 Mit den Aufgaben einer C Angelegenheiten auf dem
Rechtspflegerin/eines Gebiet des bürgerlichen
Rechtspflegers können Rechts und des Strafrechts
Beamtinnen und zuständig.
4 Der Vorbereitungsdienst besteht D Beamte des gehobenen
aus Fachstudien von mindestens Justizdienstes betraut werden.
18monatiger Dauer
5 Nach bestandener Prüfung E die nach früherem Recht von
verleiht die Fachhochschule für Richterinnen und Richtern zu
erledigen waren.

Richtige Kombination: 1 -__ 2 -__ 3 -__ 4 -__ 5 -__

z10. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text

Die Juristinnen

Sie sind Richterin, Anwältin, Staatsanwältin, Ministerin,


Gerichtspräsidentin oder Unternehmensberaterin. In der Justiz machen immer
mehr Frauen bemerkenswerte Karrieren. Justitia zeigt ihre Weiblichkeit.
Karriere in Karlsruhe: für Christine Hohmann-Dennhard bedeutete die
Ernennung 1999 zur Richterin im ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts,
dem höchsten deutschen Gericht, die Krönung ihrer Laufbahn. Die 57-jährige
urteilte als Richterin an verschiedenen Sozialgerichten im Bundesland Hessen,
später wurde sie dort Ministerin für Justiz sowie für Wissenschaft und Kunst.
„Wenn dir etwas wichtig ist, mach es und häng dich rein, du wirst es schaffen“,
beschreibt sie ihr Erfolgsrezept.
Karriere in Luxemburg: Juliane Kokott, die Anwältin Europas. Mit 50
Jahren hat sie einen der einflussreichsten juristischen Posten inne, den die EU

20
vergibt: Als eine von acht Generalanwälten arbeitet sie seit 2003 am
Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Kokott studierte Jura in Bonn, Genf
und Washington. Sie forschte in Harvard, machte ihren Doktortitel und wurde
mit Mitte 30 Professorin – Talent und Zielstrebigkeit zeichnen sich aus. „Man
sollte immer wissen, wo man in fünf Jahren stehen will“, beschreibt sie ihre
Devise.
Karriere in Frankfurt: Im Studium konnte sich die 36-jährige Nele Corny
nicht vorstellen, in einer der renommierten Großkanzleien zu arbeiten. Jetzt sitzt
sie im 31. Stock eines Frankfurter Hochhauses. Seit sieben Jahren ist sie
Anwältin bei Clifford Chance, einer der weltweit führenden Anwaltssozietäten.
Sie leitet ein Team von Spezialisten, das die Transaktionen vorbereitet, bündelt
wichtige Informationen für die Vertragsverhandlungen und steht im engen
Kontakt mit dem Mandanten. „Ich wollte einen Weg einschlagen, auf dem ich
mich kontinuierlich fortentwickeln kann“, sagt Corny.
Von einer solchen Karriere können viele nur träumen. Rund 10 000 junge
Juristinnen und Juristen, gut die Hälfte davon Frauen, drängen jährlich auf den
Arbeitsmarkt. Doch wer gut ist, bekommt seine Chance.

Testen Sie sich!

z11. Ergänzen Sie die fehlenden 73 Wortteile.


Die meisten Juristen in der Bundesrepublik werden Rechtsanwälte. Sie si_ _1)
befugt, Mand_ _ _ _ _2) juristisch z_3) beraten u_ _4) vor Ger_ _ _ _5) zu
vert_ _ _ _ _6). Der Rechts_ _ _ _ _ _7) ist e_ _8) unabhängiges Or_ _ _9) der
Rechts_ _ _ _ _ _10).
Viele ju_ _ _11) Juristen kön_ _ _12) als Mitar_ _ _ _ _ _13) in d_ _14)
Rechtsabteilungen größ_ _ _ _15) Firmen od_ _16) als Synd_ _ _ _17), das
he_ _ _18), als Rechts_ _ _ _ _ _ _19) juristisch tä_ _ _20) sein. D_ _21) Volljurist
bes_ _ _ _22) stets d_ _23) Befähigung z_ _24) Richteramt. D_ _25) Richterberuf
i_ _26) eine Lauf_ _ _ _27), in d_ _28) der Asse_ _ _ _29) regelmäßig
unmit_ _ _ _ _ _30) nach d_ _31) zweiten Staats_ _ _ _ _ _32) eintritt.
E_ _33) an d_ _34) Richterlaufbahn ange_ _ _ _ _35) ist d_ _36) Beruf
d_ _ Staatsanwalts. E_38) ist zust_ _ _ _ _39) für d_ _40) Strafverfolgung.
37)
E_ _41) erheblicher Bed_ _ _42) an Juri_ _ _ _43) besteht i_44) der
Staatsve_ _ _ _ _ _ _ _45). Sie arbe_ _ _ _46) dort regel_ _ _ _ _47) als
Bea_ _ _48).
Der Be_ _ _49) des Not_ _ _50) ist i_51) den Bundes_ _ _ _ _ _ _52)
unterschiedlich ausges_ _ _ _ _ _53). Seine Aufg_ _ _ _54) liegen
21
beso_ _ _ _ _55) in d_ _56) öffentlichen Beurk_ _ _ _ _ _57) und
Beglau_ _ _ _ _ _ 58) von Vert_ _ _ _ _ . Süddeutsche Län_ _ _60) kennen
59)

d_ _61) Amtsnotar, entw_ _ _ _62) als Bea_ _ _ _63) oder ab_ _64) als
Selbsts_ _ _ _ _ _ _ _65), der ausschl_ _ _ _ _ _ _66) als No_ _ _67) tätig i_ _68).
Norddeutsche Län_ _ _69) übertragen d_ _70) Aufgaben d_ _71) Notars a_ _72)
freiberuflich tät_ _ _73) Rechtsanwalte.
Nur wenige Juristen ergreifen den Beruf eines Hochschullehrers.

z12. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen

Abschrift Kundschaft
Amt Laienrichter
Anwaltschaft Mandant
Anwaltsnotar Prozessrecht
Anweisung Rechtsabteilung
Aufgabenbereich Rechtsberatung
Auftraggeber Rechtsfall
Beamte Rechtsprechungstätigkeit
Berater Rechtsverteidigung
Beratungsmonopol Sitzung
Berufspraxis Strafverfahren
Berufsrichter Strafverfolgung
Bundesrichter Syndikus
Burger Unabhängigkeit
Dienststunde Unterschrift
Einzelrichter Vertrag
Fachrichtung Vorgesetzte
Justizministerium Wirtschaftsunternehmen
Kompetenz Zulassung

22
Verben

absetzen festlegen
anstellen lösen
aufweisen übernehmen
ausüben unterliegen
beanspruchen überprüfen
beauftragen verfügen
beglaubigen vermitteln
beraten versetzen
berücksichtigen vertreten
bestellen wahrnehmen
betreiben werben
beurkunden zulassen
beurteilen zusammenarbeiten
einhalten

Adjektive/ Adverbien

außergerichtlich grundsätzlich
durchschnittlich rechtsmäßig
gerecht richterlich
geschäftsmäßig unparteilich
gesellschaftlich
gesetzlich

Ausdrücke

eine Anklage erheben


über Rechtsstreitigkeiten entscheiden
Recht und Gesetz unterworfen sein
ein Urteil verkünden
einen Vertrag rechtlich gestalten
den Gerichtsprozess führen
geprägt sein durch Akk.
auf Lebenszeit ernennen
beteiligt sein an Dat.
zuständig sein für Akk.

23
Einheit 3

Rechtsgebiete und Rechtsquellen


Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Rechtsgebiete und Rechtsguellen“ arbeiten.

...
_______________:
_______________: …
_______________: _______________:
_______________: _______________:

öffentliches Recht Privatrecht

Rechtsgebiete

Rechtsquellen

ursprüngliche abgeleitete

_______________:
_______________:
_______________: _______________:
_______________: _______________:
... ...

24
z1. Ordnen Sie die folgenden Begriffe sinngemäß zu.

Bürgerliches Recht ♦ Schuldrecht ♦ Prozessrecht ♦ Wettbewerbsrecht


Steuerrecht ♦ Strafrecht ♦ Polizeirecht ♦ Gesellschaftsrecht
Staats- und Verfassungsrecht ♦ Beamtenrecht ♦ Handelsrecht
Sozialrecht ♦ Völkerrecht ♦ Sachenrecht ♦ Arbeitsrecht
Verkehrsrecht ♦ Kirchenrecht ♦ Familienrecht
Verwaltungsrecht ♦ Wechsel- und Scheckrecht ♦ Wegerecht
Erbrecht ♦ Urheber- und Patentrecht ♦ Baurecht
Teile der Gewerbeordnung ♦ Aktienrecht ♦ Wasserrecht

Öffentliches Recht Privatrecht

z2. a) Welche Verben fehlen im folgenden Text? Suchen Sie


diese Verben im Wortgitter unten und setzen Sie sie korrekt
ein.
Der Bereich des Rechts _______1) das soziale Zusammenleben der Menschen.
Die Aufgabe des Rechts _______2) in der Regelung aller sozialen Bereiche,
jeder Tätigkeit des Menschen, die für seine soziale Umwelt von Bedeutung ist
oder sein könnte. Der Einteilung des Gesamtrechts in das öffentliche Recht und

25
Privatrecht _______ die Differenzierung nach den sich gegenüberstehenden
Rechtssubjekten _______3). Die Rechtsnormen des öffentlichen Rechts
_______4) sich auf das Verhältnis des einzelnen zum Staat und zu den übrigen
Trägern öffentlicher Gewalt und der Verwaltungsträger untereinander. Das
Recht der Organisation des Staates und die Rechte des Bürgers gegenüber dem
Staat _______5) das Staats- und Verfassungsrecht. Die Tätigkeit der
öffentlichen Verwaltung _______6) das Verwaltungsrecht. Die Gesamtheit der
gesetzlichen Vorschriften, die bestimmtes menschliches Verhalten _______7)
und strafbar _______8) regelt das
A B C D E F G H I J K L M N
Strafrecht.
1 B O R D N E N F N N B V B B
Das Privatrecht _______9)
2 P W Y Y C R O E V K E N E T
Rechtsbeziehungen der Menschen
3 V E R B I E T E N G S G H O
untereinander. Das Schuldrecht
10) 4 X J Y Y X W H A D Q T M A Q
_______ solche
5 W N H Y L B D R E G E L N Q
Sonderverbindungen wie
6 J X D E G F Y D O F H O D Q
Schuldverhältnisse zwischen
7 Z U G R U N D E L I E G E N
einzelnen Personen. Das
8 G B L K K T D N S V N Y L W
Familienrecht_______11) die
9 B G M L I I Q F L P A G N Z
Normen über die familiären
10 I E D A P B E Z I E H E N C
Beziehungen. Das Sachenrecht
11 T L W R Z Q C L T I Y A N J
_______12)die Beziehungen einer
12 D T T E R F U M F A S S E N
Person zu einer Sache. Als Recht
13 S E I N C G F G T Q C I N Z
eines besonderen Berufsstandes
14 N N B L B R I N G E N J X E
__________ 13) das Handelsrecht.

b) Was können Sie zu diesem Text noch hinzufügen? Schreiben


Sie bitte.

z3. Ordnen Sie bitte die Wörter in der richtigen Reihenfolge


an.
Satz 1
des • menschlichen • in • Recht • Zusammenlebens • seinen • allen • die •
Ordnungsfunktion • übernimmt • Bereichen. • Das
Das

26
Satz 2
ordnen • rechtlichen • ein • an. • oder • verbinden • Verhalten • bestimmtes •
Regeln • Die
Die

Satz 3
gebotenen • werden. • der • erzwungen • Einhaltung • Regeln • Die • kann •
rechtlich
Die

Satz 4
das • schränkt • die • ein. • einzelnen • Recht • Verbote • Gebote • Durch • und •
seine • des • Freiheit
Durch

Satz 5
allgemeinen • einem • Gemeinschaft. • auf • Rechtsgeltungswillen • Das • der •
Gewohnheitsrecht • beruht
Das

z4. Markieren Sie die richtigen Wortgrenzen und füllen Sie mit
diesen Wörtern das Wörternetz.

RECHTSQUELLEN

27
z5. Welche Komposita wären möglich? Sie können schon
mindestens 15 Komposita zum Thema „Rechtsquellen“ bilden.
Geben Sie die Entsprechungen in der russischen Sprache.

Bestimmungswort Fuge Grundwort


Organ
Recht Mäßigkeit
Grund -s- Satz
Mensch Vorschrift
Staat Verfahren
Verhalten -en- Lücke
Ausführung Recht
Gesetz Würde
Einzelfall - Ordnung
Verhältnis Regel
Gesetzgebung Weise
Grundsatz
Regelung

z6. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge an.


Satz 1
Rang • nimmt • Verfassungsrecht • ein. • unter • den • Rechtsquellen • Das • den
• höchsten
Das

Satz 2
Rechte • gehören • die • den • Zu • dem • Staat. • des • Sätzen • Bürgers •
verfassungsrechtlichen • gegenüber
Zu

28
Satz 3
Organisation • und • der • bestimmt • die • Staatsorgane. • Verfassungsrecht •
Das • Funktion • die
Das

Satz 4
Verhaltensregeln • Staat • für • enthalten • Gesetze • allgemeinen • die • und •
Bürger.
Gesetze

Satz 5
materieller • formeller • und • Art. • Gesetze • unterscheidet • Man • nach
Man

Satz 6
abstrakte • weisen • und • generelle • Rechtsverordnungen • Bestimmungen •
auf. • Satzungen • und
Rechtsverordnungen

Satz 7
Die • Rechtsverordnungen • und • Verwaltung • Satzungen. • erlässt
Die

Satz 8
auf • auf • Verwaltungsvorschriften • die • Anwendung • Bürger. • oder • dem
• Rechtsvorschriften • von • innerdienstliche • Regelungen • gegenüber • sich •
beziehen
Verwaltungsvorschriften

29
Satz 9
Erlasse. • den • gehören • Ausführungsvorschriften • und • Zu •
Verwaltungsvorschriften
Zu

Satz 10
eine • entsteht • Verhaltensweisen. • von • Gewohnheitsrecht • Übung • Das •
durch
Das

Satz 11
die • Bindung • Das • Gericht • anerkennen. • gewohnheitsrechtliche • kann
Das

Satz 12
schließen. • Das • Gesetzeslücken • ermöglicht • zu • Richterrecht
Das

Satz 13
unabhängig • Einzelfallregelung. • der • von • Rechtsgrundsätze • Allgemeine •
gelten
Allgemeine

Satz 14
vor • Gesetzmäßigkeit, • wesentlichen • Verhältnismäßigkeit. • der • den • der •
gehören • Gleichheit • Gesetz • Zu • dem • und • Prinzip • das • der • Rechts-
grundsätzen
Zu

30
z7. a) Stimmt das (+)? Stimmt das nicht (—)? Oder stimmt
das nicht ganz (+/—)? Kreuzen Sie an.

+ — +/—
1 Die Rechtsverordnungen ergänzen bestehende
formelle Gesetze.
2 Die vollziehende und gesetzgebende Gewalten setzen
die Rechtsverordnungen.
3 Materielle Gesetze enthalten allgemeine verbindliche
Regelungen und werden nur vom Parlament erlassen.
4 Die formellen Gesetze werden im
verfassungsmäßigen Gesetzgebungsverfahren
erlassen.
5 Die Satzungen werden von Vereinen, Gemeinden,
Kreisen usw. Schriftlich niedergelegt und sind ihre
Grundordnungen.

b) Korrigieren Sie schriftlich die falschen Stellen in den


Äußerungen.

z8. Stellen Sie jede Rechtsquelle schriftlich dar. Nehmen Sie


zu Hilfe die Übungen 6 und 7.

z9. Ergänzen Sie die fehlenden Endungen.

Die rechtlich___1) Beziehung einer Person zu anderen Personen oder zu


Sachen heißt Rechtsverhältnis. Die für ein Rechtsverhältnis maßgebend___2)
Regel heißt Rechtssatz. Rechtssätze werden auch Rechtsnormen genannt.
Die wissenschaftlich___3) Darstellung der Rechtssätze des gesamt___4)
objektiv___5) Rechts ist Gegenstand der Rechtswissenschaft. Rechtsquellen, die
das objektiv___6) Recht begründen, sind Gesetz und Gewohnheitsrecht. Das
objektiv___7) Recht ist daher Gesetzesrecht (geschrieben___8) Recht) und
Gewohnheitsrecht (ungeschrieben___9) Recht). Das Gewohnheitsrecht äußert
sich besonders im Gerichtsgebrauch, d. h. in langdauernd___10)
gleichförmig___11) Anwendung eines Rechtssatzes durch die Gerichte.

31
Das Recht im objektiv___12) Sinne teilt man in zwei große Rechtsgebiete
ein: in das bürgerlich___13) Recht (auch Zivil- oder Privatrecht) und das
öffentlich___14) Recht. Das bürgerlich___15) Recht regelt die Beziehungen der
einzeln___16) natürlich___17) und juristisch___18) Personen untereinander.
Öffentlich___19) Recht dagegen bezieht sich auf die Stellung des einzeln___20)
zur Gesamtheit des Staates sowie auf die Verhältnisse zwischen den Trägern
der öffentlich___21) Gewalt. Den Verkehr der Staaten untereinander regelt das
Völkerrecht. Das bürgerlich___22) Recht ordnet die persönlich___23)
Verhältnisse und die Vermögensverhältnisse des Menschen. Das Personenrecht
stellt, teils die Rechte der Person als solcher (Personenrecht im eng___24)
Sinne), teils die Rechte, die der Person als Glied der Familie (Familienrecht)
zukommen, dar.
Das Vermögensrecht gliedert sich in Sachenrecht und Recht der
Schuldverhältnisse. Einen wichtig___25) Teil des letzt___26) bildet das Handels-
und Wechselrecht. Das Erbrecht bestimmt über das Schicksal des Vermögens
einer Person nach ihrem Tode.
Das öffentlich___27) Recht gliedert sich in Staatsrecht (öffentlich___28)
Recht im eng___29) Sinne, also Verfassungs- und Verwaltungsrecht),
Kirchenrecht, Strafrecht sowie Straf- und Zivilprozessrecht. Teils dem
bürgerlich___30) Recht, teils dem öffentlich___31) Recht gehört das
Arbeitsrecht an. Die der sozial___32) Fürsorge dienend___33) Rechtsinstitute
fasst man unter dem Begriff des Sozialrechts zusammen.
Wir sprechen vom objektiv___34) Recht, wenn wir die Summe aller
Rechtsnormen meinen, und vom subjektiv___35) Recht, wenn wir jemandem
das Recht zusprechen wollen, von einem anderen ein bestimmt___36) Verhalten
zu verlangen.

z10. Chaotisch stehen hier 6 Texteile.


a) Finden Sie inhaltlich passende Textteile.
b) Bringen Sie diese Textteile in eine logische Reihenfolge
(2 Texte).

A. Das römische Recht ist heute durch moderne


Kodifikationen ersetzt. Diese Kodifikationen haben aber
nicht völlig neues Recht geschaffen, sondern die wichtigsten
römischen Rechtsregeln in einem Gesetzbuch zusammenge-
fasst. Jetzt ist das römische Recht die gemeinsame
Grundlage der europäischen Rechtsordnungen.
32
B. Trotz des großen Umfanges regelten die Gesetze Hammurabis
nicht alle Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens. Am Anfang des
Gesetzestextes stehen Regelungen des Prozessrechts. Die Gerichte
behielten sich das Recht vor, Fälle abzulehnen. So mussten
Auseinandersetzungen dann zwischen den Personen ausgetragen
werden.

C. Die Rechtswissenschaftler streiten darüber,


ob das Werk Hammurabis in der täglichen
Rechtspraxis nach seinem Tod angewandt
wurde. Manche Historiker vermuten, dass die
einzelnen Paragrafen eigentlich der täglichen
Rechtspraxis entstammten, andere betrachten
den Kodex Hammurabi als ein eher theoretisches
Werk, das keinen Einzug in die Praxis hatte.

D. Das römische Recht ist das Recht, das im alten Rom und
später im römischen Imperium galt. Die Römer waren die
ersten, die aus dem Recht eine Wissenschaft machten. Diese
römische Rechtswissenschaft erlebte ihre Blütezeit in den
beiden ersten Jahrhunderten nach Christus. Diese Epoche nennt
man darum die juristische Klassik, und das Recht, das in dieser
Zeit gelehrt und angewandt wurde, klassisches römisches Recht.

E. Ende des 19. Jahrhunderts fanden Historiker in den Ruinen von Ninive,
der ehemaligen Hauptstadt der Assyrer, eine große Tontafel-Bibliothek.
Unter den Texten fanden sich auch Abschriften der Gesetze Hammurabis, die
über 1000 Jahre hin archiviert bzw. immer wieder kopiert wurden.

F. Nach dem Ende der Römerherrschaft in Europa geriet das


römische Recht fast völlig in Vergessenheit. Im Mittelalter (etwa
vom Ende des 11. Jahrhunderts an) begann man sich wieder mit
dem Recht der Römer zu beschäftigen. Zunächst wurde das
römische Recht wissenschaftlich bearbeitet und an den
Universitäten (zuerst in Bologna) gelehrt, dann - vor allem im
Bereich des Zivilrechts - auch wieder praktisch angewandt.

c) Geben Sie jedem Text eine Überschrift.

33
z11. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.
Text
Unter Verwaltungsvorschriften versteht man Regelungen, die innerhalb der
Verwaltungsorganisation erlassen werden, um nachgeordnete Behörden oder
der Weisungsbefugnis unterworfene Bedienstete in der Erledigung ihrer
dienstlichen Aufgaben zu binden, und die dazu dienen, im Rahmen des
Gesetzes und der sonstigen Rechtsvorschriften die Organisation und die
Handlungsweise der Verwaltung näher zu bestimmen. Verwaltungsvorschriften
sind innerdienstliche Instruktionen, die ihren Grund in dem allgemeinen
Auftrag der Exekutive haben, die Gesetze ordnungsgemäß und sachgerecht
auszuführen. Sie können daher als solche und ohne einen zusätzlichen
Rechtsgrund Rechte und Pflichten einzelner nicht begründen oder verändern.
Verwaltungsvorschriften sind keine Rechtssätze.

Testen Sie sich!


z12. Ergänzen Sie die fehlenden 50 Wortteile.
Das Recht regelt das menschliche Zusammenleben in allen seinen Bereichen.
Unter d_ _1) Recht i_2) objektiven Si_ _3) versteht m_ _4) die Gesam_ _ _ _ _5)
der Rechtsvor_ _ _ _ _ _ _ _ _6). Als Re_ _ _7) im subje_ _ _ _ _ _8) Sinne
bezei_ _ _ _ _9) man d_ _10) Rechtsbefugnis. D_ _11) Recht verb_ _ _ _ _12)
oder ord_ _ _13) ein besti_ _ _ _ _14) Verhalten a_15). Durch se_ _ _16) Gebote
u_ _17) Verbote schr_ _ _ _18) es d_ _19) Freiheit d_ _20) einzelnen u_21) der
Frei_ _ _ _22) der and_ _ _ _23) willen.
D_ _24) Rechtsquellen i_25) modernen St_ _ _26) unterscheiden si_ _27) nach
ih_ _ _28) Rang. D_ _29) ranghöchste Rechtsvo_ _ _ _ _ _ _ _30) ist d_ _31)
Verfassung. D_ _32) Gesetz i_ _33) eine Re_ _ _34), Vorschrift, Richt_ _ _ _ _35)
oder No_ _36), nach d_ _37) man han_ _ _ _38) muss od_ _39) handelt. D_ _40)
Gesetze ge_ _ _41) den Rechtsver_ _ _ _ _ _ _ _ _42) und Satz_ _ _ _ _43) vor.
D_ _44) Regierung u_ _45) nicht staat_ _ _ _ _46) Verbände dur_ _ _47)
Rechtsvorschriften erla_ _ _ _48). Man ne_ _ _49) sie Rechts-
50)
ver_ _ _ _ _ _ _ _ _ . Rechtsnormen, die von den ermächtigten
nichtstaatlichen Verbänden geschaffen werden, nennt man autonome
Satzungen.

z13. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
34
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen
Arbeitsrecht Privatrecht
Ausführungsvorschrift Prozessrecht
Beamtenrecht Rechtsbefugnis
Beschlussfassung Rechtssubjekt
bürgerliches Recht Rechtsverordnung
Erbrecht Rechtsvorschrift
Erlass Richterrecht
Ermessensentscheidung Richtlinie
Familienrecht Sachenrecht
Gebot Satzung
Gesellschaftsrecht Schuldrecht
Gesetz Selbstverwaltung
Gesetzmäßigkeit Sozialrecht
Gewohnheitsrecht Steuerrecht
Gleichheit Strafrecht
Grundgesetz Verfassungsrecht
Grundordnung Verwaltungsrecht
Grundsatz Verwaltungsvorschrift
Handelsrecht Völkerrecht
öffentliches Recht Wettbewerbsrecht

Verben
anerkennen enthalten
anordnen ergeben, sich
anwenden erlassen
befassen, sich ermächtigen
behandeln gelten
betreffen regeln
beziehen, sich sichern
durchsetzen unterscheiden, sich
einnehmen verbieten
einschränken zugrunde liege

35
Einheit 4
Staats- und Verfassungsrecht
4.1. Das Grundgesetz der BRD
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema „Das
Grundgesetz der BRD“ arbeiten.
___________beschließen
___________erfüllen
___________gelten

Die Geschichte des GG

Das Grundgesetz

Der Inhalt des GG Die Änderung des GG

___________umfassen _____________bedürfen

___________sich befassen _____________abändern, einfügen


aufheben
___________enthalten

___________regeln ____________neu fassen

36
z1. Welche Wortverbindungen wären möglich?

f Gesetzgebung bedürfen
Artikel (Pl) enthalten
f Zustimmung einfügen
Vorschriften (Pl) regeln
f Rechtsprechung beschließen
n Grundgesetz erfüllen
n Wiedervereinigungsgebot ändern
f Volksabstimmung aufheben
Strukturprinzipien (Pl) ergänzen
umfassen

z2. Ergänzen Sie bitte die Tabelle.


Mit Hilfe des Suffixes –ung kann man von vielen Verben
Nomen ableiten:
änder n + ung = die Änderung
ausführ en + ung = die Ausführung

Verben Nomen Entsprechungen in der


russischen Sprache
regeln /
ergänzen /
gliedern /
die Abstimmung /
die Verwaltung /
die Wiedervereinigung /
neu fassen die Neuf… /
mitwirken /
gründen /
aufheben /
teilen /
die Zustimmung /
abändern /
die Bestimmung /

37
z3. a) Finden Sie die inhaltlichen Fehler in den folgenden
Sätzen und korrigieren sie.
b) Schreiben Sie die Sätze in der logischen Reihenfolge.

01. Der Aufbau des GG rückt die Rechtsprechung an den Anfang.


02. Das Wiedervereinigungsgebot wurde 1949 beschlossen.
03. Das GG enthält keine Vorschriften über die Strukturprinzipien der verfas-
sungswidrigen Ordnung.
04. Eine Änderung des GG bedarf der Abstimmung von 2/3 der Mitglieder des
Bundestages und 2/3 der Stimmen der Bundesverwaltung.
05. Das GG gilt für das geteilte Deutschland seit dem 3. Oktober 1989.
06. Im GG werden nur die Gesetzgebung der Länder und die Ausführung der
Bundesgesetze geregelt.
07. Das GG wurde 1990 vom Volk aufgehoben.
08. Wenige Artikel des GG wurden abgeändert, keine Artikel wurden neu
eingefügt, ergänzt und beschlossen.

z4. Was ist richtig (R)? Was ist falsch (F)? Entscheiden Sie und
kreuzen Sie an!

R F
1. Der Name “Grundgesetz” sollte zum Ausdruck bringen, dass
a) dieses Verfassungswerk provisorisch ist.
b)dieses Gesetz am wichtigsten ist.
c) es eine vorläufige staatliche Grundordnung für
das westliche Deutschland ist.
2. Das Grundgesetz umfasst
a) 14 Abschnitte, 146 Artikel
b) 11 Abschnitte, 147 Artikel
c) 11 Abschnitte 146 Artikel
3. Mit den Bundesorganen befassen sich
a) Abschnitte von 1 bis 7.
b) Abschnitte von 2 bis 7.
c) Abschnitte von 3 bis 7.
4. Im Grundgesetz dürfen nicht geändert werden
a) die Gliederung des Bundes in Länder.
b) die Gesetzgebung des Bundes.
c) der Wesensgehalt der Grundrechte.

38
!!! Machen Sie sich mit den Synonymenreihen vertraut:
• das Gesetz beschließen ~ das Gesetz annehmen ~ das Gesetz verabschieden
• Rechte garantieren ~ Rechte sichern
• Prinzipien verankern ~ Prinzipien niederschreiben ~ Prinzipien festschreiben

z5. Formulieren Sie die angegebenen Sätze um.

1. Das GG wurde vom Parlamentarischen Rat beschlossen.


a) Das GG _________________________________(annehmen).
b) Der Parlamentarische Rat _____________________ (verabschieden).

2. Das GG garantiert die Grundrechte.


a) Die Grundrechte _______________________ (sichern).
b) Das GG ______________________________ (sichern).

3. Die Strukturprinzipien der verfassungsmäßigen Ordnung werden im GG


niedergeschrieben.
a) Das GG ________________________________________(festschreiben).
b) Die Strukturprinzipien ________________________ (verankern).

z6. Vergleichen Sie die Verfassung der RB und das


Grundgesetz Deutschlands, indem Sie ihre Gemeinsamkeiten
und Unterschiede den folgenden Stichpunkten nach feststellen:
1. Geschichte; 2. Aufbau/Inhalt; 3. Änderungen.
Tragen Sie bitte Stichwörter/Wortwendungen in die Tabelle ein.

GRUNDGESETZ
VERFASSUNG
1. 1. 1.

2. 2. 2.

3. 3. 3.

39
z7. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text
Geleitwort des Bundespräsidenten

Am 3. Oktober 1990 wurde die staatliche Einheit Deutschlands vollendet.


Das Grundgesetz wurde – auf Grund souveräner und bewusster Entscheidung
der Bürger – gesamtdeutsche Verfassung. Die erfolgreiche demokratische
Revolution in der ehemaligen DDR hatte ihre Ziele erreicht: Menschenwürde,
freiheitliche Grundrechte, Demokratie, Rechts- und Sozialstaatlichkeit gelten
für das gesamte deutsche Volk.
Überwunden haben wir die Teilung Deutschlands im Rahmen einer großen
Umwandlung der Verhältnisse in Europa. Die Verwirklichung der Europäischen
Union ist mit neuen Herausforderunge4n und Chancen für uns alle verbunden.
Die fortschreitende Integration unseres Landes konnte ebenso wenig wie die
Vollendung der staatlichen Einheit ohne Auswirkungen auf das
Verfassungsrecht bleiben. Dass insoweit nur Korrekturen notwendig waren,
zeigt auf, welch gute Grundlage unseres Gemeinwesens das Grundgesetz von
Anfang an war. Mit seinen freiheitlichen, rechts- und sozialstaatlichen,
demokratischen und föderalen Elementen hat es die Entwicklung zu
wirtschaftlichem Wohlstand und sozialer Sicherheit in innerer Stabilität
ermöglicht.
Die Verfassung kann nur Werte und einen Rahmen staatlicher Ordnung
vorgeben. Konkrete Probleme vermag sie nicht unmittelbar zu lösen.
Das Grundgesetz hat sich in der Vergangenheit bewährt. Es ist die
freiheitliche Verfassung, die die Deutsche in ihrer Geschichte hatten. Für viele
andere demokratische und rechtsstaatliche Verfassungen in der Welt war es
Vorbild. Wir haben allen Grund, auf das Grundgesetz stolz zu sein, uns auf die
Seite diese Verfassung zu stellen und für sie mit aller Kraft einzutreten.

Bonn, im November 1994


Roman Herzog
der 7. Präsident der Bundesrepublik Deutschland

40
z8. Lesen Sie den Text und
a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.
Zu den wichtigsten Änderungen des Grundgesetzes zählen die
„Wehrverfassung“ von 1956 und die Notstandsgesetzgebung von 1968, sowie
die zahlreichen Veränderungen der Zuständigkeiten von Bund und Ländern.
Bedeutsam waren auch die Senkung des aktiven Wahlalters auf 18 Jahre, die
verfassungsrechtliche Gewährleistung der Verfassungsbeschwerde und die
Einsetzung des Wehrbeauftragten.
Durch die Auflösung der DDR und die Wiedervereinigung entstand eine
neue Lage. Nach dem Grundgesetz gab es zwei Wege, die deutsche Einheit
herzustellen. Nach Art.146 konnte eine neue Verfassung für das wieder
vereinigte Deutschland ausgearbeitet werden. Den anderen Weg eröffnete der
frühere Art.23. Danach konnten „andere Teile Deutschlands“ dem
Geltungsbereich des Grundgesetzes beitreten. Die schnelle Vereinigung
entsprach dem Willen der Mehrheit der Menschen in der DDR und war auch
durch die außenpolitische Lage geboten. Die neu gewählte Volkskammer der
DDR beschloss am 23.August 1990 den Beitritt zur Bundesrepublik
Deutschland nach Art.23.
Nach der Wiederherstellung der deutschen Einheit wurde das Grundgesetz
geändert, um der neuen Situation Rechnung zu tragen. In der Präambel heißt es
jetzt, dass das Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk gilt. Der bisherige
Art.23 ist entfallen. Durch den Beitritt der neuen Länder hat sich die
Zusammensetzung des Bundesrates geändert, das Stimmenverhältnis wurde neu
festgelegt.

Testen Sie sich!

z9. Ergänzen Sie die fehlenden 49 Wortteile.

Die Verfassung jedes Staates ist die Grundlage der verfassungsmäßigen


Ordnung und garantiert die Grundrechte. Das G__1) Deutschlands wurde 1949

41
v_ _2) Parlamentarischen R_ _3) beschlossen. Na_ _4) der
Wiederve_ _ _ _ _ _ _ _ _5) wurde d_ _6) Verfassungstext geän_ _ _ _7) und
se_ _8) dem 3. Okt_ _ _ _9) 1990 gilt d_ _10) GG f_ _11) das ga_ _ _12)
Deutschland. Das G_13) rückt d_ _14) Grundrechte a_15) den Anf_ _ _16), regelt
d_ _17) Bundesgesetzgebung, d_ _18) Rechtsprechung, d_ _19)
Bundesverwaltung, d_ _20) Ausführung d_ _21) Bundesgesetze, d_ _22)
Finanzwesen. D_ _23) GG wi_ _24) nur m_ _25) der Zusti_ _ _ _ _26) des
Bunde_ _ _ _ _ _27) und d_ _28) Bundesrates geän_ _ _ _29). Nach d_ _30)
Meinung d_ _31) Opposition bed_ _ _32) es no_ _33) einer
34)
Volksab_ _ _ _ _ _ _ _ . Der Wesens_ _ _ _ _ _ 35) der Grund_ _ _ _ _ _36),
die Glied_ _ _ _ _37) des Bun_ _ _38) in Län_ _ _39), die Mitwi_ _ _ _ _40) der
Län_ _ _41) an d_ _42) Gesetzgebung dür_ _ _43) nicht geän_ _ _ _44) werden.
Vi_ _ _45) Artikel wur_ _ _46) abgeändert, erg_ _ _ _47), neu eing_ _ _ _ _48),
manche wur_ _ _49) aufgehoben. Nach dem Beitritt der DDR wurden die
Präambel und Schlussartikel neu gefasst.

z10. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen

Abschnitt Gliederung
Artikel Grundgesetz
Bundesgesetz Grundlage
Einheit Grundrecht
Gesetzgebung Gründung
Gewaltenteilung Mehrparteiensystem

42
Menschenwürde Staatsaufbau
Mitglied Strukturprinzip
Oberhoheit Verfassungswerk
Präambel Verhältnis
Rat Volksabstimmung
Rechtsstaat Wiedervereinigungsgebot
Referendum Zustimmung
Selbstbestimmung

Verben
abändern einfügen
ablehnen enthalten
abstimmen entsprechen
ändern erfüllen
annehmen ergänzen
antasten erhalten
auffordern fassen
aufheben gehören
ausführen handeln
ausschließen mitwirken
ausüben verabschieden
bedürfen verankern
befassen verleihen
beschließen vollenden
besitzen wiedererlangen
definieren

Adjektive/ Adverbien
bindend grundsätzlich
ehemalig gültig
erforderlich provisorisch
föderativ zentralistisch

43
4.2. Grundrechte
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Grundrechte“ arbeiten.

zustehen gelten

begründen
einteilen gewährleisten

Grundrechte
einschränken
beeinflussen
rücken

gehören schützen

z1. Finden Sie die Fehler in den folgenden Sätzen und


korrigieren Sie sie.

a) Grundrechte sind unantastbare, ungeschützte Rechte auf Eintritt von


staatlichem Zwang.
b) Der Staat kann die Grundrechte anerkennen und gewährleisten.
c) Die modernen Verfassungen enthalten einen Katalog garantierter
Völkerrechte.
d) Deutschland ist an Grundrechtenkatalog der Europäischen Konvention
völkerrechtlich nicht gebunden.
e) Die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und
Grundfreiheiten schützt einige Grundrechte der Einzelnen.

44
z2. a) Finden Die unter folgenden deutschen Wörtern 3
Synonyme.

b) Ordnen Sie die deutschen Wörter ihren russischen


Entsprechungen zu.

Entfaltung (f) Gleichheit (f) Unversehrtheit (f) Gewährleistung (f)


Unantastbarkeit (f) Benachteiligung (f) Unverletzlichkeit (f)
Gleichberechtigung (f) Freizügigkeit (f) Bevorzugung (f)
Meinungsäußerung (f) Berichterstattung (f)
__________________________________________

развитие гарантия равноправие причинение вреда


свобода передвижения неприкосновенность выступление
оказание предпочтения выражение мнения равенство

z3. Füllen Sie die Tabelle aus.

Bestimmungs- Fuge Grundwort Kompositum Übersetzung


wort

Versammlung
Recht
Zwang Würde
Volk Dienst
Meinung -s- Verbreitung die свобода
Post Vertretung
Versammlungsfreiheit собраний
Beschwerde Freiheit
die Meinungsfreiheit
Zensur -(e)n – Eingriff
Vereinigung Verbot
Krieg - Arbeit
Auslieferung Geheimnis
Beruf Recht
Bekenntnis Gericht
Glauben
Handlung
Ausnahme
Mensch

45
z4. Bilden Sie aus den Wortteilen 8 Nomen zu dem
Themenbereich “Grundrechte”.

un- Œ (-)frei- Œ glau- Œ -zü- Œ -be- Œ -heit


-sehrt- Πver- Π-lich- Π-an- Π-tast- Π-ben(s)-
-bar- Π-keit- Π-gig- Πpres- Πgleich- Πhand-
-lung(s)- Π- rech- Π-ti- Π- letz- Π-se- Π-gung

z5. a) Füllen Sie die Lücken aus.

1. Die deutschen Bürger haben das Recht auf die freie Entfaltung der
Persönlichkeit und körperliche _______.
2. Allen wird die Gleichheit vor dem Gesetz, _______ von Mann und Frau
garantiert.
3. Den deutschen Bürgern steht das Recht auf die Berufsfreiheit und das Verbot
der _______ zu.
4. Das Grundgesetz garantiert die Pressefreiheit und die Freiheit der ______.
5. Jedermann hat das Recht auf das Brief-, _______- und _______ .
6. Alle Deutschen haben das Recht auf das _______ und Petitionsrecht.
7. Das Grundgesetz gewährleistet den _______ von Ehe und Familie.
8. Allen wird die _______ der Wohnung garantiert.
9. Allen wird _______ -, Bekenntnis- und Gewissensfreiheit gewährleistet.

b) Formulieren Sie diese Sätze anders, indem Sie


sinnverwandte Wörter aus den Kasten gebrauchen.

das Recht auf etw. Akk.


garantieren das Recht auf etw. haben

das Recht auf etw. Akk. j-m Dat. steht das Recht zu
gewährleisten

46
z6. Menschenrechte ‚ Grundrechte ‚ Bürgerrechte
Füllen Sie die Lücken mit den Wörtern aus dem Kasten aus.

Als Grundrechte werden die M_______________1) und B_____________2)


bezeichnet, die jeder Bürgerin und jedem Bürger der ______________3) im
_____________4) zugesichert sind. Das Grundgesetz ist die ______________5)
der Bundesrepublik: es bestimmt unter anderem, welche _________________6)
jede Bürgerin und jeder Bürger hat und welche Aufgaben und Befugnisse
___________7) und __________8)haben.
M____________9) sind die Rechte, die jedem Menschen in der Bundesrepublik
zustehen, gleichgültig, ob er deutscher Staatsangehöriger ist oder nicht: zum
Beispiel das Recht auf menschliche _______________10), das Recht auf freie
______________11) der Persönlichkeit und persönliche _____________12) und
das Recht, seine _______________13) frei zu äußern.
B_______________14) sind die Rechte, die nur _______________15) zustehen:
zum Beispiel das Recht, ___________16) zu bilden, das Recht, ___________17)
und ____________18) frei zu wählen, und das Recht, seinen ___________19) zu
bestimmen. Die Grundrechte schützen jeden einzelnen Menschen gegen
Ansprüche und Übergriffe der __________20). Sie schützen damit auch die
Ordnung der Gemeinschaft aller Menschen in einem ________________21).
Die Staatsgewalt ist in allen Handlungen und Entscheidungen an die
_______________22) gebunden. Die Staatsgewalt setzt sich zusammen aus der
______________23), der ______________24) und der ______________25).

Bundesrepublik Deutschland Œ Freiheit Œ Beruf Œ Staatsgewalt Œ


Verfassung Œ Bürgerrechte Œ Parlament Œ Rechtsprechung Œ
Menschenrechte Œ Gesetzgebung Œ Entfaltung Œ Grundgesetz Œ
Deutschen Œ Rechte Œ Arbeitsplatz Œ Bürgerrechte Œ Wohnsitz Œ
Regierung Œ Meinung Œ Vereinigungen Œ Grundrechte Œ
ausführende Gewalt Œ Ausbildungsstätte Œ Staat Œ
Menschenrechte Œ Würde

z7. a) Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge an.


Satz 1
nur • gelten • die • Im • Menschenrechten • den • allgemeinen •
Staatsangehörige. • für • Bürgerrechte • Unterschied • zu

47
Im

Satz 2
zwischen • und • Abwehrrechten. • Einteilung • unterscheidet •
Unverletzlichkeitsrechten • andere • Freiheitsrechten • Eine • oder • der •
Grundrechte
Eine

Satz 3
Bürgern • Rechte, • zu • sie • vom • fordern, • schützen • Ansprüche •
unterlassen. • indem • Soziale • von • Eingriffe • begründen • und • Staat • ihre •
Grundrechte
Soziale

b) Zeigen Sie schematisch Verhältnisse zwischen den


Menschen- und Bürgerrechten, sozialen Grundrechten,
Freiheits- und Unverletzlichkeitsrechten. Gebrauchen Sie die
Grundrechte aus dem Kasten als Beispiele.

Œ Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis Œ


Œ Freiheit der Person Freizügigkeit Œ Glaubensfreiheit Œ
Œ Gleichberechtigung von Mann und Frau Œ
Œ Gleichheit vor dem Gesetz Œ Koalitionsfreiheit Œ
Œ Meinungsfreiheit Œ Schutz von Ehe und Familie Œ
ŒVereinigungsfreiheit Œ
ΠStaatliche Ordnung der Schule ΠUnverletzlichkeit der Wohnung

c) Schreiben Sie einen kurzen Bericht über die Grundrechte.


Nehmen Sie die Sätze aus a) als Anfang eines Absatzes und
ergänzen Sie diese mit den Informationen aus b).

48
z8. Hier finden Sie 17 Forderungen an eine freie Gesellschaft.
Streichen Sie aus dieser Liste acht Forderungen. Bringen Sie
die verbleibenden in eine Reihenfolge von 1–9, wobei 1 die
wichtigste Aussage bedeutet. Begründen Sie Ihre Meinung.

1 Jeder muss seine Meinung frei äußern dürfen.

2 Jeder muss reisen können, wohin er will.

3 Niemand darf Not leiden.

4 Die Gesetze müssen für alle gleiche Geltung haben.

5 Es muss sichergestellt werden, dass wirklich nur die besten die


Universitäten besuchen.
6 Man muss zwischen mehreren Parteien wählen können.

7 Die Einkommensunterschiede dürfen nicht zu groß sein.

8 Es muss eine starke Opposition geben, die die Regierung


kontrolliert.
9 Jeder muss das Recht auf Arbeit haben.

10 Jeder muss eine Wohnung haben können.

11 Jeder muss seinen Beruf frei wählen können.

12 Es muss einen starken Staat geben.

13 Die Bürger/innen müssen politisch so informiert sein, dass sie


sich an der Politik beteiligen können.
14 Die Bürger/innen müssen über wichtige Fragen in
Volksabstimmung entscheiden können.
15 Die Privatsphäre muss absolut geschützt werden.

16 Regelmäßig müssen freie und geheime Wahlen stattfinden.

17 Es darf keine Vorrechte für bestimmte Gruppen geben

49
z9. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text
Grundrechte in der EU

Bisher verfügt die Europäische Union über kein rechtsverbindliches


Dokument, in dem alle Rechte der europäischen Bürgerinnen und Bürger
zusammengefasst werden.
Erst 1999 wurde ein Konvent zur Formulierung einer EU-Grundrechten-
Charta eingesetzt, die die Bürgerrechte erstmalig in einem Text zusammenfasst.
Die am 7. Dezember 2000 verkündete Charta ist allerdings bisher nicht
verbindlich. Sie ist jedoch als Grundrechtenkatalog in die am 19. Juni 2004
unterzeichnete Europäische Verfassung integriert worden.
Dennoch verfügen die Bürgerinnen und Bürger der EU schon jetzt über
einen wirksamen Schutz ihrer Grundrechte. Dieser Schutz steht quasi zwischen
den Zeilen der Vertragstexte. Im Wesentlichen folgt der Grundrechtsschutz der
Bürger aus den Grundsätzen, zu denen sich die Mitgliedsstaaten im EU-Vertrag
selbst verpflichten. Danach beruht die EU zum einen auf "den Grundsätzen der
Freiheit, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten
sowie der Rechtsstaatlichkeit" (Art. 6 Abs. 1 EU-Vertrag). Zum anderen
verpflichten sich die Mitgliedsstaaten zur Achtung der Grundrechte, wie sie in
der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK) und den Verfassungen der Mitgliedsstaaten enthalten
sind.

Dr. André Brodocz, Prof. Dr. Hans Vorländer

Testen Sie sich!

z10. Ergänzen Sie bitte die fehlenden 65 Wortteile.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie _u1) achten _ _d2) zu _ _ _ _tzen3)
ist _ _ _ _ _ _ _chtung4) aller _ _ _ _ _ _ichen5) Gewalt.
_ _t6) dieser _ _ _ _ _ _ichen7) Erklärung _ _ _ _nnt8) der _ _ _te9) Artikel
_ _s10) Grundgesetzes. _ _e11) Grundrechte _ _nd12) in _ _t13). 1-19 an _ _e14)
Spitze _ _s15) Grundgesetzes _ _ _ _ellt16) worden. _ _r17) hohe _ _ng18), den

50
_ _e19) Verfassungsgeber _ _n20) Grundrechten _ _ _ _ _ssen21), erklärt _ _ch22)
aus _ _n23) Erfahrungen _ _r24) Weimarer _ _ _ _blik25) und _ _r26) Zeit _ _s27)
nationalsozialistischen _ _ _ _mes28).
Viele _ _ _ _ _chten29) die _ _ _ _ _ _echte30) als _ _ _as31)
Selbstverständliches, _ _s32) ihre _ _ _ _ _ _liche33) Sphäre _ _um34) berührt.
_ _e35) die _ _ _ _ _ _ _htliche36) Erfahrung _ _ _gt37), sind _ _e38) keineswegs
_ _ _ _ _ _ _ _ _ständlich39) gewährleistet _ _d40) sie _ _ _ _ _ _lußen41) den
_ _ _tag42) des _ _ _ _ _lnen43) und _ _s44) Zusammenleben _ _ _er45) in
_ _ _at46) und _ _ _ _ _ _schaft47). Grundrechte _ _ _ _tzen48) den
_ _ _ _ _ _ _tsraum49) des _ _ _ _ _lnen50) vor _ _ _ _ _iffen51) der
_ _ _ _ _ _lichen52) Gewalt, _s53) sind _ _ _ _ _ _rechte54) des _ _ _ _ers55)
gegen _ _n56) Staat. _ _ _ _eich57) sind _ _e58) Grundlage _ _r59) Wertordnung
_ _r60) Bundesrepublik Deutschland, sie _ _ _ _ren61) zum _ _rn62) der
_ _ _ _ _ _itlich63) – demokratischen _ _ _ _ung64) des _ _ _ _ _ _ _setzes65).
Zu unterscheiden ist zwischen allgemeinen Menschenrechten, die jedem
zustehen, und Bürgerrechten, die nur für Staatsangehörige gelten.

z11. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen

Asylrecht Bürgerrecht
Auslieferungsverbot Eigentum
Ausnahmegericht Einschränkung
Bekenntnis Erlaubnis
Berichterstattung Fernmeldegeheimnis
Berufsfreiheit Freiheitsrecht
Beschwerde Freizügigkeit
Briefgeheimnis Geltungsbereich

51
Glaubens-, Bekenntnis- und Persönlichkeit
Gewissensfreiheit Petitionsrecht
Gleichberechtigung Postgeheimnis
Gleichstellung Pressefreiheit
Grundfreiheit Religionsausübung
Handlungsfreiheit Sozialstaat
Herkunft Staatsangehörige
Konvention Vereinigungsfreiheit
Meinungsfreiheit Versammlungsfreiheit
Menschenrecht Zensurverbot
Menschenwürde Zwangsarbeit

Verben

anerkennen gewährleisten
beitreten handeln
benachteiligen herrschen
beschränken richten, sich
bevorzugen schützen
eingreifen verbieten
einschränken verkürzen
entfalten versammeln, sich
enthalten zustehen
entlassen zwingen
festlegen

Adjektive/ Adverbien

angeboren unantastbar
ehelich ungestört
friedlich unmittelbar
gebunden sein unveräußerlich
gleichberechtigt unverletzlich
innerstaatlich unversehrt
überstaatlich zulässig

52
4.3. Verfassungsgrundsätze
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Verfassungsgrundsätze“ arbeiten.
1. 2. 3.
* vom Volk ausgehen *_______________ *________________
*_________________ *_______________ *soziale Sicherheit
*_________________ *den Machtmissbrauch gewährleisten
verhindern *________________

VERFASSUNGSGRUNDSÄTZE

4. Republik 5. Rechtsstaatsprinzip

*________________________ *_______________________________
*________________________ *den Gerichtsschutz gewährleisten
*________________________ *_______________________________

________________________________________________________

*______________ *______________ *______________


( ) (die Exekutive) ( )

*Rechtsnormen *______________ *______________


schaffen *______________ *______________
*______________

z1. Wie heißen die Wörter?


a) mAubnsmgenit h) chibnderieneers
b) efbenahu i) rhneceRhustpcg
c) uaseübn j) gtltSaaatwes
d) imemtebsn k) nfaeägigsvßssumr
e) nnuegbed isen l) eveheznodill taGlew
f) eGetsz m) Wlhnae
g) dlneuagrG n) nWdhtarcessdiert
53
z2. a) Füllen Sie die Lücken mit passenden Wörtern aus.
Nehmen Sie zu Hilfe Übung 1.

a) Die Gesetzgebung ist an die _______ Ordnung _______ .


b) Art. 20 Abs. 4 schreibt auch _______ fest.
c) Sie _______ die _______ der staatlichen Ordnung.
d) Das Volk _______ sie in _______ und _______ und auch durch besondere
Organe der drei Gewalten _______.
e) Die Verfassungsgr_______ sind im _______ nieder_______.
f) In einem demokratischen Staat _____ alle Staats_______ vom _______ ___ .
g) Das ist ein _______recht.
h) ___ Recht und _______ sind die ______ Gewalt und die _______ gebunden.
i) Die Verfassungsprinzipien können auf keinen Fall _______ werden.

b) Bringen Sie die Sätze in die logische Reihenfolge.


c) Übersetzen Sie den ergebenen Text.

z3. a) Hier sind 9 Nomen zum Thema „Verfassungsgrund-


sätze“ versteckt. Finden Sie diese Nomen.

BEGRFSTAATSGEWALTNOCHERGERICHTEKRIMINALGTREIGENSTA
ATLICHKEITGARATSTAATSOBERHAUPTBEDEUTEVOLKGETERGEW
ALTENTEILUNGKLMTROPVORRANGGLIEDBERUFSUMSCHULUNGS
OZIALVORBEHALTRAUM

b) Hier sind 9 Verben zum Thema „Verfassungsgrundsätze“


versteckt. Finden Sie diese Verben.

BVERAUSÜBENABERBERUFENEBENVERSTOßENÄHERAUSGEHENIH
RVERFÜGENDURSCHANRUFENAUSDEMBEDÜRFENVORABENTSCH
EIDENMEHRGLIEDERN

c) Welche Wortverbindungen wären mir diesen Verben


möglich?
d) Schreiben Sie die wichtigsten Merkmale der 5 Verfassungs-
grundsätze.

54
z4. Setzen Sie die Verben korrekt ein.

anerkennen Πbedeuten Πbeseitigen (2 Mal) Πbieten Πbleiben


einräumen Œ erfahren Œ erhalten Œ gelten Œ handeln Œ richten Œ stellen
unternehmen Πversuchen Πwerden Πwiederherstellen

Widerstandsrecht

Der Artikel 20 GG ____________1) im Jahr 1968 eine Erweiterung durch


die Anführung des Absatzes 4, der jedem Bürger das Widerstandsrecht
____________2) gegen jeden, der es ____________3), den demokratischen
Rechtsstaat, d. h. die verfassungsmäßige Ordnung, zu ____________4).
Dies ____________5), dass sich der Widerstand nicht nur gegen
Einzelpersonen oder Gruppen, sondern auch gegen eine verfassungswidrig
handelnde Staatsgewalt ____________6) kann.
Allerdings ____________7) das Widerstandsrecht nur, wenn das
bekämpfte Unrecht offenkundig ist und die Rechtsmittel, die von der
Rechtsordnung zur Verfügung ____________8) sind, keine Aussicht auf
Abhilfe ____________9), so dass der Widerstand das letzte Mittel
____________10), mit dem das Recht ____________11) oder ____________12)
werden kann. Es ____________13) sich hier also um einen Widerstand im
konservierenden und keinesfalls im revolutionären Sinn.
Durch die Erweiterung des Artikels 20 GG ____________14)
unausgesprochen auch die Beweggründe der deutschen Widerstandskämpfer
des 20. Juli 1944 ____________15), die mit ihrem Attentat auf Adolf Hitler
____________16) hatten, den Diktator zu ____________17).

z5. Ordnen Sie die folgenden Überschriften den nachfolgenden


Beschreibungen zu. Bei richtiger Zuordnung ergeben die
Buchstaben in den Klammern den Begriff für das Verfahren,
mit dem politische Macht übertragen wird.

DEMOKRATIE (A) – REPUBLIK (W) – SOZIALSTAAT (E) –


BUNDESSTAAT (L) – RECHTSSTAAT (N) –
GEWALTENTEILUNG (H)

55
1. _________
bedeutet wörtlich übersetzt: „Sache der Allgemeinheit“ und meint eine
Staatsform, in der das Staatsoberhaupt gewählt wird – im Gegensatz zu einer
Monarchie, in der das Amt des Staatsoberhauptes in der Regel von einer
Königin auf die Erben übergeht, also vererbt wird.
2. _________
heißt, dass die Staatsgewalt vom Volke ausgehen soll. Durch Wahlen und
Abstimmungen wird diese Staatsgewalt ausgeübt, bzw. Repräsentanten auf
Zeit übertragen, die im Auftrag des Volkes politische Entscheidungen treffen
sollen.

3. _________
bedeutet, dass die Gesetzgebung (Parlamente), die Ausführung der Gesetze
(Regierung und Verwaltung) und Rechtsprechung (Gerichte) von
verschiedenen, voneinander unabhängigen Personen und Personengruppen
durchgeführt werden soll.

4. ____________
bezeichnet allgemein die Vereinigung souveräner (selbstständiger) Staaten zu
einem Bund, auf den bestimmte Rechte und Aufgaben übertragen werden. In
der Bundesrepublik Deutschland haben deshalb die Bundesländer einerseits
eigene Länderparlamente, -regierungen und -gerichte, andererseits wirken Sie
über den Bundesrat an der Bundespolitik mit. Man nennt dieses staatliche
Organisationsprinzip auch Föderalismus.

5. _________
verpflichtet den Staat, die sozialen (gesellschaftlichen) Verhältnisse zu
gestalten. Dazu gehören wirtschaftspolitische Aktivitäten, um z.B. die
Entwicklung der Wirtschaft zu ermöglichen oder Arbeitslosigkeit abzubauen.
Ebenso müssen soziale Maßnahmen ergriffen werden, um in Not geratenen
Bürgerinnen und Bürgern das Existenzminimum zu sichern. Mit
Vorsorgeeinrichtungen sollen die Menschen im Alter, bei Krankheit und
Unfällen geschützt werden (Sozialversicherung, Renten).

6. _________
besagt, dass die staatliche Gewalt an die Verfassung und die Rechtsprechung
gebunden ist. Alle Maßnahmen der Staatsorgane können von unabhängigen
Richtern überprüft werden. Voraussetzungen für dieses Prinzip sind die in der
Verfassung zugesicherten Grundrechte (Freiheitsrechte), die Gewaltenteilung
und die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung.

56
z6. Um welche Demokratie handelt es sich?

Muster: Die Gewalten sind verschränkt.


Î Es handelt sich um … Demokratie,
denn die Gewalten sind bei dem … System verschränkt.
weil die Gewalten bei dem … System verschränkt sind.

1. Die gesetzgebende Gewalt und die vollziehende Gewalt …


a) sind personell verbunden.
b) sind institutionell strikt getrennt.
2. Die Regierung ist …
c) vom Parlament unabhängig.
d) dem Parlament verantwortlich.
3. Das Parlament kann …
e) der Regierung kein Misstrauensvotum aussprechen.
f) die Regierung stürzen.
4. Die Regierung …
g) kann das Parlament auflösen.
h) hat kein Auflösungsrecht.
5. Die Regierung kann …
i) direkt die Gesetzesinitiative ausüben.
j) die Gesetzesinitiative nur indirekt ausüben.

z7. Lesen Sie und a) kreuzen Sie an, ob es sich um ein


Argument für (pro) oder gegen (contra) „Direkte Demokratie“
handelt.

Pro Contra
1 Der Parlamentarische Rat hat sich aufgrund der
schlechten Erfahrungen mit Volksentscheiden in der
Weimarer Republik für eine reine
Repräsentativdemokratie entschieden. Es gibt keinen
Grund, an dieser Entscheidung zu rütteln.
2 Es können lange Fristen für eine umfassende
Information der Bevölkerung vorgesehen werden, um
Manipulationen und Entscheidungen aufgrund
kurzfristiger Stimmungen zu erschweren.
3 Elemente direkter Demokratie sind auf kommunaler
und Landesebene wegen der Überschaubarkeit der zu
entscheidenden Fragen* und der geringen Zahl der

57
Abstimmungsberechtigten praktikabel. Für die
komplexen Probleme der Bundesrepublik sind sie
nicht geeignet.
4 Aktive, gut organisierte Minderheiten können ihre
Sonderinteressen durchsetzen. Ebenso kann es zur
Missachtung von Interessen nicht
durchsetzungsfähiger Mehrheiten kommen.
5 Der Manipulation würde Tor und Tür geöffnet. Macht
würde denen zufallen, die die dem Volk vorzulegenden
Fragen formulieren und Zugang zu den Medien haben.
Direkte Demokratie ist eine „Prämie für jeden
Demagogen“ (Theodor Heuss).
6 Das repräsentative System wird durch direkte
Bürgerbeteiligung nicht abgeschafft, sondern ergänzt.
Das Parlament bleibt der Ort politischer
Auseinandersetzungen und Entscheidungen.
Volksabstimmungen können jedoch das Parlament
zwingen, sich mit Themen zu befassen, die die
Gesellschaft bewegen.
7 Ein per Volksabstimmung beschlossenes Gesetz kann
leicht den Anschein größerer Legitimität gewinnen. Es
ist auch weniger korrigierbar als parlamentarische
Entscheidungen. Es könnte sich die Tendenz
entwickeln, das Parlament nur noch weniger wichtige
Fragen entscheiden zu lassen.
8 Der Missbrauch von Plebisziten kann dadurch
ausgeschlossen werden, dass zu bestimmten
Problemen – etwa Haushalt, Steuern, Außenpolitik –
Volksbefragungen nicht zugelassen werden.
9 Die Zeit ist gekommen, den Bürgerinnen und Bürgern
Möglichkeiten direkter Beteiligung an politischen
Entscheidungen einzuräumen. Das Deutschland von
heute ist mit der Weimarer Republik nicht
vergleichbar. Demokratisches Bewusstsein und
Informationsgrad der Bevölkerung sind heute ungleich
höher als damals.
10 Die Verfassungen der meisten alten und aller neuen
Bundesländer sehen Volksbegehren und
Volksentscheide auf Landes- und kommunaler Ebene
vor. Sie sind auch vielfach praktiziert worden,

58
teilweise mit großem Erfolg und ohne negative
Begleiterscheinungen.
11 Bei Volksbefragungen müssen komplizierte politische
Probleme auf eine anfache Ja- oder Nein-Alternative
reduziert werden. Entscheidungen in der
pluralistischen Demokratie sind aber auf Kompromisse
angelegt.
12 Die Mindestbeteiligung kann hoch angesetzt werden,
um die Durchsetzung von Minderheitsinteressen zu
vorhindern.

* die zu entscheidenden Fragen ' die Fragen, die entschieden werden sollen

b) Schreiben Sie hinter jedes Pro-Argument die Nummer des


dazugehörigen Contra-Arguments.

z8. Setzen Sie die folgenden Wörter in richtiger Form ein.

auflösen Œ aussprechen Œ Bundeskanzler Œ Bundespräsident Bundestag


(2 Mal) Πgelten Πkonstruktiv ΠMisstrauensvotum
Nachfolger Œ Regierung (2 Mal) Œ verfügen
Vertrauensfrage Œ vorschlagen Œ wählen Œ Zustimmung

Vertrauensfrage und Misstrauensvotum

Die ____________1), das Misstrauensvotum und die Parlamentsauflösung


__________ 2) als Instrumente zur Bewältigung der Krisen zwischen Parlament
und ____________3). Der Bundeskanzler ____________4) auch mit der
Vertrauensfrage nach Art. 68 GG über ein Mittel zur Stabilisierung seiner
Position oder zur Initiierung von Neuwahlen. Wenn die Vertrauensfrage nicht
die ____________ 5) der Mehrheit der Mitglieder des ____________6) findet,
kann der Bundeskanzler dem ____________7) die Auflösung des Bundestages
____________8). Das Parlament wird nicht __________9), wenn der Bundestag
im Gegenzug einen anderen Kanzler ____________10).
Das __________11) ist ein Mehrheitsbeschluss des Parlaments, der der
____________12), dem Regierungschef oder einem Minister das Vertrauen
59
entzieht und damit dessen Rücktritt erzwingt. In Deutschland ist das
____________ 13) Misstrauensvotum gegenüber dem _________14) vorgesehen
(Art. 67 GG). Der ____________15) kann dem Bundeskanzler das Misstrauen
nur dadurch ____________16), dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen
____________17) wählt. Bei einen konstruktiven Misstrauensvotum wird
gleichzeitig ein neuer Kandidat gewählt.

z9. a) Welche 7 staatsrechtlichen Grundbegriffe sind hier


versteckt?

A B C D E F G H I J K L M N O P Q
1 D E Z E N T R A L I S I E R U N G
2 W W K K F D T R Q M U S J L T R K
3 V F I M B U N D E S S T A A T K Y
4 H Ö T S Z K P Q Q Z Y H K X K M F
5 N D F L Y B R Y K G B Ö X Z C C K
6 R E C D M J V H P O I Q L E Q N Y
7 K R X X G I T T M B N W Y N U K V
8 R A E Q E I N H E I T S S T A A T
9 B L O W Y L J Q P D J G K R S K V
10 Ä I Q B D E L S K R J U N A X U V
11 Y S P L F I R H G C B B Y L C J S
12 X M G M X S O U V E R Ä N I T Ä T
13 E U D Q W R D H T F M X N S E E Q
14 R S W H S V C P H Q I U M M G G Q
15 E U H M M W C G B E E D Q U D D D
16 S T A A T E N B U N D E Z S J V D

b) Lesen Sie und entscheiden Sie, um welchen


staatsrechtlichen Grundbegriff es sich in jedem Fall handelt.
A. Das Organisationsprinzip für ein gegliedertes Gemeinwesen, in dem
gleichberechtigte und mehr oder weniger eigenständige Glieder zu einem
übergeordneten Ganzen zusammengeschlossen sind.
B. Eine Verbindung nichtsouveräner Gliedstaaten durch einen bundesmäßigen
Zusammenschluss. Hier liegt die völkerrechtliche Souveränität allein beim
übergeordneten Zentralstaat. Sowohl der Gesamtverband als auch die
Gliedstaaten besitzen von der Verfassung her Staatscharakter. Staatliche
60
Aufgaben sind zwischen Zentralstaat und Gliedstaaten aufgeteilt. Um sie zu
erledigen, müssen beide zusammenwirken, aufeinander Rücksicht nehmen und
sich gegenseitig kontrollieren und begrenzen.

C. Ein Zusammenschluss souveräner Staaten durch einen völkerrechtlichen


Vertrag. Die Gliedstaaten bleiben auch im völkerrechtlichen Sinn souverän. Sie
bilden jedoch gemeinsame Organe zur Erledigung gemeinstaatlicher Aufgaben.

D. Es gilt als politisches Gegenprinzip zum Föderalismus. Die staatliche Gewalt


ist auf einige zentrale Institutionen beschränkt. Es gibt keine regionalen
Untergliederungen mit politischer Selbstständigkeit, also keine Länder oder
Einzelstaaten.

E. Oberste Staatsorgane entscheiden staatliche Funktionen bis ins Detail, und


nachgeordnete Behörden vollziehen diese ohne eigenen Spielraum.

F. Staatliche Entscheidungen werden nur prinzipiell von den obersten


Staatsorganen getroffen. Vollzogen werden sie jedoch von den nachgeordneten
Organen und Selbstverwaltungskörperschaften weitgehend eigenständig.

G. Das bedeutet höchste Gewalt und kann rechtlich nach innen und nach außen
wirken. Im ersten Fall übt der Staat im Innern die oberste Herrschaftsgewalt
aus. Im zweiten Fall spricht man über die Unabhängigkeit eines Staates von
allen anderen Staaten und internationalen Organisationen.

c) Notieren Sie die Schlüsselwörter für die staatsrechtlichen


Grundbegriffe. Erklären Sie kurz jeden Begriff.

z10. a) Setzen Sie die Präpositionen entgegen, laut, gemäß,


nach richtig ein.
b) Übersetzen Sie anschließend die Sätze ins Russische.

1. Das Gesetz wurde den Vorschlägen der Kommission _____ geändert.


2. _____ Paragraph I. der Straßenverkehrsordnung war er an dem Unfall
mitschuldig.
3. _____ dem Gesetz darf uns der Hauswirt nicht kündigen.
4. _____ den allgemeinen Erwartungen siegte die Oppositionspartei.
5. _____ den Angaben einiger Gewerkschaftsführer hat man sich bis jetzt nicht
geeinigt.

61
6. _____ Gesetz soll er diese Stadt verlassen.
7. _____ den Satzungen des Vereins gehören der Tierschutz und die Tierpflege
zu den wichtigsten Aufgaben der Mitglieder.
8. _____ diesem Verdacht stellte man später fest, dass ein Kurzschluss die
Ursache des Brandes war.

z11. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.


Text

Rechtsstaat
Kerngedanke des Rechtsstaatsprinzips ist, dass die gesamte Staatsgewalt
Recht und Gesetz unterworfen wird und sich bei ihrem Handeln an der Idee der
Gerechtigkeit orientiert, damit jede Willkürherrschaft möglichst ausgeschlossen
ist. Der Rechtsstaat kann aber keine Gerechtigkeit in jedem Einzelfall
garantieren.
Schwerpunkt des Rechtsstaatsprinzips bildet die sog. (horizontale)
Gewaltenteilung. Damit ist zunächst gemeint, dass die staatlichen Aufgaben in
drei Bereiche eingeteilt werden, nämlich in Gesetzgebung (Legislative),
Rechtsprechung (Judikative) und Regierung bzw. Verwaltung (Exekutive).
Darüber hinaus werden diese Aufgaben auf prinzipiell voneinander
unabhängige Organe übertragen, um auf diese Weise eine Machtkonzentration
zu vermeiden und – sozusagen als Kehrseite – dem Bürger einen gewissen
Freiheitsraum zu gewährleisten. Die Gesetzgebung wird auf Bundesebene dem
Bundestag in Zusammenarbeit mit dem Bundesrat übertragen, die
Rechtsprechung den Bundes- und Landesgerichten sowie die Exekutive den
Regierungs- und Verwaltungsbehörden von Bund und Ländern.
Gewaltenteilung i. S. d. Grundgesetzes bedeutet aber keineswegs eine strikte
Abschottung der Gewalten voneinander, sondern vielmehr ihre gegenseitige
Kontrolle und Mäßigung.

z12. Lesen Sie den Text und

a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,


b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

62
Text

Die Sozialstaatlichkeit ist im Grundgesetz an zwei Stellen verankert: in


Art.20 Abs. 1, der den sozialen Bundesstaat fordert, und in Art.28, in dem die
Bundesrepublik Deutschland als „sozialer Rechtsstaat“ bezeichnet wird.
Anders als das Rechtsstaatsprinzip wird der soziale Auftrag des Staates,
das Sozialstaatsangebot, nur an wenigen Stellen des Grundgesetzes im
Einzelnen konkretisiert. Der Parlamentarische Rat hat davon abgesehen, ein
verbindliches Model des Sozialstaates vorzuschreiben. Er hat die Ausgestaltung
weitgehend dem Gesetzgeber überlassen.
Die Prinzipien des Rechtsstaates sind unveränderlich und zeitlos gültig.
Soziale Gerechtigkeit, die zentrale Zielsetzung des Sozialstaates, lässt sich nicht
ein für allemal verbindlich definieren. Ihre Aufgestaltung hängt ab von der
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und dem gesellschaftlichen
Bewusstsein. Das Sozialstaatsprinzip ist somit ein dynamisches Prinzip, das den
Gesetzgeber verpflichtet, die sozialen Verhältnisse immer wieder neu zu regeln.

Testen Sie sich!

z13. Ergänzen Sie die fehlenden 52 Wortteile.


Demokratie
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus” (Art. 20 Abs.2 Satz 1 GG) ist
eine Kernaussage der Demokratie (sog. Volkssouveränität). Sie
b_ _ _ _ _ _ _ _t1), dass d_s2) Volk – u_d3) nicht e_n4) Führer – T_ _ _ _r5) der
S_ _ _ _ _ _ _ _ _ _t6) ist. D_ _ _n7) unterschieden w_ _ _ _n8) muss, w_r9) die
S_ _ _ _ _ _ _ _ _ _t10) tatsächlich a_ _ _ _t11). Nach d_r12) Vorstellung d_s13)
Grundgesetzes s_ _d14) dies i_15) erster L_ _ _e16) „besondere O_ _ _ _e17)” der
G_ _ _ _ _ _ _ _ _ _g18), der v_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _n19) Gewalt u_d20) der
R_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _g21). Dem V_ _k22) verbleibt e_ _e23) unmittelbare
A_ _ _ _ _ _g24) nur a_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _e25), und z_ _r26) in F_ _m27) von
W_ _ _ _n28) (z.B. zum B_ _ _ _ _ _ _g29)) und e_ _ _ _ _ _ _n30)
Abstimmungen ü_ _r31) Sachfragen (z.B. Z_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _s32) von
B_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _n33), Beispiel: Brandenburg/ Berlin). Insofern v_ _ _ _ _ _
t34)sich d_ e35) Bundesrepublik D_ _ _ _ _ _ _ _ _ d36) als sog.
m_ _ _ _ _ _ _ _e37) (repräsentative) D_ _ _ _ _ _ _ _e38), während b_i39) einer

63
u_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _n40) (plebiszitären) D_ _ _ _ _ _ _ _e41) alle
w_ _ _ _ _ _ _ _ _ _n 42) politischen E_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _n43) vom V_ _k44)
selbst g_ _ _ _ _ _ _n45) werden – e_ _e46) Form, d_e47) in g_ _ _ _ _ _ m48)
Rahmen n_ _ _ t49) praktikabel i_t50) und h_ _ _ _ _ _ _ _e51) daher kaum mehr
v_ _ _ _ _ _t52). Ausnahme: einzelne Landsgemeindekantone in der Schweiz.

z14. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen
Abgeordnete Judikative
Arbeitslose Legislative
Berufsumschulung Machtmissbrauch
Beschuldigte Mehrheitsentscheidung
Bundesstaatsprinzip Misstrauensvotum
Demokratieprinzip Nachfolger
Eigenstaatlichkeit Rechtsnorm
Exekutive rechtsprechende Gewalt
Föderalismus Rechtsstaatsprinzip
Fürsorge soziale Sicherheit
geltendes Recht Sozialstaatsprinzip
Gerechtigkeit staatliche Hoheit
Gerichtsschutz Vertrauensfrage
Gesetzesinitiative vollziehende Gewalt
gesetzgebende Gewalt Vorbehalt
Gesetzmäßigkeit Vorrang
Gewaltenteilung Widerstandsrecht
Gewaltentrennung Willensbildung
Gewaltenverschränkung

64
Verben
ablehnen Festschreiben
anerkennen gliedern, sich
anrufen (das Gericht) stürzen
ausführen umfassen
ausgehen unternehmen
auslegen unterstützen
aussprechen verfügen
ausüben verhindern
berufen verletzen
beseitigen verpflichten
bewältigen verstoßen
einräumen vollziehen, sich
ersuchen zubilligen

Adjektive/ Adverbien
beteiligt sein parlamentarisch
demokratisch personell
einig sein repräsentativ
föderalistisch republikanisch
freiheitlich strikt
gebunden sein unabänderlich
gegenseitig unmittelbar
gerecht verbindlich
grundsätzlich verfassungsmäßig
gültig verfassungsrechtlich
indirekt verfassungswidrig
institutionell wechselseitig
konstruktiv zuständig sein
mittelbar

Ausdrücke

Anspruch haben auf Akk.


das Recht zu Dat., auf D. haben
im Gegensatz zu Dat. stehen
j-n aus dem Amt entfernen
j-n vor die Aufgabe stellen
65
4.4. Staatsorgane
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie sich mit den
Staatsorganen der BRD bekannt machen.

Wahlen Zuständigkeit

Bundespräsident

Wahlen Wahlen

Bundeskanzler Bundesregierung

Zuständigkeit Zuständigkeit

Staatsorgane

Wahlen Wahlen

Bundestag Bundesrat

Zuständigkeit Zuständigkeit

Bundesverfassungsgericht

Zuständigkeit Wahlen

66
z1. a) Bilden Sie sinngemäße Wortverbindungen und
b) ordnen Sie diese den nachfolgenden Staatsorganen zu.

1. den Bundestagspräsidenten a. beteiligen


2. die gesetzgebende Gewalt b. kontrollieren
3. Regierungsgeschäfte auf Bundesebene c. wählen
4. an der Gesetzgebung d. wahren
5. die Verhandlungen gerecht und unparteiisch e. leiten
6. die Richtlinie der Politik f. vertreten
7. das Bundesverfassungsgericht g. mitwirken
8. die Würde und die Rechte des Parlaments h. ausüben
9. sich an der Verwaltung des Bundes i. bestimmen
10. den Bundestag
11. den Bundespräsidenten

der der der der die


Bundestag Bundestagspräsident Bundesrat Bundeskanzler Bundesversammlung

z2. Jetzt wird es Bund! Wer ist gemeint?

BUNDESTAG – BUNDESRAT – BUNDESKANZLER –


BUNDESMINISTER – BUNDESPRÄSIDENT –
BUNDESVERSAMMLUNG – BUNDESREGIERUNG
1. Die Abgeordneten des deutschen __________ werden in allgemeiner,
unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.
2. Durch den __________ wirken die Länder bei der Gesetzgebung und
Verwaltung des Bundes und in Angelegenheiten der Europäischen Union
mit.
3. Der __________ wird auf Vorschlag des __________ vom __________
ohne Aussprache gewählt.
4. Der __________ wird ohne Aussprache von der __________ gewählt.
5. Der __________ verhandelt öffentlich.
6. Der __________ bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die
Verantwortung.
7. Der __________ besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die
sie bestellen und abberufen.

67
8. Die __________ besteht aus dem __________ und aus den ___________.
9. Der __________ kann dem __________ das Misstrauen nur dadurch
aussprechen, dass er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger
wählt und den __________ ersucht, den __________ zu entlassen.
10. Die __________ besteht aus den Mitgliedern des __________ und einer
gleichen Anzahl von Mitgliedern, di von den Volksvertretungen der Länder
nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden.

z3. Welche Verben fehlen im folgenden Text? Suchen Sie diese


Verben im Kasten und setzen Sie sie korrekt ein.

achten Œ aushandeln Œ berücksichtigen Œ bestehen


bilden Œ ernennen Œ festlegen Œ gestalten Œ überlassen
umsetzen Œ vorausgehen Œ wählen

Die Bundesregierung

Die Bundesregierung hat die Aufgabe der politischen Führung. Sie soll den
politischen Willen der parlamentarischen Mehrheit in praktische Politik
____________ 1) und die inneren Verhältnisse und die auswärtigen
Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland ____________ 2). Sie hat
außerdem die Verantwortung für die Ausführung der Gesetze durch die
Bundesbehörden.
Die Bundesregierung ___________ 3) aus dem Bundeskanzler und den
Bundesministern, die zusammen das Kabinett ________________ 4). Der
Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag
________________ 5). Die Bundesminister werden auf Vorschlag des
Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ____________ 6).
In der politischen Praxis ____________ 7) die Regierungsbildung der
Wahl des Bundeskanzlers. Der vorgesehene Kanzler, bisher immer Führer der
stärksten Fraktion, ____________ 8) zusammen mit den an der Regierung
teilnehmenden Parteien (Koalitionsparteien) das Regierungsprogramm und
____________ 9) Anzahl und Zuständigkeitsbereiche der Bundesminister . Er
____________10) ihnen bestimmte Kabinettsitze und deren personelle
Besetzung. Ebenso muss er darauf ____________ 11), dass wichtige Gruppen
und Strömungen seiner eigenen Partei, starke Landesverbände und Frauen bei
der Verteilung der Ministerposten angemessen ____________ 12) werden.

68
z4. Für die Arbeit der Bundesregierung sind drei Prinzipien
bestimmend: das Kanzlerprinzip, das Ressortprinzip, das
Kollegialprinzip (Art.65 GG). Finden Sie inhaltlich passende
Textteile, die die genannten Prinzipien erklären, und bringen
Sie diese in eine logische Reihenfolge.

das Kanzlerprinzip:
das Ressortprinzip:
das Kollegialprinzip:

1. Jeder Minister leitet innerhalb der vom Bundeskanzler bestimmten


Richtlinien für die gesamte Regierungspolitik seinen Geschäftsbereich selbstständig
und in eigener Verantwortung.
2. Ein Minister ist verpflichtet, Entscheidungen des Kabinetts auch dann zu vertreten,
wenn er ihnen nicht zugestimmt hat.
3. Beispielweise ist für die Entwicklungshilfe in erster Linie das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
zuständig. Sie berührt aber auch Angelegenheiten des
Auswärtigen Amtes und des Wirtschaftsministeriums.

4. Der Kanzler bestimmt immer die allgemeine Politik, und die


konkreten Initiativen gehen von den Ministern aus. Die
Richtlinienkompetenz ist die wichtigste Befugnis des Kanzlers.
5. Bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Ministern entscheidet
durch Mehrheitsbeschluss die Bundesregierung. Damit ist gesagt,
dass das Kabinett ein Kollegium gleichberechtigter Minister ist.
6. Die Verantwortlichkeit der Minister erfordert eine genaue Abgrenzung der Ressorts.
Das ist nicht immer möglich.

7. Sie weist ihm die Führungsrolle im Kabinett zu. Er kann von


einer Mehrheit im Kabinett nicht überstimmt werden.

z5. Lesen Sie den Text und notieren Sie sich stichwortartig die
für Sie neuen und wissenswerten Informationen über das Amt
des Bundespräsidenten.
69
Text

Der Bundespräsident
Der Bundespräsident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung
gewählt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt
und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat. Gewählt ist, wer die Stimmen der
Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhält. Wird diese Mehrheit
in zwei Wahlgängen von keinem Bewerber erreicht, so ist gewählt, wer in
einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Das Amt des
Bundespräsidenten dauert fünf Jahre. Anschließende Wiederwahl ist nur einmal
zulässig.
Der Bundespräsident darf weder der Regierung noch einer gesetzgebenden
Körperschaft des Bundes oder eines Landes angehören. Er darf kein anderes
besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben.
Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den gesammelten
Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid: „Ich schwöre,
dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen
mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des
Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und
Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So war mir Gott helfe“. Der Eid
kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.
Die Befugnisse des Bundespräsidenten werden im Falle seiner
Verhinderung oder bei vorzeitiger Erledigung des Amtes durch den Präsidenten
des Bundesrates wahrgenommen.
Der Bundespräsident schließt im Namen des Bundes die Verträge mit
auswärtigen Staaten. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten. Der
Bundespräsident ernennt und entlässt die Bundesrichter, die Bundesbeamten,
die Offiziere und Unteroffiziere. Er übt im Einzelfalle für den Bund das
Begnadigungsrecht aus. Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden
übertragen.
Der Bundestag oder der Bundesrat können den Bundespräsidenten wegen
vorsätzlicher Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes
vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen.

z6. a) Bringen Sie die passenden Satzhälften wieder


zusammen;

70
b) schreiben Sie die Sätze in einem inhaltlichen
Zusammenhang.

1 Den Ausschüssen des A von mindestens zwei Ländern


Bundesrates können andere oder die Bundesregierung es
Mitglieder oder verlangen
2 Die Stimmenverteilung im B des Bundes und in
Bundesrat richtet sich grob Angelegenheiten der EU mit
3 Zum Präsidenten des C von den Länderregierungen
Bundesrates wird für ein Jahr bestellt und abberufen.
4 Durch ihn wirken die Länder D die Interessen der Länder in der
bei der Gesetzgebung und Bundesrepublik wahrnehmen.
Verwaltung
5 Der Bundesrat ist das E reihum der Regierungschef eines
gemeinsame Organ der Länder Bundeslandes gewählt.
auf Bundesebene und soll
6 Der Präsident hat den F nach der Bevölkerungszahl der
Bundesrat einzuberufen, wenn Bundesländer
die Vertreter
7 Die Mitglieder des Bundesrates G Beauftragte der Regierungen der
werden nicht gewählt, sondern Länder angehören.

z7. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text

Die Unabhängigkeit der Abgeordneten wird durch eine Reihe von


Vorrechten geschützt, die im Grundgesetz verankert sind.
Abgeordnete dürfen nach Art. 46 wegen ihres Abstimmungsverhaltens oder
wegen Äußerungen im Bundestag – außer für verleumderische Beleidigung –
nicht verfolgt oder belangt werden. Die Idemnität dauert auch nach Beendigung
des Mandats fort und kann nicht aufgehoben werden. Sie garantiert, dass
Abgeordnete ihrem Gewissen folgen und von ihrer Redefreiheit Gebrauch
machen können, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Abgeordnete dürfen
nach Art. 46 Abs. 2 für Straftaten nur zur Verantwortung gezogen werden,
wenn der Bundestag es genehmigt. Die Genehmigung wird bei kriminellen
Delikten regelmäßig erteilt. Die Immunität besteht nur, solange die
Abgeordneten ihr Mandat ausüben.
71
Die Abgeordneten des Bundestages und zumeist auch der Landtage
beziehen für ihre Tätigkeit ein Einkommen. Sie sind Politiker, die eine
Ganztagsbeschäftigung ausüben und einen Anspruch auf eine angemessene
Entlohnung haben. Diese muss „für sie und ihre Familien eine ausreichende
Existenzgrundlage abgeben können“. Außer dieser steuerpflichtigen
Entschädigung erhalten die Abgeordneten eine steuerfreie Kostenpauschale.
Davon sind vor allem die Kosten für das Büro im Wahlkreis sowie für die
Zeitwohnung und den Lebensunterhalt am Parlamentssitz zu bestreiten.

z8. Lesen Sie den Text und


a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

Text

Parlamentarische Regierungsform heißt, dass der Bundestag als


Repräsentant des Volkes selbst regiert, mitregiert und der Regierungsmacht eine
demokratische Grundlage verleiht. Der Bundestag regiert, indem er durch
Gesetze und Haushaltsbeschlüsse die Grundlage für alles staatliche Handeln
legt. Er regiert mit, indem er im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle die
Regierung veranlasst, ihr Handeln zu rechtfertigen, und ihr
Handlungsempfehlungen gibt. Er verleiht der Regierungsmacht die
demokratische Grundlage, indem er den Bundeskanzler wählt und an der
Bestellung anderer Verfassungsorgane mitwirkt.
Damit es laufend, in angemessener Zeit, unter Wahrung von
Meinungsvielfalt und Minderheitsrechten, in öffentlich nachvollziehbarer
Weise zu einer sachlich qualifizierten Willensbildung kommt, müssen vielerlei
Beiträge geleistet werden. Dafür muss der Bundestag sich auf feste
Verfahrensregeln einigen, die allen politischen Kräften faire Möglichkeiten zur
Mitwirkung bieten.
Alle Abgeordneten des Bundestages sind weisungsfrei und unabhängig,
wie die Verfassung es garantiert. Auf dieser Grundlage dürfen sie sich
zusammenschließen zu politischen Gruppierungen (Fraktionen) entsprechend
den politischen Parteien, die in den Bundestag gewählt wurden, damit sie hier
entscheidungs- und mehrheitsfähig werden. Nur so können sie das Handeln der
Regierung gemäß den Erwartungen mitsteuern und kontrollieren, die im
Wahlergebnis zum Ausdruck gekommen sind.
Prof. Dr. Rita Süsmuth
Präsidentin des Deutschen Bundestages

72
Testen Sie sich!

z9. Ergänzen Sie die fehlenden 71 Wortteile.

Das Grundgesetz ist die oberste Richtschnur allen staatlichen Handelns. Eine
_ _ _ene1) Institution, _ _s2) Bundesverfassungsgericht, _ _ _ht3) darüber,
_ _ss4) Parlament, _ _ _ _ _rung5) und _ _ _ _ _ _ _rechung6) die
7) 8) 9)
_ _ _ _ _ssung einhalten. _ _s Hüter _ _r Verfassung _ _nn es _ _ _en11)
10)

Akt _ _r12) gesetzgebenden _ _ _alt13), der _ _ _ _ _rung14) und


_ _ _ _ _ltung15) und _ _de16) Entscheidung _ _r17) Gerichte _ _f18) ihre
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ smäßigkeit19) prüfen. Dabei _ _ _ _tzt20) es _ _ _ _ _ders21)
die _ _ _ _ _ _echte22) der _ _ _ger23).
„Das _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _sungsgericht24) ist _ _n25) allen _ _ _ _gen26)
Verfassungsorganen _ _ _ _ _über27) selbstständiger _ _d28) unabhängiger
_ _ _ _ _ _tshof29) des _ _ _des30)”. Das _ _ _ _utet31), dass _ _s32)
Bundesverfassungsgericht _ _ _ _ _seits33) ein _ _ _ _cht34) und
_ _ _ _ _ _rseits35) ein _ _ _ _ _ _ _ _ngsorgan36) gleichen _ _ _ges37) mit
_ _n38) anderen _ _ _ _ _ _ _ _ _gsorganen39), dem _ _ _ _ _stag40), dem
_ _ _ _ _srat41), der _ _ _ _ _ _ _ _gierung42) und _ _m43) Bundespräsidenten,
_ _t44). Als _ _ _ _cht45) ist _s46) ein _ _il47) der _ _ _ _ _ _ _ _echenden48)
Gewalt. _ _ _en49) anderen _ _ _ _ _hten50) gegenüber _ _t51) es _ _ne52)
einzigartige _ _ _ _lung53). Es _ _nn54) die _ _ _ _ _ _ _idungen55) aller
_ _ _ _ren56) Gerichte _ _ _ _eben57), wenn _ _e58) der _ _ _ _ung59) auf
_ _e60) Verfassungsmäßigkeit nicht _ _ _ _ _ _alten61).
Das _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _sungsgericht62) wird _ _ _ht63) von _ _ch64) aus
_ _ _ig65), sondern _ _r66) auf _ _ _rag67), es _ _ss68) von _ _ _er69) Person
_ _er70) Institution _ _ _ _ _ufen71) werden. Seine Zuständigkeit ist in
verschiedenen Artikeln des Grundgesetzes geregelt.

z10. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;

73
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen
Amtszeit Landesebene
Angelegenheit Legislaturperiode
Auftrag Ministerium
Ausschuss Ministerrat
Befugnis Nationalversammlung
Begnadigungsrecht Rat der Republik
Bundesebene Repräsentantenkammer
Bundesgesetzblatt Ressort
Bundesregierung Staatsaufbau
Bundesverfassungsgericht Staatsoberhaupt
Bundesversammlung Stellvertreter
Gegenzeichnung Vorsitzende
Geschäftsbereich Weisung
Gesetzeskraft Wiederwahl
Gesetzesvorlage Zusammenschluss
Gesetzgebungsnotstand

Verben
ablehnen behandeln
abschließen beraten
angehören berufen
annehmen beschließen (Gesetz)
anordnen bestellen
ansetzen (Wahlen) bestimmen
auseinandersetzen, sich beteiligen, sich
ausfertigen bilden
aushandeln billigen
bedürfen darstellen
begnadigen einberufen
begutachten einsetzen

74
einhalten überprüfen
entlassen überschreiten
entsenden überwachen
entziehen (das Vertrauen) unterschreiben
erheben (eine Anklage) vereidigen
erklären verhandeln
ermöglichen verkörpern
ernennen verkünd(ig)en
fassen (Beschlüsse) veröffentlichen
festlegen vorschlagen
gewähren wahren
innehaben zusammenrufen
leiten zusammensetzen, sich
mitwirken zusammentreten
richten, sich zustande kommen
übereinstimmen

Adjektive/ Adverbien
allgemeinverbindlich sachlich
beschränkt sein separat
einheitlich ständig
endgültig unparteiisch
enumerativ verantwortlich sein
integrativ vertreten sein
normativ zulässig sein
repräsentativ

Ausdrücke
auf Antrag G.
auf Vorschlag G.
den Amtseid leisten
unter eigener Verantwortung machen
Verantwortung tragen
zum Ausdruck kommen

75
4.5. Wahlrecht
Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Wahlrecht“ arbeiten.

Quellen

Prinzipien Wahlsystem

Wahlrecht

Wählbarkeit Wahlberechtigung

Briefwahl

z1. a) Sie erklären den Sinn der Wahlrechtsprinzipien, wenn


Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge anordnen.

Satz 1
Die • der • das heißt (d.h.), • Wahl • Wahlmänner • zwischengeschaltet. •
werden • bei • direkt, • Wahlfrauen • ist • und • Wahl • keine •

Die

76
Satz 2
schließt • man • ist • aus. • Bevölkerungsgruppe • von • Wahl • grundsätzlich •
das heißt, • keine • der • allgemein, • Die • Wahl
Die

Satz 3
Zählwert.• jede • Stimme • Die • denselben • ist • das heißt, • gleich, • hat• Wahl
Die

Satz 4
Wahl • Wahlberechtigten • Kontrolle. • ist • geheim, • erfahren • keine • die •
das heißt, • Die
Die

b) Ein Wahlrechtsprinzip wird nicht erklärt. Wie würden Sie es


erklären.

z2. Bringen Sie die Sätze in eine logische Reihenfolge.

A) Sie sind im Grundgesetz niedergelegt und bilden die Grundlage einer jeden
Wahl.

B) Die Wahl ist geheim, d. h. die Wahlberechtigten erfahren keine Kontrolle.

C) Es gibt 5 Wahlrechtsprinzipien.

D) Die Wahl ist frei, d. h. man übt auf Wählerinnen oder Wähler von keiner
Seite Druck oder Zwang aus.

E) Sie sind Vertreter des Volkes, an einen konkreten Auftrag nicht gebunden
und nur ihrem Gewissen unterworfen.
77
F) Die freie, geheime Wahlentscheidung sichert man rechtlich und
organisatorisch mittels Stimmzettel.

G) Den Wahlrechtsprinzipien nach werden Bundestagsabgeordneten vom Volk


gewählt.
H) Die Wahl ist gleich, d. h. jede Stimme hat denselben Zählwert.
I) Diese Wahlrechtsprinzipien gelten für die Wahlen aller demokratisch
legitimierten Vertretungsorgane.
J) Aber es gibt in der Geschichte ein Beispiel ungleicher Wahlen: der
Stimmenzählwert hing vom Einkommen ab.
K) Die Wahl ist unmittelbar, d. h. man schaltet keine Wahlfrauen /
Wahlmänner zwischen, so wie in den USA bei den Wahlen des
Präsidenten.
L) Die Wahl ist allgemein, d. h. man schließt grundsätzlich keine
Bevölkerungsgruppe von der Wahl aus.

Richtige Reihenfolge:
1-__ 2-__ 3-__ 4-__ 5-__ 6-__ 7-__ 8-__ 9-__ 10-__ 11-__ 12-__ .

z3. Setzen Sie die angegebenen Wörter korrekt ein.

Bedingung (2 Mal) Entmündigung ŒJahr Œ Lebensjahr Œ Mindestalter Œ


Œ Recht (2 Mal) Œ Reihe Œ Richterspruch Œ Staatsangehörigkeit
Œ Staatsbürgerschaft Œ Stimme Œ Teilnahme Œ Vollendung Œ Wahl (2 Mal) Œ
Wählbarkeit Œ Wahlberechtigung Œ Wahlgebiet Œ Wahlrecht (5 Mal) Œ Wohnsitz

Das subjektive Wahlrecht

Das subjektive _________1) ist in das aktive und das passive _____________2)
zu unterteilen. Das aktive ____________3), also die __________________4) ist
das _____________5), an der ___________6) teilzunehmen und die
____________7) abzugeben. Es knüpft an eine _____________8) von
__________9): an die deutsche __________10), an den __________11) im
_______________12), an das _________13) von 18 _________14).

78
Eine_________15)an der ________16) kann durch ____________17)
ausgeschlossen sein. Das ____________18) kann zeitweise durch
_____________19) abgesprochen werden. Das passive ______________20),
also die ___________21), ist das _____________22), gewählt werden zu
können. _____________23) dafür sind die deutsche _____________24) und die
_______25) des 18. ________26).

z4. Welche 5 Grundbegriffe des objektiven Wahlrechts sind


hier versteckt?

A B C D E F G H I J K L M N O
1 I W P H H T E H H A C W O X Q
2 K D V H E O G R U N D S A T Z
3 T Y C F X R N J Y C I L I B L
4 R C H H I V E R F A S S U N G
5 T K H F C Z E N Q Z P D N U U
6 B L W R K O B F J K U L V V G
7 E Q C S P A E O Y K E C L C I
8 T S H T J B R I E F W A H L Y
9 X A K U B D F J N R T I K R T
10 X J J B P Q L I T F K K I N V
11 W W A H L G E S E T Z G Q E D
12 R Y K J Y Z N X E Z A K V F C
13 J R L Y O U D H R K V T K N M
14 E P W D W A H L O R D N U N G
15 O K J Q T S J V G T W L D S C

z5. Was passt nicht in die Reihe? Begründen Sie kurz Ihre
Meinung.

1. Allgemeinheit – Gleichheit – Briefwahl – Freiheit;


2. Wahlrechtsprinzipien – Wahlgesetze – Wahlverordnungen – Verfassungen;
3. Stimmzettel – Wahlschein – Wahllokal – Umschlag;
4. geheim – direkt – aktiv –frei.

79
z6. Füllen Sie die Lücken mit den passenden Wörtern aus.

Das objektive Wahlrecht

Das objektive Wahlrecht umfasst die zur Regelung der Verfahren bei
öffentlichen Wahlen erforderlichen Normen, die in den_________, den
____________und ___________des Bundes und der Länder festgehalten sind.
Sein Kennzeichnen in einem demokratischen Staat ist die _________und die
__________der Wahl. Weiterhin müssen die Wahlen_____, _____und
_______sein, d.h., die Wähler geben in der Regel ihre Stimme persönlich im
Wahllokal ab und der Wahlvorgang geht unbeeinflusst und nicht öffentlich vor
sich. Die _______ lassen auch die ________ zu. Bei der _______sendet der
Wähler aus triftigen Gründen seinen __________im verschlossenen
___________zusammen mit dem _________ dem zuständigen Wahlorgan bis
zum Ablauf der Abstimmung zu.

z7. Entscheiden Sie, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.


Korrigieren Sie die falschen Aussagen.

Mehrheits- und Verhältniswahlrecht

R F
1 Die Abgeordneten des Bundestages werden sowohl im
Mehrheits- als auch im Verhältniswahlrecht gewählt.
2 Im Mehrheitswahlrecht wird nur der Kandidat im Wahlkreis
gewählt.
3 Bei dem relativen Mehrheitswahlrecht bedarf es oft eines
zweiten Wahlganges.
4 Bei dem absoluten Mehrheitswahlrecht muss man mehr als
die Hälfte aller Stimmen erhalten.
5 Das Verhältniswahlrecht ermöglicht die Vertretung der
populärsten politischen Richtungen im Parlament.
6 Bei der Bundestagswahl verfügen die Wähler über zwei
Stimmen, weil die Kandidaten mit der absoluten und
relativen Mehrheit gewählt werden.
7 Die meisten Abgeordneten des Bundestages werden in
Wahlkreisen mit der Erststimme gewählt.
8 Mit der Zweitstimme wählt jeder Wahlberechtigte einige
Parteien nach dem Landeswahlvorschlag.

80
z8. Was passt zusammen?
a) Bilden Sie sinngemäße Wortverbindungen.

1 durch Richterspruch a absprechen


2 in Briefunterlagen b aufteilen
3 dem Gewissen c ausüben
4 Briefwahl zulassen. d eintragen
5 Landesliste e erfüllen
6 Stimmen f erringen
7 Wahlmänner g feststellen
8 in Wahlkreise h folgen
9 keinen Zwang i überwinden
10 in Wählerverhältnis j umtauschen
11 Wählerauftrag k unterworfen sein
12 Mandat l zulassen
13 Kräfteverhältnis m zusammenstellen
14 keinen Weisungen n zusammenzählen
15 5 %- Hürde o zwischenschalten

b) Gebrauchen diese Wortverbindungen in Ihren eigenen


Sätzen.

z9. Schreiben Sie gleichbedeutende Umschreibungen für die


folgenden Sätze.

a) Die Wähler können den Einfluss auf das politische Geschehen nehmen.
b) Jede Region soll in Berlin Gewicht und Gesicht haben.
c) Wählen darf im Prinzip jeder Deutsche.
d) Er muss am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens drei
Monaten im Bundesgebiet wohnen.
e) Grundsätzlich kann jeder Deutsche in den Bundestag gewählt werden.

81
f) Eine Partei muss ihn aufstellen oder mindestens 200 Wahlberechtigte
müssen mit Anschrift und Unterschrift ihn als ihren Wahlvorschlag
bezeugen.

z10. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Wahlablauf
Den Wahlablauf von Bundestagswahlen regeln das Bundeswahlgesetz und
die Bundeswahlordnung. Vor jeder Bundeswahl sind umfangreiche
Vorbereitungen erforderlich und Termine unbedingt zu berücksichtigen. Die
formelle Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften schützt vor späteren
Wahlanfechtungen.
Die Kandidaten eines jeden Wahlkreises werden von den
Parteimitgliedern, d.h. von den Parteitagsdelegierten, in geheimer Wahl
bestimmt. Hat eine Partei einen „sichren“ Wahlkreis, nehmen die
Parteimitglieder mit der Nominierung eines Bewerbers einen erheblichen
Einfluss auf das Wahlergebnis.
Die Kandidaten der Landesliste werden ebenfalls in geheimer Abstimmung
von den Parteimitgliedern oder delegierten aufgestellt. Das Interesse der
Bewerber ist es, sich möglichst weit vorne auf einer Liste zu platzieren. Die
großen Parteien setzen vielfach auf die ersten Plätze prominente Politiker, die
zugleich einen „sicheren“ Wahlkreis haben.
Vor der Wahl findet ein Wahlkampf statt, in dem sich die Parteien um die
Gunst der Wähler bemühen und mit eingängigen Wahlslogans und einem
Wahlprogramm auf ihre Leistungen und vor allem auf ihre politischen
Zielsetzungen hinweisen.

z11. Lesen Sie den Text und


a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

Wahlen und die Art ihrer Durchführung sind wesentliches Merkmal und
notwendiger Bestandteil jeder Demokratie. Die demokratische Ordnung in der
Bundesrepublik beruht auf dem Recht des Volkes, durch Wahlen regelmäßig
über die Machtverteilung im Staat zu entscheiden.
Im 19. Jahrhundert wurden die Landtage in Deutschland meist nach dem
absoluten Mehrheitswahlrecht gewählt. In Preußen bestand das
Dreiklassenwahlrecht mit einem indirekten Wahlverfahren bis 1918. Otto von

82
Bismarck, Reichskanzler, führte für den Reichstag des Norddeutschen Bundes
das allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlrecht ein. Die
Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919 schuf für alle Reichstags-,
Landtags- und Gemeindewahlen die allgemeinen Verfassungsgrundlagen.
Für die ersten gesamtdeutschen Wahlen am 2.Dezember 1990 wurden
Sonderregelungen getroffen. Der Gesetzgeber teilte das vereinte Deutschland in
zwei Wahlgebiete mit jeweils getrennt anzuwendenden Fünf-Prozent-Hürden in
den alten und den neuen Ländern. Damit war es zwei Parteien der fünf neuen
Länder möglich, in den Deutschen Bundestag einzuziehen.

Testen Sie sich!

z12. Ergänzen Sie die fehlenden Wortteile.

Wahlrecht im objektiven Sinne umfasst die Normen, die das Verfahren bei
öffentlichen Wahlen regeln. Im subje__ __ __ __ __ __1) Sinne
spr__ __ __ __ man üb__ __ die Teil__ __ __ __ __4) an Wah__ __ __5).
2) 3)

Es gi__ __6) 5 Wahlrechtsprinzipien. S__ __7) sind i__8) Grundgesetz


nieder__ __ __ __ __ __9) und bil__ __ __10) die Grün__ __ __ __ __11) einer
je__ __ __12) Wahl. D__ __13) Wahlrechtsprinzipien na__ __14) werden
Bundestagsa__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __15) vom Vo__ __16) gewählt.
S__ __17) sind Vert__ __ __ __ __18) des Vol__ __ __19), an ei__ __ __20)
konkreten Auft__ __ __21) nicht gebu__ __ __ __22) und n__ __23) ihrem
Gewi__ __ __ __24) unterworfen.
D__ __25) Wahl i__ __26) allgemein, d.h. m__ __27) schließt
grunds__ __ __ __ __ __ __ 28) keine Bevölkeru__ __ __ __ __ __ __ __ __29)
von d__ __30) Wahl a__ __31). Die Wa__ __32) ist gle__ __ __33), d. h. jede
Sti__ __ __34) hat dens__ __ __ __ __35) Zählwert. Ab__ __36) es gi__ __37) in
d__ __38) Geschichte e__ __39) Beispiel ungle__ __ __ __ __40) Wahlen:
d__ __41) Stimmenzählwert hi__ __42) vom Eink__ __ __ __ __43) ab.
D__ __44) Wahl i__ __45) geheim, d. h. d__ __46) Wahlberechtigten
erfa__ __ __ __47) keine Kont__ __ __ __ __48). Die fr__ __ __49), geheime
Wahlents__ __ __ __ __ __ __ __50) sichert m__ __51) rechtlich u__ __52)
organisatorisch mit__ __ __ __53) Stimmzettel.

83
D__ __54) Wahl i__ __55) unmittelbar, d. h. m__ __56) schaltet ke__ __ __57)
Wahlfrauen / Wahlm__ __ __ __ __58) zwischen, s__59) wie i__60) den
U__ __61) bei d__ __62) Wahlen d__ __63) Präsidenten. D__ __64) Wahl
i__ __65) frei, d. h. m__ __66) übt a__ __67) Wählerinnen od__ __68) Wähler
v__ __69) keiner Se__ __ __70) Druck od__ __71) Zwang a__ __72). Diese
Wahlrechtsprinzipien gelten für die Wahlen aller demokratisch legitimierten
Vertretungsorgane.

z13. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen
Ablauf Überhangsmandat
Bewerber Verhältniswahlrecht
Briefwahl Volljährigkeit
Bundeswahlgesetz Wählbarkeit
Direktmandat Wahlbenachrichtigung
Einzelwahlkreis Wahlberechtigte
Erststimme Wähler
Frist Wählerverzeichnis
Fünf-Prozent-Hürde Wahlgang
Landesliste Wahlgeheimnis
Landkreis Wahlkreis
Mehrheitswahlrecht Wahlkreisstimme
Minderheit Wahllokal
Mindestalter Wahlrechtsgrundsatz
Stimmengewicht Wahlschein
Stimmenzählwert Wahlzwang
Stimmzettel Wohnsitz
Umschlag Zweitstimme

84
Verben
abgeben feststellen
abschicken gewinnen
abstimmen kandidieren
aufhalten, sich scheitern
aufstellen stellen (den Antrag)
ausfüllen teilnehmen
ausschließen treffen (seine Wahl)
eintragen überwinden
einziehen vollenden
entfallen (Mandate) wenden, sich
entstehen (ein Nachteil) zulassen
erhalten zusammenstellen
erkundigen, sich zusammenzählen
erringen zwischenschalten

Adjektive/Adverbien
aktiv gleich
ausnahmsweise legitimiert
beispielsweise passiv
direkt prozentual
erfolglos relativ
erfolgreich triftig
erstplatziert verschlossen
frei volljährig
geheim wahlberechtigt

Ausdrücke
Anspruch haben
aus dem Gleichgewicht geraten
außer Kraft setzen
eine Entscheidung treffen
Gebrauch machen von Dat.
Gewicht haben
im Durchschnitt
Rechnung tragen
vor Ort

85
Einheit 5
Verwaltungsrecht

5.1. Allgemeines Verwaltungsrecht


Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Allgemeines Verwaltungsrecht“ arbeiten.

_______________
_______________
_______________
_______________

Quellen

_______________ _______________
_______________ Verwaltungsrecht
_______________
_______________ _____________

Organisation der Verwaltung Verwaltungstätigkeit

_______________ _______________

_______________ _______________

_______________ _______________ _______________ _______________

_______________ _______________

86
z1. a) Welche Komposita können Sie mit dem
Bestimmungswort Verwaltung bilden?

Verwaltung ...

b) Welche Komposita können Sie mit dem Grundwort


Verwaltung bilden?

…. verwaltung

c) Ordnen Sie die folgenden Adjektive und ergänzen Sie sie mit
den passenden Komposita.

emeglilan __________________________________
nedsebor __________________________________
telbmuiatnr __________________________________
eiambtltr __________________________________

z2. Bilden Sie zu jedem Grundbegriff des Verwaltungsrechts


einen Satz / Sätze aus dem gegebenen Wortmaterial.

das Verwaltungsrecht alle Verwaltungsbereiche

das Allgemeine die Organisation


Verwaltungsrecht
regeln einzelne Tätigkeits-
das Besondere bereiche der Verwaltung
Verwaltungsrecht
zuweisen das Handeln der
Verwaltung
der Bund
die Bundesverwaltung gelten für Akk.
für diesen
die Landesverwaltung
Verwaltungsbereich
maßgebend sein für Akk. die Länder

87
Verwaltungsaufgaben
die unmittelbare
Staatsverwaltung bei dieser
erfüllen Verwaltungsform
die mittelbare
Staatsverwaltung juristische Personen des
öffentlichen Rechts

zuständig sein für Akk. staatliche Behörden


bestimmte Sachgebiete
die Allgemeine auf der Landesebene
Landesverwaltung allgemeine
Verwaltungsgebiete
die
Landessonderverwaltung bei dieser ..../ in diesem ...

der Verwaltungsträger

z3. Was passt nicht in die Reihe? Begründen Sie kurz Ihre
Meinung.

Ministerium – Fachbehörde – Beurkundung – Kommunalbehörde


Verwaltungsakt – Verwaltungsverfahrensgesetz – Verwaltungsvertrag
Fachbehörde – Behörde der Allgemeinen Verwaltung – Sonderbehörde
Oberstufe – Unterstufe – Handlungsform – Ministerium

z4. a) Ordnen Sie die fett gedruckten Wörter und ergänzen Sie
die Sätze. b) Formen Sie jede zwei Sätze in einen Relativsatz
um.

1) Das Verwaltungsverfahrensgesetz ist die Gesamtheit der ______________.


rreihftVocsn
2) Diese __________ gelten für die ________ -rechtliche Verwaltungs_______.
rreihftVocsn tlhfniceöf gkäititet

3) Der Verwaltungsakt und der _____________________ sind die wichtigsten


gaaetvrrulwsrtenVg
__________________ der Verwaltung.
nofanHdgrmselun

88
4) Mit diesen _________________ erledigt die Verwaltung ihre _________
nofanHdgrmselun tlhfniceöf
__________ Aufgaben.
lieehhncrct

5) Der Verwaltungsakt ist eine hoheitliche ___________.


aMhßamen

6) Durch diese Maßnahme werden von der Behörde _______fälle auf dem
zlEeni
Gebiet des ____________ Rechts geregelt.
tlhfniceöefn

7) Der Verwaltungsvertrag ist eine der wichtigsten ______________________


nofanHdgrmselun
der Verwaltung in ihrer öffentlich-____________ ____________.
Lieehhncrct gkäititeT

8) Meist regelt dieser ______________ einvernehmlich ein _______verhältnis


treVagr shtcRe
zwischen der __________ und dem Bürger.
ördehBe

z5. a) Ordnen Sie den Nomen die passenden


Genitivergänzungen zu.

der Abschluss
die Änderung eines Beamten
die Aufhebung
die Beförderung einer streitigen Lage
die Begründung
die Beurkundung eines Rechtsverhältnisses
die Entlassung
der Erlass eines öffentlich-rechtlichen Vertrages
die Ernennung
die Festlegung eines Verwaltungsaktes

89
b) Formen Sie die Wortverbindungen nach dem folgenden
Muster um.
“ Man regelt einen Einzelfall.
Muster: Regelung eines Einzelfalls →
“Der Einzelfall wird geregelt.

c) Ergänzen Sie sinngemäß die Sätze. Nehmen Sie Aufgabe b)


zu Hilfe.

Es handelt sich um den Verwaltungsakt, wenn ... .

Es handelt sich um den öffentlich-rechtlichen Vertrag, wenn ... .

z6. Welche Satzhälften passen zusammen? Schreiben Sie die


Sätze in einer logischen Reihenfolge.

Der Stadtrat

1 Der Rat entscheidet über den A bestimmt die Beigeordneten.


Haushalt, über die Aufstellung
2 Jedem Beratung und jedem B auf eine Beschlussfassung
Beschluss durch Abstimmung.
3 Der Stadtrat ist im Rahmen der C einen Antrag einzubringen.
kommunalen
4 Der Stadtrat wählt den D er die Stadtverwaltung zur
Bürgermeister und Durchführung, zum Handeln.
5 Der Oberbürgermeister, E sind grundsätzlich öffentlich
Ratsmitglieder sind berechtigt
6 Der Stadtrat bildet verschiedene F die beratende oder auch
Ausschüsse, beschließende Funktion
haben.
7 Die meisten Beratungen zielen G geht ein Antrag voraus
immer
8 Mit seinem Beschluss beauftragt H von Bebauungsplänen oder er
und ermächtigt verabschiedet den Stellenplan
der städtischen Bediensten.
9 Die Sitzungen des Rates I Selbstverwaltung das oberste
Organ der Stadt.
90
z7. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge.

Satz 1
vorbereitet • und • werden • erlassen • als • Bei • auch • Verwaltungsverfahren •
abgeschlossen. • sowohl • öffentlich-rechtliche • Verträge • dem •
Verwaltungsakte
Bei

Satz 2
Verwaltungsaktes • Ein • sowohl • auch • dem • Antrages • kann •
Zurücknahme • als • der • Erlass • mit • mit • eines • Verwaltungsverfahren •
endet. • eines
Ein

Satz 3
die • von • Verwaltungsverfahrensgesetz. • als • Vorverwaltungsakte • Sowohl •
nicht • auch • anderen • allgemeine • fallen • unter • das • Erteilung • die •
Auskünften
Sowohl

z 8. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.


Verwaltungsverfahrensrecht
Die Gründe, die zu einer Regelung des Verwaltungsverfahrensrechts mit
Wirkung vom 1. Januar 1977 führten, sind im Allgemeinen Teil der
Begründung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung aus dem Jahre 1973
dargestellt.
Unter Verwaltunggsverfahrensrecht wird die Summe der Vorschriften
verstanden, nach denen die Verwaltungsbehörden ihre öffentlich-rechtliche
Verwaltungstätigkeit ausüben. Eine Untersuchung dieser Materie in Bund und

91
Ländern zeigt ungefähr dasselbe Bild: einerseits gibt es auf vielen Gebieten
überhaupt keine oder nur sehr lückenhafte Vorschriften; andererseits hat das
Fehlen entsprechender gesetzlichen Bestimmungen dazu geführt, dass der
Bundesgesetzgeber und der Landesgesetzgeber sich gezwungen sahen, in den
einzelnen Sachgesetzen in wachsendem Umfange neben den materiellen
Regelungen auch Bestimmungen über das Verwaltungsverfahren aufzunehmen.
So finden sich in zahlreichen Bundes- und Landesgesetzen zerstreut
verfahrensrechtliche Vorschriften. Diese enthalten zum Teil eine ausführliche
Regelung des Verfahrens, zum Teil betreffen sie nur einzelne
Verfahrensabschnitte, deren Regelung aus der Besonderheit der jeweiligen
Sachmaterie notwendig erschien. Sehr nachteilig wirkt sich hierbei aus, dass
diese punktuellen Ansätze für eine Verfahrensregelung nicht aufeinander
abgestimmt wurden.

z 9. Lesen Sie den Text und


a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

Aufgabenverteilung bei der Verwaltung

Landesgesetze werden immer durch die jeweilige Landesverwaltung


vollzogen. Darüber muss im Grundgesetz keine Bestimmungen getroffen
werden. Jedes Land verfügt über seine eigene Verwaltungsorganisation, also
zum Beispiel über ein Innenministerium oder eine Gesundheitsbehörde, deren
Zuständigkeiten genau festgelegt sind. Für den Vollzug der Bundesgesetze ist
wiederum Art.30 GG, dieses Mal in Verbindung mit Art. 83 GG, einschlägig:
„Die Länder führen die Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus, soweit
dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt oder lässt“. Es ist dem
Bundesgesetzgeber also nicht freigestellt, ob er die Länder an der Ausführung
seiner Gesetze beteiligen will, sondern die Länder besitzen, soweit die
Verfassung dieses nicht anders regelt, die umfassende
Verwaltungszuständigkeit. Der Landesverwaltung kommt deutlich größere
Bedeutung zu als der Bundesverwaltung. Sie ist die eigentliche staatliche
Verwaltung in Deutschland. Von den insgesamt 4,6 Millionen Beschäftigten
des öffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik, arbeiten circa 44 Prozent auf
Landesebene.
Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten, Bundesrecht zu vollziehen:

92
• Bundesgesetze werden von den Landesverwaltungen als eigene
Angelegenheit ausgeführt. Der Bund führt hier lediglich die so genannte
Rechtsaufsicht durch.
• Bundesgesetze werden im Auftrag des Bundes ausgeführt (z.B. Verwaltung
der Bundesautobahnen und Bundesstraßen). In diesem Fall unterstehen die
Landesbehörden den Weisungen der zuständigen obersten Bundesbehörden.
Der Bund übt auch eine Fachaufsicht auf das Verwaltungshandeln der Länder
aus.

Testen Sie sich!

z 10. Ergänzen Sie die fehlenden Wortteile.

Das Verwaltu__ __ __ __ __ __ __ __1) ist e__ __2) Teilbereich d__ __3) öffentlichen
Rec__ __ __4). Das Allge__ __ __ __ __5) Verwaltungsrecht ent__ __ __ __6)
Rechtsnormen, d__ __7) für al__ __8) Bereiche d__ __9) öffentlichen
Verwa__ __ __ __ __10) gelten (z.B. d__ __11) Verwaltungsverfahren, d__ __12)
Regelung z__ __13) Verwaltungsakt). D__ __14) Besondere
Verwaltu__ __ __ __ __ __ __ __15) enthält d__ __16) Regelungen f__ __17) die
versch__ __ __ __ __ __ __18) Fach-, Sonderb__ __ __ __ __ __ __19) der
Verwa__ __ __ __ __ 20) (z.B. Beamtenrecht, Kommun__ __ __ __ __ __ __21),
Umweltrecht).
D__ __22) Verwaltungsrecht ka__ __23) in d__ __24) Verfassung, d__ __25)
Gesetzen, Rechtsver__ __ __ __ __ __ __ __ __26) oder Satz__ __ __ __ __27) geregelt
se__ __28). Daneben kom__ __ __29) auch
gewohnheit__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ Rechtssätze i__31) Betracht.
30)

Bundesb__ __ __ __ __ __ __32) sind grunds__ __ __ __ __ __ __33) dreistufig


aufg__ __ __ __ __ . Auch ha__ __ __ die mei__ __ __ __36) Länder ei__ __ __37)
34) 35)

dreistufigen Behörde__ __ __ __ __ __ __38) eingeführt. D__ __39) Stadtstaaten


verf__ __ __ __40) über Behö__ __ __ __41) der Ober__ __ __ __ __42), meist d__ __43)
Senat u__ __44) einige Oberbe__ __ __ __ __ __45) sowie Bez__ __ __ __46)- oder
Orts__ __ __ __ __47) auf d__ __48) unteren St__ __ __49). Die örtl__ __ __ __50)
Zuständigkeit d__ __51) Behörden wi__ __52) im
53)
Verwaltungsve__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ geregelt.

93
z11. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen

Antragssteller Gestaltungsakt
Aufhebung Landkreis
Beförderung Rechtsaufsicht
Begründung Selbstverwaltung
Behörde Stufe
Beurkundung Tätigkeitsbereich
Ebene Verbot
Entlassung Verwaltung
Ernennung Verwaltungsträger
Gebot Verwaltungsverfahren
Gemeinde Verwaltungsvertrag
Voraussetzung

Verben

ausführen (Gesetz) erteilen (Auskünfte)


ausüben (Tätigkeit) gelten
beauftragen unterstehen
entscheiden verfügen
erfüllen (Aufgaben) verstoßen
erlassen (Verwaltungsakt) vollziehen (Gesetz)
ermächtigen zuweisen

94
Adjektive/Adverbien

ausführlich maßgebend sein


ausgerichtet sein rechtswidrig
einschlägig zulässig sein
einvernehmlich zuständig sein
lückenhaft

5.2. Besonderes Verwaltungsrecht


Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie sich mit einigen
Gebieten des Verwaltungsrechts bekannt machen.

__________________
__________________
__________________ __________________
__________________ Besonderes
Verwaltungsrecht
Staatsangehörigkeit BAföG

Ausländerrecht Sozialrecht

Aufenthaltsgenehmigung Bereiche
__________________
__________________
__________________
__________________ __________________
__________________

95
5.2.1. Ausländerrecht

●1. Ergänzen Sie das folgende Flussdiagramm.

_______________________:
einzelne Tätigkeitsbereiche der Verwaltung
regeln

__________recht ___________recht

____________recht
___________recht

________________________ recht:
Rechtsstellung von Ausländern regeln ____________recht

Aufenhalts_____ Aufenhalts_____

Aufenhalts_____ Aufenhalts_____ Aufenhalts_____

96
●2. Ordnen Sie die Verben aus dem Kasten den folgenden
Subjekten zu.

___________________
___________________
Die Ausländer ___________________ eine Aufenthaltsgenehmigung.
___________________
___________________

__________________
Die Staatsbehörden __________________ eine Aufenthaltsgenehmigung.

erteilen erhalten beantragen besitzen


Verlängern absagen Verlängern lassen einholen

●3. Was soll der Ausländer über die Einreise und den Aufenthalt
in Deutschland wissen. Füllen Sie die Lücken aus.

Er kann eine Aufenthalts______ _____________, wenn man ihm einen


Aufenthalt ohne Bindung an einen bestimmten Zweck _____.
eine Aufenthalts_______ _____________, wenn er seit 8 Jahren eine
Aufenthalts__________ __________.
eine Aufenthalts_______ _____________, wenn man ihm einen vor-
übergehenden Aufenthalt zu einem bestimmten Zweck _____.
eine Aufenthalts_______ _____________, wenn er aus humanitären
Gründen ins Ausland _______.
seine Aufenthalts_______ _____________, wenn er diese Genehmi-
gung seit 5 Jahren _______ .

97
●4. Beschreiben Sie die angegebene Grafik.
Ausländeranteil
nach Bundesländern in Prozent

Die Grafik zeigt ...


Innerhalb der Bundesrepublik gibt es …
Die größte ...
Etwa ... Prozent der ...
Dem gegenüber beträgt der Anteil ...
Es zeigt sich, dass ...
... unterscheidet sich stark / unwesentlich von
Zusammenfassend lässt sich sagen, ...
Es ist anzunehmen, dass in Zukunft ...

98
●5. Lesen Sie den Text und a) wählen Sie für ihn eine
passende Überschrift.

Text

Ab 1. Januar 2000 tritt in Deutschland ein neues


Staatsbürgerschaftsrecht in Kraft. Ausschlaggebend ist nicht
mehr die Nationalität der Eltern, sondern der Ort der
Geburt. In Deutschland geborene Kinder ausländischer
Eltern erhalten dann bis zum 23. Lebensjahr zusätzlich die
deutsche Staatsbürgerschaft. Die Frage, wie die Integration
von etwa 7 Millionen Nichtdeutschen gelingen kann, ist
damit aber längst nicht ausdiskutiert.

Jahrelang stritten sich in Deutschland die Parteien über die Reformierung des
Staatsbürgerschaftsrechts. So strebten die einen ein Gesetz an, das u.a. die
doppelte Staatsangehörigkeit ermöglichen sollte. Die anderen sahen dadurch
das Staatsverständnis und die Nation gefährdet und lancierten im letzten Jahr
eine Aufsehen erregende Unterschriftenkampagne dagegen. Im Frühjahr dieses
Jahres verabschiedete der Deutsche Bundestag nun die Änderung des seit 86
Jahren geltenden deutschen Staatsbürgerschaftsrechts zum 1. Januar 2000. Kern
des neuen Gesetzes ist der Gedanke, das traditionelle Abstammungsprinzip um
Elemente des so genannten Territorialprinzips zu ergänzen: ausschlaggebend ist
nicht mehr die Nationalität der Eltern, sondern der Ort der Geburt. In
Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern erhalten folglich bei der
Geburt automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Zugleich haben sie die
Staatsangehörigkeit ihrer Eltern. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass
mindestens ein Elternteil dauerhaft in Deutschland lebt und eine gültige
Aufenthaltserlaubnis besitzt. Trotz der Doppel-Staatsbürgerschaft für Kinder
gilt weiter der Grundsatz, dass der Doppelpass die Ausnahme bleiben soll.
Erwachsen geworden müssen sich die Doppel-Staatsbürger bis zum 23.
Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Wer Deutscher bleiben
will, muss die Aufgabe seiner zweiten Staatsbürgerschaft nachweisen, sonst
geht der deutsche Pass verloren. Die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen – das
ist der Wunsch vieler ausländischer Mitbürger, die schon seit Jahren in
Deutschland leben, teilweise bereits in zweiter Generation. Dieses Ziel ist
jedoch seit Jahrzehnten nur mit einem zeitraubenden Parcour durch
Bestimmungen und Behörden zu erreichen. Ab Januar 2000 wird sich dabei
zumindest eine Voraussetzung ändern: der für eine Einbürgerung geforderte
Mindestaufenthalt in Deutschland verkürzt sich von 15 auf 8 Jahre. Schon im

99
letzten Jahrhundert wurden internationale Normen gegen die doppelte
Staatsangehörigkeit etabliert. Der Doppel-Pass gilt als unerwünscht,
völkerrechtlich verboten ist er allerdings nicht. So kommt es in Einzelfällen
weltweit schon seit Jahren zu so genannter Mehrstaatlichkeit.
So richtig zufrieden sind in Deutschland nur wenige über das reformierte
Staatsbürgerschaftsrecht. Besonders die Debatte um die doppelte
Staatsbürgerschaft hat gezeigt, dass die Frage, wie die Integration von etwa
7 Millionen Nichtdeutscher gelingen kann, längst nicht ausdiskutiert ist.

InterNationes, 1999

b) Im zweiten Lesen gliedern Sie den Text sinngemäß in


Abschnitte. Nennen Sie nach Ihrer Gliederung die Teilthemen
jedes Abschnittes. Schreiben Sie aus jedem Abschnitt die
Stichworte heraus.

c) Satzteile sind durcheinander geraten. Kombinieren Sie diese


richtig.

2000 ist ein neues nämlich hat sich der


1 Staatsbürgerschaftsrecht in A geforderte
Kraft getreten, Mindestaufenthalt in
Deutschland verkürzt.
Die doppelte kommt es noch zu
2 Staatsbürgerschaft erhalten in B Mehrstaatlichkeit.
Deutschland geborene
Kinder,
Bis zum 23. Geburtstag wenn ein Elternteil eine
3 müssen sich die Doppel- C gültige Aufenthaltserlaubnis
Staatsbürger für eine besitzt.
Staatsangehörigkeit
entscheiden,
Ab Januar 2000 hat sich die sonst kann der deutsche
4 Voraussetzung für die D Pass verloren gehen.
Einbürgerung geändert,
Obwohl internationale das Problem der Integration
5 Normen gegen die doppelte E von etwa 7 Millionen
Staatsangehörigkeit etabliert Ausländern ist längst nicht
wurden, ausdiskutiert.

100
Nicht alle sind mit dem das um Elemente des
6 reformierten F Territorialprinzips ergänzt
Staatsbürgerschaftsrecht ist.
zufrieden und

Richtige Kombination: 1 -__ 2 -__ 3 -__ 4 -__ 5 -__ 6 -__

z6. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text
Ausländerrecht

Wenn ein Ausländer die erforderliche Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr


besitzt, so ist er zur Ausreise verpflichtet. Er kann ausgewiesen werden, wenn
sein Aufenthalt die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder sonstige erhebliche
Interessen der BRD beeinträchtigt. Einen besonderen Ausweisungsschutz
genießen Asylberechtigte, anerkannte ausländische Flüchtlinge, ausländische
Familienangehörige eines Deutschen, mit dem sie in familiärer
Lebensgemeinschaft leben; Ausländer, die eine Aufenthaltsberechtigung
besitzen; Ausländer, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis besitzen und im
Bundesgebiet geboren oder als Minderjährige in das Bundesgebiet eingereist
sind; schließlich Ausländer, die eine befristete Aufenthaltsgenehmigung
besitzen und mit einem Ausländer der beiden letzt genannten Kategorien in
ehelicher Lebensgemeinschaft leben. Diese können nur aus schwerwiegenden
Gründen der öffentlicher Sicherheit und Ordnung ausgewiesen werden.
Durchgesetzt wird die Ausreisepflicht mit dem Mittel der Abschiebung. Wenn
die freiwillige Ausreise eines Ausländers, der zur Ausreise verpflichtet ist, nicht
gesichert ist oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung eine
Überwachung der Ausreise erforderlich erscheint (§ 49 Ausländergesetz
(AuslG)), kann die Abschiebung erfolgen.

z7. Lesen Sie den Text und


a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

101
Text

Die Innenminister-Konferenz versteht sich als Zentralorgan deutscher


Ausländerpolitik. Sie entscheidet mit bei Themen wie Abschiebung oder
Einbürgerung. Das Gremium formuliert seine Beschlüsse manchmal bewusst
schwammig, damit den Länder-Ressortchefs noch Spielraum bleibt. Das
Ergebnis: Für viele Ausländer hängt es vom Wohnort ab, ob sie bleiben dürfen
oder per Flugzeug in die Heimat abgeschoben werden, ob Beamte ihnen einen
deutschen Pass geben oder nur eine Aufenthaltsgenehmigung, die bald wieder
abläuft.
Für Flüchtlinge gleicht die Zuweisung in ein bestimmtes Bundesland einem
Glücksspiel. Schon bei der Ankunft erfährt ein Flüchtling, wie der deutsche
Föderalismus funktioniert. In Rheinland-Pfalz wohnen Asylbewerber in
Zimmern oder Wohnungen der Städte und Gemeinden und bekommen nach drei
Jahren Sozialhilfe – so wie in fast allen Ländern. Bayern und Niedersachsen
dagegen verteilen einen Großteil der Menschen auf große Sammellager mit
Hunderten Plätzen. Dort erhalten arbeitslose Flüchtlinge eine verringerte
Sozialhilfe und so genannte Sachleistungen wie Kantinenkost. Diesen
Unterschieden können die Ausländer kaum entkommen, denn sie werden den
Ländern zugeteilt; ein Umzug ist nicht erlaubt. Dennoch führt die Praxis zu
Wanderungsbewegungen. Viele Flüchtlinge aus den niedersächsischen
Sammellagern etwa gehen in die Illegalität.
Wer deutsche Papiere erhalten will, hat in Schleswig-Holstein deutlich
bessere Karten als in Baden-Württemberg: Im Norden durften vergangenes Jahr
fast drei Prozent aller Ausländer Deutsch werden, Im Südwesten dagegen
weniger als die Hälfte, 1,1 Prozent. Der Wohnort, oft zufällig gewählt oder
zugewiesen, bleibt für Ausländer von entscheidender Bedeutung.
R. Preuß
aus: Süddeutsche Zeitung, 2007

Testen Sie sich!

z8. Ergänzen Sie die fehlenden Wortteile.

Das Beso__ __ __ __ __1) Verwaltungsrecht umf__ __ __ __2) die


Rechts__ __ __ __ __ __ , die d__ __ einzelnen Tätigkeit__ __ __ __ __ __ __ __ __5)
3) 4)

der Verwa__ __ __ __ __6) regeln. Da__ __7) zählen d__ __8) Beamtenrecht,

102
d__ __9) Steuerrecht, d__ __10) Datenschutzrecht, d__ __11) Sozialrecht,
d__ __12) Ausländerrecht.
D__ __13) Ausländerrecht ent__ __ __ __14) die Rechts__ __ __ __ __ __15) die
d__ __16) Rechtsstellung v__ __17) Ausländer i__18) der Bundesrepublik
reg__ __ __19). Für d__ __20) Einreise u__ __21) Aufenthalt i__22)
Bundesgebiet bedü__ __ __ __23) Ausländer ei__ __ __24) Visums, d__ __25)
eine Fo__ __26) der Aufenthalts__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __27) ist.
M__ __28) unterscheidet Aufenthalt__ __ __ __ __ __ __ __ __ __29),
Aufenthaltsberechtigung, Aufenthalts__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __30) und
Aufenthal__ __ __ __ __ __ __ __ __ __31). Die er__ __ __32) wird
33)
ert__ __ __ __ , wenn m__ __ 34) den Aufen__ __ __ __ __35) ohne
Bin__ __ __ __36) an ei__ __ __37) bestimmten
Aufentha__ __ __ __ __ __ __ __ 38) erlaubt. S__ __39) kann un__ __ __40)
bestimmten Vorauss__ __ __ __ __ __ __ __41) unbefristet
verlä__ __ __ __ __ 42) werden. D__ __ 43) zweite ka__ __44) man
45)
beant__ __ __ __ __ , wenn m__ __ 46) seit 8 Jah__ __ __47) eine
Aufenthalt__ __ __ __ __ __ __ __ __ __48) besitzt, sei__ __ __49)
Lebensunterhalt 50)
sic__ __ __ __ , Beiträge z__ __ 51) gesetzlichen
Rentenver__ __ __ __ __ __ __ __ __52) leistet. D__ __53) dritte i__ __54)
einzuholen, we__ __55) man ei__ __ __56) vorübergehenden
Aufen__ __ __ __ __57) zu ei__ __ __58) bestimmten Zw__ __ __59) erlaubt.
D__ __60) vierte erh__ __ __61) man, we__ __62) man a__ __63)
staatspolitischen Inter__ __ __ __ __64) ins La__ __65) fährt.

z9. Wortschatzarbeit

a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-


und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;

b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;

c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:


Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

103
Nomen

Abkömmling Einreise
Abschiebung Erwerbstätigkeit
Abstammungsprinzip Flüchtling
Anordnung Lebensunterhalt
Aufenthaltsgenehmigung Rechtsstellung
Aufenthaltszweck Staatsangehörigkeit
Ausreise Vertriebener
Einbürgerung Zuweisung

Verben

ablaufen erteilen (Genehmigung)


aufgeben (Staatsangehörigkeit) leisten (Beiträge)
beeinträchtigen nachweisen
besitzen (Genehmigung) sichern (Unterhalt)
erhalten (Genehmigung) verlängern lassen

Adjektive/Adverbien

ausschlaggebend freiwillig
dauerhaft schwerwiegend
dringend unbefristet

104
Einheit 6
Strafrecht
6.1. Verbrechen und Strafen

Wörternetz
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Strafrecht“ arbeiten.

_______________
_______________ _______________ _______________
_______________ _______________
Regelung

_______________ _______________
_______________ Strafrecht
_______________
_______________ _______________

Straftaten Strafen

_______________ _______________
_______________ _______________
_______________ _______________ _______________ _______________
_______________ _______________

z1. a) Finden Sie in der Reihe 7 Wörter zum Thema


„Strafrecht“.

Strafsgesezeitigkeifersuctatbestanderfolgreiseverbrechenennelt
allgemeinatürfahrlässigangrifreiheitsstraferstraseckschuldfähigr

b) In welches Assoziogramm passen diese 7 Wörter (a – g)?


105
1. Strafrechtsnorm 2. Täter

a a´ b b´

3. Straftat 4. Hauptstrafe

e e´
c c´
f f´
d d´

5. Strafgesetzbuch

g g´

c) Mit welchen Wörtern kann man diese Assoziogramme


sinngemäß ergänzen (a´– g´)?
d) Lesen Sie den Text. Welches Assoziogramm/Welche
Assoziogramme kann man aufgrund dieses Textes weiter
ergänzen?
Text
Im Allgemeinen Teil der StGB sind die Regeln über den Geltungsbereich,
Begriffsbestimmungen, Grundlagen der Strafbarkeit, Versuch, Täterschaft und
Teilnahme, Rechtfertigungsgründe, Rechtsfolgen der Tat und einzelne
Voraussetzungen ihrer Verfolgbarkeit enthalten. Der Besondere Teil regelt,
welches Verhalten unter welchen Umständen wie strafbar ist.
Das StGB ist keine abschließende Sammlung aller Strafrechtsnormen.
Trotz des irreführenden Namens Strafgesetzbuch existiert tatsächlich kein
einheitliches StGB. Statt dessen besteht noch ein so genanntes Nebenstrafrecht,
das in Nebenstrafgesetzen kodifiziert ist. Zwar ist seit gut zehn Jahren die
Tendenz erkennbar, außerhalb des StGB stehende Strafrechtsnormen in das
StGB zu integrieren; so z.B. sind einige Straftatbestände aus Spezialgesetzen
herausgenommen und in das StGB aufgenommen worden, insbesondere ein
großer Teil des so genannten Umweltstrafrechts, wie etwa Gewässer-
verunreinigung, Luftverunreinigung, umweltgefährdende Abfallbeseitigung
usw. Die noch sehr zahlreich verbliebenen – außerhalb des StGB stehenden –
106
Normen des Nebenstrafrechts finden sich unter anderem im Waffengesetz,
Betäubungsmittelgesetz, Tierschutzgesetz, Chemikaliengesetz, Naturschutz-
gesetz, Bundesjagdgesetz, Wehrstrafrecht, Steuerstrafrecht usw.

z2. a) Welche Ergänzungen brauchen diese Verben?


begehen
enthalten in Dat.
gegliedert sein zwischen Dat.
kodifiziert sein aus Dat.
sich zusammensetzen etw. Akk.
unterscheiden als Akk.
Verhängen
b) Setzen Sie die angegebenen Verben in der richtigen Form
ein.

Das Strafrecht ____im StGB _____. Sie können fahrlässig oder vorsätzlich
______ werden. Es ____ in zwei Teile _____: in den Allgemeinen Teil und den
Besonderen Teil. Als mögliche Rechtsfolge _______ das StGB Hauptstrafe,
Nebenstrafe und Maßregeln der Besserung und Sicherung. Strafgesetze
_______ Strafrechtsnormen. Das StGB _________ nach der schwere der Tat
zwischen dem Verbrechen und Vergehen. Sie _________ aus dem Tatbestand
und der Rechtsfolge _________. Sie werden vom Gericht _______.
c) Finden Sie inhaltlich zusammenhängende Satzpaare und
formen Sie jede zwei Sätze in einen Relativsatz um.

z3. Um welche Täter handelt es sich? Ordnen Sie zu.


1 Wer eine Straftat selbst a Mittelbarer d Непосредственный
begeht Täter исполнитель
преступления
2 Wer mit anderen zusammen b Unmittelbarer e Cоисполнитель
eine Straftat ausführt Täter
3 Wer eine Straftat durch c Mittäter f Посредственный
einen anderen (so исполнитель
genannten Tatmittler), der преступления
schuldun-fähig oder
strafunmündig ist, begeht

107
z4. Lesen Sie den Text über die Hauptstrafen. Finden Sie im
Text die Antworten auf die folgenden Fragen? Kreuzen Sie an.

ja nein nicht
ganz
1. Welches Mindest- und Höchstmaß an Hauptstrafen
sieht das Strafgesetzbuch für Täter vor, die
rechtswidrig gehandelt haben?
2. In welchem Ausmaß können Ordnungswidrigkeiten
geahndet werden?

3. Wonach richtet sich die Höhe der vom Gericht


verhängten Tagessätze?

4. Wie wird die Beihilfe zu einer Straftat bestraft?

5. Welche Nebenstrafe kann vom Gericht


ausgesprochen werden?

Text
Hauptstrafen

Das Strafgesetzbuch unterscheidet zwischen der Freiheitsstrafe und der


Geldstrafe. Wenn es sich nicht um eine lebenslange Strafe handelt, beträgt das
Mindestmaß der zeitigen Freiheitsstrafe einen Monat, das Höchstmaß fünfzehn
Jahre. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen verhängt. Sie beträgt mindestens
fünf, wenn das Gericht nicht anders bestimmt, höchstens dreihundertsechzig
volle Tagessätze.
Das Strafgesetzbuch schreibt vor, dass in der Entscheidung des Gerichts
Zahl und Höhe der Tagessätze, die das Gericht verhängt, anzugeben sind. Wenn
das Gericht einen Täter zu einer Geldstrafe verurteilt, so richtet sich die Höhe
der Tagessätze nach den Einkünften des Täters (monatliches Nettoeinkommen),
nach seinem Vermögen (z.B. Grundbesitz) und sonstigen Grundlagen. Das
Gericht wird sowohl gegen den Generaldirektor gegen den Arbeiter, wenn beide
in einem Kaufhaus eine Flasche Cognac (gleiche Marke, gleicher Preis)
gestohlen haben, die gleiche Anzahl von Tagessätzen verhängen, die Höhe der
Tagessätze wird doch unterschiedlich hoch sein. So wird der Generaldirektor
auf Grund seiner Ankünfte höhere Tagessätze zu zahlen haben, als der Arbeiter.
108
z5. a) Füllen Sie die Lücken aus.

Straftaten

1. Fremde Ehre________________; Missachtung __________ .


2. Sich rechtswidrig ____________; mit _________________ wegnehmen.
3. Zu einer Handlung ___________; zu __________________ bereichern.
4. Einen Menschen ____________ ; besonders ____________ handeln.
5. Eine fremde Sache __________ ; _____________________ beschädigen.
6. Körperlich _________________; an der _______________ beschädigen.

b) Um welche Straftat handelt es sich in jedem Fall?


→ Wenn ..., handelt es sich um ... .

z6. Die Strafjuristen teilen Straftaten wie folgt ein.


Straftaten
gegen gegen gegen gegen
Personen Eigentum und Vermögen den Staat die Landesverteidigung

Tragen Sie die Straftaten in die Tabelle ein.

Œ Totschlag Œ Diebstahl Œ Menschenraub Œ Erpressung Œ


Œ Sachbeschädigung Œ Widerstand gegen die Staatsgewalt Œ
Œ Unterschlagung Œ Straftaten gegen ausländische Staaten Œ Raub Œ
Œ Beleidigung Œ Körperverletzung Œ Geldfälschung Œ Vergewaltigung Œ
Œ Mord Œ Straftaten gegen Verfassungsorgane Œ Hausfriedensbruch Œ

z7. Setzen Sie die nachfolgenden Wörter sinngemäß ein.

Ordnungswidrigkeiten
Das ____________1) gilt nur für die ___________________2) . Damit grenzt es
Ordnungswidrigkeiten von den strafbaren ________3) ab, die im __________4)
geregelt sind, und es dient so der ___________5) von Übertretungen und

109
verschiedenen leichten _______________6) . Ordnungswidrigkeiten werden mit
__________7) geahndet und sind unter anderem: die falsche ____________8)
bei einer _________9) ; die unerlaubte __________10) von Nachrichten an einen
______________11) ; Lärmbelästigung; die verbotene ______________12) der
Prostitution; das _________13) im Vollrausch (bei Verschulden).

a. Ausübung b. Behörde c. Entkriminalisierung


d. Gefangenen e. Geldbußen f. Handeln
g. Handlungen h. Namensangabe i. Ordnungswidrigkeiten
j. Ordnungswidrigkeitsgesetz k. Strafgesetzbuch
l. Übermittlung m. Vergehen

z8. a) Kombinieren Sie die passenden Satzhälften.


1 Nur für wenige Delikte ist A weil sie nicht genügend Zeit
als schwerste Sanktion des für positive therapeutische
oder rehabilitierende
Einwirkung lassen

2 Freiheitsstrafen unter 6 B wenn bei einer


Monaten werden vermieden, Gesamtwürdigung von Tat und
Täter "besondere Umstände"
vorliegen

3 Freiheitsstrafen zwischen 1 C den Gesamtbetrag der


und 2 Jahren sind zur Geldstrafe aufzubringen.
Bewährung auszusetzen,

4 Rund 80 % aller Strafen, die D deutschen Rechts die


von den lebenslange Freiheitsstrafe
vorgesehen

5 Für den Verurteilten ist es E wird die Möglichkeit von


oft schwierig, Ratenzahlungen vorgesehen

6 Um das letzte Mittel der F Gerichten verhängt werden,


Ersatzfreiheitsstrafe zu sind Geldstrafen.
vermeiden

110
Richtige Kombination: 1- ___ 2 - ___, 3 - __, 4 - __, 5 - __, 6 - __
b) Welche Fragen kann man mit diesen Informationen
beantworten? Formulieren Sie Ihre Fragen schriftlich.

z9. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge.


Vermögensstrafe

Satz 1
neben • bei • Die • ist • Kriminalität • der • zugelassen • Delikten • dient • der •
Organisierten • Vermögensstrafe • der • und • Freiheitsstrafe •
Gewinnabschöpfung.
Die

Satz 2
Gericht • den • Vermögens • des • des • Täters • begrenzt. • Die •
Geldsummenstrafe, • Vermögensstrafe • Wert • deren • ist • das • Höhe • eine •
durch
Die

Satz 3
Gericht • An • das • bestimmten • Ersatzfreiheitsstrafe • unter • Stelle •
verhängen. • eine • der • Bedingungen • kann • Vermögensstrafe
An

Satz 4
anzuordnen • Vermögen • dingliche • des • Arrest • Beschlag • ist • mit • das •
Ermittlungsverfahrens • Während • und • zu • der • belegen.
Während

111
z10. Ordnen Sie die deutschen Wörter ihren russischen
Entsprechungen zu.

Maßregeln der Besserung und Sicherung

1 das Berufsverbot a превентивное заключение


2 die Entziehung der b помещение в лечебное
Fahrerlaubnis заведение для алкоголиков и
наркоманов
3 die Führungsaufsicht c лишение водительских прав
4 die Sicherungsverwahrung d помещение в
психиатрическую лечебницу
5 die Unterbringung in einem e установление надзора за
psychiatrischen Krankenhaus поведением осужденного
6 die Unterbringung in einer f запрет профессиональной
Entziehungsanstalt деятельности

z11. Welche Maßregel der Besserung und Sicherung ist unter


folgenden Bedingungen zugelassen?
→ Wenn ..., ist ... zugelassen.

a) Wegen einer vorsätzlichen Straftat zur Freiheitsstrafe von 6 Monaten


verurteilen

b) Wegen einer vorsätzlichen Tat zum dritten Mal zur Freiheitsstrafe von
mindestens 2 Jahren verurteilen

c) Auf den Hang zu Rauschmitteln zurückführen

d) Eine rechtswidrige Tat unter Missbrauch seines Berufes begehen

112
e) Eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung zur
Bewährung aussetzen

f) Im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit begehen

g) Eine strafbedrohte Handlung unter Verletzung der Führerpflichten begehen

h) Wegen drei vorsätzlichen Straftaten zur Freiheitsstrafe von mindestens 3


Jahren verurteilen

z12. Welche Maßregeln der Besserung und Sicherung sind in


folgenden Fällen anzuordnen? Begründen Sie kurz Ihre
Meinung.

1. Der Mann hat eine vorsätzliche Straftat begangen und wird zu einer
Freiheitsstrafe von 8 Monaten verurteilt.
2. Der Geisteskranke hat seinen Nachbarn zu Boden geschlagen und mit
Fußtritten traktiert.
3. Der Mann, der vor kurzem seine dreijährige Freiheitsstrafe wegen einer
vorsätzlich begangenen Straftat verbüßt hat, wird wiederum zu zeitiger
Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren verurteilt.
4. Der angetrunkene Mann, der in der letzten Zeit im Übermaß alkoholische
Getränke zu sich nimmt, hat wieder einer alten Dame die Tasche mit Gewalt
weggenommen.
5. Der Mann hat vorsätzlich einige Verbrechen begangen und wird jetzt dafür
zu einer zeitigen Freiheitsstrafe von 4 Jahren 7 Monaten verurteilt.
6. Der schuldunfähige Täter begeht die rechtswidrige Straftat.
7. Der angetrunkene Autofahrer hat einen Fußgänger verletzt, der über die
Straße gegangen war.

113
z13. Ordnen Sie die Wortverbindungen den Subjekten zu.

zahlen
vollziehen
bestimmen
Freiheits ahnden mit Dat.
Geld strafe verurteilen zu Dat.
Vermögens verhängen über j-n
verbüßen
zulassen
mildern

das Gericht der Verurteilte

... ...

z14. Füllen Sie die Tabelle entsprechend aus.

Schutz der Allgemeinheit die Allgemeinheit schützen


Erziehung des Täters
den Rechtsfrieden wiederherstellen
den Diebstahl verhüten
die Rechtsordnung wahren
die Schuld ausgleichen
die Abschreckung vor der Straftat
die Vorbeugung eines Rückfalls
den Mord verhindern
die strafbaren Handlungen verbieten
der Strafvollzug
die Verbüßung der Strafe
die Strafe ahnden

z15. Ordnen Sie die folgenden Sätze zwei Themen zu:


Generalprävention und Spezialprävention.

A) Viel mehr soll die Strafe bewirken, dass die übrige Bevölkerung
abgeschreckt wird, Taten der beschriebenen Form zu begehen.
114
B) Das so gewonnene Vertrauen in die Unverbrüchlichkeit der Rechtsordnung
führt letztlich dazu, dass sich die Bürger insgesamt rechtstreu verhalten
("positive ...prävention").

C) Es kommt allein auf den einzelnen Straftäter an, der als Zentralgestalt der
Straftat im Mittelpunkt der Betrachtung stehen muss.

D) Darüber hinaus führt die Bestrafung Einzelner aber auch dazu, dass andere
künftig von der Begehung von Straftaten abgehalten werden ("negative
...prävention").

E) Durch die Verhängung der Strafe werden das Rechtsbewusstsein und das
Vertrauen der Allgemeinheit gestärkt, da in einer Gesellschaft, in der die
Begehung von Unrecht bestraft wird, die übrigen Mitglieder motiviert
werden, selbst die Gesetze einzuhalten.

F) Nach der Theorie der ...prävention kommt es auf die Wirkung der Strafe für
den betroffenen Straftäter nicht an.

G) Die Theorie der ...prävention stellt im Wesentlichen nicht auf die


Wirkungen einer Strafe auf die Allgemeinheit ab, sondern auf die Wirkung
der Strafe für den betroffenen Einzelnen.

H) Andererseits soll sie bei nicht besserungsfähigen Tätern die Gesellschaft


vor diesem schützen ("negative ...prävention").

I) Dabei soll die Strafe einerseits zur Besserung des Täters führen und eine
Appellfunktion dahingehend besitzen, dass er fortan ein straffreies Leben
führt ("positive ...prävention").

z16. Schreiben Sie die folgenden Sätze grammatisch


gleichbedeutend um.
1) Die Sühne lässt sich dadurch nicht leisten.
2) Entziehung der Fahrerlaubnis soll die Besserung des Täters bezwecken.
3) Andere Bürger sind davon abzuhalten, die strafbaren Handlungen zu
begehen.
4) Der Täter ist nach der Verbüßung der Strafe in die Gesellschaft
einzugliedern.
5) Der Verurteilte ist durch den Strafvollzug zu beeinflussen.

115
z17. Lesen Sie den Text und

a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,


b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

Text

Vor dem Hintergrund des uneingeschränkten Rechts auf Leben wird


letztlich auch die legale Todesstrafe fragwürdig. Sie ist noch nicht weltweit
geächtet, wenn auch die UN-Menschenrechtskommission in mehreren
Resolutionen die Todesstrafe als Verstoß gegen die Menschenrechte verurteilt
hat. Und dies mit gewissem Erfolg: hatten 1977 gerade erst 16 Länder die
Todesstrafe per Gesetz oder de facto abgeschafft, waren es bis Ende 2005
bereits 122. Auch in der EU gilt ein striktes Nein zur Todesstrafe. Deren
Abschaffung ist für beitrittswillige Staaten verpflichtend.
Auf der anderen Seite sitzen weltweit noch über 20 000 Menschen in
Todeszellen, und es gibt Länder, die exzessiven Gebrauch von Hinrichtungen
machen. 91 % aller Exekutionen fielen 2006 allein auf die Länder China, Irak,
Iran, Pakistan, Sudan und die USA. Unter den Opfern befanden sich auch
Menschen, die unter Folter „Geständnisse“ abgelegt hatten sowie minderjährige
Straftäter und Menschen mit geistiger Behinderung, deren Hinrichtung
völkerrechtlich verboten ist. Als todeswürdig gelten in China dabei nicht nur
Gewaltverbrechen, sondern auch Finanzdelikte wie Steuerhinterziehung und
Unterschlagung.

z18. Übersetzen Sie den Text schriftlich ins Russische.

Text

Grundsätze der Kriminalpolitik

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass positive Wirkungen der Bestrafung
für den Täter in der Wirklichkeit eher die Ausnahme als die Regel bilden.
Häufig wirkt die Bestrafung, insbesondere der Vollzug einer Freiheitsstrafe,
destruktiv auf die Lebensumstände des Betroffenen ein: Seine sozialen und
familiären Kontakte werden beeinträchtigt, sein Ansehen reduziert, seine
beruflichen Chancen gemindert. Deshalb und wegen des Leids, das dem

116
bestraften Individuum in jedem fall zugefügt wird, ist man heute allgemein der
Auffassung, dass die staatliche Strafe nur dann eingesetzt werden darf, wenn sie
absolut notwendig ist, das heißt, wenn kein weniger einschneidendes Mittel zur
Verfügung steht, um auf schädigendes oder gefährliches Sozialverhalten zu
reagieren. Dieser Grundsatz, dass die Bestrafung durch den Staat nur ultima
ratio (äußerstes Mittel) der Sozialkontrolle sein darf, ist im Rechtsstaatsprinzip
des deutschen Verfassungsrechts verankert. Er kann sich aber auch unabhängig
von rechtlicher Normierung auf die sozialwissenschaftliche Einsicht stützen,
dass in einer differenzierten und heterogenen, gleichzeitig kompliziert
organisierten Gesellschaft voller gegenseitiger Abhängigkeiten sozialkonformes
Verhalten häufig auch mit weniger dramatischen Mitteln als staatlicher Strafe
erreicht werden kann. Strafrecht ist also nur ein Mittel der sozialen Kontrolle
neben anderen.

z19. Ergänzen Sie die fehlenden Wortteile.

Das Strafrecht ist Teil des öffentlichen Rechts. Seine Funk__ __ __ __1) liegt
i__2) der Wah__ __ __ __3) des Rechtsf__ __ __ __ __ __ __4) durch d__ __5)
Schutz d__ __6) Rechtsguter. Strafre__ __ __ __ __ __ __7) geschützte
Inter__ __ __ __ __8) sind sow__ __ __9) solche d__ __10) Einzelnen a__ __11)
auch sol__ __ __12) der Allgem__ __ __ __ __ __ __13). Das
Straf__ __ __ __ __ 14) erzwingt da__ __ __ 15) die Einha__ __ __ __ __16)
derjenigen Reg__ __ __17), deren Beac__ __ __ __ __18) fur e__ __19)
friedliches Zusamm__ __ __ __ __ __ __20) unerlässlich i__ __21).
Zu unters__ __ __ __ __ __ __22) sind d__ __23) materielle u__ __24) das
form__ __ __ __25) Strafrecht. Rechts__ __ __ __ __ __ __26) des
mater__ __ __ __ __ __ 27) Strafrechts si__ __28) das
Strafge__ __ __ __ __ __ __ __29) und zahlr__ __ __ __ __30) strafrechtliche
Nebeng__ __ __ __ __ __31): Waffengesetz,
Betäubungsm__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ , 32) Naturschutzgesetz,
Steuerst__ __ __ __ __ __ __ __33) u.a. Die f__ __34) alle
Straftat__ __ __ __ __ __ __ __35) geltenden Reg__ __ __36) insbesondere
üb__ __37) Grundlagen d__ __38) Strafbarkeit, Ver__ __ __ __39), Täterschaft,
Rechts__ __ __ __ __ __40) der T__ __41) und einz__ __ __ __42)

117
Voraussetzungen ih__ __ __43) Verfolgbarkeit si__ __44) im
Allge__ __ __ __ __ __ 45) Teil d__ __ 46) StGB gere__ __ __ __47). Der
Beso__ __ __ __ __48) Teil u__ __49) die strafrec__ __ __ __ __ __ __ __50)
Nebengesetze reg__ __ __51), welche Hand__ __ __ __52) unter
wel__ __ __ __ Umständen w__ __ strafbar i__ __55).
53) 54)

Das Straf__ __ __ __ __56) ist f__ __57) das mensc__ __ __ __ __ __58)


Zusammenleben v__ __59) fundamentaler Bede__ __ __ __ __60). In ihm
spiegeln sich die wichtigsten Grundregeln für das soziale Verhalten wider.

z20. Wortschatzarbeit

a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-


und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen

Beleidigung Geldfälschung
Besserung Geschädigte
Diebstahl Gewinnabschöpfung
Duldung Hausfriedensbruch
Einkunft Körperverletzung
Entkriminalisierung Lärmbelästigung
Erpressung Missachtung
Ersatzfreiheitsstrafe Missbrauch
Entziehungsanstalt Mittäter
Fahrerlaubnis Mord
Fahrverbot Namensangabe
Freiheitsstrafe Nötigung
Führungsaufsicht Ordnungswidrigkeit
Gefängnis Raub
Geldbuße Rechtsfolge

118
Rechtsfrieden Todesstrafe
Rechtsgut Tote
Rückfall Totschlag
Sachbeschädigung Tötung
Sicherungsverwahrung Überfallene
Steuerhinterziehung Unterlassung
Strafgesetzbuch Unterschlagung
Strafvollzug Verbrechen
Sühne Vergehen
Tagessatz Vergewaltigung
Tatbestand Vermögen
Tatort Zuchthaus

Verben

abhalten ergreifen (Flucht)


abschaffen misshandeln (körperlich)
abschrecken nötigen
ahnden sich bereichern
alarmieren (Polizei) sich zueigen
androhen verbüßen
aussprechen (Strafe) verletzen (Ehre)
begehen verurteilen
belegen (mit Beschlag) wegnehmen
beschädigen zerstören
betragen zulassen

Im Besitz haben straffällig werden


Im Gewahrsam haben unerlässlich sein

Adjektive/Adverbien

fahrlässig schuldunfähig
grausam schuldfähig
heimtückisch verderblich
lebenslang vorsätzlich
schuldhaft zeitig
119
6.2. Jugendstrafrecht

Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema


„Jugendstrafrecht“ arbeiten.

Rechtsgrundlage

Jugendstrafrecht

Anwendungsbereich Sanktionen

____________: ____________
____________: Straftaten ____________
...
____________
____________
____________
____________
...

z1. a) Formen Sie nach dem Muster um.

Muster: die Fahrerlaubnis entziehen Î die Entziehung der Fahrerlaubnis

1) in einer geschlossenen Anstalt unterbringen Î ______________________


2) am Verkehrsunterricht teilnehmen Î _____________________________
3) sich bei dem Verletzten entschuldigen Î __________________________
4) den Schaden wieder gutmachenÎ ________________________________
5) den Verkehr mit bestimmten Personen unterlassen Î _________________
6) eine Arbeitsstelle aufnehmen Î __________________________________
7) Freiheit entziehen Î ___________________________________________
8) Alkohol verbieten Î __________________________________________
9) einen Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen Î _________

120
b) Ordnen Sie die Sanktionen des Jugendstrafrechts
entsprechend zu.

Erziehungsmaßregeln Zuchtmittel Jugendstrafe


... ... ...

z2. Ergänzen Sie in dem nachstehenden Text die fehlenden


Wörter aus dem Kasten.

ähnlich Œ Anstalten Œ beträgt Œ Erwachsenenrecht Œ Erziehung Œ feststellen hält


Œ häufig Œ Heimzöglingen Œ Jugendrichter Œ milder Œ nachteilige Rückfällen Œ
Rückfallquote Œ steigert Œ straffällig Œ Straftaten Œ unbelasteten Unterbringung Œ
verbessert ΠVollzug

... Das Gesetz erwähnt den Erziehungsgedanken sehr ______1), sagt aber an
keiner Stelle, was eigentlich unter dieser _________2) zu verstehen ist. Jeder
________3) handelt so, wie er das selbst für richtig ______4). Man kann
allerdings aus Beobachtungen und aus empirischen Untersuchungen
___________5), dass immer noch Erziehung unter dem strafrechtlichen Postulat
gesehen wird, dass also Erziehung ________6) ausgeformt wird wie im
__________7), nur eben mit dem Unterschied, dass man etwas ______8) ist,
dass man aber auch ______9), wenn es zu _______10) kommt.

... Bei den so genannten ________11) Arrestanten liegt die __________ 12)noch
vergleichsweise günstig bei ungefähr 30 %, während bei den bereits belasteten,
also bei den ___________13) beispielsweise, die Rückfallquote schon bis zu
80% __________14).

... Man sollte mit den Jugendlichen in den ___________15)arbeiten, so dass sie
in ihrer Handlungskompetenz ________16)werden. Man sollte weniger auf die
Strafe als __________17) Folge der Tat abstellen, sollte positive Hilfen und
dann als Nachbetreuung nach dem _________18) in der Anstalt weitere
ambulante Hilfen geben. Im Übrigen sollte man auf _____________19) in
Heimen und Anstalten verzichten, weil oft genug durch den Umgang mit
anderen _____________20) gewordenen Jugendlichen der Keim zu weiteren
_________21) gelegt wird. ...

121
z 3. a) Lesen Sie den kurzen Text. Welche Überschrift würden
Sie Ihm geben?

__________?__________

10 Jugendliche drehen einen Kurzfilm. Seine dramatische Struktur haben sie


dem Streifen „Die 12 Geschworenen“ entliehen. 10 schwerkriminelle
Jugendliche sitzen um den Tisch herum. Sie haben für Drogen Raubüberfälle
begangen, sind keiner Schlägerei aus dem Weg gegangen. 10 Strafgefangene
besprechen die nächste Szene aus ihrem eigenen Film. Sie werden von einer
Sozialpädagogin und einem Jugendrichter unterstützt. Der Streifen gerät nie ins
Kino, er wird nur Mitgefangenen vorgeführt. Der Kurzfilm läuft 15 Minuten
und basiert auf den Lebensgeschichten von Gefangenen. Den Filmworkshop hat
Dr. Nolle, Pädagoge an der Uni Kassel angeboten. Dieses ungewöhnliche
Projekt müsste in jede Jugendvollzugsanstalt gebracht werden. Jugendliche
haben ihre Taten aufgeschrieben, über sein Handeln und sich selber
nachgedacht. Sie würden in den Knast noch einmal kaum kommen.

b) Bilden Sie 6 Relativsätze und schreiben Sie diese in der


angegebenen oder einer anderen logischen Reihenfolge.

z4. Stimmen Sie den folgen Aussagen völlig (+), nicht ganz (+/-)
oder nicht (-) zu? Kreuzen Sie an. Begründen Sie stichwortartig
Ihre Entscheidung.

+ +/- - Begründung
1. Der zum ersten Mal straffällig
gewordene Jugendliche wird zu einer
freiheitsentziehenden Strafe verurteilt.
2. Über die jugendlichen Straftäter werden
selten die Sozialstunden verhängt, die in
gemeinnützigen Einrichtungen abzuleisten
sind.
3. Der Jugendrichter verurteilt der
jugendliche Straftäter zur Unterbringung
in einer geschlossenen Anstalt, wenn er

122
mehrfach wegen Erpressung und
Körperverletzung verhaftet worden ist.
4. Nachdem die jugendlichen Täter aus der
Haft entlassen worden sind, begehen die
meisten von ihnen erneut strafbare
Handlungen.
5. Die Jugendstrafe ohne Bewährung kann
dem Rückfall nicht vorbeugen und
bezweckt die Generalprävention nicht.

z5. a) Lesen Sie die Textteile und bringen Sie diese in die
logische Reihenfolge. Der Text beginnt mit A. und endet mit I.

Ein Gebot der Menschenwürde? – Sterbehilfe in Deutschland.


Rechtliche Situation.

…A. Während in den Niederlanden oder Belgien Gesetze zur Sterbehilfe in


Kraft getreten sind, die unter bestimmten Voraussetzungen ein aktives Töten
von Todkranken erlauben, wird das Thema in Deutschland nach wie vor eher
behutsam bis verhalten diskutiert.

…B. Oder ist es Zeit, die Behandlung auf Schmerzlinderung zu beschränken?


Darf die Dosierung der Schmerzmittel so hoch sein, dass relative
Schmerzfreiheit möglicherweise den früheren Tod bedeutet? Oder soll es sogar
gestattet werden, dem Wunsch eines todkranken Patienten nachzukommen und
dessen Leben aktiv ein Ende zu setzen?

…C. Das Parlament hat die Problematik der Sterbehilfe bislang weitgehend
gemieden, weder von der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages
noch vom Nationalen Ethikrat gibt es dazu öffentliche Stellungnahmen,
Angesichts einer stetig alternden Gesellschaft und den zunehmendem
medizinischen Möglichkeiten, Leben künstlich zu verlängern, wird aber auch in
Deutschland der Ruf nach einer Grundsatzentscheidung darüber lauter, wie
Menschen ihr eigenes Lebensende gestalten dürfen.

123
…D. Sterbehilfe ist in Deutschland nicht Gegenstand expliziter
Rechtssprechung. Es gibt kein Gesetz, das den Begriff definiert, geschweige
denn, seine Anwendung regeln würde. Vielmehr wird im konkreten Fall
geprüft, ob die den Fremdtötungsparagrafen des Strafgesetzbuches (Mord,
Totschlag, Tötung auf Verlangen) zugrunde liegenden Tatbestände erfüllt sind.

…E. Indirekte Sterbehilfe ist ebenfalls möglich, etwa die Gabe von
Schmerzmitteln, ohne die der Patient sehr stark leiden würde, die aber dazu
führen können, dass der Tod früher eintritt (vgl. Grundsätze der
Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung).

…F. Die meisten Deutschen sterben im Krankenhaus oder im Pflegeheim.


Hier müssen Ärzte tagtäglich zwischen Technikeinsatz und Laisser-faire
entscheiden: Soll das Leben eines sterbenskranken Patienten durch weitere
Maßnahmen verlängert, der Sterbeprozess hinausgezögert werden?

…G. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die rechtlich relevante
Unterscheidung zwischen aktiver und passiver bzw. indirekter Sterbehilfe nicht
immer trennscharf ist und nicht immer den Intuitionen der involvierten
Personen entspricht. Denn wer zum Beispiel das Atemgerät bei einem
Sterbenden abstellt, handelt zwar aktiv – er bewegt einen Schalter. Nach den
Kriterien des Rechts verfährt er jedoch im Sinne der passiven Sterbehilfe
("Sterbenlassen").

…H. Denn weder Ärzten noch Angehörigen ist es erlaubt, aktive Sterbehilfe
zu leisten. Ferner dürfen Maßnahmen, die das Leben verlängern, nur dann
eingestellt werden, wenn dieses in Übereinstimmung mit dem Patientenwillen
geschieht, die Maßnahmen nur den Todeseintritt verzögern und die Krankheit in
ihrem Verlauf nicht mehr aufgehalten werden kann (passive Sterbehilfe).

…I. Dass die Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe somit
als widersprüchlich empfunden werden kann, gilt den Befürwortern einer
Liberalisierung der Sterbehilfe als Argument, diese Unterscheidung gänzlich

124
fallen zu lassen und beide Formen der Sterbehilfe in Deutschland
gleichermaßen zuzulassen.
Privatrecht

b) lesen Sie den Text und unterstreichen Sie die


Schlüsselwörter

c) Formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen

d) Fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen

z6. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen

Einrichtung Sozialstunde
Einsichtsfähigkeit Strafgefangene
Erwachsene Strafmündigkeit
Erziehungsmaßregel Tatzeit
Geschworene Umwelteinfluss
Haft Unterbringung
Heranwachsende Verkehrsunterricht
Jugendliche Vollzugsanstalt
Rückfallquote Zuchtmittel

Verben

ableisten (Sozialstunden) herabsetzen


anwenden Unterlassen (Besuch)
auferlegen wieder gutmachen (Schaden)
erbringen (Arbeitsleistung) ziehen (zur Verantwortung)
erteilen (Weisungen)

125
6.3. Strafprozessrecht
●1. Die folgenden Textabschnitte enthalten die Antworten auf
die Fragen:
1) Was ist der Strafprozess?
2) Wo wird das Strafverfahren geregelt?
3) Wie viele und welche Abschnitte umfasst das Strafverfahren?

a) Schreiben Sie diese Textabschnitte neu und setzen Sie dabei


die fehlenden Zwischenräume, Satzzeichen und
Großbuchstaben ein.
b) Ordnen Sie die Textabschnitte den Fragen zu.

Dasstrafprozessrechtistimwesentlicheninderstrafprozessordnungvom121877ger
egeltdievielfachgeändertundergänztundam741987neubekanntgemachtworde
nistweiterebestimmungenenthalteninsbesondersdasjugendgerichtsgesetzdie
abgabeordnungdasgesetzüberornungswidrigkeitendasgesetzüberinternationalere
chtshilfeinstrafsachendasgesetzüberdieentschädigungfürstrafverfolgungs
maßnahmen.

Derstrafprozessisteingesetzlichgeordnetesverfahrenindemüberdasvorliegeneiner
straftatzuentscheidenistdurchrichterlichesurteilstrafrechtlichefolgenaus
gesprochenwerdennämlichdurchdenausspruchüberschuldundstrafeoder
anderestrafrechtlichemaßnahmenzbzuchtmittelodererziehungsmaßregeln.

Derstrafprozessverläuftsoweiterdurchgeführtwirdinfolgendenabschnittenermittl
ungsverfahrenzwischenverfahrenhauptverfahreneinschließlichverfahrenüberrec
htsmittelbiszurrechtskraftderentscheidungvollstreckungsverfahren.

с) Schreiben Sie die deutschen Entsprechungen für einige


Begriffe aus diesen Textabschnitten in der russischen Sprache.

исполнительное производство _________________________________


компенсация за неправомерное
[за необоснованное] уголовное преследование _________________________________
подготовительное заседание в уголовном процессе _________________________________
предварительное расследование _________________________________
судебное разбирательство _________________________________
уголовно-процессуальный кодекс _________________________________

126
●2. a) Lesen Sie Text A1 und wählen Sie eine passende
Überschrift.

Strafprozessrecht: Ermittlungsverfahren

Ablauf eines Strafverfahrens: Ermittlungsverfahren

Stufen des Strafverfahrens

Text A1

Das Verfahren beginnt mit der Strafanzeige, die von jemandem bei
Polizei, Staatsanwaltschaft oder Amtsgericht erstattet werden kann. Es setzt
danach das Ermittlungsverfahren ein, in dem die Staatsanwaltschaft den
Sachverhalt zu erforschen hat, das heißt sie muss für die Beweiserhebung
Zeugen und den Beschuldigten befragen oder durch die Polizei befragen
lassen. Auch die Spurensicherung gehört zu diesen vorbereitenden Maßnahmen,
gegebenenfalls auch der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlass eines
Haftbefehls wegen Verdunklungs- oder Fluchtgefahr.
Das schließlich zusammengebrachte Entlastungs- wie Belastungsmaterial
ist zu prüfen. Ergibt sich nun ein hinreichender Tatverdacht gegen den
Angeschuldigten, so erhebt die Staatsanwaltschaft öffentliche Klage durch
Einreichung einer Anklageschrift beim zuständigen Gericht.

b) Welche Verben gehören im Text zu den folgenden Nomen


(in einigen Fällen sind die Verben in den Nomen versteckt; die
angegebenen Nomen sollen Sie in der richtigen Form
gebrauchen). Übersetzen Sie die Wortverbindungen in die
russische Sprache.

♦fAnklageschrift ♦ f, m Beschuldigte
♦ n Entlastungs- wie Belastungsmaterial
♦ m Haftbefehl ♦ f öffentliche Klage ♦ m Sachverhalt
♦ m Zeuge ♦ f Spure ♦ f Strafanzeige

127
Wortverbindungen Übersetzung

... ...

●3. Lesen Sie die neuen Informationen über das


Ermittlungsverfahren. Benutzen Sie Ihr Wörterbuch.

Text A2

Das Vorverfahren oder Ermittlungsverfahren liegt in der Hand der


Staatsanwaltschaft, die bei ihrer Tätigkeit zumeist auf die Angehörigen der
Kriminalpolizei als ihre Hilfsbeamten zurückgreift. Die Staatsanwaltschaft hat
als Organ der Rechtspflege nicht nur die belastenden, sondern auch die
entlastenden Umstände zu ermitteln (§160 II Strafprozessordnung (StPO)). Um
den Sachverhalt zu erforschen, kann sie von allen Behörden Auskunft verlangen
und außer dem Beschuldigten auch Zeugen und Sachverständige vernehmen.
Bei besonders wichtigen Ermittlungshandlungen – vor allem, wenn es auf die
allein dem Richter vorbehaltene eidliche Vernehmung eines Zeugen ankommt –
kann die Staatsanwaltschaft den Ermittlungsrichter einschalten.
Zwangsmaßnahmen, die im Rahmen des Ermittlungsverfahrens getroffen
werden (z.B. Beschlagnahme, Durchsuchung von Personen, Räumen und
Sachen, körperliche Untersuchungen, Aufnahme von Fingerabdrücken,
Telefonüberwachung), dürfen nur durch den unabhängigen Richter, bei Gefahr
im Verzuge aber auch durch die Staatsanwaltschaft und ihre Hilfsbeamten
(letztere nicht bei Telefonüberwachung) angeordnet werden.

●4. Anhand der beiden Texte (A1, A2) füllen Sie die Tabelle
aus.

Stufe des Strafverfahrens Zuständige Organe / Zu lösende


Personen Aufgaben*

das Ermittlungsverfahren

*Zu lösende Aufgaben=Aufgaben, die gelöst werden sollen

128
●5. Lesen Sie über die zweite Stufe des Strafverfahrens.
a) Anhand des Textes nennen Sie maximal viele
Wortverbindungen mit den folgenden Verben:
¾ prüfen
¾ eröffnen
¾ zustellen
¾ nachweisen
¾ rechnen
¾ beschließen
¾ zulassen

Text B1

Das Gericht prüft nun in dieser zweiten Stufe des Verfahrens, ob die
Verdachtsmomente zur Eröffnung eines Hauptverfahrens ausreichen.
Selbstverständlich wird dem Angeschuldigten die Klageschrift zur Stellungnahme
zugestellt. Nur dann, wenn das Gericht in der Vorprüfung zu der Ansicht kommt,
dass dem Angeschuldigten mit aller Wahrscheinlichkeit die Tat nachzuweisen
und mit einer Verurteilung zu rechnen ist, beschließt es die Eröffnung der
Hauptverhandlung.

b) Übersetzen Sie die Wortverbindungen ins Russische.

Wortverbindungen Übersetzung

... ...

●6. Lesen Sie die neuen Informationen über das


Zwischenverfahren. Benutzen Sie Ihr Wörterbuch.

Text B2

In dem Zwischenverfahren prüft das zuständige Gericht, ob der


Beschuldigte – der nunmehr Angeschuldigter ist – auf Grund der
Ermittlungsergebnisse einer Straftat hinreichend verdächtig erscheint
(§§199 ff. StPO). Erachtet es diese Voraussetzung als gegeben, beschließt
es die Eröffnung des Hauptverfahrens (Eröffnungsbeschluss) und lässt
damit die Anklage zur Hauptverhandlung zu. (Der Angeschuldigte ist von
nun an Angeklagter). Andernfalls lehnt es die Eröffnung ab. Gegen

129
Ablehnung kann der Staatsanwalt sofortige Beschwerde beim
nächsthöheren Gericht einlegen. Ist der Ablehnungsbeschluss unanfechtbar,
ist die Strafklage verbraucht; sie kann weder derselben Tat nur auf Grund
neuer Tatsachen oder Beweismittel wiederaufgenommen werden.

●7. Anhand der beiden Texten (B1, B2) füllen Sie die Tabelle
aus.

Stufe des Strafverfahrens Zuständige Organe / Zu lösende Aufgaben


Personen

das Zwischenverfahren

●8. Lesen Sie über die dritte Stufe des Strafverfahrens mit dem
Wörterbuch und bringen Sie die angeführten Wortverbindungen
in eine logische Reihenfolge.

Œ zur Aussage zwingen Œ Zeugen laden Œ unter Eid belehren Œ


Œ eine Berufung einlegen Œ zu den persönlichen Verhältnissen Œ
Œ vernehmen Œ einen Strafantrag stellen Œ
Œ die Anklageschrift verlesen Œ um eine milde Strafe bitten Œ
Œ das Urteil annehmen Œ notwendige Beweismittel herbeischaffen lassen Œ
Œ Zeugen vernehmen Œ das letzte Wort haben Œ sich zur Beratung ziehen Œ
Œ den Angeklagten vernehmen Œ das Urteil verkünden Œ
Œ den Termin festsetzen Œ um Freispruch bitten Œ
Œ auf Zeugnisverweigerungsrecht hinweisen Œ
Œ zur Straftat vernehmen Œ

Text C1

Der Eröffnungsbeschluss lässt die Anklage zur Hauptverhandlung zu, die


die dritte und wichtigste Stufe des Strafverfahrens ist. Der Vorsitzende des
Gerichts setzt den Termin fest, lädt alle Zeugen und lässt die notwendigen
Beweismittel herbeischaffen.
130
In der Hauptverhandlung wird nach Verlesung der Anklageschrift der
Angeklagte zu seinen persönlichen Verhältnissen und den ihm zur Last
gelegten Straftaten vernommen, wobei er nicht zur Aussage gezwungen ist.
Es werden die Zeugen vernommen, die gegebenenfalls auf ihr
Zeugensverweigerungsrecht hingewiesen bzw. über die Folgen einer
wissentlich falschen Aussage unter Eid belehrt werden müssen. Zudem
werden alle Beweismittel ausgewertet. Nach Abschluss der
Beweisaufnahme folgen das Plädoyer des Staatsanwalts, der einen
Strafantrag stellt und das Plädoyer des Verteidigers, der Freispruch oder um eine
milde Strafe bitten wird. Danach hat der Angeklagte das letzte Wort.
Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück, die nicht öffentlich ist. Nach
dieser Beratung verkündet der Vorsitzende das Urteil, das im Strafmaß
durchaus den Antrag des Staatsanwalts sowohl unter- als auch überschreiten
kann. Der Verurteilte kann das Urteil annehmen, oder aber er, sein
Verteidiger wie auch der Staatsanwalt können gegen das Urteil Berufung
einlegen.

●9. a) Lesen Sie Text C2. Unterstreichen Sie die neuen


Informationen über das Hauptverfahren.

Text C2

Das Hauptverfahren besteht aus zwei Abschnitten: der Vorbereitung der


Hauptverhandlung (z.B. Terminbestimmung) und der Hauptverhandlung. Die
Hauptverhandlung beginnt mit dem Aufruf zur Sache. Nachdem der
Vorsitzende die Anwesenheit der Beteiligten festgestellt hat, verlassen die
Zeugen den Saal. Grundsätzlich darf ohne den Angeklagten nicht verhandelt
werden. Anschließend vernimmt der Vorsitzende des Gerichts den
Angeklagten über seine persönlichen Verhältnisse. Dann verliest der
Staatsanwalt die Anklage. Nach der Belehrung des Angeklagten über sein
Aussageverweigerungsrecht wird er zur Sache vernommen. Dies geschieht
vornehmlich durch den Vorsitzenden. Auch die Beisitzer, Schöffen,
Staatsanwalt und Verteidiger können den Angeklagten befragen. Regelmäßig
folgt dann eine Beweisaufnahme. Es werden die Zeugen vernommen und die
Sachverständigen gehört. Danach hält der Staatsanwalt das Plädoyer, den
Schlussantrag. Der Staatsanwalt soll objektiv die belastenden und
entlastenden Umstände gegeneinander abwägen und ein Urteil beantragen.
Daraufhin spricht der Angeklagte oder sein Verteidiger. Stets hat der
Angeklagte das „letzte Wort“.

131
Das Gericht entscheidet nach seiner freien, aus der Verhandlung
geschöpften Überzeugung. Bei der Beweiswürdigung gilt der Grundsatz: “Im
Zweifel für den Angeklagten“. Nach geheimer Beratung verkündet der
Vorsitzende den Urteilsspruch, der auf Freispruch, Verurteilung, Anordnung
einer Maßregel der Besserung und Sicherung oder Einstellung des Verfahrens
lauten kann. Wird gegen ein Urteil weder von der Staatsanwaltschaft noch
von den Verurteilten ein Rechtsmittel (Berufung, Revision) eingelegt, oder
bleibt das Rechtsmittel erfolglos, so wird das Urteil rechtskräftig. Die
Vollstreckung des Urteils liegt, von Verfahren gegen Jugendliche abgesehen,
bei der Staatsanwaltschaft.

b) Lesen Sie die neuen Informationen mit dem Wörterbuch.


●Anhand der beiden Texten (C1, C2) füllen Sie die Tabelle aus.

Stufe des Zuständige Organe / Zu lösende


Strafverfahrens Personen Aufgaben

das Hauptverfahren

●10. Fassen Sie die Informationen aus drei Tabellen


zusammen, indem Sie die Aufgaben des Richters, des
Staatsanwalts und des Verteidigers im Strafverfahren
darstellen.

●11. Bringen Sie die folgenden Fachwörter in die richtige


Reihenfolge.

m Verdächtige, m Angeklagte, m Beschuldigte, m Verurteilte,


m Angeschuldigte.

●12. Welche Begriffe werden definiert?

1) Die Verhandlung in einem Prozess, in der das Urteil verkündet wird


Î______________________________________________
2) Beweise für jemandes Schuld sammeln, um ihn vor Gericht stellen zu
können Î ________________________________________
3) Jemand, der im Auftrag des Staates Verbrechen untersucht und vor Gericht
die Anklage vertrittÎ_________________________________

132
4) Die Entscheidung eines Richters am Ende des Prozesses Î___________
5) Jemand, der einen Angeklagten vor Gericht vertrittÎ_______________
6) Eine Beschuldigung vor Gericht gegen jemanden Î _______________

Und jetzt Sie:


a) ______________________________________ÎBeschuldigte
b) ___________________________________________ÎZeuge
c) _________________________________________ ÎAussage
d) _________________________________________ÎPlädoyer
e) _________________________________ ÎEröffnungsbeschluss
f) _________________________________ÎAblehnungsbeschluss

●13. ??? Wie würden Sie den Grundsatz „Im Zweifel für den
Angeklagten“ erklären?

●14. Nennen Sie

¾ Abschnitte des Strafverfahrens: _______________________________


¾ Spruchkörper im Hauptverfahrens:_____________________________
¾ Umstände (Material): _______________________________________
¾ Gefahren:_________________________________________________
¾ Rechtsmittel:______________________________________________
¾ Zwangsmaßnahmen:________________________________________
¾ Bedingungen für den Eröffnungsbeschluss:______________________
¾ Gerichtsentscheidungen im Zwischenverfahren:__________________
¾ Gerichtsentscheidungen im Hauptverfahren:_____________________

●15. Machen Sie sich mit dem Schaubild „Verfahrensablauf


(Strafverfahren)“ vertraut. Welche neuen Informationen
können Sie diesem Schaubild entnehmen? Beschreiben Sie
anschließend das Strafverfahren anhand des Schaubildes.

133
134
z16. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u. ä.

Nomen

Angeklagte Hauptverhandlung
Angeschuldigte Klage
Aussage Plädoyer
Beschuldigte Sachverhalt
Beweiserhebung Spurensicherung
Beweismittel Staatsanwaltschaft
Beweiswürdigung Strafantrag
Durchsuchung Strafanzeige
Entlastungsmaterial Tatsache
Ermittlungsverfahren Tatverdacht
Eröffnungsbeschluss Telefonüberwachung
Fingerabdrücke Urteil
Haftbefehl Zeuge

Verben

ablehnen rechnen
anfechten sich zur Beratung ziehen
belehren verkünden
beschließen vernehmen
einlegen (Berufung) wiederaufnehmen
einstellen (Verfahren) zulassen
eröffnen zustellen (Klageschrift)
erstatten (Anzeige) zwingen
nachweisen

135
Einheit 7
Privatrecht. Grundbegriffe
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Privatrecht. Grundbegriffe“ arbeiten.

Rechtsgebiete Rechtsquelle

Privatrecht

natürliche Personen Grundbegriffe juristische Personen

natürliche Personen

Rechtsfähigkeit
Geschäftsfähigkeit

Vollmacht

z1. Füllen Sie die Lücken mit den passenden Wörtern aus.

Gesellschaftsrecht ΠSonderprivatrechte ΠRechtsbeziehungen


Wertpapierrecht Œ Privatrechts Œ Recht Œ Bürgerliche Œ Urheberrecht
Sonderprivatrechten ΠGesetzbuch

Allgemeines Privatrecht und Sonderprivatrechte

Innerhalb des _____________1) ist zwischen dem allgemeinen Privatrecht


und den Sonderprivatrechten zu unterscheiden. Das _____________2) Recht als

136
allgemeines Privatrecht regelt die wichtigsten allgemeinen _____________3)
zwischen Privatpersonen im Bürgerlichen _____________4) und seinen
Nebengesetzen (z.B. Wohnungseigentumsgesetz, Produkthaftungsgesetz). Zu
den Sonderprivatrechten gehören insbesondere das Handels- und
Gesellschaftsrecht _____________5), das _____________6), das
Wettbewerbsrecht, das Recht des gewerblichen Rechtsschutzes, das
_____________7) und das Privatversicherungsrecht. Die Entwicklung ist im
Flusse, wie etwa die Ausbildung des Bankrechts zeigt. Kennzeichnend für die
Sonderprivatrechte _____________8) ist es, dass sie sich auf besondere
Berufsgruppen oder Lebensbereiche beziehen, die wegen ihrer Komplexität und
Eigenart einer spezifischen Regelung bedürfen. Sie haben sich historisch
gesehen aus dem Bürgerlichen Recht _____________9) als Reaktion auf die
technische, wirtschaftliche oder soziale Entwicklung in bestimmten
Lebensbereichen herausgebildet.
Das Verhältnis von Bürgerlichem Recht und _____________10) ist das von
allgemeiner und besonderer Regelung. Das Bürgerliche Recht gilt daher auch
für die von den Sonderprivatrechten abgedeckten Lebensbereiche, sofern darin
keine spezielle Regelung enthalten ist.

!!! Wenn es Ihnen schwer fällt, bilden Sie die Wörter aus den
Buchstaben und setzen Sie diese korrekt ein.

__________________riBuheclgr
___________________________altecrhtGssfcshele
__________________zGbucesteh
____________________trraPchevit
__________hcetR
____________________________ziesnnteeRcghbeuh
__________________________vrpordieheneartctS (2)
_____________________rctheebUherr
__________________________ieerahtWecpprrt

z2. а) Ordnen Sie die Textteile logisch an. Beginnen Sie mit A.
und enden Sie mit I.

… A. Jeder Mensch ist rechtsfähig, kann also Träger von Rechten und
Pflichten sein. Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der Vollendung der Geburt. Das
Alter, das Geschlecht und der Geisteszustand spielen keine Rolle.

137
…B. Die Vorschriften über Geschäftsunfähigkeit und beschränkte
Geschäftsfähigkeit sind zwingend. Wer irrtümlich Geschäftsfähigkeit des
Vertragspartners annimmt, genießt keinen Gutglaubensschutz.

…C. Geschäftsfähig ist, wer Rechtsgeschäfte durch eigenes Handeln


abschließen kann. Die Geschäftsfähigkeit entwickelt sich in drei Altersstufen.
Bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres ist das Kind geschäftsunfähig.

…D. Ein Minderjähriger ab 7 Jahren – Gleiches gilt für einen Taubstummen –


ist deliktsfähig, wenn er zum Zeitpunkt der schädigenden Handlung die zur
Erkenntnis seiner Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat (bedingte
Deliktsfähigkeit).

…E. Ein ohne Zustimmung eingegangener Vertrag ist schwebend (relativ)


unwirksam; er wird aber durch nachträgliche Zustimmung des gesetzlichen
Vertreters von Anfang an wirksam. Mit der Volljährigkeit wird der
Heranwachsende voll geschäftsfähig.

…F. Auch das Kind, auch der Geisteskranke ist Rechtsperson, kann
Eigentümer, Schuldner, Erbe sein. Allerdings leuchtet sofort ein, dass nicht jede
rechtsfähige Person rechtlich erhebliche Handlungen vornehmen kann.

…G. Dazu bedarf es der Handlungsfähigkeit, bei der man wiederum zwischen
Geschäftsfähigkeit und Deliktsfähigkeit unterscheidet.

…H. Die gesetzlichen Vertreter (die Eltern, der Vormund) handeln für das
Kind. Die frühere Geschäftsunfähigkeit infolge Entmündigung wegen der
Geisteskrankheit ist durch das Rechtsinstitut der Betreuung ersetzt worden.

… I. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres beginnt die volle


Deliktsfähigkeit. Wer also als Volljähriger schuldhaft, d.h. vorsätzlich oder
fahrlässig, eine unerlaubte Handlung begeht, ist zum Schadensersatz
verpflichtet.

…J. Vom 7. Lebensjahr bis zum Eintritt der Volljährigkeit ist der junge
Mensch beschränkt geschäftsfähig. Die von ihm abgeschlossenen Verträge
bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der vorherigen Zustimmung des gesetzlichen
Vertreters (z.B. beider Eltern).

138
… K. Ähnlich wie die Geschäftsfähigkeit entwickelt sich die Deliktsfähigkeit
in drei Stufen. Bis zur Vollendung des 7. Lebensjahres ist das Kind
deliktsunfähig. Der deliktsunfähige Schädiger kann aber unter bestimmten
Voraussetzungen zum Schadensersatz herangezogen werden.

b) Lesen Sie den Text und 1) zeigen Sie schematisch, in


welchem Zusammenhang Rechtsfähigkeit, Geschäftsfähigkeit,
Handlungsfähigkeit und Deliktsfähigkeit stehen. 2) Finden Sie
die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der
Geschäftsfähigkeit und Deliktsfähigkeit.
c) Formulieren Sie anhand des Textes richtige/nicht ganz
richtige/falsche Aussagen. Beginnen Sie Es wird behauptet...

z3. Füllen Sie die Tabelle entsprechend aus.

Merkmale Juristische Personen Juristische Personen


des öffentlichen Rechts des Privatrechts
1. Erscheinungsformen
2. Befugnis/Zuständigkeit
3. Haftung

z4. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge an.


Satz 1
Bevollmächtigten • Vollmacht • kann • dem • Die • erteilt • gegenüber • werden.
Die

Satz 2
dem • Die • lässt • Dritten • Vollmacht • sich • gegenüber • erteilen.
Die

Satz 3
Umfang • Wirkungskreises • nach • Ihres • Vollmachten • unterscheiden. • dem
• zu • Die • sind
Die

139
Satz 4
werden. • nur • einzelne • Vollmacht • dürfen • Rechtsgeschäfte • vorgenommen
• Mit • dieser

Mit

Satz 5
Handlungsvollmacht • der • Der • auf • den • bestimmte • Vollmachtgeber • der
• Umfang • Arten • beschranken. • Rechtsgeschäfte • kann

Der

Satz 6
alle • vorzunehmen. • Vollmacht • ermöglicht • Rechtsgeschäfte • Diese

Diese

Satz 7
erteilt • von • Die • ins • Vollkaufmann • werden • Handelsregister • kann •
einem • einzutragen. • Prokura • und • ist

Die

Satz 8
Zugrunde liegenden • der • Erlöschen • Vollmacht • durch • ihr • Widerruf, •
durch • Erledigung • Zeitablauf, • der • Rechtsverhältnisse. • Geschäfte, •
erlischt • Die

Die

140
z5. Durch welche Merkmale unterscheiden sich die Prokura
und die Generalhandlungsvollmacht?

Unterscheidungs- Prokura Generalhandlungsvollmacht =


merkmale
= Gesamthandlungsvollmacht
1. ? Ermächtigt zu allen Arten Ermächtigt zu allen Arten von
von gewöhnlichen Geschäften und
- gerichtlichen und Rechtshandlungen im Rahmen
- außergerichtlichen des Handelsgewerbes, in dem
Geschäften und sie ausgeübt wird.
Rechtshandlungen, die im
Rahmen eines
Handelsgewerbes anfallen.
2. ? - Der Prokurist darf - es dürfen keine
Grundstücke weder außergewöhnlichen
veräußern noch mit Rechtshandlungen
Grundpfandrechten vorgenommen werden (z.B.
belasten Vertretung des Firmeninhabers
- er darf keine vor Gericht).
Prinzipialgeschäfte - Der Generalhandlungs-
(Prokura erteilen, Firma bevollmächtigte unterliegt allen
zur Eintragung ins Einschränkungen, denen auch
Handelsregister anmelden, ein Prokurist unterliegt.
Bilanz und Inventar
unterzeichnen usw.)
ausführen.
- er darf im Rahmen seiner
Vertretungsmacht keine
Privatgeschäfte für den
Kaufmann abschließen.
3. ? Nur durch einen - durch einen Vollkaufmann
Vollkaufmann oder dessen - durch einen Prokuristen
gesetzlichen Vertreter
4. ? „ppa“ „i.V.“

z6. Im Folgenden sind Geschäfte und Rechtshandlungen


aufgeführt, die in einem Handelsgewerbe anfallen können.
Kennzeichnen Sie die im Rahmen der jeweiligen
141
Vertretungsvollmachten (Prokura, Generalhandlungsvollmacht)
erlaubten Geschäfte bzw. Rechtshandlungen mit „ja“.

1. Für den Betrieb Putzmittel kaufen


2. Den Geschäftsinhaber vor Gericht vertreten
3. Ein Betriebsgrundstück mit einer Hypothek belasten
4. Den Konkurs des Betriebs anmelden
5. Für den Betrieb ein Darlehen aufnehmen
6. Den Betrieb an einen Interessenten verkaufen
7. Prokura erteilen
8. Gesamthandlungsvollmacht erteilen
9. Die Bilanz des Unternehmens unterschreiben
10. Einen Eid für den Geschäftsinhaber leisten
11. Einen neuen Gesellschafter aufnehmen
12. Gesamthandlungsvollmacht entziehen
13. Art- und Einzelhandlungsvollmacht erteilen
14. Für den Betrieb eine Fachzeitschrift abonnieren

z7. a) Kombinieren Sie die passenden Satzhälften.

1 Im Bereich der kleinen A Gericht unter Eid gemacht


Ausgaben können Kinder werden.
und
2 Vor einem Notar kann B seine Religionszugehörigkeit
von volljährigen entscheiden.
3 Kinder unter 7 können C man wirksame
für einen Rechtsgeschäfte abschließen.
4 Ab 14 kann ein D Person ein Testament
Jugendlicher über seine errichten.
5 Mit der Vollendung der E Schaden keine Verantwortung
Volljährigkeit kann tragen.
6 Ab 18 darf man jede Zeit F Jugendliche selbstständig
handeln.
7 Ab 16 kann eine Aussage G eine Ehe schließen.
vor

b) Nennen Sie, um welche Fähigkeiten es sich in jedem Fall


handelt.
142
z8. Lesen Sie den Text und
a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.
Text
Die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Ordnungsaufgabe
des Privatrechts
Das Privatrecht legt fest, welche Freiheiten, Rechte, Pflichten und Risiken
die Menschen im Verhältnis zueinander haben. Es gewährt und gewährleistet
die Privatautonomie, nämlich die Freiheit des Einzelnen, seine
Rechtsbeziehungen zu anderen in Selbstbestimmung und Selbstverantwortung
zu regeln. Dafür stellt es geeignete Handlungsformen zur Verfügung. An erster
Stelle steht dabei der Vertrag. Das Privatrechtgewährleistet aber auch – in
bestimmten Grenzen – den rechtlichen Schutz der Güter (Leben, Gesundheit,
Eigentum, Vermögen usw.) des Einzelnen. Kennzeichnend für das
Regelungsmuster des Privatrechts ist die Zuerkennung von Ansprüchen
zwischen den Einzelnen. Der Staat stellt zwar seine Gerichtsorganisation zur
Verfügung, um dem Bürger Rechtsschutz zu gewähren. Es ist jedoch der
Initiative des Einzelnen überlassen, ob und wie er seine Ansprüche geltend
macht. Der Staat greift also mit seiner Privatrechtsordnung nicht selbst
gestaltend in die Abwicklung des Güteraustausches und des Güterschutzes ein,
sondern legt nur deren Grundlagen und Grenzen fest.
Die primäre gesellschaftspolitische Ordnungsaufgabe des Privatrechts ist
die Gewährleistung der Freiheit, aber auch Verantwortlichkeit des Einzelnen in
der Gesellschaft. Je mehr der Staat dem Bürger an Entscheidungsfreiheit nimmt
und je mehr er seine Verantwortlichkeit einschränkt, desto mehr verliert auch
das Privatrecht an Substanz.
Die wirtschaftspolitische Ordnungsaufgabe des Privatrechts besteht darin,
dass es den rechtlichen Rahmen für den Güteraustausch in einer
Marktwirtschaft schafft und Haftungsrisiken zuweist. Privatrecht und
Marktwirtschaft bedienen einander. Je mehr der Staat die Produktion und
Verteilung von Wirtschaftsgütern an sich zieht, desto weniger ist Raum für das
Privatrecht.
Nach heutigem Verständnis kann sich freilich die Ordnungsaufgabe des
Staates nicht darauf beschränken, formale Handlungs- und Haftungsregelungen
für den Wirtschaftsverkehr aufzustellen. Er muss vielmehr regulierend
eingreifen, wenn und soweit aus der Ausübung der Privatautonomie ernste
Gefahren für die soziale Gerechtigkeit erwachsen. Dem Recht kommt daher
zunehmend auch die Aufgabe zu, den wirtschaftlich Schwächeren zu schützen.
143
z9. Übersetzen Sie die folgenden Paragrafen des BGB
schriftlich ins Russische.

Buch 1. Allgemeiner Teil


§ 43 Entziehung der Rechtsfähigkeit.
(1) Dem Verein kann die Rechtsfähigkeit entzogen werden, wenn er
durch einen gesetzwidrigen Beschluss der Mitgliederversammlung
oder durch gesetzwidriges Verhalten des Vorstands das Gemeinwohl
gefährdet.
(2) Einem Verein, dessen Zweck nach der Satzung nicht auf einen
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, kann die
Rechtsfähigkeit entzogen werden, wenn er einen solchen Zweck
verfolgt.
(3) (weggefallen)
(4) Einem Verein, dessen Rechtsfähigkeit auf Verleihung beruht, kann die
Rechtsfähigkeit entzogen werden, wenn er einen anderen als den in
der Satzung bestimmten Zweck verfolgt.

§ 80 Entstehung einer rechtsfähigen Stiftung.


(1) Zur Entstehung einer rechtsfähigen Stiftung sind das Stiftungsgeschäft
und die Anerkennung durch die zuständige Behörde des Landes
erforderlich, in dem die Stiftung ihren Sitz haben soll.
(2) ...
(3) ...

§ 81 Stiftungsgeschäft.
(1) Das Stiftungsgeschäft unter lebenden bedarf der schriftlichen Form.
Es muss die verbindliche Erklärung des Stifters enthalten, ein
Vermögen zur Erfüllung eines von ihm vorgegebenen Zweckes zu
widmen. Durch das Stiftungsgeschäft muss die Stiftung eine Satzung
erhalten mit der Regelung über
1. den Namen der Stiftung,
2. den Sitz der Stiftung,
3. den Zweck der Stiftung,
4. das Vermögen der Stiftung,
5. die Bildung des Vorstands der Stiftung.
(2) Bis zur Anerkennung der Stiftung ist der Stifter zum Widerruf des
Stiftungsgeschäfts berechtigt. Ist die Anerkennung bei der zuständigen
Behörde beantragt, so kann der Widerruf nur dieser gegenüber erklärt
werden. Der Erbe des Stifters ist zum Widerruf nicht berechtigt, wenn

144
der Stifter den Antrag bei der zuständigen Behörde gestellt oder im
Falle der notariellen Beurkundung des Stiftungsgeschäfts den Notar
bei oder nach der Beurkundung mit der Antragsstellung betraut hat.

§ 105 Nichtigkeit der Willenserklärung


(1) Die Willenserklärung eines Geschäftsfähigen ist nichtig.
(2) Nichtig ist auch eine Willenserklärung, die im Zustand der
Bewusstlosigkeit oder vorübergehender Störung der Geistestätigkeit
abgegeben wird.

§ 172 Vollmachtsurkunde
(1) Der besonderen Mitteilung einer Bevollmächtigung durch den
Vollmachtgeber steht es gleich, wenn dieser dem Vertreter eine
Vollmachtsurkunde ausgehändigt hat und der Vertreter sie dem Dritter
vorlegt.
(2) Die Vertretungsmacht bleibt bestehen, bis die Vollmachtsurkunde dem
Vollmachtgeber zurückgegeben oder für kraftlos erklärt wird.

Testen Sie sich!

z10. Ergänzen Sie bitte die fehlenden 76 Wortteile.

Privatrecht i__ __1) ein Te__ __2) des Rec__ __ __3). Es reg__ __ __4) die
Rechtsbe__ __ __ __ __ __ __ __ __5) der Einz__ __ __ __ __6) zueinander a__ __7) der
Grun__ __ __ __ __8) der Selbsbe__ __ __ __ __ __ __ __9) und d__ __10)
Gleichberechtigung. Gegenb__ __ __ __ __ __ 11) zum Priva__ __ __ __ __ __12) ist
d__ __13) öffentliche Re__ __ __14).
Das Priva__ __ __ __ __ __15) kann einge__ __ __ __ __16) werden i__17) das f__ __18)
jedermann gelt__ __ __ __19) bürgerliche Re__ __ __20) und i__21) nur f__ __22)
besondere Persone__ __ __ __ __ __ __ __23) geltende
Sonderpri__ __ __ __ __ __ __ __ __24) (z.B. Handelsrecht,
Privatversic__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __25), Wertpapierrecht). Z__26) den
Grundbe__ __ __ __ __ __ __27) des Privat__ __ __ __ __ __28) gehören d__ __29)
Rechtsfähigkeit, d__ __30) Geschäftsfähigkeit, d__ __31) Rechtsgeschäft, d__ __32)
Vollmacht.
Juris__ __ __ __ __ __33) Personen erla__ __ __ __34) ihre
Rechtsf__ __ __ __ __ __ __ __ 35) durch Eintr__ __ __ __ __36) ins
Vereins__ __ __ __ __ __ __ __37) des zustä__ __ __ __ __ __38) Gerichts. D__ __39)

145
Rechtsfähigkeit d__ __40) natürlichen Per__ __ __41) beginnt m__ __42) der
Volle__ __ __ __ __43) der Geb__ __ __44). Geschäftsunfähig i__ __45), wer
ni__ __ __46) das sieb__ __ __ __47) Lebensjahr voll__ __ __ __ __48) hat. Wi__ __49)
die Willense__ __ __ __ __ __ __ __50) einem Geschäfts__ __ __ __ __ __ __ __ __51)
gegenüber abge__ __ __ __ __52), so wi__ __53) sie ni__ __ __54) wirksam,
be__ __ __55) sie d__ __56) gesetzlichen Vert__ __ __ __ __57) zugeht. D__ __58)
Erteilung d__ __59) Vollmacht erf__ __ __ __60) durch Erkl__ __ __ __ __61)
gegenüber d__ __62) Bevollmächtigten od__ __63) dem Dri__ __ __ __64). Die
Erkl__ __ __ __ __65) bedarf ni__ __ __66) der Fo__ __67), die f__ __68) das
Rechtsg__ __ __ __ __ __ __69) bestimmt i__ __70). das Erlö__ __ __ __ __71) der
Voll__ __ __ __ __72) bestimmt si__ __73) nach d__ __74) ihrer Erte__ __ __ __ __75)
zugrunde lieg__ __ __ __ __76) Rechtsverhältnis.

z11. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen

Bürgerliches Recht Rechtsgeschäft


Aktiengesellschaft Rechtshandlung
Angelegenheit Satzung
Auflösung Selbstbestimmung
Befugnis Selbstverantwortung
Bevollmächtigte Stiftung
Ehemündigkeit Testierfähigkeit
Eidesfähigkeit Urheberrecht
Geisteskranke Verein
Genehmigung Vertretungsmacht
Geschäftsfähigkeit Volljährigkeit
Gesellschaft mit beschränkter Vollmacht
Haftung
Gesellschaftsrecht Vollmachtgeber
Güteraustausch Vollmachtsurkunde
146
Haftung Widerruf
Handelsrecht Willenserklärung
Minderjährige Zeitablauf
Rechtsfähigkeit Zustimmung

Verben

abschließen (Vertrag) erlangen (...fähigkeit)


aushändigen ermächtigen
aussagen errichten (Testament)
bedürfen erteilen (Vollmacht)
beschränken unterliegen
besitzen (...fähigkeit) veräußern

Adjektive/Adverbien

beschränkt geschäftsfähig wirksam


nichtig

147
Einheit 8
Schuldrecht
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Schuldrecht“ arbeiten.

Verträge

Rechtsgrundlage Subjekte

Schuldrecht

Privatautonomie Schadenersatz

Erlöschen von
Schuldverhältnissen

z1. a) Schreiben Sie den Text neu und setzen Sie dabei die
fehlenden Zwischenräume, Satzzeichen und Großbuchstaben
ein.
dasschuldrechtistderteildesprivatrechtsderdieschuldverhältnissebehandeltdassch
uldverhältnisisteinverhältniskraftdessendergläubigervondemschuldnereineleistu
ngzufordernberechtigtistausdemschuldverhältnisergibtsichdasrecht(deranspruch
dieforderung)desgläubigersvomschuldnerdieleistungzuverlangendementsprichtd
ieschuld(verbindlichkeit)desschuldnersdemgläubigerdieleistungzuerbringeneins
chuldverhältniskanndurchrechtsgeschäftoderkraftgesetzesentstehenzurrechtsges
chäftlichenbegründungeinesschuldverhältnissesistregelmäßigeinvertragerforderl
icheinevertraglichebegründungsetzteinanderentsprechendewillenserklärungenan
gebotundannahmevorausschuldverhältnissewerdendurchdasgesetzausunerlaubte
rhandlungungerechtfertigterbereicherungundgeschäftsführungohneauftragbegrü
ndet.

148
b) Ordnen Sie die Wortverbindungen den Subjekten zu.

___________ ingreerbn
____________ drnofre
Leistung ____________ lhucesdn
____________ anrnevegl

Gläubiger Schuldner
... ...

c) Ordnen Sie die Wörter in der linken Spalte den Wörtern in


der rechten Spalte zu.

Š Angebot
1. Recht
des Gläubigers Š Anspruch

2. Schuld Š Forderung
des Schuldners Š Geschäftsführung ohne Auftrag

3. einander Š unerlaubte Handlung


entsprechende Š ungerechtfertigte Bereicherung
Willenserklärungen
Š Verbindlichkeit
4. gesetzliche
Tatbestände im
Schuldrecht Š Annahme

z2. Kraft welches Tatbestandes können Schuldverhältnisse in


den folgenden Situationen entstehen?

1. Ein Kraftfahrer fährt bei Glatteis zu schnell, gerät auf den Bürgersteig und
verletzt einen Fußgänger. Î___________________________________
2. Ein Kraftfahrer bringt einen Schwerverletzten auf dessen Bitten ins
Krankenhaus. Î____________________________________________
3. Die Heide des X weidet auf der Wiese des Y. Dadurch erspart X
Futterkosten, und Y erleidet einen Vermögensverlust. Î____________

149
z3. Lesen Sie den Text und a) teilen Sie ihn in Absätze.
Begründen Sie Ihre Meinung.

Text

Der Grundsatz der Privatautonomie liegt dem BGB zugrunde, indem


insbesondere Rechtsfolgen regelmäßig an das Vorliegen eines Rechtsgeschäfts
geknüpft werden. Als Teil der allgemeinen Handlungsfreiheit ist die
Privatautonomie verfassungsrechtlich geschützt. Ausprägung der
Privatautonomie für den Bereich der Rechtsgestaltung durch Vertrag ist die
Vertragsfreiheit. Sie garantiert die Freiheit des Einzelnen zu entscheiden, ob
und mit wem er einen Vertrag abschließen will (Abschlussfreiheit), welchen
Inhalt der Vertrag hat (Inhaltsfreiheit) und in welcher Form er abgeschlossen
wird (Formfreiheit, Form des Rechtsgeschäfts). Weitere wichtige
Ausprägungen der Privatautonomie sind die Vereinigungsfreiheit (Art. 9 Abs. 1
GG: alle deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden), die
Eigentumsfreiheit (§ 903 S.1 BGB: der Eigentümer einer Sache kann, soweit
nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach
Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen) und die
Testierfreiheit (§ 1937 BGB: der Erblasser kann durch einseitige Verfügung
von Todes wegen – Testament, letztwillige Verfügung – den Erben bestimmen).
Ihre Schranken findet die Privatautonomie in der verfassungsmäßigen Ordnung
und durch die von den Gesetzen gezogenen Grenzen zum Schutz Einzelner und
der Allgemeinheit.

b) Ergänzen Sie anhand des Textes das Schema.

150
c) Setzen Sie die angegeben Wörter in die Lücken ein.
Privatautonomie: Die ____________1) der privaten ______________2) durch
den _______________3) nach seinem ________________4) in freier
______________5) und __________________6).

Einzelnen Œ Gestaltung Œ Lebensverhältnisse Œ Selbstbestimmung Œ


Selbstverantwortung ΠWillen

Vertragsfreiheit: Die freie und volle ___________________ 1)des Einzelnen


_____________2) , ob er ____________3) und mit _________4)
(__________5)), mit welchem ___________ 6) (_______________7) und in
____________ 8) Form (Formfreiheit) einen _______________9) abschließt.

Inhaltsfreiheit Œ wem Œ überhaupt Œ Entscheidung Œ darüber Œ


Inhalt Πwelcher ΠVertrag ΠAbschlussfreiheit

z4. a) Ordnen Sie die deutschen Wortverbindungen ihren


russischen Entsprechungen und den angegebenen
Rechtsgeschäften an. Schreiben Sie diese nach dem Muster.
Muster: Mietvertrag: den Mietzins entrichten = уплачивать аренду
eine Vergütung leisten передавать права Mietvertrag 9
собственности …
einen Gegenstand организовывать путешествие Auslobung
übereignen
den Mietzins entrichten 9 вознаграждать за Dienstvertrag
выполненную работу
den Gebrauch des осуществлять оплату Tauschvertrag
verpachteten
Gegenstandes gewähren
für die Vornahme einer уплачивать аренду 9 Pachtvertrag
Handlung belohnen
eine Reise erbringen выполнять обязательства Bürgschaft
основного должника
den Gebrauch an einer предоставлять в пользование Mietvertrag
Sache überlassen сданный в аренду предмет
die Verbindlichkeit des передавать вещь для Reisevertrag
Hauptschuldners erfüllen потребления

151
b) Formen Sie die Wortverbindungen aus der ersten Spalte
nach dem Muster um.

Muster: eine Vergütung leisten Î die Leistung einer Vergütung

z5. Kombinieren Sie bitte die passenden Satzhälften.

1 Durch öffentliche A Leistung von Diensten, der


Bekanntmachung wird bei andere Teil zur Leistung der
diesem Rechtsgeschäft vereinbarten Vergütung
verpflichtet.

2 Der Reiseveranstalter B den Reisevertrag zur Erbringung


verpflichtet sich durch der Reise.

3 Der Verpächter wird durch C eine Belohnung für die


den Vornahme einer Handlung
ausgesetzt.

4 Der Unternehmer D Eigentumsübertragung eines


verpflichtet sich im bestimmten Gegenstandes gegen
Werkvertrag zur Übereignung eines anderen
bestimmten Gegenstandes.

5 Der Vermieter verpflichtet E Herstellung eines Werks gegen


sich zur Überlassung des eine vom Besteller zu
Gebrauchs an erbringende Vergütung.

6 Die Vertragsparteien F Pachtvertrag zur Gewährung des


verpflichten sich bei dem Gebrauchs des verpachteten
Tauschvertrag zur Gegenstandes verpflichtet.

7 Durch den Dienstvertrag G einer Sache, der Mieter zur


wird der eine Teil zur Entrichtung des vereinbarten
Mietzinses.

Richtige Kombination: 1 -__ 2 -__ 3 -__ 4 -__ 5 -__ 6 -__ 7 -__

152
z6. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge an.

Satz 1
Geldbetrag • in • Darlehensvertrag, • den • Höhe • sich • zur • Verfügung • einen
• verpflichtet • zu • stellen. • Darlehensgeber • vereinbarten • Der • durch • der
Der

Satz 2
Erfüllung • gegenüber • Bürgschaftsvertrag • der • Hauptschuldners • sich •
Verbindlichkeit • den • Durch • dem • einzustehen. • Bürge, • verpflichtet • des
• die • Gläubiger • für • der
Durch

Satz 3
des • der • sich • Durch • Reisende • verpflichtet • den • Reisepreises. • Zahlung
• Reisevertrag • zur
Durch

Satz 4
zur • verpflichtet. • Pachtvertrag • des • der • Entrichtung • vereinbarten • wird •
den • Pächter • Pachtzinses • Durch
Durch

Satz 5
zur • einer • Entrichtung • verpflichtet • Gebrauchs • der • Mieter • an •
Mietzinses. • Vermieter • Überlassung • sich • des • des • Sache, • vereinbarten •
Der • zur
Der

153
z7. Setzen Sie in die Lücken die fett gedruckten Wörter in der
richtigen Form ein.

1. Mit der öffentlichen ______________ist der Auslobende durch das


einseitige ____________verpflichtet, die _________________demjenigen
zu entrichten, der die_____________ vorgenommen hat. Bei
_____________durch mehrere gleichzeitig ist die Belohnung gleichmäßig zu
verteilen. Bis zur Vornahme der Handlung kann der __________________
die Auslobung jederzeit widerrufen.
Auslobende ΠBelohnung ΠBekanntmachung ΠHandlung
Rechtsgeschäft Œ Vornahme

2. Der Pachtvertrag ___________ sich von der Miete dadurch, dass neben
Sachen auch Rechte _________________werden können: neben dem
Gebrauchvorteil hat der ________________auch das Recht auf
____________(Sachfrüchte).
Früchte Œ Pächter Œ unterscheiden Œ verpachten

3. Der Darlehensvertrag ist insbesondere vom Sachdarlehensvertrag


____________________, der andere ____________Sachen außer Geld
umfasst. Bei Darlehen, die ein Unternehmer einem ______________
gewährt, spricht das Gesetz vom Verbraucherdarlehensvertrag. Für diesen
enthält das BGB ergänzende ______________.
Verbraucher ΠVorschriften Πvertretbar Πabgrenzen

4. Die Bürgschaft ist ein __________verpflichtender Vertrag. Die Parteien


werden als __________ und ______________bezeichnet. Daneben existiert
notwendig noch der Schuldner derjenigen ______________, die gesichert
werden soll. Dieser wird vom Gesetz als __________bezeichnet.
Bürge Œ Gläubiger Œ Hauptschuldner Œ Verbindlichkeit Œ einseitig

5. Der Werkvertrag hat mit dem Dienstvertrag _____________, dass beide


Verträge eine ________________Arbeitsleistung zum Gegenstand haben.
Der wesentliche __________besteht darin, dass beim Dienstvertrag nur die
vertragsgemäße Bemühung um den Erfolg _______wird. Beim
___________schuldet der Unternehmer das Ergebnis seiner Tätigkeit, den
Erfolg selbst.
Werkvertrag ΠUnterschied Πschulden Πgemeinsam Πentgeltlich

154
6. Im Gegensatz zum Kaufvertrag wird bei dem Tauschvertrag der vom Käufer
zu _______________ Kaufpreis durch einen dem Kaufpreis ____________
Tauschgegenstand ersetzt.
entsprechend Πentrichtend

7. Gegenstand des Reisevertrages muss eine Gesamtheit von Reiseleistungen


sein. Das Gesetz setzt damit mindestens zwei Reiseleistungen voraus, die als
Gesamtprogramm ___________ werden. Typischer Fall ist die Reise, die
neben der ___________ zum Ferienort die________ _______________.
Beförderung Œ Unterkunft Œ anbieten Œ umfassen

z8. Lesen Sie den Text über Mietdauer (Mietzeit) und Mietzins.
a) Machen Sie sich Notizen, damit Sie dann einen Kunden in
diesen Fragen juristisch beraten könnten.

Text

§ 2 Mietzeit
1. Nur für Verträge von unbestimmter Dauer
Das Mietverhältnis beginnt am____________. Es kann von jedem Teil
innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfristen ordentlich
gekündigt werden.
Ist Wohnraum vermietet, so kann von jedem Teil spätestens am 3. Werktag
eines Kalendermonats für den letzten Tag des übernächsten Kalendermonats
gekündigt werden. Nach 5, 8 und 10 Jahren seit der Überlassung des
Wohnraums verlängert sich die Kündigungsfrist um jeweils 3 Monate. Für
Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet ist oder für
Wohnraum, der Teil der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung ist und den
der Vermieter ganz oder überwiegend mit Einrichtungsgegenständen
auszustatten hat und der nicht zum dauernden Gebrauch für eine Familie
überlassen ist, ist die Kündigung innerhalb der gesetzlich geregelten
abgekürzten Kündigungsfristen zulässig.
Für vermieteten Gewerberaum wird eine Kündigungsfrist von _________
vereinbart. Wird im Vertrag nichts vereinbart, so gelten die gesetzlichen
Kündigungsfristen.
2. Für Verträge von bestimmter Dauer
a) Verträge ohne Verlängerungsklausel
155
Das Mietverhältnis
beginnt am ____________und endet am ____________ ohne dass es einer
Erklärung seitens einer Partei bedürfte.
Im Falle der Vermietung von Wohnraum bleibt das gesetzliche Recht des
Mieters, die Fortsetzung des Mietverhältnisses zu verlangen, unberührt.
b) Verträge mit Verlängerungsklausel
Das Mietverhältnis
beginnt am ____________ und endet am ____________
Wird das Mietverhältnis nicht auf den als Endtermin vorgesehenen Tag
unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist gekündigt, so verlängert es
sich jedes Mal um ____________ Jahre/Monate.
3. Das Recht zur außerordentlich Kündigung bleibt unberührt (s. § 7).
4. Jede Kündigung muss schriftlich erfolgen. Für ihre Rechtzeitigkeit
kommt es nicht auf die Absendung, sondern auf den Zugang des
Kündigungsschreibens an.
5. Bei Nutzung als Wohnraum gelten die gesetzlichen Kündigungs-
schutzbestimmungen.

§ 3 Mietzins
1. Der Mietzins beträgt
jährlich ___________ Euro,
vierteljährlich
monatlich
in Worten ______________________________________,_______Euro
2. Neben der Miete sind vom Mieter Betriebskosten im Sinne der Anlage 3
zu § 27 Abs. 1 der Zweiten Berechnungsverordnung, d. h. Kosten für laufende
öffentliche Lasten des Grundstücks (insbes. Grundsteuer), Wasserversorgung,
Betrieb der Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlage einschließlich
Brennstoff- und Wartungskosten bzw. Kosten der Versorgung mit Fernwärme
und Fernwarmwasser, des Fahrstuhls, der Straßenreinigung und Müllabfuhr, der
Entwässerung, der Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, der
Gartenpflege, der Beleuchtung, der Schornsteinreinigung, der Sach- und
Haftpflichtversicherung, des Hausmeisters, des Betriebs einer Gemein-
schaftsantenne bzw. der mit einem Breitbandkabelnetz verbundenen privaten
Verteilanlage, des Betriebs einer maschinellen Wascheinrichtung sowie die
Betriebskosten evtl. Nebengebäude, Zusatzanlagen und -einrichtungen anteilig
zu tragen.
Die anteiligen Betriebskosten werden erhoben in Form*: (Nur eine
Alternative ausfüllen)
- *einer monatlichen Pauschale von Euro ___________

156
- *einer monatlichen Vorauszahlung mit jährlicher Abrechnung (s. Ziff. 3)
von z. Zt. Euro ________
Die Verteilung der Kosten der Sammelheizung und
Warmwasserversorgung erfolgt durch den Vermieter im Rahmen der
gesetzlichen Abrechnungsmaßstäbe.
3. Sind Nebenkostenvorauszahlungen vereinbart, so erfolgt die jährliche
Abrechnung unverzüglich, sobald die Abrechnungsunterlagen dem Vermieter
vorliegen. Eine Differenz zwischen Abrechnungsbetrag und jährlicher
Vorauszahlungssumme ist innerhalb eines Monats nach Zugang der Abrech-
nung auszugleichen.
Soweit sich Betriebskosten im Sinne der Ziffer 2 – auch rückwirkend –
erhöhen bzw. senken oder neu entstehen bzw. wegfallen, kann der Vermieter
die erhöhten bzw. neu entstandenen Betriebskosten durch schriftliche Erklärung
anteilig nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften umlegen. Die Erklärung
ist nur wirksam, wenn in ihr der Grund für die Umlage bezeichnet und erläutert
wird. Betriebskostensenkungen bzw. -fortfall führen zu einer entsprechenden
Verminderung der Umlage. Der Vermieter ist in diesen Fällen befugt, die
vertraglich vereinbarten Vorauszahlungen zu erhöhen bzw. zu senken.
4. Die Befugnis zur Änderung des Mietzinses richtet sich nach den
gesetzlichen Vorschriften. Die Befugnis zur Erhöhung der Miete nach Maßgabe
dieser Vorschriften steht dem Vermieter während der Vertragslaufzeit auch bei
auf bestimmte Zeit abgeschlossenen Mietverträgen zu.

b) Können Sie alle folgenden Fragen mit Ihren Notizen


beantworten?

ja nein nicht
ganz
1. Wie unterscheiden sich Mitverträge aufgrund der
Mietdauer?
2. Welche zwei Möglichkeiten gibt es bei Verträgen,
die für eine bestimmte Dauer geschlossen werden?
3. Wie wirkt sich die verschiedenartige Mitdauer auf
die Kündigungsfristen und das Recht zur
außerordentlichen Kündigung aus?
4. Wie werden Form und Gültigkeit einer Kündigung
geregelt?
5. Stellen Sie zusammen, welche Hinweise bei
Kündigung von als Wohnraum vermieteten Räumen
für Mieter besonders wichtig sind.
157
6. Welche Zahlungsweise kann für die Miete vereinbart
werden?
7. Erläutern Sie die verschiedenen Arten von
Nebenkosten.
8. Müssen Mieter diese Kosten in voller Höhe
übernehmen?
9. Welcher Modus kann für die Zahlung der
Nebenkosten vereinbart werden?
c) Welche Zahlungsart würden Sie als Mieter vorziehen?
Begründen Sie Ihre Wahl.

z9. Ordnen Sie die Wörter in der richtigen Reihenfolge an.

Erlöschen der Schuldverhältnisse


Satz 1
und • geschuldete • die • dadurch • das • Ende • bewirken • natürlichen •
bringen. • Schuldner • zum • Leistung • kann • Schuldverhältnis • Der
Der

Satz 2
Leistung • oder • statt • an • statt • Erfüllungs • einer • die • Der • annehmen. •
erfüllungshalber • Gläubiger • vereinbarten • kann
Der

Satz 3
eine • Der • andere • als • kann • durch • geschuldete • Leistung • seine • Schuld
• Schuldner • tilgen. • die
Der

Satz 4
empfangsbedürftige • Willenserklärung • kann • das • Vertragspartner •
Schuldverhältnis • durch • rückgängig • eine • Der • machen.
Der

158
Satz 5
sein, • durch • Aufrechnung • Schuldner • erlischt. • auch • sowohl •
Vertragspartner • als • wenn • Schuldverhältnis • Gläubiger • ihr • können
Vertragspartner

z10. a) Formen Sie die angegebenen Wortverbindungen nach


dem Muster um.
Muster:
die Verpflichtung zu Schadenersatz Î zu Schadenersatz verpflichten

a) die Verletzung absoluter Rechte Î _________________________________

b) der Verstoß gegen ein Gesetz Î ___________________________________

c) die Schädigung eines anderen Î ___________________________________

d) das Verbot eines bestimmten Verhaltens Î __________________________

e) die strafrechtliche Verfolgung unerlaubter Handlung Î ________________

f) die vorsätzliche Zufügung des SchadensÎ ___________________________

g) der Schutz eines anderen Î ______________________________________

b) Beschreiben Sie die für die Schadenersatzansprüche


geltenden Grundvorschriften. Gebrauchen Sie dabei die 6
passenden Wortverbindungen (Aufgabe a).

159
z11. Kombinieren Sie die passenden Satzhälften.

1 Wenn man gegen ein A falls wegen Verletzung einer


Gesetz verstößt, Sache Schadenersatz zu leisten
ist.
2 Er hat weder absolutes B ist dem anderen zum Ersatz des
Herrschafts- noch Schadens verpflichtet.
Persönlichkeitsrecht
verletzt,
3 Weil die begangene C erforderliche Sorgfalt außer
unerlaubte Handlung als Acht lässt.
eine Straftat klassifiziert
wird,
4 Wer in einer gegen die D deshalb ist er zu Schadenersatz
guten Sitten verstoßenden nicht verpflichtet.
Weise einem anderen vor-
sätzlich Schaden zufügt,
5 Fahrlässig handelt, wer die E ist er strafrechtlich zu verfolgen.
in Verkehr
6 Ist wegen Verletzung einer F begeht er eine unerlaubte
Person Schadenersatz zu Handlung.
leisten,
7 Der Gläubiger kann die G so kann der Gläubiger statt der
Herstellung der Sache Herstellung den dazu
verlangen, erforderlichen Geldbetrag
verlangen.

z12. Übersetzen Sie den Fachtext schriftlich ins Russische.

Durch den Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer einer Sache, sie
dem Käufer zu übergeben und ihm das Eigentum daran zu verschaffen; der
Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen
und die gekaufte Sache abzunehmen. Der Kaufvertrag ist also lediglich ein
Verpflichtungsvertrag. Er bewirkt als solcher keine unmittelbare Änderung der
Eigentumsverhältnisse; bis zu seiner Erfüllung bleibt die Sache im Eigentum
des Verkäufers. Erst in einem zweiten Schritt, durch den sacherechtlichen
Vergütungsvertrag (durch den der Verkäufer die Sache dem Käufer übergibt
und beide sich über den Übergang des Eigentums auf den Käufer einig sind),
erlangt der Käufer Eigentum.
160
Der Verkäufer haftet dafür, dass die Sache mängelfrei ist. Ist sie
mangelhaft, kann der Käufer Wandlung (Rückgängigmachung des Kaufs) oder
Minderung (Herabsetzung des Kaufpreises), bei einem vom Verkäufer arglistig
verschwiegenen Mangel statt dessen Schadenersatz verlangen. Einen
Nachbesserungsanspruch sieht das Gesetz dagegen nicht vor; dieser kann aber
vertraglich vereinbart sein. Beim kauf einer Sache, die nur der Gattung nach
bestimmt ist – also nach allgemeinen, nicht nach individuellen Merkmalen (so
vor allem Konsumgüter wie z.B. Fernseher, Auto) –, kann der Käufer darauf
bestehen, dass ihm eine mangelfrei Sache geliefert wird.

z13. Lesen Sie den Text und


a) unterstreichen Sie die Schlüsselwörter,
b) formulieren Sie stichwortartig Kernaussagen,
c) fassen Sie den Inhalt des Textes zusammen.

Vertrag ist ein mehrseitiges Rechtsgeschäft, das durch einander


entsprechende Willenserklärungen der Beteiligten zustande kommt und eine die
Beteiligten bindende Einigung enthält. Der Vertrag, der von den Beteiligten frei
ausgehandelt und abgeschlossen werden kann, ist ein wesentliches Mittel einer
privatautonomen Lebensgestaltung. Der Vertragsbegriff des BGB umfasst alle
privatrechtlichen Einigungen. Der Vertrag, durch den eine Regelung
(Verwaltungsakt) auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts getroffen wird, ist ein
öffentlich-rechtlicher Vertrag. Ob ein öffentlich-rechtlicher oder ein
privatrechtlicher Vertrag vorliegt, bestimmt sich nach dem Vertragsgegenstand,
wobei der Gesamtcharakter des Vertrages entscheidend ist.
Zu unterscheiden sind koordinationsrechtliche und subordinations-
rechtliche Verträge. Ein Vertrag ist koordinationsrechtlich, wenn er zwischen
Rechtsträgern geschlossen wird, die hinsichtlich des Vertragsgegenstandes
gleichgeordnet sind. Ein solcher kommt üblicherweise zwischen zwei
Verwaltungsträgern vor (z.B. Gebietsänderungsverträge zwischen Gemeinden).
Um einen subordinationsrechtlichen Vertrag handelt es sich, wenn die Parteien
in einem Über-/Unterordnungsverhältnis stehen.
Öffentlich-rechtliche Verträge bedürfen grundsätzlich der Schriftform.
Zudem ist die schriftliche Zustimmung eines Dritten erforderlich, in dessen
Rechte durch Abschluss des Vertrages eingegriffen wird. Ist durch Vorschrift
die Mitwirkung einer anderen Behörde vorgeschrieben, so wird der Vertrag erst
nach der Mitwirkung wirksam. Die Nichtigkeit eines öffentlich-rechtlichen
Vertrages kann sich aus der entsprechenden Anwendung des BGB ergeben.
Die Regeln des BGB gelten auch für die Leistungsstörungen beim
öffentlich-rechtlichen Vertrag. Das sind insbesondere die Regelungen
161
hinsichtlich Unmöglichkeit, Verzug, Schadensersatz wegen Pflichtverletzung
oder Verschulden bei Vertragsabschluss. Der Behörde steht das
Kündigungsrecht zu, um schwere Nachteile für das Gemeinwohl zu verhüten
oder zu beseitigen. Bei Nichterfüllung der vertraglichen Pflichten steht beiden
Vertragspartnern der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten offen. Beide
Vertragsparteien können sich der sofortigen Vollstreckung unterwerfen.

Testen Sie sich!

z14. Ergänzen Sie die fehlenden 81 Wortteile.

Das zweite Buch des BGB regelt in seinem siebten Abschnitt einzelne
Schuldverhältnisse. Vor al__ __ __1) sind d__ __2) die versch__ __ __ __ __ __ __3)
Arten d__ __4) vertraglichen Schuldver__ __ __ __ __ __ __ __ __5) (Kauf,
Sche__ __ __ __ __6), Miete, Pa__ __ __7), Leihe, Darl__ __ __ __8), Dienstvertrag,
Werkv__ __ __ __ __ __9), Reisevertrag, Bürgs__ __ __ __ __10) u.a.). Unter d__ __11)
vertraglichen Schuldver__ __ __ __ __ __ __ __ __ __12) sind Ka__ __13),
14)
(Wohnraum-)Mi__ __ __ , Werkvertrag u__ __ 15) Reisevertrag a__ __16) die
i__ 17) Alltagsleben wicht__ __ __ __ __ __18) Vertragsarten
hervor__ __ __ __ __ __ __19). Durch d__ __20) Mietvertrag wi__ __21) der
Verm__ __ __ __ __22) verpflichtet, d__ __23) Mieter d__ __24) Gebrauch d__ __25)
vermieteten Sa__ __ __26) wahrend d__ __27) Mietzeit z__28) gewahren; d__ __29)
Mieter i__ __30) verpflichtet, d__ __31) vereinbarten Miet__ __ __ __32) zu
entri__ __ __ __ __33). Als Dauerschul__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __34) kann e__ __35)
Mietvertrag Abhangi__ __ __ __ __ __ __36) verursachen u__ __37) die
Handlung__ __ __ __ __ __ __ __ __38) der Vertrags__ __ __ __ __ __ __ __39)
beschränken. Du__ __ __ 40) den Werkv__ __ __ __ __ __41) verpflichtet si__ __42)
der Unter__ __ __ __ __ __43) zur Herst__ __ __ __ __ __44) des
verspr__ __ __ __ __ __ __ Werkes, d__ __ Besteller z__ __47) Zahlung d__ __48)
45) 46)
vereinbarten Kaufp__ __ __ __ __ __49). weist d__ __50) Werk ei__ __ __51)
Sachmangel a__ __52), hat d__ __53) Besteller Ansp__ __ __ __54) auf
Nachbe__ __ __ __ __ __ __55). Das Re__ __ __71), eine Leis__ __ __ __72) zu
for__ __ __ __73), kann si__ __74) für d__ __75) Gläubiger ni__ __ __76) nur a__ __77)
Vertrag, son__ __ __ __78) auch unmit__ __ __ __ __ __79) aus
gesetz__ __ __ __ __ __ 80) 81)
Vorschriften erg__ __ __ __ . Die wichtigsten
gesetzlichen Schuldverhältnisse sind die unerlaubte Handlung und die
ungerechtfertigte Bereicherung.

162
z15. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion; b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen

Angebot Pacht
Annahme Reisevertrag
Aufrechnung Rücktritt
Beglaubigung Schadenersatz
Beurkundung Schädiger
Bürgschaft Schenkung
Darlehen Schuldner
Dienstvertrag Schuldverhältnis
Gefälligkeitsvertrag Unerlaubte Handlung
Gläubiger Ungerechtfertigte Bereicherung
Kontrahierungszwang Verfügungsgeschäft
Leistung Verpflichtungsgeschäft
Leistung an Erfüllungsstatt Vertrag
Leistung erfüllungshalber Vertragsfreiheit
Mietvertrag Verwertung

Verben

abschließen kündigen
aushandeln leisten (Vergütung)
beanspruchen (Schadenersatz) rückgängig
machen
bewirken (Leistung) schulden
eintragen übereignen
entrichten (Mietzins) überlassen (Gebrauch)
erbringen (Reise) verletzen
erfüllen (Schuldverhältnis) vermieten
erlöschen verpachten
fordern verstoßen

163
Einheit 9
Sachenrecht
Ergänzen Sie das Wörternetz, indem Sie am Thema
„Sachenrecht“ arbeiten.

...
___________ ___________
___________

Rechtsgrundlage absolute dingliche


Rechte

Sachenrecht

Besitz Eigentum

Untergliederung der ___________ ___________


Sachen
___________ ___________
___________ ... ...
___________
...

z1. a) Ordnen Sie die Sätze in der richtigen Reihenfolge.


Achten Sie dabei auf verbindende Elemente/Inhalte. Schreiben
Sie einen Text „Unterschiede zwischen dem Schuld- und dem
Sachenrecht“.

164
A) Auch bei den Kaufgeschäften des täglichen Lebens muss der
(schuldrechtliche) Kaufvertrag von den (sachenrechtlichen) Übereignungen
der Kaufsache und der Geldstücke unterschieden werden.

B) Das Schuldrecht gibt dem Gläubiger ein Recht auf Leistung nur gegen eine
bestimmte Person.

C) Diese Forderung ist also ein relatives Recht und kann nur durch den
Schuldner verletzt werden.

D) Auf solche Weise zielt die Forderung auf Erfüllung, das dingliche Recht
auf Beherrschung der Sache.

E) Das Sachenrecht dagegen ordnet die Beziehung einer Person zu einer


Sache.

F) Das BGB trennt zwischen dem schuldrechtlichen Verpflichtungs- und dem


sachenrechtlichen Verfügungsgeschäft (Trennungsprinzip).

G) Beim Schuldrecht geht es um Schuldverhältnisse, also um


Sonderverbindungen zwischen einzelnen Personen.

H) Das Schuldrecht ist auf Änderung des gegenwärtigen Zustandes gerichtet.

I) Das Sachenrecht hingegen gibt dem Inhaber des Rechts ein absolutes
Recht.

J) Das Sachenrecht richtet sich auf dessen Erhaltung.

K) Die Wirksamkeit des einen hängt nicht von der Wirksamkeit des anderen
Geschäfts ab (Abstraktionsprinzip).

L) Es richtet sich gegen jedermann.

M) In der Praxis können die Geschäfte zeitlich zusammenfallen.

b) Lesen Sie den Text noch einmal und bearbeiten Sie den Text
typografisch, indem Sie die neuen Informationen durch
Unterstreichen hervorheben.

165
z2. a) Ergänzen Sie das Schema mit den Wörtern aus dem
Kasten.
Rechte

Relative Rechte:1.________ absolute Rechte:2._____________

3._________ 6.___________
4._________ 7.___________
5._________ 8.___________
9.___________
10.___________
11.___________

♦ dingliche Rechte ♦ Nießbrauch


♦ Eigentum an einer beweglichen Sache ♦
♦ Erbbaurecht ♦ Hypothek ♦ Rentenschuld ♦ Dienstbarkeiten ♦
♦ Grundschuld ♦ schuldrechtliche Ansprüche ♦ dingliches Vorkaufsrecht ♦
♦ Pfandrecht ♦

b) Welche Begriffe aus dem Schema werden definiert? Ordnen


Sie Begriffe den Definitionen zu.
1.__________________: dingliche Belastungen an einem Belastungsgegen-
stand (Grundstück, Rechte, Vermögen), welche auf
ein Dulden oder Unterlassen gerichtet sind.
2.__________________: der Belastungsgegenstand (Sache, Recht, Vermögen)
in der Weise belastet wird, dass derjenige, zu dessen
Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, die
Nutzungen aus dem Belastungsgegenstand zu ziehen.
3.___________________: Unterart der Grundschuld, mit der Besonderheit, dass
zu regelmäßig wiederkehrenden Terminen eine
bestimmte Geldsumme aus dem Grundstück zu
zahlen ist.
4.___________________: ein zur Sicherung einer Forderung bestelltes, be-
schränktes dingliches Recht an einer fremden
beweglichen Sache oder an einem Recht, das den
Gläubiger berechtigt, sich durch Verwertung des
Pfandes aus dem Erlös zu befriedigen.

166
5.__________________: Belastung eines oder mehrerer Grundstücke mit dem
Inhalt, dass eine Geldsumme zur Befriedigung einer
Forderung aus dem Grundstück zu zahlen ist.
6.__________________: dingliche Belastung eines Grundstücks, welche dem
Berechtigten ermöglicht, von dem Verpflichteten das
belastete Grundstück unter den selben Bedingungen
zu kaufen, zu denen der Verpflichtete es an einem
Dritten verkauft hat.
7.__________________: das umfassendste dingliche Recht an einer Sache.

!!! Prüfen Sie sich. Bei richtig eingesetzten waagerechten


Wörtern ergibt sich in der markierten Spalte ein Lösungswort:
der erste definierte Begriff.

1
4

167
z 3. Ergänzen Sie die Sätze sinngemäß.

1. Wesentliche Bestandteile einer Sache ...


a. sind von einander nicht trennbar.
b. sind von einander ohne Zerstörungen zu trennen.
c. lassen sich von einander mit Veränderung in ihrem Zustand trennen.
d. sind ohne Veränderungen zu trennen.

2. Zubehör einer Sache ...


a. dient dem wirtschaftlichen Zweck der Hauptsache unter bestimmten
Bedingungen.
b. steht zur Hauptsache in zeitlichen und räumlichen Verhältnissen.
c. teilt das rechtliche Schicksal der Hauptsache.
d. kann Gegenstand besonderer Rechte sein.

3. Die Sache hat ...


a. nur Früchte, die auf natürlichem Wege aus einer anderen Sache
entstehen.
b. Erträge, die auf Grund eines Gesellschaftsverhältnisses entstehen.
c. Nutzungen, die ausschließlich Früchte eines Rechtes sowie Vorteile
dessen Gebrauchs sind.
d. Früchte, die Erzeugnisse oder die sonstige bestimmungsgemäße
Ausbeute sein können.
z 4. Füllen Sie die Lücken mit den Wörtern aus dem Kasten
aus.
Nach § 99 BGB sind Früchte einer Sache (Sachfrüchte) __________________1)
(z.B. Eier, Milch, Kälber, Bäume, Pflanzen, Blumen, Obst) oder
_________________ 2) (Sand, Kohle, Kies, Mineralwasser); keine Früchte sind
____________3) oder _________4). Früchte eines Rechtes (Rechtsfrüchte) sind
____________5) , die ein Recht gewährt, wie z.B. auf Grund eines Nießbrauchs
oder einer Pacht _______________6).
Weitere Rechtsfrüchte sind: ______________7), _________________ 8).

♦ der Schatz ♦ die Jagdbeute (bei einem Jagdrecht) ♦ die Erträge ♦


♦ die Erzeugnisse einer Sache ♦ Dividende (bei einer Aktie) ♦
♦ die auf einem Grundstück erzeugte elektrische Energie ♦
♦ das geerntete Obst (auf Grund eines Rechtes) ♦
♦ die bestimmungsgemäße Ausbeute ♦

168
z 5. Ergänzen Sie in den Texten die fehlenden Begriffe
Eigentum und Besitz.

Im täglichen Leben macht man zwischen ______ und _____ keinen


Unterschied. Man bevorzugt das Wort „______“, wo man ______
meint. Man bezeichnet beispielsweise den Hauseigentümer und nicht
etwa den Mieter als Besitzer.
Während der Umgangssprache die Unterscheidung zwischen ______
und _____ fremd ist, macht die Rechtsprache einen scharfen
Unterschied zwischen diesen Begriffen: _______ ist die volle
Rechtsposition – lediglich die tatsächliche Sachherrschaft.

(...)______(§§ 854 ff. BGB) bedeutet nur die tatsächliche


Herrschaft einer Person über eine Sache, während ________ die
Verfügungsbefugnis darstellt (also ein Rechtsverhältnis ist). (...)
Im Gegensatz zum ______ stellt das ________ (art. 14 GG; §§ 903
ff. BGB) ein Herrschaftsrecht über bewegliche und unbewegliche
Sachen dar. (...)

z 6. a) Nennen Sie 7 Komposita mit dem Wort Besitz. Im


Wortgitter finden Sie 4 Bestimmungswörter und 3 Grundwörter
für diese Komposita.

E N T Z I E H U N G W
L E M I P G J H Q O M
N G L I V Z H R P S M
D K L A G E R G N T P
H E F V N N I E Q O U
U G E B K X G M O R T
C E I G E N W M A U M
T B S W G I Q I E N F
A L L E I N N T K G N
P O D W Q C U J J V H
F R E M D D T M P I E

b) In welche 3 Gruppen sind 7 Komposita zu teilen?

169
z7. a) Formen Sie die Wortverbindungen nach dem Muster um.

Muster: Herausgabe der Sache Î die Sache herausgeben

Erlangung der tatsächlichen Gewalt


Aufgabe der Gewalt
Verlust der Gewalt
Unterscheidung zwischen mehreren
Arten des Besitzes
Ausübung der Sachherrschaft
Entziehung des Besitzes
Störung des Besitzes
Beendigung des unmittelbaren
Besitzes
Beeinträchtigung der tatsächlichen
Sachherrschaft
Schutz des Besitzes
Abnahme der entzogenen
beweglichen Sache
sofortige Entsetzung des Täters

b) Gebrauchen Sie die gebildeten Wortverbindungen in einem


inhaltlichen Zusammenhang.

z 8. Stimmt das (+), stimmt das nicht (-) oder stimmt das
nicht ganz (+/-)? Kreuzen Sie an. Begründen Sie stichwortartig
Ihre Entscheidung.

+ - +/- Begründung
1. Das Eigentum ist eines der umfassendsten
Rechte an einer Sache.
2. Der Eigentümer kann mit der Sache nach
belieben verfahren, insb. Diese zerstören,
übereignen, belasten oder umgestalten.
3. Das Eigentum existiert in folgenden For-
men: Alleineigentum, Gesamthandseigen-
tum, Miteigentum und Eigentum nach
Bruchteilen.
170
4. Alleineigentum ist dadurch gekennzeich-
net, dass einigen Personen ein ideeller
Anteil am Eigentum zugeordnet wird.
5. Wenn mehrere Beteiligte über das Eigen-
tum nur im Zusammenwirken verfügen
können, handelt es sich um Miteigentum.
6. Alle Eigentumsarten lassen sich durch ein
Rechtsgeschäft begründen.

z9. Ordnen Sie die nachstehenden Wortverbindungen


sinngemäß und in der richtigen Reihenfolge zu.

Eigentum
an beweglichen Sachen an Grundstücken

erwerben
veräußern
übertragen

____________________ _____________________
____________________ _____________________
... ...

♦ a. durch Übergabe an den Erwerber ♦


♦ b. durch formlose Einigung mit dem Veräußerer ♦
♦ c. durch die Eintragung des Eigentumsübergangs ins Grundbuch ♦
♦ d. durch förmliche, notariell beurkundete Einigung♦
♦ e. durch Einigung über den Eigentumsübergang ♦

z10. Übersetzen Sie den Fachtext schriftlich ins Russische

Das BGB behandelt das Grundeigentum anders als das Eigentum an


beweglichen Sachen. Diese Differenzierung entspricht den natürlichen
Gegebenheiten. Bewegliche Sachen sind oft kurzlebig, fast immer ersetzbar und
vermehrbar, wechseln häufig den Eigentümer. Sie sind meist Massen- und

171
Konsumgüter (in der Terminologie des BGB: vertretbare und verbrauchbare
Sachen). Grundstücke hingegen bleiben bestehen, selbst wenn sie demoliert
werden. Sie sind letztlich unzerstörbar und unverbrauchbar, aber nicht
reproduzierbar und vermehrbar. Die mit dem Grund und Boden dauernd fest
verbundenen Gegenstände (Gebäude, Bäume) haben in der Regel eine längere
Lebensdauer als bewegliche Sachen.
Der Unterschied zwischen dem Eigentum an beweglichen Sachen und dem
Grundeigentum erweist sich vor allem im Rechtsverkehr bei Erwerb und
Veräußerung des Eigentums. Das Eigentum an beweglichen Sachen wird durch
formlose Einigung mit dem Veräußerer und Übergabe der Sache an den
Erwerber übertragen; ist der Erwerber bereits im Besitz der Sache, genügt die
Einigung über den Eigentumsübergang. Will der Veräußerer den unmittelbaren
Besitz behalten, kann die Übergabe durch Vereinbarung eines
Rechtsverhältnisses (z.B. Miete, Leihe) ersetzt werden, das dem Erwerber den
mittelbaren Besitz einräumt; ist ein Dritter im Besitz der Sache, genügt zur
Übereignung die Abtretung des Herausgabeanspruchs gegen den Besitzer an
den Erwerber. Das Eigentum an Grundstücken hingegen wird im Regelfall
übertragen durch förmliche, notariell beurkundete Einigung mit dem
Voreigentümer und Eintragung des Eigentumsübergangs in das beim
Amtsgericht geführte Grundbuch.

Testen Sie sich!

z11. Ergänzen Sie bitte die fehlenden 102 Wortteile.

Das Sache__ __ __ __ __ __1) hat d__ __2) Besitz u__ __3) die Rec__ __ __4) an
Sac__ __ __5) zum Gegen__ __ __ __ __6). Es knü__ __ __7) an d__ __8) im
Allge__ __ __ __ __ __9) Teil defin__ __ __ __ __ __10) Begriff d__ __11) Sache a__12)
(§ 90: "Sachen i__13) Sinne d__ __14) Gesetzes si__ __15) nur
körpe__ __ __ __ __ __16) Gegenstände") u__ __17) unterscheidet zwis__ __ __ __18)
dem Bes__ __ __19) einer Sa__ __ __20) und d__ __21) Recht a__22) ihr.
Besi__ __ __ __23) ist, w__ __24) die tatsäc__ __ __ __ __ __25) Gewalt üb__ __26)
eine Sa__ __ __27) innehat, oh__ __28) Rücksicht dar__ __ __29), ob s__ __30) ihm
geh__ __ __31). Besitzer i__32) Rechtssinne i__ __33) also au__ __34) der
Di__ __35), der d__ __36) Sache d__ __37) Eigentümer sti__ __ __ __38). Was
d__ __39) Rechte a__40) Sachen ang__ __ __41), unterscheidet d__ __42) Gesetz
zwis__ __ __ __43) dem Eige__ __ __ __44) als d__ __45) umfassenden
dingl__ __ __ __ __46) Recht a__47) einer Sa__ __ __48) und d__ __49) so

172
gena__ __ __ __ __50) beschränkten dingl__ __ __ __ __51) Rechten, z__52) denen
beispi__ __ __ __ __ __ __53) das Pfand__ __ __ __ __54) und d__ __55)
Nießbra__ __ __56) gehören. Letz__ __ __ __57) geben ih__ __ __58) Inhaber
n__ __59) ganz best__ __ __ __ __60) Befugnisse üb__ __61) die Sa__ __ __62), etwa
d__ __63) Pfandrecht d__ __64) Verwaltungsbefugnis, d__ __65) Nießbra__ __ __66)
die Nutzungs__ __ __ __ __ __ __ __67).
Bei d__ __68) Übertragung u__ __69) Begründung d__ __70) Eigentums u__ __71)
sonstiger dingl__ __ __ __ __72) Rechte tri__ __ __73) das Ges__ __ __74) eine
grundl__ __ __ __ __ __75) Unterscheidung zwis__ __ __ __76) beweglichen
Sac__ __ __77) und Grunds__ __ __ __ __ __78). So wi__ __79) das Eige__ __ __ __80)
an ei__ __ __81) beweglichen Sa__ __ __82) in d__ __83) Weise
84)
übert__ __ __ __ __ , dass d__ __ 85) Eigentümer u__ __ der Erwe__ __ __ __87)
86)
sich üb__ __88) den Eigentum__ __ __ __ __ __ __ __ __89) einigen u__ __90) der
Eigen__ __ __ __ __91) dem Erwe__ __ __ __92) die Sa__ __ __93) übergibt. B__ __94)
der Übere__ __ __ __ __ __95) eines Grund__ __ __ __ __ __96) tritt a__97) die
Ste__ __ __98) der Über__ __ __ __99) die Eintr__ __ __ __ __100) des
Eigentums__ __ __ __ __ __ __ __ __ 101) in d__ __102) Grundbuch.

z12. Wortschatzarbeit
a) Geben Sie an: für Nomen – den bestimmten Artikel, Genitiv-
und Pluralform; für Verben – Grundformen und, wo es nötig
ist, die Rektion;
b) Nennen Sie die russischen Entsprechungen;
c) Bilden Sie aus den genannten Wörtern Wortverbindungen:
Nomen+Verb, Adjektiv+Nomen u.ä.

Nomen

Alleinbesitz Mitbesitz
Alleineigentum Miteigentum nach Bruchteilen
Besitz Nießbrauch
Dienstbarkeit Nutzung
Eigenbesitz Pfandrecht
Eigentum Rentenschuld
Eigentumsübergang Selbsthilferechte
Einigung Tatsächliche Herrschaft
Erträge Ungerechtfertigte Bereicherung

173
Fremdbesitz Verfügungsbefugnis
Gesamthänder Verlust
Gesamthandseigentum Zubehör
Hypothek

Verben

abnehmen (Sache) erwerben


aufgeben (Gewalt) schützen
ausüben (Sachherrschaft) sich wehren
beeinträchtigen stören (Besitz)
eintragen übertragen
entsetzen (Täter) veräußern
entziehen (Besitz) verfügen
ergreifen (Sachherrschaft) wiederaufräumen (Besitz)
erlangen (Sachherrschaft)

174
Quellenverzeichnis
1. Avenarius, H. Die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland / H. Avenarius. Bonn:
Bundeszentrale für politische Bildung, 1997.
2. Beniškova-Schulze, B. Mit Deutsch in Europa / B. Beniškova-Schulze, U. Braun. München;
Plzeň: Verlag Fraus; Goethe-Institut, 2004.
3. Bohn, R. Sprachspielereien für Deutschlernende / R. Bohn, I. Schreiter. Leipzig:
Langenscheidt; Verlag Enzyklopädie, 1994.
4. Bolten, J. Marktchance Wirtschaftsdeutsch / J. Bolten. München: Klett Edition Deutsch, 1995.
5. Brox, H. Allgemeines Schuldrecht / H. Brox. München: C. H. Beck´sche Verlagsbuch-
handlung, 1998.
6. Bünting, K.-D. Besser schreiben & reden / K.-D. Bünting, M. Papst-Weinschenk. Köln: Neuer
Honos, Verlag, 1999.
7. Bürgerliches Gesetzbuch. 58., überarbeitet Aufgabe. Stand: 25. Juli 2006. München: Deutscher
Taschenbuch Verlag, 2006.
8. Fachlexikon Recht. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. München: Verlag Alpmann
Brockhaus, 2005.
9. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.
10. Hall, K. Übungsgrammatik für Fortgeschrittene / K. Hall, B. Scheiner. Ismaning: Max Hueber
Verlag, 2002.
11. Hau, W. Abschlussprüfung für Rechtsanwalts- und Notargehilfen. Rechtslehre.
Wirtschaftslehre. 4., neubearbeitete Aufgabe / W. Hau. Wiesbaden: Betriebswirtschaftlicher
Verlag Dr. Th. Gabler GmbH., 1992.
12. Jung L. Rechtswissenschaft / L. Jung. Ismaning: Max Hueber Verlag, 1994.
13. Perlmann-Balme, M. em Abschlusskurs. Arbeitsbuch / M. Perlmann-Balme, S. Schwalb,
D. Weers. Ismaning: Max Hueber Verlag, 2000.
14. Perlmann-Balme, M. em Abschlusskurs. Kursbuch / M. Perlmann-Balme, S. Schwalb,
D. Weers. Ismaning: Max Hueber Verlag, 2000.
15. Pötzsch, H. Die deutsche Demokratie / H. Pötzsch. Bonn: Bundeszentrale für politische,
Bildung, 1999. Ismaning: Max Hueber Verlag, 2003.
16. Schmal, H. L. Das Recht der Europäischen Union / H. L. Schmal. Heidelberg: R.v. Decker`s
Verlag, 1996.
17. Schmitt, D. Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik / D. Schmitt. Ismaning: Max
Hueber Verlag, 2002.
18. Scholz, L. Grundgesetz für Einsteiger und Fortgeschrittene. Arbeitsmappe, Juni 2002. 8.,
neubearbeitete Aufgabe / L. Scholz. Berlin: Inter Nationes, 2002.
19. Shaw, G. Deutsche Juristen im Gespräch / G. Shaw. München: Klett Edition Deutsch, 1998.
20. Simon, H. Einführung in die deutsche Rechtssprache / H. Simon, G. Funk-Baker. München:
C. H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung, 1999.
21. Strafgesetzbuch. 42. Aufgabe. Stand: 1. März 2006. München: Deutscher Taschenbuch Verlag,
2006.
22. Tatsachen über Deutschland. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit
dem Auswärtigen Amt. Berlin. 2005.
23. Vorderwülbecke, A. Stufen 3 International. Lehr- und Arbeitsbuch / A. Vorderwülbecke.
Stuttgart: Ernst Klett International, 1999.
24. Wahrig, G. Deutsches Wörterbuch / G. Wahrig. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1991.
25. Willkop, E.-M. Auf neuen Wegen / E.-M. Willkop, C. Wiemer, E. Müller-Küppers. Ismaning:
Max Hueber Verlag, 2003.
26. Information zur politischen Bildung. Föderalismus in Deutschland. Nr.298. 2008.
27. Лаптева, Н. Е. Deutsch für Jurastudenten = Немецкий язык для студентов-юристов /
Н. Е Лаптева [и др.]. Минск: БГУ, 2008.

175
INHALT
Предисловие ................................................................................................................... 3
Das soll Inhen beim Deutschlernen helfen ....................................................................... 4
Einheit 1. Juristenausbildung............................................................................................ 5
Einheit 2. Juristische Berufe............................................................................................13
Einheit 3. Rechtsgebiete und Rechtsquellen....................................................................24
Einheit 4. Staats- und Verfassungsrecht ..........................................................................36
Einheit 5. Verwaltungsrecht ............................................................................................86
Einheit 6. Strafrecht.......................................................................................................105
Einheit 7. Privatrecht. Grundbegriffe ............................................................................136
Einheit 8. Schuldrecht ...................................................................................................148
Einheit 9. Sachenrecht...................................................................................................164
Quellenverzeichnis ........................................................................................................175

Учебное издание

Лаптева Наталья Евгеньевна


Ковалева Инна Евгеньевна

DEUTSCH
für Jurastudenten
Arbeitsbuch
Подписано в печать 27.11.2009.
НЕМЕЦКИЙ ЯЗЫК
Формат 60¥84/16. Бумага офсетная.
для студентов-юристов Гарнитура Таймс. Печать офсетная.
Практикум Усл. печ. л. 10,23. Уч.-изд. л. 9,71.
Тираж 200 экз. Зак. 1306.

Белорусcкий государственный
На немецком языке университет.
ЛИ № 02330/0494425 от 08.04.2009.
В авторской редакции 220030, Минск, проспект Независимости, 4.
Технический редактор Г. М. Романчук Отпечатано с оригинала-макета заказчика.
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Ответственный за выпуск ЛП № 02330/0494178 от 03.04.2009.
Т. М. Турчиняк 220030, Минск, ул. Красноармейская, 6.

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