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ПРЕДИСЛОВИЕ

Пособие составлено в соответствии с Типовой программой по


практической грамматике немецкого языка и предназначено для студентов
2 курса факультета немецкого языка лингвистического университета, а
также лицеев и коллеждей и для самостоятельного изучения практической
грамматики немецкого языка. Оно включает все грамматические темы,
которые изучаются в I семестре на 2 курсе факультета немецкого языка
МГЛУ: имя существительное (классификация, грамматический род,
склонение, образование множественного числа, грамматические омонимы)
и глагол (классификация, глаголы с двойными формами, именные формы
глагола и временные формы глагола в изъявительном наклонении
действительного и страдательного залогов, повелительное наклонение).
Цель пособия – усвоение студентами правил, формирование навыков и
умений употребления грамматических явлений в основных видах речевой
деятельности по названной тематике.
Пособие содержит полный перечень правил, необходимых для
актуализации грамматических явлений в речи. Следующие за
нормативным материалом вопросы для самоконтроля предназначены
для того, чтобы помочь студенту проверить степень усвоения им
данного материала, сопоставить функционирование близких по
значению грамматических явлений в системе языка, сделать при этом
необходимые выводы. Поурочное распределение материала способствует
более тщательной проработке грамматического явления, позволяет
преподавателю строго контролировать усвоение студентами
грамматического материала каждого занятия, а система упражнений дает
возможность выйти на уровень употребления грамматических явлений
каждой из тем в неподготовленной речи.
В пособии предусмотрены тесная связь с изучаемым лексическим
материалом, педагогизация учебного процесса, преемственность в
преподавании практической грамматики, заложены основы для успешного
усвоения студентами теоретических курсов по немецкому языку.
Предлагаемые в пособии упражнения стимулируют мыслительную
деятельность студентов и предназначены как для выполнения в аудитории
под руководством преподавателя, так и для самостоятельной работы.
Завершающим этапом работы над грамматической темой является тест для
самоконтроля.
Авторы выражают глубокую благодарность кандидату педагоги-
ческих наук, профессору А.Ф.Будько (МГЛУ), кандидату филологических
наук, доценту А.А.Мирскому (МГЛУ) за ценные советы в процессе сос-
тавления пособия, а также рецензентам: кандидату филологических наук,
доценту М.А.Черкасу (БГУ), кандидату филологических наук, доценту
Л.Г.Щербаковой (МГЛУ), кандидату филологических наук, доценту
В.Н.Паниной (МГЛУ), старшему преподавателю Р.Е.Мышко (МГЛУ) за
ряд ценных замечаний, которые были учтены при подготовке рукописи к
печати.
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KLASSEN VON SUBSTANTIVEN

Im Deutschen besitzt das Substantiv die Kategorien des Geschlechts,


des Kasus, der Zahl, der Bestimmtheit/Unbestimmtheit. Hinsichtlich der
Kategorie der Zahl zerfallen alle Substantive in zwei Gruppen: Bezeichnungen
von zählbaren Begriffen (der Baum, das Kind u.a.) und Bezeichnungen
von unzählbaren Begriffen (das Gemüse, der Lärm u.a.). Man unterscheidet
Bezeichnungen für Lebewesen und Bezeichnungen für Nichtlebewesen. Es gibt
Bezeichnungen für konkrete Begriffe (Konkreta; Sg. das Konkretum) und
Bezeichnungen für abstrakte Begriffe (Abstrakta; Sg. das Abstraktum) z.B.:
die Freude, die Idee, die Vernunft u.a.). Die Konkreta werden eingeteilt in:
Eigennamen (Personennamen, geographische Namen, Namen von Schiffen,
Zügen, Hotels, Kinos u. a.) und Gattungsnamen. Die Gattungsnamen zerfallen
in: Individualnamen (die Kuh, der Stuhl u.a.) und Unika (Sg. das Unikum:
die Erde, der Mond, die Sonne u.a.).

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie viele und welche Kategorien besitzt


das Substantiv im Deutschen? Und im Russischen? 2. Zu welchen Begriffen
(zählbaren oder unzählbaren) gehören folgende Substantive: der Vogel,
der Mond, das Obst, der Tisch? 3. In welche Gruppen werden die Konkreta
eingeteilt? 4. Welche Substantive gehören zu den Eigennamen? 5. In welche
Gruppen zerfallen die Gattungsnamen?

Übung 1. Gruppieren Sie die Substantive: a) unzählbare Begriffe;


b) zählbare Begriffe; c) Abstrakta; d) Konkreta; e) Gattungsnamen;
f) Eigennamen.
Milch, Fluss, Polizist, Monika, Herd, Haufen, Wolke, Brasilien, Gold, Nähe,
Blau, Konrad Duden, Wiklichkeit, Ruhe, Sand, Freude, Rhein, Kind, Cafe, Hass,
Granit, Hans, das Britische Museum, Diamant, Liebe, Brot, Grund, Mars

Übung 2. Bestimmen Sie, welche von den Substantiven Unika sind:


das Getränk, der Satz, die Erde, die Bibel, der Punkt, der Himmel, das Flugzeug,
der Mond, die Mona Lisa, die Sonne, das Substantiv, die Chinesische Mauer,
der Wetterbericht, das Füllen, das Völkerschlachtdenkmal, der Louvre

DAS GRAMMATISCHE GESCHLECHT DER SUBSTANTIVE

Man unterscheidet beim Substantiv drei grammatische Geschlechter


(das Genus, Pl.: die Genera): das Maskulinum (männliches Geschlecht,
Pl.: Maskulina), das Femininum (weibliches Geschlecht, Pl.: Feminina),
das Neutrum (sächliches Geschlecht, Pl.: Neutra). Beim Genus ist zwischen
dem natürlichen Geschlecht (dem Sexus) und dem grammatischen Geschlecht
(dem Genus) zu unterscheiden. Das natürliche Geschlecht hat nur zwei Formen
(Maskulinum und Femininum), das grammatische – drei Formen (Maskulinum,
Femininum und Neutrum). Das natürliche Geschlecht spielt im Deutschen
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gegenüber dem Genus eine geringe Rolle. Nur im engeren Bereich der
Personenbezeichnungen und zum Teil auch der Tierbezeichnungen wird das
Genus vom natürlichen Geschlecht bestimmt: der Vater – die Mutter, der Mann
– die Frau, der Bruder – die Schwester, der Sohn – die Tochter, der Opa –
die Oma, der Onkel – die Tante, der Neffe – die Nichte, der Vetter – die Kusine,
der Koch – die Köchin; der Hahn – die Henne, der Hengst – die Stute,
die Kuh – der Ochs(e), der Kater – die Katze, die Ziege – der Ziegenbock u. a.
Ausnahmsweise widerspricht das grammatische Geschlecht dem natürlichen
Geschlecht: die Wache (der Soldat auf Posten), das Weib, das Fräulein u. a.
Die meisten Tierbezeichnungen unterscheiden das natürliche
Geschlecht nicht, eine Bezeichnung gilt für Männchen und Weibchen: der
Schmetterling, der Frosch, der Karpfen, die Maus, das Wiesel, die Ameise u.a.
Es gibt im Deutschen eine Vielzahl von Substantiven mit schwankendem
Genus: der/das Bauer(Käfig), der/das Teil, der/das Liter, der/das Meter,
der/das Bereich, der/das Bonbon, der/das Kompromiss, der/das Traktat u. a.
DAS GRAMMATISCHE GESCHLECHT DER SUBSTANTIVE
DER BEDEUTUNG NACH
Maskulina sind:
 die Benennungen von Lebewesen männlichen Geschlechts: der Mann, Sohn,
Bruder, Onkel, Fuchs, Hund, Gänserich, Kater, Eber u. a. A b e r : die
Wache.
 viele Benennungen der Vögel: der Adler, Birkhahn, Habicht, StrauB,
Schwan, Uhu, Kuckuck, Falke, Rabe, Spatz, Sperling, Geier, Kondor,
Pinguin, Storch, Zeisig, Star, Sperber, Specht, Papagei, Pirol, Pelikan, Fink,
Kolibri, Segler, Seetaucher u. a. A b e r : die Nachtigall, die Drossel,
die Krähe, die Möwe, die Lerche, die Schwalbe, die Wachtel, die Meise,
die Dohle, die Schnepfe u. a.
 viele Benennungen der Fische: der Aland, Hecht, Hai, Barsch, Wels, Aal,
Gründling, Karpfen, Hering, Wal, Zander, Stör, Lachs, Kaulbarsch, Butt,
Dorsch, Thunfisch, Steinbutt, Rochen. A b e r : die Forelle, die Scholle,
die Sprotte, die Brachse, die Karausche, die Plötze, die Sardelle, die
Sardine, die Schmerle, die Makrele.
 die Benennungen der Jahreszeiten, Monate, Wochentage, Tageszeiten:
der Winter, August, Freitag, Abend, Morgen. A b e r : die Woche, das Jahr,
das Jahrzéhnt, das Jahrhúndert, das Jahrtáusend, die Nacht.
 die Benennungen der Himmelsrichtungen, der Winde: der Süden, Nordost,
der Nahe Osten, Zyklon, Föhn, Passat, Taifun, Monsun, Hurrikan, Mistral,
Orkan, Tornado, Tsunami, Schirokko. A b e r : die Brise, die Bora.
 die Benennungen der Niederschläge: der Regen, Reif, Tau, Nebel, Hagel,
Smog, Dunst.
 die Benennungen der Spirituosen: der Sekt, Wodka, Kognak [ ],
Whisky, Likör, Grog, Rum, Schnaps, Wein, Champagner [ ].
A b e r : das Bier.

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 die Benennungen der Expresszüge und Automarken: der Hungaria, Wolga,
Škoda, Lada, MAN, Mazda.
 die Namen der Mineralien und Gesteine, Edelsteine, Erdarten: der Kies,
Marmor, Basalt, Kalk, Malachit, Opal, Sand, Splitt, Granit, Quarz, Schiefer,
Lehm, Ton, Rubin, Diamant, Saphir [za'fi: ], Türkis, Topas, Smaragd,
Amethyst. A b e r : die Gur, die Kreide.
 die meisten Benennungen der Berge, Seen und Vulkane: der Harz, Ural,
Elbrus, Brocken, Kaukasus, Pamir, Olymp, Himálaja [auch: hima'la:ja],
Altai, Tienschan, Kasbek, Tschomolungma; Baikal, Narotsch; der Vesuv,
Ätna, Kilimandscharo. A b e r : die Tatra, die Eifel, die Zugspitze. Nur im
Plural: die Pyrenäen, die Alpen, die Karpaten, die Kordilleren, die Anden,
die Sudeten.
 die Ozeane: der Indik (der Indische Ozean), der Pazifik (der Stille Ozean),
der Atlantik (der Atlantische Ozean), der Arktische Ozean (das
Nordpolarmeer).
 die Benennungen von Währungen: der Rubel, Euro, Jen, Pfennig,
Franken, Schilling, Dollar, Cent [sεnt], Sterling, Zloty ['zl ti, 'sl ti], Lew,
Groschen. A b e r : die Mark, die Kopeke, die Drachme, die Krone, die Lira,
das Pfund.
Feminina sind:
 die Benennungen von Lebewesen weiblichen Geschlechts: die Frau, Braut,
Witwe, Gans, Kuh, Sau. A b e r : das Mädchen, das Mädel, das Weib,
das Fräulein, das Schaf, das Huhn.
 die meisten Benennungen von Insekten: die Biene, Ameise, Mücke,
Spinne, Motte, Libelle, Grille, Zikade, Raupe, Wanze, Laus, Drohne,
Fliege, Heuschrecke, Hummel, Schabe, Milbe, Wespe, Schnecke.
A b e r : der Schmetterling, der Käfer, der Floh, der Grashüpfer, der
Skorpion, der Kakerlak.
 die meisten Benennungen der Bäume (außer den Substantiven auf -baum):
die Akazie, Birke, Eibe, Kiefer, Tanne, Linde, Pappel, Eiche, Erle, Esche,
Espe, Palme, Ulme, Rüster, Buche, Lärche, Fichte, Weide, Zyprésse.
A b e r : der Ahorn, der Baobab, der Lorbeer.
 die meisten Benennungen der Blumen: die Aster, Begónie, Chrysantheme
[kryzan'te:m], Dáhlie, Päónie, Geránie, Gladiole, Kalla, Kamille,
Kornblume, Lilie, Margerite, Narzisse, Nelke, Rose, Tulpe. A b e r :
der Kaktus, der Lavendel, der Mohn, der Enzian, der Phlox, der Flieder, der
Löwenzahn, das Veilchen, das Maiglöckchen, das Vergissmeinnicht.
 die Benennungen der Beeren, Obst- und Gemüsearten: die Brombeere,
Erdbeere, Walderbeere, Hagebutte, Heidelbeere, Himbeere, Johannisbeere,
Moosbeere, Preiselbeere, Stachelbeere, Weintraube, Wassermelone;
Aubergine [obεr' i:n ] (баклажан), Bohne, Erbse, Gurke, Kartoffel, Möhre,
Tomate, Zwiebel; Ananas, Birne, Banane, Kirsche, Pflaume, Kiwi, Zitrone,
Mango. A b e r : der Knoblauch, der Kohl, der Rettich, der Kürbis, der
Paprika, der Zucchino [tsυ'ki:no], der Spargel; der Apfel, der Pfirsich.
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 die Benennungen von Zigarettensorten: die Camel [′kε...], Havanna, West,
Belomor.
 die Benennungen der Schiffe und Flugzeuge (die Maschine): die
“Deutschland“, die „Titanic“; die TU-154, die AN-24, die Boeing. A b e r :
bei Tierbezeichnungen, die als Schiffsnamen verwendet werden, tritt
meist das betreffende Genus dieser Bezeichnungen ein: das „Krokodil“,
die „Möwe“.
 die Benennungen der meisten deutschen Flüsse: die Elbe, Oder, Spree,
Saale, Neiße, Weser, Havel, Mosel, auch die Donau. A b e r : der Rhein, der
Main, der Neckar, der Inn, der Lech.
Russische (belarussische) Flussnamen haben meist das Geschlecht, das
ihnen in der russischen (belarussischen) Sprache eigen ist: die Swislotsch,
der Dnepr, der Don, der Neman. A b e r : der Ob.
 die meisten fremdsprachigen Flussnamen auf -e, -a sind Feminina:
die Thémse, die Seine [:()], die übrigen sind Maskulina: der
Amazonas, Nil, Ganges [], Kongo, Mississippi, Missouri, Indus,
Tigris, Tiber.
 die Benennungen der Wüsten (die Wüste): die Gobi, Sahara, Karakum.
 substantivierte Grundzahlwörter: die Eins, Fünf, Tausend, Million. A b e r
die Mengenbezeichnungen sind Neutra: das Hundert, Tausend, Dutzend.
Neutra sind:
 die Bezeichnungen von jungen Lebewesen: das Kind, Kalb, Lamm, Ferkel,
Füllen, Fohlen, Küken. A b e r : der Welpe, -n, -n
 die Benennungen von Erdteilen, Ländern, Ortschaften, Städten, Inseln und
Halbinseln: (das) Afrika, Haiti, Korsika, Kreta, Zypern, Tschechien, Den
Haag. A u s n a h m e n : die Antarktis; die Schweiz, die Ukraine, die Moldau,
die Sowjetunion, die DDR, die Slowakei, die Mongolei, die Türkei, (der)
Irak, (der) Iran, der Kongo, der Senegal, der Sudan, der Libanon, der
Jemen, der Tschad, die USA (Pl.), die Niederlande (Pl.), die Philippinen
(Pl.), die Vereinigten Arabischen Emirate (Pl.); die Arktis, die Pfalz, die
Lausitz, die Dobrudscha, die Riviéra [......], die Lombardei, die Normandie;
die Champagne [ā], die Levante, die Provence [...ā:]; der Haag
(Den Haag); die Krim, die Bretagne [], der Balkan, der
Peloppenes, die Kurilen, die Bahamas, die Azoren, die Seychellen
['], die Bermudas, die Antillen, die Balearen
 die Benennungen der Metalle, Legierungen, chemischer Elemente
(Wurzelwörter): das Gold, Silber, Blei, Kupfer, Platin, Nickel, Messing,
Zinn; Chlor, Jod, Brom. A b e r : der Stahl, die Bronze [ō:], der Tómbak;
der Schwefel, der Phósphor und die Benennungen auf -stoff: der
Wasserstoff, der Sauerstoff, der Stickstoff
 die Namen von physikalischen Einheiten: das Kilowatt, Gramm, Kilo,
Liter (auch: der), Meter (auch: der), Pfund, Prozent. A b e r : der Grad,
der Kilometer, der Zentner, die Sekunde, die Stunde, die Tonne.
 die Namen von Wasch- und Reinigungsmitteln: das Klarofix, Persil, Ariel.
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 die Namen von Bieren (das Bier): das Pils u. a.
 die Benennungen von Hotels (das Hotel), Cafes (das Cafe), Kinos (das Kino):
das Wolga – das Hotel (die Wolga – der Fluss, der Wolga – das Auto)
 die Benennungen von Lauten, Buchstaben und Noten: das A, das ABC u. a.
 die Benennungen der Farben, Sprachen, Studienfächer: das Rot (a b e r : die
Röte), das Grün, das Russisch(e), das Deutsch(e) u. a.

Anmerkung:
a) Das Geschlecht der Zusammensetzungen und Abbreviaturen wird nach
dem Geschlecht des Grundwortes bestimmt: der Arbeitstag; die BRD − die
Bundesrepublik Deutschland.
b) Das Geschlecht der Abkürzungen wird nach dem Geschlecht des vollen
Wortes bestimmt: das Labor – das Laboratorium, der Pulli – der Pullover,
die Uni – die Universität, der Trafo – der Transformator, die Lok – die
Lokomotive, die Kripo – die Kriminalpolizei, der Akku – der Akkumulator,
der Krimi – der Kriminalroman

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie viele Formen haben das natürliche und
das grammatische Geschlecht? 2. Wird das grammatische Geschlecht im
Deutschen vom natürlichen oft bestimmt? 3. Welchen Geschlechts sind die
Benennungen von Lebewesen? Welche Benennungen bilden die Ausnahmen?
4. Zu welchem Geschlecht gehören die meisten Benennungen von Insekten
(Vögeln, Fischen, Bäumen, Blumen, Obst-und Gemüsearten, Geldeinheiten,
Erdteilen, Ländern, Inseln, Bergen, Flüssen, Metallen, Mineralien, chemischen
Elementen, physikalischen Einheiten)? Nennen Sie die entsprechenden
Ausnahmen! 5. Zu welchem Geschlecht gehören die Benennungen von
Jahreszeiten (Wüsten, Hotels, Niederschlägen, Cafes, Himmelsrichtungen,
Kinos, Automarken, Ozeanen, Seen)? 6. Was bezeichnen folgende Wörter:
die Wolga, der Wolga, das Wolga? 7. Welchen Geschlechts sind
die Benennungen von Schiffen (Flugzeugen, Farben)? 8. Zu welchen
Geschlechtern gehören die substantivierten Wortarten? 9. Wie wird das
Geschlecht der Zusammensetzungen (Abbreviaturen und Abkürzungen)
bestimmt? 10. Welche Substantive sind der Bedeutung nach Maskulina
(Feminina, Neutra)?

Übung 1. Lesen Sie die Gattungsnamen mit dem bestimmten Artikel und
ordnen Sie sie in die Tabelle:
Blumen Laub- und Vögel Garten- Obstarten Insekten Metalle
Nadelbäum gemüse
e
Gold, Pappel, Rettich, Spinne, Nachtigall, Kamille, Fichte, Mango, Blei, Möhre,
Kiefer, Spargel, Falke, Löwenzahn, Kupfer, Kürbis, Floh, Tulpe, Pfirsich,
Lauch, Apfel, Phosphor, Eiche, Jasmin, Espe, Specht, Begonie, Wespe, Buche,
Kobalt, Ahorn, Ulme, Ananas, Lärche, Birne, Geranie, Kolibri, Birke, Kaktus,
8
Pirol, Tanne, Zinn, Esche, Aubergine, Lavendel, Bohne, Schabe, Kartoffel,
Pfeffer, Zwiebel, Drossel, Kohl, Pinie,Tomate, Aster, Dahlie, Veilchen, Nelke,
Mohn, Wachtel, Kiwi, Eisen, Aprikose, Schmetterling, Primel, Bronze.

Übung 2. Lesen Sie die geographischen Namen mit dem bestimmten Artikel
und sagen Sie, was sie bezeichnen (Fluss, See, Meer, Ozean, Gebirge, Land,
Stadt, Gebiet, Insel/Halbinsel, Wüste). Ordnen Sie die Nomen in Ihre
Tabelle:
M u s t e r : Minsk – das Minsk – Minsk ist die Bezeichnung einer Stadt.
Alpen, Ob, Saale, Tatra, Atlantik, Niagara, Kaukasus, Kurilen, Gobi, Dnepr,
Sahara, Baikal, Neckar, Jórdan, Balchaschsee, Brocken, Türkei, Himalaja,
Ukraine, Elbrus, Kuba, Havel, Tienschan, Pfalz, Azoren, Seine, Bretagne,
Oder, Tigris, Balaton, Krim, Riviera, Indik, Jemen, Malta, Sudeten, Rhein,
Nordsee, Pyrenäen, Weser, Champagne, Sudan, Elbe, Haag, Amazonas,
Erzgebirge, Philippinen, Provence, Ganges, Anden, Neiße, Schweiz, Karasee,
Arktis, Jamaika, Niederlande, Swislotsch, Balkan, Ruhr, Kordilleren,
Dobrudscha, Peloppenes, Slowakei, Inn, Irak, Ural, Kongo, Hiddensee, Indus,
Tschechei, Bermudas, Zypern, Köln, Ostsee, Themse, Moldau, Bug, Aljaska,
Narotsch, Vatikan, Euphrat, China, Korsika, Montblanc, Saar, USA, Neman,
Rügen, Weichsel, Nil, Karakum, Tschomolungma, Lausitz, Pazifik, Elsass.

Übung 3. Nennen Sie das passende weibliche Gegenstück:


der Ehemann, der Onkel, der Bräutigam, der Witwer, der Gatte, der Neffe,
der Opa, der Schwager, der Cousin, der Gemahl, der Verlobte, der Beamte,
der Angestellte, der Postbote; der Hengst, der Hahn, der Stier, der Kater, der
Eber, der Wolf, der Gänserich, der Erpel, der Bock.

Übung 4. Wie heißt das Junge von:


dem Schwein, dem Pferd, dem Schaf, dem Huhn, dem Hund, der Kuh, der Ziege

Übung 5. Welches Substantiv passt in die Reihe nicht hinein. Erklären Sie,
warum:
a) Uhu, Geier, Adler, Nachtigall, Sperling, Papagei; b) Hummel, Laus, Wanze,
Käfer, Raupe, Schnecke; c) Wels, Lachs, Hai, Dorsch, Brachse, Stör; d) Zyklon,
Föhn, Bora, Tsunami, Monsun, Orkan; e) Kies, Kalk, Sand, Lehm, Gur, Quarz;
f) Harz, Brocken, Tatra, Himalaja, Kaukasus, Altai; g) Euro, Pfund, Dollar,
Schilling, Jen, Cent; h) Kartoffel, Zwiebel, Erbse, Paprika, Aubergine;
i) Ananas, Pfirsich, Kiwi, Mango, Pflaume, Orange; j) Oder, Weser, Havel,
Mosel, Neckar, Donau; k) Silber, Kupfer, Platin, Schwefel, Nickel, Messing;
l) Kiefer, Rüster, Buche, Pappel, Lorbeer, Eiche.

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Übung 6. Füllen Sie die Lücken aus:
Land/Erdteil Einwohner:männlich Einwohner:weiblich Sprache
der Deutsche
die Finnin
der Pakistani
Polnisch
der Vietnamese
die Asiatin
Englisch
der Chinese
Kroatien
die Russin
der Däne
die Portugiesin
der Kanadier
die Spanierin
Japanisch
der Ire
die Israeli
Australien
der Bulgare
Österreich
Rumänisch
der Franzose
Griechenlan
d
die Türkin
der Schweizer
Holländisch
der Schwede
die Ungarin
der Afghane
Belgien
die Libanesin
Slowakisch
die Tschechin

Übung 7. Setzen Sie den bestimmten Artikel ein:


a) ...Teil (Stück eines Ganzen) - ...Teil (Ersatzstück; Einzelstück) - ... Abteil - ...
Anteil - ... Bestandteil - … Erbteil - ... Erdteil - ... Gegenteil - ... Oberteil - ...
Unterteil - ...Urteil - ...Vorteil; b) ... Barometer - ...Gasometer - ...Geometer - ...
Kilometer - ... Millimeter - ...Thermometer - ... Zentimeter; c) ... Anmut - ...
Armut - ... Demut - ... Freimut - ...Gleichmut - ... Großmut - ... Hochmut - ...

10
Kleinmut - ... Langmut - ... Missmut - ... Sanftmut - ... Schwermut - ... Übermut
- ...Wagemut - ...Wehmut - ...Wankelmut
Übung 8. Welches Nomen mit -mut entspricht dem in den Klammern
stehenden Substantiv?
1. Es ist erstaunlich, mit welchem ... er die Vorwürfe hinnahm. (die
Gelassenheit) 2. Die ... der jungen Tänzerin entzückte die Zuschauer. (die
Grazie) 3. Ganz ohne ... kann man keinen Erfolg haben. (die Risikobereitschaft)
4. Sie dachte mit leichter ... an die Hoffnungen ihrer Jugend. (die Trauer) 5. Ich
finde, sein ... wird langsam unerträglich. (die Überheblichkeit) 6. Die ... ihrer
Antwort reizte ihn noch mehr. (die Milde) 7. Stellen Sie meine ... nicht auf eine
allzu harte Probe! (die Geduld) 8. Bei seinem ... konntest du doch gar nichts
Anderes erwarten. (die Unzuverlässigkeit) 9. Er machte sich mit ... an die ihm
aufgezwungene Arbeit. (die Verdrossenheit) 10. Wir dürfen seine ... nicht
ausnutzen. (die Großzügigkeit) 11. Es herrschte damals im Land drückende ... .
(die Mittellosigkeit).

Übung 9. Unterscheiden Sie zwischen der Teil und das Teil. Füllen Sie die
Lücken aus:
1. ... untere Teil des Motors muss gründlich gereinigt werden. 2. Bevor die
Produkte in den Handel gehen, wird jed... Teil einzeln geprüft. 3. Wie heißt ...
Gegenteil von „oft“? 4. Es war ... große Vorteil für alle, dass einer von uns die
Landessprache beherrschte. 5. ... Abteil war leider schon besetzt. 6. ... Anteil der
Frauen in diesem Betrieb ist nicht groß. 7. Er erhob seinen Anspruch auf ...
Erbteil. 8. Afrika ist ... Schwarze Erdteil. 9. ... Urteil lautet auf 7 Jahre
Freiheitsstrafe.

Übung 10. Setzen Sie den bestimmten Artikel und die Adjektivendung ein:
(magisch) Sieben, (neu) Honda, (mineralreich) Ural, (vielseitig verwendbar)
Silber, (duftend) Aster, (für Kurzstrecken geeignet) AN-24, (in der Natur weit
verbreitet) Phosphor, (meistens in der Mittagspause überfüllt) Esperanto (Café),
(viel geraucht) West, (für die Waschmaschine geeignet) Ariel, (selten) Ypsilon,
(arbeitsfrei) Sonnabend, (komfortabel) Orbita, (heiß) Monsun, (halb) Kilowatt,
(leuchtend) Rot, (luxuriös) Titanic, (weiß) Marmor, (für Filmpremieren
vorgesehen) Capitol, (groß) Drossel, (dicht belaubt) Ahorn, (heilig) Olymp,
(griechisch) Omega, (armenisch) Kognak, (knirschend) Schnee, (zerstörerisch)
Taifun, (wertvoll) Gold, (modern) Arabisch, (hoch) Cis, (schneebedeckt) Pamir,
(prickelnd) Sekt, (fern) Osten, (halb) Million, (glitzernd) Quarz, (stachelig)
Barsch, (rot) Mohn, (vorig) Jahrhundert, (deutsch) Bier, (schimmernd) Opal,
(laut) Hurra, (gefährlich) Blei, (alt) Pappel, (saftreich) Kürbis, (hoch) Tatra.

Übung 11. Füllen Sie die Lücken aus:


1. Die Eichel ist die Frucht ... Eiche. 2. Ganz oben in ... Pappel ist ein Vogelnest.
3. Mir gefällt ... Rot deines Kleides. 4. Der neue Film erlebt seine
Erstaufführung in ... „Casino“. 5. Wann hört ... Regen endlich auf? 6. Ist ...

11
Brillant ein geschliffener Diamant? 7.Von allen Blumen mag ich am liebsten ...
Mohn, ... Vergissmeinnicht und ... Aster. 8. Oft verarbeitet man ein... Saphir
zusammen mit einem Brillanten. 9. Die Linie nach Moskau wird heute mit ...
TU-134 beflogen. 10. Aus ... Lavendel macht man einen Riechstoff. 11. ... Hagel
hat viel Schaden verursacht. 12. Beim Kochen oder beim Backen benutzt man
manchmal entweder nur ... Eiweiß oder nur ... Eigelb. 13. Wir fuhren in ...
Nebel durch das Gebirge. 14. Er schenkte ihr ein... hübsch... Türkis. 15. ...
Schirokko ist ein heißer Mittelmeerwind. 16. Dein neu... Rubin ist von einem
intensiven Rot. 17. Du musst ... Fuchsie und ... Geranie täglich gießen. 18. ...
Fiat ist ein moderner Mittelklassenwagen. 19. Sie möchte sich eine Kette mit
ein... Aquamarin oder ein... Amethyst kaufen. 20. Wir fuhren mit ... „Europa“ ...
Rhein aufwärts. 21. Wir sind in ... „Hilton“ abgestiegen. 22. Vorsicht mit ...
Maiglöckchen; es ist giftig! 23. Wir haben uns in ... „Sacher“ (Café) bequem
gemacht. 24. Auf ... Mississippi kann man noch mit alten Raddampfern fahren.

Übung 12. Ersetzen Sie die kursiv gedruckten Substantive:


1. Er ist vor zwanzig Jahren aus der Schweiz ausgewandert. (Турция, США,
Судан, Словакия, Словения) 2. Die Rose ist eine Blume. (астра, пион,
фиалка, мак, подснежник) 3. Ich habe mich an eine Birke angelehnt. (клен,
тополь, сосна, дуб) 4. Die Raupe ist ein Insekt und hat also 6 Beine. (жук,
шмель, кузнечик, таракан, клещ) 5. Der Kürbis ist eine Gemüsesorte.
(зеленый лук, репчатый лук, капуста, редиска, перец, помидор) 6. Die
Dobrudscha ist eine kleine Ortschaft. (Шампань, Лаузиц, Пфальц) 7. Diesen
Sommer erholte er sich in dem Ural. (Кавказ, Карпаты, Татры, Гарц, Альпы)
8. Der Hai ist ein Raubfisch. (окунь, щука, сом) 9. Im nächsten Sommer fährt
er auf die Krim. (Филиппины, Пелопоннес, Ривьера) 10. Die Sage führt uns
an den Rhein. (Одер, Майн, Везер, Обь) 11. Der Urlaub am Königssee ist in
allen Orten recht billig. (Нарочь, Боденское озеро, Байкал) 12. Er fährt seit
langem seinen Mercedes. (Хонда, Ауди, Лада).

Übung 13. Setzen Sie den bestimmten Artikel ein:


1. Eine Reise in ... Alpen oder in ... Tatra, in ... Schweiz oder in ... Türkei ist
reich an herrlichen Bildern. 2. Der höchste Berg in Norddeutschland ist ...
Brocken in ... Harz. 3. Das internationale Schiedsgericht tagt in ... Haag, ...
Niederlanden. 4. Die Umgebung Berlins ist reich an Wasser: dort fließen ...
Spree und ... Havel. Beide sind seenartig erweitert und bilden ... Wannsee, ...
Müggelsee und ... Tegeler See. 5. Der höchste Berg Deutschlands ist ...
Zugspitze in ... Alpen. 6. Er hat eine Reise in ... Tschechei und nach Ungarn
angetreten, und im nächsten Jahr will er in ... Nahen Osten fahren, darunter nach
Ägypten, in ... Irak und ... Iran. 7. Viele Urlauber fahren auf ... Krim, an ... Don
und an ... Wolga, in ... Kaukasus mit ... Elbrus, manche über ... Ural nach
Sibirien. 8. ... Arktis ist im Gegenteil zu ... Antarktis kein Erdteil. 9. Er möchte
von Bratislava aus auf ... Donau nach Budapest fahren und von dort ... Balaton
einen Besuch abstatten. 10. In ... USA gibt es viele große Industriestädte. 11. An
... Nord- und Ostsee liegen bekannte deutsche Handelsstädte: das reiche Bremen
12
an ... Weser, das alte Hamburg an ... Elbe, das lange Zeit selbständige Danzig an
... Weichsel und das kleinere Memel an ... Memel. 12. Prshewalski bereiste ...
Tienschan, Tibet und ... Pamir.

Übung 14. In den folgenden Wendungen bzw. Sprichwörtern kommen


Bezeichnungen von Tieren, Vögeln und Insekten mit dem unbestimmten
Artikel vor. Ordnen Sie die richtigen Substantive zu: Adler, Bär, Aal, Storch,
Laus, Bock, Elefant, Floh, Gans, Mücke, Wolf, Lerche:
jmdm. einen ... aufbinden; aus einer ... einen ... machen; einen ... schießen; wie
eine ... singen; Hunger haben wie ein ... ; ein ... kann auch beißen; aus einer ...
wird kein ... ; jmdm. eine ... in den Pelz setzen; wie ein ... im Salat gehen; sich
drehen und winden wie ein ...

Übung 15. Spiel “Was es nur in der Natur gibt!“ S p i e l r e g e l n : Die


Gruppe wird in 2 Mannschaften eingeteilt. Die Spieler aus verschiedenen
Mannschaften bilden Paare. Sie werden reihum aufgefordert, möglichst
mehr Benennungen von Tieren, Fischen, Vögeln, Insekten, Blumen,
Bäumen, Flüssen u.a. aufzuschreiben. Punkte für seine Mannschaft erhält
jeweils derjenige, der die meisten Substantive zu Papier gebracht hat. Die
Mannschaft mit der höchsten Punktzahl gewinnt das Spiel.

Übung 16. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen! Entwerfen Sie ein
Kreuzworträtsel zum Thema „Das Geschlecht der Substantive der
Bedeutung nach“. Passen Sie auf korrekte Umschreibungen der jeweiligen
Wörter auf! Z. B.: tropischer Wirbelsturm (bes. in Ostasien) – der Taifun;
ein Mineral, roter wertvoller Edelstein – der Rubin u. a. Tauschen Sie
nachher in der Gruppe Ihre Blätter mit Kreuzworträtseln aus und
versuchen Sie diese zu Hause zu raten.

Übung 17. Beantworten Sie die Fragen, gebrauchen Sie dabei die
Substantive im Singular mit dem bestimmten Artikel:
1. Welche Fische leben im Süßwasser (im Meerwasser)? 2. Welche Früchte
werden im heißen Klima gezüchtet? 3. Welche Bäume wachsen in einem
Mischwald? 4. Welche Gebirge (Berge) befinden sich in Amerika (Europa,
Asien)? 5. Welche Vögel sind Zugvögel? 6. Welche Vögel bleiben bei uns
überwintern? 7. Welche Gartenblumen (Topfblumen) kennen Sie? 8. Welche
Flüsse fließen durch Deutschland? 9. Welche Mineralien und Gesteine werden
als Schmuck verwendet?

Übung 18. Assoziationen! Mit welchem Tier, Vogel oder Insekt vergleicht
man:
einen listigen, schlauen Menschen; einen ungeschickten Menschen; einen feigen
Menschen; einen trotzigen, sturen Menschen; einen arbeitsamen Menschen;
einen scharfsichtigen Menschen; einen treuen Menschen; einen langsamen
Menschen; einen geschickten Menschen; einen prahlerischen Menschen; einen
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hungrigen Menschen; einen sehr dünnen Menschen; einen fleißigen Menschen;
einen aufdringlichen lästigen Menschen; einen raffinierten, hinterhältigen
Menschen; einen tapferen Menschen; einen schön singenden Menschen; einen
frommen Menschen; eine anmutige schlanke Frau; eine dumme Frau; eine
lieblose, hartherzige Mutter.

Übung 19. Fügen Sie die Satzteile rechts den Satzteilen links zu, so dass die
Sprichwörter bzw. Wendungen den richtig en Sinn erhalten. Füllen Sie dabei die Lücken
aus :
1. ... Elster kommt a) noch keinen Sommer.
2. Von Worten wird b) ernähren seine Beine.
3. Wer's Glück hat, c) durch ihr Schwatzen um.
4. wie ... Made im Speck d) im Karpfenteich.
5. Wenn es ... Esel zu wohl wird, e) leben.
6. Das weiß f) ... Henne.
7. ... Storch g) gibt weder Milch noch Wolle.
8. Das Ei will klüger sein als h) ... Geier!
9. Er liegt auf seinem Geld i) als ein... Taube auf dem Dach.
10. ... Ziegenbock j) hat sie ins Bein gebissen.
11. Besser ein Spatz in der Hand k) wie ... Hund auf dem Heu.
12. ... Wolf l) geht er aufs Eis tanzen.
13. Ein ... Schwalbe macht m) ... Nachtigall nicht satt.
14. ... Hecht n) dem legt ... Hahn Eier.

Übung 20. Übersetzen Sie:


a) эмигрировать в Швейцарию; белая глина; остановиться в
представительной "Астории"; наслаждаться ароматной сиренью;
необходимый для человеческого организма йод; английский фунт;
зубастая щука; огромный Боинг-747; красное золото; опасный хлор; ездить
на комфортабельной "Мазде"; высокая сосна; универсальный "Ариель";
работать на Дальнем Востоке; французский коньяк; длинная Амазонка;
цветущая липа; терпкое вино; ярко-красный цвет; нежная незабудка;
латинская F; полмиллиарда; маленький жеребенок; белая ворона; красный
рубин; французская Ривьера; уверенное "нет"; прибыть в Гаагу; по праву
заслуженная "девятка"; мохнатый шмель; лететь через Атлантику;
посадить фиалку и кактус; смертоносная Этна; бурная Эльба; изучать
древний хинди; срубить старый клен во дворе; предпочитать палтус
осетру; кольцо с изумрудом; ходить босиком по росе; отдыхать в Крыму.

b) 1. Урал отделяет Азию от Европы, а Пиренеи – Францию от Испании.


2. Эльбрус – самая высокая гора на Кавказе. 3. Воды глубокого Нила
делают Египет плодородным. 4. Есть 2 Франкфурта: один расположен на
Майне, другой – на Одере. 5. Неккар протекает по красивой долине. 6.
Значительная часть Северного Ледовитого океана покрыта льдом не
только зимой, но и летом. 7. Филиппины – островное государство в Тихом

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океане. 8. Балканы в конце 20 века были опасным очагом напряженности.
9. Бретань – полуостров на западе Франции, а Нормандия – историческая
провинция и область на северо-западе Франции. 10. В Лаузице живет
национальное меньшинство – сорбы. 11. Климат Арктики характеризуется
долгой зимой и коротким летом. 12. Резиденция папы Римского находится
в Ватикане. 13. Высокие Татры – горы в Чехии – являются излюбленным
местом туристов. 14. Крайний Север России богат полезными
ископаемыми. 15. Ближний Восток до сих пор остается горячей точкой.
16. На юге Африки есть уникальное место, где встречаются 2 океана –
холодный Атлантический и теплый Индийский.

Übung 21. Hören Sie sich die Texte an und erzählen Sie sie nach:
1. Lehrer Bauer fragt: "Wer kann mir sagen, zu welcher Familie der Wal gehört?
Vielleicht du, Thomas?" – Die Antwort: "Ich kenne keine Familie, die einen
Wal hat."
2. P a u l. Warum ertrinkt der Schwan bei Hochwasser nicht? M o n i k a. Weil
er so einen langen Hals hat.
3. "Warum hat der Elefant rote Augen?" – "Damit er sich besser in einem
Kirschbaum verstecken könnte." – "Aber ich habe noch nie einen Elefanten
in einem Kirschbaum gesehen". – "Da siehst du, wie gut er sich versteckt".
4. Der Lehrer spricht über die Vögel der Heimat: "Das letzte Mal haben wir den
Raben und die Eule durchgenommen, heute kommen wir zum Storch. Kann
mir vielleicht jemand etwas über den Storch erzählen?" Maria meldet sich:
"Ich, Herr Müller, aber das ist eigentlich kein Thema für die 5. Klasse."
5. „Ein Floh ist mutiger als du!“ − "Wieso?" – "Traust du dich, einen Bären zu
beißen?" – "Nein". – "Siehst du! Aber ein Floh traut sich!"
6. Ein Angler saß an einem Teich und beobachtete eine Schönheit, die ins
Wasser steigen wollte: "Das Baden ist hier verboten, Fräulein!" −"Warum
haben Sie mir das nicht gesagt, bevor ich mich ausgezogen habe?"−
"Ausziehen ist nicht verboten".

Übung 22. Gebrauchen Sie das Sprichwort "Wer ein Kalb stiehlt, stiehlt
eine Kuh" in einem kleinen Zusammenhang.

Übung 23. Rätsel- und Scherzfragen! Erfinden Sie scherzhafte Rätsel, in


denen die Benennungen von Fischen, Vögeln, Insekten, Blumen, Bäumen
u. a. vorkommen würden. Lassen Sie Ihre Studiengefährten diese raten.
Z. B.: Was wird ein Schaf nach 5 Jahren? (Ein Schaf von 6 Jahren); Was hat
2 Beine und macht kra-kra? (die Krähe) – Und was hat 4 Beine und macht
kra-kra? (2 Krähen); Es steht auf der Wiese und macht miau. Was ist es?
(Eine Kuh mit Sprachfehler); Was bedeutet 999 tick und einmal tack? (der
Tausendfüßler mit einem Holzbein); Welcher Hahn kräht nicht? (der
Wasserhahn) u. a.

Übung 24. Sprechen Sie zum Thema "Schön ist unsere Republik!"
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TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Die Benennungen der Fische sind
a) Maskulina, b) Maskulina und Feminina, c) Maskulina und Neutra, d) Neutra
und Feminina. 2. Die meisten Benennungen von Bäumen sind a) Maskulina,
b) Feminina, c) Neutra. 3. Die meisten Ländernamen sind a) Maskulina,
b) Feminina, c) Neutra. 4. Die meisten Benennungen von Bergen sind
a) Maskulina, b) Feminina, c) Neutra. 5. Die meisten Benennungen von Insekten
sind a) Maskulina, b) Feminina, c) Neutra. 6. "Die Belarus" ist a) ein Land,
b) ein Schiff, c) ein Kino. 7. Substantivierte Adjektive und Partizipien sind
a) Neutra, b) Neutra und Maskulina, c) Neutra, Maskulina und Feminina.
II. Finden Sie in jeder Reihe ein Kuckucksei: 1. Falke, Rabe, Wachtel,
Kolibri, Papagei; 2. Gänserich, Pferd, Bock, Erpel, Stier; 3. Karpaten, Pyrenäen,
Tatra, Anden, Sudeten; 4. Gans, Kuh, Sau, Schaf, Ziege; 5. Welpe, Füllen, Kalb,
Lamm, Ferkel; 6. Donau, Oder, Weser, Mosel, Main; 7. Million, Eins, Fünf,
Dutzend, Elf; 8. Kilowatt, Grad, Prozent, Gramm, Kilo.
III. Finden Sie die Ausnahmen: Drossel, Kobalt, Feldspat, Lachs, Floh, Gelb,
Schwefel, Dunst, Malachit, Kürbis, Euro, Ahorn, Pfund, Zander, Neckar,
Hengst, Pappel, Hummel, Hai, Weichsel, Ob, Kupfer, Saphir, Lauch, Sand,
Spanisch, Zwiebel, Spargel, Schirokko, Himalaja, Nachtigall, Jahrzehnt, Gur,
Türkis, Eifel, Hahn, Braut, Flieder, Ätna, Toyota, Pfalz, Ananas, Akku, Mango,
Altai, Balkan, Laus, Vermögen, Thermometer, Pfirsich, Dorsch, Chlor, Lorbeer.

DAS GRAMMATISCHE GESCHLECHT DER SUBSTANTIVE


DER FORM NACH
Maskulina sind:
 Ableitungen mit dem Suffix -er und seinen Varianten -ler, -ner, -aner,
-ianer sowie mit dem Suffix -el: der Wecker, Tischler, Redner, Kanadier,
Amerikaner; der Stachel, Schlüssel, Deckel, Flügel.
A n m e r k u n g : Die Suffixe -er, -el darf man nicht mit dem Wurzelauslaut
-er, -el verwechseln. In den Wörtern das Fenster, die Tafel, das Leder,
die Leber, das Segel, das Muster, das Feuer, die Gabel, die Insel, die Nadel,
die Schaukel, das Ufer, die Ader, die Butter, die Feder, die Angel u. a. sind
-er, -el keine Suffixe.
 Ableitungen mit dem Suffix -ling: der Lehrling, Säugling, Zwilling, Feigling,
Häftling, Neuling, Schwächling. A b e r : die Reling.
 Substantive auf -ich (der Kranich, Rettich), -ig (der Essig, Honig. A b e r :
das Reisig), -s (der Fuchs, Knicks), -en (der Boden, Kasten), -or (der Fáktor,
Totalisátor, Dekór, Mármor, Humór, Mónitor, Térror).
 internationale Wörter mit den Suffixen: -ismus (der Egoismus), -us
(der Bonus, Lapsus. A b e r : das Genus, das Tempus).
 internationale Wörter (vorwiegend Personenbezeichnungen) mit den
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Suffixen: -al (der Admiral), -and (der Doktorand), -ant (der Adjutant),
-är (der Aktionär, Legionär, der Militär. A b e r : das Militär – Gesamtheit
der Soldaten eines Landes), -ar (der Notar, Barbar), -ast (der Fantast,
Gymnast), -at (der Advokat), -ent (der Absolvent), -et (der Asket), -eur/-ör
(der Amateur, Friseur/Frisör), -iker (der Fanatiker), -ikus (der Kanonikus),
-loge (der Biologe), -or (der Agitator), -ier (der Bankier [baη'kĭe:]. A b e r :
das Kollier [ko'lĭe:], das Atelier [ate'lĭe:], das Spalier, die Manier),
-ist (der Artist), -nom (der Astronom), -soph (der Philisoph), -graf (der
Photograf).
 die meisten Substantive, die affixlos von Verben abgeleitet sind: der Schuss,
Tritt. A b e r : das Fass, das Mehl, das Lob, das Leid, das Dach, das Spiel,
das Bad, das Grab, das Maß, das Geld, das Licht, das Angebot, das Verbot,
das Recht, die Tat.
 substantivierte Adjektive und Partizipien, die männliche Personen
bezeichnen: der Alte, der Reisende, der Gelehrte u. a.
Feminina sind:
 Benennungen von weiblichen Lebewesen mit dem Suffix -in: Lehrerin,
Köchin, Freundin, Löwin.
 die meisten zweisilbigen Substantive (Nichtlebewesen) auf -e: die Lampe,
Messe, Seite, Straße, Schlange, Treppe, Ware, Rose. A b e r : der Käse,
das Ende, das Auge, das Interesse.
 die Substantive mit den alten Suffixen -e, -t(st): a) Ableitungen von
Adjektiven: die Höhe, Größe, Nähe; b) Ableitungen von Verben: die
Sprache, Lage; die Ankunft, Fahrt, Gunst, Sucht, Gruft, Sicht, Schlacht,
Schrift, Glut, Macht, Tracht, Last, Flucht. A b e r : das Gift, das Recht,
das Gespenst, das Gesicht; der Frost, der Durst, der Verlust, der Dienst.
 alle Substantive mit den Suffixen: -ei, -elei, -erei (die Bäckerei,
Schmeichelei, Raucherei), -heit (die Einheit), -keit (die Bitterkeit), -schaft
(die Eigenschaft), -ung (die Achtung, Bildung, Hoffnung, Kleidung).
 internationale Wörter mit den Suffixen: -anz (die Allianz), -age (die Etage),
-(t)ät (die Aktivität), -enz (die Differenz), -ie (die Akademie. A b e r : das
Genie ['...]), -(t)ion (die Deklination. A b e r : das Stadion, der Spion), -ik
(die Akrobatik), -(t)ur (die Kultur, Zensur. A b e r : das Abitur, der Purpur,
das Futur), -itis (die Arthritis, Bronchitis, Nephritis, Neuritis, Rachitis).
 internationale Substantive auf: -a (die Aula), -ade (die Ballade), -aille
(die Kanaille [']), -aise/äse (die Marseillaise [:()],
Majonäse, Polonäse), -äne (die Fontäne), -elle (die Zitadelle), -ette (die
Etikette), -ine (die Margarine), -isse (die Kulisse), -ive (die Alternative), -ose
(die Neurose), -sis/se (die Basis, Analyse), -thek (die Diskothek), -üre (die
Bordüre, Broschüre, Gravüre).
 substantivierte Adjektive und Partizipien, die weibliche Personen
bezeichnen: die Alte, die Reisende, die Verwundete, die Deutsche u. a.
Neutra sind:

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 Substantive mit den Verkleinerungssuffixen -chen, -lein: das Mädchen
(auch: das Mädel), das Büchlein.
 Substantive mit dem Präfix ge- (meist Sammelnamen und abwertende
Bezeichnungen für Gesamtvorgänge): das Gebirge, Getränk; Gelaufe,
Geschrei. A b e r : der Gebrauch, der Geruch, der Gehalt, der Geschmack,
der Gesang, der Gedanke, der Genuss; die Gewalt, die Gefahr, die Geburt,
die Geduld, die Gestalt.
 Sammelnamen mit den Halbsuffixen -gut, -werk, -zeug: das Wortgut, das
Schuhwerk, das Schreibzeug.
 die meisten Substantive mit den Suffixen: -nis (das Ereignis, Ergebnis,
Gedächtnis, Geheimnis, Erzeugnis, Bedürfnis, Gefängnis, Verständnis,
Verhältnis. A b e r : die Bitternis, die Besorgnis, die Erlaubnis, die
Erkenntnis, die Kenntnis, die Fäulnis, die Finsternis, die Wildnis), -sal/-sel
(das Schicksal, Rätsel. A b e r : der Stöpsel, die Mühsal, die Trübsal), -tum
(das Altertum, Eigentum, Bürgertum, Christentum, Heldentum, Herzogtum,
Wachstum. A b e r : der Reichtum, der Irrtum).
 Substantive mit dem Suffix -(s)tel (Bezeichnungen für Bruchzahlen): das
Drittel, Viertel, Hundertstel.
 internationale Wörter (Nichtlebewesen) auf: -at (das Attentat, Internat,
Konsulat, Mandat, Plakat, Referat, Resultat, Sulfat. A b e r : der Apparat,
der Automat), -ett (Nichtlebewesen: das Parkett), -il (das Krokodil),
-ma (das Asthma, Dogma, Drama, Klima, Komma, Paradigma, Phlegma,
Plasma, Thema, Schema. A b e r : die Firma), -o (das Tempo), -(m)ent
(Nichtlebewesen: das Argument, Dokument, Experiment, Fundament,
Fragment, Regiment, Instrument, Parlament, Pigment, Segment,
Kompliment. A b e r : der Kontinent, der Zement), -(i)um (das Album,
Visum), -ing (das 'Doping, Shopping ['ı], Training. A b e r : der
Pudding), -fon/-skop (technische Gerätenamen: das Telefon, das
Mikroskop).
 Chemisch-medizinische Fachwörter auf -in (das Aspirin, Benzin), -an, -id,
-it, -ol (das Methan, das Karbid, das Dynamit, das Karbol).
 substantivierte Infinitive: das Lernen, das Leben.
 substantivierte Adjektive und Partizipien, wenn sie abstrakte Begriffe
bezeichnen: das ÄuBere, das Alte, das Erlebte u. a.
 substantivierte Adverbien, Konjunktionen, Präpositionen, Interjektionen,
Pronomen, Fragewörter: das Heute, das Aber, das Warum, das Hurra u. a.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Substantive auf -er, -el gehören zu


Maskulina? Worauf muss man hier besonders achten? 2. Welche internationalen
Wörter sind Maskulina? Nennen Sie die Ausnahmen. 3. Welche internationalen
Wörter sind Neutra? Nennen Sie die Ausnahmen. 4. Welche Ausnahmen
gehören zum Thema „Maskulina der Form nach“ („Feminina der Form nach“,
„Neutra der Form nach“)? 5. Erklären Sie, warum: die Fahrt, aber der Tritt;
der Konsument, aber das Kompliment; die Karakum, aber das Visum;

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der Frühling, aber das Doping; das Blau, aber die Bläue; das Gewölk, aber
der Genuss, die Geburt; die Villa, aber das Klima; der Diplomat, aber das
Konsulat? 6. Welchen Geschlechts sind die Substantive mit den Halbsuffixen
-werk, -gut, -zeug? Warum? 7. Welche Benennungen von Blumen gehören
ausnahmsweise zu Neutra? Welche formellen Kennzeichen haben sie?
8. Welche Benennungen von Bäumen und Blumen könnten auch der Form nach
zu Feminina gerechnet werden? 9. Wählen Sie die richtige Variante: a) (alle; die
meisten) Substantive mit den Suffixen -nis, -sal/-sel, -tum sind Neutra; b) Die
Substantive auf -in sind (Feminina; Feminina oder Neutra; Maskulina oder
Feminina); c) Das grammatische Geschlecht des Wortes die Feier kann man
(der Form nach bestimmen; der Bedeutung nach bestimmen; weder der Form
noch der Bedeutung nach bestimmen). 10. Welche Substantive sind der Form
nach Maskulina (Feminina, Neutra)?

Übung 1. Ergänzen Sie die Endsilben und lesen Sie die Wörter mit dem
bestimmten Artikel:
a) -el, -tel, -or, -enz: Flüg..., Fakt..., Konfer..., Mang..., Drit..., Frequ..., Mot...,
Deck..., Vier... b) -(i)um, -heit, -er, -keit: Selig..., Vaku..., Ein..., Körp...,
Kalz..., Bitter..., Kumm..., Weis..., Pluton..., Fing... c) -tum, -ur, -(m)ent, -at:
Instru..., Sulf..., Tastat..., Fak..., Fig..., Ze..., Eigen..., Autom..., Ras..., Pig...,
Purp..., Mand... d) -us, -itis, -ma, -in: Kurs..., Nikot..., Bronch..., Kom..., Typ...,
Plas..., Benz..., Temp..., Nephr..., Sche... e) -a, -o, -thek, -ling: Sper..., Kont...,
Vill..., Disko..., Zwil..., Bür..., Kamer..., Säug..., Karto..., Temp..., Schmetter...,
Ech... f) -ie, -il, -(t)ion, -en: Bod..., Gen..., Reg..., Stat..., Vent..., Kast...,
Krokod..., Part..., Kalor..., Inspek... g) -s, -e, -ung, -chen: Rotkäpp..., Klap...,
Mär..., Erdbeer..., Verbind..., Knirp..., Zustimm..., War..., Schwip..., Acht...

Übung 2. Diktat mit dem Artikel! Was schreibt man im Auslaut: -g, -ch,
-ck, -k?
Köni..., Kosmeti..., Retti..., Stri..., Essi..., Klini..., Tri..., Opti..., Teppi..., Sti...,
Krani..., Bli..., Honi..., Zeisi..., Pfenni..., Käfi..., Schi..., Pfirsi..., Reisi..., Lo...

Übung 3. Welches Substantiv passt in die Reihe nicht hinein?


a) Deckel, Flügel, Gabel, Schlüssel, Stachel; b) Motor, Labor, Faktor, Humor,
Dekor; c) Numerus, Genus, Kasus, Modus, Bonus; d) Messe, Straße, Treppe,
Käse, Ware; e) Kultur, Natur, Abitur, Zensur, Karikatur; f) Chemie, Kopie,
Knie, Partie, Akademie; g) Deklination, Religion, Position, Stadion, Station;
h) Altertum, Eigentum, Reichtum, Heldentum, Herzogtum; i) Konsulat, Plakat,
Apparat, Referat, Attentat; j) Dogma, Klima, Schema, Asthma, Firma; k) Talent,
Kontinent, Experiment, Prozent, Parlament; l) Schicksal, Rätsel, Mühsal,
Mitbringsel; m) Verbot, Beginn, Wurf, Gang, Stoß, n) Flucht, Last, Gunst,
Kunst, Durst; o) Kino, Lotto, Metro, Porto, Risiko; p) Kamera, Villa, Aula,
Sofa, Lira; r) Schaden, Kasten, Wagen, Zeichen, Hafen; s) Balkon, Waggon,
Salon, Person, Bariton; t) Bäckerei, Polizei, Gärtnerei, Papagei, Bücherei;

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u) Kritik, Musik, Mosaik, Klinik, Technik; v) Gruß, Spaß, Pass, Fluss, Fass;
w) Block, Schock, Sack, Fleck, Stück; x) Klee, Fee, Schnee, See, Tee, Kaffee

Übung 4. Leiten Sie affixlose Substantive ab:


anfangen, baden, bauen, beißen, betrügen, brechen, dringen, decken, fassen,
finden, fließen, fliegen, gehen, gebrauchen, genießen, gießen, graben, greifen,
hängen, klingen, leiden, messen, pfeifen, reiten, schießen, schließen, schneiden,
schwören, schwingen, sprechen, springen, stechen, streichen, treten, wachsen,
werfen, ziehen, zwingen.

Übung 5. Bilden Sie Substantive:


a) mit dem Suffix -e: bitten, folgen, geben, helfen, decken, lehren, liegen, lieben,
sprechen, fragen, fliegen, suchen, schleifen, pfeifen, blasen, tragen
b) mit dem Suffix -t(-st): ankommen, auskommen, biegen, drehen, dienen,
dörren, geben, graben, jagen, fahren, fliehen, frieren, gönnen, können, laden,
nähen, schlagen, suchen, schreiben, sehen, tragen, tun.

Übung 6. Wie heißen die Substantive von den Adjektiven?


still, breit, dick, groß, hoch, lang, kurz, schwer, stark, weit, treu, kalt, heiß,
schwarz, weiß, rot, blau, krank, bekannt, alt, tief, schwach, mild, gut.

Übung 7. Bilden Sie Sammelnamen:


M u s t e r : der Berg – das Gebirge
die Wolke, das Wasser, der Stern, der Busch, das Tier, der Wurm, die Ader.

Übung 8. Bilden Sie die Substantive mit Hilfe von -gut, -werk oder -zeug:
malen, schreiben, backen, die Saat, rasieren, das Laub, die Schule, der Busch,
das Feuer, die Idee, fahren, der Flug, das Werk, nähen, baden, die Kirche, das
Spiel, das Wort, der Schuh.

Übung 9. Leiten Sie von den Verben ge- Substantive ab:


backen, dulden, denken, bauen, dichten, lachen, packen, schmecken, riechen,
trinken, setzen, sehen, stinken, walten, wiegen, singen, richten.

Übung 10. Was bedeuten die Wörter? Nennen Sie die Substantive mit dem
bestimmten Artikel:
Akku, Trafo, Lok, Kripo, Uni, Labor, Pulli, Kuli, Telecom, Teddy, Espresso,
Linke, Rechte, Elektrische, Illustrierte, Senkrechte, Info, Schwarze, Helle, Azubi

Übung 11. Bilden Sie die Substantive mit dem Suffix -nis:
erlauben, erleben, ergeben, kennen, gedenken, sich verhalten, verheimlichen,
bedürfen, besorgen, bekennen, zeugen, verstehen, hindern, erzeugen, ersparen,
sich ärgern, gestehen, fangen, finstern, bitter, wild, faul.

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Übung 12. Und so lassen sich die Artikel leichter lernen. Suchen Sie das
Reimwort aus dem Kasten und setzen Sie die Artikel ein:
Ventil, Schwanz, Fleck, Kontrast, Schlacht, Damm, Stück, Sturm, Diagramm,
Fass, Alphabet, Mund, Gewalt, Konto, Shopping, Kur, Fach, Schaum, Kreuz,
Wagen, Fazit, Gunst, Guss, Rezept, Tuch, Sucht, Verlust, Gang, Bach,
Klavier, Fall, Bauch, Knirps, Malz, Magd, Tat
...Kunst und ... ...Porto und ... ...Glanz und ... ...Speck und ...
...Glück und ... ...Palast und ... ...Kamm und ... ...Rauch und ...
...Macht und ... ...Schwips und ... ...Hund und ... ...Jagd und ...
...Flucht und ... ...Magen und ... ...Konzept und ... ...Buch und ...
...Durst und ... ...Gramm und ... ...Schall und ... ...Turm und ...
...Maß und ... ...Doping und ... ...Budget und ... ...Uhr und ...
...Holz und ... ...Fluss und ... ...Raum und ... ...Defizit und ...
...Papier und ... ...Hang und ... ...Gestalt und ... ...Profil und ...
...Salz und ... ...Dach und ... ...Krach und ... ...Naht und ...

Übung 13. Erraten Sie die Maskulina auf -el:


1. Ein Stück Papier ist ein... 2. Zum Reiten legt man auf das Pferd einen ...
3. Zum Aufschließen braucht man einen... 4. Wenn es kalt ist, trägt man einen...
5. Ein wasserdichter hoher Schuh ist ein ... 6. Man sieht kaum etwas im ... 7. Ein
kleiner Berg ist ein ... 8. Ich sehe mich im ... 9. Zum Fliegen braucht man ...
10. Einen Kreis zeichnet man mit einem ... 11. Die Wolken stehen am ... 12. Auf
jeden Topf passt ein ... 13. Zum Malen braucht man einen ... 14. Ganz bequem
sitzt man in einem... .
Schlüssel, Sattel, Zettel, Stiefel, Nebel, Spiegel, Hügel, Flügel, Zirkel, Himmel
Deckel, Pinsel, Sessel, Mantel

Übung 14 Passen Sie auf! Nicht alle Substantive auf -er, -el sind Maskulina.
Ordnen Sie die Nomen nach den Geschlechtern in Ihre Tabelle:
Ader, Adel, Abenteuer, Alter, Butter, Adler, Feuer, Fehler, Ampel, Angel,
Ärger, Bibel, Computer, Wetter, Eichel, Fabel, Fackel, Ferkel, Finger, Feier,
Flieder, Formel, Gabel, Gürtel, Hantel, Gondel, Dauer, Hummel, Hotel, Insel,
Handel, Kabel, Kamel, Kloster, Nummer, Kapitel, Klingel, Kartoffel, Eifer,
Kugel, Leber, Leder, Mittel, Mangel, Möbel, Nuckel, Feder, Engel, Teufel,
Muschel, Muster, Messer, Nadel, Nessel, Nudel, Pappel, Kummer, Nagel,
Schachtel, Schaufel, Schnitzel, Schüssel, Oper, Opfer, Pflaster, Segel, Semmel,
Schulter, Schalter, Stachel, Siegel, Tadel, Tarantel, Trauer, Tafel, Theater,
Trommel, Trüffel, Ruder, Übel, Ufer, Vokabel, Waffel, Wandel, Weichsel,
Wiesel, Wimper, Windel, Winkel, Wunder, Zauber, Zwiebel, Zimmer, Zweifel

Übung 15. Bilden Sie von den Verben Substantive:


M u s t e r : an dem Sprachkurs teilnehmen – die Teilnahme an dem Sprachkurs
an der Möglichkeit zweifeln; an der Kultur interessiert sein; an die Gerechtigkeit
glauben; sich an die schöne Zeit erinnern; an Trinkwasser mangeln; an die
Behörde schreiben; an einem Projekt mitwirken; an einer Krankheit leiden;
21
an Reformen arbeiten; für die Unterstützung danken; sich mit seinem Hobby
beschäftigen; um die Antwort bitten; sich für das Versehen entschuldigen;
über die Investition entscheiden; auf die Komplikationen hinweisen; zu
Wutausbrüchen neigen; gegen die Preiserhöhungen protestieren; sich um die
Alten sorgen; aufs Girokonto überweisen

Übung 16. Ergänzen Sie die Adjektivendungen:


mit ständig... Furcht, mit stark... Vertrauen, aus unstillbar... Sehnsucht, mit roh...
Gewalt, mit berechtigt... Zweifel, aus inner... Zwang, mit groß... Zuversicht, aus
tief... Mitleid, aus verletzt... Stolz, mit gesund... Selbstbewusstsein, bei streng...
Disziplin, aus völlig... Ohnmacht, mit hartnäckig... Trotz, bei positiv... Einfluss,
von unschätzbar... Wert, mit ausreichend... Wissen

Übung 17. Leiten Sie vom Verb das passende Substantiv ab und setzen Sie
es in den Satz ein:
M u s t e r : (brennen) – ... konnte schnell gelöscht werden. – Der Brand konnte
schnell gelöscht werden.
1. (messen) – Jetzt ist ... aber voll. 2. (gründen) – Ich verstehe ... Ihrer
Weigerung nicht. 3. (frieren) – ... dauerte bis in den März hinein. 4. (fliehen) –
Die Gefangenen gaben jeden Gedanken an ... auf. 5. (fliegen) – ... dauerte nur 3
Stunden. 6. (sehen) – Von hier aus ist ... besser. 7. (brechen) –Wir sollen es nicht
zu ... kommen lassen. 8. (schießen) – Haben Sie auch ... gehört? 9. (schließen)
– ... ist noch bewohnt. 10. (laden) – Ihm wurde ... der Verantwortung zu schwer.
11. (schwinden) – ... der Kaufkraft macht der Regierung Sorgen. 12. (können)
– ... muss dem Volk zugänglich sein. 13. (dienen) – Die Beine versagten ihm
plötzlich … . 14. (schlagen) – Er war in ... verwundet. 15. (decken) – ... ist mit
Ziegeln gedeckt.

Übung 18. Verwandeln Sie die Sätze in Wortgruppen:


M u s t e r : Die Regierung trat zurück. – Der Rücktritt der Regierung.
1. Das Hotel lag günstig. 2. Der Vesuv brach aus. 3. Die Elektrizität fiel aus.
4. Die Nashörner werden geschützt. 5. Der Chef ruft an. 6. Die Gäste
verabschieden sich. 7. Der Feind zog zurück. 8. Die Luftschichten tauschen sich
aus. 9. Der Hubschrauber stürzt ab. 10. Man entwirft einen Plan. 11. Die Biene
sticht ihn. 12. Die Arbeit wird abgeschlossen. 13. Der Flüchtling kehrte in die
Heimat zurück.14. Die Zahl der Besucher geht zurück. 15. Der Sohn wurde
geboren. 16. Das Getreide wächst. 17. Der Bürgermeister wird gewählt. 18. Das
Brot roch frisch. 19. Die Lage wurde besprochen. 20. Die Opfer wurden
begraben. 21. Die Gasflasche explodiert. 22. Das Opfer rächt sich.

Übung 19. Setzen Sie den bestimmten Artikel ein:


a) 1. Die Alpen sind ... größte Gebirge Europas. 2. Ich habe mich gründlich
auf ... Gespräch mit meinem Mitarbeiter vorbereitet. 3. Wer hat dich auf ...
Gedanken gebracht? 4. ... Treppengeländer ist aus Gusseisen. 5. ... Gelände
rings um den Ort ist außergewöhnlich fruchtbar. 6. ... Fruchtgetränk enthält
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keinen Zucker. 7. Wir dürfen beim Lernen der Artikel ... Geduld nicht verlieren.
8. Auf die Dauer ist ... Genuss von Alkohol sehr schädlich. 9. Er hat mich vor ...
Gefahr gewarnt. 10. Ich kann ... starken Geruch von Ölfarbe nicht vertragen.
11. Gefällt dir ... Gedicht? 12. Gespannt lauschte sie auf ... Geräusch im
Zimmer.
b) 1. ... Erlebnis werde ich nie vergessen. 2. ... Ergebnis der Untersuchung
erfreute uns alle. 3. Ich brauche dafür ... Erlaubnis der Eltern. 4. Das
Auswendiglernen übt ... Gedächtnis. 5. Ich habe die Bewerbung und ... Zeugnis
an die Firma geschickt. 6. Diese Reise war ... schönste Ereignis im Sommer.
7. Der Garten ist ... reinste Wildnis. 8. Nur eine Kerze erhellte ... Finsternis. 9. ...
Erkenntnis setzt sich lange durch. 10. Das sollen Sie sich zu ... Kenntnis
nehmen. 11. ... Geheimnis hat mir mein Freund verraten. 12. Ich erschrak vor ...
Hindernis. 13. Nach ... Geständnis wurde der Angeklagte verurteilt. 14. Aus ...
Bedürfnis nach Bewegung und frischer Luft streben wir aus unseren
Behausungen ins Freie.

Übung 20. Sagen Sie es anders:


M u s t e r : Hör auf zu nörgeln! – Lass die Nörgelei!
mäckeln, heucheln, schaukeln, schmieren, angeben, kritzeln, saufen, drängeln,
fragen, fressen, wichtig tun, streiten

Übung 21. Es gibt viele Geschäfte, die auf -ei enden. Führen Sie das
Gespräch zu zweit:
M u s t e r : Wo kriege ich ein langes Brett? – Geh doch mal in die Schreinerei!
1. Käse, vollfett 7. Hammelfleisch, frisch
2. Keramiktopf, handgemacht 8. Torte, lecker
3. Visitenkarten, farbig 9. Bettwäsche, sauber
4. Lexikon, alt 10. Türschloss, neu
5. Bäume und Sträucher, jung 11. Fass Bier, groß
6. Anzug, maßgefertigt 12. Brötchen, knusprig
Bäckerei, Konditorei, Brauerei, Schneiderei, Gärtnerei, Fleischerei, Druckerei,
Schlosserei, Wäscherei, Bücherei, Töpferei, Molkerei

Übung 22. Sie möchten sich mit Ihrem Freund auf dem Hauptbahnhof
treffen. Sprechen Sie zu zweit:
M u s t e r : Bahnhofsgebäude, Bahnsteig 2
– Wollen wir uns um 10 Uhr am Bahnhofsgebäude treffen!
– Am Bahnhofsgebäude? Bitte lieber am Bahnsteig 2.
– Abgemacht! Also, um 10 Uhr am Bahnsteig 2.
1. Lok des Zuges, Auskunft; 2. Bahnhofsrestaurant, Fahrkartenschalter;
3. Osteingang, Gepäckaufbewahrung; 4. Zeitungskiosk, Informationsbüro;
5. Parkgarage, Cafe; 6. Bahnhofshotel, Buchhandlung

Übung 23. Bilden Sie von den Verben Substantive:

23
backen, malen, lachen, schneiden, schlagen, kennen, weben

Übung 24. Spiel! Spielregeln: a) Einer sagt ein Substantiv mit einem
bestimmten Suffix. So geht es reihum. Wer keins mehr mit diesem Suffix
weiß, muss ausscheiden; b) Einer sagt ein Substantiv mit einem Suffix, die
anderen schreiben die Substantive mit diesem Suffix auf. Wer die meisten
geschrieben hat, hat gewonnen.

Übung 25. Lesen Sie die Wortgruppen mit dem bestimmten Artikel:
(neu) Gesetz, (lang) Suchen, (stark) Frost, (schwer) Paket, (wichtig) Vorschlag,
genau (Vorschrift), (streng) Anweisung, (dreistündig) Fahrt, (gefährlich) Gift,
(kritisch) Auge, (krank) Niere, (besonder) Fähigkeit, (empfindlich) Verlust,
(wertvoll) Fund, (aufbrausend) Temperament, (notwendig) Basis, (hoch) Porto,
(treffend) Name, (festgesetzt) Aufenthalt, (ausdauernd) Training, (gut) Zensur,
(gekachelt) Bad, (schwer) Schicksal, (bezahlt) Gebühr, (gut) Ruf, (deutsch)
Unternehmen, (unermesslich) Leid, (wichtig) Auskunft, (neu) Apparat, (böse)
Absicht, (lang) Zitat, (klein) Studio, (asiatisch) Kontinent, (teuer) Amulett,
(süßlich) Geruch, (hoch) Lob, (international)Wettbewerb, (preisgünstig)
Schnäppchen, (gemütlich) Atelier, (ideal) Maß, (schwer) Last, (mollig) Knirps,
(peinlich) Lapsus, (prächtig) Palast, (beneidenswert)Toleranz, (tückisch) Spion,
(räuberisch) Krokodil, (kräftig) Rücken, (herb) Parfüm, (scharf) Gewürz, (nötig)
Insulin, (glücklich) Ende, (schmackhaft) Espresso, (aufgeladen) Akku,
(politisch) Argument, (sportlich) Stadion, (halb) Prozent, (wichtig) Telegramm,
(zuständig) Gericht, (reich) Angebot, (dicht) Gewölk, (silbern) Feuerzeug

Übung 26. Kennen Sie den Artikelfresser? Füllen Sie die Lücken aus:
Lieb... Experte in der deutschen Sprache,
Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle? Ich bin ... Artikelfresser. Für Artikel bin
ich ... Spezialist, denn die fresse ich am liebsten. ... deutsche Sprache ist nicht
ganz leicht und ... Spruch: „Deutsche Sprache – schwere Sprache“ ist deshalb
nicht ganz falsch. Wo liegt nun ... Schwierigkeit? Schon ... Klang und ...
Intonation sind neu. ... Sprachlabor ist deshalb der meistbesuchte Raum für ...
Deutschlerner. Speziell... Grammatik ist schwierig und Sie fragen manchmal:
„Wo ist hier ... Logik?“ Wie kann man sich in ... „Wildnis“ der Regeln und der
Ausnahmen auskennen? ... Satzkonstruktion ist für ... Ausländer kompliziert,
weil ... Position der Satzteile sehr oft anders ist als in ... Muttersprache. Immer
muss ... Gehirn zuerst ... Satz bilden, bevor ihn ... Mund aussprechen kann. ...
deutsche Artikel ist ... große Spezialität und auch ... Dilemma, deshalb ist ...
Kenntnis der Regeln gerade hier sehr wichtig. Woran erkennt man, ob man ...
Femininum, Maskulinum oder Neutrum setzen muss? Vielleicht an ... Endung?
Natürlich gibt es ... Möglichkeit, ... Wörterbuch zu fragen. ... Theorie ist also
wichtig, aber ... Wichtigste ist ... Anwedung in ... Praxis. Also, ... Übung ist ...
ganze Witz ... Sache. ... Wunsch und ... Traum, die Sprache gut zu kennen,
wird ... Motor sein, ... Vollkommenheit zu erreichen. ... Schweiß beim Lernen
wird durch ... Spaß, ...Genuss und ... Gefühl des Glückes entschädigt, wenn Sie
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alles richtig haben. Und einmal kommt dann ... Tag, an dem Sie sagen: Jetzt
kenne ich ... Geheimnis der Artikel, jetzt beherrsche ich ... Aussprache. Ich habe
kein... Angst mehr vor ... Satzbau und ... Diskussion.
Auf Wiedersehen! Und nicht vergessen: Nur ... Üben, ... Fleiß und auch noch ...
Geduld bringen ... gewünschte Resultat!!!
Ihr Artikelfresser

Übung 27. Gebrauchen Sie die grammatischen Termini mit dem Artikel:
Nominativ Indikativ Substantiv Adjektiv Abstraktum
Modus Artikel Numerus Aktiv Genus
Partizip Partikel Tempus Terminus Präposition
Prädikat Wurzel Paradigma Perfekt Passiv
Zahl Typ Dativ Konkretum Infinitiv
Pronomen Kasus Morphologie Valenz Numerale
Form Suffix Morphem Subjekt Futur
Eigenname Positiv Verb Stamm Plural

Übung 28. Setzen Sie den bestimmten Artikel ein:


1. ... Reichtum dieses Mannes ist unermesslich. 2. ... Emission ... chemischen
Fabrik trug viel zu ... Luftverschmutzung ... Gegend bei. 3. Mein Vater hat die
Fotos in ... Album geklebt. 4. ... Klima der Erde ist ein großes Problem. 5. Ich
kann ... Ventil nicht öffnen. 6. ... Visum für meine Reise nach Brasilien habe ich
schon beantragt. 7. Reguliere noch ... Kontrast beim Fernsehbild! 8. Dem
Patienten fällt es schwer, ... strenge Diät einzuhalten. 9. Nun fehlt an unserer
Torte nur noch ... Glasur. 10. Der Gipfel ... Prominenz ist … geheime
Telefonnummer. 11. Die Inszenierung war ... größte Fiasko. 12. Das Geschäft
will ... Sortiment an Lebensmitteln erweitern. 13. ... Benzin . war ihm
ausgegangen. 14. ... Genie erkennt man daran, dass es die einfachsten Ideen
ausnutzt. 15. ... Schicksal geht manchmal seltsame Wege zu einem notwendigen
Ziel. 16. ... Seismograph registrierte ein leichtes Erdbeben. 17. In den früheren
Zeiten ließen sich die Damen ... Korsett schnüren. 18. ... Doping begleitet
heutzutage den Hochleistungssport. 19. ... Abitur ist nichts wert, solange es nicht
die allgemeine Hochschulreife einbringt. 20. Die Erde ist ... blaue Planet, weil
sie vom Weltraum aus gesehen bläulich schimmert. 21. Während ... Olympiade
versammelten sich die Zuschauer auf ... Arena. 22. Leider ist ... Motor kaputt.
23. Ich muss noch rasch ... Telegramm aufgeben. 24. ... Notar eröffnete ...
Testament. 25. ... Klavier ist ... bekannteste Tasteninstrument. 26. ... Mode stärkt
... Selbstbewusstsein.

Übung 29. Füllen Sie die Lücken aus, wo es nötig ist:


Wir fuhren mit ... „Prinz Hamlet“ ... Elbe abwärts in ... Blaue hinein und
bewunderten ein... gewaltigen Strom und ... wolkenlose Bläue des Himmels.
Als wir in Dresden ankamen, stiegen wir in ... „Hilton“ ab. Wir gönnten uns
ein... schön... Aufenthalt. ...Hilton hatte ein... Restaurant, ein... Bar, ein...
Disko, ...Garten, ...Kosmetiksalon, ein... Massagepraxis, ein... Sonnenstudio,

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ein... Reisebüro und ein... Konditorei, wo wir ein... reichhaltig...
Frühstücksbüffet bekamen. ... Angebot an Speisen war groß. Wir bestellten ein...
gebraten... Huhn. Bei ... Essen führten wir ein... interessant... Gespräch. An ...
Bar bestellte Martin ein... Kognak und Nina – ein... Espresso. Das Kind trank
ein... Getränk. In unser... Suite gab es ein... Fernseher, ein... Telefon, ein...
Radio, ein... Minibar, ein... Tresor, ein... schön... Teppich und ein... Balkon
mit ... herrlich... Ausblick auf ... Stadt. ... Appartement unserer Freunde bot auch
... nötig... Komfort. ... Service war unaufdringlich. ... Reichtum ... Ausstattung
war überraschend. ... Aussicht war eigenartig. ... frisch... Grün in ... Garten
freute uns noch, aber ... Hitze behinderte ... Wachstum der Pflanzen. ... Duft ...
Aster und ... Geruch ... Gladiole erinnerte an ... August. Daneben lag ...
Territorium ... Pension „Ibis“.
Am nächsten Morgen kamen wir auf ... Gedanken, ... Busfahrt in ... Harz zu
machen. Alle hatten ... Bedürfnis, ... Brocken zu besichtigen. Dies... Erlebnis
war ... Schlimmste im Urlaub. Wir wollten per Anhalter fahren. ... große... Alfa
Romeo fuhr vorbei, aber ... kleine Mazda hielt an. ... dichte Nebel umgab ...
Gebirge. Vom Norden blies ... eiskalte Mistral. Außerdem beklagte Nina ...
Verlust des Schals. Ihre schlechte Laune hat mir ... ganze Lust an ... Fahrt
genommen.

Übung 30. Übersetzen Sie:


a) железные перила, белорусская армия, приятный комплимент, больной
сустав, поставить поднос, опасная рептилия, изысканный вкус, испытать
автомат, едкий запах, ароматный шампунь, многообещающий талант,
художественное ремесло, спуститься в склеп, решающий фактор, тьма
ночи, британский офицер, богатый выбор товаров, мука мелкого помола,
роскошная вилла, освежающий напиток, загадка природы, покушение на
принца, бесспорный факт, вчерашнее признание, перечислить деньги на
счет, изучать местность, написать реферат, политическая догма, первый
вариант, поставить запятую, быстрый темп, гладкий паркет, легкий невроз,
принимать этот антибиотик, взорванный снаряд, Атлантический альянс,
густой кустарник, электрический магнит, подвести итог, белорусский
потребитель, заплатить почтовый взнос, бодрящая сауна, национальный
футбольный стадион, большой риск, важный компонент.
b) «Путь к сердцу мужчины лежит через желудок». К такому выводу
человечество пришло уже очень давно. Эта народная мудрость – старое
заблуждение или же вечная истина?
Потребность в пище – это то, что объединяет всех живых существ. Но
тяга к изысканной и вкусной еде, культура приема пищи, стремление
найти удовольствие в еде и богатство кулинарных традиций – именно та
черта, которая отличает человека. Кулинарное мастерство – это настоящее
искусство. В поисках нового кулинарного рецепта женщина перелистывает
гору журналов и кулинарных книг. Новое блюдо становится темой
телефонного разговора между хозяйками. В телевизионной студии

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знаменитости презентуют свое любимое блюдо или напиток. Да, о вкусах
не спорят. Ведь еще одна пословица гласит: «Скажи мне, что ты ешь,
и я скажу, кто ты». Магия еды поистине велика. А какого мнения
придерживаетесь вы?

Übung 31. Hören Sie sich die Texte an und erzählen Sie sie nach:
1. In einem Gespräch wurde der Schriftsteller Theodor Storm gefragt: „Welche
Bildung muss denn ein Dichter haben?“ Theodor Storm antwortete: „Es gibt
nur drei Arten von Bildung: Die gesuchteste ist die Spezialbildung, die
seltenste ist die Herzensbildung und die häufigste ist die Einbildung.“
2. „Du hast ein so gutes Gehör. Du müsstest unbedingt Gesangunterricht
nehmen!“ sagte einst eine Nachtigall zu einem Hasen. „Ach, mein Gehör ist
es ja gerade, das mich am Gesang hindert“, antwortete der Hase. „Kaum
vernehme ich das leiseste Geräusch, versagt mir vor Angst die Stimme.“
3. „Seit ich vor acht Wochen den Kellerschlüssel verloren habe, ist zwischen
mir und meinem Mann kein einziges böses Wort mehr gefallen!“ – „Ja, war
Ihr Mann denn nicht böse über den Verlust des Schlüssels?“ – „Keine
Ahnung, er sitzt ja schließlich noch im Keller!“
4. „Sei ehrlich, Renate, hast du jemals vor mir einen Mann geliebt?“ –
„Bestimmt nicht, Hans, ich habe wohl schon Männer bewundert – wegen
ihres guten Aussehens, wegen ihrer Eleganz, wegen ihrer Intelligenz ... Aber
bei dir ist es wirklich nur Liebe – sonst nichts!“
5. Die Londoner Zeitung „Evening Standart“ lieferte einen erneuten Beweis für
die typisch englische Art der Berichterstattung, die sich bekanntlich durch
„Sachlichkeit und Kürze“ auszeichnet. Im Lokalteil war folgende lakonische
Mitteilung zu lesen: „Gestern Abend um 19 Uhr wollte Mr. R.N. mit Hilfe
eines brennenden Streichholzes feststellen, ob es im Tank noch Benzin gibt.
Das Begräbnis findet übermorgen um 10 Uhr auf dem neuen Keningston-
Friedhof statt.“

Übung 32. Wie verstehen Sie die Sprüche? Nehmen Sie Stellung dazu:
1. Ein alter Irrtum hat mehr Freunde als eine neue Wahrheit. 2. Die Tat ist lauter
als das Wort. 3. Liebe ist kein Solo, Liebe ist ein Duett. Schwindet sie beim
einen, verstummt das Lied. 4. Deutscher Humor ist ein echter Schlankmacher.
Man muss meilenweit laufen, bis man ihn trifft. 5. Die Qualität ist manchmal
besser als die Quantität. 6. Das Genie weist den Weg, das Talent geht hin. 7. Die
Begeisterung ist das tägliche Brot der Jugend, die Skepsis ist der tägliche Wein
des Alters.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Die Substantive mit dem Wurzelauslaut
-er sind a) Maskulina, b) Maskulina und Neutra, c) Maskulina, Feminina und
Neutra. 2. Die Nichtlebewesen auf -(m)ent sind a) Maskulina, b) Neutra,
c) Neutra und Maskulina. 3. Die Nichtlebewesen auf -at sind a) Feminina,
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b) Feminina oder Neutra, c) Neutra oder Maskulina. 4. [a) Alle, b) die meisten]
Substantive mit dem Präfix -ge sind Neutra. 5. [a) Alle, b) die meisten]
Substantive mit den Suffixen -nis, -sal/-sel, -tum sind Neutra. 6. Das
grammatische Geschlecht des Wortes die Schau kann man a) der Form nach
bestimmen, b) der Bedeutung nach bestimmen, c) weder der Form noch
der Bedeutung nach bestimmen. 7. Internationale Wörter auf -(i)um sind
a) Maskulina, b) Neutra, c) Maskulina und Neutra.
II. Welches Wort passt in die Reihe nicht hinein? 1. Flüchtling, Messing,
Sperling, Neuling, Feigling. 2. Amulett, Ballett, Kadett, Kabinett, Etikett.
3. Ware, Regime, Lampe, Stelle, Messe. 4. Bilanz, Toleranz, Tanz, Arroganz,
Allianz. 5. Bastei, Abtei, Raucherei, Geschrei, Bäckerei. 6. Piano, Trafo,
Tempo, Studio, Konto. 7. Frisur, Prozedur, Futur, Reparatur, Skulptur. 8. Gehör,
Geräusch, Gesetz, Gespenst, Gesang. 9. Lira, Aula, Paprika, Prokura, Arena.
10. Inserat, Automat, Mandat, Internat, Sulfat. 11. Besorgnis, Gedächtnis,
Erzeugnis, Gefängnis, Verständnis. 12. Karakum, Publikum, Praktikum,
Faktum, Datum. 13. Kasten, Eisen, Garten, Rasen, Ofen. 14. Milch, Teppich,
Kranich, Estrich, Rettich. 15. Schuss, Gang, Leid, Schnitt, Fall
III. Finden Sie die Ausnahmen: Zertifikat, Skala, Irrtum, Schema, Gut, Naht,
Sofa, Ventilator, Ende, Geschlecht, Bad, Risiko, Tempus, Gebot, Wert, Skelett,
Kanditat, Abitur, Tat, Last, Ringlein, Gebüsch, Tempo, Frost, Gremium,
Segment, Purpur, Stadion, Gift, Reisig, Nikotin, Schlacht, Schwips, Fass,
Feuerzeug, Karbid, Gestalt, Pudding, Asket, Manier, Grab, Krokus, Gefahr,
Training, Kenntnis, Gewicht, Gebäck, Trübsal, Geruch, Kontinent
IV. Das grammatische Geschlecht welcher Substantive kann man weder der
Bedeutung noch der Form nach bestimmen? Kater, Fink, Feier, Stör, Tisch,
Zyklon, Elbe, Gold, Frühling, Tuch, Fluss, Kälte, Gefängnis

GRAMMATISCHE HOMONYME

Homonyme sind Wörter mit gleicher Form und verschiedener Bedeutung.


Manche gleich lautenden Substantive haben bei verschiedenem (bzw.
demselben) Geschlecht unterschiedliche Bedeutung und meist auch
verschiedene Pluralformen. Hierher gehören:
der Band (том, Pl. Bände) – das Band (лента, Pl. Bänder) – das Band (Pl.
Bande – узы, связь) – die Band [bεnd] (= Musikkapelle, Pl. Bands)
die Bank (скамья, Pl. Bänke) – die Bank (банк, Pl. Banken)
der Bauer (крестьянин, des Bauers/Bauern, Pl. Bauern) – das/der Bauer
(клетка для птиц, des Bauers, Pl. Bauer)
der Erbe (наследник, -n, -n) – das Erbe (наследство, ohne Pl.)
der Flur (прихожая, Pl. Flure) – die Flur (поле, луг, Pl. Fluren)
der Gehalt (содержание, Pl. Gehalte) – das Gehalt (оклад, Pl.Gehälter)
das Gesicht (лицо, Pl. Gesichter) – das Gesicht (привидение, Pl. Gesichte)
der Golf (залив, Pl. Golfe) – das Golf (гольф, ohne Pl.)

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der Gummi (резинка, Pl. Gummis) – der/das Gummi (каучук, резина, клей,
оhne Pl.)
der Harz (Гарц, ohne Pl.) – das Harz (смола, Pl. Harze)
der Heide (язычник, -n, -n) – die Heide (степь, Pl. Heiden)
der Hut (шляпа, Pl. Hüte) – die Hut (защита, ohne Pl.)
der Kiefer (челюсть, Pl. Kiefer) – die Kiefer (сосна, Pl. Kiefern)
der Kristall (кристалл, Pl. Kristalle) – das Kristall (хрусталь, ohne Pl.)
der Kunde (клиент, -n, -n) – die Kunde (известие, Pl. Kunden)
der Lama (лама – монах в Тибете, Pl. Lamas) – das Lama (лама –
животное, Pl. Lamas)
der Leiter (руководитель, Pl. Leiter) – die Leiter (лестница, Pl. Leitern)
das Licht (огонек, огонь, Pl. Lichter) – das Licht (свеча, Pl. Lichte/Lichter)
die Mark (марка, ohne Pl.) – die Mark (граница, Pl. Marken) – das Mark
(костный мозг, ohne Pl.)
der Moment (мгновение, Pl. Momente) – das Moment (обстоятельство,
Pl. Momente)
die Mutter (мать, Pl. Mütter) – die Mutter (гайка, Pl. Muttern)
der Otter (выдра, Pl. Otter) – die Otter (гадюка, Pl. Ottern)
der Reis (рис, ohne Pl.) – das Reis (отросток, Pl. Reiser)
der Schild (щит, Pl. Schilde) – das Schild (вывеска, Pl. Schilder)
der See (озеро, Pl. Seen) – die See (море, Pl. Seen)
die Steuer (налог, Pl. Steuern) – das Steuer (руль, Pl. Steuer)
der Stock (палка, Pl. Stöcke) – der Stock (этаж, Pl. Stockwerke)
der Strauß (букет, Pl. Sträuße) – der Strauß (страус, Pl. Strauße)
der Tau (роса, ohne Pl.) – das Tau (канат, Pl. Taue)
der Tor (глупец, -en, -en) – das Tor (ворота, Pl. Tore)
das Tuch (платок, Pl. Tücher) – das Tuch (сукно, Pl. Tuche)
der Verdienst (заработок, Pl. Verdienste) – das Verdienst (заслуга,
Pl. Verdienste)
die Wehr (оборона, Pl. Wehren) – das Wehr (плотина, Pl. Wehre)
das Wort (слово, Pl. Wörter) – das Wort (связная речь, Pl. Worte)

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Wörter sind Homonyme? 2. Nennen


Sie die Homonyme im Singular! 3. Nennen Sie die Homonyme, deren
Geschlecht dasselbe (verschieden) ist! 4. Haben alle gleich lautenden
Substantive verschiedene Pluralformen? 5. Kann man die Singularform der
Homonyme bestimmen, wenn ihre Pluralform bekannt ist? 6. Nennen Sie die
Homonyme, die im Plaral die gleiche (verschiedene) Form haben! 7. Nennen Sie
die Homonyme im Singular und im Plural!

Übung 1. Wie heißt die Benennung für:


den vorderen Teil des Kopfes; die männliche Person, die erbt oder zu erben
berechtigt ist; das bewachsene Gefilde; den ererbten Besitz; die Sitzgelegenheit
für mehrere Personen; das Rasenspiel; den Nadelbaumsaft; die trockene,
unbebaute Gegend mit sandigem Boden, auf dem Heidekraut wächst; den
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verantwortlich Führenden eines Betriebs; das abgegrenzte Gebiet; die weiche
Masse in den Knochenhohlräumen; einen jungen Trieb an Bäumen und
Sträuchern; das Hinweiszeichen; die Schutzwaffe; den Laufvogel; ein Bündel
zusammengebundener Blumen; die gesetzlich festgelegte Abgabe an den Staat;
die Lenkvorrichtung am Schiff, Wagen, Flugzeug; ein starkes Seil; den
tröpfchenförmigen Niederschlag, der sich bei nächtlicher Abkühlung an den
abgekühlten Gegenständen bildet; das Angriffsziel bei vielen Sportspielen; das
reinwollene Gewebe; den kleinsten sinnvollen Teil der Rede; die Rede als
Ausdruck von Gedanken, Gefühlen

Übung 2. Finden Sie unter den rechts angegebenen Substantiven ein


Synonym zu jedem der links stehenden Wörter:
das Bauer, der Flur, das Erbe, der der Staudamm, der Käfig, der Lohn, die
Erbe, das Gesicht, der Golf, die Verteidigung, der Narr, der Korridor, der
Hut, der Heide, die Kunde, der Inhalt, das Geerbte, das Gespenst, der
Kiefer, das Licht, der Moment, Erbende, die Kerze, der Kinnbacken, die
das Moment, die See, der Stock, Nachricht, der Nichtchrist, die Bewachung,
der Stock, der Tor, der Verdienst, der Meerbusen, der Augenblick, das Stock-
das Wehr, die Wehr, der Gehalt werk, der Stab, das Meer, der Umstand

Übung 3. Welche von den Substantiven haben keine Pluralform?


der Erbe, das Erbe; der Gummi, das Gummi; der Harz, das Harz; die Hut, der
Hut; der Kristall, das Kristall; das Mark, die Mark; das Reis, der Reis; der Tau,
das Tau

Übung 4. Die Pluralform welcher von den Substantiven hilft nicht das
Geschlecht bestimmen?
die Seen, die Tücher, die Schilder, die Momente, die Lamas, die Taue,
die Kunden, die Heiden, die Kiefern, die Verdienste, die Steuern, die Hüte,
die Leiter, die Ottern

Übung 5. Nennen Sie den Plural:


der Tor, das Tor, die Steuer, das Steuer, der Leiter, die Leiter, die Kiefer,
der Kiefer, der Kunde, die Kunde, der Flur, die Flur, das Band, der Band, der
Bauer, der Erbe, das Gehalt, der Golf, der Hut, die Mutter, das Reis, der Stock,
der Strauß, das Tuch, das Wort, das Gesicht, der Kristall, das Lama, das Licht,
das Moment, der See, der Gehalt

Übung 6. Wie lauten die Substantive im Singular?


die Wörter, Tücher, Lichter, Schilder, Gesichter, Gehälter, Bänder, Bände,
Bänke, Hüte, Stöcke, Sträuße, Steuern, Seen, Muttern, Leitern, Kiefern, Kunden,
Heiden, Fluren, Erben, Banken, Bauern, Toren, Verdienste, Tore, Taue, Strauße,
Momente, Kristalle, Golfe, Flure, Bauer, Kiefer, Leiter, Mütter, Otter, Steuer,
Gummis, Lamas, Wehre, Reiser, Ottern, Harze, Gesichte, Bands, Tuche, Gehalte

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Übung 7. Erklären Sie die Bedeutung folgender Lebewesen:
M u s t e r : der Erbe – Das ist eine männliche Person, die erbt oder zu erben
berechtigt ist.
der Bauer, der Kunde, der Lama, der Leiter, die Mutter, der Heide, der Tor, der
Strauß, die Otter, der Otter, das Lama

Übung 8. Lesen Sie den Text und übersetzen Sie die russischen Wörter:
Homonyme sind Wörter, die die gleiche Form, aber verschiedene Bedeutungen
haben, z. B.: том и лента, прихожая и луг, содержание и оклад, резинка и
клей, залив и гольф, шляпа и защита, челюсть и сосна, кристалл и
хрусталь, выдра и гадюка, рис и отросток, щит и вывеска, палка и этаж,
налог и руль, роса и канат, оборона и плотина. Die Homonyme werden oft
gebraucht, deshalb muss man die gebräuchlichsten Homonyme gut kennen, um
Missverständnisse zu vermeiden. Viele Homonyme haben die gleiche Form nur
im Singular, z. B.: скамья и банк, лицо и привидение, огонь и свеча, мать и
гайка, букет и страус, платок и сукно. Im Plural sind die oben angeführten
Homonyme keine gleich lautenden Wörter: скамья – скамейки, но банк –
банки; лицо – лица, но привидение – привидения; мать – матери, но гайка –
гайки; букет – букеты, но страус – страусы. Manche Substantive, die
unterschiedlichen Geschlechts sind, haben im Plural die gleiche Form, z. B.:
заработок – заработки и заслуга – заслуги; озеро – озера и море – моря;
мгновение – мгновения и обстоятельство – обстоятельства; клиент –
клиенты и известие – известия; язычник – язычники и степь – степи. Die
Flexion kann auch helfen, die Bedeutungen der Homonyme zu unterscheiden,
z. B.: глупец – глупца, но ворота – ворот; клиент- клиента, но известие –
известия; язычник – язычника, но степь – степи; наследник – наследника,
но наследство – наследства.

Übung 9. Gebrauchen Sie statt der Punkte das Substantiv bzw. den Artikel
in der richtigen Form:
der, das Band; die Bande Pl.: 1. Dieser Roman ist in drei ... erschienen. 2. Wir
haben ... in allen möglichen Farben. 3. Ich habe nur ... ersten ... der gesammelten
Werke von Heine. 4. Gefällt dir ... am Hut? 5. Uns verbinden
freundschaftliche ... . 6. Ich habe nur drei ... .
der, das/der Bauer: Auf der Landstraße sah der Schriftsteller zwei ..., die
zwei ... trugen. Der Schriftsteller fragte ... ersten ..., ob er sein ... verkaufen
konnte.
die Bank: 1. Mit welchen deutschen ... stehen Sie in geschäftlicher Verbindung?
2. Auf den ... des Parks saßen ältere Damen. Sie schienen sehr aufgeregt zu sein.
das Gesicht: 1. ... der Eltern strahlten vor Freude. 2. Es waren keine ..., sondern
gewöhnliche Menschen. 3. Sie machten ... wie sieben Tage Regen. 4. Niemand
glaubt an ... .
der, die Leiter: 1. Wir stellten zwei ... gegen die Wand. 2. Wer ist ... der
Bibliothek? 3. Die anwesenden ... waren dagegen. 4. ..., die dort steht, ist nicht
hoch. Hole ... aus dem Schuppen!
31
die Mutter: 1. Viele ... sind zu dieser Feier eingeladen. 2. ... sind heute zu
besorgen.
der, das Schild: 1. An den Türen hingen ... . Auf jedem ... stand ein Name. 2. ...
gehören zu Schutzwaffen. 3. Die Namen, die auf ... standen, konnte man nicht
lesen.
der, die See: 1. In Belarus gibt es viele ... . Ich glaube, dass ... Narotschsee am
schönsten ist. 2. ... ist ganz ruhig, das Schiff schaukelt nicht. 3. Auf ... waren
zwei große Schiffe zu sehen.
der Stock: 1. Das Haus hat neun ... . Ich wohne im ersten ... . 2. Dort liegen
einige ... . Darf ich ... von den ... nehmen? 3. In welchen ... lässt es sich gut
wohnen?
der Strauß: 1. Wir haben zwei ... Feldblumen und ... Rosen gekauft. 2. Diesen
Laufvögeln, ... genannt, kann man in Afrika recht oft begegnen. 3. ... laufen
nicht immer fort.
die, das Steuer: 1. Nun, setzen Sie sich an ...! 2. Die Wagen dieser Klasse haben
bequeme ... . 3. Ach diese ...! Nach der gesetzlich festgelegten Abgabe an den
Staat und die Gemeinde hat man ja nicht so viel Geld. Und was für ... zahlen
Sie? 4. Hat Ihre Frau jemals an ... gesessen?
der, das Tor: 1. ... wurde zugeriegelt. 2. Hältst du mich für ...? 3. Alle ... waren
aus Metall. 4. Ach diese ...! Es ist nicht leicht, sie zu überzeugen. 5. Der Wagen
hielt vor ... großen ..., an dem niemand zu sehen war. 6. ... wurden fast
gleichzeitig aufgesperrt.
das Tuch: 1. Alle ... habe ich schon gewaschen. 2. Wischen Sie den Fußboden
mit ... feuchten ...! 3. Man kann hier ... verschiedener Qualität kaufen. 4. Binden
Sie ... um den Kopf!
der, das Verdienst: 1. Er hat sich große ... um seine Heimat erworben. 2. Worin
besteht ... dieses Menschen? 3. Wie hoch ist ... deines Vaters? 4. Meinerseits
ist ... nicht groß.
das Wort: 1. Man darf ... von Goethe „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“
nicht vergessen. 2. Die im Text unterstrichenen ... sind zu analysieren. 3. Sie
gebrauchen große ... .

Übung 10. Gebrauchen Sie statt der Punkte die unten angegebenen
Substantive:
1. Die Länder, die ihre Unabhängigkeit erkämpft hatten, besaßen nur eine
geringe Anzahl von Schulen. Sie mussten mit diesem schweren ... fertig werden.
2. “Wir müssen die Kinder lehren, sich als Herren der Welt und ... aller ihrer
Güter zu fühlen“, schrieb Maxim Gorki. 3. Unsagbar schwer war der
Heringfang. Die ... der Netze zerrissen die Hände. 4. Morgens war das Gras auf
den ... mit ... bedeckt. 5. ... ist ein schönes Gebirge in Deutschland. 6. ... war
nicht breit, aber gemütlich. 7. Wir müssen auch ... unserer Angestellten erhöhen.
8. Und wo wird ... verwendet? 9. ... wurde höflich bedient. 10. ... des Soldaten
war verwundet. 11. ... bitte. Ich hole ... gleich. 12. Im Wald haben wir einige ...
gesehen. 13. Nicht weit von unserem Landhaus weideten ... . 14. ... staut das
Wasser. 15. Ich glaube, man muss noch ... berücksichtigen.
32
(das Wehr, das Erbe, das Tau, der Erbe, der Moment, der Kiefer, der Tau, die
Flur, das Gehalt, der Flur, das Harz, der Harz, der Kunde, das Schild, die
Otter, das Lama, das Moment)

Übung 11. Bilden Sie Sätze mit den Substantiven:


a) im Singular: das Verdienst, das Tor, die See, der See, das Schild, der Reis,
der Otter, das Moment, die Mark, das Kristall, der Heide;
b) im Plural: die Wörter, Worte, Reiser, Lichter, Kiefern, Sträuße, Strauße,
Bänder, Bände

Übung 12. Übersetzen Sie:


a) жизнь крестьянина, банки Германии, наследство матери, прихожая
квартиры, лица присутствующих, шляпы женщин, вопрос клиента,
челюсть мальчика, жизнь ламы, руководитель школы, огни города, заботы
матерей, щиты воинов, озера нашей республики, яйца страусов, руль
машины, поведение глупца, ворота футбольного поля, заработок
родителей, заслуга ученого, слова председателя;
б) 1. Узы дружбы связывают народы Беларуси и России. 2. Слова этого
великого ученого имеют большое значение и сейчас. 3. Текст содержит
много незнакомых слов, поэтому я буду переводить его часа два. 4. Огни
города были видны еще издалека. 5. Лица детей сияли от радости, когда на
огромной елке зажглись огни. 6. Букеты роз, которые мы там видели, нам
не понравились, поэтому мы купили букет лилий. 7. Все вывески были
освещены. 8. Налоги, которые мы должны платить, очень высокие. 9. В
нашей стране много рек и озер, в которых водится много рыбы: щука,
карась, карп, угорь, форель и др. 10. Разве ты не видишь, что ворота надо
отремонтировать? 11. Его новый роман появился в трех томах.

Übung 13. Die Übersetzung der russischen Sätze ist von einem Schüler
gemacht worden. Wie würden Sie die Sätze übersetzen? Was würden Sie
diesem Schüler empfehlen?
1. В зоопарке мы видели льва, тигра, волка, двух страусов и других зверей
и птиц. – Im Zoo haben wir einen Löwen, einen Tiger, einen Wolf, zwei Sträuße
und andere Tiere und Vögel gesehen. 2. Это обстоятельство надо учитывать.
– Man muss dieses Moment berücksichtigen. 3. Он назвал меня глупцом. –
Er nannte mich einen Tor. 4. Налоги надо платить вовремя. – Man soll die
Steuer rechtzeitig zahlen. 5. Нельзя без вывесок. – Ohne Schilder geht es nicht.
6. Руководитель принес лестницу. – Der Leiter brachte eine Leiter. 7. В чем
состоит заслуга этого человека? – Worin besteht der Verdienst dieses
Menschen? 8. Будьте начеку! – Seien Sie auf dem Hut!

Übung 14. Sprechen Sie zum Thema „Vorbereitung auf den


Grammatikunterricht“ zu zweit:
a) M u s t e r : der Bauer, das Bauer
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- Entschuldige bitte meine Störung! Ich kenne das Wort der Bauer. Und was
bedeutet das Bauer?
- Das ist ein Käfig.
1. die Flur, der Flur; 2. das Golf, der Golf; 3. der Hut, die Hut; 4. der Kunde,
die Kunde; 5. die Wehr, das Wehr;
b) M u s t e r : Golf
- Würdest du mir bitte helfen. Der, die, das Golf?
- Es gibt zwei Homonyme: das Golf und der Golf. Das Golf ist ein Rasenspiel,
der Golf ist ein Meerbusen.
- Und die Pluralformen?
- der Golf – die Golfe, und das Wort das Golf wird nur im Singular gebraucht.
Das ist ein Singularetantum.
1. Erbe; 2. Gehalt; 3. Tau; 4. Hut; 5. Harz

Übung 15. a) Lesen Sie den Text und übersetzen Sie die russischen Wörter;
b) Erzählen Sie den Text nach:
Am Hof eines Fürsten wurden zur Festzeit Theaterstücke aufgeführt. Zwei
(крестьяне), die in der Stadt waren, wollten sich durch (ворота) in den Hof
drängen, um zuzusehen. Aber der Hofmeister ließ sie nicht ein, fragte mit
saurem (лицо) und mürrischen (слова), was (крестьяне) da tun wollten. „Wir
wollten nur gerne sehen, wie man unser Geld vertut“, antworteten die Bauern.

Übung 16. Beantworten Sie die Fragen mit einigen Sätzen:


1. Ist das Leben eines Bauern leicht? 2. Ist es gut, wenn man ein Erbe bekommt?
3. Wie müssen sich der Verkäufer und der Kunde zueinander verhalten? 4. Wie
muss der Leiter sein? 5. Wie müssen sich die Kinder zu ihren Müttern
verhalten? 6. Wie müssen die Schilder sein? 7. Was können Sie über Strauße
erzählen?

TESTEN SIE SICH!

I. Wie heißt die Benennung für: das Geld, das man für seine Arbeit bekommt
(das, der Verdienst); das Geld, das man an den Staat abgibt (die, das Steuer); das
Lebensmittel, das man in Asien gern isst (der, das Reis); den Gegenstand, der
zum Schutz dient (der, das Schild); die männliche Person, die etwas kauft (die,
der Kunde)
II. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Der Tau ist ein a)Niederschlag,
b) Seil. 2. Der Otter ist a) eine Giftschlange, b) ein Säugetier, das im Wasser
lebt. 3. Der Tor ist a) eine Einfahrt, b) ein Narr. 4. Das Verdienst ist a) eine Tat,
durch die man Anerkennung erwirbt, b) ein Lohn. 5. Das Band a) ist ein Buch
eines mehrbändigen Werkes, b) dient zum Binden. 6. Die Kiefer ist ein
a) Nadelbaum, b) Kinnbacken. 7. Das Wehr ist a) ein Staudamm, b) eine
Verteidigung. 8. Der Moment ist ein a) Umstand, b) Augenblick. 9. Die Worte
sind a) einzelne Wörter, b) Sätze.
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III. Finden Sie sinnverwandte Wörter: der Umstand, der Stock, das Moment,
der Tor, die Kunde, der Golf, die Nachricht, der Stab, der Narr, der Meerbusen,
die See, das Meer
IV. Die Singulariatantum sind: (das Band, das Erbe, das Gehalt, das Gummi,
das Golf, das Harz, die Hut, das Kristall, das Reis, das Tau, das Steuer, das Tor,
das Tuch, das Mark)
V. Welches Wort passt dazu? 1. Leider haben Sie (diesen, dieses) Moment in
Ihrer Diplomarbeit außer Acht gelassen. 2. Schön ist (die, der) Narotschsee bei
jedem Wetter. 3. (Der, die) Otter ist eine Giftschlange. 4. Er setzte sich an (die,
das) Steuer. 5. (Das, der) Verdienst dieses Menschen um den Staat ist groß.
6. Man konnte dort nur (eine, einen) Kiefer sehen. 7. (Die, der) Kunde wurde
höflich bedient.
VI. Welche Pluralform ist korrekt? 1. Man konnte schon die (Lichte, Lichter)
der Stadt sehen. 2. Im Wald wachsen viele (Kiefer, Kiefern). 3. Alle (Tore,
Toren) waren nicht aus Metall, sondern aus Holz. 4. Die (Worte, Wörter) des
Vaters haben auf den Sohn einen tiefen Eindruck gemacht. 5. Sein Roman
erscheint in zwei (Bändern, Bänden, Banden, Bands). 6. Die (Sträuße, Strauße)
können sehr schnell laufen. 7. Kaufe bitte ein paar (Taschentücher,
Taschentuche)! 8. Eines der (Gesichte, Gesichter) schien mir bekannt zu sein.

DEKLINATION DER GATTUNGSNAMEN

Die Formveränderung des Substantivs nach den Kasus Nominativ


(der Werfall, der Nennfall), Genitiv (der Wesfall), Dativ (der Wemfall) und
Akkusativ (der Wenfall) macht die Deklination aus. Der Nominativ heißt der
gerade Kasus, die anderen drei heißen oblique Kasus. Man bestimmt die
Deklinationsart der Substantive nach den Kasusendungen im Singular. Man
unterscheidet im Deutschen drei Typen der Deklination im Singular: die starke,
die schwache und die weibliche Deklination.
Zur starken Deklination gehören die meisten Maskulina und alle Neutra
(außer das Herz). Das Kennzeichen der starken Deklination ist die Endung
-(e)s im Genitiv. Die Endung -s bekommen vor allem die zwei- und
mehrsilbigen Maskulina und Neutra. Mit -s stehen immer die Substantive
auf -er, -el, -en, -em, -chen, -lein, -tum: des Schülers. Die Endung -es steht
nach dem Stammauslaut -s, -ss, -ß, -sch, -st, -z, -tz, -x: des Hauses, Flusses,
Grußes, Fisches, Herbstes, Kreuzes, Satzes, Suffixes. Nach allen
Konsonantenverbindungen sowie nach der Affrikate -pf steht gewöhnlich -es,
obwohl in Zusammensetzungen die Form -s vorzuziehen ist: des Landes –
des Vaterlands. Bei einsilbigen Maskulina und Neutra kommen beide
Endungsformen vor: des Rat(e)s, des Ohr(e)s. Die Benennungen der Monate
bekommen in den Wortverbindungen meist kein -s im Genitiv: die Nacht des
ersten November, am zweiten Tag des Februar. Die Fremdwörter auf -us haben

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im Genitiv keine Endung: der Kasus – des Kasus. Die Neutra auf -nis
verdoppeln im Genitiv das -s: das Ereignis – des Ereignisses.
Die substantivierten unflektierten Wortarten wie das Warum, das Und, das
Gegenüber u. a. haben im Genitiv entweder -s oder die Nullflexion: ein Stück
meines Selbst, die Bemerkung meines Gegenübers. Stehende Wortpaare, die
einen Begriff wiedergeben, erhalten einen Artikel vor dem ersten Substantiv und
eine Kasusendung bei dem zweiten Substantiv: die Periode des Sturm und
Drangs, die Aufteilung des Grund und Bodens, die Sicherung des Hab und Guts.
Die Dativendung -e ist bei der starken Deklination fakultativ. Ohne -e
stehen immer die Substantive auf -er, -el, -en, -em, -chen, -lein, -tum: dem
Schüler, Flügel, Wagen, Atem, Mädchen, Büchlein, Reichtum. Die Dativendung
-e fehlt bei den Substantiven, die auf einen Vokal enden (dem Schnee, dem Bau)
sowie in den Präpositionalgruppen mit einem artikellosen Substantiv: aus Holz,
in Öl. In den übrigen Fällen hängt der Gebrauch der Dativendung -e oft vom
Satzrhythmus, vom Geschmack des Sprechers ab: im Haus(e), auf dem Tisch(e).
Im Akkusativ haben die Substantive der starken Deklination keine Endung:
den Tag, den Mann.
Das Kennzeichen der schwachen Deklination ist die Endung -(e)n in allen
obliquen Kasus. Schwach werden nur Maskulina dekliniert. Diese Maskulina
bezeichnen in der Regel Lebewesen. Zur schwachen Deklination gehören:
1. Alle Maskulina (Lebewesen) auf -e: der Junge, Hase, Falke, Matrose u. a.
2. Einsilbige Maskulina (Lebewesen), die früher auf -e endeten: der Mensch,
Held, Hirt, Prinz, Fürst, Graf, Herr (des Herrn, den Herrn, dem Herrn),
Christ, Ahn, Bär, Mohr, Narr, Tor, Ochs, Spatz, Fink u. a. Auch: der Oberst
– des Obersten.
3. Fremdwörter (Lebewesen) auf: -ad, -and, -ant, -arch, -at, -ent, -et, -graph
(-graf), -ist, -it, -nom, -soph, -log(e), -og(e), -ot: der Kamerad, Diplomand,
Aspirant, Monarch, Soldat, Student, Poet, Photograph (Fotograf), Aktivist,
Bandit, Agronom, Philosoph, Philolog(e), Pädagog(e), Patriot u. a. Auch:
der Chirurg, Tatar, Kalif, Titan(e), Tyrann, Vassal, Dramaturg u. a.
4. Folgende Fremdwörter, die unbelebte Dinge bezeichnen: der Brilliant,
Diamant, Foliant, Automat, Komet, Planet, Konsonant, Obelisk, Paragraph
(Paragraf), Telegraph (Telegraf). A b e r : der Kontinent – des Kontinents.
Im Genitiv wird die Endung -(e)n bei einigen Substantiven durch die
Endung -s verdrängt, und es entstehen Doppelformen: der Bauer (крестьянин)
– des Bauern und des Bauers, der Untertan, der Partisan, der Zar, der Nerv,
der Lump, der Nachbar, der Vorfahr, der Barbar, der Leopard.
In einigen Wortpaaren ohne Begleitwort bekommen die Substantive der
schwachen Deklination keine Endung: der Unterschied zwischen Affe und
Mensch, auf der Altersstufe zwischen Knabe und Jüngling u. a.
Man kann in manchen Fällen die Abhängigkeit der Kasusform von dem
Vorhandensein des Artikels beobachten: mit Präsident X. (a b e r : mit dem
Präsidenten), in Richtung Bahnhof (aber: in die Richtung des Bahnhofs) u. a.

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Zur weiblichen Deklination gehören alle Feminina. Sie haben im Singular
keine Personalendungen. Die Feminina Mutter, Mutti, Großmutter, Oma u. a.
bekommen, artikellos gebraucht, im Genitiv die Endung -s, z. B.: Übrigens
fürchte ich Mutters Urteil nicht.
Im Plural werden die Substantive gleich dekliniert: Sie erhalten nur im
Dativ die Endung -n: den Männern, den Städten. Die Substantive auf -n und -s
bekommen auch im Dativ keine Endung: den Studenten, den Autos.
Außer den drei Haupttypen der Deklination gibt es auch einige Substantive,
die zur Übergangsgruppe gehören: der Buchstabe, der Friede, der Funke,
der Fels, der Gedanke, der Haufe, der Name, der Same und das Herz. Diese
Substantive bekommen im Genitiv Singular die Endung -(e)ns, im Dativ und
Akkusativ -(e)n (das Wort Herz hat im Akkusativ keine Endung): N. der Name,
das Herz; G. des Namens, des Herzens; D. dem Namen, dem Herzen; A. den
Namen, das Herz. Viele von den Substantiven der Übergangsgruppe haben im
Nominativ Singular Doppelformen: der Fels und der Felsen, der Friede und der
Frieden, der Funke und der Funken, der Glaube und der Glauben, der Haufe
und der Haufen, der Same und der Samen, der Wille und der Willen. Die
Substantive mit der Form auf -en gehören zur starken Deklination: der Frieden,
des Friedens, dem Frieden, den Frieden.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Was ist die Deklination? Welcher Kasus


heißt der gerade Kasus? Welche Kasus heißen oblique Kasus? 2. Wonach
bestimmt man die Deklinationsart der Substantive? 3. Wie viele und welche
Deklinationstypen der Substantive werden im Deutschen unterschieden?
4. Welche Substantive gehören zur starken (schwachen, weiblichen)
Deklination? 5. Was ist das Kennzeichen der starken (schwachen) Deklination?
6. Über welche Endungen verfügt das deutsche Deklinationssystem, um die
Substantive zu deklinieren? 7. Welche Substantive haben bei der starken
Deklination die Endung -es? 8. Welche Fremdwörter haben im Genitiv Singular
keine Endung? 9. Ist die Dativendung -e bei der starken Deklination
obligatorisch? 10. Gehören zur schwachen Deklination nur Lebewesen?
11. Nennen Sie die Substantive mit Doppelformen im Genitiv Singular. 12. Wie
werden die Substantive im Plural dekliniert? 13. Welche Substantive gehören
zur Übergangsgruppe? Welche Endungen haben diese Substantive?
14. Vergleichen Sie die Deklination folgender Substantive: a) die Speise, das
Auge, der Rabe; b) der Sohn, der Bär; c) das Zitat, der Soldat. 15. Beweisen Sie,
dass die Deklination der Substantive von ihrem grammatischen Geschlecht
abhängt! 16. Kann man behaupten, dass man bei der Deklination von
Substantiven darauf achten muss, ob das Substantiv ein Lebewesen oder ein
Nichtlebewesen ist? 17. Sind Sie damit einverstanden, dass in allen Fällen die
Einteilung der Substantive in deutsche Wörter und internationale Wörter bei der
Deklination von Bedeutung ist?

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Übung 1. Bestimmen Sie den Deklinationstyp der Substantive:
1. Die Mutter liest ihrem Sohn ein Märchen vor. 2. Der Offizier befahl dem
Soldaten, den Hof in Ordnung zu bringen. 3. Diese Schülerin hat im letzten
Diktat nur einen Fehler gemacht. 4. Am Morgen erwachte ich mit dem
Gedanken: soll ich hingehen oder nicht?

Übung 2. Nennen Sie die Maskulina im Genitiv Singular:


der Berg, der Mensch, der Tor,der Satz, der Held,der Hirt, der Vater, der Herr,
der Kasus, der Sohn, der Prinz, der Spatz, der Professor, der Onkel, der Name,
der Falke, der Oberst, der Kontinent, der Fels, der Komet, der Bus, der Planet,
der Offizier, der General, der Fotograf, der Agronom, der Buchstabe, der Vetter

Übung 3. Beantworten Sie die Fragen:


M u s t e r : Hast du dort einen Adler gesehen? (ein Falke) – Nein, ich habe dort
einen Falken gesehen.
1. Habt ihr dort einen Igel gesehen? (ein Hase) 2. Sind sie einem Offizier
begegnet? (ein Matrose) 3. Haben Sie mit dem Mädchen gesprochen? (der
Junge) 4. Hat er das Dienstmädchen danach gefragt? (der Fürst) 5. Hast du das
deinem Bruder erzählt? (mein Kamerad) 6. Sollen wir diesen Text übersetzen?
(der Text, aus, der Paragraf 2) 7. Fällt ihm die Aussprache des Vokals [o:]
schwer? (der Konsonant [l]) 8. Habt ihr im Zirkus einen Wolf gesehen? (ein
Löwe) 9. Brauchst du einen Rubin? (ein Diamant) 10. Hast du dich dort mit
einem Aspiranten bekannt gemacht? (ein Student)

Übung 4. Üben Sie zu zweit!


a) M u s t e r : der Professor
- Entschuldige bitte! Gehört der Gattungsname „der Professor“ zur starken
oder zur schwachen Deklination?
- Zur starken Deklination. Die Betonung fällt nicht auf die letzte Silbe. Also,
des Professors. Zum Beispiel: Die Vorlesung des Professors findet um 11
Uhr statt.
1. der Doktor; 2. der Examinator; 3. der Lektor; 4. der Aggressor
b) M u s t e r : der Student
- Kennst du den Namen dieses Studenten?
- Leider nicht. Frage Paul danach! Ich glaube, Paul kennt den Namen des
Studenten.
1. der Pilot; 2. der Professor; 3. der Aspirant; 4. der Arzt; 5. der Agronom; 6. der
Soldat; 7. der Herr; 8. der Ingenieur; 9. der Bauer; 10. der Mensch; 11. der Graf
c) M u s t e r : das Buch
- Habe ich den Gattungsnamen „das Buch“ im Dativ Plural richtig gebraucht?
- Nein, nicht korrekt. Dieses Wort hat im Dativ Plural die Endung -n. Nur die
Substantive auf -n und -s bekommen im Dativ Plural keine Endung. Also, in
den Büchern. Aber: in allen Kasus, mit den Studenten.
1. das Haus; 2. der Wald; 3. das Dorf; 4. die Stadt; 5. der Gruß; 6. der Schüler
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Übung 5. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive als Attribute:
- der Brief (der Kollege, der Herr, der Bekannte der Professor, die Großmutter);
- der Artikel (der Student, der Wissenschaftler, der Philosoph, der Aspirant);
- das Experiment (der Lehrer, der Laborant, die Ärztin, der Ingenieur);
- die Stimme (der Junge, das Mädchen, der Dozent, der Direktor, die Sängerin);
- die Tiefe (der Gedanke, der See, der Fluss, die Empfindung, das Gefühl);
- die Lage (die Jugendherberge, der Campingplatz, das Schullager, der Soldat);
- der Preis (das Kleid, der Anzug, der Brilliant, die Ware, der Diamant);
- der Schnitt (der Mantel, die Hose, die Weste, der Rock, die Bluse, die Jeans);
- die Freude (die Kinder, der Tourist, der Bruder, der Kamerad, der Neffe);
- die Lehre (der Materialismus, der Philosoph, der Pädagoge);
- die Länge (der Satz, der Fluss, der Weg, die Schnur, die Nacht, die Haare);
- der Tag (der 7. November, der 23. Februar, der 1. September, der 8. März);
- die Hälfte (der Preis, das Erbe, die Marschroute, der Kontinent, der Planet);
- der Gebrauch (der Kasus, das Genus, das Partizip I., der Infinitiv, der Modus)

Übung 6. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im Genitiv ein:


1. Die Einwohner (eine Stadt) ziehen es vor, ihren Urlaub weit von dem Lärm
(die Stadt) zu verbringen. 2. Die Naturschönheit (der See) lockt viele Urlauber
an. 3. Der Bergaufstieg war für den alten Mann doch zu schwer, der Schlag (das
Herz) wurde immer heftiger. 4. Das Anmachen (ein Lagerfeuer) gehört zum
Wandern. 5. Das ganze Gepäck (der Junge) bestand aus einem Köfferchen.
6. Die Antwort (der Student) war glänzend. 7. Du musst die Bedeutung (der
Kasus) beachten. 8. Die Worte (der Professor) machten auf ihn einen tiefen
Eindruck. 9. Die Gipfel (die Berge) sind mit Schnee bedeckt.

Übung 7. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Wörter im Dativ:


1. Sie wollen sich (die Wandergruppe) anschließen. 2. Dieser Artikel gefiel (der
Redakteur) nicht. 3. Wir verdanken die Erfingung des Telefons (der deutsche
Physiklehrer Reis und der amerikanische Schullehrer Bell). 4. Die Kleidung in
ihrer Schmuckfunktion ist (der Wandel) unterworfen. 5. Das Internet ist auf (der
beste Weg), ein neues Zeitalter einzuleiten. Es wird zu (das globale Gehirn) der
Menschheit. 6. Man muss die Dinge bei (ihr richtiger Name) nennen. 7. Es lag
viel Schnee auf (die Wege). 8. Es lässt sich in (die neuen Häuser) gut wohnen.

Übung 8. Im Dativ oder im Akkusativ?


Wir hatten (die Ferienplätze) in (unsere Hochschule) bekommen und freuten uns
schon im voraus auf (eine gute Erholung). Nachdem wir zu Hause alles erledigt
hatten, traten wir (die Reise) an. Am Morgen des nächsten Tages kamen wir an
(der Bestimmungsort) an. Wir bezogen (ein Zimmer) mit (ein Balkon) auf (das
Meer). Nach (eine kurze Ruhepause) gingen wir an (der Strand). An (der Strand)
war es besonders schön. Vor (unsere Augen) erstreckte sich in (der
Sonnenschein) das spiegelglatte Meer. Unmittelbar an (der Strand) ragten zwei
große (Felsen) aus (das Meer) hervor. Wir setzten uns in (der Schatten) eines
Baumes und bewunderten (die herrliche Aussicht).
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Übung 9. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter im nötigen Kasus ein:
1. In die Uni gehen wir gewöhnlich an (der Siegesobelisk) vorbei. 2. Der
Diplomand sucht nach etwas in (ein dicker Foliant). 3. Mir gefällt dieser
Goldring mit (ein kleiner Diamant). 4. Die Aussprache (dieser Konsonant) fällt
ihm schwer. 5. Die Wissenschaftler befassen sich intensiv mit der Erforschung
(der Planet Mars). 6. Jetzt beeile ich mich zu (der Telegraf). 7. Der Knabe kann
sich (der Telefonautomat) nicht richtig bedienen. 8. Diese Regel findet ihr in
(der nächste Paragraf). 9. Nach wie vor müssen die Menschen die Sache (der
Friede) verteidigen. 10. In der Ferne kann man deutlich (ein Fels) sehen. 11. Sie
haben (dieser Buchstabe) in Ihrem Telegramm nicht ganz deutlich geschrieben.
12. Aus (der Funke) wird die Flamme schlagen. 13. Unsere (das Herz) sind mit
(der Glaube) an den Sieg erfüllt. 14. Von (ganzes Herz) danken wir Ihnen für
Ihre großzügige Hilfe. 15. Zufälligerweise bin ich auf (dieser Gedanke)
gekommen. 16. Ich kann mich leider an (der Name) dieses Postbeamten nicht
erinnern. 17. Die Menschen (guter Wille) kämpfen für (der Friede) in der ganzen
Welt. 18. Die Familie (der Partisan) wurde erschossen.

Übung 10. Gebrauchen Sie statt der Punkte die nötige Endung:
1. Wessen Hut ist es? – Es ist Opa... Hut. 2. Wessen Abendkleid ist es? – Es ist
Mutti... Abendkleid. 3. Wessen Hausschuhe sind es? – Es sind Oma... Schuhe.
4. Wessen Kostüm ist es? – Es ist Großmutter... Kostüm.

Übung 11. Gebrauchen Sie die Wortverbindungen im Plural:


im Heft, in diesem Kasus, im Dorf und in der Stadt, im Wald und auf dem Feld,
mit dem Offizier, am Institut und an der Universität, im Kindergarten und in der
Schule, mit dem Sohn und der Tochter, außer dem Lehrer und dem Schüler,
außer einem Tisch und einem Sofa, an der Wand, im Kühlschrank, im Cafe und
Restaurant, mit dem Neffen und der Nichte, das Tagebuch des Schülers, die
Antwort des Studenten, der Flug des Kosmonauten, das Kind dieser Frau

Übung 12. Übersetzen Sie:


1) сестра матери, рабочая завода, поместье князя, упражнения учебника,
достопримечательности города, служба солдата, правительство страны,
берег реки, приказ командира, красота осени, роль этого события, успехи
студента, крыло птицы, невеста принца, детство героя, жизнь пастуха,
ученики этого хирурга, семья графа, цена бриллианта, страны нашего
континента, полет космонавта, дом крестьянина, дети соседа, значение
этого падежа, высота скалы, честность этого человека, подвиг партизана,
правление царя, любовь юноши, статья аспиранта, книга племянника
2) В 1969 году по инициативе Пентагона появился Интернет. Некоторое
время Интернетом управляло Министерство внутренних дел США. Но со
временем оно отказалось от своей власти над сетью. В настоящее время
пользователями Интернета являются миллионы людей более чем в 60
странах. Многие ученые, предприниматели, молодые люди не

40
представляют себе современную жизнь без Интернета. Ученые в
Интернете мгновенно находят нужную информацию, деловые люди
устанавливают контакты, молодые люди знакомятся, общаются друг с
другом. Интернет оказывает целый ряд услуг. Например, можно сделать
дорогие покупки, получить необходимую справку по любым вопросам.
Интернет – очень удобный вид общения, но и очень дорогой.

Übung 13. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter in die richtige Form:
Die Ureinwohner Amerikas
Als Kolumbus in Amerika ankam, waren viele Menschen, die dort lebten,
Bauern. In den östlichen (Wälder) wohnten sie in (Pfahlbauten). Sie rodeten
(Wälder), um Korn, Bohnen und Kürbisse anzupflanzen. Im Südwesten wohnten
die Indianer sogar in mehrstöckigen (Häuser). Um in (die Wüstengebiete)
Getreide anpflanzen zu können, gruben sie Kanäle zu (die Wasserversorgung).
Die Stämme an (die Nordwestküste) lebten von (die Fische), die sie roh oder
getrocknet verspeisten. Das einfache Leben in (das feuchte gemäßigte Klima)
ließ ihnen genügend Freizeit, um Pfähle und Masken zu schnitzen. Auch gab es
kleine kriegerische Abenteuer mit (die Nachbarstämme). Ganz in (der Norden)
schließlich jagten die Eskimos. Nur wenige Indianer zogen ständig umher.
Sogar die Büffeljäger blieben lange genug an (ein Ort), um Tabak anpflanzen
zu können. Doch mit der Ankunft (die Weißen) änderten sich ihre
Lebensgewohnheiten. Plötzlich gab es so seltsame (Dinge) wie Gewehre oder
Werkzeuge aus Metall. Nicht nur Gutes brachten (die weißen Eindringlinge).
Seuchen, Feuerwasser und die Unehrlichkeit (die weißen Landräuber) führten
(der rote Mann) ins Verderben.
Aufgaben zum Text:
1. Lesen Sie den Text noch einmal und finden Sie die Antworten auf die
Fragen: Was pflanzten die Indianer an? Warum zogen nur wenige Indianer
umher? Was brachten die Weißen mit?
2. Erzählen Sie den Text nach.
3. Vergleichen Sie das Leben der Indianer vor der Ankunft und nach der
Ankunft der Weißen! Wie meinen Sie, wann ging es den Indianern besser –
vor oder nach der Entdeckung Amerikas?

Übung 14. Hören Sie sich den Text an und erzählen Sie ihn nach:
Der österreichische Kaiser Joseph ging verkleidet in Wien spazieren, um die
Lebensweise des Volkes kennen zu lernen. Einst wollte er auf dem Markt zwei
Eier kaufen und fragte die Verkäuferin nach dem Preis. „Zwei Gulden“, sagte
die Marktfrau, die Joseph erkannt hatte. „Sie ist wohl verrückt“, dachte der
Kaiser. „Sind denn die Eier hier so selten?“ fragte er. „Die Eier nicht, aber der
Kaiser!“ antwortete die Frau. Joseph lachte und zahlte.

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Übung 15. Gebrauchen Sie eines der Sprichwörter in einem passenden
Zusammenhang:
1. Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben. 2. Wenn der
Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Zur schwachen Deklination gehören


a) Maskulina, b) Neutra, c) Maskulina und Neutra. 2. Schwach dekliniert man
die Maskulina, die [a) nur Lebewesen, b) nur Nichtlebewesen, c) Lebewesen
und Nichtlebewesen] bezeichnen. 3. Die Maskulina der Übergangsgruppe
unterscheiden sich von den Maskulina der schwachen Deklination durch die
Endung im a) Nominativ, b) Genitiv, c) Dativ, d) Akkusativ. 4. (Alle, nicht alle)
Substantive der starken Deklination bekommen im Genitiv Singular die Endung
-(e)s. 5. Alle Substantive haben im Dativ Plural die Endung -n. (ja, nein)
II. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im nötigen Kasus ein:
1. der Tagesablauf (der Aspirant, der Schauspieler, die Sängerin, die Zwillinge,
das Mädchen); 2. der Vertreter (der Expressionismus, der Chef, das Reisebüro,
das Dekanat); 3. die Aussprache (der Konsonant, der Vokal, der Diphthong);
4. von (das Haus, das Herz, der Obelisk, der Professor, der Herr, der Dekan,der
Fels, das Rektorat, der Soldat); 5. (der Kollege, der Herr, der Professor, der
Telegraf) besuchen
III. Prüfen Sie die Übersetzung:
1) 4 октября 1957 года весь мир 1) Am 4. Oktober 1957 erfuhr die ganze
узнал о том, что первый советский Welt darüber, dass der erste sowjetische
спутник полетел в космос. Sputnik in den Kosmos geflogen war.
2) Спутник облетал нашу планету. 2) Der Sputnik umflog unseren Planet.
3) В 1961 году Юрий Гагарин, 3) Im Jahre 1961 flog Juri Gagarin, der
первый космонавт в мире, два раза erste Kosmonaut der Welt, zweimal um
облетел Землю. 4) Космонавту die Erde. 4) Die Erde kam dem
Земля казалась светло-голубым Kosmonaut wie eine hellblaue Kugel im
шаром в темном космосе. 5) Мы dunklen Weltraum vor. 5) Wir werden
никогда не забудем имя нашего den Name unseres Heldes, des ersten
героя, первого космонавта в мире. Kosmonauten der Welt nie vergessen.

DEKLINATION DER EIGENNAMEN

Die Eigennamen weichen in ihrer Deklination von den übrigen


Substantiven ab.
Die Personennamen bekommen nur im Genitiv die Endung -s
bzw. -ens: Karls Frau, Marias Eltern, Klausens Stimme. Männliche
Personenbezeichnungen, die auf -s, -ß, -x, -z ausgehen, haben die Genitivendung
-ens: Hansens Aufenthalt in Weimar, Straußens Walzer, Maxens Schwester,
Franzens Bruder. Auch weibliche Vornamen auf -e können die Genitivendung
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-ns annehemen: Mariens Stimme, ein Brief Melusinens. Im Dativ und Akkusativ
bekommen die Personennamen keine Endung.
Statt des Genitivs steht oft die präpositionale Wendung mit von: die Frau
von Karl, der Walzer von Strauß, der Sohn von Moritz. Bei den Personennamen
auf -s, -ß, -x, -z verwendet man manchmal zum Ausdruck des Genitivs den
Apostroph: Franz`Bruder, Strauß`Walzer u. a.
Bei der Deklination der Personennamen kommt die Tendenz der deutschen
Sprache zur Monoflexion innerhalb der Substantivgruppe zum Ausdruck, d. h.
die Tendenz, die mehrmalige Kennzeichnung von Kasus und Geschlecht zu
vermeiden. Vgl.: Pauls Eltern, die Eltern des kleinen Paul, Friedrich Schillers
Balladen, Johann Wolfgang Goethes Gedicht, der Freund meines Paul.
Wenn der Personenname aus einigen Wörtern besteht, so bekommt nur das
letzte Wort die Endung -s: das Gesicht Max Webers, Monika Müllers Vater, das
Gedicht Johann Wolfgang Goethes. Die Familiennamen mit dem Adelsprädikat
von davor bekommen in der Regel die Genitivendung -s: das Leben Hermann
von Hagens. Wenn vor dem Personennamen ein Adjektiv steht, so hat der
Personenname im Genitiv meist keine Endung: die Mutter des kleinen Johann.
Wenn vor dem Eigennamen noch ein Gattungsname (Titel-, Berufs- oder
Verwandtschaftsbezeichnung: Frau, Professor, Rektor, Onkel, Tante u. a. sowie
Benennungen von Dienstgraden: Leutnant, Hauptmann, Oberst, General,
Marschall u. a.) steht, so kann entweder der Gattungsname oder der Eigenname
die Genitivendung bekommen. Falls vor dem Gattungsnamen der Artikel oder
ein Pronomen steht, so bekommt das Begleitwort meist die Genitivendung, und
der Eigenname hat keine Endung: die Arbeit des Rektors Geschke, das Leben
der Tante Elsa, der Freund meines Paul u. a. Wenn aber der Gattungsname ohne
Begleitwort steht, so bekommt nur der Eigenname die Genitivendung: der
Befehl Kommissar Marinettis, Unteroffizier Müllers Anzug, nach Frau Bertas
Angaben u. a. Die Substantive Herr, Kollege, Genosse werden vor Eigennamen
auch beim artikellosen Gebrauch dekliniert: mit Herrn Schmidt sprechen,
Kollegen Müller fragen u. a. Die Substantive Doktor (als Titel) und Fräulein
werden vor den Personennamen nicht dekliniert: der Vortrag des Doktor Meyer
(des Fräulein Meyer).
Wenn ein substantiviertes Adjektiv bzw. ein Ordnungszahlwort dem
Eigennamen nachgestellt wird und mit diesem eine begriffliche Einheit bildet,
so werden beide Namen innerhalb der Gruppe dekliniert:
N. Karl der Große Peter der Erste Jekaterina die Zweite
G. Karls des Großen Peters des Ersten Jekaterinas der Zweiten
D. Karl dem Großen Peter dem Ersten Jekaterina der Zweiten
A. Karl den Großen Peter den Ersten Jekaterina die Zweite
Die geographischen Namen männlichen und sächlichen Geschlechts
bekommen im Genitiv die Endung -s, in den anderen Kasus haben sie keine
Endung: die Hauptstadt Deutschlands, nach Deutschland fahren, Deutschland
besuchen, die Schönheit des Harzes, am Harz, den Harz besuchen. Die
geographischen Namen weiblichen Geschlechts haben in allen Kasus keine
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Endung: das linke Ufer der Donau, den Urlaub an der Donau verbringen,
die Donau bewundern. Statt des Genitivs kann man mit den geographischen
Namen sächlichen Geschlechts die präpositionale Fügung mit von gebrauchen:
die Hauptatsdt von England, die Denkmäler von Berlin u. a.
Wenn bei den geographischen Namen sächlichen Geschlechts eine nähere
Bestimmung steht, so bekommen sie im Genitiv die Endung -s, oder sie bleiben
endungslos (die Tendenz zur Monoflexion): das Wahrzeichen des neuen
Frankreich(s). Die Tendenz zur Monoflexion kommt auch bei geographischen
Namen männlichen Geschlechts zum Ausdruck: der Erzreichtum des Ural(s),
die Wassermassen des Nil(s), die Bevölkerung des Libanon, zu Füßen des Mont
Blanc, die Ufer des Rheins, die Gipfel des Brockens u. a. (Aber nur: die
Erforschung des Mars, der Gipfel des Elbrus).
Die Titel von Büchern, Bühnenwerken, Zeitungen, Zeitschriften, Filmen
u. a. sowie die Benennungen von Sternen, Hotels, Gaststätten, berühmten
Gebäuden, Schiffen stehen in der Regel mit dem bestimmten Artikel und werden
meist wie Gattungsnamen dekliniert: Er holte den dritten Band des „Kapitals“
hervor. Im Zeichen des Saturns passiert immer etwas. Der Himmel hinter dem
Eiffelturm leuchtete gelb.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Substantive gehören zu den


Eigennamen? 2. Wie werden die Personennamen dekliniert? Welche
Personennamen haben im Genitiv die Endung -ens (-ns)? 3. Was kann in den
Personennamen statt der Genitivendung stehen? 4. Welche Tendenz kommt bei
der Deklination der Personennamen zum Ausdruck? 5. Welches Wort bekommt
die Genitivendung, wenn der Personenname aus einigen Wörtern besteht?
6. Wie wird der Eigenname dekliniert, wenn vor dem Eigennamen noch ein
Gattungsname steht? 7. Werden die Substantive Herr, Kollege, Genosse vor
Eigennamen immer dekliniert? Und die Substantive Doktor (als Titel),
Fräulein? 8. Hat der Personenname mit einem vorangestellten Adjektiv die
Genitivendung? 9. Wie dekliniert man die substantivische Gruppe, die aus dem
Eigennamen und einem nachgestellten substantivierten Adjektiv bzw.
Ordnungszahlwort besteht? 10. Welche geographischen Namen gehören zu
Maskulina (Feminina, Neurta)? 11. Wie werden die geographischen Namen
männlichen (sächlichen, weiblichen) Geschlechts dekliniert? 12. Kommt die
Tendenz zur Monoflexion bei geographischen Namen zum Ausdruck?
13. Vergleichen Sie die Deklination der Personennamen und der geographischen
Namen! 14. Wie werden die Titel von Büchern, Bühnenwerken, Zeitungen,
Zeitschriften, Filmen und die Benennungen von Sternen, Hotels, Gaststätten,
berühmten Gebäuden, Schiffen dekliniert? 15. Vergleichen Sie die Deklination
der Gattungsnamen und der Eigennamen!

Übung 1. Deklinieren Sie die Eigennamen:


Paul, Monika, Hans, Marie, Heinrich Heine, Johann Wolfgang Goethe, Karl
Maria von Weber, Karl der Große, Elisabeth die Zweite, der Harz, die Donau,
der Elbrus, Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, der Mars, der Libanon
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Übung 2. Bilden Sie Wortgruppen:
M u s t e r : das Tagebuch (Paul) – das Tagebuch Pauls,
(Paul) Tagebuch – Pauls Tagebuch
die Gedichte (Erich Weinert), (Erich Weinert) Gedichte; die Briefe (Eva),
(Eva) Briefe; der Vorschlag (Hans), (Hans) Vorschlag; die Balladen (Friedrich
Schiller), (Friedrich Schiller) Balladen; die Freunde (Gerhard), (Gerhard)
Freunde; das Selbstbildnis (Albrecht Dürer); das Klavierspiel (Klara
Schuhmann); die Fugen (Johann Sebastian Bach); der Roman (Erich Maria
Remarque); die Sinfonie (Ludwig van Beethoven); die Gedichte (der bekannte
Erich Weinert); die Serenaden (der geniale Mozart); die Dramen (der talentierte
Alexander Nikolajewitsch Ostrowski); das Werk (der weltberühmte Johann
Wolfgang Goethe); die Leistungen (Kollege Hartmut Friedrich Werner, der Herr
Regisseur Professor Hartmut Friedrich Werner); der Lehrling (der bekannte
Meister Professor Heinrich Müller); der Name (der talentierte Dirigent Karl
Sanderlin); der Vortrag (Doktor Helmut Schmied); die Tochter (Tante Anni);
das Verdienst (General Funke); der Verdienst (Leutnant Kluge); die Werke
(Hans Eisler, der Komponist Hans Eisler, Professor Hans Eisler, der Professor
Hans Eisler); das Talent (Helene Weigel, Frau Helene Weigel, die
Schauspielerin Helene Weigel); die Mitarbeiter (Chefarzt Professor Lange); das
Manuskript (Herr Lampe und Fräulein Stolz); die Schönheit (die Donau); die
Ufer (der Neman); die Tiefe (der Main); im Westen (Frankreich); die Einwohner
(Minsk); die Städte (Deutschland); die Hauptstadt (die Niederlande); die
Sehenswürdigkeiten (das schöne Prag); das Buch (der kleine Johann)

Übung 3. Beantworten Sie die Fragen:


1. Mit welcher russischen Kaiserin stand der große französische Aufklärer
Voltaire im Briefwechsel? (Katharina II.) 2. Über wen hat Peter der Große bei
Poltawa einen glänzenden Sieg errungen? (Karl XII.) 3. Wessen Armee war
besser ausgerüstet? (Peter der Große, Karl XII.) 4. Wem verdanken wir die
Gründung der Stadt Petersburg an der Newa? (Peter der Große) 5. Wessen
Namen trägt die weltberühmte Dresdener Gemäldegalerie? (Gottfried Semper)
6. Wen hält man für den Begründer der Dresdener Gemäldegalerie? (August I.)
7. Wessen Name wird erwähnt, wenn man über die Vergrößerung der
Sammlungen in der Galerie spricht? (August der Starke)

Übung 4. Üben Sie zu zweit!


a) M u s t e r : Minsk
- An welchem Fluss liegt Minsk?
- Minsk liegt an der Swislotsch.
1. Berlin; 2. Düsseldorf; 3. Frankfurt; 4. Wien; 5. Samara; 6. Kiew; 7. Gomel

b) M u s t e r : die Ukraine
- Wie heißt die Hauptstadt der Ukraine?
- Die Hauptstadt der Ukraine heißt Kiew.

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1. die Schweiz; 2. die Mongolei; 3. die Turkei; 4. die Slowakei; 5. die Moldau;
6. die USA; 7. die Niederlande; 8. die Philippinen; 9. der Sudan;10. der Libanon
c) M u s t e r : Polen
- Auf welchem Kontinent liegt Polen?
- Polen liegt in Europa. Das ist eines der großen Länder Europas.
1. Ägypten; 2. Brasilien; 3. Deutschland; 4. Luxemburg; 5. China; 6. Österreich
d) M u s t e r : das Uralgebirge
- In welchem Land liegt das Uralgebirge?
- Das ist eines der Gebirge von Russland.
1. das Erzgebirge; 2. das Elbsandsteingebirge; 3. das Mittelgebirge; 4. die Alpen
e) M u s t e r : der Harz
- Möchten Sie durch den Harz reisen?
- Aber natürlich! Ich habe über die Schönheit des Harzes gelesen und träume
schon seit langem von einer Reise in den Harz.
1. die Nordseeküste; 2. die Sächsische Schweiz; 3. die Krim; 4. die Karpaten

Übung 5. Setzen Sie die Eigennamen in den nötigen Kasus:


a) 1. Zwischen (Russland und die Republik Belarus) sind viele
Handelsabkommen unterzeichnet. 2. Für viele Touristen sind (die Schweiz und
Schweden) ein Anziehungspunkt. 3. Einige Urlauber ziehen es vor, sich im
Ausland zu erholen. Als ihr Reiseziel wählen sie (die Türkei, Ungarn,
Rumänien, der Nahe Osten, Ägypten, Syrien). 4. Ein Bekannter von mir hat
(Dresden, Warschau, Prag, Paris, Budapest, Den Haag) besucht. 5. (Das alte
Warschau und das märchenhafte Dresden) haben ihm besonders gut gefallen.
6. Viele deutsche Touristen reisen im Urlaub nach (Norwegen, Finnland,
Russland). 7. Sie sind vom Besuch (das Moskau von heute, das romantische
Bergen) besonders begeistert.
b) Wenn man in einem Flugzeug Platz nimmt und einen Flug macht, kann
man sich davon überzeugen, wie schön und mannigfaltig die Landschaft
(Deutschland) ist. Man fliegt über Berlin an (die Spree) und nähert sich (der
Spreewald). Unten fließt (die Elbe). Auf beiden Seiten (die Elbe) erhebt sich der
schöne Tafelberg (die Sächsische Schweiz). Weiter geht der Flug über (das
Erzgebirge) mit (der Fichtelberg). Man nähert sich (der Thüringer Wald). Dann
fliegt man nach Norden. Unten sieht man (der Harz) mit (der Brocken) und (das
fruchtbare Tiefland). Endlich erreicht das Flugzeug (die Ostsee). Im blaugrünen
Wasser (die Ostsee) kann man (Rügen) erblicken.

c) 1. Die ersten deutschen Sprachdenkmäler, die uns erhalten sind, stammen aus
der Zeit (Karl der Große). 2. Die erste deutsche Bibelübersetzung ist mit dem
Namen (Luther) verbunden. 3. (Luther) Schriften waren im ganzen deutschen
Land verständlich. 4. (Lucas Cranach) Werke werden in verschiedenen
Kunstmuseen aufbewahrt. 5. Das Gebäude der Gemäldegalerie in (Dresden)

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trägt den Namen (Gottfried Semper). 6. Das Gemälde („Sixtinische Madonna“)
hat den Namen (Raffael) unsterblich und weltberühmt gemacht. 7. Der
Ausdruck „Das Ei (Kolumbus)“ ist für viele ein Rätsel.

Übung 6. Übersetzen Sie:


1) 1. Нил питает Египет. Благодаря водам Нила египетские крестьяне
собирают богатый урожай. Оросительные каналы (Bewässerungsgräben)
подводят воду из Нила к полям. Нил делает Египет плодородным. 2. Висла
(die Weichsel), на которой расположена столица Польши Варшава, впадает
в Балтийское море. 3. Неккар, один из притоков Рейна, протекает по
прекрасной долине. 4. Рейн – одна из известнейших рек Европы. Рейну
посвящено много красивых сказок. 5. Во Франкфурте - на - Майне родился
великий Гёте. 6. Дрезден называют Флоренцией на Эльбе (Elbflorenz).
К достопримечательностям Дрездена относятся: Цвингер, картинная
галерея Г. Земпера, музей Зеленый Свод (das Grüne Gewölbe). 7. В Берлине
я хочу увидеть Бранденбургские ворота, Александрплац, посетить Остров
музеев.
2) 1. У моих родителей есть машина “Волга”. 2. Прошлым летом мы
отдыхали на Волге. 3. Мы остановились в гостинице “Волга”. 4. В нашем
городе есть кафе, ресторан, кинотеатр “Волга”. 5. Между этими речными
пристанями (Binnenhäfen) курсирует теплоход “Волга”.
3) Под управлением талантливого дирижера Отто Клемперера часто
исполнялись произведения Иоганнеса Брамса, Вольфганга Амадея
Моцарта и других известных композиторов. Знаменитому О.Клемпереру
особенно удавались произведения Людвига ван Бетховена. Отто
Клемперер часто выступал с молодым скрипачом Вильгельмом Зауге.
Особым успехом у публики пользовались пятая симфония Бетховена и
скрипичный концерт (Violinkonzert) Антонио Вивальди (Vivaldi).
Вильгельм Зауге был учеником известного музыканта, профессора
Генриха Миллера.

Übung 7. Setzen Sie die eingeklammerten Wörter im nötigen Kasus ein:


Die Rosen der heiligen Elisabeth
Einst kam die Zeit großer Hungersnot über (das Thüringer Land). Die
armen Leute nährten sich von (Kräuter, Wurzeln und wilde Früchte). Viele
starben vor Hunger. Das nahm sich (die milde Landgräfin Elisabeth) sehr zu
Herzen. Sie ließ mahlen und backen und das Brot von (die Wartburg)
heruntertragen und den Hungrigen reichliche Almosen spenden. Aber es fehlte
nicht an Leuten, die (der Landgraf Ludwig der Heilige) gegen die Freigebigkeit
(Elisabeth) aufbrachten. Und er verbot (Elisabeth) das zu tun.
Es traf sich eines Tages, dass der Graf in (Eisenach) war und (die fromme
Herrin Elisabeth) von der Burg nach der Stelle ging, wo sich die Armen und
Kranken versammelt hatten, um ihre Gaben zu bekommen. (Elisabeth) folgte
eine ihrer liebsten Jungfrauen und die beiden trugen unter ihren (Mäntel) Körbe
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voll von (Fleisch, Brot und Eier). Da trat ihnen plötzlich (Ludwig der Heilige) in
den Weg und fragte: „Was tragt ihr?“ Dabei deckte er den Mantel (Elisabeth)
auf und sah einen Korb voll duftender Rosen. Elisabeth war so sehr erschrocken,
dass sie kein Wort hervorbringen konnte. Das rührte (Ludwig der Heilige) und
er sprach mit (Elisabeth) freundlich. Da nahm er mit Erstaunen wahr, dass über
(Elisabeth) Stirn ein wunderbares Kruzifix erschienen war. Ungehindert ließ er
(Elisabeth) den Armen die reichlichen Almosen spenden.
Aufgaben zum Text:
1. Lesen Sie den Text noch einmal und beantworten Sie die Fragen: Warum
starben viele Menschen? Wie half Elisabeth den hungrigen Menschen?
Warum ließ Ludwig der Heilige Elisabeth den Armen die reichlichen
Almosen spenden?
2. Erzählen Sie den Text nach.
3. Wie verhalten Sie sich zu den Menschen, die die jungen Eheleute
gegeneinander aufzubringen versuchen?

Übung 8. Hören Sie sich die Texte an und erzählen Sie sie nach:
1. Der neuen Lehrerin sind die Namen ihrer Schüler zu lang. „Ich werde eure
Namen abkürzen,“ sagt sie. „Annemarie ist Ann, Liselotte ist Lis, Elisabeth
ist Els ...!“ Da steht ein Mädchen auf, verlässt das Klassenzimmer und
schlägt die Tür zu. „Was hat sie denn?“ fragt die Lehrerin erstaunt. Jemand
sagt: „Sie heißt Klothilde.“
2. Roberts Vater ruft erbost den Lehrer an: „Warum haben Sie Robert nach
Hause geschickt?“ Der Lehrer antwortet: „Robert hat mir erzählt, dass seine
Schwester Scharlach hat.“ Der Vater von Robert sagt lachend: „Das stimmt
schon, aber die lebt in Amerika!“

Übung 9. Gebrauchen Sie eines der Sprichwörter in einem passenden


Zusammenhang:
1. Viele Wege führen nach Rom. 2. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans
nimmermehr.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Die Deklination der Eigennamen


[a) weicht, b) weicht nicht] von der Deklination der übrigen Substantive ab.
2. Die Personennamen [a) nur männlichen, b) nur weiblichen, c) männlichen und
weiblichen] Geschlechts bekommen im Genitiv die Endung -s. 3. Wenn der
Personenname aus einigen Wörtern besteht, so bekommt nur das [a) erste,
b) letzte] Wort die Endung -s. 4. Die geographischen Namen männlichen
Geschlechts bekommen die Endung a) nur im Dativ, b) nur im Genitiv, c) nur im
Akkusativ, d) in allen obliquen Kasus. 5. In der Ferne war der Gipfel des
[a) Elbrus, b) Elbrusses] zu sehen. 6. Heinrich Heine beschrieb die Schönheit
des a) Harzens, b) Harzes, c) Harzs. 7. Wir müssen [a) Kollege Müller,

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b) Kollege Müllers, c) Kollegen Müller] danach fragen. 8. Wir verbrachten
unseren Urlaub im [a) Thüringer, b) Thüringen] Wald.
II. Prüfen Sie die Übersetzung:
1) Каждый год туристы из многих 1) Jedes Jahr kommen die Touristen
стран приезжают в Дрезден. 2) Это aus vielen Ländern nach Dresden.
шведы, англичане, французы, 2) Das sind Schweden, Engländer,
итальянцы, датчане. 3) Здесь также Franzosen, Italiener, Dänen. 3) Hier
можно увидеть много туристов из kann man auch viele Touristen aus
Польши, Венгрии, Румынии, Болга- Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien
рии, а также вьетнамцев, корейцев, sowie Vietnamesen, Koreaner, Tsche-
чехов. 4) Иностранные гости совер- chen sehen. 4) Die ausländischen Gäste
шают экскурсионные поездки по machen Rundfahrten durch den
красивому Дрездену. 5) Гид, мило- schönen Dresden. 5) Die Hostess, die
видная Инга, доступно и интересно nette Inge, erzählt interessant und
рассказывает о достопримечатель- zugänglich über die Sehenswürdig-
ностях сказочного Дрездена. 6) В keiten des märchenhaften Dresden.
центре внимания туристов – 6) Ein Anziehungspunkt für die
картинная галерея Готфрида Touristen ist die Gemäldegalerie
Земпера. 7) Дрезденская галерея Gottfried Semper. 7) Die Dresdener
относится к числу самых известных Gemäldegalerie zählt zu den bekann-
музеев мира. 8) Она возникла на testen Museen der Welt. 8) Sie entstand
основе кунсткамеры саксонского auf Grund der Kunstkammer des
курфюрста Августа Первого. sächsischen Kurfürst August I. 9)Einen
9) Важное место в галерее bedeutenden Platz nehmen in der
занимают картины Лукаса Кранаха Galerie die Gemälde Lucas Cranach
Старшего, Альбрехта Дюрера. der Ältere und Albrecht Dürer ein.

PLURALBILDUNG DER SUBSTANTIVE

Die deutsche Sprache kennt zwei Zahlformen (der Numerus, Pl. die
Numeri): den Singular (die Einzahl) und den Plural (die Mehrzahl). Man
unterscheidet zählbare und unzählbare Begriffe. Die Bezeichnungen für zählbare
Begriffe haben den Singular und den Plural, z. B.: das Haus – Häuser, der Tag
– Tage. Keinen Plural haben die meisten Stoffnamen, Abstrakta und
Sammelnamen: die Butter, die Wolle, der Stolz, die Hitze, die Wäsche, das
Geschirr u. a. Solche Substantive nennt man Singulariatantum (Sg.: das
Singularetantum). Manche Substantive werden nur im Plural gebraucht. Man
nennt sie Pluraliatantum (Sg.: das Pluraletantum): die Ferien, die Masern, die
Alimente, die Personalien, die Trümmer u. a.
Es gibt im Russischen zahlreiche Substantive ohne Singular, denen im
Deutschen Substantive mit beiden Zahlformen entsprechen: die Uhr – Uhren,
die Waage – Waagen, die Tapete – Tapeten, das Tor – Tore, die Brille – Brillen,
der Schlitten – Schlitten, die Schere – Scheren , die Hose – Hosen u. a. Die

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Pluralformen die Jeans und die Shorts können sowohl ein Einzelding als auch
mehrere Dinge bezeichnen.
Zur Bildung der Mehrzahl dienen folgende Mittel:
- die Pluralsuffixe -e, -(e)n, -er, -s: der Arm – Arme, die Frau – Frauen, das
Bild – Bilder, das Hotel – Hotels;
- der Umlaut: der Garten – Gärten, der Vater – Väter;
- der Artikel: der Schüler – die Schüler, der Wagen – die Wagen;
- In der Pluralform einiger internationaler Wörter verschiebt sich die
Betonung: der Dόktor – Doktόren, der Charákter – Charaktére.
Im Deutschen unterscheidet man vier Haupttypen der Pluralbildung: 1) mit
dem Suffix -e (mit oder ohne Umlaut); 2) mit dem Suffix -(e)n (ohne Umlaut);
3) mit dem Suffix -er (die Vokale a, o, u, au bekommen dabei den Umlaut);
4) ohne Pluralsuffix (mit bzw. ohne Umlaut).
Das Pluralsuffix -e (mit bzw. ohne Umlaut) ist für Maskulina typisch.
Dieses Suffix bekommen im Plural folgende Maskulina, Neutra und Feminina:
- viele einsilbige Maskulina der starken Deklination (mit bzw. ohne Umlaut):
der Arzt – Ärzte, der Bach – Bäche, der Brauch – Bräuche, der Strand –
die Strände, der Arm – Arme, der Mord – Morde , der Streit – Streite u.a.;
- Fremdwörter männlichen Geschlechts (keine Personenbezeichnungen) auf
-al, -an, -ar, -at, -ent, -it, -og (ohne Umlaut im Plural): der Vokal – Vokale,
Ozean, Dinar, Apparat, Kontinent, Kredit, Dialog u. a. Aber: der Automat –
Automaten;
- Fremdwörter männlichen Geschlechts (Personenbezeichnungen) auf -an,
-än, -al, -ar, -är, -eur, -ier, -on (ohne Umlaut im Plural): der Dekan
– Dekane, Kapitän, Kardinal, Jubilar, Sekretär, Ingenieur, Juwelier, Spion
u. a. Aber: der Veteran – Veteranen, der 'Dämon – Dämόnen, der General
– Generale (Generäle);
- folgende Fremdwörter männlichen Geschlechts (mit dem Umlaut im Plural):
der Kanal – Kanäle, Palast, Chor, Ton, Altar, Marschall;
- folgende Neutra (ohne Umlaut im Plural): Beet – Beete, Bein, Brot, Ding,
Haar, Heft, Jahr, Meer, Recht, Schaf, Schiff, Tier, Werk, Wort (auch: die
Wörter), Tor u.a;
- Feminina und Neutra auf -nis. Sie verdoppeln dabei das -s im Plural:
die Kenntnis – Kenntnisse, das Ereignis – Ereignisse u. a.;
- die meisten Fremdwörter sächlichen Geschlechts (Nichtlebewesen, ohne
Umlaut im Plural) auf -al, -ar, -at, -em, -ent, -fon, -iv, -om, -ut: das Original
– Originale, Formular, Diktat, Parlament, Problem, Telefon, Adjektiv,
Diplom, Institut u.a.;
- einige einsilbige Feminina (mit dem Umlaut im Plural): die Axt – Äxte, Angst,
Bank, Braut, Brust, Faust, Frucht, Gans, Gruft, Hand, Haut, Kuh, Kluft,
Kraft, Kunst, Laus, Luft, Macht, Magd, Maus, Nacht, Naht, Not, Nuss, Sau,
Schnur, Stadt, Wand, Wurst, Zunft u. a.
Das Pluralsuffix -(e)n (ohne Umlaut) ist für die Feminina typisch. Dieses
Suffix bekommen im Plural Feminina, Maskulina und Neutra:
50
- die meisten mehrsilbigen Feminina: die Unversität – Unversitäten. Die
Feminina auf -e, -el, -er haben im Plural das Suffix -n: die Aufgabe –
Aufgaben, die Insel – Inseln, die Feder – Federn. Die Feminina auf -in
verdoppeln dabei das -n: die Lehrerin – Lehrerinnen;
- folgende einsilbige Feminina: die Art – Arten, Bahn, Tat, Uhr, Last, Schrift,
Schar, Fahrt, Saat, Kur, Fracht, Schuld, Spur, Tracht, Jagd, Pflicht, Qual,
Furt, Schicht, Frist, Schau, Flucht, Zeit, Rast, Flut, Wahl, Frau, Bucht,
Werft, Zahl, Farm, Kost, Zwei, Drei, Vier, Fünf u. a.;
- die Maskulina der schwachen Deklination: der Mensch – Menschen, Kollege,
Aspirant, Konsonant u. a.;
- die Substantive der Übergangsgruppe: der Name – Namen, das Herz –
Herzen, der Buchstabe – Buchstaben, der Fels – Felsen u. a.;
- die Maskulina auf -or, wenn sich die Betonung von der Wurzel auf das
Suffix verschiebt: der Tráktor – Traktόren u. a. Wenn die Betonung
unbeweglich bleibt, so bekommen die Maskulina auf -or das Pluralsuffix -e:
der Kόrridor – Kόrridore, der Majόr – Majόre, der Tresόr – Tresόre;
- einige Maskulina der starken Deklination: der Staat – Staaten, Stachel,
Strahl, Vetter, See, Mast, Dorn, Nerv, Lorbeer, Pantoffel, Muskel, Bauer
(крестьянин), Nachbar, Schmerz;
- Fremdwörter männlichen Geschlechts auf -ismus, -us: der Archaismus –
Archaismen, der Typus – Typen, der (das) Virus – Viren. A b e r : der Kasus
– Kasus, der Modus – Modi, der Terminus – Termini, der Kursus – Kurse,
der Lapsus – Lapsus, der Kaktus – Kakteen (Kaktusse), der Rebus – Rebusse,
der Krokus – Krokus (Krokusse), der Numerus – Numeri;
- folgende Neutra: das Auge – Augen, Bett, Ende, Hemd, Herz, Insekt,
Interesse, Leid, Ohr, Verb, Juwel, Statut;
- folgende Fremdwörter sächlichen Geschlechts erhalten das Suffix -ien:
das Prinzip – Prinzipien, Material, Kapital, Mineral, Partizip, Adverb; das
Adverbiale - Adverbialien, das Numerale – Numeralien;
- manche Fremdwörter sächlichen Geschlechts auf -a, -ion oder -i(um):
das Auditorium – Auditorien, das Thema – Themen, das Album – Alben,
das Stadion – Stadien. Aber: das Schema – Schemas (Schemata), das
Komma – Kommas (Kommata), das Praktikum – Praktika, das Visum – Visa
(Visen), das Technikum – Technika (Techniken).
Das Pluralsuffix -er (mit dem Umlaut) ist für die Neutra typisch. Dieses
Suffix bekommen im Plural Neutra und Maskulina:
- die meisten Neutra: das Band – Bänder, Blatt, Buch, Dach, Dorf, Fach,
Glas, Gras, Haus, Horn, Huhn, Kalb, Lamm, Land, Loch, Volk, Tal, Schloss
u. a.;
- einige Fremdwörter sächlichen Geschlechts: das Regiment – Regimenter
(Regimente), das Hospital – Hospitäler (Hospitale);
- folgende Maskulina: der Wald – Wälder, Rand, Strauch, Wurm, Mann, Leib,
Reichtum, Irrtum, Mund, Geist, Gott, Vormund – Vormünder (Vormunde).
Kein Pluralsuffix (mit bzw. ohne Umlaut) haben:
51
- Maskulina auf -er, -el, -en. Mit dem Umlaut: der Vater – Väter, Garten,
Mantel, Mangel, Nagel, Apfel, Hafen, Ofen u. a. Ohne Umlaut: der Orden –
Orden, Onkel, Adler, Koffer, Wagen, Dampfer u. a.;
- Neutra auf -er, -el, -en, -chen, -lein, mit dem Präfix ge- und dem Suffix -e
(ohne Umlaut): das Fenster – Fenster, Mittel, Ufer, Zeichen, Fischlein,
Gebirge, Gebäude u. a. A b e r : das Kloster – Klöster;
- zwei Feminina (mit dem Umlaut): die Mutter – Mütter, die Tochter –
Töchter.
Mit dem Suffix -s bilden den Plural:
- mehrere Fremdwörter männlichen und sächlichen Geschlechts
(französischer, englischer Herkunft): der Chef – Chefs, das Porträt –
Porträts (Porträte), der Park (auch: Parke), der Klub, der Tank, das Hotel,
der Anorak, der Streik, der Militär, der Balkon (auch: Balkone), der
Bouleward, das Restaurant, der Bankier [baηkĭé:] u. a. Darunter auch
Substantive, die auf einen Vokal enden: das Auto – Autos, der Gummi –
Gummis, das Café, das Kino, der Uhu, das Echo, der Zoo, das Komitee, das
Genie, das Sofa, das Taxi, das Konto – Kontos (Konten), das Büro u. a.;
- manche substantivierten unveränderlichen Wörter, auch Buchstabenwörter
und einzelne Buchstaben: die Abers, die Warums, die Bs, die Achs, die LKWs
u. a.;
- Personennamen, wenn die Familie gemeint ist: die Petrows, die Müllers u. a.;
- einige Personenbezeichnungen (nur im umgangssprachlichen Gebrauch): der
Kerl – Kerls, das Mädel – Mädels, der Opa – Opas, die Oma – Omas,
die Mutti – Muttis, der Papa – Papas, der Junge – Jungs (Jungens);
- Kurzwörter, die auf einen Vokal enden: die Uni – Unis, der Krimi, der Pulli,
der Kuli u. a.
Die Maskulina auf -mann bilden den Plural mit -leute oder -männer: der
Seemann – Seeleute, der Bergmann – Bergleute, der Fachmann – Fachleute, der
Kaufmann – Kaufleute, der Geschäftsmann – Geschäftsleute, der Landsmann –
Landsleute, der Landmann – Landleute, der Staatsmann – Staatsmänner, der
Schneemann – Schneemänner, der Strohmann – Strohmänner, der Ehemann –
Ehemänner, der Hampelmann – Hampelmänner u.a. Die Eheleute = der
Ehemann + die Ehefrau.
Behalten Sie: der Atlas – Atlanten (Atlasse), das Léxikon – Lexika
(Lexiken), das Epos – Epen, der Bau (здание) – Bauten, der Globus – Globen
(Globusse), das Genus – Genera, das Tempus – Tempora, der Stock (этаж) –
Stockwerke, der Rat – Ratschläge

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Was wissen Sie über die Singularia- und
Pluraliatantum? 2. Nennen Sie einige Substantive, die im Russischen keinen
Singular haben und denen im Deutschen zwei Zahlformen entsprechen!
3. Welche Mittel dienen zur Bildung der Mehrzahl? 4. Welche Typen der
Pluralbildung gibt es im Deutschen? 5. Welches Pluralsuffix ist für Maskulina
(Feminina, Neutra) typisch? 6. Mit welchen Pluralsuffixen ist der Umlaut des
52
Stammvokals möglich? 7. Welche Maskulina (Neutra, Feminina) erhalten im
Plural das Suffix -e? 8. Welche Maskulina (Feminina, Neutra) haben im Plural
das Suffix -(e)n? 9. Welche Substantive bilden den Plural mit dem Suffix -er?
10. Welche Maskulina (Neutra, Feminina) bilden den Plural ohne Suffix?
11. Welche Substantive bilden den Plural mit dem Suffix -s? 12. Wie bilden die
Substantive auf -mann den Plural? 13. Nennen Sie die fehlende Information:
a) Einige Neutra bekommen im Plural das Suffix -e (ohne Umlaut). Das sind ...;
b) Einige einsilbige Feminina haben im Plural das Suffix -e (mit dem Umlaut).
Das sind ...; c) Einige Neutra bilden den Plural mit dem Suffix -(e)n. Dazu
gehören ...; d) Nicht alle Maskulina bilden die Mehrzahl mit den Suffixen -e
bzw. -(e)n. Eine kleine Gruppe von Maskulina bekommt im Plural das Suffix
-er. Das sind ... . 14. Können Sie sagen, warum das Femininum Zeit nicht
das Suffix -e, sondern das Suffix -en hat? 15. Wie meinen Sie, ist die
Pluralbildung vom grammatischen Geschlecht (von der Deklination) abhängig?
16. Vergleichen Sie die Pluralbildung der Substantive auf -e: der Junge, die
Frage, das Auge, das Cafe, das Adverbiale, das Gemälde, der Buchstabe!
17. Wie viele Stämme hat das Substantiv im Russischen und im Deutschen?

DIE PLURALSUFFIXE -e, -(e)n

Übung 1. Nennen Sie die Substantive, die keine Mehrzahl haben:


der Himmel, die Stadt, das Gemüse, die Tapete, das Argument, der Handel, die
Öffentlichkeit, das Gebiet, das Laub, die Wäsche, die Polizei, der Wind, das
Wild, das Amt, die Brille, das Vieh, der Schlitten, der Verkehr, der Unterricht,
das Gebirge, der Tourismus, die Waage, die Kleidung, die Kameradschaft

Übung 2. Schreiben Sie die Substantive heraus, die keine Singularform


haben:
die Gedanken, die Kosten, die Immobilien, die Spirituosen, die Gewissensbisse,
die Personalien, die Uhren, die Masern, die Tore, die Finanzen, die Hosen, die
Bodenschätze, die Eltern, die Röteln, die Schäden, die Aussagen, die Zwillinge,
die Scheren, die Geschehnisse, die Trümmer, die Feiertage, die Geschwister, die
Windpocken, die Berufe, die Flitterwochen, die Computer, die Memoiren

Übung 3. Nennen Sie die Regeln der Bildung der Mehrzahl:


die Erlaubnis – die Erlaubnisse, der Architekt – die Architekten, das Drama –
die Dramen, der Ort – die Orte, die Bitte – die Bitten, der Fuchs – die Füchse,
der Agitator – die Agitatoren, die Kuh – die Kühe, das Insekt – die Insekten,
die Formel – die Formeln, die Feder – die Federn, die Laus – die Läuse, der
Strahl – die Strahlen, das Projekt – die Projekte, der Buchstabe – die
Buchstaben, der Konsonant – die Konsonanten, die Lehrerin – die Lehrerinnen

Übung 4. Bilden Sie von den Verben einsilbige suffixlose Ableitungen und
nennen Sie ihre Pluralform:

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M u s t e r : brechen – der Bruch – die Brüche, blicken – der Blick – die Blicke
gehen, fallen, fliegen, küssen, kaufen, schlagen, stehen, stoßen, springen, laufen,
planen, beißen, tönen, schallen, lauten, stammen, ziehen, rufen, stechen,
zwingen, werfen, wünschen, träumen, kämmen, fließen, schießen

Übung 5. Wie heißt die Pluralform der einsilbigen Maskulina?


Ort, Schatz, Wolf, Brauch, Pfad, Klang, Schwarm, Arm, Strumpf, Pol, Fuchs,
Streit, Hut, Rock, Sohn, Knopf, Saft, Kopf, Brief, Spaß, Topf, Laut, Lohn,
Baum, Hund, Stoff, Bart, Bach, Kurs,Sumpf, Stock, Sprung, Grund, Ball, Zug,
Ast, Draht, Storch, Aal, Sturm, Zaun, Zahn, Stall, Kranz, Blitz, Fuß, Bauch,
Turm, Zopf, Frosch, Reiz, Schnitt, Wert, Floh, Strand, Arzt, Punkt, Stumpf,
Kahn, Bus, Vers, Hals, Dampf, Bass, Hahn, Schwanz, Stab, Fluch, Papst, Wal

Übung 6. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Maskulina im Plural und


beantworten Sie die Fragen:
1. Wem bestellt Paul gewöhnlich herzliche (Gruß)? 2. Wo befinden sich in
unserer Republik die meisten (Sumpf)? 3. Wie viele große (Markt) gibt es in
Minsk? (etwa 9) 4. Wie werden die (Waldbrand) gelöscht? (mit Hilfe der
modernen Technik) 5. In welchem Fachkabinett sind viele (Blumentopf)?
6. Welche (Brauch) der belorussischen Hochzeiten kennen Sie? 7. Welche
(Turm) sind die höchsten in der Welt? (der Fernsehturm in Ostankino, der
Eiffelturm in Paris) 8. An welchen (See) gibt es in Belarus gut eingerichtete
(Strand)? 9. Woraus werden die (Adventskranz) geflochten? (aus
Tannenzweigen) 10. Warum hat seine Familie neue (Pass) ausstellen lassen?
(Die alten sind abgelaufen.)

Übung 7. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den Plural:


1. Diese Bar bietet den (Gast) nur (Fruchtsaft) an. 2. (Knoblauchzopf)
schmücken die Küche. 3. Die (Fisch) fressen gern (Wasserfloh). 4. Wo
gehobelt wird, da fallen (Span). 5. Die (Wasserfall) am Fluss Niagara ziehen
viele Touristen an. 6. In den (Pass) stehen genaue (Geburtsdatum und
Geburtsort). 7. Susi hat für ihre (Sieg) viele (Pokal) bekommen. 8. Er kennt alle
(Plan und Entwurf) dieser Architekten genau. 9. Hier sind (Stall) für (Kuh,
Schwein, Schaf, Ente, Gans, Pferd). 10. Im Schatten der (Palme) stehen kleine
(Kiosk), wo (Getränk) und (Meeresfrucht) verkauft werden. 11. In den letzten
(Jahr) überschwemmen riesige (Besucherstrom) die schönsten (Platz) unserer
Erde. Die Folge: Die ehemals sauberen (Strand) werden verschmutzt. 12. Die
streikenden Arbeiter kämpfen um die Erhöhung der (Lohn). 13. In der Stadt
werden viele (Bau) restauriert. 14. Die traditionellen (Ostermarsch) bleiben auch
heute aktuelle Aktionen. 15. Man hat die (Aula) mit (Spruch, Plakat,
Transparent) geschmückt. 16. In ihren (Beitrag) wurden interessante (Aspekt)
erwähnt. 17. Die (Musikfreund) haben recht hohe (Anspruch) an die
Videoproduktion. 18. Ich mache mir die bittersten (Vorwurf) darüber, dass ich
mich in die (Angelegenheit) meiner (Schwester) eingemischt habe. 19. In einem
Fach unter dem Fenster bewahrte er seine (Vorrat) auf. 20. Seine (Erlebnis und
54
Besorgnis) in der Schule hat der Schriftsteller in seinem ersten Roman
beschrieben. 21. Im Gymnasium lernten die (Sohn) der (Rechtsanwalt, Offizier,
Ingenieur, Kosmonaut). 22. Flache (Absatz) und (Minirock) sind in dieser
Saison „in“. 23. Man hat in diesem Monat nur zwei (Mietvertrag)
abgeschlossen. 24. Unsere (Eindruck) nach dem Theaterbesuch waren
unauslöschlich. 25. Fast in allen (Geschäft) gibt es im August (Sonderangebot).
26. Diese (Medikament) sollen die Verdauung regeln. 27. Der Amerikaner war
von Anna entzückt und machte ihr reizende (Kompliment). 28. Martin vergaß
einige (Zitat). 29. Nicht alle (Diplom) der belorussischen (Universität) werden
im Ausland anerkannt. 30. Der Student hat im Gespräch alle (Argument)
angeführt. 31. Es gibt (Talent), die Menschen wie (Magnet) anziehen. 32. Die
(Vitamin), die Obst und Gemüse enthalten, kann man durch nichts ersetzen.
33. Meine Freunde haben im deutschen Konsulat zwei (Visum) beantragt.
34. Im nächsten Monat begehen wir zwei (Jubiläum). 35. Die (Firma) werben
für ihre (Produkt). 36. Die Mediziner müssen sich ständig mit neuen
(Grippenvirus) beschäftigen.

Übung 8. Sagen Sie, dass es sich auf mehrere Dinge bzw. Personen bezieht:
M u s t e r : Der Schüler übersetzt einen Text. – Die Schüler übersetzen Texte.
1. Heute tritt in der Schule ein Chor auf. 2. Man hat in dieser Gegend einen
Kanal gegraben. 3. Am Altar in der Kirche findet eine religiöse Handlung statt.
4. In dieser Stadt wurden ein Palast und ein Dom gebaut. 5. Zur Sitzung hat man
einen Marschall, einen General, einen Admiral und einen Leutnant eingeladen.
6. Der zärtliche Ton der Geige bezauberte den Zuschauer. 7. Dieser Vokal und
dieser Konsonant sind falsch geschrieben. 8. Im Betrieb werden ein neuer
Apparat und ein Kaffeeautomat hergestellt. 9. Der Dekan und der Sekretär
kommen um 9 Uhr. 10. Man kann jetzt bei dieser Bank keinen Kredit
bekommen. 11. Der Aspirant hat über dieses Problem nicht gesprochen. 12. Der
Professor interessiert sich für das Ergebnis unseres Versuchs. 13. Für dieses
Experiment braucht man nur ein Gerät und ein Instrument. 14. Der Tresor ist ein
Schrank, in dem eine wertvolle Sache aufbewahrt wird. 15. Der Termin muss
eingehalten werden. 16. Der Mentor ist ein erfahrener Lehrer.

Übung 9. Ersetzen Sie die schräg gedruckten Wörter durch sinnverwandte


Substantive des ersten Pluraltyps:
1. Durch das Feld liefen zahlreiche schmale Wege. 2. Die Eiche hat starke
Zweige. 3. Viele Ströme entspringen im Gebirge. 4. In der Konferenz hörten wir
uns mehrere Referate an.

Übung 10. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : diese (Dokument) aufbewahren
- Kannst du mir einen Gefallen tun? Kannst du diese Dokumente aufbewahren?
- Es versteht sich von selbst, dass ich diese Dokumente aufbewahren kann.
einige (Formular) ausfüllen; alle (Siffix) weiblichen Geschlechts nennen; alle
untrennbaren (Präfix) aufzählen; zwei (Exemplar) dieses Lehrbuchs in der
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Bibliothek ausleihen; die postlagernden (Brief und Paket) auf der Post abholen;
interessante (Transparent, Plakat und Exponat) anfertigen; an der Besprechung
der neuen (Projekt und Modell) teilnehmen; ein paar interessante (Zitat) aus
der Hauslektüre herausschreiben; alle (Auftrag) des Dekans erfüllen; alle
(Termin) einhalten; die (Ergebnis) der (Experiment) bekannt geben; die (Jubilar)
begrüßen; (Kontakt) per Telefon anknüpfen

Übung 11. Gebrauchen Sie die unten angegebenen Feminina in dem Plural:
1. Die Eicheln sind ... der Eiche. 2. Die Kleider der ... sind immer schön.
3. Viele Menschen können mit ihren ... nicht richtig umgehen. 4. Er schlägt
mit ... auf den Tisch. 5. Man kann auch durch die ... sehen. 6. Kleine ..., große
Leute. 7. Ich bin am Ende meiner ... . 8. Zur Hochzeit hat man drei mit Äpfeln
gefüllte ... bestellt. 9. Unter dem Baum im Garten standen zwei hölzerne ... . 10.
Die Touristen haben im Camping nur ein paar ... verbracht. 11. Jeder, der Zeit
hatte, verbrachte den Abend außerhalb seiner vier ... . 12. Wir haben eine Reise
durch die ... der BRD unternommen. 13. Man benutzt ... zum Fällen von
Bäumen. 14. Ich rieb mir die ... vor Kälte. 15. Wir haben im Haus ... und
müssen eine Mausefalle aufstellen. 16. Große ... müssen mit einem Messer an
ihren ... geöffnet und sauber gemacht werden. 17. Auf dem Bauernhof arbeiteten
zwei ...
________________________________________________________________
Haut, Naht, Axt, Stadt, Wand, Nacht, Kraft, Hand, Faust, Braut, Magd, Angst,
Gans, Bank, Wand, Frucht, Nuss, Maus

Übung 12. Suchen Sie die einsilbigen Substantive weiblichen Geschlechts,


die im Plural das Suffix -en haben:
Jacht, Tür, Macht, Schlacht, Nuss, Braut, Bucht, Kuh, Wahl, Pflicht, Stadt, Frist,
Art, Angst, Wand, Magd, Qual, Brust, Jagd, Schrift, Wurst, Farm, Axt, Rast,
Zeit, Gans, Flut, Schnur, Schar, Frucht, Spur, Schuld, Fahrt, Werft, Tat, Schau,
Faust, Frau, Pacht, Fünf, Uhr, Luft, Laus, Saat, Naht, Bahn, Tracht, Furt

Übung 13. Wie heißt der Singular von den Substantiven?


Grüße, Nüsse, Flüsse, Gänse, Wölfe, Bräuche, Gänge, Bräute, Äxte, Äste,
Kränze, Kräfte, Röcke, Knöpfe, Würste, Bärte, Säue, Klüfte, Früchte, Frösche,
Häute, Mägde, Türme, Ereignisse, Erlaubnisse, Bedürfnisse, Hindernisse,
Tänze, Künste, Träume

Übung 14. Setzen Sie passende Neutra mit dem Pluralsuffix -(e)n ein:
1. Meine ... tun mir weh. 2. Das bewegt unsere ... . 3. Der junge Mann verfolgt
seine ... . 4. Im Schlafzimmer standen neue ... . 5. Der Käufer musste zwei
ungemusterte ... kaufen. 6. In dem Juwelierladen kann man seltene ... sehen.
7. Die ... dieser Vereine sind in zwei Paragraphen dargelegt. 8. Solche ... wie
Schaben und Wanzen übertragen verschiedene Krankheiten. 9. Nicht alle ...
bilden das Passiv.
Übung 15. Hier sind die Antworten auf die Fragen. Wie lauten die Fragen?
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1. ...? – Nein, nur ein Kaktus. 2. ...? – Nein, nur ein Drama. 3. ...? – Nein, nur ein
Technikum. 4. ...? – Nein, nur ein Komma. 5. ...? – Nein, nur ein Visum. 6. ...? –
Nein, nur ein Stadion. 7. ...? – Nein, nur ein Aquarium. 8. ...? – Nein, nur ein
Auditorium.9. ...? – Nein, nur ein Album. 10. ...? – Nein, nur ein Rebus. 11. ...?
– Nein, nur ein Neologismus. 12. ...? – Nein, nur eine Aula.

Übung 16. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den Plural und
finden Sie für die Redensarten der linken Spalte passende Erklärungen in
der rechten Spalte:
1. vor leeren (Bank) sprechen a) ungeschickte (Hand) haben
b) mit einem Mittel gleichzeitig zwei
2. goldene (Berg) versprechen
(Problem) lösen
3. zwei linke (Hand) haben c) alle (Möglichkeit) ausschöpfen
4. große (Rosine) im Kopf haben d) vor wenigen (Zuhörer) sprechen
e) große, unrealistische (Plan) haben
5. die (Wand) haben (Ohr)
f) Er hat alle (Möglichkeit) der
6. zwei (Fliege) mit einer Klappe beruflichen Laufbahn.
schlagen g) große (Versprechung) machen, die
7. zarte (Band) knüpfen nicht eingehalten werden
h) (Liebesbeziehung ) anfangen
8. ihm stehen alle (Tür) offen i) Es gibt (Lauscher): Leute, die
9. alle seine (Kunst) spielen lassen heimlich zuhören.

Übung 17. Gebrauchen Sie die Gattungsnamen im Plural:


1. Viktor hat einen Vetter. 2. Der Buchstabe ist falsch geschrieben. 3. Den
Kindern haben im Zoo ein Elefant und ein Leopard gefallen. 4. An der
Fotosession hat der Fotograf teilgenommen. 5. Zum Ball sind ein Prinz, ein
Fürst, ein Graf und ein Baron gekommen. 6. An der Konferenz haben sich ein
Linguist und ein Psychologe aus Berlin beteiligt. 7. Ich habe mir einen Dorn
eingetreten. 8. Die Stadt hat einen imposanten Bau. 9. Er hat aus der Wunde
einen Stachel entfernt. 10. Ich lese die Reportage dieses Journalisten gern.

Übung 18. Welches Pluralsuffix erhalten folgende Maskulina und Neutra?


das Testament, der Kontinent, der Konsonant, der Mentor, der Kaktus,
das Dokument, der Fatalist, der Agronom, der Automat, der Apparat, der Faktor,
das Diplom, der 'Tumor, der Sekretär, das Sortiment, das Referat, der Advokat,
das Konsulat, der Proviant, das Plakat, der Bandit, der Veterinär, das Mandat,
das Ideal, das Stadion, das Lokal, der Basar, der Agent, das Patent, der Notar,
der Aspekt, das Exemplar, das Axiom, der Veteran, das Ornament, das Präsent,
der Jubilar, das Formular, das Original, der Athlet, der Kanal, das Exponat, der
Poet, das Kompliment, der Pessimist, das Regal, der Admiral, das Monument,
das Gabarit, das Amulett, das Paket, der Kommentar, das Korrelat, der Globus,
der Charakter, das Mineral, der Epilog, der Pastor, der Korridor, das Dekanat

Übung 19. Spielen Sie! Schreiben Sie auf:


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1. Maskulina, die im Plural das Suffix -en haben; 2. Feminina, die im Plural das
Suffix -e haben; 3. Neutra, die im Plural das Suffix -e haben;
* Wer die meisten Substantive in derselben Zeit geschrieben hat, hat
gewonnen.

Übung 20. Übersetzen Sie:


1. Перед экзаменом нужно повторить все формулы, правила, исключения,
слова, темы. 2. Президент обратился в своей приветственной речи
23 февраля к маршалам, генералам, адмиралам, лейтенантам, сержантам,
солдатам и ветеранам. 3. За нашими домами протекают два ручья, которые
впадают в каналы, а каналы – в реки, на берегах которых стоят церкви с
высокими башнями, виллы, импозантные постройки 18 - 19 веков.
4. С помощью телескопов даже днем можно наблюдать за звездами,
кометами, спутниками, метеоритами, планетами. 5. Я очень хорошо
понимаю твои мысли и чувства и не имею ничего против твоих принципов.
6. Наш Белорусский государственный университет готовит инженеров,
геологов, программистов. 7. Ремонт телефонных аппаратов и кофейных
автоматов очень дорогой. 8. Студенты хорошо написали диктанты,
сочинения, доклады и рефераты. 9. Каналы между этими реками
судоходные. 10. Мы охотно слушаем романсы, оперы, оперетты, смотрим
балеты и танцы, посещаем концерты. 11. Иногда я смотрю новости,
которые комментируют политические проблемы и события, войны и
катастрофы. 12. Наши впечатления после посещения белорусского театра
незабываемы. 13. Адвокаты приводили в своих речах факты, аргументы и
доказательства. 14. Какие чувства и воспоминания ты связываешь со своим
домом? 15. На почте можно купить конверты, послать телеграммы,
посылки и бандероли, получить денежные переводы. 16. В холле
гостиницы стояли два больших аквариума с рыбками. 17. Некоторые
медикаменты следует принимать в капсулах. 18. За ошибки, допущенные в
проектах, несут ответственность конструкторы, инженеры, архитекторы.

Übung 21. Gebrauchen Sie die Wortgruppen in kleinen Zusammenhängen:


1. Auskünfte einholen; 2. Zeitungen und Zeitschriften abonnieren; 3. Daten über
das Netz austauschen; 4. Verabredungen treffen; 5. Telegramme aufgeben;
6. Formulare ausfüllen; 7. Pakete annehmen; 8. Informationen abrufen;
9. Telefongebühren bezahlen; 10. schriftliche Beschwerden vorbringen;
11. Geschehnisse in allen Einzelheiten schildern; 12. Kredite aufnehmen.

Übung 22. Beschreiben Sie unseren Fachraum für Deutsch:


S p r a c h m i t t e l : Möbel, Tisch, Stuhl, Band, Bücherschrank, Regal, Katаlog,
Blumentopf, Pflanze, Gedicht, Roman, Ratschlag, Bitte, Wunsch, Exemplar.

Übung 23. Erzählen Sie über Ihren Unterricht im Sprachpraktikum:


S p r a c h m i t t e l : Text, Dialog, Nacherzählung, Beispiel, Ausdruck, Aufsatz,
Zusammenhang, Wort, Sprichwort, Synonym, Antonym, Frage, Referat, Projekt
58
Übung 24. Inge liest regelmäßig Horoskope und hat ihr Leben davon
abhängig gemacht. Ängste und Sorgen bedrücken sie. Die Freunde wenden
sich von ihr ab. Geben Sie Inge einige Ratschläge:
S p r a c h m i t t e l : mit der Familie über Probleme sprechen; Freunde um Hilfe
bitten; neue Kontakte und Freundschaften suchen; seinen Gefühlen auf den
Grund gehen; seine Ängste bezwingen; Vorurteile überwinden; sich an
Psychologen und Psychoterapeuten wenden; sich (Dat) keine Gedanken über
(Akk) machen; interessante Bücher, aber keine Krimis lesen

Übung 25. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im Plural ein:


Die Zeit zwischen dem Sommer und dem Herbst, die Zeit der letzten
warmen (Nacht) und der ersten (Aster) genieße ich mit allen (Sinn). Alle Hügel
und niedrigen (Berg) sind mit Wald bedeckt. Die Wälder sind in dieser Zeit
besonders schön.
Leise bewegen sich die (Wipfel) und (Zweig) der (Eiche, Kiefer und
Birke). Am Waldrand stehen Sträucher mit roten und gelben Blättern
geschmückt. Wenn wir daran vorbeigehen, verraten sie uns einige (Geheimnis),
die der Wald in sich verbirgt. Die (Baum) flüstern uns, dass im Wald viele (Tier)
wie (Fuchs, Hase, Elch, Wolf) leben. Viele schöne (Pflanze) und Heilkräuter
wachsen hier. Man kann im Wald in dieser Zeit auch (Steinpilz, Rotkappe und
Pfefferling) suchen.
Die Igel transportieren auf ihren Rücken (Preiselbeere), Eichhörnchen
sammeln (Nuss) und verstecken sie an vielen (Ort). Wenn im Winter der Hunger
sehr groß ist, müssen sie aus den Nestern raus zu ihren (Vorrat).
(Wildschwein) fressen (Eichel). (Specht) hämmern mit ihren roten
Schnäbeln gegen die Rinde und holen (Insekt) wie (Raupe), Käfer und andere
(Schädling) heraus. Alle genießen diese schönen warmen (Tag). Aber der Herbst
liegt schon in der Luft. (Wildente, Storch, Schwan, Lerche, Saatkrähe und
Schwalbe) versammeln sich in (Schwarm) und fliegen nach Afrika oder auf die
Kanaren. Im Frühling kehren sie zurück, um neue Nester zu bauen und Küken
auszubrüten. Einige Vögel wie (Spatz, Rabe, Falke und Amsel) verlassen die
Heimat nicht.
Die (Frosch) singen im Chor ihre lustigen Lieder. Manchmal kriechen die
(Natter) ins Freie und wärmen sich in der Sonne.
Fast in jedem Garten erntet man (Kartoffel, Zwiebel, Möhre und Kürbis),
pflückt reife Äpfel und (Birne). Die (Herbstblume) wie (Chrysantheme und
Gladiole) erfreuen unser Auge. Rote (Traube) der (Eberesche) leuchten in der
Sonne.
Der Wald lebt sein geheimnisvolles Leben.

Aufgaben zum Text:


1. Lesen Sie den Text noch einmal und sagen Sie, was der Autor in der Zeit
zwischen dem Sommer und dem Herbst bewundert.

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2. Geben Sie den Inhalt des Textes wieder.
3. Mit dieser Beschreibung wollte der Autor verdeutlichen, dass solche Zeit des
Jahres für ihn die schönste ist. Wenn seine Eindrücke Sie nicht berührt haben,
können Sie gerne versuchen, den Autor vom Gegenteil zu überzeugen.

Übung 26. Wählen Sie ein Sprichwort und gebrauchen Sie es in einem
passenden Zusammenhang:
1. Kümmernisse sind die härtesten Nüsse. 2. Böse Beispiele verderben die
Sitten. 3. Lügen haben kurze Beine. 4. Große Schiffe machen große Fahrten.
5. Andere Zeiten, andere Sitten. 6. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten. 7. Keine
Rosen ohne Dornen. 8. Viele Köche verderben den Brei. 9. Die Gesunden und
Kranken haben ungleiche Gedanken. 10. Gegensätze ziehen sich an. 11. Such
dir Freunde, die Feinde kommen von selbst.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Mit dem Pluralsuffix -(e)n ist der
Umlaut a) möglich, b) unmöglich. 2. Das Pluralsuffix -e bekommen a) nur
Maskulina, b) nur Feminina, c) nur Neutra, d) Maskulina, Feminina und Neutra.
3. Mit dem Pluralsuffix -(e)n bilden ihre Mehrzahl a) nur deutsche Wörter,
b) deutsche Wörter und Fremdwörter, c) nur Fremdwörter. 4. Die Pluralformen
der Substantive das Diktat und der Soldat unterscheiden sich, denn diese
Substantive a) sind Fremdwörter, b) sind zweisilbig, c) gehören nicht zu
demselben Geschlecht, d) haben die Betonung auf der letzten Silbe. 5. Wenn das
einsilbige Femininum keinen umlautfähigen Vokal enthält, bekommt dieses
Femininum das Pluralsuffix a) -e, b) -en, c) -er, d) -s.
II. Welches Wort passt nicht in die Reihe? 1. die Braut, die Haut, die Axt,
der Ast, der Mast; 2. der Apparat, das Plakat, das Diktat, das Zitat, das Mandat,
das Konsulat, der Automat; 3. der Kontinent, der Akzent, das Monument, das
Präsent, das Experiment, der Präsident, das Ornament; 4. der Spaß, der Pass, der
Fluss, das Fass, der Bass, der Fuß; 5. der Bach, der Spruch, der Fluch, der
Bruch, das Dach; 6. der Vokal, das Signal, das Lokal, das Regal, das Material
III. Korrigieren Sie die fehlerhaften Pluralformen: 1. In Deutschland gibt es
mehr als 40 Millionen Telefonanschlüsse. 2. Wer Konflikten und Probleme im
persönlichen Leben hat, kann die Nummer der Telefonseelsorge wählen. 3. Die
Mitarbeiter der Telefonseelsorge sind Ärzte, Ökonome, Psychologen, Pastors,
Polizisten, Monteure. 4. Anglizisme sind im englisch dominierenden Internet
normal. 5. Das Aschenputtel trug in der Originalauffassung Pantoffel aus Fell.

DAS PLURALSUFFIX -er. DIE PLURALBILDUNG OHNE SUFFIX

Übung 1. Sagen Sie, wie die Mehrzahl der Substantive gebildet ist:

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der Mann – die Männer, der Ofen – die Öfen, der Geist – die Geister, der Haken
– die Haken, das Gebäude – die Gebäude, das Ei – die Eier, das Tischchen – die
Tischchen, das Bad – die Bäder, der Flügel – die Flügel, das Mittel – die Mittel,
das Kloster – die Klöster, das Büchlein – die Büchlein, das Messer – die Messer.

Übung 2. Nennen Sie die Pluralform:


das Fest, das Schaf, das Huhn, das Jahr, das Amt, das Tor, das Boot, das Zelt,
das Gras, das Kalb, das Schiff, das Ei, das Glied, das Spiel, das Nest, das Dach,
das Reich, das Volk, das Gesicht, das Blatt, das Stück, das Heft, das Bad,
das Haus, das Land, das Glas, das Bein, das Tal, das Moor, das Kraut, das Horn,
das Fach, das Schloss, das Loch, das Grab, das Tuch, das Band, das Werk.

Übung 3. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive in der richtigen


Form:
1. An der Nordsee gibt es viele (Kurbad). 2. Es ist angenehm, durch (Wald und
Feld) zu wandern. 3. Jetzt haben die (Haus) in den (Dorf) keine (Strohdach).
4. Außerhalb der Stadt liegen zwei (Hospital) für Kriegsveteranen. 5. „Das
Schweigen der (Lamm)“ ist wohl der spannendste Film. 6. Die Studenten haben
einen Ausflug auf (Fahrrad) unternommen. 7. In der letzten Zeit sind in der
Medizin (Heilkraut) populär. 8. Vor dem Haus wachsen zwei (Fliederstrauch).
9. Die Soldaten einiger (Regiment) nahmen am 9. Mai an der Parade teil.
10. Viele (Volk) der afrikanischen (Land) glauben an (Geist und Gott). 11. Im
Winter legen die (Huhn) weniger (Ei). 12. Sankt Petersburg ist durch seine
(Denkmal und Schloss) bekannt. 13. Die (Handtuch) liegen in den oberen (Fach)
des Schranks. 14. Beim Schreiben der Briefe lässt man beiderseits (Rand). 15. In
Minsk gibt es etwa 130 (Postamt). 16. Die (Hagelkorn) waren sehr groß.

Übung 4. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den Plural und


ergänzen Sie die Sätze:
1. Die (Ferkel) werden zu ... . 2. Die (Biologiestudent) werden zu ... . 3. Die
(Larve) werden zu ... . 4. Die (Kücken) werden zu ... . 5. Die (Knospe) werden
zu ... . 6. Die (Lamm) werden zu ... . 7. Die (Welpe) werden zu ... . 8. Die (Kalb)
werden zu ... .
________________________________________________________________
Biologe; Kuh und Ochse; Schwein; Huhn, Hahn, Vogel; Blatt; Hund, Wolf;
Schmetterling; Schaf

Übung 5. Setzen Sie die Maskulina ein, die im Plural das Suffix -er haben:
1. Wir sind stolz auf die ... unserer Republik. 2. In den Mythen handeln ..., ...
und Dämonen. 3. Die ... haben die Blüten zerfressen. 4. Ihr Gesicht war
verweint, und sie hatte um die Augen rote ... . 5. Alle diese Hoffnungen waren ...
gewesen. 6. In diesem Garten gibt es viele beerentragende ... . 7. Die Frauen
müssen gleiche Rechte wie ... haben.

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Übung 6. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im nötigen Kasus ein
und bilden Sie Sätze:
von den (Bild) der berühmten (Maler) begeistert sein; gegen (Ei) allergisch sein;
mit fröhlichen (Gesicht); die (Haus) mit roten (Dach); aus zwei (Glas) trinken;
zwei (Schild) an die (Warenhaus) hängen; mit (Heilkraut) heilen; unbekannte
(Wort) in den (Wörterbuch) nachschlagen; durch schöne (Tal) wandern; mit
roten (Band) schmücken; sich für zwei neue (Fach) entscheiden; (Kranz) an den
(Denkmal und Grab) niederlegen; durch viele (Kurbad) bekannt sein; einige
(Fass) für Wasser besorgen; zwei (Eichhorn) füttern; (Luftschloss) bauen

Übung 7. Wie lautet die Pluralform?


das Büchlein, das Mittel, der Hafen, der Kragen, der Vetter, das Wunder,
das Segel, der Zirkel, der Mangel, der Pantoffel, der Ofen, das Gebäude,
der Koffer, der Haken, der Kasten, der Hobel, der Adler, der Balken, der Bauer,
das Gebirge, der Sattel, der Besen, das Häuschen, der Muskel, das Zeichen,
der Afrikaner, der Stachel, das Kissen, das Wesen, der Nachbar, der Käfer, der
Ärmel, der Bügel, der Roboter, der Tempel, der Bogen, der Nagel, die Mutter,
der Hammel, das Möbel, das Abenteuer, der Jäger, der Haufen, der Artikel

Übung 8. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive im Plural,


beachten Sie dabei das Geschlecht der Substantive auf -el:
1. (Der Esel) fressen (die Distel). 2. (Die Amsel) sind (der Singvogel). 3. (Die
Dattel) sind (Frucht) der (Dattelpalme). 4. (Die Verkehrsampel) regeln den
Verkehr. 5. Der Schneider näht (der Ärmel) in (der Mantel). 6. Auf dem Tisch
liegen (der Löffel und die Gabel). 7. Lesen Sie (das Kapitel) nochmals genau
durch. 8. (Die Zwiebel und die Kartoffel) sind Gemüse. 9. Herr Ober, bringen
Sie bitte zwei (das Schnitzel)! 10. Und jetzt noch bitte fünf (die Semmel).
11. Da waren doch noch eben zwei (die Schachtel). 12. Hier stecken noch fünf
(die Nadel). 13. (Das Kamel) haben Durst. 14. Ein paar (die Mandel) waren
leider bitter. 15. Man hat dem Vogel seine (der Flügel) beschnitten. 16. (Die
Muschel) habe ich am Strand gefunden. 17. Olga hat lange schwarze (die
Wimper). 18. Ihre Worte haben peinliche (der Zweifel) bei ihm geweckt. 19. In
der Schule haben wir viele (die Fabel) von Krylow gelernt.

Übung 9. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : Fragen Sie Ihren Banknachbarn, ob er in der Hauslektüre schon
drei Kapitel gelesen hat.
- Hast du in der Hauslektüre schon drei Kapitel gelesen?
- Nein, ich habe nur zwei Kapitel gelesen. (Ja, ich habe drei Kapitel gelesen.)
1. Fragen Sie Ihren Banknachbarn, ob er einige Mittel gegen Grippe benutzt hat.
2. ..., ob man in diesem Referat einige Mängel entdeckt hat. 3. ..., ob in den
Kästen Hämmer und Hobel liegen. 4. ..., ob Ledermäntel und Überkniestiefel
noch „in“ sind. 5. ..., ob in den Fragebögen nach der Nationalität gefragt wird.
6. ..., ob er die größten Häfen Europas nennen kann. 7. ..., ob er von der Reise
kleine Andenken gebracht hat. 8. ..., ob durch das lange Sitzen vor dem
62
Computer gesundheitliche Schäden entstehen. 9. ..., ob in unserer Uni in allen
Räumen neue Möbel sind. 10. ..., ob er schon alle Rätsel gelöst hat. 11. ..., ob es
in dieser Gegend zwei Klöster gibt. 12. ..., ob er alle Kennzeichen der
Pluralbildung von Substantiven kennt.

Übung 10. Gebrauchen Sie bei der Antwort auf die Frage die angegebenen
Substantive im Plural:
1. Woran denken Sie, wenn Sie das Wort „Landschaft“ hören? (Wald, Gegend,
Feld, Wiese, Tal, Berg, Hügel, Gebirge, Fels, Quelle, Bach, Fluss, Strom,
Meer, See, Strand, Küste, Ufer)
2. ..., wenn Sie das Wort „Gebäude“ hören? (Hospital,Turm, Schloss, Theater,
Museum, Fabrik, Hotel, Villa, Hütte, Krankenhaus, Bahnhof, Zirkus, Kirche)
3. ..., wenn Sie die Wörter „Haus und Wohnung“ hören? (Raum, Zimmer,
Korridor, Flur, Bad, Balkon, Stock, Eingang, Keller, Fußboden, Etage, Ofen,
Fenster, Tür, Decke, Fensterbrett, Wand)
4. ..., wenn Sie das Wort „Dorf“ hören? (Bauernhof, Dorfplatz, Acker, Wiese,
Feld, Scheune, Stall, Schuppen, Brunnen, Garten, Zaun, Gasthaus, Graben)
5. ..., wenn Sie die Wörter „Gefässe und Behälter“ hören? (Fass, Eimer, Tank,
Kanister, Krug, Topf, Schale, Tasse, Glas, Becher, Koffer, Schüssel, Korb)
6. ..., wenn Sie das Wort „Medizin“ hören? (Patient, Medikament, Pille, Mittel,
Salbe, Spritze, Injektion, Symptom, Diagnose, Schmerz, Diät, Hospital,
Klinik, Krankenschein, Apotheke, Verband, Arzt, Krankenschwester)
7. ..., wenn Sie das Wort „Musik“ hören? (Lied, Konzert, Oper, Klang, Takt,
Rhythmus, Melodie, Ton, Note, Musikinstrument, Orchester, Chor, Werk,
Sinfonie, Musical, Gesang, Ballett, Tanz, Tonband, CD, Kontrabass,
Komponist, Trompete, Musiker, Dirigent, Saxophon, Geige, Klavier, Piano)

Übung 11. Leiten Sie von den Verben Personenbezeichnungen ab:


M u s t e r : komponieren – der Komponist – die Komponisten
studieren, emigrieren, illustrieren, kontrollieren, kritisieren, kommentieren,
frisieren, konkurrieren, desertieren, interpretieren, agitieren, exportieren

Übung 12. Sagen Sie, wie Briefe geschrieben werden:


R e d e m a t e r i a l : Briefumschläge richtig beschriften, sich an bestimmte
Regeln halten, Briefmarken aufkleben, Ränder lassen, Absätze nicht vergessen,
an die Schlussformeln denken, Pronomen du und ihr (dein und euer) klein
schreiben

Übung 13. Was kann man dem Freund (den Eltern) zum Geburtstag
schenken? Warum? (Alle Substantive sind im Plural zu gebrauchen).
Setzen Sie fort: Blumensträuße, Alben, Blumentöpfe ...

Übung 14. Stellen Sie den Gästen unsere Universität vor:


R e d e m a t e r i a l : Fakultäten, viele Seminarräume, Lesesäle, Dekanate, mit
neuen Möbeln ausgestattet sein, interessante Fächer, Kurse, Lektoren, Dozenten,
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Professoren, Dekane, Laboranten, Sekretäre, Computer, Auskünfte, Diplome,
Lehrer, Dolmetscher, Übersetzer, Examen, Praktika, Prüfungen, Mentoren

Übung 15. Lesen Sie das Gedicht von B. Brecht:


Die Wälder wachsen noch,
Die Äcker tragen noch,
Die Städte stehen noch,
Die Menschen atmen noch.
Wovor warnt uns B. Brecht? Was ist zu tun, damit die Wälder noch
wachsen, die Äcker noch tragen?
R e d e m a t e r i a l : Bäume pflanzen; Gewässer nicht verschmutzen; Schadstoffe
an die Luft nicht abgeben; Reinigungsmittel sparsam dosieren; keine Pelzmäntel
tragen; Altkleider dem Roten Kreuz abgeben; statt Autos Fahrräder benutzen; in
den Gärten Komposthaufen anlegen; Zweige und Äste nicht abbrechen;
Kaugummis nicht auf den Boden werfen; alle Bürger aufrufen, die Umwelt zu
schützen; Metalle den Schrotthändlern abgeben; Abfälle in die Abfallbehälter
werfen; Abfälle sortieren

Übung 16. Erzählen Sie über Ihren Grammatikunterricht, gebrauchen Sie


dabei die angegebenen Substantive im Plural:
das Adjektiv, das Substantiv, das Verb, die Grundform, das Attribut, das
Adverb, der Artikel, die Konjunktion, das Prädikat, der Terminus, die Satzreihe,
das Satzgefüge, das Prinzip, das Partizip, das Abstraktum, das Maskulinum, das
Femininum, das Neutrum, das Pronomen, das Homonym, das Subjekt, der
Infinitiv, das Geschlecht, das Singularetantum, der Modus, das Genus

Übung 17. Übersetzen Sie:


a) 1. Насекомые и черви поедают листья на деревьях и кустарниках. 2. На
лугах пасутся ягнята и телята, овцы и коровы. 3. В конференции
принимали участие художники и поэты, артисты и модельеры. 4. Ключи от
своей квартиры я оставила у соседей. 5. Для этого салата нужны две
луковицы, три яйца, три картофелины, огурцы и две сосиски. 6. В этих
статьях речь идет о принципах сотрудничества между странами, народами
и политиками. 7. Во многих квартирах и домах живут не только люди,
но и собаки, кошки, птицы, рыбы, хомяки и даже крокодилы. 8. Это
правительство делает все, чтобы претворить свои программы, идеи,
решения в жизнь.
б) В Минске 109 почтовых отделений, которые оказывают жителям и
гостям нашего города различные услуги. Почтальоны доставляют
адресатам письма, телеграммы, посылки, бандероли, денежные (почтовые)
переводы. На почте можно оплатить счета за газ, свет, воду, телефонные
разговоры; можно купить конверты, открытки с видами, послать факсы. На
главпочтамте как всегда царит оживление: за столами пишут письма,
подписывают конверты, заполняют формуляры. У окошек ведутся
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оживленные разговоры с почтовыми служащими. На столах лежат
каталоги, где указаны почтовые индексы всех деревень, поселков и
городов нашей республики. Почтовые служащие очень внимательны к
посетителям и всегда учитывают их желания и жалобы. Они обращают их
внимание на то, что при составлении текста телеграммы не нужно ставить
точки и запятые, нужно избегать употребления личных местоимений и
вспомогательных глаголов.

Übung 18. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im Plural ein:


Meine Damen und Herren! In unserer Sendung „Schönes Deutschland“
sind wir heute an der Mosel, an deren (Ufer) viele (Campingplatz, Wald, Dorf,
Dom, Burg, Kirche) mit hohen (Turm) liegen. (Ausflug) mit dem Schiff können
Sie von mehreren (Stadt) machen. Eine Fahrt mit dem Schiff dauert 2-3
(Stunde).
Ihren (Auge) bieten sich schöne (Landschaft) dar. Vom Schiff aus sehen
Sie die (Weinberg) und viele (Schloss), mit denen viele (Geheimnis) verbunden
sind. Viele (Märchen, Legende, Sage, Volkslied) erzählen uns von (Gott), von
bösen (Geist) und (Gespenst), von den unheimlichen (Dämon) und anderen
geheimnisvollen (Kraft). Außerdem gibt es hier zwei (Weinmuseum), wo Sie
alle (Exponat) und (Gegenstand) besichtigen können, die bei der Herstellung des
Weins gebraucht werden. Sehr schön ist auch das alte Schloss Pyomont mitten
in den (Berg) an der Mosel. Jetzt ist es in Privatbesitz. Es wurde vor einigen
(Jahr) wiederhergestellt und ist wie neu. Sie können dort (Viedeofilm) über die
Geschichte des Schlosses sehen, über die (Graf) und (Fürst), (Prinz) und
(Prinzessin), (König) und (Königin), die hier viele (Jahrhundert) lebten.
An der Mosel können Sie gut Sport treiben. Es gibt viele (Schwimmbad).
Sie können also gut Wassersport treiben. Wenn Sie Rad fahren wollen, können
Sie (Fahrrad) leihen. Und wenn Sie abends in der freien Natur essen wollen, so
stehen Ihnen viele (Grillplatz) zur Verfügung, wo Sie mit Ihren (Freund) (Fest)
feiern können. Ein Anziehungspunkt für die (Tourist) sind auch zwei
(Restaurant), wo man wie vor 2000 (Jahr) essen kann.
Aufgaben zum Text:
1. Was können Sie über die Mosel erzählen?
2. Sammeln Sie Informationen über den Neman, präsentieren Sie Ihre Berichte
in Gruppen und sprechen Sie im Plenum darüber. Versuchen Sie dabei mit
Ihrer Erzählung möglichst viele Gäste für einen Neman-Ausflug zu
gewinnen.

Übung 19. Welches Sprichwort gefällt Ihnen am besten? Gebrauchen Sie es


in einem Zusammenhang:
1. Der Schuster trägt immer die schlechtesten Stiefel. 2. Leere Fässer tönen am
lautesten. 3. Lange Fädchen, faule Mädchen. 4. Auch kluge Hühner legen in die

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Nesseln. 5. Kühe fremder Leute haben immer größere Euter. 6. Die schlechten
Nachrichten haben Flügel. 7. Böse Kühe haben krumme Hörner. 8. Anderer
Fehler sind gute Lehrer. 9. Mit der Dummheit kämpfen selbst die Götter
vergebens.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Das Pluralsuffix -er ist für die Neutra
typisch. Aber (einige, viele) Maskulina erhalten auch dieses Suffix im Plural.
2. Ohne Suffix können [a) nur Maskulina, b) nur Feminina, c) Maskulina
und Neutra, d) Maskulina und Feminina, c) Maskulina, Feminina und Neutra]
ihre Pluralform bilden. 3. Die Substantive der Vater, das Ufer, das Kloster,
die Tochter bilden ihre Pluralform a) gleich, b) nicht gleich. 4. Wenn das
Substantiv einen umlautfähigen Vokal hat und seine Pluralform ohne Suffix
bildet, so ist der Umlaut a) obligatorisch, b) nicht obligatorisch. 5. Die meisten
Fremdwörter sächlichen Geschlechts bilden ihre Pluralform mit dem Suffix
a) -er, b) -en, c) -e
II. Welches Wort passt nicht in die Reihe? 1. der Wurm, der Gott, der Rand,
der Stand, das Amt; 2. der Sattel, der Muskel, der Hobel, der Flügel, das Mittel;
3. die Diskussion, die Illusion, das Stadion, der Lampion; 4. der Faden, der
Nagel, der Hammer, der Boden, der Haken
III. Bestimmen Sie, ob die Pluralformen von Substantiven richtig
angegeben sind:
Einiges zum Wort „wandern“
1) Man kann wandern oder Wanderungen und Ausflügen in die Berge und in
den Bergen, an die Flüsse und durch die Wälder machen. 2) Früher gingen
besonders Handwerker auf Wanderschaft. 3) Nomaden wandern mit ihren
Herden zu neuen Weideplätzen. 4) Es gibt wandernde Stamme. 5) Zur Zeit der
Völkerwanderung zogen ganze Völkerschaften durch Europa. 6) Die Zirkusse
wandern ebenso wie Zigeunern und Schauspielgruppen. 7) Wolken und Sterne
wandern am Himmel, die Gedanken wandern in die Ferne, zurück in die
Vergangenheit. 8) Man kann seine Gedanken und seine Blicken wandern lassen.
9) Die Bücher, die immer weiter gegeben werden, wandern von Hand zu Hand.
10) In der Umgangssprache wandern Briefe in die Papierkorbe, Hühner in die
Kochtopfe, Diebe für ein paar Monate oder für einige Jahre in die Gefängnisse.
11) Es wandern nicht nur Hirsche und Wisenten, Biber und Vögel, Otter und
Wale, sondern sogar Fische.

DIE PLURALBILDUNG DER SIBSTANTIVE AUF -mann.


DAS PLURALSUFFIX -s

Übung 1. Ordnen Sie richtig zu!

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1. Bergleute a) sie sind im Handel tätig
b) Personen, die aus derselben Gegend, aus
2. Staatsmänner demselben Staat kommen
3. Weltmänner
c) kleine, flache Puppen, die aus Holz hergestellt sind
4. Landsleute
d) im Bergbau arbeitende Männer
5. Hampelmänner e) Ehemann und Ehefrau
6. Geschäftsleute f) bedeutende, hervorragende Politiker
g) Personen mit entsprechenden Kenntnissen, die auf
7. Schneemänner einem speziellen Gebiet ausgebildet sind
8. Fachleute h) Personen, die im Auftrag einer anderen Person
9. Lebemänner handeln
i) Angehörige der Feuerwehr
10.Kaufleute j) elegante, reiche Männer, die im Luxus leben und
11.Strohmänner dem sinnlichen Genuss ergeben sind
k) Personen, die beruflich Handel, Kauf und Verkauf
12.Feuerwehrleute
betreiben
(Feuerwehrmänner) l) aus drei verschieden dicken Schneekugeln geformte
13. Eheleute Figuren, denen oft ein Hut aufgesetzt wird
m) gewandte Männer mit guten Umgangsformen

Übung 2. Bilden Sie die Mehrzahl:


Kaufmann, Staatsmann, Kameramann, Fachmann, Seemann, Schneemann,
Landsmann, Landmann, Weltmann, Ehemann, Zimmermann, Geschäftsmann,
Hampelmann, Strohmann, Feuerwehrmann, Lebemann

Übung 3. Setzen Sie die Substantive in den Plural:


1. In der Pause bauten die Kinder große (Schneemann) auf dem Schulhof.
2. Leider helfen nicht alle (Ehemann) ihren Frauen beim Haushalt. 3. Der Autor
beschreibt das Leben der (Bergmann) aus eigener Erfahrung. 4. Einige englische
(Fachmann) sind durch ihre Forschungen auf diesem Gebiet bekannt. 5. Diese
(Kameramann) machen ihre ersten Filmaufnahmen. 6. Die alten (Seemann)
haben auf diesem Frachtschiff 10 Jahre gearbeitet. 7. Die (Zimmermann)
schlugen die letzten Nägel in das Holzgerüst des Dachstuhls. 8. An der
Konferenz haben viele (Staatsmann) teilgenommen. 9. Den Computer kann
nicht jeder reparieren. Das müssen (Computerfachmann) tun.

Übung 4. Übersetzen Sie die in den Klammern stehenden Substantive:


Unter meinen (земляков) sind viele Menschen verschiedener Berufe: (горняки
и деловые люди, плотники и торговцы, моряки и пожарные). Unter ihnen
gibt es auch (государственные деятели), auf die wir stolz sind. Sie sind
anständige (супруги). Um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass wir auch solche
kennen, die keine Verantwortung übernehmen wollen, die genusssüchtig leben.
Diese nennen wir (прожигатели жизни).

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Übung 5. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive im Plural:
1. Kaufe bitte zwei (Etui), ein paar (Radiergummi), einige (Kuli, Lineal,
Malkasten, Atlas, Zeichenblock, Globus, Konus und Pinsel). 2. In den
komfortablen (Hotel) stehen den (Gast) (Bar, Friseursalon, Sauna, Disko,
Dampfbad, Solarium, Cafe, Shop, inklusive Frühstücksbüffet) zur Verfügung.
3. Für (Picknick) im Grünen kann man Jeans, Shorts, (Pulli, T-Shirt) anziehen.
4. Die Mode legt heute nur (Trend) fest und lässt uns viel Freiheit.
5. Präsentieren Sie bitte Ihre (Tipp) für angehende (Chef). 6. Ich möchte zwei
(Ticket) in die Alpen zum Snowboarden. 7. Als Kind hatte ich Angst vor
spuckenden (Lama). 8. Auf den (Wochenendmarkt) kann man (Birne, Mango,
Kartoffel, Kiwi, Paprika) kaufen. 9. Wir haben unserem Sohn bunte (Luftballon)
gekauft. 10. (Kosmetikum, Deodorant und Parfüm) muss man beim
Sonnenbaden nicht verwenden. 11. Diese Boutique bietet ihren (Kunde)
verschiedene (Schal, Sakko, Anorak, T-Shirt, Smoking und Frack) an. 12. Die
(Orang-Utan) geben immer Grund zum Lachen. 13. An der Modenschau
waren die bekanntesten (Mannequin und Filmstar) beteiligt. 14. Mein Freund
interessiert sich für (Auto, Mofa, Moped). 15. Die (Eispavillon) des größten
Iglu-Hotels in Schweden verfügen neben zehn (Zimmer) über zwei (Restaurant),
zwei (Kino), einige (Hotelbar). 16. Wir haben seine (Trick) durchschaut.
17. Michael Schumacher gehört zu den bestbezahlten (Profi) in der Formel I.
18. Die (Modem) dieser Art passen nicht zu allen (Computer). 19. Nachts
beginnen (Grille, Moskito, Frosch) an den (Ufer) ihre (Konzert). 20. Alle
(Präsident) haben ihre (Bodyguard). 21. Der junge Mann trägt ausschließlich
edle Klamotten und glänzende (Accessoire) von bekannten (Designer). 22. Der
Vater hat die (Foto) in die alten (Album) gelegt. 23. Über die (Detail) meines
Kostüms möchte ich mich mit dem Schneider beraten. 24. Auf den Straßen
unserer Stadt kann man viele (Linientaxi) sehen. 25. In den letzten Jahren ist die
Zahl der (Handy) angestiegen.

Übung 6. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : Wie heißen die Bankformulare zur Auszahlung von Bargeld? – Die
Bankformulare zur Auszahlung von Bargeld heißen Schecks.
1. die Räume für Schreib- und Verwaltungsarbeit; 2. zum Lutschen bestimmte
Süßigkeiten; 3. besonders begabte schöpferische Menschen; 4. das Synonym
zum Wort „Mannschaften“; 5. die Aufnahmegeräte für Filme und Fotos; 6. die
Behälter für Flüssigkeiten, besonders für Benzin; 7. Gruppen von Musikern,
die moderne Musik spielen; 8. die größten Ohreulen; 9. aus Eis gebaute
halbkugelförmige Häuser; 10. die Reiter von Rennpferden bei Pferderennen;
11. Verkehrsstockungen; 12. Garagen für Bahnen und Busse
das Team, der/das Iglu, der Jockey, der/das Bonbon, das Genie, der Uhu, der
Tank, das Büro, der Stau, die Kamera, die Band, das Depot
Übung 7. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in den Plural und
bilden Sie Sätze:
1. j-s (Trick) durchschauen; 2. alle (Detail) besprechen; 3. neue (Moped und
Mofa) herstellen; 4. (E-Mail) schicken; 5. sich am Wochenende mit seinen
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(Hobby) beschäftigen; 6. zwei (Girokonto) bei der Bank eröffnen; 7. (Musikal)
aufführen; 8. für (Krimi) schwärmen; 9. sich (Dat.) moderne (Büro) ohne
Computer nicht vorstellen

Übung 8. Drücken Sie Ihre Verwunderung aus!


M u s t e r : Die Müllers fahren im Sommer auf die Kanaren. – Fahren die
Müllers wirklich auf die Kanaren?
1. Die Meiers sind in eine neue Wohnung umgezogen. 2. Die Jensens haben ihre
eigene Firma gegründet. 3. Die Hartmanns haben sich einen neuen Computer
angeschafft. 4. Die Redels haben sich dem Internet angeschlossen. 5. Die Kinder
haben zu ihrem Kinderfest nur Omas und Opas, Papas und Muttis eingeladen.
6. Die Jungs haben sich in diesem Theaterstück als Mädchen verkleidet.

Übung 9. Übersetzen Sie:


а) 1. Квалифицированные специалисты ведут разговоры с детьми и
родителями, чтобы решить их проблемы. 2. Я всегда интересуюсь новыми
направлениями в моде. 3. На дискотеках и вечеринках часто можно видеть
знакомые лица. 4. В Германии много ресторанов, кафе и баров, где
предлагают блюда китайской и греческой кухни. 5. Ты уже купил билеты
на самолет? 6. Многие банкиры, деловые люди и коммерсанты
приобретают новейшие видеокамеры. 7. В супермаркете всегда можно
купить киви, красный перец и салаты по низким ценам. 8. Почти все
музыкальные группы имеют своих фанатов, которые организованы в
клубы. 9. Супруги отметили в этом году свою золотую свадьбу.
10. Пожарным не удалось погасить пожар в 12-этажном доме. 11. Ты в
курсе того, какие модемы пользуются спросом? 12. Анаконды – это
огромные змеи, которые живут в Южной Америке. 13. Всем известно, что
карусели в парках всегда ремонтируют перед открытием сезона. 14. Не все
балконы в нашем доме застеклены. 15. Насколько я знаю, в Германии
много зоопарков. 16. Количество машин в городе увеличилось,
увеличилось и число несчастных случаев. 17. Эти режиссеры всегда
выбирают для своих фильмов подходящие (geeignet) сюжеты.
б) В туристических центрах построено много современных гостиниц. В
распоряжении гостей находятся сауны, бани, бары, парикмахерские,
бассейны, кафе, дискотеки, рестораны, залы для конференций. В таких
гостиницах обычно останавливаются (absteigen in Dat.) военные,
бизнесмены, банкиры, шефы разных фирм, которые проводят здесь
деловые встречи. Холлы и коридоры оборудованы новейшими
видеокамерами. На стенах в некоторых холлах висят фотографии и
портреты звезд кино, певцов, спортсменов и политиков, которые хотя бы
раз побывали в этих гостиницах. Здесь работают слаженные (gut
eingespielt) команды портье, метрдотелей, горничных, готовых выполнить
любые желания гостей.

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Übung 10. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive in der richtigen
Form ein:
Hooligans – Fans oder Schläger?
Hooligans stiften Unruhe auf den (Straße) und in den (Stadion). Meistens
sind es junge Leute. Nach dem Spiel suchen sie die gewalttätige Konfrontation
mit den (Fan) der gegnerischen Mannschaft. Manchmal haben sie auch (Waffe)
mit. Als (Fan) bezeichnen die (Fachmann) die (Mensch), die zum größten Teil in
(Fanclub) organisiert sind. Die (Fanclub) organisieren (Treffen), geben
(Zeitung) heraus, rufen die (Fan) gegen Gewalt in den (Stadion) auf.
Die (Verein) organisieren gemeinsames Training mit (Fan). Die
Stadtverwaltung schlägt vor, Alkohol in den (Stadion) streng zu verbieten, die
(Tribüne) mit (Gitter) vom Spielfeld abzugrenzen, die (Tribüne) mit
(Videokamera) zu überwachen.
Die echten (Fußballfan) gehen regelmäßig in die (Stadion), um ihre (Team)
zu unterstützen. Sie jubeln, sie weinen, sie schwenken (Transparent), sie blasen
(Trompete), sie werfen (Kleidungsstück) wie (Schal, Mütze, T-Shirt) in
(Vereinsfarbe) in die Luft, um ihre (Spieler) anzufeuern. Für die (Fan) sind die
(Ritual) wie das Schwenken von (Vereinsfahne), (Gesang) und das Abbrennen
von bengalischen (Feuer) typisch. (Fan) sind (Person), die in der Regel eine
große Sammlung von (Souvenir) und (Fanartikel) besitzen. Sie halten sich an die
(Stadionsregel). Sie bevorzugen ihre (Disko, Party, Internetcafe). Sie haben die
gleichen (Hobby, CD, Tätowierung) und Piercing.
Aufgabe zum Text:
Lesen Sie den Text noch einmal und beantworten Sie die Fragen: a) Was haben
Sie aus dem Text über Fans erfahren? b) Sind die Fans Hooligans? c) Wodurch
unterscheiden sich die Fans von den Hooligans? d) Haben Sie Fans gesehen und
erlebt? e) Sind Sie selbst ein Fan? f) Was muss man unternehmen, damit
während des Fußballspiels im Stadion Ordnung herrscht?

Übung 11. Erzählen Sie über eine große Sportveranstaltung, der Sie
beigewohnt haben.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Mit dem Pluralsuffix -s bilden [a) nur
einige, b) mehrere] Fremdwörter französischer und englischer Herkunft den
Plural. 2. Die Kurzwörter, die auf einen Vokal enden, erhalten im Plural das
Suffix a) -e, b) -(e)n, c) -er, d) -s. 3. (Nicht alle, alle) Maskulina auf -mann
bilden den Plural mit -leute. 4. Um zu zeigen, dass die ganze Familie gemeint
ist, gebraucht man im Deutschen oft vor dem Familiennamen nur den
bestimmten Artikel im Plural. (ja, nein) 5. Das Pluralsuffix -s ist in der
deutschen Sprache mehr verbreitet als das Pluralsuffix -e. (ja, nein).
II. Welches Wort passt nicht in die Reihe? 1. Konkretum, Kriterium,
Stipendium, Territorium, Zentrum, Museum; 2. der Schal, der Kuli, der Uhu,
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die Oma, der Tank, die Aula, die Kamera; 3. Staatsmann, Schneemann,
Fachmann, Lebemann, Hampelmann, Strohmann.
III. Setzen Sie die in den Klammern stehenden Substantive in den Plural:
1. Die Gelehrten, (Schriftsteller, Journalist, Dichter, Poet) schreiben (Roman,
Novelle, Märchen, Poem, Artikel, Drama, Geschichte, Gedicht, Epos, Lexikon,
Feuilleton, Kommentar). 2. Die Deutsche Post AG verfügt über 140 000
(Briefkasten), 14 000 (Filiale) und 84 (Briefzentrum). 3. Marlen Dietrich
verweigerte alle (Interview) mit der Presse. Ihre (Film), ihre (Show), ihre (Song)
und eine Unzahl von (Foto) sollten von ihr bleiben und für sie sprechen. 4. Viele
berühmte (Star) verkaufen Millionen (CD).
IV. Korrigieren Sie die Fehler: 1. Nie waren die Klamotten so bunt wie
heute. 2. Die Mode der Techno-Generation erobert mit Farbschocks die
Kleiderschränken. 3. Was früher unmöglich war, ist heute erlaubt, z. B. wildes
Kombinieren von Mustern und Stoffen. 4. Auf dem Kopf sind Piratentucher,
Kappen und Mützen in allen Variationen. 5. An den Füßen trägt man Schuhe
und Stiefeln mit hohen Absätzen. 6. Verschiedene T-Shirts, bauchfreie Tops,
Schale werden von den Jugendlichen gern getragen.

ZUSAMMENFASSUNG (PLURALBILDUNG DER SUBSTANTIVE)

Übung 1. Bilden Sie die Pluralform von den Maskulina:


Neologismus, Schaden, Fels,Muskel, Moderator, Kodex, Staatsmann, Zirkus,
Zettel, Star, Deckel, Globus, Magister, Hort, Trend, Vormund, Onkel, Spaß,
Paprika, Staat, Teich, Kavalier, Vokal, Gatte, Bach, Geruch, Animateur,
Veterinär, Emigrant, Gott, Automat, Funke, Ton, Brauch, Tank, Souffleur,
Paragraf, Korridor, Importeur, Stab, Vorteil, Illustrator, Kursus, Florist, Dampf,
Astrologe, Scheck, Orden, Neuling, Sturm, Obelisk, Elefant, Reichtum, Athlet,
Strohmann, Fluch, Praktikant, Diplomat, Zuschlag, Ruf, Altar, Schal, Bau, Ski,
Sputnik, Militär, Charakter, Arm, Kontinent, Konsonant, Esel, Partisan, Offizier.

Übung 2. Nennen Sie den Plural der Feminina:


Autorin, Hoffnung, Glasur, Illusion, Rarität, Lust, Not, Rast, Mutter, Prozedur,
Provinz, Haut, Gebühr, Erlaubnis, Kluft, Schachtel, Faust, Aula, Macht, Spur,
Kümmernis, Kamera, Luft, Brücke, Disko, Kritik, Tochter, Schülerin, Wand.

Übung 3. Wie lautet die Mehrzahl der Neutra?


Grab, Interesse, Bedürfnis, Atom, Schicksal, Ufer, Kraut, Maß, Bett, Stadion,
Testament, Mineral, Beet, Insekt, Visum, Regiment, Büro, Zeichen, Blümchen,
Kloster, Kalb, Kissen, Gemälde, Rätsel, Tempus, Praktikum, Fragment, Gebiet,
Tüchlein, Paar, Gras, Brett, Tuch, Gerät, Gesicht, Objekt, Konto, Hotel, Genus,
Mikrophon, Gefühl, Klima, Ärgernis, Zitat, Stipendium, Team, Studio, Axiom,
Kriterium, Recht, Tier, Tor, Ereignis, Problem, Hemd, Partizip, Satzgefüge.

Übung 4. Bilden Sie die Pluralfom:


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Nudel, Numerus, Wurm, Hahn, Nagel, Nuss, Kontinent, Ofen, Rand, Ei,
Feuerwehrmann, Mittel, Gebirge, Atlas, Stock, Schema, Tal, Dampfer, Rad,
Horn, General, Opa, Echo, Landsmann, Käfig, Aber, Fischlein, Notar,
Individuum, Irrtum, Weide, Gehalt, Roboter, Zentrum, Kompliment, Ohr,
Stockwerk, Haar, Stand, Schmerz, Zeugnis, Bauer, Trend, Detail, Strahl,
Strumpf, Konzert, Gegenstand, Kaufladen, Diplom, Ökonom, Geschäftsmann,
Feder, Formular, Juwel, Gelenk, Marschall, Unglück, Porto, Gymnasium, Streik,
Material, Not, Doktorand, Projekt, Nacht, Verstoß, Werft, Einwand, Staat,
Frucht, Konsonant, Seemann, Reichtum, Kuh, Kalb, Stadt, Planet, Buchstabe.

Übung 5. Das können Sie in einer großen Stadt sehen. Nennen Sie die
Substantive mit dem bestimmten Artikel im Singular und Plural:
Straße Stadion Werk Ausstellung Zoo
Platz Parkgarage Postamt Warenhaus Cafe
Brücke Boutique Universität Busstation Park
Allee Bahnhof Schule Straßenbahn Taxi
Garten Spital Gymnasium Arbeitsamt Bus
Verkehrsbüro Kiosk Schwimmbad Denkmal Firma
Kirche Einkaufszentrum Verkehrsampel Supermarkt Bank
Bibliothek Geschäft Konsulat Pension Disko
Theater Grünanlage Museum Botschaft Hotel
Zirkus Restaurant Galerie Fabrik Kino

Übung 6. Welche Assoziationen rufen bei Ihnen folgende Wörter hervor?


(Alle eingeklammerten Substantive sind im Plural zu gebrauchen):
1. Hotel – Camping (Anmeldeformular, Schlüssel, Stock, Bett, Lager, Nacht,
Bar, Eingang, Raum, Gast, Anspruch, Graben, Feuer, Zeltpflock, Problem,
Angebot, Preis, Schnur, Geräusch, Gruppenleiter, Rezeption);
2. Sport (Trainer, Medaille, Sportler, Schicksal, Wrack, Fuß, Geist, Segel,
Motto, Start, Lauf, Ergebnis, Argument, Kraft, Niederlage, Torwart, Sprung,
Sieg, Pokal, Sportgerät);
3. Malerei (Museum, Gegenstand, Bildnis, Eindruck, Porträt, Rundgang,
Zeichnung, Kunst, Schatz, Exponat, Studie, Atelier, Bestand, Grund,
Erlebnis, Gestalt, Kamera, Fresko, Entwurf, Kupferstich, Holzschnitt, Pinsel,
Kontur, Leinwand, Kopie, Aquarell);
4. Verkehr (Auto, Unfall, Verkehrsampel, Ort, Notiz, Zeuge, Schild, Protokoll,
Schaden, Nummer, Passant, Streit, Fußgänger, Verkehrsregel, Spaß, Fahrer,
Platz, Tank, Bus, Straßenbahn, Wagen, Führerschein, Kauf, Garage, LKW,
Risiko, Motor, Abenteur, Experiment, Vorteil);
5. Kleidung – Mode (Reißverschluss, Weste, Ausschnitt, Ärmel, Anorak,
Smoking, Anzug, Schlitz, Stoff, Muster, Mantel, Jackett, Kleid, Frack,
Knopfloch, Hemd, Hose, Stil, Hut, Fliege, Designer, Schnitt, Schneider,
Bedürfnis, Geschmack, Trend, Wert, Schmuck, Gürtel, Kopftuch, Strumpf);
6. Post – Telefon (Anspruch, Patent, Telefon, Netz, Anlass, Fax, Postzeichen,
Posthorn, Schalter, Päckchen, Konto, Anschrift, Empfänger, Beschwerde,
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Problem, Expert, Einfluss, Eindruck, Nummer, Verlust, Modem, Katalog,
Aktie, Kredit, Briefkasten, Umschlag, Quittung, Formular, Zettel, Ausweis,
Tipp, Zugang, Apparat, Anruf, Formalität, Internetcafe, Kompromiss)

Übung 7. Erklären Sie Ihrer Freundin, warum Sie das nicht gekauft haben.
Spielen Sie Mini-Dialoge!
M u s t e r : (Rock) waren zu eng.
- Warum hast du die Röcke nicht gekauft?
- Ich habe die Röcke nicht gekauft, weil sie zu eng waren.
1. (Strauß) waren ganz welk. 2. Im Pullover waren (Loch). 3. (Bikini) waren
zu weit. 4. (Ärmel) im Kostüm waren zu kurz. 5. (Telefonapparat) zu teuer.
6. (Kiwi) waren zu süß. 7. (Spiegel) waren nicht hübsch. 8. (Sessel) waren
nicht bequem. 9. (Kaffeeautomat) waren veraltet. 10. (Nuss) waren zu hart.
11. Auf dem Kleid waren (Fleck). 12. (Kohlkopf) waren zu klein. 13. (Pfirsich)
waren nicht reif. 14. (Fass) waren nicht dicht. 15. (Tuch) waren zu grell.
16. (Aquarium) waren zu groß. 17. (Gürtel) waren zu kurz. 18. (Kaktus) in den
(Topf) waren zu teuer. 19. (Strumpf) waren zu hell.

Übung 8. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : Das deutsche Verb hat drei Modi und drei Genera.
- Wie viele Modi und Genera hat das deutsche Verb?
- Ich habe gelernt (ich weiß, ich weiß Bescheid, ich bin davon überzeugt), dass
das deutsche Verb drei Modi und drei Genera hat.
1. Im Deutschen gibt es vier Kasus. 2. Die Sprachlabors in unserer Uni sind
modern eingerichtet. 3. Die Gliedsätze werden von den Hauptsätzen durch
Kommas getrennt. 4. Die meisten Substantive haben zwei Numeri. 5. Die
deutschen Partizipien werden oft attributiv gebraucht. 6. Die Examen prüfen die
Kenntnisse der Studenten. 7. Die Archaismen sind für die Stilisten von großem
Interesse. 8. Die Daten in den Visa sind sehr wichtig. 9. In der deutschen
Grammatik unterscheidet man drei Deklinationstypen der Substantive. 10. Die
Menschen gehen oft Risiken ein. 11. Die Neologismen können verschiedener
Herkunft sein. 12. In der letzten Zeit sind in der Stadt viele Haar- und
Sonnenstudios entstanden. 13. Alle Gebäude unserer Uni haben vier oder fünf
Stockwerke. 14. Die Studenten müssen während des Studiums einige Praktika
absolvieren.

Übung 9. Übersetzen Sie:


а) 1. В нашей республике большое внимание уделяется спорту: у нас есть
стадионы, ледовые дворцы, спортивные комплексы и площадки, бассейны.
Благодаря этому наши спортсмены одерживают победы на олимпиадах,
завоевывают медали, кубки, призы, премии. 2. На проспекте
Независимости расположены университеты, офисы, магазины,
супермаркеты, бутики, станции метро. 3. В зоопарках Гамбурга живут
звери со всего мира: слоны, зебры, крокодилы, носороги, тигры, пантеры,
леопарды, лисы, кенгуру, пингвины, гепарды, ламы, буйволы, верблюды.
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4. Кто-то посещает дискотеки, кто-то открывает новые счета в банках, кто-
то покупает одежду с фирменными знаками (die Firmenlogos), а кто-то
постоянно меняет свою работу. 5. В ботаническом саду Ялты растут кедры,
кипарисы, тополя, кусты сирени, лавровые деревья, клены. 6. Наша
республика экспортирует холодильники, телевизоры, моторы,
компьютеры, тракторы, грузовики, приборы и некоторые медикаменты.
7. Перед началом урока практиканты повесили на доску диаграммы,
плакаты, схемы и другие наглядные материалы. 8. В нашем городе разбиты
новые парки и бульвары, газоны и клумбы, открыты несколько
памятников, построены две детские клиники и три станции метро.
9. Некоторые ученики не знают, сколько залогов, времен и наклонений
имеет немецкий глагол.
б) В залах ожидания в аэропортах и на вокзалах можно увидеть
много людей: бизнесменов, политиков, репортеров, туристов, артистов,
манекенщиц, крестьян, геологов, представителей разных профессий,
жителей разных городов, городков, деревень, стран, континентов,
островов. На скамейках сидят пассажиры. У их ног стоят чемоданы, сумки,
коробки, рюкзаки, портфели. Многочисленные киоски предлагают
сувениры, открытки, детективы. Для деловых людей, министров,
президентов, политиков имеются отдельные помещения и залы ожидания,
как и для матерей с грудными детьми. Вокруг можно видеть грустные и
веселые лица, улыбки и слезы в глазах тех, кто уезжает.

Übung 10. Sie fahren mit den Freunden auf eine unbewohnte Insel: Lesen
Sie die Liste der Gegenstände durch und überlegen Sie, welche
Gegenstände für Sie und Ihre Freunde wichtig wären und worauf Sie
verzichten würden. Warum? Stellen Sie dann Ihre eigene Liste zusammen.
Streichhölzer, Badeanzüge, Bikinis, Stiefel, Moskitonetze, Instrumente, Koffer,
Computer, Handys, Filmkameras, Proviante, Schlafsäcke, Gabeln, Sägen,
Hämmer, Amulette, Regenschirme, Pullis, Medikamente, Zelte, Luftmatratzen,
Talismane, Kerzen, Sonnenbrillen, Lebensmittel, Schnüre, Taschenmesser,
Teller, Löffel, Hemden, Bügeleisen, Rasierapparate, Spiegel, Rollschuhe,
Leitern, Luftballons, Bademäntel, Boote, Fotoalben, Dosenöffner, T-Shirts,
Duschvorhänge, Ferngläser, Brotbackautomaten, Krimis, Reiseschecks,
Abfalleimer, Korkenzieher, Schmerztabletten, Mittel gegen Mückenstiche.

Übung 11. Spiel mit Wörtern im Plural „Meine Tante hat einen Laden ...“.
Jemand sagt: „Meine Tante hat einen Laden und verkauft darin alles, was
mit „A“ beginnt: ...“. Die anderen schreiben, was ihnen dazu einfällt, z. B.:
Apfelsinen, Affen, Autos, Anzüge, Automaten ...Wer nach drei Minuten die
meisten richtigen Lösungen gefunden hat, sagt wieder: „Meine Tante hat
einen Laden und verkauft darin alles, was ... beginnt“. Ihr Eifer wird
bestimmt mit der besten Note prämiert.

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Übung 12. Setzen Sie die eingeklammerten Substantive im Plural ein:
Sommer in der Stadt
In den sonnigen (Monat) des Jahres verwandeln sich viele (Stadt) in
große (Bühne). Die (Fußgängerzone) werden (Schauplatz) eines vielseitigen
Programms. Überall stehen (Musiker und Akrobat) und zeigen ihre (Kunst). Mit
etwas Glück verdienen die (Künstler) Geld für den Urlaub. Bei einigen reichen
drei (Griff) auf der Gitarre; die bekommen ein paar Groschen aus Mitleid. Doch
es gibt auch (Talent), die (Mensch) wie (Magnet) anziehen. Viele gehen nur zum
Spaß auf die Straßen-Bühne. Zwei (Schülerband), die kein Geld für einen
Urlaub haben, bringen täglich ihre (Instrument) her. Andere machen kleine
(Happening). Die (Jung) zum Beispiel, die sich als (Mädchen) verkleidet haben.
Sie wollen die Leute ein bisschen schockieren. In den (Park) sieht man immer
öfter (Jongleur). (Feuerschlucker) veranstalten (Umzug) durch die (Straße). Die
(Passant) klatschen Beifall. Ihnen gefällt es, dass die grauen (Stadt) ein bisschen
mehr Farbe bekommen. Aber die (Geschäftsmann) in ihren (Büro) ärgern sich
über die (Stadtmusiker), weil sie sie von ihren (Projekt) ablenken. Den
(Verkäufer) gefällt es auch nicht, wenn die (Musikant) vor der Tür spielen. Sie
glauben, dass keine (Käufer) zu ihnen in die (Laden) kommen.
Aufgabe zum Text:
Lesen Sie den Text noch einmal und beantworten Sie die Fragen: a) Wie
verhalten sich die Passanten zu den Musikern und Akrobaten, die in den
Fußgängerzonen und auf den Plätzen ihre Kunst zeigen? Und die
Geschäftsleute? Und die Verkäufer? Und Sie? b) Wie meinen Sie, was bewegt
die Menschen, in den Fußgängerzonen und auf den Plätzen zu spielen?

Übung 13. Gebrauchen Sie eines der Sprichwörter in einem passenden


Zusammenhang:
1. Stille Wasser sind tief. 2. Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große
Sorgen. 3. In der Nacht sind alle Katzen grau. 4. Die süßen Trauben hängen am
höchsten. 5. Die heimlichen Diebe sind auf den Galerien und die öffentlichen
Diebe in den Palästen. 6. Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln.
7. Früh mit den Hühnern zu Bette und auf mit dem Hahn um die Wette.

Übung 14. Was macht das Leben so schön, dass es sich zu leben lohnt?
R e d e m a t e r i a l : lachende Kinder, sonnige Tage, ein langes Leben ohne
schwere Krankheiten und Sorgen und ohne Probleme, schöne Kleider, neue
Projekte, glückliche Geschwister, interessante Hobbys, erlebnisreiche
Reisen und Bekanntschaften u. a.
TESTEN SIE SICH!

Prüfen Sie, ob im Text die Mehrzahl von Substantiven überall stimmt:


1) Wie wird man berühmt? 2) In Dortmund geht es über Nacht. 3) Man
braucht dazu alte Jeans, Plastikhandschuhe, Autolack in Sprühdosen
und dicke Filzstiften. 4) Außerdem noch – viel Phantasie. 5) Wenn die Stadt

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im Schlaf liegt, geht es los: Lagerhallen, Hochhäuser, Brücken und
Unterführungen und außerdem Objekte wie Straßenbahnen, Bussen,
Müllcontainers und Transformatoren-Kasten, Zäune. 6) Am Abend sind sie
noch grau. Aber schon am nächsten Morgen strahlen sie in grell leuchtenden
Spray-Farben. 7) Die Motiven stammen aus Comics, aus Filmen oder aus
der Phantasie. 8) Die Künstler (sie nennen sich „Writer“) sprühen unter
jedes Werk ihre Autogrammen. 9) Aber das „private“ Bemalen von
öffentlichen Wänden ist natürlich verboten. 10) Ganz klar, man will die
Täter fassen, man setzt sogar Privatdetektive auf ihre Spur. 11) Die
Ergebnisse der Jagd: 1987 wurden zahlreiche Sprüher gefaßt und verurteilt.
12) Ein Jugendlicher bekam acht Monate Jugendstrafe. 13) Er war durch
rund 40 Graffiti „berühmt“ geworden. 14) Dortmund und München gelten
heute als Graffiti-Zentren. 15) Aber in den letzten Jahren gibt es schon neue
Trend: die besten Graffiti-Maler verlassen den Untergrund, um mit ihrer
Kunst Geld zu machen. 16) Die Kunstexperte, Sammler und Werbegrafiker
finden diesen Stil interessant. 17) 1987 fand in Dortmund eine Graffiti-
Ausstellung unter dem ironischen Titel „Schmierereien“ statt. 18) Die Schau
zeigte „legale“ Bilder an Fassaden, in den Treppenhäusern, in den
Hinterhöfen und in Innenräumen. 19) Nach dem großen Erfolg der
Ausstellung kam dann ein Skizzenbuch auf den Markt mit vielen Fotos von
illegalen Dortmunder Graffiti. 20) Die Dortmunder Prominenten fanden
lobende Wörter für die kreative Kraft dieser „Künstler“. 21) Die Writer
übernehmen legal und gegen Geld Aufträgen. 22) Sie besprühen die Wände
in Diskos, langweilige Fassaden und Autos. 23) Graffiti-Fane wünschen sich
richtige Bilder auf Leinwand zum Sammeln oder Wandmalereien als Ersatz
für die Tapeten in den Wohnzimmern.

EINTEILUNG DER VERBEN

Das Verb ( das Zeitwort) ist eine Wortart, die einen Vorgang in seinem
zeitlichen Ablauf (gehen, singen, schwimmen) oder einen Zustand in seiner
zeitlichen Dauer (schlafen, blühen, leiden) bezeichnet. Das ist die einzige
Wortart, die konjugiert wird, d.h. die Verben können sich nach Person
(3 Personen im Singular und Plural), Zahl (Singular und Plural), Zeit (Präsens,
Perfekt, Präteritum, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II), Genus (Aktiv, Passiv,
Stativ) und Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ) verändern.
Vom semantisch-grammatischen Standpunkt aus
unterscheidet man: Vollverben (lesen, einschlafen, sitzen, gelingen u.a.);
Modalverben (können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen); kopulative
Verben (sein, werden, bleiben, scheinen) und Hilfsverben (sein, haben, werden).
Zu den Vollverben gehören: Tätigkeitsverben (lesen, bauen u.a.);
Vorgangsverben (einschlafen, erkranken, fallen u.a.); Zustandsverben (leben,
leiden, sitzen, schlafen u.a.); Geschehensverben (geschehen, gelingen,
missglücken u.a. Diese Verben werden nur in der 3. Person Sg. bzw. Plural

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gebraucht.) und unpersönliche Verben (Diese Verben gebraucht man in der
Regel mit dem unpersönlichen Pronomen es: es regnet, es dämmert u.a.).
V o m s y n t a k t i s c h e n S t a n d p u n k t a u s unterscheidet man
subjektive Verben (diese Verben nennen einen Vorgang, der vom Subjekt
ausgeht und sich auf keine andere Person bzw. kein anderes Ding richtet:
bleiben, schlafen u.a.) und objektive Verben (sie nennen eine Handlung, die sich
auf eine Person bzw. ein Ding richtet: nehmen, warten u.a.). Das Objekt der
Handlung kann im Akkusativ, Dativ, Genitiv bzw. mit einer Präposition stehen:
Er liest ein Buch. Ich begegne ihm oft. Das bedarf einer Erklärung. Ich warte
auf den Freund.
Es gibt intransitive Verben (helfen, warten, bleiben u.a.) und transitive
Verben. Ein transitives Verb verlangt ein direktes Objekt (ein Objekt im
Akkusativ ohne Präposition), z. B. Ich bekam gestern einen Brief. Zu den
transitiven Verben gehören die meisten Verben mit dem Präfix be- sowie viele
Verben mit den Präfixen er-, ver-, zer-: beantworten, erkennen, verstehen,
zerbrechen. Zu den transitiven Verben gehören auch die kausativen Verben, die
meist von dem intransitiven Verb abgeleitet sind: legen (liegen), stellen
(stehen), setzen (sitzen), fällen (fallen), sprengen (springen), drängen (dringen),
schwemmen (schwimmen), tränken (trinken), senken (sinken) u.a.
V o m m o r p h o l o g i s c h e n S t a n d p u n k t a u s , d.h. wie die
Grundformen gebildet werden, unterscheidet man:
1. Die schwachen Verben. Sie bilden die zweite Grundform mit dem Suffix
-(e)te und das Partizip II mit dem Präfix ge- und dem Suffix -(e)t: blicken –
blickte – geblickt, begegnen – begegnete – begegnet. Ohne das Präfix ge- bilden
das Partizip II: a) die Verben mit den untrennbaren Präfixen (besuchen –
besucht); b) die Verben mit den Suffixen -ieren und -eien (studieren – studiert,
prophezeien – prophezeit); c) präfixlose Verben, die die Betonung nicht auf der
ersten Silbe tragen (rumόren – rumόrt); d) zusammengesetzte Verben mit
der Betonung nicht auf der ersten Silbe (vollénden – volléndet). A b e r :
státtfinden – státtgefunden. (Ebenso: téilnehmen, fréisprechen, lόslassen,
blόßstellen, gútmachen, tόtschlagen, férnsehen). Wenn das Verb von einem
zusammengesetzten Substantiv abgeleitet ist, so steht das Präfix ge- am
Wortanfang: lángweilen – gelángweilt. (Ebenso: frühstücken, wírtschaften,
kénnzeichnen, rátschlagen, wétteifern). Manchmal sind die Formen mit und
ohne Präfix ge- möglich: liebkόsen – liebkost/geliebkost, offenbáren –
offenbart/geoffenbart.
Zu den schwachen Verben gehören alle Verben, die von den anderen
Wortarten (außer dem Verb) abgeleitet sind: begegnen (gegen), duzen (du),
beauftragen (Auftrag) u. a. A b e r : kommen (a, o) – ankommen (a, o) u. a.
2. Die schwachen Verben mit dem Präsensumlaut (Verben mit Rückumlaut,
gemischte Verben): brennen – brannte – gebrannt, kennen – kannte – gekannt,
nennen – nannte – genannt, rennen – rannte – gerannt, denken – dachte –
gedacht, senden – sandte – gesandt (sendete – gesendet), wenden – wandte -
gewandt (wendete – gewendet)

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3. Die starken Verben. Sie bilden ihre Grundformen mittels des Ablauts:
nehmen – nahm – genommen.
4. Die Verben Präterito-Präsentia: dürfen, können, mögen, müssen, sollen,
wollen, wissen.
5. Die unregelmäßigen Verben: sein, haben, werden, gehen, stehen, bringen,
tun.
D e r W o r t b i l d u n g n a c h unterscheidet man: einfache Verben
(nehmen, machen u.a.); abgeleitete Verben (ankommen, verkaufen, duzen,
kürzen u.a.); zusammengesetzte Verben (stattfinden, fortsetzen, teilnehmen
u.a.); Verben mit „sich“ (sich waschen, sich umarmen u.a.).
Das Deutsche hat im Gegensatz zum Russischen keine grammatische
Kategorie der Aktionsart, z. B.: Er ist nach Hause gefahren. – Он ехал/поехал
домой. Im Deutschen unterscheidet man terminative (grenzbezogene,
perfektive) Verben (sie bezeichnen einen Vorgang, der zeitlich einen natürlichen
Abschluss findet, z.B.: finden, bringen, sterben u.a.) und kursive
(nichtgrenzbezogene, imperfektive, durative) Verben (sie bezeichnen einen
Vorgang, der in seiner Dauer durch nichts eingeschränkt ist: fühlen, lieben,
leben u.a.). Viele Verben können sowohl terminative als auch kursive
Bedeutung haben, z.B.: Wir gingen durch den Wald. – Мы шли по лесу. Wir
gingen ins Haus. – Мы пошли в дом.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Was bezeichnet das Verb als Wortart?


2. Wonach können sich die Verben verändern? 3. Von welchen Standpunkten
aus können die Verben eingeteilt werden? 4. Welche Gruppen von Verben
unterscheidet man vom semantisch-grammatischen Standpunkt aus? 5. Welche
Gruppen von Verben unterscheidet man vom syntaktischen Standpunkt aus?
Worin besteht der Unterschied: a) zwischen den subjektiven und objektiven
Verben; b) zwischen den transitiven und intransitiven Verben? 6. Welche
Gruppen von Verben unterscheidet man vom morphologischen Standpunkt aus?
Worin besteht der Unterschied: a) zwischen den schwachen und starken Verben;
b) zwischen den schwachen Verben und den Verben mit dem Präsensumlaut;
c) zwischen können und kennen? 7. Welche Verben bilden das Partizip II ohne
Präfix ge-? Erklären Sie, wo das Präfix ge- stehen soll: fernsehen, frühstücken.
8. Wie viele und welche Verben gehören zu den Verben mit dem Präsensumlaut
(zu den Präterito-Präsentia, zu den unregelmäßigen Verben)? 9. Erklären Sie,
warum die Verben sein, werden, haben, gehen, stehen, tun, bringen zu den
unregelmäßigen Verben gehören! 10. Welche von den folgenden Verben sind
einfach, abgeleitet oder zusammengesetzt: teilnehmen, lesen, begrüßen, laufen,
fortsetzen, erkennen? 11. Worin besteht der Unterschied zwischen den
terminativen und kursiven Verben?
Übung 1. Lesen Sie den Text:
Jedes Jahr im Herbst findet in Frankfurt am Main die größte Buchmesse
der Welt statt. Fast 5000 Verlage zeigen ihre Veröffentlichungen, Romane,
Kinder- und Lehrbücher, Zeitschriften. Darunter lassen sich auch alte Bestseller
finden: z. B. Die Bücher von Karl May.
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Karl May war im Jahre 1842 geboren. Schon als Junge interessierte er
sich für fremde Länder. Karl las alle Bücher, die er bekommen konnte,
über Amerika, Afrika und den Orient – und eines Tages fing er selbst an,
Abenteuergeschichten zu schreiben. Er erfand den Indianerhäuptling
„Winnetou“ und seinen Freund „Old Shatterhand“, die zusammen Verbrecher
jagten und für Gerechtigkeit sorgten. Karl May kaufte sich sogar ein Haus, das
er „Villa Shatterhand“ nannte, ließ sich Waffen und Kostüme machen.
Der Schriftsteller verdiente so viel Geld mit seinen Büchern, dass er später
die Länder besuchen konnte, die er in seinen Büchern beschrieben hatte.
Karl Mays Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Bis heute wurden
über 50 Millionen Exemplare seiner Romane gedruckt.
A u f g a b e z u m T e x t : Nennen Sie: a) subjektive und objektive Verben;
b) transitive und intransitive Verben; c) terminative und kursive Verben.

Übung 2. Bilden Sie die Grundformen:


ratschlagen, stattfinden, vollenden, kennzeichnen, vervollkommnen, fernsehen,
offenbaren, veranlassen, erwidern, verneinen, beauftragen, siezen, parken

Übung 3. Bilden Sie von den intransitiven Verben transitive:


warten, stehen, antworten, fahren, arbeiten, kommen, steigen, treten, sprechen,
leben, reisen, schießen, folgen, gehen, reiten, wandern, sich wundern, klagen

Übung 4. Wie lauten die kausativen Verben zu den starken Verben?


schwimmen, fallen, springen, dringen, trinken, stehen, liegen, sitzen, fahren,
verschwinden, sinken, hängen (i, a)

Übung 5. Führen Sie Minidialoge:


a ) M u s t e r : Der Baum, fallen/ ein Holzfäller, fällen
 Warum ist der Baum gefallen?
 Ein Holzfäller hat ihn gefällt.
1. Preise, sinken/ die Regierung, senken; 2. sein Geld, rasch verschwinden/ er,
verschwenden; 3. in Ohnmacht fallen/ ein Urteil über j-n fällen; 4. das Schiff,
versinken/ der Feind, sprengen; 5. viel Schlamm, schwimmen, auf der
Wasseroberfläche/ der Fluss, überschwemmen
b) M u s t e r : Die Blume, blühen/verblühen
 Blüht die Blume noch?
 Nein, sie ist schon verblüht.
1. das Haus, brennen/ abbrennen; 2. der Kranke, schlafen/ einschlafen; 3. das
Kind, der Brei, essen/ aufessen; 4. die Metallteile, rosten/ verrosten; 5. der
Vogel, frieren/ erfrieren; 6. der Hund, hungern/ verhungern

INFINITIVE. SUBSTANTIVIERUNG DES INFINITIVS

79
Der Infinitiv I und II sowie das Partizip I und II gehören zu den
N o m i n a l f o r m e n des Verbs. Man nennt sie so, weil sie neben den verbalen
Eigenschaften auch nominale Eigenschaften aufweisen.
Die Nominalformen verändern sich nicht nach Person und Zahl, sie werden
daher – als Bestandteil einer Verbalform gebraucht – auch verbum infinitivum
genannt. Der Infinitiv ist die Nennform des Verbs: er nennt nur die verbale
Handlung ohne direkten Bezug auf Person, Zahl und absolute Zeit. Das ist die
erste der drei Grundformen des Verbs.
Man unterscheidet im Deutschen sechs Infinitive: den Infinitiv I und II
Aktiv, den Infinitiv I und II Passiv, den Infinitiv I und II Stativ.
Der Infinitiv I Aktiv wird vom Präsensstamm mittels des Suffixes -(e)n
gebildet: trag-en, lauf-en. Die Verben mit -el, -er im Stammauslaut bekommen
das Suffix -n: sammel-n, feier-n.
Der Infinitiv II Aktiv wird aus dem Partizip II des Vollverbs und dem
Infinitiv I des Hilfsverbs sein oder haben gebildet: tragen – getragen haben,
laufen - gelaufen sein.
Die transitiven Verben haben außerdem noch den Infinitiv I und II Passiv
und den Infinitiv I und II Stativ.
Der Infinitiv I Passiv wird aus dem Partizip II des Vollverbs und dem
Infinitiv I des Hilfsverbs werden gebildet: tragen - getragen werden.
Der Infinitiv II Passiv wird aus dem Partizip II des Vollverbs und dem
Infinitiv II des Hilfsverbs werden gebildet. Dabei gebraucht man die ältere Form
des Partizips II vom Verb werden – worden: tragen - getragen worden sein.
Der Infinitiv I Stativ wird aus dem Partizip II des Vollverbs und dem
Infinitiv I des Hilfsverbs sein gebildet: erfüllen – erfüllt sein.
Der Infinitiv II Stativ wird aus dem Partizip II des Vollverbs und dem
Infinitiv II des Hilfsverbs sein gebildet: erfüllen – erfüllt gewesen sein.
Der Infinitiv kommt in der Regel nur in Verbindung mit einem finiten Verb
vor. Dabei bezeichnet der Infinitiv I die Gleichzeitigkeit der Handlungen, die
durch das Vollverb und durch den Infinitiv ausgedrückt werden, oder die
relative Zukunft: Ich freue mich, dich zu sehen. (Gleichzeitigkeit der
Handlungen). Wir hoffen bald einen Brief von Frank zu bekommen. (Relative
Zukunft). Der Infinitiv II drückt die Vorzeitigkeit und die Abgeschlossenheit
der durch den Infinitiv angegebenen Handlung aus: Marta bereut es, dem
Mädchen nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben.
Den Infinitiv kann man substantivieren. Der substantivierte Infinitiv ist
sächlichen Geschlechts. Er wird wie ein Substantiv dekliniert und wird meist
mit dem bestimmten Artikel gebraucht: Zum Lesen brauchte die alte Oma eine
Brille. Ein substantivierter Infinitiv kann – gleich einem Substantiv – nähere
Bestimmungen bei sich haben: Er liebte das Gehen über Land, das Steigen auf
Berge.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Formen des Verbs gehören zu


den nominalen Formen? 2. Wie viele und welche Infinitive unterscheidet man
im Deutschen? Wie werden diese Infinitive gebildet? 3. Was bezeichnet der
80
Infinitiv I (der Infinitiv II)? 4. Zu welchem Geschlecht gehört der substantivierte
Infinitiv und wie wird er dekliniert? 5. Nennen Sie die fehlende Information:
a) Das Präfix be- verwandelt intransitive Verben in …, z. B.: …; b) Die
kausativen Verben sind schwach und sie sind meist von … abgeleitet; c) Ein
direktes Objekt ist .. Präposition; d) Alle Verben, die von den anderen Wortarten
(außer dem Verb) abgeleitet sind, gehören zu …; e) Die schwachen Verben mit
dem Stamm auf … bekommen im Partizip II das Suffix -et; f) Die Verben …
bilden ihre Grundformen suppletiv, d. h. von verschiedenen Wurzeln; g) Die
Modalverben gehören zu …; h) Das Verb besprechen ist transitiv, darum hat es
… Infinitive: … .

Übung 1. Bestimmen Sie die Art der Infinitive und übersetzen Sie den Text:
Frau Henke beschloss eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Eine Woche später
freute sie sich schon, zu einem Vorstellungsgespräch bei „Siemens“ eingeladen
zu sein. Sie hegte die Hoffnung, vom Personalchef selbst empfangen zu werden.
Selbstverständlich bereitete sich Frau Henke darauf besonders tüchtig vor und
sie bereute es gar nicht, 100 Euro für ein neues Kostüm verschwendet zu haben;
sie war ja im Begriff, ihr Bestes zu tun, um einen guten Eindruck zu machen. Sie
glaubte doch vom Personalchef richtig eingeschätzt zu werden. Der Beamte
überraschte die Frau mit der Nachricht, von ihren ausgezeichneten Fähigkeiten
schon längst informiert zu sein. Frau Henke war glücklich, eingestellt zu sein
und bedauerte nicht, ihre vorherige Arbeit aufgegeben zu haben.

Übung 2. Bilden Sie die Infinitive:


a) den Infinitiv II Aktiv: aufkommen, sich begnügen, geraten, freisprechen, tun;
b) den Infinitiv I Passiv: zustellen, einsammeln, untersuchen, angeben, tadeln;
c) den Infinitiv II Passiv: austragen, einsetzen, besprechen, unterstützen;
d) den Infinitiv I Stativ: zustellen, frankieren, aufräumen, prüfen, übersetzen;
e) den Infinitiv II Stativ: überweisen, abonnieren, bestellen, zubereiten, öffnen

Übung 3. Bestimmen Sie, mit welchen Verben der Infinitiv I und II Passiv
möglich sind. Bilden Sie diese Infinitive:
senden, erhalten, anrufen, sich anmelden, wiegen, verreisen, verschließen,
ausfüllen, bestehen, beginnen, diskutieren, kennen, aufnehmen, interessieren

Übung 4. Gebrauchen Sie statt der Infinitivgruppe bzw. des Nebensatzes


den entsprechenden substantivierten Infinitiv:
M u s t e r : Ich habe es gern, historische Romane zu lesen. – Ich habe das Lesen
historischer Romane gern.
1. Der Arzt riet mir ab, in heißem Wasser zu baden. 2. In Frankreich zu leben,
soll schön sein. 3. Bevor wir ruhig alle Probleme besprechen, muss ich mir
noch etwas überlegen. 4. Der Wohlstand des Volkes sinkt, wenn die Preise
steigen. 5. Um gut zu lernen, braucht der Knabe Ruhe. 6. Es geht mir wirklich
auf die Nerven, so lange auf dich zu warten. 7. Wenn man ständig spart, wird es
zur Gewohnheit.
81
TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Das Verb tun ist ein (schwaches,
starkes, unregelmäßiges) Verb. 2. Das Verb begegnen ist (subjektiv, objektiv). 3.
Das Verb senken ist (kausativ, nicht kausativ). 4. Das Verb sterben ist (kursiv,
terminativ). 5. Das Verb sein bildet seine Grundformen (suppletiv, nicht
suppletiv). 6. Die transitiven Verben haben (zwei, vier, sechs) Infinitive. 7. Der
Infinitiv II drückt die (Vorzeitigkeit, Gleichzeitigkeit) aus.

II. Welche von den Verben sind kausativ? Sitzen, denken, setzen, tränken,
trinken, gehen, sprengen, springen, laufen, fällen, drängen, liegen, legen,
schwemmen, schwimmen.

III. Setzen Sie das nötige Wort ein: 1. Die … Verben nennen einen Vorgang,
der sich auf eine andere Person bzw. ein anderes Ding richtet. 2. Die …Verben
sind von den entsprechenden starken intransitiven Verben abgeleitet worden.
3. Die …Verben bezeichnen einen Vorgang, der zeitlich einen natürlichen
Abschluss findet. 4. Die …Verben verlangen ein direktes Objekt. 5. Die …
Verben nennen einen Vorgang, der sich auf keine Person bzw. kein anderes
Ding richtet. 6. Die …Verben bezeichnen einen Vorgang, der in seiner Dauer
durch nichts eingeschränkt ist.
________________________________________________________________
a) kausativen; b) objektiven; c) transitiven; d) subjektiven; e) kursiven;
f) terminativen.

IV. Wählen Sie die nötige Form des Infinitivs: 1. Jutta erinnert sich, Anfang
September schon a) immatrikuliert zu sein; b) immatrikuliert zu werden; c) zu
immatrikulieren; d) immatrikuliert zu haben. 2. Frau Meyer bereut, gestern mit
dem Betriebsleiter a) nicht gesprochen zu werden; b) nicht gesprochen zu haben;
c) nicht gesprochen worden zu sein; d) nicht zu sprechen. 3. Stefan verspricht
immer artig a) gewesen zu sein; b) geworden zu sein; c) zu sein. 4. Das Kind
freut sich, morgen zum Geburtstag ein neues Spielzeug a) bekommen zu
werden; b) zu bekommen; c) bekommen zu haben. 5. Das Zimmer schien vor
kurzem a) aufzuräumen; b) aufgeräumt zu haben; c) aufgeräumt zu werden;
d) aufgeräumt worden zu sein. 6. Es atmet sich leicht, der Raum scheint gut
a) gelüftet zu werden; b) gelüftet zu sein; c) gelüftet gewesen zu sein; d) gelüftet
zu haben.
GEBRAUCH DES INFINITIVS MIT UND OHNE PARTIKEL ZU

Die Partikel ist obligatorisch:


1. Wenn der Infinitiv als Teil des zusammengesetzten verbalen Prädikats steht
(mit den Verben, die den Beginn, die Dauer, die Wiederholung, den Abschluss
eines Vorgangs angeben: anfangen, fortsetzen, pflegen, aufhören, abschließen

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u.a.): Klaus begann, einen Aufsatz zu schreiben. Marta setzte fort, das Fenster
zu putzen. Abends pflege ich ein Buch zu lesen. Es hörte auf, zu regnen.
2. Wenn der Infinitiv als Objekt nach den Verben: bedauern, bereuen,
behaupten, beschließen, bitten, erlauben, empfehlen, fürchten, sich freuen,
versprechen, verbieten, verlernen, vermeiden, vergessen, versuchen,
vorschlagen, wünschen u.a. steht: Der Schüler verspricht, sich artig zu
benehmen. Er freut sich darüber, ein neues Spielzeug bekommen zu haben.
3. In den Infinitivgruppen um…zu, ohne…zu, statt…zu (der Infinitiv als
Adverbialbestimmung): Die Eltern erzählten dem Jungen nicht die ganze
Wahrheit, um ihn nicht zu verletzen. Er geht an uns vorbei, ohne uns zu
begrüßen. Gregor ging, ohne den anderen etwas gesagt zu haben. Statt in die
Schule zu gehen, lief Greta in den Zoo.
4. In den Konstruktionen: haben +zu + Infinitiv, sein+zu + Infinitiv (der
Infinitiv als Teil des zusammengesetzten verbalen Prädikats). Diese
Verbindungen drücken entweder die Notwendigkeit oder die Möglichkeit aus.
Dabei hat die Konstruktion haben + zu + Infinitiv eine aktive Bedeutung, sein +
zu + Infinitiv eine passive Bedeutung: Die Studenten haben dieses Buch zu
lesen. Dieses Problem ist sofort zu lösen. Dieser Artikel ist nicht so leicht zu
übersetzen.
5. Wenn sich der Infinitiv bzw. die Infinitivgruppe auf ein Substantiv oder
Adjektiv bezieht: Gabi hat den Wunsch, sich dem Internet anzuschließen. Du
sollst den Mut haben, das Rauchen aufzugeben. Ich habe die Absicht, morgen
abzureisen. In diesem Jahr hat Erich die Möglichkeit, Italien zu besuchen. Paul
hat Zeit, der Schwester zu helfen. Er hat Lust, Boot zu fahren. Niemand hier hat
Gelegenheit, ins Ausland zu fahren. Jede Mutter ist glücklich, ihre Kinder
zufrieden und froh zu sehen. Es ist gesund, täglich Obst zu essen.
6. Wenn der Infinitiv als Subjekt durch ein Nebenglied erweitert ist: Viel zu
rauchen ist schädlich. Viel in der Sonne zu liegen schadet der Gesundheit.
7. Nach den Verben helfen, lernen, lehren und nach den Verben der Bewegung
gehen, kommen, laufen, eilen u.a., wenn beide Verben durch große Einschübe
getrennt sind: Die Mutter lehrte ihren kleinen Sohn die Buchstaben richtig zu
schreiben. Peter ging zusammen mit den Kindern aus dem benachbarten Haus
zu dem einsamen Teich zu angeln.
8. Wenn der Infinitiv ausgeklammert ist: lernen, lehren, helfen, bleiben,
gehen, kommen (im Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I bzw. II): Ich bin
gekommen, dich abzuholen. Ich werde ihm helfen, das Auto abzuschleppen.
9. Nach den Verben verstehen, wissen, vermögen mit modaler Bedeutung (in
der Bedeutung können): Tino versteht (weiß) es, die Menschen für sich zu
gewinnen. Bianka vermochte es nicht, alles zu erzählen.
10. Nach dem Verb brauchen mit modaler Bedeutung, wenn es mit einer
Verneinung oder den Partikeln nur, bloß, einfach steht: Du brauchst nicht früh
aufzustehen. Hans braucht bloß einige Auskünfte einzuholen.
11.Nach den Verben scheinen, glauben mit modaler Bedeutung. Dabei
bezeichnet die Fügung scheinen + zu + Infinitiv eine objektive Vermutung
(äußere Modalität), glauben + zu + Infinitiv bezeichnet eine subjektive
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Vermutung (innere Modalität): Er scheint krank zu sein. – Он, кажется,
болен. Er glaubt krank zu sein. – Ему кажется, что он болен.
12.Umgangssprachlich nach den Verben bekommen, es gibt u. a.: Wo bekommt
man hier zu essen? Wo gibt es hier zu essen? Er holt was zu essen. Was gibt es
hier zu lachen(einzuwenden)? Bald bekommt er das zu spüren.
13.In der Redewendung auf etw A. zu sprechen kommen (заводить разговор о
чём-то): Er kam auf seine Arbeit zu sprechen.
Die Partikel „zu“fehlt:
1. Nach den Modalverben: Du kannst hier ruhig sitzen bleiben.
2. Nach den Verben bleiben, schicken, lassen, finden, machen, legen, haben:
Der Lehrer bleibt in der Schule die Klausuren prüfen. Die Mutter schickt die
Kinder schlafen. Der Direktor läßt mich ein Zimmer im Hotel buchen. Ich fand
den Wagen im Hof stehen. Dieser Witz macht alle lachen. Er legt sich schlafen.
Ich habe an der Wand eine Landkarte hängen (=an meiner Wand hängt eine
Landkarte).
3. In den idiomatischen Wendungen mit den Verben nennen, heißen, haben:
Das nennst du singen! – И это ты называешь пeть?! Das heißt arbeiten?! – И
это называется работать?! Du hast gut reden! – Хорошо тебе говорить!
4. Nach den Verben helfen, lehren, lernen und nach den Verben der Bewegung
gehen, kommen, laufen, eilen u. a.,wenn beide Verben durch keine bzw. kleine
Einschübe getrennt sind: Sie geht einkaufen. Der Bruder lehrt mich schwimmen.
Das Mädchen läuft die Mutti umarmen..
5. Nach den Verben sehen, hören, fühlen, spüren, wenn sie mit dem Infinitiv
und einem Akkusativobjekt eine Fügung bilden, die accusativus cum infinitivo
heißt: Man sieht den Schnee überall tauen. Ich höre die Kinder im Hof spielen.
Fred spürt den Vater ihn unterstützen.
6. Wenn der Infinitiv ohne Erweiterungen als Subjekt steht: Rauchen ist
schädlich.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Nach welchen Verben wird der Infinitiv als
Teil des zusammengesetzten verbalen Prädikats mit der Partikel zu gebraucht?
2. Wann steht der Infinitiv als Objekt (als Subjekt) mit der Partikel zu? 3. Wann
wird der Infinitiv nach den Verben helfen, lernen, lehren und nach den Verben
der Bewegung gehen, kommen, laufen, eilen u.a. mit der Partikel zu (ohne
Partikel zu) gebraucht? 4. Welche Infinitivgruppen gibt es im Deutschen?
Wird in der Infinitivgruppe „ohne + zu + Infinitiv“ eine Verneinung gebraucht?
Wann darf man eine Infinitivgruppe gebrauchen? 5. Worin besteht der
Unterschied zwischen den Konstruktionen „haben+zu + Infinitiv“ und „sein +
zu + Infinitiv“? Übersetzen Sie die Sätze: Das Kind hat zu gehorchen. Das Kind
ist zu erziehen. 6. Wählen Sie die richtige Variante: a) Wenn der Infinitiv
ausgeklammert ist, so gebraucht man ihn (mit/ohne) Partikel zu; b) Nach den
Verben verstehen, wissen, vermögen mit modaler Bedeutung steht der Infinitiv
(ohne/mit) Partikel zu; c) In der Fügung accusativus cum infinitivo wird der
Infinitiv (mit/ohne) Partikel zu gebraucht; d) Wenn der Infinitiv ohne

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Erweiterung als Subjekt steht, so soll man die Partikel zu (nicht
gebrauchen/gebrauchen); e) Nach den Substantiven und Adjektiven gebraucht
man den Infinitiv (mit/ohne) Partikel zu. 7. Wann wird das Verb brauchen statt
des Verbs müssen gebaucht? 8. Was bezeichnet die Fügung „scheinen + zu +
Infinitiv“ („glauben + zu + Infinitiv“)? 9. Wann steht der Infinitiv mit der
Partikel zu (ohne Partikel zu)?

GEBRAUCH DES INFINITIVS MIT DER PARTIKEL ZU

Übung 1. Erklären Sie den Gebrauch des Infinitivs mit der Partikel zu,
sagen Sie dabei auch, als welches Satzglied der Infinitiv im Satz auftritt:
1. Die mittelalterliche Kirche protestierte gegen Galileis Behauptung, die
dogmatische Vorstellung über das geozentrische Weltbild widerlegt zu haben.
2. Nach einiger Zeit vermochte es Kopernik, die Bewegung der Erde rund um
die Sonne mathematisch zu beweisen. 3. Ständig unter einem Apfelbaum zu
sitzen macht einen zum zweiten Newton nicht. 4. Dem Amerikaner Thomas
Edison haben wir eine Erfindung von fundamentaler Wichtigkeit zu verdanken.
5. Im Jahre 1879 erfand er die Glühbirne und sein ganzes Leben lang setzte
Edison fort, immer wieder neue Experimente durchzuführen. 6. Alexander von
Makedonien träumte davon, die Weltherrschaft zu erringen. 7. Er war stolz, von
Aristoteles selbst gelehrt worden zu sein. 8. Die Tätigkeit Peters des Ersten lässt
sich sowie loben als auch kritisieren. Aber zweifellos ist dieser Zar zu
bewundern. 9. Als Kolumbus Amerika entdeckte, glaubte er den Seeweg nach
Indien gefunden zu haben. 10. Um sein bekanntes Gesetz – das Grundgesetz der
Hydrostatik - zu entdecken, brauchte sich Archimedes nur in eine Badewanne zu
legen.

Übung 2. Nehmen Sie Stellung zu den Aussagen:


M u s t e r : Alex turnt täglich. – Prima! Es ist doch gesund, täglich zu turnen.
1. Gabriela liest gern Romane von Alexandre Dumas. 2. Mein Freund riskiert
machmal sein Leben. 3. Ich lebe wie Gott in Frankreich. 4. Wir essen auch im
Winter viel Obst und Gemüse. 5. Petra kauft immer nur die besten Sachen.
6. Unser Vater raucht. 7. Unsere Familie besucht oft Theater und Museen.
8. Ich gehe regelmäßig zum Zahnarzt.

Übung 3. Beantworten Sie die Fragen bejahend, gebrauchen Sie dabei


verschiedene abstrakte Substantive:
M u s t e r : Willst du baden? – Ja, ich habe den Wunsch (Lust, die Absicht, die
Möglichkeit), zu baden.
1. Möchten Sie die Ermitage besuchen? 2. Könnt ihr heute länger hier bleiben?
3. Willst du eine Jahresarbeit schreiben? 4. Möchte deine Familie eine Reise
antreten? 5. Kannst du diesen erfahrenen Chirurgen konsultieren? 6. Will Gregor
auf seinen hohen Posten verzichten?

Übung 4. Ergänzen Sie die Sätze:


85
1. Ich habe Gelegenheit,… . 2. Klaus kam mit dem Vorschlag, ... . 3. Heute hat
jeder die Möglichkeit, ... . 4. Der Kranke hegt die Hoffnung, ... . 5. Du sollst den
Mut haben, ... .6. Alle äußerten den Wunsch .. . 7. Marie war glücklich, ... . 8. Es
ist wunderbar... . 9. Der junge Kollege ist stolz ... . 10. Die Lehrerin war
verblüfft ... .

Übung 5. Fragen Sie Ihren Freund, ob er das Folgende tun muss:


M u s t e r : an dem Referat arbeiten
 Musst du noch an diesem Referat arbeiten?
 Nein, ich brauche am Referat nicht mehr zu arbeiten. Ich brauche nur das
Referat abzugeben.
1. den Aufsatz schreiben; 2. das Frühstück zubereiten; 3. die Wohnung
aufräumen; 4. den Koffer packen; 5. sich lange zum Seminar in Landeskunde
vorbereiten; 6. viele Gedichte auswendig lernen; 7. neue Vokabeln pauken

Übung 6. Erklären Sie, dass man mit der im Satz angegebenen Handlung
gerade anfängt, fortsetzt oder aufhört:
M u s t e r : Arbeitet der Schriftsteller an seinem Roman? – Er fängt gerade an
an seinem Roman zu arbeiten. Er setzt fort an seinem Roman zu arbeiten. Er
hört auf an seinem Roman zu arbeiten.
1. Untersucht der Internist den Patienten? 2. Erntet der Bauer Äpfel? 3. Entwirft
der Modemacher eine neue Kleiderkollektion? 4. Prüft die Stewardess die
Flugkarten der Passagiere? 5. Setzt der Kaufmann seine neue Ware am Markt
ab? 6. Ändert das Parlament die Verfassung? 7. Stimmt das Orchester seine
Instrumente?

Übung 7. Drücken Sie die sich wiederholende Handlung anders aus:


M u s t e r : Ich lese gewöhnlich vor dem Einschlafen. – Ich pflege vor dem
Einschlafen zu lesen.
1. Frau Schanz erholt sich jeden Sommer an der Ostsee. 2. Ihre Enkel dagegen
fahren regelmäßig zum Bodensee. 3. Der Schwiegersohn von Frau Schanz fliegt
dienstlich jede Woche über den Atlantik. 4. Ihre Tochter nimmt jede Saison
Salzbäder am Toten Meer. 5. Der Mann von Frau Schanz, der ehemalige
Seekapitän, steuerte früher sein Schiff oft in das Nordpolarmeer. 6. Früher
besuchte die Familie regelmäßig ihr Sommerhäuschen an der Donau. 7. Damals
erzählten sie sich immer von all ihren Eindrücken.

Übung 8. Bestätigen Sie die Aussagen, gebrauchen Sie dabei die


Konstruktion „sein+zu+Infinitiv“:
M u s t e r : Man kann seine Worte bestreiten. – Ja, seine Worte sind wirklich zu
bestreiten.
1. Man kann die Ergebnisse dieses Versuches bezweifeln. 2. Bei der Bank lassen
sich einige Kontos gleichzeitig eröffnen. 3. Auf dieser Ausstellung kann man
86
Porträts von russischen Feldherren sehen. 4. Diese Paläste lassen sich schnell
restaurieren. 5. Die Kanäle von Venedig kann man bewundern. 6. Manche
Nüsse lassen sich nicht so leicht knacken.

Übung 9. Beantworten Sie die Fragen, gebrauchen Sie dabei die


Konstruktion „haben+zu+Infinitiv“ oder „sein+zu+Infinitiv“:
M u s t e r : Soll der Unterricht verschoben werden? – Ja, der Unterricht ist
leider zu verschieben.
1. Müssen die Bergleute unter schweren Bedingungen arbeiten? 2. Müssen
Tropenwälder geschützt werden? 3. Sollen die Geheimräte immer im
Hintergrund bleiben? 4. Sollen die Vorschriften eingehalten werden? 5. Müssen
die Sträucher im Garten gestutzt werden? 6. Sollen die Soldaten den Offizieren
gehorchen? 7. Sollen diese Schmucksachen zur Aufbewahrung abgegeben
werden? 8. Sollen die Pioniere diesen Felsen sprengen?

Übung 10. Erklären Sie den Grund für diese Handlungen, gebrauchen Sie
den Infinitiv als Objekt:
M u s t e r : Warum steigst du im Hotel „Stern“ ab? (mein Freund, empfehlen) –
Mein Freund empfahl mir in diesem Hotel abzusteigen.
1. Warum willst du dich in der Bibliothek anmelden? (ein Bekannter,
vorschlagen) 2. Warum leihst du eben diese Novelle aus? (der Lehrer,
auffordern) 3. Warum gibst du Bücher nicht fristgemäß zurück? (ich, vergessen)
4. Warum hütest du immer noch das Bett? (der Arzt, verordnen) 5. Warum misst
du so oft den Blutdruck? (mein Internist, raten) 6. Warum willst du den Arzt ins
Haus bestellen? (der Vater, bitten)

Übung 11. Formen Sie die eingeklammerten Sätze in Infinitivgruppen um:


a) mit dem Infinitiv I bzw. II Aktiv
M u s t e r : Er vergaß… (Er sollte den Schlüssel mitnehmen.) – Er vergaß, den
Schlüssel mitzunehmen.
1. Thomas behauptet ...(Er schwärmt von einer Weltreise.) 2. Wir bedauern ...
(Wir haben unseren Freund im Stich gelassen.) 3. Der Reporter freute sich
darüber ... (Er hatte einen bekannten Politiker interviewt.) 4. Der Bruder
versprach mir ... (Er setzt mich von seiner Abreise in Kenntnis.) 5. Peter fürchtet
... (Er war in dieser Situation nicht auf der Hut.) 6. Vera bereute es ... (Sie hatte
ihre Berufstätigkeit aufgegeben.) 7. Dieser Frechling leugnete es ab, ... (Er
schob einem anderen seine Schuld in die Schuhe.)

b) mit dem Infinitiv I bzw. II Passiv


M u s t e r : Ich befürchte ... (jemand verfolgt mich) – Ich befürchte von
jemandem verfolgt zu werden.
1. Petra freut sich darauf ... ( man wird sie als Mitarbeiterin einstellen). 2. Unser
Chef behauptete ... (alle Kollegen achten und schätzen ihn). 3. Der junge
Gelehrte befürchtet ... (man wird ihn in den Wissenschaftskreisen nicht

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anerkennen). 4. Der Angeklagte bereut es ... (das Gericht hat ihn verurteilt).
5. Der Passant bedauerte es ... (man hatte ihn in einen Verkehrsunfall
verwickelt). 6. Der Lehrling freut sich darüber ... (der Ober hat ihn gelobt).
7. Der Richter vermied es immer ... ( man bestach ihn).

Übung 12. Bilden Sie, wo es möglich ist, aus den Nebensätzen


Infinitivgruppen:
1. Zwei Freunde, Karl und Bruno, sind stolz darauf, dass sie schon von Kindheit
an befreundet sind. 2. Trotzdem geben die Beiden zu, dass ihre enge
Freundschaft manchmal gestört wird. 3. Die Freunde bedauern, dass sie sich vor
einem Tag fürchterlich in die Haare geraten sind. 4. Karl behauptet, dass sich
Bruno bei einer Verabredung erheblich verspätet hat. 5. Er versichert, dass der
Freund ihn auf solche Weise gekränkt hat. 6. Karl behauptet, dass er jetzt
tatsächlich beleidigt ist. 7. Bruno aber besteht darauf, dass Karl ihm nichts
vorwerfen kann. 8. Bruno ist sicher, dass der Freund ihn schätzt. 9. Deshalb
hofft er, dass Karl ihm nicht aus dem Wege gehen wird.

Übung 13. Stellen Sie mit Hilfe des gegebenen Wortmaterials Fragen an
Ihren Freund, lassen Sie ihn diese Fragen beantworten:
M u s t e r : hoffen, sich auf die Prüfung vorbereiten
- Hoffst du, dass du dich auf die Prüfung gut vorbereitet hast?
- Ja, ich hoffe, mich auf die Prüfung gut vorbereitet zu haben.
1. sich freuen auf A., die Reise in die USA unternehmen; 2. bedauern, sich (D)
nach der Operation Komplikationen zuziehen; 3. überrascht sein, jetzt, vom
Leiter unterstützt werden; 4. beschließen, das Rauchen aufgeben; 5. sicher sein,
für den Freund die Hand ins Feuer legen; 6. glücklich sein, vor kurzem,
ausgezeichnet werden; 7. bereuen, diesen wichtigen Auftrag auf die leichte
Schulter nehmen; 8. zugeben, nicht von allen akzeptiert werden

Übung 14. Ergänzen Sie die Sätze durch den Infinitiv I oder II:
1. Der Student verspricht,…. 2. Der Patient bedauert… 3. Die Bibliothekarin
empfiehlt… 4. Die Eltern erinnern sich.. 5. Der Bürgermeister gibt zu,.. 6. Die
junge Frau wünscht.. 7. Der Studienbewerber hofft.. 8. Der Autofahrer
behauptet.. 9. Die Kinder freuen sich darauf,... .10. Der Kunde zweifelt daran, ...

Übung 15. Verbinden Sie den Hauptsatz zuerst mit dem Satz a), dann mit
dem Satz b), bilden Sie dabei die Infinitivkonstruktion „ohne+zu+Infinitiv“
mit dem Infinitiv I oder II:
M u s t e r : Der Schriftsteller schrieb seinen Roman, o h n e … a) Er gönnte sich
keine Pause. b) Er hatte von keinem Verlag die Garantie für die
Veröffentlichung bekommen. Der Schriftsteller schrieb seinen Romen, ohne sich
eine Pause zu gönnen. ..., ohne von einem Verlag die Garantie für die
Veröffentlichung bekommen zu haben.
1. Der Schauspieler verließ die Bühne, ohne.. .a) Er hatte sich vor dem Publikum
nicht verbeugt. b) Er lächelte den Zuschauern nicht zu. 2. Die Lektorin ging aus
88
dem Raum, ohne ... . a) Sie verabschiedete sich nicht. b) Sie hatte den Schülern
nichts aufgegeben. 3. Nie kommt Erich an uns vorbei, ohne ... . a) Er grüßt uns.
b) Er hat vorher einen Witz vorbereitet. 4. Till setzte sein Leben aufs Spiel, ohne
... . a) Er wusste das selbst nicht. b) Er war davor von niemand gewarnt worden.
5. Der Redner spricht selbstbewusst weiter, ohne ... . a) Er wird von keinem
verstanden. b) Er hat das Thema seiner Rede nicht genannt. 6. Der kleine Roland
schaltet den Fernsehapparat ein, ohne ... . a) Er hat niemand um Erlaubnis
gebeten. b) Er wendet sich an die Eltern nicht.

Übung 16. Wählen Sie aus zwei Möglichkeiten:


M u s t e r : (ich) die Hausaufgaben machen / spazieren gehen – Ich mache
lieber die Hausaufgaben, statt spazieren zu gehen.
1. (Paul) ein neues Tor streichen/ ein Bauer basteln; 2. (Leila) in den Laden
gehen, ein buntes Band für die kleinere Schwester kaufen/ das ganze Geld für
Süßigkeiten verschwenden; 3. (Frank) sich ans Steuer setzen/ zu Fuß zum
Geschäftsleiter gehen; 4. (Anke) in den See hinausschwimmen/ auf der Heide
Blumen sammeln; 5. ( Nick) den Kunden höflich bedienen/ ein niedriges Gehalt
bekommen; 6. (Herr Krause) die Steuern fristgemäß an die Bank überweisen/
fast das ganze Erbe verlieren; 7. (die Arbeiter) ein Wehr bauen/ Kiefern fällen

Übung 17. Ersetzen Sie, wo möglich, den Finalsatz durch die


Infinitivgruppe mit um..zu:
1. Damit der Empfänger den Brief möglichst schnell bekommt, schickt ihn
Klaus als Eilbrief. 2. Damit er dann frei ist, erledigt Johannes sofort alle seine
Postangelegenheiten. 3. Den Text des Telegramms muss man in Druckschrift
schreiben, damit der Postmitarbeiter ihn versteht. 4. Bernd nimmt ein Formular,
damit er den Text seines Telegramms aufsetzen könnte. 5. Tom will ein Modem
kaufen, damit er sich dann dem Internet anschließen kann. 6. Die Mutter schickt
den Sohn zur Post, damit er die Telefongebühren bezahlt.

Übung 18. Verwenden Sie sinngemäß Infinitivgruppen mit um..zu, ohne


..zu, statt..zu:
M u s t e r : Man geht zum Arzt. Man will ein Rezept bekommen. – Man geht zum
Arzt, um ein Rezept zu bekommen.
1. Tino geht zur Post. Er will ein Päckchen aufgeben. 2. Der Postmitarbeiter
bringt das Paket in den Lagerraum. Er hat es aber nicht abgewogen. 3. Manuelas
Eltern überweisen Geld für sie per Post. Sie können aber selbst zur Tochter
fahren und Geld mitbringen. 4. Die alte Dame wartete auf den Postleiter. Sie
hatte die Absicht, bei ihm eine Beschwerde vorzubringen. 5. Hanna reichte der
Postmitarbeiterin eine Quittung. Sie schaute auf die Frau nicht. 6. Der
Briefträger sollte dem Empfänger das Einschreiben persönlich zustellen, aber er
warf es einfach in den Briefkasten ein. 7. Silke bekommt einen postlagernden
Brief. Sie hat sich aber nicht ausgewiesen. 8. Zuerst sollte der Kunde eigentlich
der Sache auf den Grund gehen. Aber er beschwerte sich sofort über schlechte
Bedienung.
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Übung 19. Ergänzen Sie die Sätze:
1. Das Kind ist zu klein, um…zu ... . 2. Herr Peschel ging an uns vorbei, ohne ...
zu ... . 3. Mit starkem Husten ging Peter zur Arbeit, statt ... zu ... . 4. Der Lehrer
ließ die Schüler Übungen machen, ohne ... zu ... . 5. Statt ... zu ..., lief Berta
spielen. 6. Die Polizei befragte alle Zeugen, um ..zu. 7. Wolfgang hilft mir
immer, ohne ... zu ... . 8. Im Sommer blieb Ilse in der Stadt arbeiten, statt ... zu ...

Übung 20. Ersetzen Sie können durch verstehen bzw. wissen:


M u s t e r : Der junge Sportler kann meisterhaft reiten. – Der junge Sportler
versteht (es) zu reiten.
1. Meine Oma kann meisterhaft Kindermärchen erzählen. 2. Tante Lia kann sehr
gut italienische Speisen zubereiten. 3. Herr Funke kann ausgezeichnet Gedichte
übersetzen. 4. Die junge Lehrerin kann leicht die Kinder mitreißen. 5. Tina kann
wunderbar singen. 6. Manu kann schnell einen Menschen beruhigen. 7. Freds
Eltern können ihm immer einen klugen Ratschlag geben.

Übung 21. Setzen Sie scheinen oder glauben ein:


1. Die Sonne … aus aller Kraft die Frühlingsluft zu wärmen. 2. Es war still,
kein Blatt … sich zu bewegen. 3. Ein einsamer Wanderer … ganz nah das
Rieseln eines kleinen Bächleins zu hören. 4. In die Finsternis des Waldes ... kein
Sonnenstrahl einzudringen. 5. Der Wanderer begegnete hier niemandem mehr,
er … ganz allein in dieser Wildnis zu sein. 6. Manche Eichen und Kiefern im
Walde wirkten ganz beeindruckend, sie … älter als 100 Jahre zu sein. 7. Der
Mensch erreicht eine hell beleuchtete Lichtung und bleibt unentschlossen
stehen. Er ... sich verlaufen zu haben.

Übung 22. Ersetzen Sie den Nebensatz durch eine Infinitivgruppe:


M u s t e r : a) Es scheint, dass der Junge an Grippe leidet. – Der Junge scheint
an Grippe zu leiden. b) Es schien der Frau, dass sie etwas vergessen hat.- Die
Frau glaubte, etwas vergessen zu haben.
1. Es scheint dem Gelehrten, dass er seinen Irrtum eingesehen hat. 2. Es scheint,
dass dieser Stahl von außerordentlicher Härte ist. 3. Es schien den Touristen,
dass sie den Harz in einer Stunde besteigen können. 4. Es schien, dass die
„Europa“ den Atlantik schon überquert hatte. 5. Es scheint, dass der Reichtum
den jungen Mann gar nicht verdorben hat. 6. Es scheint oft manchen
Staatsmännern, dass sie sich nicht immer erfolgreich für die Interessen des
Volkes einsetzen. 7. Es scheint, dass zu viele Lobsprüche einen Menschen
hochnäsig machen. 8. Es schien dem Chemiker, dass er bei dem Versuch reines
Kupfer erhalten hatte. 9. Es scheint dem Sportler, dass er als Erster zum
Zielband gelaufen ist. 10. Am Anfang des 20. Jahrhunderts schien es, dass die
Erfindung von Penicillin allen Krankheiten vorbeugen konnte.

Übung 23. Üben Sie den Infinitiv I und II Passiv:


M u s t e r : Es scheint ihr, dass man sie belügt. – Sie glaubt belogen zu werden.
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1. Es scheint, dass man die Preise allmählich senkt. 2. Es scheint dem Kunden,
dass man ihn unhöflich bedient. 3. Es scheint, dass man wieder eine neue Steuer
eingeführt hat. 4. Es scheint dem Volk, dass die Regierung es betrogen hat.
5. Es schien, dass man in Behörden nicht alle Bürger gleich behandelte. 6. Es
schien dem Politiker, dass nur wenige seiner Parteigenossen ihn unterstützt
hatten. 7. Es scheint, dass man hier alle Menschenrechte achtet.

Übung 24. Gebrauchen Sie im zweiten Satz „scheinen+zu+Inf“ bzw.


„glauben+zu+Inf“:
M u s t e r : Er will bei dieser schlechten Beleuchtung nicht lesen. Er kann sich
die Augen verderben. - Er glaubt sich die Augen zu verderben.
1. In unserer Abteilung gibt es viele erfahrene Fachleute. Aber der neue Kollege
ist anscheinend auch nicht von gestern. 2. Der Reisende machte sich mit großem
Appetit an das Essen. Er war müde und hungrig. 3. In der gestrigen Situation
offenbarte sich sein gekünsteltes Wesen. Ich bin der Meinung, dass ich mich in
diesem Menschen geirrt habe. 4. In unserem Zoo habe ich noch nie ein Lama
gesehen. Es ist wohl erst vor kurzem gebracht worden. 5. Dem Anfänger stehen
zahlreiche Hindernisse bevor. Er ist aber sicher, all das überwinden zu können.
6. Der schlaue Junge schleicht sich an die Schwester heran. Aber sie nimmt
keine Notiz davon.

Übung 25. Übersetzen Sie:


1. Мой друг предлагает провести каникулы на Черном море. 2. Вам не
нужно заполнять весь формуляр, Вам только необходимо указать адрес
получателя и отправителя. 3. У тебя есть желание съездить на Нарочь?
4. Каждый день Рита имеет обыкновение начинать с утренней гимнастики.
5. Вы должны выполнить это поручение немедленно. 6. Письмо должно
быть доставлено сегодня. 7. Когда мы начнем готовить обед? 8. Г-н Вайс
умеет замечательно сочинять стихи. 9. Мальчик сожалеет о том, что
обидел друга. 10. Ральф был рад, что недавно приобрел себе мобильный
телефон. 11. После аварии женщина вспомнила, что была спасена только
чудом (durch ein Wunder). 12. Марк утверждает, что совершенно озадачен
поведением племянника. 13. Весь мир, кажется, обменивается данными по
Интернет. 14. Анне казалось, что в группе ее уважают. 15. Стоимость
посылки, кажется, указана неправильно. 16. Врачу кажется, что он сделал
все возможное.

Übung 26. Erzählen Sie, bitte, Näheres von sich selbst und Ihrer Familie,
indem Sie die Fragen beantworten:
a) Wo pflegt Ihre Familie den Urlaub zu verbringen? Wie oft pflegen Sie Ihre
Verwandten bzw. Freunde zu besuchen? Was pflegt Ihre Familie abends (am
Wochenende, an Feiertagen) zu tun? Welche Feste pflegt Ihre Familie zu
feiern?
b) Was verstehen Sie zu tun? Was wissen Ihre Familienmitglieder zu tun? Was
vermögen Sie nie zu tun?
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Übung 27. Was ist Ihre Meinung ?
1. Wozu lesen die Menschen? 2. Wozu lernt man Fremdsprachen? 3. Wozu geht
man an die Hochschulen? 4. Wozu reisen die Menschen durch die ganze Welt?
5. Wozu leben die Menschen auf der Erde? 6. Wozu besucht man Museen und
Ausstellungen?

Übung 28. Was meinen Sie ?


1. Wer hat in der Familie den Haushalt zu führen? 2. Wann ist das Kind zu
erziehen? 3. Wer hat im Staat für Gerechtigkeit zu sorgen? 4. Was für ein
Mensch ist zum Leiter zu wählen? 5. Wann sind die Gesetze zu ändern? 6. Hat
ein Lehrer den Kindern gute Eigenschaften anzuerziehen?

Übung 29. Was gehört zu den Pflichten des Studenten, des Postbeamten,
des Arztes ?
M u s t e r : Der Student hat den Unterricht regelmäßig zu besuchen.

Übung 30. Was ist vor dem Neujahrsfest zu erledigen (vor einer Reise, vor
dem Schlafengehen, auf der Post)?
M u s t e r : Vor dem Neujahrsfest ist ein Tannenbaum aufzustellen.

Übung 31. Lesen Sie die Situationen, stellen Sie Ihre Vermutungen an:
1. Ihre Nachbarin, eine ältere Frau, will bei dem Postverwalter eine Beschwerde
vorbringen. Warum?
2. Ihr bester Freund geht Ihnen in der letzten Zeit aus dem Wege. Was kann der
Grund dafür sein?
3. Sie haben an Ihre Eltern eine Geldüberweisung geschickt, aber die Eltern
haben sie nicht bekommen. Warum?
4. Sie haben mit Ihrer Freundin ein Treffen vereinbart, aber sie ist nicht
gekommen. Was kann los sein?
5. Uwe trifft gerade Reisevorbereitungen. Dabei kann er seinen alten Koffer
nicht finden. Warum?
6. Silke hat den Arzt nach Hause bestellt, aber er kommt nicht. Was kann der
Grund dafür sein?
7. Alex geht nie zur Disko. Warum wohl?

TESTEN SIE SICH!

I. Nennen Sie die fehlende Information: Der Infinitiv steht mit der Partikel zu
a) nach den Verben, die den …, die … , die ..., den ... eines Vorgangs
bezeichnen; b) wenn sich der Infinitiv auf ein abstraktes … oder ein
prädikatives ... bezieht; c) nach den Verben ..., ... , ... in der Bedeutung
können; d) nach den Verben ..., ..., die zum Ausdruck einer Vermutung dienen;

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e) nach dem Verb brauchen mit ... oder … ; f) in den Konstruktionen „haben +
zu +Infinitiv“, „sein+ zu +Infinitiv“ zum Ausdruck der ... oder der ... .
II. Welche syntaktische Funktion hat der Infinitiv? 1. Die Schüler beginnen
ein Diktat zu schreiben. 2. Das Referat ist noch heute zu tippen. 3. Ich schlage
vor, eine Pause zu machen. 4. Manfred übersetzt den Artikel, ohne sein
Wörterbuch zu benutzen. 5. Der kleine Paul hat den Wunsch, zur Oma gebracht
zu werden. 6. Es ist toll, an einem sonnigen Wintertag Schi zu laufen.
a) ein zusammengesetztes verbales Prädikat; b) ein Attribut, c) ein Subjekt;
d) eine Adverbialbestimmung; e) ein Objekt.
III. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Студент обещает, что скоро
наверстает пропущенный материал. – Der Student verspricht bald den
versäumten Lehrstoff a) nachholen zu werden; b) nachzuholen. 2. Референту
казалось, что он не сможет ответить на вопрос. – Der Referent [a) schien;
b) glaubte] die Frage nicht beantworten zu können. 3. Начинающий политик
утверждает, что не вступал ни в какую партию. – Der angehende Politiker
behauptet keiner Partei a) beizutreten; b) beigetreten zu haben; c) beigetreten zu
sein. 4. Все, кажется, уже подготовлено. – Alles scheint schon a) vorbereitet
worden zu sein; b) vorbereitet zu sein; c) vorbereitet zu werden. 5. Музыкант
признался, что его никогда раньше не принимали так тепло. – Der Musiker
gab zu, früher noch nie so warm a) aufgenommen zu haben; b) aufzunehmen;
c) aufgenommen worden zu sein. 6. Моя бабушка умеет готовить щуку. –
Meine Oma versteht es, den Hecht richtig a) zuzubereiten; b) zubereiten;
c) zubereitet zu werden; d) zubereitet zu haben; e) zubereitet haben.

GEBRAUCH DES INFINITIVS OHNE PARTIKEL ZU

Übung 1. Erklären Sie den Gebrauch des Infinitivs ohne Partikel zu:
1. Der Kellner sah neue Gäste den Saal betreten. 2. Leider konnte der Postbote
den Brief nicht zustellen. 3. Du hast gut lachen! 4. Bald kommt Eva mir beim
Kochen helfen. 5. Wissen ist Macht. 6. Leons aufmunternde Worte machten
mich lächeln. 7. Das nennt er arbeiten!? 8. Schon als Kind lernte Dieter seinen
Willen durchsetzen. 9. Der Chef schickte seine Sekretärin eine Flugkarte für ihn
besorgen.

Übung 2. Gebrauchen Sie statt der Nebensätze die Fügung accusativus cum
infinitivo:
M u s t e r : Sie hört, dass im Walde Vögel singen. – Sie hört im Walde Vögel
singen.
1. Ich sah, wie auf dem riesigen grünen Rasen ein Flugzeug von Lufthansa
landete. 2. Verärgert über seine eigene Leichtsinnigkeit fühlt Ralf, wie die
Temperatur schnell steigt. 3. Jürgen hört, dass jemand draußen die Eingangstür
aufschließt. 4. Der Kleine spürt, dass bald der Vater kommt. 5. Ganz

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erschrocken hörte die Frau, wie jemand hinter ihr her lief. 6. Abends sah man
immer, wie im Hof Kinder spielten. 7. Alle spüren, dass große Veränderungen
in der Luft liegen.

Übung 3. Ergänzen Sie die Sätze:


1. Erich sieht.. (как во дворе играют дети). 2. Er spürte ..(как дрожит его
голос). 3. Liebevoll hört die Mutter.. (как поет маленькая Карин). 4. Gerhard
fühlt..(как повышается его кровяное давление). 5. Mit Genugtuung hörte
Anne.. (как коллега защищает ее перед начальником). 6. Aus dem Fenster
sah Tante Emma..(как солнце освещает все своими теплыми лучами).

Übung 4. Setzen Sie sinngemäß die Verben bleiben, schicken, lassen, finden,
machen, legen, haben ein:
1. Im Garten …die Oma die schönsten Blumen blühen. 2. Ich … meinem Freund
Hilfe leisten. 3. In Spanien … die Hitze alle Menschen in der Mittagszeit in
Häusern bleiben. 4. Der Vater … den Sohn sein Spielzeug aufräumen. 5. Zu
Hause … Julia ihren Mann ruhig auf dem Sofa liegen. 6. Der Lehrer … einen
Schüler ein Stück Kreide holen. 7. Heinz …sich schlafen.

Übung 5. Ergänzen Sie die Sätze, gebrauchen Sie dabei den Infinitiv:
1. Auf dem Tisch habe ich Hefte .. 2. Im Garten fand ich … 3. Nach dem
Unterricht bleibt Eva .. 4. Vor dem Essen schickte die Mutter .. 5. Der Opa ließ
den kleinen Jürgen… 6. Brunos komisches Benehmen macht ...

Übung 6. Bilden Sie Sätze aus dem angegebenen Wortmaterial:


M u s t e r : Der Vater, lehren, der Kleine, schwimmen. – Der Vater lehrt den
Kleinen schwimmen.
1. Der Kollege, helfen, ein Anderer, ein Projekt, ausarbeiten. 2. Ivonne,
kommen, ich, das Herz ausschütteln. 3. Der Monteur, bleiben, der Schaden,
ersetzen. 4. Der neue Beamte, lernen, im Team, arbeiten. 5. Monika, gehen,
das Geld, durch die Bank, überweisen. 6. Die Oma, lehren, ihre Enkelin, eine
Torte, backen. 7. Die kleine Edith, eilen, der Opa, umarmen.

Übung 7. Ergänzen Sie die Sätze, gebrauchen Sie dabei die in den
Klammern stehenden Wortgruppen:
M u s t e r : Greta ist gekommen, … (Hilfe leisten). – Greta ist gekommen, Hilfe
zu leisten.
1. Der Mitarbeiter ist zum Chef gegangen, ... (um die Gehaltserhöhung bitten).
2. Der Ober hat einen Neuling gelehrt, ... (den Tisch decken). 3. Ursula wird mir
helfen, ... (meine Kleider im Schrank unterbringen). 4. Der Junge wird noch
lernen, ... ( Rad fahren). 5. Das Kind ist zum Brunnen gelaufen, ... ( einen Eimer
Wasser holen). 6. Ich freute mich, denn mein Vetter war gekommen, ... (mich
beraten).

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Übung 8. Erweitern Sie die Sätze, beachten Sie dabei den Gebrauch der
Partikel zu:
M u s t e r : Greta ging Brot kaufen. – Greta ging schnellen Schrittes in das vor
kurzem gebaute Geschäft Brot z u kaufen.
1. Paul eilt seine Geliebte anrufen. 2. Ich lerne mit meinem Handy umgehen.
3. Eine junge Frau hilft mir Auskünfte einholen. 4. Die Kinder liefen zusammen
spielen. 5. Heinz lehrte die Kusine den Computer bedienen. 6. Alle kamen den
berühmten Schauspieler begrüßen. 7. Der Vater geht eine Arznei holen.

Übung 9. Ersetzen Sie das Subjekt mit seinen Nebengliedern durch einen
Infinitiv:
M u s t e r : Der Besuch der Großeltern ist immer angenehm. – Die Großeltern
zu besuchen ist immer angenehm.
1. Die Verspätung zur Versammlung ist peinlich. 2. Das Interesse für aktuelle
Weltgeschehnisse ist lobenswert. 3. Die Teilnahme am öffentlichen Leben
fördert die Geselligkeit. 4. Die Einrichtung von Sportplätzen ist nützlich. 5. Die
Sorge für Schwächere ist notwendig. 6. Die Liebe zum Nächsten reinigt die
Seele.

Übung 10. Erweitern Sie den Infinitiv durch passende Nebenglieder:


M u s t e r : Rauchen ist schädlich. – Viel zu rauchen ist sehr schädlich.
1. Reisen ist spannend. 2. Lesen erweitert den Horizont. 3. Essen macht stark
und gesund. 4. Träumen ist romantisch. 5. Hoffen lässt den Mut nicht sinken.
6. Lieben heißt opfern.

Übung 11. Mit oder ohne zu?:


1. Das Mädchen läuft den Vater ... grüßen. 2. Bei schlechtem Licht … lesen
schadet den Augen. 3. Peter wird kommen, mich ab...holen. 4. Bianka half mir
ganz freiwillig alle nötigen – für mich aber so lästigen – Reisevorbereitungen …
treffen. 5. Lieben ist wunderbar. 6. Sie lehrte mich den Koffer ... packen.
7. Hans ist geblieben, dem Klassenleiter ... helfen. 8. Erika lernt tüchtig und
gewissenhaft alle ihre Pflichten tadellos … erfüllen. 9. Von allen geachtet und
geliebt ... werden ist unmöglich.

Übung 12. Vervollständigen Sie den Text, indem Sie den richtigen Infinitiv
bilden und, wo nötig, die Partikel zu einsetzen:
Im Jahre 1979 entschlossen sich 100 gleichgesinnte Deutsche aus der
Gesellschaft ..(aussteigen) und auf der griechischen Insel Ithaka eine
Kommune ... (gründen). Sie geben zu damals zivilisationsmüde ... (sein). Sie
wollten ein einfaches und stressfreies Leben ..(führen). Die Mitglieder der
Kommune haben es sich abgewöhnt, hohe Ansprüche ..(stellen), und waren
bereit, auf Komfort und Luxus … (verzichten). Es war nicht leicht, auf dem
felsigen Gelände eine Infrastruktur … (schaffen). Die meisten Deutschen
konnten gar nicht Zisternen ... (anlegen), Hütten ... (bauen), Wege ... (ebnen).
Not machte sie in der ersten Zeit hart ... (arbeiten). Es war nötig, die anfänglich
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benutzten Zelte durch feste Behausungen ... (ersetzen). Viele Häuser dabei an
ein Solar- oder Windstromsystem ...(anschließen) war umweltfreundlich und
günstig für sie. Die Deutschen versichern, von Anfang an Kontakt zu den
Griechen ...(suchen). Sie erinnern sich, damals von den Griechen als Exoten ...
(betrachten). Die Einwanderer sind froh die griechische Sprache ... (lernen) und
sich jetzt mit den Einheimischen gut ... (unterhalten können). Oft gehen sie in
griechische Läden Einkäufe ... (machen) und haben dabei keinerlei Probleme.
Niemand von ihnen bereut es, eine Aussteiger-Kommune … (gründen).

Übung 13. Übersetzen Sie:


a) 1. Мама велела детям оставаться в купе и не разговаривать с
незнакомыми людьми. 2. У мальчика грипп, нужно срочно вызвать врача
на дом. 3. Миша остался в зале для прослушивания еще немного
поработать над произношением. 4. Мы, к счастью, скоро можем получить
новую квартиру со всеми удобствами. 5. Печальная весть заставила Дитера
тотчас уехать в другой город. 6. Посмотри на мой новый компьютер!
Вчера мой знакомый приходил подсоединять его к Интернет. (Perfekt)
7. И это ты называешь помочь другу?! 8. Отдыхать летом на море – это
здорово! 9. Хорошо ему смеяться! 10. Читать – полезно. 11. Лина уже
научила свою дочь печь пироги. (Perfekt) 12. Теперь дочь сама учится
варить супы.

b) Это было прошлым летом. Стас и Макс решили отдохнуть на


Балтийском море. По пути они намеревались навестить родственников,
поэтому Макс побежал в интернет-кафе отправить электронное письмо,
чтобы сообщить о приезде. Братья уже видели себя лежащих на пляже,
чувствовали, как их согревают солнечные лучи. Им казалось, что у них не
будет никаких забот. Но в тот же день оба были неприятно удивлены тем,
что не могут заказать билеты по телефону. Что-то, казалось, было не в
порядке с телефонной линией. Стасу и Максу нужно было идти на вокзал
самим. Но и там они не смогли получить билеты: молодые люди забыли
взять свои паспорта. Это обстоятельство заставило их возвратиться домой.
Братья сожалели о том, что не вспомнили о документах раньше и поэтому
впустую потратили много времени. Мораль легко понять: Сначала
подумай – потом действуй!

Übung 14. Beantworten Sie die Fragen, gebrauchen Sie die Fügung
accusativus cum infinitivo :
1. Was sieht man überall im Frühling? 2. Was/wen hört man im Unterricht?
3. Was fühlt gewöhnlich ein Mensch, wenn er Grippe hat? Welche Symptome
hat er? 4. Was/wen sieht man in einem Krankenhaus? 5. Was/wen hört man
gewöhnlich im Rundfunk? 6. Was/wen sieht man auf der Post?

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Übung 15. Gebrauchen Sie die idiomatischen Wendungen in einem
passenden Kontext:
Das nennst du arbeiten!? Du hast gut reden! Das heißt lernen!?

Übung 16. Beschreiben Sie die Atmosphäre eines Festes ( auf dem Markt, in
einer Großstadt), indem Sie in einigen Sätzen die Fügung accusativus cum
infinitivo verwenden.

Übung 17. Hören Sie sich den Text an und erzählen Sie ihn nach:
„Die deutsche Sprache zu erlernen ist schwer“, können wohl viele
Ausländer sagen. Dabei denkt man vor allem an die Grammatik und die
Orthographie. Man lernt tüchtig richtige Artikel und Flexionsendungen
gebrauchen, man gibt sich Mühe, die Getrennt- und Zusammenschreibung zu
behalten. Und all das bereitet einem ein echtes Kopfzerbrechen. Der Duden, das
Nachschlagewerk für die deutsche Sprache, ist jeder Zeit bereit, Auskunft über
die schweren Fragen zur deutschen Grammatik und Orthographie zu geben.
Es war vor mehr als hundert Jahren, als Konrad Duden, Direktor eines
Thüringer Gymnasiums, sich zum Ziel setzte, Ordnung in die deutsche
Rechtschreibung zu bringen. Ihm gelang es, die einheitlichen Regeln und
Gesetze für die Sprache in einer Schrift niederzulegen. 1880 ließ Duden das
Bibliographische Institut Leipzig das erste Wörterbuch mit 27 000 Stichwörtern
veröffentlichen. Damit verwirklichte Konrad Duden seine Idee, die Grundlage
für eine einheitliche deutsche Rechtschreibung zu schaffen.

Übung 18. Erzählen Sie davon, wie Sie den vorigen Sommer verbracht
haben, gebrauchen Sie dabei in einigen Sätzen den Infinitiv mit der Partikel
zu.

TESTEN SIE SICH!

I. Nennen Sie die fehlende Information: Der Infinitiv steht ohne Partikel zu
a) wenn er als ... ohne Erweiterungen gebraucht wird; b) nach den Verben ...,
…, ..., wenn beide Verben durch ... Einschübe getrennt sind; c) in der Fügung ...;
d) in den idiomatischen Wendungen mit den Verben ..., ..., ...; e) nach allen … .
II. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Der General [a) lässt die Soldaten;
b) befiehlt den Soldaten] sich aufzustellen. 2. Frank [a) bat; b) schickte ] den
jüngeren Bruder eine Mutter holen. 3. Wir [a) brauchen nur; b) müssen ] die
Wohnung aufzuräumen. 4. Die Familie [a) hat die Absicht; b) möchte ] in den
Kaukasus fahren. 5. Unsere Gruppe [a) bleibt; b) hat vor ] im Sprachlabor
arbeiten. 6. Max [a) schlägt vor; b) sieht seine Freunde ] Fußball zu spielen.
7. Die Eltern [a) warnten den Sohn davor; b) fanden den Sohn ] am Ufer des
Flusses spielen.
III. Setzen Sie, wo nötig, die Partikel zu ein: 1. Meine Oma versteht es,
Märchen ... erzählen. 2. Der beschämte Boris ließ seinen Blick ... sinken. 3. Die
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Studenten bleiben im Sprachlabor ihre Aussprache ... üben. 4. Lola machte den
Vorschlag, in die Schweiz ... fahren. 5. Seine Gesundheit ... vernachlässigen ist
gefährlich. 6. Du sollst es vermeiden, deine Mitmenschen ... beleidigen. 7. ...
schwimmen macht Spaß. 8. Der Kranke braucht nicht operiert ... werden.
9. Nach dem Spaziergang schien Teo gut gelaunt ... sein. 10. Till lernte Rad ...
fahren. 11. Du hast gut ... reden. 12. Die Freunde kamen auf ihr Studium ...
sprechen.

VERBEN MIT DOPPELTEN KONJUGATIONSFORMEN

Manche Verben haben beim gleichen Infinitiv sowohl schwache als auch
starke Konjugationsformen (Doppelformen). Meist ist das mit dem
Bedeutungsunterschied verbunden. In folgender Tabelle finden Sie die
gebräuchlichsten Verben mit Doppelformen mit verschiedener Bedeutung, die
auch homonymische Verben genannt werden:
Infinitiv Präteritum Partizip II Übersetzung
backen tr.; itr.
backte/buk gebacken печь(ся), выпекать(ся)
(veraltend)
backen an Dat. backte gebackt прилипать, налипать
bewegen j-n zu bewog bewogen склонять, побуждать к
Dat. чему-то
bewegen tr. bewegte bewegt пере/двигать, шевелить;
взволновать,
рас/трогать
sich bewegen bewegte sich sich bewegt двигаться, шевелиться
bleichen tr. bleichte gebleicht от/по/белить,
обесцветить
(er)bleichen itr. (er)bleichte/ er/gebleicht/ блекнуть, линять,
(er)blich er/geblichen выцветать; бледнеть;
(veraltet)
ver/erbleichen ver/erblich ver/erblichen умереть,угаснуть
itr. /устар./
gären itr. gärte / gor gegoren бродить (о вине, пиве)
gären itr. gärte gegärt волноваться, кипеть
/перен./
hängen tr. hängte gehängt вешать, повесить
hängen itr. hing gehangen висеть
hauen tr. haute gehauen из/бить; рубить;
высекать
hauen tr. hieb gehauen наносить удар оружием
löschen tr. löschte gelöscht тушить;
разгружать /мор./;
утолять

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(er)löschen itr. (er)losch (er)loschen у/гаснуть; терять силу
quellen tr. quellte gequellt мочить, размачивать
quellen itr. quoll gequollen набухать; течь, литься
schaffen tr. schuf geschaffen творить, создавать
schaffen tr.; itr. schaffte geschafft доставить; работать;
успеть; справиться
scheren tr. schor/ geschoren/ под/стричь, об/с/резать
scherte (selten)
geschert (selten)
scheren tr. scherte geschert заботить, беспокоить
sich scheren um scherte sich sich geschert заботиться,
Akk. беспокоиться
sich scheren scherte sich sich geschert уходить, отправляться
куда-либо, убираться
schleifen tr. schliff geschliffen точить, шлифовать
schleifen tr.; itr. schleifte geschleift тащить(ся) ,
волочить(ся)
schmelzen itr. schmolz geschmolzen таять, плавиться
schmelzen tr. schmolz/ geschmolzen/ расплавить, растопить,
schmelzte geschmelzt размягчить /тж. перен./
(selten) (selten)
(er)schrecken tr. (er)schreckte (er)schreckt испугать
(er)schrecken itr. (er)schrak (er)schrocken испугаться
schwellen itr. schwoll geschwollen раз/на/дуваться; отекать
schwellen tr. schwellte geschwellt надувать, раздувать
senden tr. sendete gesendet транслировать
senden tr. sandte/sendete gesandt/gesendet посылать, отправлять
stecken itr. steckte/stak gesteckt торчать, находиться
(gehoben) где-то
stecken tr. steckte gesteckt втыкать, вставлять
wachsen itr. wuchs gewachsen расти
(ein)wachsen tr. wachste (ein) (ein)gewachst натирать воском
(aus)weichen itr. wich (aus) (aus)gewichen от/у/клоняться;
от/у/ступать
(ein)weichen itr. weichte (ein) (ein)geweicht с/раз/мягчаться;
мокнуть
(auf/ein)weichen weichte (auf/ein)geweicht с/раз/мягчать;
tr. (auf/ein) вы/раз/мочить
wenden tr. wendete gewendet пере/вы/по/ворачивать
sich wenden wendete sich sich gewendet из/пере/мениться
sich wenden; wendete/ sich gewendet/ пово/обо/рачиваться;
~ an Akk. wandte sich gewandt обращаться к кому-либо
wiegen tr. wiegte gewiegt у/качать; мелко резать
sich wiegen wiegte sich sich gewiegt качаться; питать

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илюзии
wiegen tr.; itr. wog gewogen взвешивать; весить
Einige Verben haben die doppelten Grundformen, die sich in ihrer
Bedeutung nicht unterscheiden, das sind z. B.: glimmen (-te/-t) oder (o/o) –
тлеть; melken (-te/-t) oder (o/o) – доить; pflegen (-te/-t) oder (o/o) –
общаться, поддерживать контакт; saugen (-te/-t) oder (o/o) сосать,
всасывать; (er)schallen (-te/-t) oder (o/o) – раздаваться, звучать; sieden
(-te/-t) oder (o/o) – кипеть, кипятить; schnauben (-te/-t) oder (o/o) - сопеть,
фыркать; triefen (-te/-t) oder (o/o) – капать, течь, быть совершенно
мокрым; weben (-te/-t) oder (o/o) - ткать. Die neuen, schwachen Formen sind
gebräuchlicher.
Merken Sie sich: ● Beim Verb weben ist in in konkreter Bedeutung die
schwache Form gebräuchlich, in bildlicher Bedeutung die starke Form, z. B.:
Sie hat diesen Wandteppich selbst gewebt. A b e r : Er hat in seiner Musik
verschiedene Motive miteinander verwoben. ● Beim Verb spalten sind in
konkreter Bedeutung beide Partizipformen gebräuchlich, in bildlicher
Bedeutung ist nur die starke Form möglich, z.B.: Der Hausherr hat Holz
gespaltet/gespalten. A b e r : Die Partei hat sich gespalten. ● Manche
ursprünglich starke Verben haben heute einzelne schwache Formen
angenommen. So haben die Verben mahlen, salzen, (sich) spalten ein schwaches
Präteritum neben einem starken Partizip II.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Wörter nennt man Homonyme?


2. Zählen Sie die homonymischen Verben auf! 3. Nennen Sie die Verben, die
die Doppelformen ohne Bedeutungsunterschied haben. 4. Bilden Sie die
3. Person Sg. Präsens folgender Verben: печь – налипать; побуждать –
растрогать; потушить – погаснуть; размачивать – набухать; создавать
– успевать; стричь – заботить; таять – плавить; транслировать –
посылать; испугать – испугаться; раздуть – раздуться; расти –
натирать воском; выворачивать – поворачиваться; 5. Wie lautet die
Imperativform für die 2.Person Sg. der obengenannten Verben? 6. Mit welchem
Hilfsverb werden folgende Homonyme gebraucht: побелить – побелеть –
угаснуть; бродить – волноваться; потушить – погаснуть; размачивать
– набухать; таять – плавить; испугать – испугаться; раздуть –
раздуться; расти – натирать воском; отклоняться – размягчаться –
размягчать?
Übung 1. Finden Sie unter den rechts angeführten Wörtern bzw.
Wendungen ein Synonym zu jedem der links stehenden Verben:
weichen (i, i); schmelzen (te, t); weich werden; j-n schaukeln / schaukelnd
gären (o, o); senden (te, t); bewegen; j-n/etw. über den Boden ziehen;
erschrecken (te, t); erlöschen (o, o); sauer werden, verderben; etw. ausstrahlen,
wiegen (te, t); schleifen (te, t); im Radio übertragen; etw. bewältigen/
wiegen (o, o); schaffen (te, t); erreichen/ fertig bringen; in Schrecken
bewegen (o, o); weichen (te, t); versetzen; jdm./etw. aus dem Weg gehen;
100
schaffen (u, a); schleifen (i, i); durch Einfluss von Wärme flüssig machen; zu
schmelzen (o, o); löschen (te, t); leuchten aufhören; sich kümmern um j-n
bewegen (te, t); scheren (o, o); (meist verneint); unruhig sein, weil man
gären (te, t); erschrecken (a, o); unzufrieden ist; etw. abschneiden / kurz
sich scheren (te,t); senden schneiden; das Gewicht von jdm./etw.
(sandte, gesandt) feststellen; j-n veranlassen / dazu bringen,
etw. zu tun; j-n rühren, innerlich
beschäftigen; etw. Neues hervorbringen;
jdm. etw. schicken / zukommen lassen; etw.
schärfen / glätten; durch Einfluss von Wärme
flüssig werden; in Schrecken geraten; (Durst)
stillen

Übung 2. Nennen Sie die Bedeutung und Grundformen der Verben:


schleifen, schmelzen, bewegen, wiegen, glimmen, bleichen, gären, hauen,
löschen, schaffen, triefen, weben, scheren, backen, senden, weichen, wenden,
melken, (er)schrecken, pflegen, saugen, (er)schallen, schwellen, sieden.

Übung 3. Nennen Sie die Bedeutung der Verben, ihre Grundformen und
das Hilfsverb:
a) schrecken, abschrecken, aufschrecken, erschrecken, hochschrecken,
zurückschrecken, zusammenschrecken; b) weichen, aufweichen, ausweichen,
einweichen; c) wenden, abwenden, anwenden, aufwenden, einwenden,
entwenden, umwenden, verwenden, zuwenden; d) senden, absenden,
aussenden, einsenden, entsenden, übersenden, versenden, zusenden

Übung 4. Ersetzen Sie die schräg gedruckten Verben bzw. Wortfügungen


durch sinnverwandte Verben mit doppelter Konjugation:
1. Bei seinen Worten bekamen wir alle Angst. 2. Das Wasser drang aus der Erde
hervor. 3. Die Mutter schaukelte das Kind in der Wiege. 4. Meine Oma hat
täglich vom frühen Morgen bis zum späten Abend im Garten gearbeitet. 5. Er
schärfte endlich die stumpfen Messer. 6. Das Paket war ziemlich schwer.
7. Unsere Verwandten schickten uns zu Weihnachten ein Paket. 8. Die Arbeiter
zogen die riesigen Kisten über den Boden. 9. Der Schnee taute unter den ersten
Sonnenstrahlen. 10. Die Umstände veranlassten mich diesen Brief zu schreiben.
11. Wer gestaltete dieses Kunstwerk? 12. Die Möbel hat man schon in die neue
Wohnung befördert. 13. Seine flammende Rede hat das Publikum sehr gerührt.
14. Diese Nachricht versetzte uns alle in Schrecken. 15. Er ist für diese Arbeit
gut geeignet. 16. Die Feuerwehr hat den Brand bekämpft. 17. Die Flamme hörte
auf zu brennen. 18. Die Jungen prügelten einander.

Übung 5. Nennen Sie die Sätze, in denen die Präteritumform wendete nicht
durch wandte und sendete nicht durch sandte ersetzt werden kann:

101
1. Der Koch wendete den Braten. 2. Mein Bruder sendete mir zum Geburtstag
ein Telegramm. 3. Die Studenten wendeten sich an den Professor mit einer
Frage. 4. Das Kind wendete kein Auge von der Mutter. 5. Der Bauer wendete
das Heu. 6. Wir sendeten ihm zur Hochzeit ein Geschenk. 7. Er wendete uns den
Rücken. 8. Nach den Nachrichten sendete man den Wetterbericht. 9. Er wendete
den Wagen. 10. Das Radio sendete gestern ein herrliches Konzert. 11. Der
Schneider wendete den Mantel. 12. Die Lage wendete sich zum Schlechten.
13. Die Wolken sendeten einen heftigen Regen. 14. Er wendete seine Schritte
zum Ausgang. 15. Das Wetter wendete sich, es wurde kalt.

Übung 6. Gebrauchen Sie die Verben im Präsens, Präteritum und Perfekt


Indikativ Aktiv:
backen (u,a) oder backen (te,t): Die Frau ... Plätzchen aus Hefeteig zu
Weihnachten. Ihre Tochter ... nicht gern. Der Schnee ... an den Skiern. Der
Lehm ... an den Stiefeln.
bewegen (o,o) oder bewegen (te,t): Der Wind ... die Blätter. Sie ... sich etwas
ungeschickt auf dem Eis. Der frühe Tod seines besten Freundes ... ihn sehr. Die
wirtschaftliche Situation ... den Studenten zum Abbruch seines Studiums.
Er ... sich nicht mehr aus dem Hause. Schließlich ... ihn seine Freunde dazu,
unter Leute zu gehen.
erlöschen (o,o) oder löschen(te,t): Das Feuer im Ofen ... langsam. Der
Wanderer ... seinen Durst. Der Kirchendiener ... die Kerzen. Die Zeit ... alles.
Seine Liebe zu Rosemarie ... nie. Die Lichter ... infolge des Blitzschadens. Vor
dem Schlafengehen ... ich das Licht.
erschrecken (a,o) oder erschrecken (te,t): Bei dieser Nachricht ... das Mädchen
heftig. Sein Aussehen ... mich. Das Kind ... vor dem Gewitter. Warum ... du
davor? Die Explosion ... die Bevölkerung. Lass das, du ... nur das Kind! Die
Nachricht von einer Steuererhöhung ... alle.
quellen (o,o) oder quellen (te,t): Das Wasser... aus der Erde. Der Reis ... im
Topf. Die Frau ... Erbsen. Schwarzer Rauch ... aus dem Schornstein. Das
Blut ... aus der Wunde.
schaffen (u,a) oder schaffen (te,t): Der Künstler ... eine neue Plastik. ... du das
noch bis zum Abend? Wer ... die Pakete zur Post? Dieser Umstand ... gute
Voraussetzungen für das Gelingen. Der Hausmann ... allein im ganzen Haus
Ordnung. Sie ... es gemeinsam, ihr Leben zu organisieren. Die Bauarbeiter ...
ihr heutiges Soll. Man ... für die Bauarbeiter günstigere Arbeitsbedingungen.
Den ganzen Tag ... sie im Gemüsegarten.
scheren (o,o) oder scheren (te,t): Der Bauer ... den Schafen die Wolle. Der
Gärtner ... den Rasen im Garten. Er ... sich nicht um die Vorschriften. Es ... ihn
nicht im Geringsten, was die Leute über ihn reden. Der Friseur ... dich ja ganz
schön kahl! Wie ich dich kenne, ... du dich nicht um dein Äußeres.
schleifen (i,i) oder schleifen (te,t): Er ... sein Gepäck hinter sich her. Der
Offizier ... die Rekruten. Sabine ... ihren Schal hinter sich her, so dass er ganz
schmutzig geworden ist. Man ... die Soldaten beim Militär. Der Metzger ...
seine Messer regelmäßig.
102
schmelzen (o,o) oder schmelzen (te,t): Der Schnee ... in der Sonne. Die
Sonne ... den Schnee. Das Eisen ... bei 1528 C˚. Der Arbeiter... im Hochofen
das Erz.
schwellen (o,o) oder schwellen (te,t): Der Wind ... die Segel. Das Herz ... ihm
vor Freude. Nach dem Sturz ... ihm das Knie. Durch den Regen ... der Fluss an.
Die Begeisterung ... meine Brust.
weichen (i,i) oder weichen (te,t): Über Nacht ... der Regen die Wege auf. Bei
dem Regen ... die Wege ganz auf. Die Schwester ... nicht vom Bett des Kranken.
Beim Spazierengehen ... wir großen Pfützen aus. Mein Hund ... mir dabei nicht
von der Seite. Der Hausmann ... die Bohnen am Abend. Das Segelboot ... dem
Dampfer.
wiegen (o,o) oder wiegen (te,t): Die Mutter ... ihr Kind in den Schlaf. Sie ...
sich täglich auf der Waage. Das Baby ... schon fast sieben Kilogramm. Der
Dieb ... sich in Sicherheit. Die Paare ... sich anmutig im Walzer. Der Koch ...
die Petersilie.

Übung 7. Setzen Sie die Verben ins Perfekt Indikativ Aktiv:


1. Schon seit einiger Zeit gärt es im Volk. Der Saft gärt. 2. Der frische Wind
schwellt die Segel. Im Frühling schwellen die Flüsse an. 3. Die Köchinnen
quellen die Erbsen. Die Erbsen quellen im Topf. 4. Der Koch schmelzt die
Butter. Ihr Herz schmilzt beim Anblick des Kindes. 5. Die Mutter bleicht die
Wäsche. Die Gardine bleicht von der Sonne. 6. Der Pkw weicht dem Motorrad
rechtzeitig aus. Die Oma weicht Brötchen in Milch. 7. Der Hausmeister löscht
jeden Abend das Licht. Mit dem Tod des jungen Grafen erlischt das alte
Adelsgeschlecht. 8. Die Kinder erschrecken vor dem Gewitter. Das Gewitter
erschreckt die Kinder.

Übung 8. Gebrauchen Sie im Text die nötige Form des Partizips II:
Streik
Während des Streiks hat es die Bundespost natürlich nicht (schaffen), die
Postsendungen zügig zu befördern. Man hat nicht mal alle Pakete (wiegen).
Wer Briefe (absenden) hat, wusste nicht, wann sie den Empfänger erreichen.
Viele hat das dazu (bewegen), lieber zu telefonieren. Rundfunk und Fernsehen
haben täglich Berichte darüber (senden.) In der Wirtschaft hat es schon nach
ein paar Tagen Poststreik kräftig (gären). Privatpersonen haben es mit Humor
genommen und sich kaum darum (scheren).

Übung 9. Übersetzen Sie:


1. Подстриги волосы! 2. Кажется, продавец неправильно взвесил мясо. 3. Я
не понимаю, что подвигло его на этот странный поступок. 4. Не двигайся!
5. Хоть я и замочила белье перед стиркой, некоторые пятна остались.
6. Вчера на перекрестке машина сбила женщину и протащила ее несколько
метров. 7. Погаси свет! 8. По непонятным причинам он последнее время
избегал меня. 9. После занятий физкультурой все тело у нее болело, и она с
трудом шевелила руками и ногами. 10. По-моему, он создал настоящий
103
шедевр. 11. После сердечного приступа он больше не работал в саду так
много. 12. Кажется, я не погасила в кухне свет. 13. Бабушка качала внука
на руках и пела колыбельную. 14. Повар мелко нарезал петрушку и
посыпал ею приготовленное блюдо. 15. Прошлым летом ребенка испугала
собака, и с тех пор он заикается. 16. Извините, я не справился с работой.
17. Как жаль, что занавески выгорели! 18. “Кто шлифовал эту деталь?”
спросил мастер одного из рабочих, которые тащили огромный ящик.
19. При такой высокой температуре легко плавится даже металл.
20. Костер погас, но несколько угольков еще тлели.

Übung 10. Sprechen Sie zu zweit!


M u s t e r : löschen, das Feuer, gefährlich
- Lösche das Feuer! Es ist gefährlich.
- Ich habe es doch schon längst gelöscht!
1. erschrecken, der Hund, bissig; 2. schaffen, die Ordnung, das Zimmer;
3. schleifen, die Schere, stumpf; 4. scheren, die Sträucher, verwahrlost;
5. wenden, der Braten, anbrennen; 6. schmelzen, die Butter, backen; 7. wiegen,
das Paket, riesig; 8. abschaffen, das Auto, umweltfeindlich; 9. einweichen, die
Erbsen, kochen.

Übung 11. Führen Sie Minidialoge nach dem Muster:


M u s t e r : der Briefträger, schleifen, senden
- Warum hat der Briefträger seine Tasche nicht getragen, sondern geschleift?
- Zu Weihnachten sendet man viele Glückwunschkarten und Telegramme,
deshalb ist seine Tasche unheimlich schwer geworden.
1. sich bewegen, das Schiff, der Wind, schwellen, die Segel; 2. der Fluss,
überschwemmen, schmelzen, anschwellen; 3. das Auto, ausweichen, in Ohnmacht
fallen, erschrecken; 4. das Blut, quellen, das Knie, schwellen, fallen; 5. die
Bergsteiger, trinken, der Schnee, schmelzen; 6. der Regen, aufweichen, die Erde;
7. einweichen, bleichen, hängen, die Wäsche; 8. die Steuern senken, im Volk,
gären, gute Voraussetzungen schaffen; 9. sich scheren, die Schuld, löschen,
drängen auf.

Übung 12. Lesen Sie den Text:


Der Hausmann
Hans bäckt zuerst einen Kuchen. Er wiegt 500 g Mehl ab und weicht
Rosinen ein. Gleichzeitig wendet er ab und zu den Braten. Hans bewegt sich
rastlos zwischen Kinderzimmer und Küche hin und her. In der Ecke steht ein
voller Mülleimer; das bewegt den fleißigen Hausmann ihn sofort zu leeren.
Dann schleift er noch die stumpfen Messer. Als alle Töpfe dampfen, weicht er
nicht mehr vom Herd. Von Zeit zu Zeit wendet er den Blick der Uhr zu: Anna
kommt gleich! Beim Anblick des vorbereiteten Abendessens schmilzt seiner
Frau fast das Herz. „Wie schaffst du das nur!“ sagt sie voller Bewunderung.
Aufgaben zum Text:

104
1. Erzählen Sie den Text nach, achten Sie dabei auf den richtigen Gebrauch der
homonymischen Verben!
2. Erzählen Sie die Geschichte im Präteritum Indikativ Aktiv nach!
3. Was hat Hans dazu bewogen, Hausmann zu werden? Ist er ein guter
Ehemann?

Übung 13. Gebrauchen Sie die Ausdrücke in kleinen Kontexten:


a) für etwas wie geschaffen sein; b) erschreckende Maße annehmen;
c) bewegten Herzens; d) ein bewegtes Leben; e) gärende Wut; f) mit Dat. nichts
zu schaffen haben.

Übung 14. Gebrauchen Sie das Sprichwort Brätst du mir die Wurst, so lösch
ich dir den Durst in einem passenden Zusammenhang.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Der Tod seines Freundes [a) bewegte;
b) bewog] ihn sehr. 2. Das Wasser [a) quellte; b) quoll] aus der Erde. 3. Der
Künstler [a) schuf; b) schaffte] ein neues Gemälde. 4. Es [a) schor; b) scherte]
ihn nicht, was die Leute über ihn sagen. 5. Er [a) schleifte; b) schliff] seine
Tasche hinter sich her. 6. Nach dem Sturz [a) schwoll; b) schwellte] ihm das
Bein. 7. Die Mutter [a) wich; b) weichte] nicht vom Bett des Sohnes. 8. Sie
[a) wiegte; b) wog] sich täglich auf der Waage. 9. Der Schneider [a) wendete;
b) wandte] den Kragen. 10. Das Radio [a) sandte; b) sendete] gestern ein
herrliches Konzert.
II. Welche Imperativform ist korrekt? 1. [a) Bewege; b) bewig] dich
nicht! 2. [a) Lisch; b) lösche] das Licht! 3. [a) Quelle; b) quill] die Bohnen!
4. [a) Schere; b) schier] das Haar! 5. [a) Erschrecke; b) erschrick] davor nicht!
6. [a) Weiche; b) wich] mir nicht aus! 7. [a) Wende; b) wind] dich an ihn!
8. [a) Schliff; b) schleife] die Messer!
III. Wie heißt das Synonym? 1. veranlassen; 2. aus dem Weg gehen;
3. rühren; 4. verderben; 5. im Radio übertragen; 6. bewältigen; 7. abschneiden;
8. schaukeln; 9. schärfen; 10. stillen; 11. tauen; 12. in Schrecken versetzen
IV. Welches Hilfsverb passt? 1. Das Gewitter (ist; hat) die Kinder erschreckt.
2. Der Hals des Patienten (ist; hat) geschwollen. 3. Die Erbsen (haben; sind)
gequollen. 4. Der Schnee (ist; hat) geschmolzen. 5. Die Gardinen (haben; sind)
von der Sonne geblichen. 6. Der Pkw (hat; ist) dem Motorrad rechtzeitig
ausgewichen. 7. Die Feuerwehr (hat; ist) den Brand nur mit Mühe gelöscht.
V. Welche Form ist korrekt? 1. der [a) gescherte; b) geschorene] Rasen;
2. das [a) geschwellte; b) geschwollene] Knie; 3. der [a) gebackte;
b) gebackene] Kuchen; 4. der [a) gegärte; b) gegorene] Saft; 5. die
[a) geschliffene; b) geschleifte] Schere; 6. die [a) gewiegten; b) gewogenen]

105
Pakete; 7. der [a) gewachste; b) gewachsene] Fußboden; 8. der
[a) gewandte; b) gewendete] Mantel.
DER ABSOLUTE UND RELATIVE GEBRAUCH DER ZEITFORMEN

Der Indikativ Aktiv hat 6 Zeitformen: zwei synthetische (das Präsens und
das Präteritum) und vier analytische (das Perfekt, das Plusquamperfekt, das
Futur I, das Futur II). Eine synthetische Zeitform besteht nur aus einem Wort,
z. B.: er kommt, und eine analytische aus mehreren, z. B.: er ist gekommen. Als
Gegenwartsform gilt das Präsens, zur Bezeichnung der Vergangenheit dienen
das Perfekt, das Präteritum und das Plusquamperfekt, das Futur I und II dient
zum Ausdruck der Zukunft. Das sind die Hauptbedeutungen dieser Zeitformen.
Die Zeitform hat eine absolute und eine relative zeitliche Bedeutung.
Beim absoluten Gebrauch bezieht sich der Vorgang oder Zustand auf eine der
Zeitstufen: die Gegenwart, die Vergangenheit, die Zukunft. Absolut werden die
Zeitformen meist im selbständigen Satz und im Hauptsatz eines Satzgefüges
gebraucht. Wenn man zwei Handlungen in zeitlichen Bezug zueinander setzt, so
spricht man vom relativen Zeitgebrauch, und zwar von der Gleichzeitigkeit,
wenn sich beide Handlungen auf die gleiche Zeitstufe beziehen, d.h. sich
gleichzeitig in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft abspielen, und der
Vorzeitigkeit, wenn sich einer der Vorgänge früher als der andere vollzieht.
Der relative Gebrauch der Zeitformen steht immer in Verbindung mit
dem absoluten: die Zeitformen bezeichnen eine Handlung als vergangen,
gegenwärtig oder zukünftig (absolute Bedeutung) und zugleich als gleichzeitig
oder nicht gleichzeitig (relative Bedeutung). Man kann also von der Gleich- oder
Vorzeitigkeit in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft sprechen.
Die G l e i c h z e i t i g k e i t wird meist durch dieselbe Zeitform
ausgedrückt. Zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit in der Gegenwart gebraucht
man das Präsens – das Präsens, z.B.: Ich will nur sagen, dass wir ja überhaupt
nichts von Ihnen wissen, wo Sie wohnen und überhaupt... Zum Ausdruck der
Gleichzeitigkeit in der Vergangenheit gebraucht man in einer Erzählung das
Präteritum – das Präteritum z.B.: Alles Wehren und Strampeln nützte gar nichts,
er war bärenstark. und in einem Dialog das Perfekt – das Perfekt, z. B.: „Dieter
hat mich fast umgebracht, und du hast mich vom ersten Moment an mit Margot
betrogen.“ Zum Ausdruck der Gleichzeitigkeit in der Zukunft gebraucht man
das Futurum I – das Futurum I, z.B.: Wenn er Zeit haben wird, wird er Ski
laufen.
Die V o r z e i t i g k e i t wird durch verschiedene Zeitformen angegeben:
die Vorzeitigkeit in der Gegenwart wird mittels des Perfekts in Verbindung mit
dem Präsens ausgedrückt; z.B.: „Vielleicht ist Ihnen entgangen, dass ich
Apothekerin bin“, sagte ich mit aller Arroganz. Die Vorzeitigkeit in der
Vergangenheit wird mittels des Plusquamperfekts in Verbindung mit dem
Präteritum ausgedrückt, z. B.: Ich musste zugeben, dass gerade seine
aufregende Vergangenheit mich angezogen hatte. Die Vorzeitigkeit in der
Zukunft (die relative Zukunft) wird mittels des Perfekts (seltener des Futurs II)
in Verbindung mit dem Futurum I (oder dem Präsens) ausgedrückt, z.B.:
106
Nachdem der Sohn die Universität absolviert hat (absolviert haben wird), wird
er bei unserer Firma arbeiten (arbeitet er bei unserer Firma).
Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie viele und welche Zeitformen hat der
Indikativ Aktiv? Welche von ihnen sind synthetisch und welche analytisch?
2. Was versteht man unter den Begriffen „absoluter Gebrauch der Zeitformen“
und „relativer Gebrauch der Zeitformen“? 3. Wie können die Handlungen im
Haupt- und Nebensatz geschehen? 4. Welche Zeitformen gebraucht man zum
Ausdruck der Gleichzeitigkeit in der Gegenwart, (der Gleichzeitigkeit in der
Vergangenheit, der Vorzeitigkeit in der Gegenwart, der Vorzeitigkeit in der
Vergangenheit, der relativen Zukunft)?

DAS PRÄSENS INDIKATIV AKTIV


BESONDERHEITEN BEI DER BILDUNG DER PRÄSENSFORMEN
Verben 1. P. Sg. 2. P. Sg. 3. P. Sg. 2. P. Pl.
schwache Verben bade badest badet badet
auf -d, -t, -chn, -ffn,
-dm, -tm, -dn, -gn,
-bn
schwache Verben zweifle/zweifele zweifelst zweifelt zweifelt
auf -el, -er
schwache und starke sitze sitzt/sitzest sitzt sitzt
Verben auf -s, -ss,
-ß, -z, -tz
starke Verben mit a trage trägst trägt tragt
im Stamm
starke Verben mit laufe läufst läuft lauft
au im Stamm
(laufen, saufen)
das Verb stoßen stoße stößt/stößest stößt stoßt
das Verb gebären gebäre gebärst/ gebärt/ gebärt
gebierst gebiert
das Verb erlöschen erlösche еrlisch(е)st erlischt erlöscht
starke Verben mit e gebe gibst gibt gebt
im Stamm nehme nimmst nimmt nehmt
starke Verben auf -d, finde findest findet findet
-t mit i, ie, ei im
Stamm
einladen lade ein lädst ein lädt ein ladet ein
starke Verben auf -t halte hältst hält haltet
mit a, e im Stamm trete trittst tritt tretet
Verben weiß weißt weiß wisst
Praeteritopraesentia
haben habe hast hat habt

107
sein bin bist ist seid
werden werde wirst wird werdet
tun tue tust tut tut
Merken Sie sich:
 Die schwachen Verben mit Präsensumlaut verändern ihren Stammvokal in
der 2. und 3. P. Sg. nicht, z. B.: du kennst, er kennt
 Folgende starke und unregelmäßige Verben verändern ihre Stammvokale
in der 2. und 3. P. Sg. nicht: bewegen, erwägen, gären, gehen, genesen,
hauen, heben, kommen, küren, lügen, mahlen, pflegen, rufen, salzen,
saugen, schaffen, schallen, schrauben, schwören, spalten, stehen, trügen,
wägen, weben.

Die Hauptbedeutung des Präsens b e i m a b s o l u t e n G e b r a u c h ist die


Angabe der Gegenwart. Dabei kann diese Zeitform Folgendes ausdrücken:
- ein Geschehen, das in Anwesenheit des Sprechenden abläuft (das aktuelle
Präsens) z. B.: Auf eigenen Wunsch liegt er auf der chirurgischen Station.
- etwas Allgemeingültiges, Feststehendes, meistens in Sprichwörtern,
allgemeingültigen Aussagen, Sprüchen (das generelle Präsens) z.B.: Hunger
ist der beste Koch.
- sich wiederholende Handlungen (das usuelle Präsens) z.B.: Jeden Tag holt
er mich ab.
Außerdem kann das Präsens auch zur Wiedergabe eines vergangenen
Geschehens bei lebhafter anschaulicher Schilderung, im Wechsel mit dem
Präteritum (das historische Präsens) gebraucht werden. z.B.: Schon auf der
Treppe höre ich das Telefon läuten. Erregt verlangte Margot nach Levin.
Auch das erzählende Präsens gibt vergangene Geschehnisse wieder, aber in
einer Erzählung, die völlig im Präsens verfasst ist.
Das Präsens kann auch zur Angabe eines zukünftigen Geschehens (das
futurische Präsens) dienen z. B.: Ich überweise das Geld morgen.
Mit Hilfe der Intonation kann diese Zeitform auch den imperativischen Sinn
erhalten (das imperativische Präsen) z.B.: „Wir fahren wieder hin und
machen alles rückgängig!“ befahl ich.
B e i m r e l a t i v e n G e b r a u c h drückt das Präsens die Gleichzeitigkeit in
der Gegenwart aus. z. B.: Wenn ich Ferien habe, lese ich viel.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche schwachen Verben haben im Präsens


vor den Personalendungen ein e und in welchen Personen? 2. Welche starken
Verben haben im Präsens vor den Personalendungen ein e und in welchen
Personen? 3. Wie bilden die schwachen und starken Verben auf -s, -ss, -ß, -z, -tz
die Präsensformen? 4. Welche Stammvokale verändern sich im Präsens und in
welchen Personen? 5. Wie bilden die starken Verben auf -t das Präsens, wenn
sich der Stammvokal in der 2. und 3. Person Sg. verändert? 6. Wie bilden die
schwachen Verben auf -er, -el die 1. Person Sg. Präsens? 7. Wie bilden die
Verben praeteritopraesentia das Präsens? 8. Verändern die Verben mit dem

108
Rückumlaut ihren Stammvokal im Präsens? 9. Bilden Sie die Präsensformen der
unregelmäßigen Verben! 10. Was bezeichnet das Präsens? 11. Welche
Bedeutungen hat das Präsens? 12. Was können Sie über den relativen Gebrauch
des Präsens erzählen? 13. Vergleichen Sie die Konjugation der Verben können
und kennen im Präsens.

DAS PRÄTERITUM INDIKATIV AKTIV

Morphologische Vokalwechsel Suffix Personal-


Klassen endungen
schwache Verben – -te oder -ete (bei den Sg.
Stämmen auf -d, -t oder auf 1. P. -
einen Geräuschlaut + m, n) 2. P. -st
rückumlautende e→a -te 3. P. -
Verben
starke Verben + – Pl.
Präteritopräsentia + -te 1. P. -(e)n
a u ß e r sollen, 2. P. -(e)t
wollen 3. P. -(e)n
unregelmäßige Verben war, hatte, tat, wurde, stand, ging, brachte
Merken Sie sich: Die starken Verben mit dem Präteritumstamm auf -d, -t, -s,
-ss, -ß haben in der 2. Person Singular Doppelformen: du bandest/bandst, du
batest/batst, du last/lasest, du vergaßt/vergaßest.
 B e i m a b s o l u t e n G e b r a u c h dient das Präteritum zum Ausdruck der
Vergangenheit in einer Erzählung, Schilderung, einem Bericht. Es ist die
erzählende, berichtende Zeitform der Vergangenheit, z. B.: Levin weihte mich
schließlich in seinen Plan ein, aus dem die winzigen Giftpillen nicht
wegzudenken waren. Ich musste zugeben, dass es kein Risiko bestand. Meine
Angst verminderte sich.
 B e i m r e l a t i v e n G e b r a u c h drückt das Präteritum die Gleichzeitigkeit
in der Vergangenheit aus, z.B.: Als Monika zur Uni ging, begegnete sie ihrer
Freundin. Die Gäste wollten wissen, wann man dieses Gebäude errichtet
hatte.
Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie bilden die schwachen Verben das
Präteritum? Welche schwachen Verben haben das Suffix -ete im Präteritum?
2. Wie bilden die starken Verben das Präteritum? 3. In welchen Personen haben
die Verben im Präteritum keine Endung? 4. Konjugieren Sie im Präteritum die
Verben mit dem Rückumlaut (die Praeteritopraesentia, die unregelmäßigen
Verben). 5. Was bezeichnet das Präteritum beim absoluten Gebrauch? 6. Wann
wird das Präteritum relativ gebraucht? 7. Vergleichen Sie die Bildung des
Präteritums und des Präsens Indikativ Aktiv.

109
DAS PRÄSENS UND PRÄTERITUM IND. AKTIV (ÜBUNGEN)

Übung 1. Bestimmen Sie, welche Bedeutungen das Präsens und das


Präteritum in folgenden Sätzen haben:
1. Ein Künstler ist ein kreativ Tätiger vor allem auf dem Gebiet der bildenden
oder darstellenden Kunst. 2. Du übernimmst diese Aufgabe! 3. Die Kinder sind
im Hotel. 4. Nach dem Abendessen geht das Ehepaar Meier auf der
Uferpromenade spazieren. 5. Der Vulkanausbruch begann am Montag früh um
7.05 Uhr. Der Berg spie hohe Fontänen flüssiger Lava und Asche in den
Himmel. Glücklicherweise gab es keine Toten und Verletzten. 6. Wenn er lernt,
lässt er sich nicht ablenken. 7. Familie Müller macht morgen einen Ausflug.
8. Wenn ihr das tut, werde ich es euch niemals verzeihen. 9. Vorsicht ist die
Mutter der Weisheit. 10. Ich wollte schon das Abteil verlassen und nahm
meine Handtasche aus dem Netz. Mit ausgestreckten Armen hielt ich sie über
meinem Kopf. In diesem Moment geschieht das Eisenbahnunglück. Es gibt
einen furchtbaren Stoß und ich falle um. 11. Es fiel ein Tor und die Menge
jubelte begeistert. 12. Eines Abends treffen sie dort Bekannte aus Köln.
13. Gewöhnlich führt die Mutter das Kind in die Schule.

Übung 2. Setzen Sie die Verben im Präsens und Präteritum Ind. Aktiv ein:
1. Der Fischer (geraten) in einen Sturm. 2. Ich (klingeln) ununterbrochen, aber
niemand (öffnen) die Tür. 3. Der Gärtner (graben) ein Loch. 4. Er (fechten) gut
mit dem Säbel. 5. Der Student (nennen) alle unregelmäßigen Verben. 6. Warum
(sitzen) du immer in der ersten Reihe? 7. Ich (rudern) schlecht. 8. Der Kranke
(genesen) schnell. 9. Sie (brennen) vor Ungeduld. 10. Die Firma (werben) für
ihre Produkte. 11. Den Roggen (dreschen) man mit dem Mähdrescher. 12. Der
Patient (sich wenden) an den Arzt. 13. Peter (streiten) immer mit seiner
Schwester. 14. Ich (zweifeln) an der Wahrhaftigkeit seiner Worte. 15. Rudi
(bersten) förmlich vor Lachen. 16. Der schlechte Ruf dieses Abgeordneten
(schaden) der Partei. 17. Sein ganzer Körper (schwellen), wenn ihn eine Biene
(stechen). 18. Warum (bergen) du dein Gesicht? 19. Mona Lisa (lächeln) ihr
seltsames Lächeln. 20. Ich (tun) meine Pflicht. 21. Das Kind (erschrecken) vor
dem Lärm. 22. Der Sanitäter (retten) den Verletzten. 23. Dieser Maler (schaffen)
echte Meisterwerke. 24. Das Licht in ihrem Fenster (erlöschen) lange nicht.
25. Der Kommandeur (befehlen) anzutreten. 26. Die Summe (sich belaufen) auf
1330 Euro. 27. Sein Banknachbar (stoßen) ihn mit dem Ellenbogen in die Seite.
28. Warum (schweigen) er, er (wissen) doch alles! 29. Ich (sammeln)
Briefmarken und Münzen.

Übung 3. Bilden Sie Sätze, gebrauchen Sie dabei die Verben in der
3. Person Singular Präsens und Präteritum Indikativ Aktiv:
M u s t e r : Fleisch braten – Sie brät Fleisch. Sie briet Fleisch.
Bänder ins Haar flechten; für den besten Arzt gelten; einen interessanten
Vortrag halten; alle Freunde zum Geburtstag einladen; Musik zu studieren raten;
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über das Eis gleiten; eine gute Arbeit anbieten; um Hilfe bitten; an
Schlaflosigkeit leiden; den Sohn wegen seines Betragens schelten; alkoholische
Getränke meiden; im Trab reiten; ins Zimmer eintreten.

Übung 4. Üben Sie die 3. Person Singular der Präteritopräsentia im Präsens


und Präteritum Indikativ Aktiv:
M u s t e r : können, helfen, heute, gestern
- Kann Viktor dir heute helfen?
- Nein, heute nicht. Er konnte mir gestern helfen.
1. können, spazieren gehen, heute Abend, gestern; 2. dürfen, ins Kino gehen,
heute, voriges Mal; 3. müssen, das tun, heute, noch gestern; 4. sollen, die
Postangelegenheiten erledigen, heute, noch vor zwei Tagen; 5. mögen, diese
Speise, jetzt, in der Kindheit; 6. wissen, viel, von den Ereignissen in der Welt,
jetzt, früher; 7. wollen, Flieger werden, in der Kindheit.

Übung 5. Nennen Sie die Grundformen und die Bedeutung der Verben und
gebrauchen Sie diese in einem Satz in der 3. Person Singular Präsens und
Präteritum:
a) fahren, befahren, erfahren, anfahren, abfahren; b) kennen, anerkennen,
erkennen, sich auskennen, verkennen; c) dürfen, bedürfen; d) mögen, vermögen;
e) bieten, verbieten, anbieten, überbieten; f) finden, empfinden, stattfinden, sich
befinden, sich abfinden; g) fehlen, befehlen, empfehlen.

Übung 6. Setzen Sie die Verben im Präteritum Indikativ Aktiv ein:


vergessen oder vergießen: 1. Das Mädchen ... bittere Tränen wegen
unglücklicher Liebe. 2. Ich befürchte, er ... meine Worte. 3. Er ... oft, die Eltern
anzurufen. 4. Der zappelige Schüler ... die Tinte. 5. Dieser ernste Mensch ...
seine Pflicht nie. 6. Bei der Bescherung ... sie sich nicht.
genesen oder genießen: 1. Unser neuer Kollege ... eine gründliche Ausbildung.
2. Das Kind ... sehr langsam. 3. Sie ... eine sorgfältige Erziehung. 4. Der Vater ...
unsere Liebe und Achtung. 5. Er ... endlich von langer Krankheit. 6. Die
Gäste ... Speise und Trank.
bitten oder bieten: 1. Der Verbrecher ... um Gnade. 2. Ich ... ihm die Hand zur
Versöhnung. 3. Welchen Preis ... man dem Maler für sein Bild? 4. In der
Anzeige ... man dem Finder 10 Mark für das Wiederbringen der verlorenen
Tasche. 5. Der Gastgeber ... alle zu Tisch. 6. Der Vortragende ... alle um Ruhe.
können oder kennen: 1.Anna ... alle Ausnahmen aus der Regel und ... sie
nennen. 2. Bei solchem Wetter ... man sich leicht erkälten. 3. Sie ... einander
eine Ewigkeit. 4. Schon mit 5 Jahren ... sie Rad fahren. 5. Ich ... niemanden von
den Anwesenden. 6. Michael ... dieses Mädchen nur vom Sehen.

Übung 7. Ersеtzen Sie die schräg gedruckten Verben oder Wortfügungen


durch sinnverwandte starke Verben:
1. Erst viele Jahre nach dem Krieg tauchte Hans Hagen im Hegershaus auf. 2. Er
schwindelte oft. 3. Sein Geschäft blühte. 4. Das Kind ähnelte seinem Vater.
111
5. Jemand packte mich an die Schulter. 6. Aus dem Gefängnis flüchtete ein
gefährlicher Verbrecher. 7. Die Blumen dufteten herrlich. 8. Er wurde schnell
gesund. 9. Ein starker Wind wehte durch die Straßen. 10. Zwei Boxer kämpften
verbissen. 11. Gerade das vermutete ich. 12. Der Junge versteckte sich hinter
einem Baum. 13. Sie schimpfte ihn einen Lügner. 14. Wir forderten alle auf,
zum Vortrag zu kommen.

Übung 8. Übersetzen Sie:


а) 1. Слово “почта” итальянского происхождения. 2. A сейчас ты пойдешь
на почтамт и отправишь эти письма! 3. Долг платежом красен. 4. Она
опять “висит” на телефоне! 5. Я обязательно научусь правильно
пользоваться мобильным телефоном. 6. По телефону назначают встречи,
узнают точное время, заказывают билеты. 7. Немецкая почта пользуется
хорошей репутацией и считается надежной. 8. А эту задачу возьмешь на
себя ты! 9. Я всегда вовремя вношу плату за пользование телефоном.
10. Путешественники уже недалеко от деревни, где собираются заночевать.
Вдруг начинает темнеть, небо заволакивается тучами и разражается
сильная гроза. Гремит гром. Льет сильный дождь. Путники находят приют
под ветвями огромной старой ели. Однако скоро гроза стихает, и
путешественники снова отправляются в путь.
б) Они нашли друг друга в Интернете. Сеть – это гигантский накопитель
знаний, где есть много интересной информации разного рода, кроме того,
большинство сайтов дает прекрасную возможность пообщаться в чате в
режиме реального времени. Именно так познакомились Эльке и Юрген.
Они обменялись электронными адресами и какое-то время посылали друг
другу сообщения по электронной почте, договаривались о встрече в чате,
где часами могли болтать обо всем на свете. Скоро молодые люди решили
превратить свои виртуальные отношения в реальные. Первое время, когда
Эльке и Юрген рассказывали друзьям свою романтическую историю, они
крепко держались за руки, как будто хотели удостовериться, что их
больше не разделяли сотни километров.

Übung 9. Lesen Sie den Text:


Etwa ein Vierteljahrhundert ringt das Künstlerpaar Christo und Jeanne-
Claude um die Verwirklichung ihres Vorhabens: sie nehmen sich vor, den
Berliner Reichstag zu verhüllen. Erst nach vielen Jahren wendet sich die
Haltung des Bundestagspräsidiums. Am 9. November 1989 fällt die Mauer. Es
kommt der Tag der Wiedervereinigung und man beschließt, das Parlament
von Bonn nach Berlin zu verlegen. Es entsteht auch für Christos Pläne
eine neue politische Situation. Die Zustimmung wächst. 1992 empfängt
Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth das Künstlerpaar in Bonn und sagt ihre
Unterstützung zu, aber Bundeskanzler Helmut Kohl lehnt die Verhüllung ab.
1994 geben 292 Abgeordnete des Bundestages ihre Stimmen für das Projekt,
223 dagegen. 1995 beginnt die Verhüllung des Berliner Reichstags durch die

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Künstler. Sie dürfen den Sitz des Deutschen Bundestags zu einem
monumentalen Paket verschnüren. Für das Künstlerpaar geht mit dem
Kunstprojekt „Verhüllter Reichstag 1971-1995“ – wie der offizielle Titel der
Verpackungsaktion lautet – ihr Traum in Erfüllung. Nach ein paar Tagen sieht
man vom Reichstag keinen Stein, kein Fenster mehr. In zwei Wochen
Verpackung kommen nach Berlin bis drei Millionen Besucher.
/Nach: RNZ (dpa) vom 17./18.6.1995/
Aufgaben zum Text:
1. Geben Sie dem Text einen Titel und kommentieren Sie Ihre Wahl.
2. Lesen Sie den Text noch einmal, gebrauchen Sie dabei die Verben im
Präteritum.
3. Erzählen Sie diese Geschichte im Präteritum Indikativ Aktiv nach.
4. Was halten Sie von diesem Projekt? Ist das die echte Kunst? Begründen Sie
Ihre Meinung!
5. Haben Sie von ähnlichen Kunstprojekten gehört? Berichten Sie darüber!

Übung 10. Sprechen Sie mit Ihrem Freund über Ihre Studiengewohnheiten,
gebrauchen Sie das usuelle Präsens und folgende Wendungen: in der Regel,
gewöhnlich, normalerweise usw.

Übung 11. Berichten Sie im erzählenden Präsens über eine interessante


Begebenheit aus Ihrem Leben:
R e d e m i t t e l : da, plötzlich, unerwartet, auf einmal, in diesem Moment, jäh

Übung 12. Wir alle fassen oft gute Vorsätze für das neue Jahr, das nächste
Semester... Stellen Sie eine Liste von guten Vorsätzen zusammen. Das
futurische Präsens und folgende Wörter bzw. Ausdrücke helfen Ihnen
dabei: sich Mühe geben, versuchen, sich bemühen, sich Dat. vornehmen etw. zu
tun
Übung 13. Erzählen Sie im Präteritum aus Ihrer Hauslektüre die Episode
nach, die Sie am meisten beeindruckt hat. Für die Stellen, die von
besonderer Spannung sind, benutzen Sie das historische Präsens.

Übung 14. Gibt es eine berühmte Persönlichkeit, die Sie bewundern? Ohne
ihren Namen zu nennen, berichten Sie vor der Gruppe, was Sie über diese
Person wissen: über ihren Lebensweg, ihre Laufbahn, ihre Verdienste usw.
Lassen Sie Ihre Studienkollegen erraten, welche Persönlichkeit Sie meinen.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Im Präsens verändern die


rückumlautenden Verben ihren Stammvokal a) nicht; b) in der 2. und 3. P. Sg;
c) in der 1., 2. und 3. P. Sg. 2. Die Präsensformen in der 1. und 3. P. Sg.
sind gleich bei den a) Praeteritopraesentia; b) rückumlautenden Verben;

113
c) unregelmäßigen Verben. 3. Keine Personalendung in der 1. und 3. P. Sg.
Präteritum haben a) nur starke Verben; b) nur unregelmäßige Verben; c) nur
Praeteritopraesentia; d) alle Verben.
II. Welche Präsensform ist korrekt? 1. Das Feuer (erlischt, erloscht, erlöscht).
2. Die Mutter (hältet, haltet, hält) das Kind bei der Hand. 3. Anna (weißt, weiß,
wisst) noch nichts über den Unfall. 4. Mein Banknachbar (stießt, stößt, stoßt)
mich immer wieder in die Seite. 5. Er (ritt, reit, reitet) wie ein Profi.
6. (Zweiflest, zweifelest, zweifelst) du noch an meiner Aufrichtigkeit?
III. Was passt in die Lücke? a) i; ie oder ieh: 1. Die Vorhänge bl...ben offen,
und die Sonne sch...n ins Zimmer. 2. Kein Häftling entfl...t diesem Gefängnis.
3. Die Tochter gl...ch der Mutter gar nicht. 4. Man verl... ihm für diese
Erfindung eine Prämie. 5. Sie str...ch Butter aufs Brot. 6. Es fr...rt mich! 7. Du
erz...st den Sohn falsch! 8. Die Großeltern verz...en dem Enkel alles. b) d; t oder
tt: 1. Sie stri...en oft wegen Kleinigkeiten. 2. Strei...et nicht! 3. Diese Schere
schnei...et nicht! 4. Der Junge schni... sich in den Finger. 5. Als Kind li... ich an
Schlaflosigkeit. 6. Ich bi...e Sie um Verständnis. 7. Der Lehrer tra... ins Zimmer
und ba... um Ruhe. 8. Wie heißt die Dame, die gerade den Raum betri... ? 9. Die
Alte schrei...et langsam über die Straße. 10. Unsere Gruppe schri... weiter,
lustige Lieder singend. c) k oder ck: 1. Erschri... nicht! 2. Das Kind erschra...
vor dem Hund. 3. Der Hund erschre...te die Kleine. 4. Ich ba...e zu deinem
Geburtstag einen Kuchen. 5. Immer, wenn ich heimkam, bu... meine Mutter
etwas Leckeres.

DAS PERFEKT INDIKATIV AKTIV

haben/sein im Präsens + Partizip II des Vollverbs


haben sein
 alle transitiven Verben;  die Verben der Zustandsveränderung;
 alle reflexiven Verben;  die Verben der Ortsveränderung;
 alle Modalverben;  die Verben sein, werden, bleiben, begegnen;
 die unpersönlichen Verben  alle intransitiven Verben mit den Präfixen
 intransitive objektive ein-, ent-, ver-, zer- z. B.: einsteigen,
Verben, z.B.: helfen; verschwinden, zerfallen, entgehen;
 intransitive Verben eines  viele Ereignisverben: geschehen, passieren,
Zustands, z.B: schlafen; gelingen, misslingen, miss-/glücken,
 intransitive Verben, die fehlschlagen, miss-/raten, scheitern, gedeihen,
einen Vorgang in seinem vorkommen, er-/folgen, vorfallen, zustoßen,
Verlauf bezeichnen, z.B.: auftreten, a u ß e r stattfinden, klappen.
arbeiten.
Merken Sie sich:
 Wenn das Ziel oder die Richtung nicht angegeben sind, so
können die Verben eilen, reiten, rudern, schwimmen, segeln u. a. auch

114
mit haben konjugiert werden, z.B.: Zeit seines Lebens hat er viel
gereist.
 Beim transitiven Gebrauch stehen auch die Bewegungsverben
mit haben, z.B.: Er hat uns mit seinem VW zum Bahnhof gefahren.
 Wenn ein Modal- oder ein Empfindungsverb, auch die Verben helfen
und lassen im Satz mit dem Infinitiv eines anderen Verbs stehen, so
wird die ältere Form des Partizips II gebraucht, die auch
„Ersatzinfinitiv“ genannt wird, weil sie mit dem Infinitiv formgleich
ist, z.B: Das Kind hat nicht schlafen wollen. Wenn diese Verben ohne
Infinitiv stehen, so wird die moderne Form vom Partitip II gebraucht,
z.B.: Ich habe das nicht gewollt.
 Die Hauptbedeutung des Perfekts b e i m absoluten
G e b r a u c h ist die Angabe der Vergangenheit. Im Gegensatz zum
Präteritum bezeichnet das Perfekt gewöhnlich eine vergangene Handlung, die
mit der Gegenwart auf irgendwelche Weise verbunden ist: entweder sind
deren Folgen für die Gegenwart von Bedeutung, oder die Gegenwart stellt
ein Ergebnis der Vergangenheit dar, oder man schätzt eine vergangene
Handlung vom Standpunkt der Gegenwart aus. Das Perfekt kommt vor allem
im Gespräch, also im mündlichen Sprachgebrauch vor. z.B.: Haben Sie gut
geschlafen? Das Perfekt wird zum Unterschied vom Präteritum auch in
kurzen Mitteilungen und Berichten, zur Feststellung von Tatsachen, zum
Hervorheben eines Gedankens gebraucht. Nur bei den Hilfs- und
Modalverben erscheint oft auch im Gespräch anstelle des Perfekts das
Präteritum, z.B.: „Was wollten sie wissen?“ fragte ich. „Sie haben sich vor
allem die Mansarde angesehen.“
 Das Perfekt erscheint oft auch in einer präteritalen Erzählung im
ersten oder im letzten Satz eines Abschnittes bzw. eines zusammengesetzten
Satzes. Das Perfekt im ersten Satz nennt man das Eröffnungs-, im letzten –
das Schlussperfekt, z. B.: Als Levin meinen Mercedes in Schrott
verwandelte, habe ich ihn vorübergehend aufs Pflichtteil gesetzt.
Wenn beide Arten in einem Abschnitt vorkommen, so spricht man vom
Rahmenperfekt. Innerhalb des Rahmens erscheint das Präteritum. Die Sätze
mit dem Verb im Perfekt haben ein größeres semantisches Gewicht im
Vergleich zum Präteritum.
 B e i m r e l a t i v e n Z e i t g e b r a u c h dient das Perfekt zum
Ausdruck der Vorzeitigkeit in der Gegenwart, z.B.: Ich nehme an, dass sie
früher ihren Chef angebetet hat wie jetzt den Chefarzt. Das Perfekt kann
auch zur Angabe der relativen Zukunft (der Vorzeitigkeit in der Zukunft)
dienen. Als seine Partnerformen treten dabei im Hauptsatz entweder das
Futurum I oder das futurische Präsens auf, z.B.: Nachdem wir alles
eingepackt haben, gehen wir ins Cafe.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie wird das Perfekt Indikativ Aktiv gebildet?
2. Konjugieren Sie die Verben haben und sein im Präsens! 3. Welche Verben

115
bilden das Perfekt mit dem Hilfsverb haben (sein)? 4. In welchem Fall werden
auch einige Bewegungsverben mit haben gebraucht? 5. Wie wird das Perfekt
eines Modal- oder eines Empfindungsverbs, auch der Verben helfen und lassen
gebildet, wenn sie im Satz mit dem Infinitiv eines anderen Verbs stehen?
6. Welche Bedeutung des Perfekts gilt als seine Hauptbedeutung? 7. Welche
Nebenbedeutungen hat das Perfekt? 8. Was bezeichnet das relative Perfekt?
9. Mit welchen Zeitformen wird das Perfekt zum Ausdruck der relativen
Zukunft gebraucht? 10. Vergleichen Sie die Bildung und den Gebrauch des
Perfekts und des Präteritums Indikativ Aktiv.

DAS PLUSQUAMPERFEKT INDIKATIV AKTIV

haben/sein im Präteritum + Partizip II des Vollverbs


Die Wahl des Hilfsverbs erfolgt nach denselben Regeln wie beim Perfekt.
Merken Sie sich: Wenn ein Modal- oder ein Empfindungsverb, auch die
Verben helfen und lassen im Satz mit dem Infinitiv eines anderen Verbs
stehen, so wird die ältere Form des Partizips II gebraucht, die auch
„Ersatzinfinitiv“ genannt wird, weil sie mit dem Infinitiv formgleich ist,
z.B: Ich hatte nach Hause fahren müssen. Wenn diese Verben ohne
Infinitiv stehen, so wird die moderne Form vom Partitip II gebraucht, z.B.:
Sie hatte das nicht gekonnt.

 Das Plusquamperfekt wird n u r r e l a t i v gebraucht, es bezeichnet, mit dem


Präteritum (manchmal auch mit dem Perfekt) als “Partnerform“ gekoppelt,
die Vorzeitigkeit in der Vergangenheit, d.h. eine vergangene Handlung, die
einer anderen vergangenen Handlung vorangeht. Das ist die Hauptbedeutung
dieser Zeitform, z. B.: Später erfuhr ich, dass diese Frau selbst schon viel
durchgemacht hatte.
Wenn die Handlungen in ihrer natürlichen Folge geschehen, gibt man das
durch dieselbe Zeitform wieder, z.B.: Ich nahm meinen kleinen Beutel vom
Bett, schwang ihn über die Schulter, stieg die Treppe hinunter und trat durch
die Vordertür ins Freie.
Ändern wir die natürliche Reihenfolge, indem wir die früher eingetretene
Handlung später nennen, oder wenn zwei Vorgänge durch einen größeren
Zeitraum getrennt sind, erscheint das Plusquamperfekt unbedingt, z.B.: In
meinem Job als Küchenhilfe bei McDonald´s kamen mir die Fähigkeiten
zugute, die ich mir als Hausmädchen angeeignet hatte. Es war ganz klar
geworden, und die Sonne schien golden.
Mit der Konjunktion nachdem gebraucht man in der Vergangenheit immer
das Plusquamperfekt, z. B.: Nachdem ich einige Monate lang auf ein Zimmer
gewartet hatte, erfuhr ich von einer Frau, die eine Mitbewohnerin suchte.
 Als Nebenbedeutung dieser Zeitform gilt ihr Gebrauch zum Ausdruck der
Abgeschlossenheit einer Handlung (das konstatierende Plusquamperfekt).

116
Es wird dabei oft deren rasches, plötzliches Eintreten betont, z.B.: Kaum
hatten wir den letzten Bissen geschluckt, als Pawel aufsprang und Alma und
mich ziemlich autoritär in die Betten verwies.
Dieser Art Plusquamperfekt begegnet man auch in Temporalsätzen mit den
Konjunktionen bis, ehe, bevor, doch ohne Nebensinn eines raschen
Abschlusses, z. B.: ...Jetzt brauchte es nur zwei Sekunden, bis er mir erklärt
hatte, dass er mich einfach fotografieren wollte.
 Im Plusquamperfekt wird manchmal die Exposition einer Erzählung gegeben
als eine Art Vorgeschichte, dann folgt im Präteritum die eigentliche
Darstellung der Geschehnisse (das einleitende Plusquamperfekt). Das ist
eine weitere Nebenbedeutung dieser Zeitform, z. B.: Eine Frau war in
unserer Wohnung gewesen. Ich roch es, ich spürte es.
Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie wird das Plusquamperfekt Indikativ Aktiv
gebildet? 2. Konjugieren Sie die Verben haben und sein im Präteritum!
3. Welche Verben gebraucht man mit dem Hilfsverb haben (sein)? 4. Wie wird
das Plusquamperfekt eines Modal- oder eines Empfindungsverbs, auch der
Verben helfen und lassen gebildet, wenn sie im Satz mit dem Infinitiv eines
anderen Verbs stehen? 5. Was ist die Hauptbedeutung des Plusquamperfekts?
6. Hat diese Zeitform auch eine absolute Bedeutung? 7. Ist das Plusquamperfekt
bei der Angabe der Vorzeitigkeit immer obligatorisch? 8. Was bezeichnet das
konstatierende Plusquamperfekt? 9. Vergleichen Sie die Bildung und den
Gebrauch des Perfekts und des Plusquamperfekts Indikativ Aktiv.

DAS PERFEKT UND PLUSQUAMPERFEKT IND. AKTIV (ÜBUNGEN)

Übung 1. Bestimmen Sie, welche Bedeutungen das Perfekt und


Plusquamperfekt in den Sätzen haben:
1. Und du hast noch nichts getan?! Wir haben dich doch nicht hierhergeholt,
damit du fernsiehst! 2. In drei Wochen hat Familie Meier ihren Urlaub beendet.
3. Wenn er genügend Berufserfahrungen gesammelt hat, macht er sich
bestimmt selbständig. 4. Wie lange er nach einer Lehrstelle gesucht hat, weiß
ich nicht. 5. Als er seine Lehre machte, hat er einmal wöchentlich die
Berufsschule besucht. 6. Nachdem er die Lehre abgeschlossen hatte, suchte er
einen Arbeitsplatz. 7. Kaum hatte ich das gesagt, wurde ich auch schon wieder
mißtrauisch. 8. Der Pförtner, der mir öffnete, kannte meine Familie gut, denn er
hatte manchmal meinen Onkel chauffiert. 9. Am Montag ist der Vulkan Oyama
wieder ausgebrochen. Der Ausbruch begann am Montag früh. Der Berg spie
hohe Fontänen flüssiger Lava und Asche in den Himmel. Ein Dorf wurde unter
Strömen flüssiger Lava und einem Ascheregen begraben, ein zweites Dorf
wurde völlig zerstört. Viele Menschen haben ihre Dörfer verlassen und sind
jetzt obdachlos. Erst wenn sich der Vulkan beruhigt hat, werden die Leute in
ihre verlassenen Dörfer zurückziehen. Zum letzten Mal war der Oyama am 24.
August 1962 ausgebrochen. Damals waren 31 Menschen gestorben. Die

117
Meldung über den neuen Vulkanausbruch hat in der ganzen Welt Anteilnahme
ausgelöst.

Übung 2. Teilen Sie die Verben in 3 Gruppen ein: a) die Verben, die das
Perfekt mit haben bilden, b) die Verben, die das Perfekt mit sein bilden,
c) die Verben, die das Perfekt bald mit haben, bald mit sein bilden.
Kommentieren Sie Ihre Wahl!
schneien, geben, ziehen, sterben, sich gewöhnen, verschwinden, helfen, reisen,
denken, schlafen, frieren, begegnen, entnehmen, zerbrechen, einsteigen, regnen,
scheitern, zerfallen, entgehen, dürfen, klappen, vertrauen, fahren, verbrennen.

Übung 3. Drücken die Verben in den Sätzen einen Zustand oder eine
Zustandsveränderung aus? Das Perfekt bzw. das Plusquamperfekt machen
das klar. Machen Sie eine Probe!
1. Die Suppe kocht. Die Suppe kocht über. 2. Wir trocknen die Haare mit dem
Fön. Die Haare trocknen schnell. 3. Das Mädchen kränkelte. Es erkrankte aber
nicht ernsthaft. 4. Er stand um sechs auf. Er stand lange an der Haltestelle.
5. Das Kind schlief schnell ein. Es schlief zwölf Stunden. 6. Es taute gestern.
Das Eis taute auf. 7. Tom wachte spät auf. Ein Krankenpfleger wachte bei ihm.
8. Das Feuer brannte lichterloh. Das Haus brannte aus. 9. Es entstand
Sachschaden. Es bestand ausreichend Versicherungsschutz. 10. Sie lag mehrere
Wochen im Krankenhaus. Sie erlag der Krankheit.

Übung 4. Setzen Sie die Verben im Perfekt bzw. Plusquamperfekt ein:


1. Gestern ... ich im Wald die Nachtigall schlagen ... (hören). 2. Die Freundin
teilte mir mit, dass sie mich gestern vom Bahnhof abholen ... (wollen). Leider ...
sie es nicht ... (können). 3. Der Prüfer ... den Fahrschüler Verkehrsschilder
erklären ... (lassen). 4. Vor kurzem ... ich im Zirkus Akrobaten auftreten ...
(sehen). Es war sehr gefährlich, und ich ... mein Herz klopfen ... (fühlen). 5.
Sie ... den Motor aufheulen ... (hören). 6. Ich beneide die Menschen, die
Schaljapin singen ... (hören). 7. Da ich einen bequemen Platz hatte, ... ich alles
gut sehen und hören ... (können). 8. Man ... den Kranken ins Krankenhaus
bringen ... (müssen), er ... es aber nicht ... (wollen). 9. Er ... es nicht tun ...
(wollen), aber er ... es ... (müssen). 10. ... du die Kinder im Hof spielen ...
(sehen)? 11. Die Schüler ... ihren kranken Freund besuchen ... (wollen), aber
sie ... es nicht tun ... (dürfen). 12. Der Portier ... mir die Anmeldebögen ausfüllen
... (helfen). 13. ... du schon einmal unseren Chor singen ... (hören)? 14. Der
Prüfer ... einen Studenten seinen komplizierten Namen buchstabieren ... (lassen).
15. Ich habe mich gut zur Prüfung vorbereitet und ... alle Fragen des Prüfers gut
beantworten ... (können). 16. Der Pilot ... dem Flugingenieur die Klimaanlage
reparieren ... (helfen).

Übung 5. Stellen Sie sich vor: Der Chef kommt von einer Dienstreise
zurück und führt ein Gespräch mit seinem Stellvertreter. Ergänzen Sie
diesen Dialog!
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Chef: Ist in meiner Abwesenheit irgend etwas Aufregendes passiert?
Stellvertreter: Nein, es hat sich nichts Aufregendes ereignet.
 Schwierigkeiten (auftreten)?
 efreulicherweise nichts (schief gehen).
 alle Laborarbeiten und Versuche nach Plan (verlaufen)?
 alles wie geplant (klappen), kein Versuch (missglücken), keinem der
Mitarbeiter ein schwerwiegender Fehler (unterlaufen).
 auch privat keinem Mitarbeiter etwas (zustoßen)?
 wirklich nichts Beunruhigendes (vorfallen).
 die Vorlesungen, regelmäßig (stattfinden)?
 auch hier keine Unregelmäßigkeiten (vorkommen).
 hinsichtlich der beantragten Laborerweiterung (geschehen)?
 manches Neue (sich zutragen); in den Verhandlungen mit dem
Universitätsbauamt, ein Stillstand (eintreten); von unserer Seite keine
Anstrengungen (unterbleiben); die Verhandlungen zwar nicht endgültig
(fehlschlagen), aber auf unseren Vorschlag bisher keine Reaktion (erfolgen).

Übung 6. Gebrauchen Sie die Bewegungsverben im Perfekt:


1. Die Taxifahrer fahren auch sonntags zur Arbeit. Am Abend fahren sie ihre
Wagen in die Garage. 2. Staubwolken ziehen hinter ihnen her. Ein Transporter
zieht einen Unfallwagen hinter sich her. 3. Am Ende des Konzerts erhebt sich
das Publikum vor Begeisterung von seinen Plätzen. Die Fans drängen sich
nach vorn. Einige klettern sogar auf das Podium. 4. Der Verkehr kommt fast
zum Erliegen. Die Autos bewegen sich nur im Schritttempo. 5. Das Mädchen
tanzt vor Freude durch das Zimmer. Zur Eröffnung des Festabends tanzt das
Ballett der Staatsoper. 6. Seit seinem Autounfall hinkt er leicht. Er hinkt an
einem Stock über die Straße. 7. Die Rennfahrer starten ihre Wagen. Für die
Bundesrepublik starten vier Fahrer. 8. Die Sieger betreten das Podest. Ein
Besucher tritt ins Kabinett. 9. Die Zuschauer gehen dicht an das Podium heran.
Sie nähern sich den Künstlern so nah wie möglich. 10. Der Vogel schwebt
hoch oben in der Luft. Der Luftballon schwebt langsam in die Höhe.
11. Quellwasser sprudelte aus dem Felsen. Im Kessel sprudelte kochendes
Wasser.

Übung 7. Drücken Sie die Vorzeitigkeit in der Vergangenheit aus:


1. Nachdem er ein bisschen gelesen hat, sieht er fern. 2. Seitdem Christina
das Abitur gemacht hat, bereitet sie sich auf die Aufnahmeprüfungen vor.
3. Staunend blickt er auf die winzige Gestalt, die so unerwartet aufgetaucht ist.
4. Die Abendvorstellung ist vorbei. Die letzten Takte der Musik sind verstummt.
5. Die Damen sind nicht mehr da, sie sind am Morgen mit dem Auto abgereist.
6. Weiß sie, was geschehen ist? 7. Der Kleine darf spazieren gehen. Er hat seine
Schulaufgaben gemacht. 8. Kein Wunder, dass sie so erschöpft aussieht: Sie hat
die ganze Nacht am Computer gearbeitet. 9. Jeden Abend rechnet er nach, wieviel
Geld er schon ausgegeben hat. 10. Seine Tasche ist weg. Man hat ihn bestohlen.

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Übung 8. Setzen Sie die Verben in eine passende Vergangenheitsform:
1. Seine Eltern (leben) sehr lange in Köln. Später (ziehen) sie in eine andere
Stadt. 2. Gerda (kommen) diesmal nicht mit dem Wagen. Sie (verkaufen) es vor
drei Wochen. 3. Nachdem er (frühstücken), (machen) er sich nach einer Weile
an die Arbeit. 4. Sobald er eine Zeitung (lesen), (nehmen) er sich eine andere.
5. Nachdem er seine Einkäufe (erledigen), (gehen) er nach Hause. 6. Die
Kinder (zurückkehren) durchfroren nach Hause. Auf der Straße (machen) sie
einen Schneemann. 7. Ich (stehen) vor dem Schaufenster, da (bemerken) ich
Otto. 8. Sobald er eine Flasche Bier (austrinken), (öffnen) er gleich eine neue.
9. In Deutschland (verlieren) ich meinen Freund aus den Augen. Aber dann
(begegnen) ich ihm eines Tages. 10. Durch das Feuer (verlieren) er alles, was
er sich in den letzten Jahren mühevoll (erarbeiten). 11. Seit er die Universität
(absolvieren), (finden) er keine Stelle. 12. Maria (gehen) sehr oft ins
Kosmetikstudio, das man vor einem Jahr (eröffnen). 13. Drei Jahre (sein) es her,
seit er diese Stadt (verlassen). 14. Die Bauern (beenden) die Arbeit, ehe die Sonne
(untergehen). 15. Nachdem er (essen), (fernsehen) er noch ein wenig.
16. Klaus (denken) oft an seine Brüder, besonders an den kleinsten, den er selbst
(aufziehen). 17. Marianne (ausprobieren) einige Schlüssel, bevor sie den
richtigen (finden).

Übung 9. Übersetzen Sie:


a) 1. После того как участники конференции прослушают доклад, они
будут обсуждать его. 2. Прошло уже 2 года с тех пор как я живу в этом
городе. 3. С тех пор, как начались занятия, я очень занята и редко вижусь с
друзьями. 4. Скажи, пожалуйста, что ты будешь делать, когда вернешься
домой? 5. После того как мы окончим университет, мы будем работать
преподавателями в разных городах нашей страны. 6. Едва голова
коснулась подушки, ребенок заснул. 7. После того как больного
прооперировали, ему нельзя было некоторое время есть и пить. 8. Машина
тронулась с места и вскоре исчезла вдали. 9. Получив рецепт, я пошла в
аптеку заказать лекарство. 10. Когда мы прибежали на перрон, поезд уже
ушел.
б) На прошлой неделе я участвовала в научной студенческой конференции.
Это мероприятие проходило не в нашем городе, и мне нужно было
позаботиться о ночлеге. Я остановилась в гостинице. Я опасалась, что в
гостинице может не оказаться свободных мест. А я ведь не забронировала
номер заранее! Но мне повезло. Предупредительный портье у стола
регистрации предложил мне уютный одноместный номер со всеми
удобствами. Кроме того, он осведомился, нет ли у меня ценных вещей,
которые я хотела бы сдать на хранение. После того как я
зарегистрировалась, заполнила все формуляры и выполнила прочие
формальности, портье дал мне ключ от номера и пожелал приятного
проживания.

120
Übung 10. Lesen Sie den Text:
Ein Ausflug
Im letzten Sommer ging eine Gruppe von Studenten einen Tag auf
Exkursion. Sie fuhren mehrere Stunden mit dem Bus. Einer der Studenten fuhr
den Bus. Gleich nach der Ankunft kletterten sie einen steilen Berg hinauf und
liefen auf der Suche nach Steinen den ganzen Bergrücken entlang. So streiften
sie den halben Tag durch die Natur. Plötzlich rutschte ein Student aus und
stürzte den Hang hinunter. Die anderen rannten dann auch den Berg hinunter
und kamen ihm zu Hilfe. Zwei trugen ihn zum Bus und fuhren ihn gleich ins
Krankenhaus. Die anderen gingen zu Fuß bis zum nächsten Ort. Sie
marschierten drei Stunden und fuhren dann mit dem Zug zurück. So fand die
Exkursion ein vorzeitiges Ende.
Aufgaben zum Text:
1. Die Substantive im Akkusativ ohne Präposition sind nicht immer Objekte. Sie
können auch Adverbialbestimmungen der Zeit (z. B.: den ganzen Tag fahren)
oder des Ortes (z. B.: einen Hang hinaufsteigen) sein. Die Bewegungsverben
bleiben dabei intransitiv. Sehen Sie den Text durch und finden Sie darin
Beispiele dazu.
2. Stellen Sie sich vor, dass Sie mit Ihrem Freund an dieser Exkursion teil-
genommen haben, und sprechen Sie darüber zu zweit. Beginnen Sie z.B. so:
- Erinnerst du dich noch, wie wir im Sommer einen Ausflug gemacht haben?
- Natürlich! So was vergisst man doch nicht!
- ...

Übung 11. Lesen Sie den Text:


Familienleben
Bald nachdem Brigitte und Thomas in den Stand der Ehe getreten waren,
kam das erste Kind zur Welt. Damit war ihr größter Wunsch in Erfüllung
gegangen. Die junge Mutter ging sehr liebevoll mit ihrem Kind um. Dem
jungen Vater ging diese Fürsorge manchmal zu weit. Und das Kindergeschrei
ging ihm oft auf die Nerven. Trotzdem fuhr Thomas nicht aus der Haut. Im
Gegenteil: Bei der Kinderpflege ging er der Frau oft zur Hand. Und wenn das
Kind schlief, ging er wie auf Eiern durch die Wohnung. Allerdings trat Thomas
bei seiner Frau immer mehr in den Hintergrund. In ihren Gesprächen ging es
fast nur noch um das Kind. Finanziell kamen sie über die Runden, obwohl das
Kind ins Geld ging. Der vielbeschäftigten Mutter fiel zu Hause mit der Zeit die
Decke auf den Kopf. Brigittes Unzufriedenheit trat klar zutage. Deshalb kam sie
auf die Idee wieder halbtags zu arbeiten. Thomas ging sofort auf diesen
Vorschlag ein. Sein Organisationstalent kam jetzt voll zum Zuge: Mit seiner
Hilfe ging die Arbeitssuche glatt über die Bühne. Brigitte kam bei einer
angesehenen Firma unter. Gleichzeitig trat eine akzeptable Kinderfrau in
Erscheinung. Das neue Leben ging nun seinen Gang. Die junge Familie kam
mit der neuen Organisation ihres Alltags gut zurecht.

121
Aufgaben zum Text:
1. Die Bewegungsverben kommen oft in stehenden Redewendungen und mit
übertragener Bedeutung vor (z.B.: zur Welt kommen). Und obwohl sie schon
keine eigentliche Fortbewegung bezeichnen, werden sie mit sein gebraucht.
Finden Sie im Text ähniche Redewendungen mit Bewegungsverben.
2. Sprechen Sie zu zweit. Übernehmen Sie die Rollen von Brigitte und Thomas
und erzählen Sie über ihre ersten Jahre nach der Heirat.
3. Ist das Familienleben schwer? Diskutieren Sie darüber mit Ihren
Studienkollegen.

Übung 12. Erzählen Sie darüber, was Sie in den Sommerferien


unternehmen möchten. Gebrauchen Sie dabei das futurusche Perfekt und
als seine Partnerformen entweder das Futurum I oder das futurische
Präsens wie im M u s t e r :
Nachdem ich meine Prüfungen bestanden habe, fahre ich nach Hause. Und
nachdem ich zu Hause angekommen bin, werde ich all meine Freunde zu Gast
einladen.
Übung 13. Freizeitgestaltung: Interviewen Sie Ihren Studienkollegen.
Fragen Sie aus, wie er/sie das Wochenende verbracht hat.

Übung 14. Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie sich auf die
Aufnahmeprüfungen an unserer Universität vorbereiteten und diese
ablegten? Berichten Sie darüber. Gebrauchen Sie neben dem Präteritum
das Plusquamperfekt zum Ausdruck der Vorzeitigkeit in der
Vergangenheit und das Rahmenperfekt.
Übung 15. Stellen Sie sich vor: Nach vielen Jahren Abwesenheit sind Sie
wieder in Ihrer Heimatstadt. Berichten Sie im Präsens, wie die Stadt jetzt
aussieht, und im relativen Perfekt, wie sie vor Jahren gewesen ist.

Übung 16. Gebrauchen Sie in einem passenden Zusammenhang die


Ausdrücke sich aus dem Staube machen, aus allen Wolken fallen, über alle
Berge sein im konstatierenden Plusquamperfekt zum Ausdruck der
Abgeschlossenheit der Handlung.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Wenn ein Modalverb im Satz mit
dem Infinitiv eines anderen Verbs steht, so bildet man das Perfekt
und Plusquamperfekt des Modalverbs mit a) sein; b) haben. 2. Die
Bewegungsverben bilden das Perfekt und das Plusquamperfekt mit haben, wenn
sie [a) transitiv; b) terminativ] sind. 3. In stehenden Redewendungen und mit

122
übertragener Bedeutung werden die Bewegungsverben mit [a) haben; b) sein]
gebraucht. 4. Wenn ein Bewegungsverb bei sich ein Substantiv im Akkusativ
ohne Präposition hat, wird es [a) immer; b) in den meisten Fällen] mit haben
gebraucht.
II. Welches Verb passt nicht in die Reihe? 1. geschehen, gelingen, scheitern,
stattfinden; 2. beginnen, bekommen, begegnen, sich belaufen; 3. entlehnen,
entstehen, entlassen, entwerten, entschuldigen, entnehmen; 4. verlieren,
verehren, verschwinden, vereinigen, verfassen.
III. Welche Form ist korrekt? 1. Man hat mich ins Krankenhaus (bringen
müssen; bringen gemusst). 2. Ich habe es aber nicht (gewollt; wollen).
3. Nachdem er ein bisschen (las; gelesen hatte; gelesen hat), sah er fern.
4. Seine Eltern (lebten; hatten gelebt) sehr lange in Köln. Später zogen sie in
eine andere Stadt. 5. Nachdem er seine Schulaufgaben (gemacht hat; machte;
gemacht hatte), darf der Kleine spazieren gehen. 6. Wir (sind; haben) den
ganzen Tag gefahren. 7. Die Kinder (haben; sind) den steilen Berg
hinuntergerannt. 8. Die Bergsteiger (haben; sind) den Berg bestiegen.
9. Damit (war; hatte) ihr größter Wunsch in Erfüllung gegangen. 10. (Ist; hat)
alles geklappt? 11. Der Vogel (hat; ist) hoch oben in der Luft geschwebt.
12. Quellwasser (hat; ist) aus dem Felsen gesprudelt.
IV. Prüfen Sie die Übersetzung! 1. Что нам задано на завтра? Я забыла. –
Was haben wir für morgen auf? Ich habe das vergessen. 2. Мама приготовила
наше любимое блюдо. Все ели его с большим аппетитом. – Die Mutter hatte
unser Leibgericht gekocht. Alle aßen es mit großem Appetit.

DAS FUTUR I INDIKATIV AKTIV

werden im Präsens + Infinitiv I Aktiv des Vollverbs


 Die Hauptbedeutung dieser Zeitform b e i m a b s o l u t e n G e b r a u c h ist
die Bezeichnung der Zukunft. z. B.: Nie wieder werde ich meine Todesangst
vergessen. Das Futurum I ist obligatorisch, wenn keine weiteren Angaben der
Zukunft vorhanden sind, sonst kann als Synonym das futurische Präsens
gebraucht werden. z.B.: Ich werde das nicht vergessen. Morgen bin ich frei.
 Man gebraucht das Futurum I zur Angabe einer Vermutung in Bezug auf die
Gegenwart. Das ist das modale Futur. Mit dieser Bedeutung wird es oft durch
Modalwörter (z. B. wohl, vielleicht, vermutlich, gewiss, sicher, wahrscheinlich
usw.) begleitet, z. B.: Anna fehlt heute. Sie wird wohl krank sein.
 Mit Hilfe der Intonation kann das Futurum I den imperativischen Sinn erhalten
(das imperativische Futur), z. B.: Du wirst gleich aufstehen und den Raum
verlassen!
 Beim relativen Gebrauch drückt das Futur I die Gleichzeitigkeit in der Zukunft
aus, z.B.: Wenn es nicht regnen wird, wird er aufs Land fahren.

123
Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie wird das Futur I Indikativ Aktiv gebildet?
2. Konjugieren Sie das Verb werden im Präsens! 3. Welche Bedeutung des
Futurs I gilt als seine Hauptbedeutung? 4. Wann darf man statt des Futurs I das
Präsens gebrauchen? 5. Was gibt das modale Futur I an? 6. Was drückt das
Futurum I beim relativen Gebrauch?

DAS FUTUR II INDIKATIV AKTIV

werden im Präsens + Infinitiv II Aktiv des Vollverbs

 Die Hauptbedeutung dieser Zeitform, die n u r r e l a t i v gebraucht wird, ist


die Angabe der Vorzeitigkeit in der Zukunft, z. B.: Nachdem wir dir alles
erzählt haben werden, wirst du bestimmt lachen.
 Das modale Futur II drückt ebenso wie das Futur I eine Vermutung aus.
Diese bezieht sich aber auf die Vergangenheit. Das ist seine Nebenbedeutung,
z.B.: Er war nicht in der Versammlung. Er wird wohl nach Hause gefahren
sein.
Genauso wie das konstatierende Plusquamperfekt kann das Futur II eine
nachfolgende abgeschlossene Handlung bezeichnen. Dabei wird die Sicherheit
ausgedrückt, dass das erwartete Geschehen tatsächlich eintreten wird. Das ist
eine weitere Nebenbedeutung dieser Zeitform, z. B.: Wenn wir uns im nächsten
Jahr wiedersehen, wirst du deine Uni schon absolviert haben.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie wird das Futur II Indikativ Aktiv gebildet?
2. Wie bildet man den Infinitiv II Aktiv? 3. Konjugieren Sie das Verb werden im
Präteritum. 4. Welche Bedeutung des Futurs II gilt als seine Hauptbedeutung?
5. Wird diese Zeitform auch absolut gebraucht? 6. Welche Zeitform gebraucht
man oft statt des Futurs II zum Ausdruck der relativen Zukunft? 7. Was gibt das
modale Futur II an? 8. Vergleichen Sie die Bildung und den Gebrauch des
Futurs I und des Futurs II Indikativ Aktiv.

DAS FUTUR I UND II INDIKATIV AKTIV (ÜBUNGEN)

Übung 1. Bestimmen Sie, welche Bedeutungen das Futurum I und II in den


Sätzen haben:
1. Morgen werde ich eine neue Stelle antreten. 2. Am Ende der Woche wird
sich herausgestellt haben, ob meine Entscheidung richtig war. 3. Die
Computer-Revolution wird unser Leben stark verändern. 4. Nächste Woche
wirst du dich nach einem neuen Job umsehen! 5. Jeder wird schon mal etwas

124
vom Internet gehört haben. 6. Er möchte einen Computer kaufen, aber auf
seinem Konto wird wohl nicht genügend Geld sein. 7. Die Gäste werden schon
bestimmt angekommen sein. 8. Wenn er genügend Berufserfahrungen
gesammelt haben wird, wird er sich bestimmt selbständig machen. 9. Es
werden wohl Gründe für seine Unzufriedenheit geben.

Übung 2. Ersetzen Sie, wo möglich, das Präsens durch das Futurum I:


1. Ihr langweilt euch in dieser Versammlung. 2. Nächste Woche besuche ich
dich. 3. Wir treffen uns heute in der Vorlesung. 4. Plötzlich klingelt das Telefon.
5. Bulgarien liegt im Südosten Europas. 6. Nach der Klärung des Falls schreibt
der Polizist ein Protokoll. 7. Seit einer Stunde schläft das Kind ruhig in seiner
Wiege. 8. Heute habe ich nur eine Doppelstunde. 9. Hilfst du mir bei der
Hausarbeit? 10. Hiermit beglückwünsche ich dich zu deiner Beförderung.

Übung 3. Setzen Sie die eingeklammerten Verben im Futurum I zum


Ausdruck der Vermutung ein. Übersetzen Sie die Sätze:
1. Der Junge fehlt. Er (sein) wohl krank. 2. Ich kann mein Heft nicht finden. Es
(liegen) sicher zu Hause auf dem Tisch. 3. Das Kind hat nicht gefrühstückt. Es
(haben) jetzt bestimmt Hunger. 4. Ich habe meine Freundin heute zum
Flughafen begleitet. Sie (sein) jetzt bestimmt schon im Ausland. 5. Die
Stunde fällt aus. Der Lehrer (sein) wohl krank. 6. So früh ist Otto zu Hause
nicht zu erreichen. Er (arbeiten) jetzt gewiss in seinem Büro. 7. Die Tür ist
verschlossen. Die Eltern (sein) sicher auf der Datscha. 8. Es ist schon spät,
aber in seinem Zimmer brennt das Licht. Er (arbeiten) wohl noch.

Übung 4. Bilden Sie den Infinitiv II Aktiv und das Futur II Indikativ Aktiv:
fahren, schreiben, genießen, singen, versuchen, genesen, wachsen, verstecken,
erschrecken, tun, bringen, fehlen, sprechen, gefallen, steigen, vergessen, hören,
schieben, gießen, legen, gestehen, scheitern, messen, biegen, riechen, weichen.
Übung 5. Setzen Sie die eingeklammerten Verben im Futurum II ein:
1. Bis Montag (eintreffen) er in Berlin. 2. Die Delegation (zurückkehren)
morgen nach Minsk. 3. Bis Dienstag (abgeben) der Schüler seinen Aufsatz.
4. Bis zum nächsten Sommer (umziehen) er wohl schon. 5. Morgen
(beenden) er die Arbeit. 6. In der nächsten Woche (lösen) er dieses Problem
längst. 7. In zwei Tagen (ablösen) ihr euch wie gewöhnlich. 8. Rufe mich
um 8 Uhr an. Zu dieser Zeit (kommen) ich schon nach Hause. 9. Ende Mai
(veröffentlichen) er seinen neuen Roman schon.
Übung 6. Bestimmen Sie, wo das Perfekt eine in der Zukunft
abgeschlossene Handlung ausdrückt und durch das Futur II zu ersetzen ist:
1. Bis morgen hat das Fieber bestimmt nachgelassen. 2. In der nächsten
Woche hat er sich wieder erholt. 3. Der Betrieb hat seine Verpflichtungen
schon Mitte Dezember erfüllt. 4. Der Student hat seine Abschlussprüfung
nicht bestanden. 5. Bald haben wir den Winter überstanden. 6. Vor zwei
Tagen hat er seine Diplomarbeit abgeschlossen. 7. Bis zum nächsten Jahr
haben wir diesen Forschungsauftrag abgeschlossen. 8. Er hat seine Frau oft
125
besucht. 9. In den nächsten Wochen sind die Beeren gereift. 10. Wegen der Hitze
sind die Beeren dieses Jahr in wenigen Wochen gereift.

Übung 7. Gebrauchen Sie das Futurum II in seiner modalen Bedeutung


und übersetzen Sie die Sätze:
1. Sie (lesen) wohl schon gestern diesen Artikel. 2. Der Student (übersetzen)
schon sicher den Text. 3. Der Uhrmacher (reparieren) die Uhr gewiss schon.
4. Er (klären) die Probleme sicher längst. 5. Gestern (sein) er wohl auch in
Dresden. 6. Die Zuschauer klatschten lange Beifall. Das Stück (gefallen)
allen sicher. 7. Die Studenten (besprechen) diese Frage im vorigen
Seminar schon. 8. Der Abteilungsleiter (korrigieren) seinen Fehler
wahrscheinlich schon.

Übung 8. Gebrauchen Sie zum Ausdruck der Vermutung das Futur I


oder II:
M u s t e r : Er ist wohl zu Hause. – Er wird wohl zu Hause sein.
Sie haben wahrscheinlich dieses Problem diskutiert. – Sie werden wohl dieses
Problem diskutiert haben.
1. Er ist bestimmt mit der neuen Wohnung zufrieden. 2. Der Vortrag ist
gelungen. Der Referent hat wahrscheinlich viel daran gearbeitet. 3. Die
Touristen haben wohl gestern die Tretjakow-Galerie besichtigt. 4. Die Arbeit
ist wahrscheinlich schon fertig. 5. Er hat den Aufsatz wahrscheinlich noch in
der vorigen Woche geschrieben. 6. Alle Zuschauer erwarteten wohl mit
Ungeduld den bekannten Schauspieler. 7. Von seinen neuen Erfolgen auf dem
Gebiet der Wissenschaft haben Sie wahrscheinlich schon gehört. 8. Die
Alpinisten haben wahrscheinlich den Gipfel des Berges erreicht. 9. An dem
letzten Sonntagsausflug haben wahrscheinlich alle Studenten der Fakultät
teilgenommen. 10. Sein Bruder hat wahrscheinlich die Uni schon absolviert
und arbeitet jetzt wohl irgendwo als Arzt.

Übung 9. Gebrauchen Sie in den Sätzen das Futurum I bzw. II zum


Ausdruck der relativen Zukunft:
1. In zwei Monaten (bestehen) ich meine Prüfungen, dann (sich treffen) wir.
2. Nachdem wir alles (einpacken), (gehen) wir ins Cafe. 3. Nachdem ich alles
(erledigen), (gehen) ich ins Kino. 4. Wenn wir uns im nächsten Jahr
(wiedersehen), (absolvieren) du deine Uni schon. 5. Nächste Woche (genesen)
sie schon und wir (machen) einen Ausflug. 6. Nachdem der Vater das
Telegramm (aufgeben), (abholen) er die Tocher. 7. Nachdem der Sohn die
Universität (absolvieren), (arbeiten) er bei unserer Firma. 8. Wenn wir um 10
(kommen), (frühstücken) sie schon.

Übung 10. Übersetzen Sie:


а) 1. Кто-то стучит в дверь. Это, наверное, гости. 2. Наведи немедленно
порядок в комнате! 3. В следующем месяце строительные работы будут
закончены. 4. Почему ты так бледна? Ты, вероятно, плохо себя чувству-
126
ешь? 5. С этим заданием я справлюсь без особых усилий. 6. В музей мы
пойдем в 4 часа. К этому времени все соберутся. 7. Контрольную работу
мы будем писать на следующей неделе. К этому времени мы закончим
тему «Употребление временных форм». 8. А сейчас ты выключишь
телевизор и пойдешь делать уроки! 9. Он готовился очень тщательно к
своему докладу и, вероятно, хорошо его сделал. 10. В следующем году мы
поедем отдыхать в Турцию.
б) Вы – студент и у Вас нет денег, чтобы остановиться в презентабельном
отеле? Тогда Вас, конечно же, заинтересует наше предложение. Наша
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Übung 11. Äußern Sie die Vermutung in Bezug auf folgende Situationen:
1. Sie sind mit ihrer Freundin verabredet. Die kommt aber nicht zur
festgesetzten Zeit. Warum verspätet sie sich? 2. Das Kind steht alleine an der
Haltestelle und weint. Was ist los? 3. Nach der Party beschäftigt sich die
Gastgeberin mit dem Aufräumen. Was wird sie in einer Stunde schon wohl
gemacht haben? 4. Sie rufen Ihren Freund an, er meldet sich aber nicht am
Telefon. Warum? 5. Eine Kollegin sieht heute glücklich aus und strahlt über das
ganze Gesicht. Wie sind die Ursachen? 6. Der technische Fortschritt geht weiter.
Was wird die Menschheit in 100 Jahren erreicht haben?

Übung 12. In einer Jugendherberge. Der Herbergsvater ist mit der


Unordnung in der JH unzufrieden. Übernehmen Sie die Rolle eines
strengen Herbergsvaters. Gebrauchen Sie das imperativische Futur.
M u s t e r : Ihr werdet der Herbergsmutter zur Hand gehen und eure Zimmer
gleich aufräumen!

Übung 13. Pläne schmieden. Stellen Sie sich vor, dass Sie im Rahmen einer
Sonderaktion eine Mittelmeerkreuzfahrt gewonnen haben. Was werden Sie
unternehmen? Welche Reisevorbereitungen werden Sie treffen? Erzählen
Sie darüber! Gebrauchen Sie dabei das Futurum in seiner Hauptbedeutung
und folgende Wörter: vielleicht, mit Sicherheit, hoffentlich, unter Umständen,
auf keinen Fall usw.

Übung 14. Ein Blick in die Zukunft. Denken Sie daran, wie unsere Welt in
den nächsten Jahrzehnten aussehen wird. Was wird sich geändert haben?
Diskutieren Sie das mit Ihrem Lernpartner.

127
TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Das modale Futur I drückt [a) einen
Befehl; b) eine Vermutung; c) einen Wunsch] aus. 2. Das modale Futur II drückt
eine Vermutung in Bezug auf die [a) Vergangenheit; b) Gegenwart; c) Zukunft]
aus. 3. Zur Angabe der relativen Zukunft gebraucht man das Futurum II
zusammen mit dem a) Perfekt; b) Plusquamperfekt; c) Präsens oder Futur I.
II. Welche Form ist korrekt? 1. Er wird gestern wohl a) gearbeitet haben;
b) arbeiten; c) gearbeitet sein. 2. Sie wird jetzt bestimmt schon im Ausland
a) sein; b) gewesen sein. 3. Der Student wird noch vor zwei Tagen den Text
a) übersetzen; b) übersetzt haben; c) übersetzt werden. 4. Sie wird wohl vorige
Woche diesen Artikel a) schreiben; b) geschrieben sein; c) geschrieben haben.
5. Nachdem ich alles [a) erledigt haben werde; b) erledigt hatte; c) erledigen
werde], gehe ich ins Kino. 6. Wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen, wirst
du deine Uni schon a) absolviert haben, b) absolviert werden; c) absolviert
hatten.
III. Prüfen Sie die Übersetzung! 1. Никто не отвечает. Все, вероятно,
уже ушли. – Niemand meldet sich. Alle werden wohl schon weggegangen
sein. 2. Уже 6 часов. Павел наверняка не придет. – Es ist schon 6 Uhr.
Paul wird sicher nicht gekommen sein.

DAS ZWEIGLIEDRIGE UND DAS DREIGLIEDRIGE PASSIV

Es gibt im Deutschen drei Genera: das Aktiv (lat. agere = handeln), das
Passiv (lat. pati = leiden) und das Stativ (lat. stare = stehen), z.B.: Man gibt den
Wert des Pakets an. Der Wert des Pakets wird angegeben. Der Wert des Pakets
ist angegeben. Das Stativ wird nicht von allen Grammatikern anerkannt. Einige
von ihnen nennen das Stativ das Zustandspassiv, die Konstruktion „sein +
Partizip II“, das sein - Passiv.
Das Aktiv bezeichnet eine Handlung, die vom Satzsubjekt ausgeht und
meist auf ein Objekt gerichtet ist. Das Passiv bezeichnet eine Handlung, die auf
das Satzsubjekt gerichtet ist.

Der Vater ruft den Sohn an. - Der Sohn wird von dem Vater angerufen.
Das Passiv hat dieselben sechs Zeitformen wie das Aktiv. Die Zeitformen
des Passivs werden mit dem Hilfsverb werden in der entsprechenden Zeitform
und dem Partizip II des Vollverbs gebildet. Zu beachten ist die ältere Form des
Partizips II von werden – worden statt geworden im Perfekt, Plusquamperfekt
und Futur II.
128
Das Präsens Indikativ Passiv: Der Vertrag wird von der Firma abgelehnt.
Das Präteritum Indikativ Passiv: Der Vertrag wurde von der Firma abgelehnt.
Das Perfekt Indikativ Passiv: Der Vertrag ist von der Firma abgelehnt worden.
Das Plusquam. Ind. Passiv: Der Vertrag war von der Firma abgelehnt worden.
Das Futur I Ind. Passiv: Der Vertrag wird von der Firma abgelehnt werden.
Das Futur II Ind.Passiv: Der Vertrag wird von der Firma abgelehnt worden
sein.
A n m e r k u n g : In literarischen Werken kommt gelegentlich neben der
üblichen Form wurde die ältere Form ward vor, z.B.: Als er sieben Jahre alt
war, ward er zur Schule geschickt. (Th.Mann)
Zum Passiv gehören zwei Infinitivformen: der Infinitiv I Passiv (gebaut
werden), der Infinitiv II Passiv (gebaut worden sein).
Man unterscheidet die folgenden Arten des Passivs: das eingliedrige Passiv
(das unpersönliche Passiv), das zweigliedrige Passiv und das dreigliedrige
Passiv, z.B.: Es wird gelacht. Die Briefe werden rechtzeitig zugestellt. Die
Briefe werden von unserem Briefträger rechtzeitig zugestellt.
Im zweigliedrigen und dreigliedrigen Passiv werden nur transitive Verben
gebraucht. Die folgenden transitiven Verben sind p a s s i v u n f ä h i g, denn
sie bezeichnen keine zielgerichtete Handlung: bekommen, erhalten, kriegen
(= bekommen), erfahren, behalten, besitzen, haben, enthalten, kosten,
interessieren, kennen, wissen, kennen lernen. Das sind die Verben des Erhaltens,
des Besitzens, des Verhaltens, des Wissens. Außerdem gebraucht man im Passiv
nicht: a) unpersönliche Verben (es gibt; es friert, schaudert, hungert, dürstet,
wundert mich u.a.); b) die Verben mit einem Akkusativobjekt, das einen
Körperteil, Gefühle und Stimmungen bezeichnet (Ich schüttle den Kopf.
Er verlor die Besinnung); c) das Verb lassen; d) die Modalverben; e) die
reflexiven Verben.
Im zweigliedrigen Passiv sind die Handlung selbst und das Objekt
der Handlung (das Patiens) angegeben. Das Objekt der Handlung ist das
Satzsubjekt und steht im Nominativ, z. B.: Man stellte den Brief rechtzeitig zu. –
Der Brief wurde rechtzeitig zugestellt. Im zweigliedrigen Passiv bleibt der
Handlungsträger (der Urheber der Handlung) ungenannt. Der Grund dafür kann
verschieden sein: Der Handlungsträger kann unbekannt, unbestimmt, unwichtig
sein oder sich von selbst verstehen.
Den Sätzen mit dem zweigliedrigen Passiv stehen folgende Strukturen
nahe:
 unbestimmt-persönliche Sätze mit dem Pronomen man, z.B.: Telegramme
werden dort aufgegeben. – Man gibt Telegramme dort auf.
 die Wortfügung „bekommen, erhalten, kriegen (umg.) + Akkusativobjekt +
Partizip II“, z.B.: Ein schönes Buch wurde dem Mädchen geschenkt. – Das
Mädchen bekam ein schönes Buch geschenkt.
 die sogenannten Streckformen, die aus einem Verbalsubstantiv +
Funktionsverb bestehen, z.B.: Der Wunsch wurde erfüllt. – Der Wunsch ging
in Erfüllung. Der Ersatz des Aktivs durch das Passiv ist aber nur in dem Fall
möglich, wenn entsprechende Streckformen existieren, z.B: zum Ausdruck
129
kommen (ausdrücken), Berücksichtigung finden (berücksichtigen), zur
Anwendung kommen (anwenden) u.a.
 Verb + Reflexivpronomen, z.B.: Die Tasche wurde gefunden. – Die Tasche
fand sich.
Im dreigliedrigen Passiv sind die Handlung selbst, das Objekt der
Handlung und der Urheber der Handlung (das Agens) vertreten. Das Objekt der
Handlung ist das Satzsubjekt und steht im Nominativ, z. B.: Der Briefträger
stellte den Brief rechtzeitig zu. – Der Brief wurde vom Briefträger rechtzeitig
zugestellt. Der Urheber der Handlung wird durch eine präpositionale Fügung mit
von bzw. durch angegeben. Die Präposition von gebraucht man, wenn die aktive
zielgerichtete Rolle des Urhebers der Handlung betont wird, z. B.: Der Redner
wurde vom Vorsitzenden unterbrochen. Die Präposition durch gebraucht man,
wenn der Urheber der Handlung diese nicht besonders zielsicher oder auch
gänzlich unbewusst hervorruft, d. h. mehr Ursache oder Anlass zur Handlung als
handelnde Person ist, z.B.: Der Redner wurde durch den Beifall unterbrochen.
Mit von gebraucht man vorwiegend:
 Personenbezeichnungen (Einzelwesen oder Sammelbegriffe wie: die
Botschaft, die Gewerkschaft, der Betrieb, das Gericht, die Firma, der
Kongress, das Ministerium, die Partei, das Parlament, die Tagung, die
Presse u. a.), wenn ihre aktive zielgerichtete Tätigkeit betont wird, z. B.: Er
wurde vom Chefarzt selbst operiert. Der Vorschlag wurde vom Ministerium
abgelehnt.
 Tierbezeichnungen, wenn ihre aktive zielgerichtete Tätigkeit betont wird,
z. B.: Der Sohn wurde vom Hund des Nachbarn erschreckt.
 Bezeichnungen von Stimmungen, Gefühlen, die den Menschen
überwältigen und als eine aktive Kraft wirken, z. B.: Sie wurde von einer
unerklärlichen Angst gepackt. Sie wurde von einer tiefen Unruhe ergriffen.
 Bezeichnungen von Naturkräften, denen eine vom Menschen unabhängige
Macht innewohnt, z. B.: Das spielende Kind wurde von dem grollenden
Donner erschreckt. Das Zimmer wurde von der Sonne (vom Mondschein)
hell beleuchtet.
 Bezeichnungen von Gegenständen, die als selbstständig tätige Kräfte
wirken, z. B.: In wenigen Minuten wurden viele Häuser von dem Feuer
ergriffen. Der Hund wurde von einem Wagen überfahren. Der Holzfäller
wurde von einem Baum getötet.

Mit durch gebraucht man:


 Personenbezeichnungen, wenn sie als Vermittler handeln (Die Nachricht
wurde durch einen Boten befördert), wenn ihre Handlung die unwillkürliche
Ursache eines Geschehens ist (Er wurde durch Bilfinger geweckt, der ihm
die Dokumente brachte) oder wenn sie als eine Art Mittel ausgenutzt werden
(Die Gegend wurde durch Soldaten abgeriegelt).
 Tierbezeichnungen mit der Bedeutung der unwillkürlichen Ursache, z.B.: Er

130
wurde durch eine Katze aus seinem Grübeln gerissen.
 Bezeichnungen für Nichtlebewesen mit der Bedeutung der unwillkürlichen
Ursache, z.B.: Er wurde durch ein Geräusch (den Lärm im Korridor, laute
Stimmen) geweckt.
In einigen Fällen gebraucht man beide Präpositionalfügungen ohne
wesentlichen Bedeutungsunterschied, z. B.: Das Haus wurde von einer Bombe
(durch eine Bombe) zerstört. Aber nur: Das Haus wurde von feindlichen
Truppen durch eine Bombe zerstört. Viele Länder Europas wurden durch die
Sowjetarmee von den Faschisten befreit.
Man muss auch auf die Verben achten, die von oder mit regieren, z. B.:
Damals wurden viele Länder Afrikas von ihrer Abhängigkeit befreit (befreien
Akk. von Dat.). Die Gäste wurden mit Beifall begrüßt (begrüßen Akk. mit Dat.).
Die Felder werden mit Traktoren bearbeitet (bearbeiten Akk. mit Dat.).
Den Sätzen mit dem dreigliedrigen Passiv stehen fogende Strukturen nahe:
 persönliche Sätze mit einem transitiven Verb, z.B.: Der Sohn wurde
von der Mutter geweckt. – Die Mutter weckte den Sohn. Dieser Verkehrs-
unfall wurde durch einen Hund verursacht. – Ein Hund verursachte diesen
Verkehrsunfall.
 Verbalsubstantive mit einem präpositionalen Attribut. Als Präposition
erscheint vorwiegend durch, z.B: Die Waren wurden durch die Post
befördert. – Die Beförderung der Waren durch die Post. Der Bruder wurde
vom Arzt untersucht. – Die Untersuchung des Bruders durch den Arzt.
 lassen + sich + Agensangabe + Infinitiv I Aktiv, z.B.: Er wird vom
Friseur rasiert. – Er lässt sich vom Friseur rasieren.
 die Verben „bekommen, erhalten, kriegen (umg.) + Akkusativobjekt
+ Agensangabe + Partizip II“ z.B.: Ein Motorrad wurde dem Jungen von
seinen Eltern geschenkt. – Der Junge bekam von seinen Eltern ein Motorrad
geschenkt.
Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Genera gibt es im Deutschen? 2. Was
bezeichnet das Aktiv? Und das Passiv? 3. Wie viele und welche Zeitformen hat
das Passiv? 4. Woraus besteht die Zeitform des Passivs? 5. Wie wird das
Präsens (Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futurum I., Futurum II) Indikativ
Passiv gebildet. 6. Welche Bedeutungen haben die Zeitformen des Passivs?
7. Wie viele Infinitive hat das Passiv und wie werden sie gebildet? Welche
Bedeutungen haben diese Infinitive? 8. Welche Arten des Passivs werden
unterschieden? 9. Was ist im zweigliedrigen (dreigliedrigen) Passiv vertreten?
Mit welchen Verben werden diese Arten des Passivs gebraucht? 10. Welche
transitiven Verben sind passivunfähig? 11. Welche Strukturen stehen den Sätzen
mit dem zweigliedrigen Passiv nahe? 12. Wodurch wird der Urheber der
Handlung angegeben? 13. Wann gebraucht man die präpositionale Fügung mit
von (mit durch)? 14. Welche Strukturen stehen den Sätzen mit dem
dreigliedrigen Passiv nahe? 15. Durch welche Wörter kann man die Wörter „das
Agens“ und „das Patiens“ ersetzen? 16. Warum muss man beim Passiv auch auf

131
die zweite Rektion des Verbs achten? 17. Ist das zweigliedrige Passiv mit dem
Verb helfen möglich? Warum?

Übung 1. Bestimmen Sie die Zeitformen und Arten des Passivs und
übersetzen Sie die Sätze:
1. In Bayern werden die Bräuche sehr gepflegt; die Landestracht wird nicht nur
während der großen Volksfeste getragen. 2. Am 17. August 1991 wurde der
Sarg Friedrichs des Zweiten, der während des Zweiten Weltkrieges versteckt
worden war, nach Sanssouci zurückgebracht. 3. Die Schönheit Brandenburgs ist
von Theodor Fontane in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“
beschrieben worden. 4. Wodurch ist der Unfall verursacht worden? 5. Nachdem
das Denkmal errichtet worden sein wird, wird hier ein Park angelegt werden.

Übung 2. Nennen Sie, welche der Verben im zweigliedrigen Passiv


nicht gebraucht werden:
sich erholen, müssen, besprechen, laufen, gründen, prüfen, besitzen, treffen,
wissen, kennen lernen, zerstören, enthalten, bekommen, veranstalten,
nennen, erfahren, wiegen (o, o), aufstehen, ausleihen, verwenden, singen,
haben, verwöhnen, empfehlen, essen, interessieren, kosten, rufen.

Übung 3. Gebrauchen Sie die Verben im Präteritum, Perfekt,


Plusquamperfekt und Futur I Passiv:
1. Von wem wird die Arbeit geleitet? 2. Wodurch wird das bedingt?

Übung 4. Gebrauchen Sie die Sätze im Passiv:


1. Man schließt die Fenster nach dem Unterricht. 2. Wischt man endlich die
Tafel ab? 3. Im Fußballspiel Rostock gegen Schalke verteilte man sechs
gelbe und zwei rote Karten. 4. Hat man ihn angerufen? 5.Man hat das
Gerücht von seiner vorzeitigen Entlassung überall verbreitet. 6. In der Nacht
hatte man viele Wahlplakate heruntergerissen 7. Man wird euch am Eingang
erwarten. 8. Nachdem man die Arbeit beendet haben wird, wird man sie
ausführlich besprechen.

Übung 5. Sagen Sie die Sätze im Präsens Passiv:


M u s t e r : Im Deutschen schreibt man alle Substantive groß. – Ich weiß schon,
dass im Deutschen alle Substantive großgeschrieben werden.
1. Man liest Einzelexemplare im Lesesaal. 2. An der Universität legt man die
Prüfungen zweimal im Jahr ab. 3. Im Deutschen gebraucht man nur eine
Verneinung. 4. Man befolgt die Verkehrsregeln genau. 5. Man parkt das Auto an
der bestimmten Stelle. 6. Im Museum berührt man die Exponate nicht. 7. Man
restauriert alte Kunststücke nach ihrer Entdeckung.

Übung 6. Erklären Sie den Gebrauch der Präpositionen von und durch:
1. Sie wurde von ihrem Freund nach Hause begleitet. 2. Wir wurden durch die
Sekretärin davon in Kenntnis gesetzt, dass die Sitzung ausfallen müsse. 3. Das
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Gesetz wurde vom Bundestag verabschiedet. 4. Er wurde von einem schweren
Schicksalsschlag ereilt. 5. Die Bergsteiger wurden von einer Lavine erfasst und
mitgerissen. 6. Die Ernte wurde durch Hagelschlag vernichtet. 7. Malaria wird
durch die Anopheles-Mücke übertragen. 8. Der Bau des Hauses wurde durch
Unwetter immer wieder verzögert.

Übung 7. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Substantive mit von oder


durch:
1. Er wurde (ein Lastwagen) überfahren. 2. (eine Gasexplosion) war die
Wohnung in einen unbeschreiblichen Zustand versetzt worden. 3. Man nimmt
an, dass der Mord an dem Gewerkschaftsboss (ein bezahlter Killer) ausgeführt
wurde. 4. Die Reaktionsfähigkeit des Fahrers war (übermäßiger Alkoholgenuss)
erheblich gemindert worden. 5. Er wurde (Zweifel und Gewissensbisse) geplagt.
6. Adenauer ist noch in hohem Alter (der Maler Kokoschka) gemalt worden.
7. Die Eröffnung der Festspiele wird (alle bundesdeutschen Rundfunkstationen)
übertragen. 8. Das Hochhaus wurde (eine Luftmine) getroffen. 9. Unser
Grundstück wird (ein Drahtzaun) vom Nachbargrundstück getrennt.

Übung 8. Verwandeln Sie die zweigliedrigen passivischen Satz-


konstruktionen in dreigliedrige:
M u s t e r : Er wurde geweckt. – Er wurde von seinem Freund (oder: durch den
Wecker) geweckt.
1. Ein Kreis wird in zwei gleiche Teile geteilt. 2. Die Kirche ist während des
Krieges zerstört worden. 3. Das Mädchen wurde zu einem Walzer aufgefordert.
4. Der Verbrecher wurde festgenommen. 5. Die Freunde wurden ins Cafe
eingeladen. 6. Das Gespräch wurde plötzlich unterbrochen. 7. Alle sind gerettet
worden.

Übung 9. Sprechen Sie zu zweit:


M u s t e r : Die Mutter hat ihren Sohn geweckt. (der Lärm im Nebenzimmer)
- Es scheint, dass der Sohn von der Mutter geweckt worden ist.
- Ich glaube, dass der Sohn durch den Lärm im Nebenzimmer geweckt
worden ist.
1. Der Alte hat die Tür geöffnet. (der Wind) 2. Der Mann hat dieses Kind
gerettet. (ein Zufall) 3. Die Touristen haben das Feuer gelöscht. (der Regen)
4. Die Kinder haben die Fensterscheiben zerschlagen. (ein Windstoß) 5. Der
Nachbar hat diese Familie beim Abendessen gestört. (ein Schrei auf der Straße)
6. Der Vorsitzende hat den Redner unterbrochen. (der Beifall)

Übung 10. Gebrauchen Sie die Sätze mit dem Substantiv im Akkusativ, wo es
möglich ist, im Passiv:
1. Der Roman umfasst drei Teile. 2. Die Flammen erfassen das Haus. 3. Die Flasche
hat einen Liter gefasst. 4. Der Briefträger hat der Frau ein Päckchen gegeben. 5. In
dieser Woche hat es einen starken Regen gegeben. 6. Wir haben einen langen, aber
nicht strengen Winter gehabt. 7. Der Rektor hat einen sehr prominenten Gast
133
empfangen. 8. Der Lehrer hat die Altersgrenze erreicht. 9. Die Stammgäste haben
die besten Plätze besetzt. 10. Der Vater hat ein neues Buch bekommen. 11. Die
Couch kostet 110 Euro. 12. Der Koch kostete die Suppe. 13. Er duschte sich jeden
Morgen. 14. Das Paket wiegt zwei Kilo. 15. Die Verkäuferin wog zwei Kilo
Fleisch.16. Der Student erhielt für seine Diplomarbeit einen Preis. 17. Er lädt viele
Gäste ein.

Übung 11. Ersetzen Sie die kursiv gedruckten Wortgruppen durch dass-
Sätze mit Passivformen:
Muster:
Subjekt (Nominativ)

Die Schließung des Zweigwerks (Aktiv) gilt als sicher.


Dass das Zweigwerk geschlossen wird, (Passiv)

Akkusativobjekt

die sofortige Rückzahlung des Betrags. (Aktiv)


Er verlangt dass der Betrag sofort zurückgezahlt wird. (Passiv)

Präpositionalobjekt
Die Studenten
gegen die Entlassung von zwei Professoren. (Aktiv)
protestierten dagegen, dass zwei Professoren entlassen worden waren.
(Passiv)
1. Ich bestehe auf einer sofortigen Regelung der Angelegenheit.2. Die Ernennung
von Dr. Krause zum Direktor der Staatsbank gilt in Fachkreisen als sicher. 3. Der
vorzeitige Abbruch der Verhandlungen wird allgemein bedauert. 4. Er hat sich noch
immer nicht mit der Ablehnung seines Antrags abgefunden. 5. Wir garantieren Ihnen
eine schnelle und preisgünstige Ausführung aller Reparaturarbeiten. 6. In seinem
Testament hat er die Überschreibung seines Barvermögens an das städtische
Waisenhaus verfügt. 7. Das Kulturministerium hat inzwischen die Versetzung des
Lehrers an eine andere Schule angeordnet. 8. Mehrere Abgeordnete verlangen die
Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. 9. Niemand glaubt
mehr an eine schnelle Lösung dieser Probleme.

Übung 12. Der folgende Text klingt ziemlich gleichförmig. Wenn Sie einige
Sätze als Passivsätze formulieren, wird er abwechslungsreicher:
Jugendliche aus Seenot gerettet
Gestern Morgen alarmierte man den Seenotrettungsdienst in Cuxhaven,
weil man ein steuerlos treibendes Boot in der Nähe des Leuchtturms Elbe I
gesehen hatte. Wegen des heftigen Sturms konnte man die Rettungsboote nur

134
unter großen Schwierigkeiten zu Wasser bringen. Über Funk gab man den
Männern vom Rettungsdienst den genauen Kurs bekannt. Mit Hilfe von starken
Seilen konnte man die drei Jugendlichen aus dem treibenden Boot an Bord
ziehen, wo man sie in warme Decken wickelte und mit heißem Tee stärkte.
Vorgestern Nachmittag hatte der scharfe Ostwind drei Jungen in ihrem
Segelboot auf die Elbe hinausgetrieben, wo sie bald die Kontrolle über ihr
Fahrzeug verloren hatten. Erst bei Anbruch der Dämmerung hatte man sie
sichten können. Niemand hatte ihre Hilferufe gehört.
Wegen Verdachts einer Lungenentzündung musste man den Jüngsten der
drei in ein Krankenhaus einliefern; die anderen beiden brachte man auf einem
Polizeischnellboot nach Hamburg zurück, wo ihre Eltern sie schon erwarteten.
(aus: Dreyer Schmitt. Lehr- und Übungsbuch der
deutschen Grammatik. Verlag für Deutsch, 1996)

Übung 13. Sprechen Sie zu zweit:


M u s t e r : das Angebot studieren
- Studieren Sie das Angebot!
- Das brauche ich nicht zu tun. Das Angebot ist schon studiert worden.
1. die Klimaanlage reparieren; 2. die Rechnung um 30 Euro kürzen; 3. die
Blumen gießen; 4. den Nachweis dafür erbringen; 5. den Wagen in die
Tiefgarage parken; 6. für ihn ein Zimmer im ersten Stock bereitstellen;
7. das Prospektmaterial ihm zusenden; 8. den kleinen Fragebogen ausfüllen;
9. ihm die vorgesehene Ankunftszeit mitteilen.

Übung 14. Beantworten Sie die Fragen:


M u s t e r : Wurde ein Aufsatz nach der Besichtigung des Kunstmuseums
geschrieben? – Ja. Nachdem das Kunstmuseum besichtigt worden war,
wurde ein Aufsatz geschrieben.
1. Wurde der Entschluss nach der Besprechung dieser Frage gefasst? 2. Wurde
der Garten nach dem Erbauen des Hauses angelegt? 3. Wurde dieses Exponat
nach seiner Restaurierung dem Museum übergeben? 4. Wurde die Diagnose
dem Kranken nach seiner Untersuchung gestellt? 5. Wurden die Gäste sofort
nach ihrer Anmeldung im Zimmer untergebracht? 6. Wurden die Wörter nach
ihrer Erläuterung geübt? 7. Wurde ein Test nach dem Erlernen dieses Themas
geschrieben?

Übung 15. Wenn Sie eine Pizza zubereiten möchten, machen Sie sich
mit den nachfolgenden Ratschlägen vertraut:

Pizza
1 P. Trockenhefe, 500 g Mehl, 1 El. Öl, 1 Prise Salz, ¼ l lauwarmes Wasser,
Dose geschälte Tomaten, 1 kl. Dose Pilze, 2 rote Paprika, Oregano,

135
100g Salami, 5 Tl. Margarine, geriebener Käse

Die Katastrophen-Pizza
Zuerst schüttete ich das Wasser in die Rührschüssel, dann streute ich die
Trockenhefe hinein. – Ergebnis: Klumpen!
Ich knetete den Teig, bis meine Finger klebten, und holte dann die
Margarine zum Einfetten des Backblechs. – Ergebnis: Putzaktion im
Treppenhaus!
Ich stellte den Rührquirl an und schüttete das Mehl in die Schüssel. –
Ergebnis: Staubwolke in der Küche.
Wenn Sie solche Katastrophen vermeiden wollen, müssen Sie genau
überlegen, was zuerst getan werden muss: Zutaten zusammensuchen – Teig
herstellen – Mehl in die Rührschüssel geben – Hefe darüber streuen – das Mehl
mit Wasser vermengen – Rührquirl anstellen – Backblech einfetten – Teig
ausrollen – Pilze schneiden – Pilze auf dem Teig verteilen – Dose öffnen –
Tomatensaft über den Teig gießen – Salami in Scheiben schneiden – den Teig
mit Salami abdecken – Paprika dünsten – Paprika auf der Pizza verteilen –
Käse reiben – Käse darüber streuen – Herd aufheizen – Pizza backen

Verbinden Sie die Satzstücke so miteinander, dass kein Unglück


geschieht. Hier das M u s t e r :
Präsens Perfekt
Bevor der Teig hergestellt wird, sind die Zutaten zusammengesucht
worden.
Bevor Mehl … , ist Hefe … .
... ...

Übung 16. Erkundigen Sie sich beim Empfangschef im Hotel, ob dies


oder jenes in der Bedienung verbessert werden wird:
M u s t e r : Der Hotelgast hat kein Frühstück auf das Zimmer bekommen.
- Wird das Frühstück auf das Zimmer gebracht werden?
- Aber gewiss. Das Frühstück wird ab morgen auf Ihr Zimmer gebracht
werden.
1. Der Hotelgast hat ein kleines Zimmer. (in einem größeren Zimmer
unterbringen) 2. Im Zimmer läuft leider kein warmes Wasser. (den
Wasserhahn reparieren) 3. Der Fahrstuhl ist plötzlich außer Betrieb.
(reparieren) 4. Der Hotelgast hat ein unbequemes Bett. (wechseln). 5. Das
Zimmer ist nicht aufgeräumt. (in Ordnung bringen) 6. Die Seilbahn
funktioniert nicht. (reparieren) 7. Die Freudinnen wohnen in Neben-
zimmern. (in einem Doppelzimmer unterbringen)

Übung 17. Sagen Sie im Passiv, was an der Rezeption geschieht:


R e d e m a t e r i a l : den Empfangschef anreden; den Ausweis vorzeigen;
das Anmeldeformular ausfüllen; das Geburtsdatum, die Anschrift und
136
Aufenthaltszeit im Formular angeben; die Wertsachen zur Aufbewahrung
übergeben; den Schlüssel aushändigen.

Übung 18. Beantworten Sie die Fragen ausführlich, gebrauchen Sie das Passiv:
1. Wie wird ein Paket auf der Post aufgegeben? (eine Paketkarte ausfüllen – den
Wert angeben – das Paket abwiegen – eine Quittung ausschreiben).
2. Wie entsteht ein Brief? (den Brief schreiben – den Brief unterschreiben – den
Brief noch einmal durchlesen – einen Umschlag suchen – den Umschlag
beschriften – den Brief in den Umschlag stecken – den Umschlag zukleben – eine
Briefmarke aufkleben – den Brief in den Briefkasten einwerfen)

Übung 19. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Wörter im Passiv:


Die Pferde von San Marko
Das hervorragende Kunstwerk „Pferde von San Marko“ in Venedig wird
von allen Italienern und ausländischen Gästen bewundert. Nur wenigen ist aber
die Geschichte dieses Denkmals bekannt.
Diese Pferde, ein Stolz der Stadt, … (Napoleon) bei seinen italienischen
Feldzügen (rauben). 1806 … in Paris ein Triumphbogen (errichten), und die
berühmten Pferde …. auf der Attika dieses Triumphbogens (unterbringen).
Doch die Jahre vergingen, Napoleon stürzte, und die Denkmäler, die seinerzeit
zu seinem Ruhm (errichten), … von seinen Nachfolgern zum Teil (umbauen)
oder (abreißen). So stiegen auch die berühmten Pferde von ihrem hohen Sockel
herab und … der Stadt Venedig (zurückgeben).
Spaßig wird die Sache aber, wenn man erfährt, dass das Denkmal
(Italiener) auch (rauben) und zwar bei den Kreuzzügen im Jahre 1204 in
Konstantinopel. Konstantinopel aber hatte es vordem als Geschenk aus Rom
erhalten, in welches es zu Zeiten Neros aus Griechenland (bringen).
Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Welches hervorragende Kunstwerk wird von allen Italienern und
ausländischen Gästen bewundert? 2. Wo ist das Denkmal errichtet worden?
3. Welchen Weg haben die Pferde von San Marko gemacht?

Übung 20. Übersetzen Sie ins Deutsche, gebrauchen Sie die schräg
gedruckten Wörter bzw. Wortgruppen im Passiv:
Беларусь славится своими заповедными местами (das Naturschutz-
gebiet). Одно из них расположено недалеко от Минска, всего в ста
двадцати километрах на север от столицы. Это Березинский биосферный
заповедник. Он был создан в 1925 году. Здесь сохраняется уникальный
животный и растительный мир. В 1992 году заповедник был принят в
Федерацию природных и Национальных парков Европы. Важным
событием в истории заповедника стал тот факт, что на его территории
была открыта экологическая гимназия. Детям с раннего детства
прививается (j-m etwas beibringen) любовь к природе, стремление

137
заботиться о ней. На базе экологической гимназии очень часто проводятся
совещания, конференции, встречи.
В Березинском национальном парке созданы хорошие условия для
отдыха туристов. Посетители могут осмотреть вольеры, где содержатся
разные животные: зубры, медведи, олени, волки, косули и другие звери. А
фотосафари (die Foto-Safari), которые организуются администрацией
заповедника для групп из 2-3 человек, позволяют вести съемку из
специальных заранее подготовленных укрытий (der Versteck). Таким
образом, имеется реальная возможность наблюдать жизнь животных и
птиц в ее первозданном виде (im ersterschaffenen Zustand). После
длительного путешествия любителям предлагается охота и рыбалка.
Если Вы решили провести в заповеднике несколько дней, Вас
разместят в комфортабельной гостинице, где к Вашим услугам – уютный
номер, белорусская национальная кухня, интересная развлекательная
программа.

Übung 21. Diskutieren Sie über das Problem „Jugendliche und Computer“:
Dass der Computer aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, wagt kaum
jemand zu bestreiten. Ob im Büro oder auf dem Flughafen, im Betrieb oder auf
einem Segelboot – Computer sind überall. Damit haben wir uns längst
abgefunden und man diskutiert nicht mehr darüber, dass durch das lange Sitzen
vor dem Bildschirm gesundheitliche Schäden entstehen. Nun erobert der
Computer das Kinderzimmer.
Aufgaben zur Diskussion:
a) Gebrauchen Sie die Sätze, die Ihnen als Helfer angegeben sind, im
Passiv:
Computer machen das Lernen interessant. - Junge Leute lesen immer weniger
Bücher.- Per Computer schließen die Jugendlichen von heute Freundschaften.-
Per Computer surfen junge Leute im Internet, sammeln ihre
Lebenserfahrungen.- Jugendliche tauschen Nachrichten und Meinungen aus. –
Man speichert im Computer wissenschaftliche und wirtschaftliche
Informationen. – Man stellt den Jugendlichen in der ganzen Welt Informationen
zur Verfügung. – Schüler und Studenten können Material für ihre Referate im
Internet zusammensuchen. – Das Internet schult das Ausdrucksvermögen der
Jugendlichen. – Per Computer vermittelt man Informationen klarer und
verständlicher. – Per Computer gestaltet man den Schulunterricht interessanter.
– Man kann vor allem den Kindern helfen, die optisch lernen. – Man macht das
Lernen zeit-und ortsunabhängig. – Durch die Vernetzung rationalisiert und
koordiniert man die moderne Bildung. – Man schafft für alle die gleichen
Startchancen. – Man schafft Zugang zu allen wichtigen Wissenschaftsbereichen.
– Viele Jugendliche verlernen den Umgang mit Altersgenossen.
b) Welchen Einfluss haben Computer auf das Leben von Jugendlichen? Die
Helfer stehen Ihnen zur Verfügung:
Junge Leute werden … .
138
Der Schulunterricht/Das Lernen / Die Freizeit wird … .
Die Kommunikation / Der Umgang mit Altersgenossen / Die Fähigkeit,
Kontakte zu knüpfen, wird … .
Durch Computereinsatz werden die Jugendlichen von heute (nicht) … .
Das Schulprogramm / Die Hausaufgaben / Referate wird/werden … .
c) Verfassen Sie einen Empfehlungsbrief an das Kulturministerium/ an die
Eltern. Gebrauchen Sie die vorhergehenden passivischen Konstruktionen.
d) Lesen Sie die Briefe im Plenum vor und diskutieren Sie darüber!

Übung 22. Wollen wir ein Rätsel lösen. Die Anfangsbuchstaben der von
Ihnen gefundenen Wörter ergeben das Lösungswort – den Namen einer
Burg in der BRD:
1. Nennen Sie die Maschine, mit der Wäsche gewaschen wird. 2. Nennen Sie
das Geschäft, in dem Arzneimittel von uns gekauft werden. 3. Nennen Sie die
Farbe, die von den Kindern besonders geliebt wird. 4. Nennen Sie das Getränk,
das von den Engländern bevorzugt wird. 5. Nennen Sie den Betrieb, in dem Bier
hergestellt wird. 6. Nennen Sie das Instrument, mit dem die Zeit gemessen wird.
7. Nennen Sie das Nahrungsmittel, das in Asien besonders gern verzehrt wird.
8. Nennen Sie den Raum, in dem Autos von ihren Besitzern abgestellt werden.

Übung 23. Gebrauchen Sie das Sprichwort Moskau ist nicht auf einen
Schlag erbaut worden in einem passenden Zusammenhang.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Das Patiens ist a) die Handlung selbst,
b) der Urheber der Handlung, c) das Objekt der Handlung. 2. Im zweigliedrigen
Passiv gebraucht man a) alle Verben, b) alle transitiven Verben, c) die meisten
transitiven Verben. 3. Wenn der Urheber der Handlung eine aktive zielgerichtete
Kraft bezeichnet, wird er mit der Präposition [a) durch, b) von] gebraucht.
4. Der Frosch wurde [a) mit der, b) von der, c) durch die] Prinzessin geküsst.
5. Die Qualität der Artikel wurde [a) von einem neuen, b) durch ein neues]
Produktionsverfahren sehr verbessert. 6. Die Aula wurde [a) mit, b) durch,
c) von] Blumen geschmückt.
II. Setzen Sie die eingeklammerten Verben im Passiv ein: Der Mann
(verletzen) gestern bei einem Unfall schwer und ins Krankenhaus (einliefern).
Dort (operieren) er sofort. Nachdem der Mann drei Wochen im Krankenhaus
(behandeln), (entlassen) er.
III. Gebrauchen Sie das Passiv, wo es möglich ist: 1. Die Saurier gehören zu
den größten Tieren, die die Menschheit kennt. 2. 200 Millionen Jahre herrschten
sie auf der Erde. 3. Vor 65 Millionen Jahren verschwanden sie dann plötzlich
von der Erdoberfläche. 4. Dafür gibt es zahllose Erklärungen, zum Beispiel

139
diese: 5. Vor 65 Millionen Jahren traf ein riesiger Meteorit die Erde. 6. Dieser
Meteorit vernichtete alle Lebewesen, die mehr als 20 Kilogramm wogen, denn
als Folge des Meteoriteneinschlags verdunkelten Aschenwolken viele Jahre lang
die Sonne.7. Außerdem ergossen sich große Wassermassen über die Kontinente.

DAS UNPERSÖNLICHE PASSIV

Im unpersönlichen Passiv ist nur die Handlung selbst vertreten, der Urheber
der Handlung und das Objekt der Handlung fehlen. Im Aussagesatz steht dabei
das Pronomen es an der ersten Stelle, was die Zweitstellung des verbalen
Prädikats sichert, z.B.: Es wurde gelacht. Wenn aber die erste Stelle durch ein
anderes Wort besetzt ist, so fehlt das platzhaltende es, z. B.: Im Zimmer wurde
gelacht. Im unpersönlichen Passiv erscheinen nur die Verben der menschlichen
Tätigkeit: arbeiten, baden, lachen, erzählen, essen, flüstern, husten, jubeln,
kämpfen, klingeln, (an die Tür) klopfen, lesen, malen, plaudern, protestieren,
rauchen, reden, scherzen, schießen, schreiben, schreien, schweigen, singen,
spielen, sprechen, tanzen, trinken, zeichnen u. a.
Den Sätzen mit dem unpersönlichen Passiv stehen folgende Strukturen
nahe:
 die man-Sätze im Aktiv, z. B.: Es wird an die Tür geklopft. – Man klopft an
die Tür.
 das Verbalsubstantiv + das entsprechende Verb, z. B.: Im Betrieb wurde noch
gearbeitet. — Im Betrieb dauerte die Arbeit noch an.
 es + Aktiv, z. B.: An die Tür wurde gepocht. – Es pochte an die Tür.
 es + Aktiv + sich, z. B.: Es wird lustig geplaudert. - Es plaudert sich lustig.
 der imperativische Infinitiv, z. B.: Jetzt wird nicht geplaudert! – Jetzt nicht
plaudern!

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Welche Arten des Passivs werden


unterschieden? 2. Wodurch unterscheidet sich das unpersönliche Passiv vom
zweigliedrigen (dreigliedrigen) Passiv? 3. Wann fehlt das Pronomen es im
Aussagesatz? 4. Wird das Pronomen es als Platzhalter im Fragesatz gebraucht?
5. Mit welchen Verben wird das unpersönliche Passiv gebraucht? 6. Welche
Strukturen stehen den Sätzen mit dem unpersönlichen Passiv nahe? 7. Erklären
Sie, warum das unpersönliche Passiv mit dem Verb beantworten nicht möglich
ist?

Übung 1. Finden Sie die Sätze, die das unpersönliche Passiv enthalten, und
übersetzen Sie sie:
1. Der alte Domberg knurrte wütend. “Früher war es üblich, dass solche, die zu
spät kommen, eben nichts mehr kriegen”, sagte er zornig, “aber heutzutage wird
gewartet, bis auch der letzte einzutreffen geruht. Eine Schande ist das!” (Ch.
Link). 2. Still war der Abend und sternenklar. Hinter jenen Hügeln brannte die
große Stadt, dort wurde geplündert und gemordet. (W. Bredel) 3. In einem Raum

140
über dem Saal wurde getanzt. Die Lampen klirrten, und man hörte nur das
Brummen einer Bassgeige. (J Wassermann) 4. Du, nächste Woche wird
ausgefahren, ich, mein Vater und der und der. Mach doch auch mit, da fehlt
noch einer. (A. Seghers) 5. Er hatte schon Fieber. Die Hand durfte ihm keinen
Streich spielen, bis er bei Leni ankam. Bei Leni wurde verbunden, gewaschen,
gegessen, getrunken, geschlafen, geheilt. (A. Seghers).

Übung 2. Nennen Sie die Verben, die in dem unpersönlichen Passiv


gebraucht werden können, und bilden Sie Sätze:
M u s t e r : Es wird ihm gedroht.
trauen, bieten, bellen, gehören, lesen, aufstehen, bedeuten, drohen, werfen,
kochen, laufen, springen, lassen, behalten, turnen, treiben, stehen, schweigen,
erfahren, entstehen, klingeln, zeichnen, schreien

Übung 3. Sprechen Sie zu zweit!


M u s t e r : Man arbeitet daran viel. – Arbeitet man daran viel? – Ich bin sicher,
dass daran viel gearbeitet wird.
1. Man folgt ihm Schritt für Schritt. 2. Man kichert in der Klasse. 3. Man übt
viel im Unterricht. 4. Man heizt im Winter viel. 5. Man putzt ordentlich in der
Wohnung. 6. Man kauft viel am Wochenende. 7. Man angelt oft im Sommer.
8. Man bastelt viel im Kindergarten. 9. Man trinkt viel vor Hitze.

Übung 4. Beantworten Sie die Frage nach dem M u s t e r : Im Sportsaal wird


geturnt.
Was wird in der Schule gemacht? ( im Stadion, an der Kasse, in der Küche, im
Schwimmbad, auf dem Feld, auf dem Eis, in der Disko, im Ring)
R e d e m a t e r i a l : säen und ernten, schwimmen, tanzen, ringen, Fußball
spielen, drängen, lernen, Schlittschuh laufen, kochen

Übung 5. Ergänzen Sie die Sätze durch das unpersönliche Passiv:


M u s t e r : Hier … . - Hier wird gespielt.
1. In manchen Gegenden … . 2. Im Karneval … . 3. Manchmal .. . 4. Im
Sportsaal … . 5. Im Radio … . 6. Im Zirkus … . 7. Am Strand … .

Übung 6. Gebrauchen Sie statt des Präsens das Präteritum:


1. Es wird geklingelt, und die Mutter geht die Tür öffnen. 2. Es wird viel
gekocht und gebraten, wenn man Gäste erwartet. 3. Heute wird gestreikt, darum
bleibt der Vater zu Hause. 4. Wo gut gearbeitet wird, ist die Qualität auch gut.

Übung 7. Sprechen Sie zu zweit!


M u s t e r : Der Lehrer unterbrach seine Erklärung. (flüstern)
- Warum unterbrach der Lehrer seine Erklärung?
- Der Lehrer unterbrach seine Erklärung, weil geflüstert wurde.
1. Die Studenten legten ihre Prüfungen gut ab. (tüchtig arbeiten) 2. Der Feind
besetzte diese Stadt nicht. (hart kämpfen) 3. Er verließ schnell die Bar. (dort viel
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rauchen) 4. Meine Freundin besuchte dieses Cafe gern. (lecker kochen). 5. Ich
konnte lange nicht einschlafen. (im Nebenzimmer singen, tanzen und spielen)
6. Es war warm in der Wohnung. (gut heizen) 7. Die Kinder blieben zu Hause.
(auf Gäste warten)

Übung 8. Drücken Sie die Aufforderung durch das unpersönliche Passiv


aus:
M u s t e r : Esst jetzt! – Jetzt wird gegessen!
1. Passt jetzt auf! 2. Sprecht jetzt nicht! 3. Plaudert in der Stunde nicht!
4. Schimpft jetzt nicht! 5.Schweigt jetzt! 6. Sorgt jetzt für die Ordnung!
7. Streitet jetzt nicht! 8. Badet jetzt nicht! 9. Helft jetzt einander!

Übung 9. Drücken Sie denselben Gedanken durch das unpersönliche Passiv


aus:
1. Im Betrieb dauerte die Arbeit noch an. 2. Man erzählt von ihm viel. 3. Es
plaudert sich lustig. 4. Nach der Modenschau entscheidet man, welche Kleider
man produziert. 5. Hier dauert noch die Operation an. 6. Man hat ihm mit Geld
geholfen. 7. Hat man festgestellt, wer der Täter war? 8. Es pochte an die Tür.

Übung 10. Übersetzen Sie ins Deutsche, gebrauchen Sie dabei, wo es


möglich ist, das unpersönliche Passiv:
a) 1. Зима этого года была снежной. Много катались на лыжах. 2. В
котором часу у вас в семье встают? В котором часу завтракают? В котором
часу ужинают? В котором часу ложатся спать? 3. На этой выставке много
спорили о современном искусстве. 4. За столом некоторое время молчали.
5. На уроках иностранного языка много говорят и пишут. 6. В хорошем
коллективе всегда помогают друг другу.
б) У Светланы сегодня день рождения. Еще раньше было решено
праздновать его дома. Правда, это требовало определенных усилий.
Готовиться стали с самого утра. В комнате для гостей сделали уборку, а
затем украсили ее шарами и гирляндами (das Blumengewinde). В это время
на кухне варили и жарили.
Нарядная и счастливая, Светлана встречала гостей. Праздник удался.
Было весело. Много пели, танцевали, шутили и даже иногда
дискутировали. Все были очень довольны.

Übung 11. Beantworten Sie die Fragen, gebrauchen Sie dabei das
unpersönliche Passiv:
1. Was wird im Unterricht gemacht? (lesen, schreiben, fragen, sprechen,
übersetzen, diskutieren)
2. Was kann man in der Schule während der Pause beobachten? (laufen, spielen,
lachen, essen, laut sprechen, springen, streiten, weinen)
3. Was wurde vor dem Feiern des Geburtstages erledigt? (putzen, waschen,
kochen, braten)

142
Übung 12. Lesen Sie den Sprachscherz:
Der bekannte Berliner Arzt Ernst Ludwig Heim trat entschieden für die
Pockenschutzimpfung der Kinder ein, gegen die man damals protestierte.
„Das lasse ich mir nie und nimmer gefallen, Herr Geheimrat!“ griff ihn in
einer Gesellschaft, wo man über dieses Thema diskutierte, eine Dame an, „dass
man meine Kinder gegen meinen Willen impft.“ – „Sie verkennen die Sachlage,
Teuerste“, versicherte Heim. „Niemand wird wagen, Ihre Kinder gegen Ihren
Willen zu impfen, wohl aber man‘s… gegen Pocken!“
Aufgaben zu Text:
1. Ersetzen Sie, wo es möglich ist, das Aktiv durch das Passiv.
2. Inszenieren Sie das Gespräch.
3. Erzählen Sie den Sprachwitz nach.

Übung 13. Beschreiben Sie die Geschehnisse im Stadion während der


Meisterschaften. Gebrauchen Sie die Verben jubeln, schreien, gestikulieren,
kämpfen, Beifall klatschen, diskutieren, bekannt geben im unpersönlichen
Passiv.

Übung 14. Welches Sprichwort gefällt Ihnen am besten? Gebrauchen Sie es


in einem passenden Zusammenhang:
1. Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. 2. Es wird viel geredet, aber
nichts erreicht. 3. Wo gehobelt wird, fallen Späne.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Im unpersönlichen Passiv ist [a) das
Agens, Patiens und die Handlung, b) das Patiens und die Handlung, c) nur die
Handlung] vertreten. 2. Das unpersönliche Passiv gebraucht man mit
[a) transitiven, b) intransitiven Verben der menschlichen Tätigkeit, c) transitiven
und intransitiven Verben der menschlichen Tätigkeit]. 3. Im unpersönlichen
Passiv wird das Pronomen es immer gebraucht. (nein, ja)

II. Welcher von den Sätzen ist ein Satz mit dem unpersönlichen Passiv?
a) Es wird viel Geld fürs Wohnen ausgegeben. b) Es werden ausländische
Restaurants eröffnet. c) Es wird in unserem Land viel gebaut. d) Es wird dunkel
im Zimmer.
III. Prüfen Sie die Übersetzung.

143
Конспект Das Konzept
1) Однажды немецкий филолог 1) Einmal hielt der deutsche Philologe
Дитер Кремперер читал лекцию в Dieter Kremperer eine Vorlesung an
Лейпцигском университете. der Leipziger Universität. 2) Es war
2) Свои доклады, как известно, он bekannt, dass er seine Vorträge nur
записывал очень кратко. 3) Его kurz konzipierte. 3) Seine Rede wurde
речь была воспринята с интере- man mit Interesse aufgenommen.
сом. 4) Довольно часто профессор 4) Ziemlich oft unterbrach Professor
Кремперер прерывал лекцию, Kremperer die Vorlesung, um auf seine
чтобы посмотреть в свои записи. Notizen blicken. 5) So wurde von ihm
5) Так он говорил час. 6) Затем eine Stunde gesprochen. 6) Dann
профессор сделал перерыв и machte der Professor eine Pause und
вышел из аудитории. 7) Записи он verließ den Raum. 7) Er ließ die
забыл в аудитории. 8) Один из Notizen im Raum liegen. 8) Einer der
студентов хотел посмотреть, что Studenten wollte sehen, was von dem
там написал профессор. 9) И что Professor dort geschrieben wurde.
он обнаружил? – 10) “Помни о 9) Und was wurde mit ihm entdeckt?
перерыве!” 10) “An die Pause wird es gedacht!“

DER INFINITIV I PASSIV MIT MODALVERBEN

Man gebraucht den Infinitiv I Passiv mit den Modalverben müssen, sollen,
können, dürfen. Das Modalverb steht im Präsens oder Präteritum, z. B.: Die
Felder müssen schon bearbeitet werden. Das Telegramm sollte am Morgen
aufgegeben werden. Der Text kann ohne Wörterbuch übersetzt werden. Diese
Lebensmittel dürfen nur auf dem Markt verkauft werden.
Man gebraucht den Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb beim
unpersönlichen, zweigliedrigen und dreigliedrigen Passiv. Beim unpersönlichen
Passiv wird der Infinitiv I Passiv von den Verben der menschlichen Tätigkeit
gebraucht, z.B.: Hier darf nicht geraucht werden. Beim zwei- und dreigliedrigen
Passiv verwendet man den Infinitiv I Passiv nur von den transitiven Verben,
z.B.: Hier muss ein Haus gebaut werden. Der Fehler konnte vom Professor
nicht so leicht entdeckt werden.
Den Sätzen, die den Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb enthalten,
stehen folgende Strukturen nahe:
 unbestimmt-persönliche man-Sätze, z.B.: Es darf im Unterricht nicht
geflüstert werden. – Man darf im Unterricht nicht flüstern. Dieses Buch muss
gelesen werden. – Man muss dieses Buch lesen.
 persönliche Sätze mit einem Modalverb und dem Infinitiv I Aktiv, z.B.:
Dieser Absatz sollte von dem Studenten übersetzt werden. – Der Student
sollte diesen Absatz übersetzen.
 die Konstruktion „sein + zu + Infinitiv“, z.B.: Der Gast kann (soll, muss) im
Hotel „Belarus " untergebracht werden. – Der Gast ist im Hotel „Belarus "
unterzubringen.

144
 lassen + sich + Infinitiv, z. B.: Die Tür kann geöffnet werden. – Die Tür lässt
sich öffnen.
 deverbative Adjektive mit den Suffixen -bar, - lich, z. B.: Das Wort kann
dekliniert werden. – Das Wort ist deklinierbar. Der Schmerz kann nicht
ertragen werden. – Der Schmerz ist unerträglich.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Wie wird der Infinitiv I Passiv gebildet? 2. Mit
welchen Modalverben wird der Infinitiv I Passiv gebraucht? 3. Konjugieren Sie
das Modalverb können (dürfen, müssen, sollen) im Präsens und Präteritum.
4. Was bezeichnet das Modalverb können (dürfen, müssen, sollen)? 5. In
welchen Zeitformen steht das Modalverb mit dem Infinitiv I Passiv? 6. In
welchen Arten des Passivs kann der Infinitiv I Passiv gebraucht werden?
7. Welche Verben sind passivunfähig? 8. Welche Strukturen stehen den Sätzen,
die den Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb enthalten, nahe? 9. Vergleichen
Sie die Bildung und die Bedeutungen des Infinitivs I Aktiv und Passiv!

Übung 1. Übersetzen Sie die Sätze, achten Sie dabei auf den Infinitiv I
Passiv mit Modalverben:
1. Für den Hochleistungssport gibt es in Belarus Leistungszentren und
Olympiastützpunkte, in denen die Spitzenathleten umfassend betreut werden
können. 2. Mit der Förderung des Hochleistungssports sollte die weitere
Entwicklung des Breitensports unterstützt werden. 3. Soll der Bürger
Entscheidungen treffen, muss er umfassend durch Massenmedien informiert
werden. 4. Die menschliche Gesundheit, Böden und Gewässer, Gebäude und
Kunstdenkmäler müssen vor weiteren Belastungen durch verunreinigte Luft
geschützt werden. 5. Seine Worte dürfen nicht vergessen werden.

Übung 2. Gebrauchen Sie statt des Aktivs das Passiv:


1. Man muss das Gepäck sofort abholen. 2. Man musste den Gast herzlich
empfangen. 3. Den Fehler kann man leicht erklären. 4. Der Neffe konnte alles
noch vor der Abreise erledigen. 5. Man soll den Brief noch heute beantworten.
6. Das Dienstmädchen sollte nur ein Kilo Fleisch kaufen. 7. Diese Worte darf
man nicht vergessen. 8. Man durfte die Wohnung nicht privatisieren.

Übung 3. Bilden Sie Sätze mit dem Infinitiv I Passiv:


M u s t e r : das Paket abholen – Das Paket muss heute abgeholt werden.
den Text umschreiben, den Brief schicken, die Postangelegenheiten erledigen,
das Päckchen wiegen, die Wohnung mieten, die Waren mit Autos befördern, die
Flugblätter verteilen, das Auto versichern, den Kunden bedienen, den Termin
festsetzen, die Arbeit beschleunigen
Übung 4. Sprechen Sie zu zweit!
M u s t e r : L.: In der Jugendherberge müssen die Tische nach dem Essen von
Gästen selbst abgeräumt werden.
1.St.: Müssen die Tische nach dem Essen in der Jugendherberge von den Gästen
selbst abgeräumt werden?
145
2.St.: Ja. In der Jugendherberge haben die Gäste selbst nach dem Essen die
Tische abzuräumen.
1. Das Eintreffen der Gruppe soll von dem Leiter durch seine Unterschrift
bestätigt werden. 2. Die Mitgliedsausweise müssen von den Eintreffenden
abgegeben werden. 3. Das benutzte Essgeschirr muss von den Gästen gereinigt
werden. 4. Die Tages- und Schlafräume müssen von den Gästen in Ordnung
gehalten werden. 5. Die Schließzeit muss manchmal von den Herbergseltern
hinausgeschoben werden. 6. Betrunkene Gäste sollen von der Verwaltung des
Hauses verwiesen werden

Übung 5. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : die Telefongebühren, bezahlen, fristgemäß, sollen
- Sollen die Telefongebühren fristgemäß bezahlt werden?
- Ja. Die Telefongebühren sind fristgemäß zu bezahlen.
1. Der Brief, frankieren, sollen. 2. Der Ausweis, vorweisen, unbedingt, sollen.
3. Das Formular, voll ausfüllen, sollen. 4. Das Paket, sofort, freimachen,
müssen. 5. Das Geld, am Schalter 6, einzahlen, können. 6. Der Brief, zustellen,
per Eilboten, müssen. 7. Die postlagernden Briefe, aufgeben, am Schalter 3,
können. 8. Solche Telegramme, aufgeben, mit bezahlter Rückantwort, sollen.

Übung 6. Drücken Sie denselben Gedanken durch den Infinitiv I Passiv mit
einem Modalverb aus:
a ) M u s t e r : Man muss das Fenster öffnen. – Das Fenster muss geöffnet
werden.
1. Hier darf man nicht rauchen. 2. Man soll alle Altbauwohnungen renovieren.
3. Man kann ein Taxi bestellen. 4. Man muss das Messer schärfen 5. Man darf
die Straße nur beim grünen Licht überqueren. 6. Man muss den Kaffee
verdünnen.
b ) M u s t e r : Das Auto ist zu reparieren. – Das Auto muss repariert werden.
1. Ein neuer Tunnel ist zu bauen. 2. Diese Ware ist zu verkaufen. 3. Das Geld ist zu
überweisen. 4. Eine Fußgängerzone ist einzurichten. 5. Die Öffentlichkeit ist zu
informieren. 6. Ein großer Kinderspielplatz ist anzulegen.
c ) M u s t e r : Ihr Wunsch ist erfüllbar. – Ihr Wunsch kann erfüllt werden.
1. Diese Ware ist gut verkäuflich. 2. Der Verletzte ist nicht transportfähig. 3. Dieser
Brief ist leserlich. 4. Dieser Stoff ist leicht verwendbar. 5. Der Fehler im Auto ist
auffindbar. 6. Ihr Problem ist lösbar.

Übung 7. a) Stellen Sie sich vor, dass Ihr Bekannter in einigen Tagen auf
Dienstreise nach Leipzig fährt. Auf Ihre Fragen, ob er reisefertig ist,
antwortet der Bekannte verneinend. Sprechen Sie zu zweit!
M u s t e r : Fragen Sie, ob er ein Zimmer im Hotel gebucht hat.
- Hast du ein Zimmer im Hotel gebucht?
146
- Nein, noch nicht. Das Zimmer muss noch gebucht werden.
1. Fragen Sie, ob er ein Ticket besorgt hat.
2. -- // -- ob das Visum schon ausgestellt ist.
3. -- // -- ob er alle neuen Termine vereinbart hat.
4. -- // -- ob er alle Unterlagen vorbereitet hat.
5. -- // -- ob er eine neue Reisetasche gekauft hat.
6. -- // -- ob er in der Firma einen Vertreter genannt hat.
7. -- // -- ob er einen Mietwagen in Leipzig bestellt hat.
b) Antworten Sie auf die Frage, gebrauchen Sie dabei den Infinitiv I Passiv:
Hat Ihr Bekannter vor der Abreise noch viel zu tun?

Übung 8. Sprechen Sie zu zweit!


M u s t e r : - Kann man das Zelt schnell aufbauen?
- Ich weiß nicht, ob es schnell aufgebaut werden kann.
1. Kann man das Zelt auf einem Fahrrad transportieren.? 2. Kann man die
Luftmatratze schnell aufblasen? 3. Kann man den Weg zum Waldrand in einer
halben Stunde zurücklegen? 4. Darf man diese dringende Arbeit verlegen?
5. Darf man die Zeitungen als Drucksachen aufgeben? 6. Kann man an jenem
Schalter Briefmarken kaufen? 7. Soll man den Vortrag mit Computer schreiben?
8. Soll man diese Information speichern?

Übung 9. Geben Sie den Grund an, warum es nicht erlaubt ist:
M u s t e r : - Darf ich dieses Zimmer nehmen? (renovieren)
- Leider nicht. Dieses Zimmer muss noch renoviert werden.
1. Kann ich das Telegramm aufgeben? (den Text umschreiben) 2. Darf ich bei
dir chatten? (den Computer vernetzen) 3.Kann ich eine E-Mail erhalten? (eine
E-Mail-Adresse einrichten) 4. Darf ich in Ihrem Restaurant angerufen werden?
(auf Anrufebeantworter umleiten) 5. Darf ich mir so ein Buch ansehen? (Bücher
auspacken) 6. Darf ich jetzt im Lesesaal arbeiten? (den Lesesaal lüften) 7. Darf
ich meine Decke abgeben? ( die Decke ausschütteln)

Übung 10. Führen Sie kleine Streitgespräche in Gruppen:


M u s t e r : 1. St.: Man kann die Wahrheit seiner Aussage bestreiten.
2. St.: Leider irrst du dich! Die Wahrheit seiner Aussage kann nicht bestritten
werden.
3.St.: So ist es! Die Wahrheit seiner Aussage ist nicht zu bestreiten.
4. St.: Das steht also fest: Die Wahrheit seiner Aussage lässt sich nicht bestreiten!
5. St.: Ja, ganz recht! Die Wahrheit ist unbestreitbar!
1. Man kann dieses alte Fahrrad noch verwenden. 2. Man kann die genaue Zahl der
Weltbevölkerung leicht feststellen. 3. Wenn wir sogar unsere Einstellung ändern,
können wir die finanziellen Probleme nicht lösen. 4. Ob die Nachrichten im
Fernsehen oder in den Zeitungen wirklich zutreffen, kann der einfache Bürger das
nachprüfen. 5. Die Rechnung kann man nicht überprüfen.

147
Übung 11. Übersetzen Sie ins Deutsche, gebrauchen Sie den Infinitiv I
Passiv mit Modalverben:
a) 1. Нужно всегда бороться с трудностями. 2. Доклад должен был быть
уже давно подготовлен. 3. В читальном зале не разрешается разговаривать
слишком громко. 4. Билеты можно купить еще завтра утром. 5. Улицу ни в
коем случае нельзя переходить на красный свет. 6. Необходимо уточнить
некоторые положения Вашей дипломной работы.
б) Как нужно сажать дерево
Необходимо осмотреть корни и обрезать острым ножом все
поврежденные ветoчки (gecknickte Teile); обрезать нужно сверху вниз.
Далее следует выкопать (ausheben) как можно более объемную ямку.
При посадке нужно обратить внимание на следующий момент: чтобы
впоследствии ветер не смог сломать дерево, рядом cледует вставить
колышек (einen Baumpfahl einrammen) и привязать к нему саженец (der
Steckling). Землю требуется обязательно смешать с торфом. После того как
Вы заполнили ямку землей, необходимо ее хорошо утоптать (festtreten) и
обильно полить деревце водой (tüchtig gießen).

Übung 12. Setzen Sie im Text die eingeklammerten Verben ins Passiv:
Das Geschenk von Grieg
(nach Paustowski)
Glücklich und feierlich ging Dagni Pedersen mit ihrer Tante die Allee des
Parks entlang. Vor zwei Tagen … sie vom Vater zum achtzehnten Geburtstag
zur Tante in die Stadt (schicken). Und nun war Dagni auf dem Weg zum
Theater. Da saß sie schon im Konzertsaal. Dagni war wie bezaubert. Sie hörte ja
zum ersten Mal Kammermusik. Das Mädchen glaubte märchenhafte Träume zu
sehen. Plötzlich fuhr Dagni erschrocken zusammen, weil ihr Name eben auf der
Bühne (aussprechen). Der Ansager gab bekannt: “Es … das berühmte
Musikstück von Edvard Grieg (spielen), gewidmet Dagni Pedersen, der
Försterstochter, zu ihrem achtzehnten Geburtstag.“
Dem Mädchen wurde es von den zauberhaften Musiktönen warm ums
Herz. Ja, es waren ihre Berge, ihr Wald, ihre Heimat, das Rauschen des Meeres.
Während sie zuhörte, kam ihr allmählich jener Tag aus den Kinderjahren, jene
Begegnung in den Sinn, die für lange im Gedächtnis haften geblieben waren.
Wie heute erinnerte sie sich an das Gespräch, das vor zehn Jahren im Wald
(führen).
Der Komponist verbrachte damals den Herbst in den Wäldern unweit der
Stadt Bergen. Bei einem Spaziergang begegnete er im Wald Dagni, die
Tannenzapfen sammelte. Voll Verlegenheit berichtete die kleine Dagni dem
fremden Onkel, dessen Augen aber so gut lächelten, dass sie Geburtstag hatte.
Grieg bedauerte nichts mitzuhaben, was dem Mädchen (schenken, können). Da
kam er auf den Gedanken, Dagni sein Geschenk in zehn Jahren zu übergeben,
weil er seine Geschenke nur Erwachsenen machte.
Wie enttäuscht war damals das achtjährige Mädchen, dass darauf so lange
(warten, sollen).
148
Und nun war es Wirklichkeit. Genau nach zehn Jahren … das Versprechen
(erfüllen). Dagni weinte vor Glück. Sie war voll Dankbarkeit für den Menschen,
der nicht mehr am Leben war.
Und die Musik lockte mit, sprach darüber, wie schön das Leben ist; sie
machte der Jugend den Weg in dieses Schöne auf, wofür (leben, sollen).
Aufgaben zum Text:
a) Beantworten Sie die Fragen:
1. Warum ist Dagni zur Tante in die Stadt geschickt worden? 2. Warum fuhr
Dagni im Theater plötzlich zusammen? 3. Welches Gespräch war vor 10 Jahren
zwischen Dagni und dem Komponisten geführt worden? 4. Warum war das
Mädchen damals so enttäuscht? Worauf sollte so lange gewartet werden?
5. Welche Gedanken rief die Musik bei Dagni hervor?
b) Erzählen Sie den Text nach.
c) Führen Sie ein Gespräch: Dagni und ihre Tante tauschen ihre Eindrücke
aus.

Übung 13. Bereiten Sie das Projekt „Winterfütterung der Vögel“ vor:
a) Warum füttern so viele Menschen die Vögel im Winter?
Viele Vogelschützer sind gegen die Winterfütterung. Sie sagen: Durch die
Winterfütterung wird
- die gefährliche Salmonellose verbreitet,
- kaum eine gefährdete Vogelart unterstützt,
- oft unnötig die Leidenszeit kranker und schwacher Vögel verlängert.
b) Machen Sie dazu eine kleine Umfrage in Ihrer Umgebung. Tragen Sie
die Ergebnisse Ihrer Umfrage und Argumente der Vogelschützer in
Stichpunkten ein.
Was spricht für (pro) Was spricht gegen (kontra)
die Winterfütterung? die Winterfütterung?
…. …. … ….
c) Welche Meining vertreten Sie? Begründen Sie das in Ihrer Tischgruppe.
d) Überlegen Sie, ob es zwischen pro und contra einen Kompromiss gibt.
e) Wenn man dennoch auf die Winterfütterung nicht verzichten will, dürfen
dabei wenigstens keine Fehler gemacht werden, sonst schadet man mehr, als
man nutzt.
Wann darf gefüttert werden?
1.Bei Frost unter – 5`C 2. Bei Eisregen 3. An Wintertagen mit geschlossener
Schneedecke
Was kann gefüttert werden?
Kleiber, Specht, Fink Rotkehlchen, Zaunkönig,Drossel Meise
Womit darf gefüttert werden?

149
Körnerfutter in Weichfutter aus Rosinen, Körnerfutter in Fett
verschiedenen Größen getrockneten Beeren, Haferflocken,oder Rindertalg
Weizenkleie
Nie füttern: Wasser, Salz, salzhaltige Speisen, Brot, Kartoffeln
Wie soll gefüttert werden?
Futter an einer trockenen Stelle ausstreuen
f) Schreiben Sie die Regeln für eine vernünftige Winterfütterung, gebrauchen
Sie dabei den Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb.
g) Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie diese Regeln formulieren, wenn Sie sie
auf einem Plakat veröffentlichen.

Übung 14.Äußern Sie sich zum Problem „Hooligans – Fans oder Schläger“?
Hooligans stiften Unruhe auf den Straßen und im Stadion. Meistens sind es
junge Leute. Nach dem Spiel suchen sie die gewalttätige Konfrontation mit den
Fans der gegnerischen Mannschaft. Manchmal haben Sie auch Waffen dabei.
Aufgaben zur Diskussion:
a) Was sollte bei großen Sport- und Kulturveranstaltungen beachtet werden?
Welche Maßnahmen halten Sie für berechtigt? Die Helfer stehen Ihnen zur
Verfügung:
Von den Fans/ Von den Zuschauern soll (sollen), darf (dürfen), kann (können)
… werden.
… von der Polizei / von den Veranstaltern / von der Stadionverwaltung muss
(müssen), soll (sollen), darf ( dürfen) … werden
es muss / kann / soll / darf … werden.
Auch sollen / können / müssen … werden.
Die Fansclubs Treffen organisieren
Zeitschriften herausgeben
die Fans gegen Rassismus und Gewalt in den Stadien aufrufen
die Aggressivität unter jungen Fans abbauen
die Fans sozialpädagogisch betreuen
Die Vereine ein gemeinsames Training mit den Fans organisieren
eine engere Zusammenarbeit zwischen den Fußballvereinen
und den Fans fördern
Die Stadionverwaltung Alkohol im Stadion streng verbieten
die Tribünen mit Gittern vom Spielfeld abgrenzen
die Tribünen mit Videokamera überwachen

Die Polizei die Fans vom Bahnhof bis ins Stadion begleiten
gewalttätige Fans festnehmen
Die Fans die Stadionregeln beachten

150
Mützen und Schals in den Vereinsfarben tragen
Die Spieler beim Spiel unterstützen und anfeuern
b) Sie organisieren in einem neuen Stadtbezirk ein Jugendzentrum und müssen
auch schwierige und zum Teil gewalttätige Jugendliche betreuen. Wer soll
welche Aufgabe übernehmen? Sammeln Sie in Gruppen Vorschläge.
Präsentieren Sie Ihre Ergebnisse im Plenum und diskutieren Sie!

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Man gebraucht den Infinitiv I Passiv
nach a) allen Verben b) Modalverben. 2. Man gebraucht das Modalverb bei dem
Infinitiv I Passiv a) nur im Präsens, b) nur im Präteritum, c) im Präsens und
Präteritum. 3. Der Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb kann [a) nur beim
unpersönlichen Passiv, b) nur beim zweigliedrigen Passiv, c) nur beim
dreigliedrigen Passiv, d) bei allen Arten des Passivs] gebraucht werden. 4. In der
Schule (muss, müssen) für Ordnung gesorgt werden. 5. Ein neues Projekt soll
von der Komission (ausarbeiten, ausgearbeitet) werden. 6. Es (mussten, musste)
zwei Vorschläge besprochen werden. 7. Warum sollte die Arbeit unterbrochen
(werden, worden sein)?

II. Finden Sie den Satz mit dem Modalverb und Infinitiv I Passiv: 1. Sind
Sie bereit, ihn empfangen zu können? 2. Er wollte nicht daran glauben. 3. Der
Kaffee kann verdünnt werden. 4. Wir können die Bücher telefonisch bestellen.
III. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Verben im Infinitiv I Passiv:
1. Dieses Buch … damals nirgends … . (kaufen) 2. Dieses Wort … nach den
neuen Regeln (großschreiben). 3. Diese Worte … nicht … . (vergessen) 4. Der
Unterricht … nicht … . (versäumen) 5. Dieser Mangel … jetzt nicht leicht … .
(beseitigen)
IV. Übersetzen Sie den Satz, geben Sie dabei alle möglichen grammatischen
Varianten an: Необходимо что-то предпринять.

DAS STATIV

Das Stativ bezeichnet den Zustand des Subjekts, der infolge eines
Vorgangs eingetreten ist, z. B.: Die Straße wurde im Sommer rekonstruiert. Im
Herbst war sie schon rekonstruiert. Das Stativ hat dieselben sechs Zeitformen
wie das Aktiv und das Passiv. Die Zeitformen des Stativs werden mit dem
Hilfsverb „sein" in der entsprechenden Zeitform und dem Partizip II des
Vollverbs gebildet.
Das Präsens Indikativ Stativ: Alles ist schon erledigt.
Das Präteritum Indikativ Stativ: Alles war schon erledigt.
Das Perfekt Indikativ Stativ: Alles ist schon erledigt gewesen.
Das Plusquamperfekt Indikativ Stativ: Alles war schon erledigt gewesen.

151
Das Futurum I Indikativ Stativ: Alles wird schon erledigt sein.
Das Futurum II Indikativ Stativ: Alles wird wohl schon erledigt gewesen sein.
Gewöhnlich erscheint das Stativ im Präsens oder Präteritum. Die anderen
Zeitformen des Stativs sind wenig gebräuchlich.
Zum Stativ gehören zwei Infinitivformen: der Infinitiv I Stativ (erledigt
sein) und der Infinitiv II Stativ (erledigt gewesen sein).
Man gebraucht das Stativ meist mit transitiven Verben. Beim Gebrauch des
Stativs wirken dieselben lexikalischen Einschränkungen wie beim zwei- und
dreigliedrigen Passiv. Aber die zweigliedrige Struktur des Stativs können auch
reflexive Verben sowie die Modalverben wollen und können bilden, wenn sie als
Vollverben verwendet sind, z. B.: Er ist erkältet (verliebt, verlobt). Das war
nicht gewollt (nicht beabsichtigt). Der Schuss war gekonnt (gut gelungen).
Man unterscheidet das eingliedrige, das zweigliedrige und das dreigliedrige
Stativ, z. B.: Für Arbeit ist gesorgt. Das Fenster ist geschlossen. Der
Zugverkehr war durch einen Streik gelähmt. Das eingliedrige Stativ kommt sehr
selten vor. Am gebräuchlichsten ist das zweigliedrige Stativ.
Das Stativ steht seiner Funktion nach folgenden Strukturen nahe:
 dem nominalen Prädikat, z. B.: Das Land ist befreit. – Das Land ist frei.
 dem Perfekt Passiv, z. B.: Das Fenster ist geschlossen. – Das Fenster ist
geschlossen worden.
 dem Plusquamperfekt Passiv, z. B.: Nachdem alles erledigt war, fuhr er nach
Hause. - Nachdem alles erledigt worden war, fuhr er nach Hause.
 unbestimmt-persönlichen man-Sätzen, z.B.: Für Arbeit ist gesorgt. – Man hat
für Arbeit gesorgt.
 dem Perfekt Aktiv eines reflexiven Verbs, z. B.: Er ist erkältet. – Er hat sich
erkältet.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Was bezeichnet das Stativ? 2. Wie viele und
welche Zeitformen hat das Stativ? 3. Wie wird das Präsens (das Präteritum, das
Perfekt, das Plusquamperfekt, das Futurum I, das Futurum II) Indikativ Stativ
gebildet? 4. Wie werden die Infinitivformen des Stativs gebildet? 5. Mit
welchen Verben wird das Stativ meist gebraucht? 6. Mit welchen Verben wird
das eingliedrige (das zweigliedrige) Stativ gebraucht? 7. Welche Stativstruktur
kommt sehr selten vor? 8. Welche Stativstruktur ist am gebräuchlichsten? 9. In
welchen Zeitformen erscheint das Stativ gewöhnlich? 10. Welchen Strukturen
steht das Stativ seiner Funktion nahe? 11. Vergleichen Sie die Bildung und die
Bedeutungen des Präsens Indikativ Passiv und des Präsens Indikativ Stativ!

Übung 1. Vergleichen Sie den Gebrauch des Passivs und des Stativs in den
Auszügen aus dem Roman „Beschreibung eines Sommers“ von Karl-Heinz
Jakobs:
1. Indem ich gegen deine Meinung protestiere, werde ich gezwungen, mir selbst
eine richtige Meinung zu bilden. Du bist unbedenklich und unberechenbar.
Indem sich mein ganzes Inneres dagegen empört, bin ich gezwungen,

152
Argumente gegen dich zu sammeln, dich zu widerlegen. 2. Einige Gesichter, mir
zugewandt, waren mir vertraut. Niemand von ihnen konnte mich sehen, denn sie
waren vom Feuer geblendet…. Und da sah ich auch die Grit. … Sie hatte ihren
Trainingsanzug an, und ihr Haar war wieder seitlich zu einem Zopf geflochten.
3. Und was nun geredet wurde, hatte Hand und Fuß. Sie sprachen von der
Umleitung des Golfstroms und von der Bebauung weiter Gebiete in Sibirien, in
Kanada und auf Grönland, die heute den größten Teil des Jahres von Eis
bedeckt sind. Dann redeten Sie davon, wie Wüsten und Steppen nutzbar
gemacht werden könnten.

Übung 2. Beantworten Sie die Fragen:


M u s t e r : Wird das Problem noch gelöst oder ist es schon gelöst? – Ich weiß
das nicht genau. Ich glaube aber, dass das Problem schon gelöst ist.
1. Wird der Tannenbaum noch geschmückt oder ist er schon geschmückt?
2. Werden die Masken noch angefertigt oder sind sie schon angefertigt? 3. Wird
der Kuchen noch gebacken oder ist er schon gebacken? 4. Wird die Gans noch
gebraten oder ist sie schon gebraten? 5. Wird der Tisch noch gedeckt oder ist er
schon gedeckt? 6. Werden die Gäste noch untergebracht oder sind sie schon
untergebracht?

Übung 3. Wählen Sie die passende Variante:


1. Endlich konnte sich die Mutter schön machen. In der Küche herrschte
Ordnung. (Das Essen wurde schon gekocht. Das Essen war schon gekocht.)
2. Monika hat ihr schönstes Kleid an und wartet auf ihre Gäste. (Der Tisch ist
schon gedeckt. Der Tisch wird schon gedeckt.) 3. Jetzt können die Fußgänger
diese verkehrsreiche Straße schnell überqueren. (Der Fußgängertunnel wird
schon gebaut. Der Fußgängertunnel ist schon gebaut.) 4. Klaus ist reisefertig.
(Der Koffer wird eingepackt. Der Koffer ist schon eingepackt) 5. Unsere
Bekannten haben uns zu Gast eingeladen. Sie hatten dazu einen Anlass. (Ihre
Wohnung war schon renoviert. Ihre Wohnung wurde schon renoviert). 6. Die
Tochter hat den Auftrag der Mutter erfüllt. (Die Lebensmittel wurden noch
eingekauft. Die Lebensmittel sind schon eingekauft.)

Übung 4. Nennen Sie das Ergebnis der Handlung:


M u s t e r : Man hat das Referat vor einer Woche mit Hilfe des Internets
vorbereitet. – Das Referat ist vorbereitet.
1. Erst hat man den Computer ins Netz eingeloggt. 2. Als nächster Schritt hat
man sich in eine Datenbank eingeklinkt. 3. Weiter hat man die Informationen
abgerufen. 4. Die Informationen hat man eingespeichert. 5. Einen Tag später
hat man sie bearbeitet. 6. Im Laufe der nächsten zwei Tage hat man das Projekt
des Referats entworfen. 7. Das Projekt hat man beurteilt. 8. Die Bemerkungen
des Lehrers hat man später berücksichtigt. 9. Zum Schluss hat man das Projekt
verbessert.

153
Übung 5. Ersetzen Sie das Adjektiv durch ein passendes Partizip II:
M u s t e r : Das Land ist frei. – Das Land ist befreit.
1. Das Glas ist voll. 2. Das Fenster ist offen. 3. Das Essen ist fertig. 4. Der
Aufsatz ist fertig. 5. Das Zimmer ist hell. 6. Das Haus ist fertig. 7. Das Kleid ist
sauber.

Übung 6. Sagen Sie, dass die Bitte schon erfüllt ist:


M u s t e r : Schließen Sie bitte die Tür! - Sie ist schon geschlossen.
1. Öffnen Sie bitte das Fenster! 2. Schlagen Sie bitte die Bücher zu! 3. Geben
Sie bitte den Wert des Pakets an! 4. Setzen Sie bitte den Text des Telegramms
auf! 5. Füllen Sie bitte das Formular aus! 6. Geben Sie bitte ihm ein Telegramm
auf! 7. Abonnieren Sie diese Zeitschrift für ein halbes Jahr!

Übung 7. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : Ich möchte meinen Mantel haben. ( reinigen) – Entschuldigen Sie,
bitte. Der Mantel wird noch gereinigt. In einigen Minuten ist der Mantel schon
gereinigt, und Sie können ihn zurückbekommen.
1. Ich möchte mein Fahrrad abholen. (reparieren) 2. Ich möchte meinen Test
zurückhaben. (prüfen) 3. Ich möchte meine Schuhe abholen. (besohlen) 4. Ich
möchte dieses Projekt sehen. ( beurteilen) 5. Ich möchte mein Auto
zurückbekommen. (den Schaden beheben) 6. Ich möchte meine Fotos abholen.
(anfertigen). 7. Ich möchte mein Buch zurückhaben. (einbinden)

Übung 8. Finden Sie einen passenden Zusammenhang für die Sätze:


M u s t e r : Die Flamme Olympias wird angezündet. – Die Flamme Olympias
ist angezündet.
Die Zuschauer halten den Atem an. Die Flamme Olympias wird von dem
besten Sportler der Welt angezündet.
Alle Zuschauer jubeln. Die Flamme Olympias ist angezündet.
1. Die olympische Fahne wurde gehisst. Die olympische Fahne war gehisst.
2. Die Tribünen wurden besetzt. Die Tribünen waren besetzt. 3. Die sportlichen
Traditionen werden entwickelt. Die sportlichen Traditionen sind entwickelt.
4. Der Sportler wird mit einer Urkunde ausgezeichnet. Der Sportler ist mit einer
Urkunde ausgezeichnet. 5. Die Ergebnisse wurden bekannt gegeben. Die
Ergebnisse sind bekannt gegeben.

Übung 9. Entscheiden Sie, wo die Handlung und wo das Ergebnis der


Handlung anzugeben ist:
1. Bei den Aufbauarbeiten sind wir auf ein Hindernis gestoßen, das kaum leicht
beseitigt … konnte. 2. Punkt drei Uhr, wenn das große Tor geöffnet …, setzte
ein fortwährendes Kommen und Gehen ein . 3. „Wie geht es deiner Freundin?“
fragte ich. „Ich glaube, gut. Sie … bald aus dem Krankenhaus entlassen“ 4. Das
Zimmer sah sehr gemütlich aus. Der Fußboden … mit bunten selbstgewebten
Teppichen belegt, die Decke … sauber geweißt, die Wände … gelb angestrichen
und geschmückt. 5. Nina hatte Halsschmerzen bekommen. Am Montag … sie so
154
stark erkältet, dass sie kein Wort mehr sprechen konnte. Es … die Temperatur
gemessen. Das Fieberthermometer zeigte siebenunddreißigkommavier. Nina …
von der Mutter sofort in die Poliklinik geschickt. Etwa 10 Minuten sollte sie
warten, dann … sie ins Sprechzimmer gerufen. Die Untersuchung … von
einem alten erfahrenen Arzt durchgeführt. Er stellte fest, dass der Hals
entzündet … . Nina … auch geröngt. Die Lungen … nicht angegriffen. Nina
bekam einige Rezepte, die von der Krankenschwester geschrieben … . Nach
fünf Tagen … der Hals nicht entzündet. Sie ging noch einmal zum Arzt und …
von ihm gesund geschrieben.

Übung 10. Beschreiben Sie durch die Verwendung des Stativs, was Herr
Müller nach dem Urlaub in seiner Wohnung sieht:
die Tür öffnen - den Videorekorder und den Schmuck stehlen - das Fenster
einschlagen - die Wohnung durchwühlen - die Möbel kaputt machen - das
Geschirr zerbrechen - die Blumenvase umkippen - den Parkettboden
beschädigen - die Haushaltsunterlagen zerreißen und auf dem Boden
zerstreuen.

Übung 11. Sprechen Sie zu zweit!


M u s t e r : der Kuchen, du, schon, backen
- Hast du den Kuchen schon gebacken?
- Natürlich, der Kuchen ist gebacken.
1. die Blumen, ihr, gießen; 2. jemand, die Wäsche, aufhängen; 3. die Steckdose,
du, vielleicht, das Wohnzimmer, reparieren; 4. jemand, das Faxgerät,
einschalten; 5. du, die Rechnungen, bezahlen

Übung 12. Beantworten Sie die Fragen, gebrauchen Sie dabei das Stativ:
1. Warum ist es im Zimmer dunkel? (den Himmel mit Wolken bedecken)
2. Warum riecht es so in der Wohnung? (die Wände streichen und tapezieren)
3. Warum lässt es sich im Seminarraum so leicht atmen? (den Seminarraum
lüften)
4. Warum ist der Festabend in unserer Uni gelungen? (das Programm
abwechslungsreich gestalten)

Übung 13. Übersetzen Sie:


a) 1. На нашей улице все лето сносили старые дома. Осенью все ветхие
дома уже были снесены. На их месте сейчас разбит парк. 2. Новое здание
вокзала строилось в нашем городе в течение двух лет. Когда я летом
навестила своих родителей, оно уже было построено. Новый вокзал очень
удобен, все залы оборудованы по-современному. 3. Небо было покрыто
тучами. Дул сильный ветер. 4. Завтра мы переезжаем в новую квартиру.
Mебель уже упакована. 5. Ремонтные работы уже закончены.
б) В одной из французских газет было опубликовано объявление:
«Молодой красивый миллионер ищет невесту, которая похожа на героиню

155
повести «На всю жизнь». На следующий день все книги были распроданы.
Вот это реклама!

Übung 14. Gebrauchen Sie die eingeklammerten Verben im nötigen Genus:


Das grüne Land
Grönland (bedeuten) in der Übersetzung „grünes Land“. Warum hat diese
kalte Insel, die immer mit Schnee (bedecken), solchen Namen erhalten? Laut
geschichtlichen Angaben (entstehen) diese Benennung im Zusammenhang mit
folgendem Geschehnis.
Ein im ganzen Lande bekannter Räuber (verjagen) aus Norwegen. Da reiste
er mit seinem Schiff durch das Nordmeer und (suchen) nach dem warmen
nördlichen Land, das in alten Liedern (besingen). Nach vielen Reisetagen
(erscheinen) vorne das Ufer, das mit Nebel (umhüllen). Es war unheimlich kalt.
Das Schiff (abbiegen) das Ufer entlang südwestlich. Es wurde wärmer. Bald
(gelangen) die Räuber zu einem Busen, der von hohen Ufern (umringen), vom
Felsen (umgeben). Dieses Stück Land (beschützen) vor den kalten nördlichen
Winden durch Berge und daher mit grünem Gras (bedecken).
So (auftragen) auf die Karte der Name „Grönland“.
Aufgaben zum Text:
1. Stellen Sie zu den Sätzen mit dem Stativ Fragen und lassen Sie Ihre Studien-
kollegen sie beantworten.
2. Erzählen Sie den Text nach.

Übung 15. Spielen Sie ein Gespräch zwischen dem Computeringenieur und
seinem Kunden „Alles schon erledigt“. Gebrauchen Sie dabei die
Wortgruppen im Stativ mit schon bzw. bereits:
das Modem auspacken, das Gerät an den Computer anschließen, den Strom
einschalten, die CD einlegen und sie starten, die Software installieren, den
Internet-Zugang herstellen, das Passwort eingeben.

Übung 16. Setzen Sie die Geschichte „Ein netter Mann“ fort, gebrauchen
Sie dabei das Stativ:
Hallo, Jana, … ja, wirklich schade, dass du gestern Abend nicht da warst. Ja, es
war ein wunderschönes Fest und heute Morgen dachte ich, jetzt muss ich erst
mal alles aufräumen. Aber du kennst ja Paul! Alles war schon fertig. ….
R e d e m a t e r i a l : die Gläser abräumen – das Geschirr abwaschen – die
Aschenbecher ausleeren – das Zimmer lüften – den Frühstückstisch decken –
Kaffee kochen – den Orangensaft einschenken

Übung 17. Gebrauchen Sie eines der Sprichwörter in einem passenden


Zusammenhang:
1. Mancher schließt erst den Stall, wenn der Gaul gestohlen ist. 2. Was verloren
ist, ist nicht zu retten. 3. Wer für Großes berufen ist, vollbringt es auch.

156
TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Das Stativ bezeichnet a) den Vorgang
b) den Zustand 2. Das Stativ gebraucht man a) nur im Präsens, b) im Präsens
und Präteritum, c) in allen Zeitformen. 3. Das Stativ kann [a) nur eingliedrig,
b) nur zweigliedrig, c) nur zwei- und dreigliedrig, d) ein-, zwei- und
dreigliedrig] sein. 4. Die Hose (ist, hat) schon gebügelt. 5. Das Gepäck war
schon (einpacken, eingepackt).
II. Finden Sie den Satz im Stativ: 1. Das Geschäft ist im vorigen Jahr gut
gelaufen. 2. Die E-Mail-Adresse ist schon eingerichtet worden. 3. Die Tür ist
bereits geöffnet. 4. Der Aufsatz ist schon fertig.
III. Tragen Sie die Zeitformen aus dem Text in Ihre Tabelle ein und ordnen
Sie zu:
Muster:
die Zeitform aus dem Text Aktiv Arten des Passivs Stativ
I II III
wird gestartet +
Der Weg einer E-Mail
Das Mail-Programm wird vom Sender gestartet. Ist der elektronische Brief
geschrieben, werden die fertigen Nachrichten gespeichert. Erst durch die
Verbindung zum Internet und einen Klick auf „senden“ kann der elektronische
Brief losgeschickt werden.
Vom Postausgang Ihres Providers werden die Mails dann zum Posteingang
des Mail-Empfängers gesendet. Es wird über neue E-Mails nur dann berichtigt,
wenn eine Verbindung zum Internet besteht. Viele Programme sind so
eingerichtet, dass der Posteingang in bestimmten Intervallen überprüft wird.
Neue E-Mails können dann automatisch abgerufen werden.

PARTIZIPIEN. DAS PARTIZIP I MIT DER PARTIKEL ZU

Es gibt im Deutschen zwei Partizipien: das Partizip I und das Partizip II.
Das Partizip I wird vom Präsensstamm mit Hilfe des Suffixes -(e)nd
gebildet, z. B.: schreib-end, aufsteh-end. Die Verben mit -el und -er im
Stammauslaut bekommen das Suffix -nd: klingel-nd, flüster-nd. Das Partizip I
hat eine aktivische Bedeutung, bezeichnet einen unvollendeten Vorgang und
wird im attrubutiven Gebrauch wie Adjektive dekliniert, z. B.: Der schreibende
Junge achtete nicht auf die kommenden Besucher.
Als nähere Bestimmung zum Verb bzw. zum Adjektiv wird das Partizip I
in der unflektierten Form gebraucht, z. B.: Lotte sagte lächelnd, dass sie alles
wusste. Sich der Stadt nähernd, merken sie, dass hier besondere Ereignisse
bevorstehen. Die Luft war schneidend kalt.

157
Das Partizip I kann mit der Partikel zu gebraucht werden. Die Partikel zu
steht vor dem Partizip I (bauen – zu bauend) oder zwischen dem trennbaren
Präfix und der Wurzel (abstellen – abzustellend). Das Partizip I mit der Partikel
zu wird nur von transitiven Verben gebildet und nur als vorangestelltes Attribut
gebraucht. Das Partizip I mit der Partikel zu hat eine passivische Bedeutung und
bezeichnet eine Notwendigkeit oder eine Möglichkeit, z. B.: die zu lösende
Aufgabe – задача, которая должна (может) быть решена; задача,
которую надо (необходимо, должны, можно) решить. Wenn das Partizip I
mit der Partikel zu eine nähere Bestimmung hat, so steht diese Bestimmung
zwischen dem Artikel und der Partikel zu oder dem Partizip I, falls es ein
trennbares Präfix enthält, z. B.: das im kommenden Jahr zu errichtende
Gebäude, die von der Firma im Hotel unterzubringenden Gäste.
Dem Partizip I mit der Partikel zu entsprechen: a) die Fügung „sein + zu +
Infinitiv“: die zu lösende Aufgabe – Die Aufgabe ist zu lösen; b) Modalverb +
Infinitiv I Passiv: die zu lösende Aufgabe – Die Aufgabe muss (soll, kann) gelöst
werden; c) man-Sätze mit einem Modalverb (müssen, sollen, können) und dem
Infinitiv I Aktiv: die zu lösende Aufgabe – Man muss (soll, kann) die Aufgabe
lösen.
Das Partizip I mit der Partikel zu wird meist in der Schriftsprache,
besonders im Stil der Wissenschaft und des öffentlichen Verkehrs gebraucht.
Der Vorteil dieser Partizipialfügung besteht in ihrer Knappheit, in der Fähigkeit,
einen ganzen Satz zu ersparen.
Für die Bedeutung und den Gebrauch des Partizips II ist es wichtig, ob das
Verb transitiv oder intransitiv, terminativ oder kursiv ist. Die folgende Tabelle
veranschaulicht unterschiedliche Bedeutungen des Partizips II.
Charakteristik der Beispiele für Bedeutung
Verben das Partizip II des Partizips II
transitive terminative das verlorene Buch; passivische Bedeutung;
Verben: verlieren, der gefundene Schlüssel; Abgeschlossenheit;
finden, erreichen u. a. das erreichte Ziel Vorzeitigkeit
transitive kursive Verben: die geliebte Mutter; das passivische Bedeutung;
lieben, tragen, suchen u.a. auf dem Arm getragene Nichtabgeschlossenheit;
Kind; der vom Knaben Gleichzeitigkeit
gesuchte Schlüssel
intransitive terminative die verblühten Rosen; aktivische Bedeutung;
Verben: verblühen, die abgereiste Delegation; Abgeschlossenheit;
abreisen, einschlafen u. a. das eingeschlafene Kind Vorzeitigkeit
intransitive kursive Nur als Bestandteil der analytischen Formen
Verben: gebräuchlich
stehen,schlafen,reisen u.a.
Das Partizip II als Adverbialbestimmung wird nicht dekliniert.
Das Partizip II kann mit seinen näheren Bestimmungen eine
Partizipialgruppe bilden. Dabei wird das Partizip II der reflexiven Verben ohne

158
sich gebraucht: Allein geblieben, nahm der Senator seinen Platz am Tisch
wieder ein. Lotte war eine kleine Person, die, verglichen mit Leni, sehr viel
redete. Er saß im Sessel, die Beine übereinander geschlagen, und sah zur
Decke empor. Uli wartete, auf einen Stock gestützt. Einen Augenblick blieb er,
mit dem Rücken gegen die Haustür gelehnt, stehen.
Das Partizip II kann auch einen Befehl ausdrücken (meist in Kommandos:
Aufgestanden! Beiseite getreten!), das Prädikat in Schlagzeilen und
Überschriften, im Vermerk auf einem Dokument im Stil des öffentlichen
Verkehrs ersetzen: Wahlen in der Ukraine verschoben. Erledigt.
Die Partizipien können substantiviert werden. Die substantivierten
Partizipien werden großgeschrieben und wie Adjektive dekliniert: Der
Ankommende hat seinen Personalausweis vorzuzeigen. Der Wirt brachte das
Bestellte.

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Über welche Partizipien verfügt das Deutsche?


Zu welchen Formen des Verbs gehören die Partizipien? 2. Wie wird das
Partizip I gebildet? Welche Verben bekommen im Partizip I das Suffix -nd?
3. Welche Bedeutung hat das Partizip I? 4. Wann wird das Partizip I im
attributiven Gebrauch schwach (stark, gemischt) dekliniert? 5. Wann wird das
Partizip I in der unflektierten Form gebraucht? 6. Welche Bedeutung hat das
Partizip I mit der Partikel zu? Was bezeichnet dieses Partizip? Wo steht die
Partikel zu? 7. Von welchen Verben wird das Partizip I mit der Partikel zu
gebildet? Welche Verben sind transitiv? 8. Als was wird das Partizip I mit der
Partikel zu gebraucht? 9. Wo steht die nähere Bestimmung zum Partizip I mit
der Partikel zu? 10. Welche Fügungen entsprechen dem Partizip I mit der
Partikel zu? 11. Wo wird das Partizip I mit der Partikel zu meist gebraucht?
Worin besteht der Vorteil dieser Partizipialfügung? 12. Wie wird das Partizip II
gebildet? Welche Verben bilden das Partizip II ohne Präfix ge-? Welche Präfixe
sind untrennbar (trennbar; bald trennbar, bald untrennbar)? 13. Was ist für die
Bedeutung und den Gebrauch des Partizips II von großer Bedeutung? 14. Worin
besteht der Unterschied zwischen transitiven und intransitiven Verben (zwischen
terminativen und kursiven Verben)? 15. Welche Bedeutung hat das Partizip II
eines transitiven terminativen Verbs (eines transitiven kursiven Verbs, eines
intransitiven terminativen Verbs)? 16. Wird das Pronomen sich in einer
Partizipialgruppe mit dem Partizip I eines reflexiven Verbs gebraucht? Und mit
dem Partizip II? 17. Was können Sie über die Substantivierung der Partizipien
erzählen? Zu welchem Geschlecht gehören die substantivierten Partizipien?
18. Wann bekommt das substantivierte Partizip die Endungen des bestimmten
Artikels (die Endung -en, die Endung -e)?

Übung 1. Lesen Sie die Sätze, bestimmen Sie die Bedeutung und die
syntaktische Funktion der Partizipien (d. h. als welches Satzglied bzw. Teil
des Satzgliedes ist das Partizip gebraucht) und übersetzen Sie die Sätze ins
Russische:

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1. Die ankommenden Gäste wurden herzlich empfangen. 2. Die angekommenen
Gäste wurden im Hotel untergebracht. 3. Er antwortete auf meine Frage
lächelnd. 4. Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber
Schmerz. 5. Gesagt – getan. 6. Sowohl die untersuchten als auch die zu
untersuchenden Fälle sind sehr wichtig. 7. Er saß im Sessel, die Beine
übereinander geschlagen, und sah zur Decke empor.

Übung 2. Bilden Sie die Partizipien:


schreiben, schildern, lächeln, konjugieren, aufgeben, prophezeien, versprechen,
durchführen, übermitteln, teilnehmen, frohlocken, beauftragen, veranlassen,
zurückkehren, kennzeichnen, rechtfertigen, veranstalten, begrüßen

Übung 3. Wählen Sie die Verben, von denen das Partizip I mit der Partikel
zu gebildet werden kann, und bilden Sie das Partizip I mit der Partikel zu:
können, besprechen, reparieren, blitzen, stehen, frankieren, ankommen,
ausfüllen, übermitteln, veranstalten, stattfinden, verlaufen, nachprüfen

Übung 4. Deklinieren Sie:


der gefragte Student, die durchzuführende Konferenz, das kalt gewordene Essen,
die in dieser Woche zu verkaufenden Geräte, einige von der Regierung
ausgezeichnete Gelehrte, blühende Geschäfte, geräucherter Schinken, zwei
gebaute Häuser, alle eingeladenen Gäste, der heute zu reparierende Wagen

Übung 5. Setzen Sie die Endungen ein:


1. Daneben bemerkt er einen hoch gewachsen... Herrn, der mit fragend... und
staunend... Augen eines Fremden das ganze vor ihm ausgebreitet... Panorama
genießt. 2. Auf dem zu Stein erstarrt... Schmutz marschierten, die gefroren...
Pfützen zerstampfend, unter den riesigen, schon wie im Winterwind heulend...
kahlen Linden bewaffnet... Arbeiterabteilungen vorüber. 3. Vor ihnen standen
zwei Tassen mit kalt geworden... Kaffee. 4. Die in der heutigen Versammlung
zu besprechend... Fragen sind von großer Bedeutung. 5. Einige beschädigt...
Wagen sind schon repariert. 6. Bald brachte der Kellner das Bestellt... .

Übung 6. Gebrauchen Sie das Partizip mit einer näheren Bestimmung:


M u s t e r : Der übersetzte Text gefiel dem Lehrer nicht (vom Schüler). – Der
vom Schüler übersetzte Text gefiel dem Lehrer nicht.
1. Die zurückkommenden Kinder sahen sehr müde aus (nach Hause). 2. Ich
nehme täglich die verschriebene Medizin ein (vom Arzt). 3. Der zu reparierende
Wagen steht in der Garage (am nächsten Tag). 4. Der junge Wissenschaftler
wurde auf die zu vermeidenden Fehler aufmerksam gemacht (beim Versuch).
5. Der Lehrer war ein Mann mit ergrauten Haaren (fast schon völlig). 6. Er ging
durch eine lange Einfahrt zu einer gebauten Villa (ganz aus Holz). 7. Die
gekauften Blumen waren sehr schön (heute vom Bruder).

160
Übung 7. Verwandeln Sie den einfachen Satz in das Satzgefüge mit einem
Attributnebensatz, achten Sie dabei auf die Bedeutung des Partizips:
M u s t e r : Die renovierte Wohnung sah sehr schön aus. – Die Wohnung, die
renoviert worden war, sah sehr schön aus.
1. Aus den oben genannten Gründen bietet der Lehrstuhl für Körperkultur und
Sport eine reiche Auswahl an sportlichen Betätigungen und Aktivitäten. 2. Die
an der Uni veranstalteten sportlichen Wettkämpfe demonstrieren die
Bestleistungen. 3. Der am ersten Tag der Wettkämpfe aufgestellte Rekord wurde
am zweiten Tag geschlagen. 4. Die dem Fußballspiel beiwohnenden
Sportfreunde waren enttäuscht. 5. Der viel und regelmäßig trainierende Sportler
kann es zu Spitzensportlern bringen. 6. Die das Spiel verlorene Mannschaft
schien nicht betrübt zu sein. 7. Die aufgegangene Sonne durchdrang den Nebel.

Übung 8. Gebrauchen Sie statt des Nebensatzes das nötige Partizip als
Attribut:
M u s t e r : Für offene Feuer sind nur die Feuerstellen, die hierfür
gekennzeichnet sind, zu benutzen. – Für offene Feuer sind nur die hierfür
gekennzeichneten Feuerstellen zu benutzen.
1. Abfälle aller Art gehören ausschließlich in die Abfallbehälter, die hierfür
vorgesehen sind. 2. Es wird im Interesse aller Platzgäste höflich gebeten,
während der Zeit, die genannt worden ist, auch laute Unterhaltung zu
vermeiden. 3. Die Gäste, die im Camping angekommen waren, sahen die
Platzordnung durch. 4. Der Besucher, der im Camping ankommt, meldet sich
zuerst bei der „Anmeldung“ an. 5. Die Steinkohle, die dort gewonnen wird, gilt
als die beste Sorte. 6. Auf dem Tisch lag die Goldmedaille, die der Vater bei den
letzten Paralympics gewonnen hatte. 7. Die Herren, die auf der Bank im Hof
saßen, besprachen den Verkehrsunfall, der am Morgen passiert war. 8. Dort
konnte man einen Herrn sehen, der sich langsam dem Haus näherte. Er wird
wohl in dem Haus, das durch eine Bombe zerstört worden war, gewohnt haben.

Übung 9. Verwenden Sie die Partizipien der angegebenen Verben als


Attribute; sagen Sie die Formen im Singular und Plural. Bilden Sie Sätze:
M u s t e r : schreiben – Schüler, Brief: der schreibende Schüler – die
schreibenden Schüler, der geschriebene Brief – die geschriebenen Briefe. Der
etwas schreibende Schüler achtete auf uns nicht. Die vom Vater geschriebenen
Briefe lagen auf seinem Tisch.
lesen – Junge, Buch verschreiben – Arznei, Arzt
einkaufen – Ware, Frau ankommen – Zug, Campinggast
singen – Lied, Mädchen übersetzen – Student, Artikel

Übung 10. Verwenden Sie das Partizip I mit der Partikel zu; sagen Sie die
Formen im Singular und Plural und bilden Sie Sätze:
M u s t e r : anlegen – Park: der anzulegende Park – die anzulegenden Parks.
In den anzulegenden Parks sollen auch Spielplätze vorgesehen werden.
161
drucken – Band basteln – Bauer kontrollieren – Bank
nähen – Tuch errichten – Wehr
reparieren – Tor lernen – Wort
produzieren – Mutter
anbringen – Schild loben – Verdienst
beachten – Moment
befestigen – Band

Übung 11. Gebrauchen Sie statt des Nebensatzes das Partizip I mit der
Partikel zu:
M u s t e r : Der Brief, der gelesen werden muss, liegt auf dem Tisch. – Der zu
lesende Brief liegt auf dem Tisch.
a) 1. Das Haus, das abzutragen ist, liegt nebenan. 2. Der Wagen, der zu
reparieren ist, steht in der Garage. 3. Die Wohnung, die zu renovieren ist, liegt
im Erdgeschoss. 4. Die Ergebnisse, die zu überprüfen sind, sind von großer
Bedeutung. 5. Die Gäste, die unterzubringen sind, sind aus Berlin angekommen.
6. Der Vortrag, der zu besprechen ist, enthält wichtige Informationen. 7. Das
Problem, das zu lösen ist, ist sehr kompliziert.
b) 1. Das Wort, das herausgeschrieben werden soll, ist im Absatz 3 angegeben.
2. Die Aufgabe, die nicht gelöst werden kann, wird noch einmal besprochen.
3. Das Telegramm, das aufgegeben werden muss, enthält 20 Wörter. 4. Der
Brief, der frankiert werden soll, liegt dort. 5. Die Gäste, die untergebracht
werden sollen, sind aus Köln angekommen. 6. Das Telefon, das repariert werden
muss, funktioniert schon seit zwei Tagen nicht. 7. Das Formular, das ausgefüllt
werden soll, liegt nebenan. 8. Das ist ein Fehler, der vermieden werden soll.
9. Das ist ein Artikel, der diskutiert werden muss.
c) 1. Die Decken, die man sauber ausschütteln soll, liegen auf dem Bett. 2. Das
Frage- und Antwortspiel, das man morgen veranstalten muss, ruft besonderes
Interesse hervor. 3. Der Wagen, den man reparieren muss, soll in die Garage
gebracht werden. 4. Die Erfahrungen, die man im Ausland sammeln muss, sind
für die Firma von großer Bedeutung.

Übung 12. Erklären Sie auf Deutsch, was die Wortverbindungen bedeuten:
M u s t e r : das zu bauende Haus – Das ist das Haus, das man bauen soll (das
zu bauen ist, das gebaut werden soll).
das in diesem Jahr zu lösende Problem; das abzutragende Haus; das auf dem
Markt zu verkaufende Obst; das im Herbst zu kaufende Gemüse; der
fortzusetzende Kampf; die zu wiederholende Regel; das durchzuführende
Experiment; die morgen zu diskutierende Frage; der zu schreibende Aufsatz;
die eingekauften Lebensmittel; der etwas bastelnde Junge; das ausgefüllte
Telegrammformular; die an den Schalter herangetretene Frau; der ihm gereichte
Zehneuroschein; der allen Dingen auf den Grund gehende Wissenschaftler; das
vermisste Geld; die vorfristig abgeschlossene Arbeit; die ihre Eltern
unterstützenden Kinder; das überwiesene Geld; der das Paket wiegende

162
Postangestellte; das abgewogene Paket; die im Camping angekommenen Gäste;
das dort errichtete Denkmal

Übung 13. Ersetzen Sie den Temporalsatz durch die Partizipialgruppe:


M u s t e r : Als der Bauer in der Stadt angekommen war, ging er auf die Suche
nach seinem Bruder. – In der Stadt angekommen, ging der Bauer auf die Suche
nach seinem Bruder.
1. Als die Frau das verlorene Geld suchte, bemerkte sie plötzlich einen Zettel.
2. Nachdem sich Hans auf den Unterricht vorbereitet hatte, fuhr er in die Uni.
3. Wenn Otto nach Hause zurückkehrte, sah er diesen bösen Hund oft. 4. Als
sich die Faschisten dem Dorf genähert hatten, sahen sie, dass das Dorf leer war.
5. Als der Konsul allein geblieben war, setzte er die unterbrochene Arbeit fort.
6. Während Herr Krause von den Gestapoleuten verfolgt wurde, dachte er daran
nicht, dass sich am Fluss Soldaten befinden konnten.

Übung 14. Wählen Sie die richtige Variante der Übersetzung:


1. письма, которые надо послать – die abgesandten Briefe, die
abzusendenden Briefe, die absendenden Briefe; 2. результаты, которые
теоретически можно ожидать – die theoretisch zu erwartenden Ergebnisse,
die theoretisch erwartenden Ergebnisse, die Ergebnisse, die theoretisch erwartet
wurden; 3. место, предназначенное для костров – die für offene Feuer
gekennzeichnete Stelle, die gekennzeichnete für offene Feuer Stelle, die für
offene Feuer kennzeichnende Stelle; 4. прочитав книгу – das Buch lesend, das
Buch gelesen, das Buch gelesen haben; 5. явления, которые можно
наблюдать – die zu beobachtende Erscheinungen, die beobachteten
Erscheinungen, die beobachtenden Erscheinungen, die zu beobachtenden
Erscheinungen; 6. вспоминая об этом – sich daran erinnernd, sich daran zu
erinnernd, daran erinnert; 7. сорванные цветы – die pflückenden Blumen, die
gepflückten Blumen, die zu pflückenden Blumen; 8. отвечавший ученик –
der beantwortende Schüler, der geantwortete Schüler, der antwortende Schüler.

Übung 15. Übersetzen Sie:


a) обещанная награда; награжденные правительством послы; построенные
недавно здания; проведенные учеными опыты; деньги, которые надо
перевести в Берлин; найти соответствующие слова; возводимое
строителями здание; рассказывать улыбаясь; приближаясь к городу;
приблизившись к городу; прибыв в город; купленные букеты роз;
сооруженные за последние годы плотины; любящие матери; любимая
мать; выполнив задание на завтра; осмотрев достопримечательности
города; беседовавшие друг с другом студенты; напечатанные тома;
приближающиеся к городу солдаты; приглашенные директором артисты
б) 1. В последний день он неожиданно нашел именно то, что долго искал:
квартиру с большими, чисто вымытыми окнами. 2. Он работал днем и
ночью в одной из сохранившихся комнат своего полуразрушенного дома.

163
3. Для костров надо использовать только предназначенные для этого места.
4. Езда на велосипедах разрешена только на предусмотренных для
этого дорогах. 5. В газетах сообщалось, что спортсмен превзошел
установленный в прошлом году рекорд на три секунды. 6. Проводимые
регулярно в университете спортивные соревнования показывают, что
количество студентов, которые принимают в них участие, с каждым годом
увеличивается. 7. Никто из присутствовавших не сомневался в том, что
конференция, которую надо было провести в следующем месяце, поможет
решить многие проблемы спорта. 8. Приехавшие на чужой машине
родственники рассказывали, смеясь и прерывая друг друга, о
происшедшем с ними в пути случае. 9. “Лада”, которую надо было
отремонтировать, была куплена владельцем год тому назад. Ремонт сильно
поврежденной машины стоил много денег. 10. Часто употребляемая
пословица “Дареному коню в зубы не смотрят” означает, что все
подаренное надо принимать с улыбкой и похвалой. 11. Тема, которая
должна быть рассмотрена, принадлежит к малоисследованным в нашей
науке вопросам.

Übung 16. Übersetzen Sie den Text, versuchen Sie dabei möglichst viel
Platz zu ersparen:
Когда председатель смотрел на сотрудников, собравшихся в зале, он видел
перед собой лица людей, которые интересовались проблемами фирмы.
Когда председатель открывал совещание, он подчеркнул, что трудности,
которые возникли в последнее время на фирме и которые срочно должны
быть преодолены, вызваны объективными причинами. Одной из причин,
названных председателем, было вытеснение продукции фирмы с рынков
сбыта, которые были традиционными.

Übung 17. Prüfen Sie die Übersetzung:


Наконец наступил долгожданный Endlich war der lange und ungeduldig
день. Празднично одетые выпуск- erwartete Tag gekommen. Die festlich
ники школы и приглашенные kleidenden Schulabgänger und die
родители собирались в украшен- eingeladene Eltern versammelten sich
ном цветами актовом зале. С in der mit Blumen schmückenden
нетерпением ожидали начала Aula. Gespannt wurde es auf den
выпускного вечера. Это длилось Beginn des Abschiedsfestes gewartet.
недолго. Вскоре появился дирек- Das wurde nicht lange gedauert. Bald
тор. Его встретили бурными апло- erschien der Direktor. Er wurde von
дисментами. stürmischem Beifall begrüßt.

Übung 18. Beantworten Sie die Fragen:


M u s t e r : Wie viele Stockwerke wird das Haus haben, das nicht weit von der
Bibliothek gebaut werden soll? – Ich glaube, das nicht weit von der Bibliothek
zu bauende Haus wird neunstöckig sein.

164
1. Wann ist das Haus, das abgetragen werden soll, errichtet worden? 2. Welche
Probleme werden in der Konferenz, die in der nächsten Woche durchzuführen
ist, diskutiert werden? 3. Wie viele Seiten soll das Referat enthalten, das zu
schreiben ist? 4. Wo liegen die Bücher, die man registrieren soll? 5. Nach
wessen Entwurf werden die Gebäude, die zu bauen sind, errichtet werden?
6. Bei wem sind die Papiere, die unterzeichnet werden sollen? 7. Stimmt es, dass
die Bakterien bei der Bildung des Torfs eine Rolle spielen, die nicht unterschätzt
werden kann? 8. Sollen die Ergebnisse, die theoretisch zu erwarten sind, im
Experiment geprüft werden? 9. Wo steht im Aussagesatz der Teil des Prädikats,
der konjugiert werden soll?

Übung 19. Sprechen Sie zum Thema „Vorbereitung auf den


Grammatikunterricht“ zu zweit:
M u s t e r : der zu veranstaltende Wettkampf
- Ich verstehe nicht, was die Wortverbindung „der zu veranstaltende
Wettkampf“ bedeutet. Sei so gut, erkläre mir die Bedeutung dieser
Wortguppe.
- Das ist wirklich schwer. Diese Wortgruppe enthält das Partizip I mit der
Partikel „zu“.
- Aber das Partizip I hat eine aktivische Bedeutung.
- Du hast Recht. Aber wenn das Partizip I mit der Partikel „zu“ gebraucht ist,
so hat es eine passivische Bedeutung und bezeichnet eine Notwendigkeit oder
eine Möglichkeit. „Der zu veranstaltende Wettkampf“ ist der Wettkampf, der
zu veranstalten ist.
- Entschuldige, aber ich verstehe das sowieso nicht.
- „zu veranstalten ist“ – das ist die Fügung „sein + zu + Infinitiv“. Diese
Fügung bezeichnet auch eine Notwendigkeit oder eine Möglichkeit. Statt
dieser Konstruktion kann der Infinitiv I Passiv mit einem Modalverb oder der
unbestimmt-persönliche man-Satz gebraucht werden.
1. die umzutauschende Ware; 2. der zu registrierende Wagen; 3. die zu
fördernde Kohle; 4. der zu vermeidende Fehler; 5. die von den Leuten zu
ertragenden Schwierigkeiten; 6. der im nächsten Monat zu veranstaltende
Kongress; 7. die zu überprüfende Beschwerde

Übung 20. Setzen Sie die eingeklammerten Verben im Partizip I oder II ein:
Der Rabe und der Fuchs
Ein Rabe trug ein Stück (vergiften) Fleisch, das der (erzürnen) Gärtner für die
Katzen seines Nachbarn (hinwerfen) hatte, in seinen Klauen fort. Und eben
wollte der Rabe das (hinwerfen) Fleisch auf einer alten Eiche verzehren, als sich
ein Fuchs herbeischlich. Der (herbeischleichen) Fuchs rief dem auf der Eiche
(sitzen) Raben: „Sei mir gesegnet, Vogel des Jupiters!“ „Für wen siehst du mich
an?“ fragte der (erstaunen) Rabe. „Für wen ich dich ansehe?“ erwiderte der
schlaue Fuchs. „Bist du nicht der rüstige, täglich auf diese Eiche
(herabkommen) Adler, der mich Armen speist?“ Der Rabe erstaunte und freute
sich innig, für einen Adler (halten) zu werden. „Ich muss“, dachte er, „den
165
Fuchs aus dem Irrtum nicht bringen“. Großmütig dumm ließ er das (stehlen)
Fleisch herabfallen und flog stolz davon. Der Fuchs fing das (herabfallen)
Fleisch (lachen) auf und fraß es mit Freude. Doch bald verkehrte sich die Freude
in ein schmerzhaftes Gefühl: das Gift fing an zu wirken, und der Fuchs
verreckte.
/Nach G.E. Lessing/
Aufgaben zum Text:
1. Lesen Sie den Text noch einmal und achten Sie darauf, wodurch der Fuchs
seine Schmeicheleien zum Ausdruck bringt.
2. Inszenieren Sie den Text zu dritt.
3. Erzählen Sie den Text nach, gebrauchen Sie dabei die Partizipien als
Attribute.
4. Formulieren Sie den Hauptgedanken des Textes.
5. Fügen Sie ein paar Worte als Fortsetzung des Textes hinzu.

Übung 21. Sind Sie damit einverstanden? Begründen Sie Ihre Meinung:
1. Geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmerz ist halber Schmerz.
2. Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben.

TESTEN SIE SICH!

1. Das Partizip I und das Partizip I mit der Partikel zu haben a) dieselbe
Bedeutung; b) verschiedene Bedeutungen. 2. Das Partizip II bezeichnet a) die
Abgeschlossenheit der Handlung; b) die Nichtabgeschlossenheit der Handlung.
3. Das Partizip I mit der Partikel zu kann durch den Infinitiv mit dem Modalverb
wollen nicht ersetzt werden. (Nein, doch) 4. Das Partizip II eines reflexiven
Verbs wird in der Partizipialgruppe ohne Pronomen sich gebraucht. (Nein, ja)
5. Das Partizip II eines intransitiven terminativen Verbs hat a) eine aktivische
Bedeutung; b) eine passivische Bedeutung. 6. Das verlorene Buch ist das Buch,
das a) verloren werden soll; b) verloren ist; c) verloren wird; d) zu verlieren ist.
7. Der viel trainierende Sportler ist der Sportler, der viel a) trainiert; b) trainieren
soll; c) trainieren wird. 8. Das zu errichtende Denkmal ist das Denkmal, das
a) errichtet wird; b) errichtet ist; c) errichtet worden war; d) errichtet werden
soll. 9. Das gern besuchte Schwimmbad ist das Bad, das gern a) zu besuchen ist;
b) besucht wird; c) besucht werden kann. 10. Der festlich gekleidete Sohn ist der
Sohn, der a) sich festlich kleidet; b) sich festlich zu kleiden hat; c) festlich
gekleidet ist; d) festlich gekleidet wird. 11. Auf dem Markt alles eingekauft,
ging Otto sofort nach Hause. Das bedeutet: [a) Nachdem Otto auf dem Markt
alles eingekauft hatte; b) nachdem von Otto auf dem Markt alles eingekauft
worden ist; c) wenn Otto auf dem Markt alles einkaufen wird], ging er sofort
nach Hause. 12. Als sich der Junge dem Stadion genähert hatte, blieb er stehen.
– ist gleich: [a) Sich dem Stadion nähernd; b) sich dem Stadion genähert; c) dem
Stadion genähert], blieb der Junge stehen. 13. In dem vor kurzem [a) bauenden;
b) gebauten] Stadion wurden schon einige Wettkämpfe veranstaltet. 14. Die

166
mit einem Wagen [a) bringenden; b) gebrachten] Feuerleute liefen zum
[a) brennenden; b) gebrannten] Haus. Sie befahlen den neben dem Gebäude
[a) stehenden; b) gestandenen] Menschen zur Seite zu treten.15. Das zu
[a) tapezierende; b) tapezierte] Zimmer war sehr groß. 16. Es ist nicht leicht, das
[a) Verlierende; b) Verlorene] zu finden.

IMPERATIV

Der Imperativ (lat. imperare = befehlen) dient zum Ausdruck einer


Aufforderung, einer Bitte, eines Befehls, eines Verbots und einer Warnung.
BILDUNG DES IMPERATIVS
Morphologische Klassen Singular Plural Höflichkeits
von Verben 2. Person 1. Person -form
schwache Verben sag-(e)! sag-t! sag-en wir! sag-en Sie!
schwache Verben mit dem bad-e! bad-et! bad-en wir! bad-en Sie!
Stamm auf -d, -t, -m, -n
schwache Verben mit dem läch(e)l-e! lächel-t! lächel-n wir! lächel-n Sie!
Stamm auf -el, -er
starke Verben (ohne fahr-(e)! fahr-t! fahr-en wir! fahr-en Sie!
Vokalveränderung im
Imperativ Singular)
starke Verben mit dem Stamm bitt-e! bitt-et! bitt-en wir! bitt-en Sie!
auf -d, -t (ohne Vokalverän-
derung im Imperativ Singular)
starke Verben mit -e im hilf! helf-t! helf-en wir! helf-en Sie!
Infinitiv
Verben mit dem Rückumlaut renn-e! renn-t! renn-en wir! renn-en Sie!
haben hab-e! hab-t! hab-en wir! hab-en Sie!
sein sei! sei-d! sei-en wir! sei-en Sie!
werden werd-e! werd-et! werd-en wir! werd-en Sie!
gehen geh-(e)! geh-t! geh-en wir! geh-en Sie!
stehen steh-(e)! steh-t! steh-en wir! steh-en Sie!
tun tu-(e)! tu-t! tu-n wir! tu-n Sie!
kommen komm! kommt! komm-en wir! komm-en Sie!
lassen lass! lass-t! lass-en wir! lass-en Sie!
wissen wiss-e! wiss-t! – –
Anmerkungen:
1. Wenn das starke Verb mit dem Stammvokal e diesen Vokal bei der
Konjugation im Präsens Indikativ Aktiv nicht verändert, so bleibt der
Stammvokal e auch im Imperativ Singular unverändert: Du genest bald. –
Genese bald!

167
2. Zu beachten sind die Doppelformen sieh und siehe: siehe kommt im Stil
der Wissenschaft (z.B.: siehe Tabelle 4) oder als Ausruf, eine Art Interjektion
vor, z. B.: Er hatte gleich nachgesehen und – siehe – da lag ein Armband in
der Lücke.
3. Die Modalverben und die unpersönlichen Verben bilden keinen Imperativ.
4. In der Regel fehlen die Pronomen du, ihr beim Imperativ. Sie erscheinen
aber, um die Willensäußerung zu verstärken (z. B.: Böse zischte die Alte ihm
zu: „Schweig du!“) oder um die angeredete Person (bzw. Personen) den
anderen Personen gegenüberzustellen, z. B.: Frag du lieber!
Die Funktion des Imperativs können übernehmen:
1. der Indikativ Aktiv und Passiv: Du gehst sofort nach Hause! Du wirst sofort
deine Hausaufgaben machen! Zum Frühstück hast du deine Hände
gewaschen! Jetzt wird geschwiegen! Die Tür wird sofort geschlossen!
2. der Infinitiv und das Partizip II (in Kommandos, schriftlichen Anweisungen,
bei einem sehnsüchtigen Wunsch): Weiter fahren! Stillgestanden! Bitte
anschnallen! Nicht hinauslehnen! Eintritt verboten! Ach, nicht denken, jetzt
nicht denken!
3. der Satz mit der Konjunktion dass: Dass du mir rechtzeitig nach Hause
kommst! Mach, dass du fortkommst!
4. haben/sein + zu + Infinitiv: Du hast zu schweigen! Der Aufsatz ist morgen
abzuliefern!
5. das Modalverb + Infinitiv I Aktiv: Wollen wir darüber sprechen! Willst du
nun endlich aufhören! Das musst du mir schwören! Erzählen sollst du das
niemandem! Sie können gehen! Man darf hier nicht rauchen! Er mag
kommen (= er kann meinetwegen kommen).
6. das Verb lassen + Infinitiv: Lass mich gehen!
7. die Verben der Willensäußerung (befehlen, fordern, verlangen, bitten,
auffordern, einladen, wünschen u. a.): Ich bitte Sie hier zu sitzen!
8. man/es + Präsens Konjunktiv Aktiv: Man nehme diese Arznei nach dem
Essen ein. Es lebe der Frieden in der ganzen Welt!
9. es + Präsens Konjunktiv Stativ: Es sei bemerkt, dass die durchzuführende
Analyse von großer Bedeutung ist.
10.das Präteritum Konjunktiv der Modalverben sowie der Konditionalis I:
Dürfte ich Sie um eine Tasse Kaffee bitten? Könnten Sie mir das erklären?
Würdest du bitte die Tür schließen.
11.ein beliebiger Ein-Wort-Satz mit imperativischer Intonation: Hilfe! Achtung!
Zurück!

Fragen zur Selbstkontrolle: 1. Über wie viele und welche Formen verfügt der
Imperativ? 2. Wie wird die Singularform des Imperativs (die Form für die
1. Person Plural, die Form für die 2. Person Plural, die Höflichkeitsform)
gebildet? 3. Welche Verben haben in der Singularform des Imperativs die
Endung -e (keine Endung)? 4. In welchen Imperativformen werden die
Personalpronomen gebraucht? Wo stehen diese Personalpronomen? 5. Welcher

168
Stammvokal verändert sich in der Singularform des Imperativs? Welche starken
Verben verändern den Stammvokal im Imperativ Singular nicht? 6. Bilden Sie
die Imperativformen der folgenden Verben: sein, haben, werden, gehen, stehen,
tun, kommen, lassen, wissen. 7. Wann gebraucht man die Form siehe? 8. Welche
Verben bilden keinen Imperativ? 9. Werden alle Präfixe im Imperativ
abgetrennt? 10. Was kann die Funktion des Imperativs übernehmen?
11. Vergleichen Sie die 2. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv und die
Singularform des Imperativs!

Übung 1. Sagen Sie, wie die Imperativformen gebildet worden sind:


1. Tue das nicht! Es ist gefährlich! 2. Warum stehst du? Hilf der Mutter!
3. Kinder, setzt euch und schlagt eure Bücher auf! 4. Warten wir noch ein paar
Minuten! Er kommt gleich. 5. Herr Müller, rufen Sie bitte Herrn Winter an!

Übung 2. Nennen Sie die Verben, von denen der Imperativ unmöglich oder
nicht üblich ist:
bekommen, gelten, geraten, erfinden, einsetzen, übertragen, einteilen, schneien,
bestellen, bedürfen, frankieren, regnen, können

Übung 3. Gebrauchen Sie die Verben im Imperativ Singular:


M u s t e r : nehmen – Nimm das Buch! Ich brauche es nicht mehr.
befehlen, sich bewegen, brechen, empfehlen, essen, flechten, geben, genesen,
heben, helfen, lesen, pflegen, schelten, sehen, sprechen, stehen, stehlen, sterben,
treffen, treten, verderben, vergessen, werden, werfen

Übung 4. Gebrauchen Sie die Verben im Präsens (2. Person Sg.) und
Imperativ Singular:
M u s t e r : die Postangelegenheiten erledigen – Warum erledigst du die
Postangelegenheiten nicht? Erledige deine Postangelegenheiten!
bei der Anmeldung eines Ferngesprächs mit der Wartezeit rechnen; sich um die
Geschwister kümmern; sich mit der Übersetzung befassen; sich den Film
ansehen; das Wort im Wörterbuch nachschlagen; mit dem Taxi fahren; nichts
raten; sich mit der Vorbereitung eines Kulturprogramms beschäftigen; Geduld
haben; ernst sein; sich waschen; sich am Kulturprogramm beteiligen

Übung 5. Üben Sie zu zweit!


M u s t e r : das Telegrammformular ausfüllen
- Hast du das Telegrammformular schon ausgefüllt?
- Nein, noch nicht.
- Fülle das Telegrammformular aus!
- Gut. Ich tue das gleich.
den Text des Telegramms aufsetzen; der Mutter zum Geburtstag gratulieren;
sich nach der Ankunft des Zuges erkundigen; den postlagernden Brief abholen;
die Telefongebühren fristgemäß bezahlen; sich dem Internet anschließen; das
Telefon reparieren; die Lebensmittel für das Wochenende einkaufen
169
Übung 6. Setzen Sie das Verb lassen im Imperativ ein:
1. ... mich lesen! (du) 2. ... den Kleinen in Ruhe! (ihr) 3. ... den Zeugen über den
Verkehrsunfall ausführlicher berichten. (ihr) 4. ... Viktor das tun! (wir) 5. ...
Kollegen Müller die Liste der Teilnehmer der Konferenz aufstellen! (Sie) 6. ...
ihn im Stich nicht! (du) 7. ... das! (du) 8. ... mich überlegen! (du) 9. ... mich dir
helfen! (du) 10. ... mich nicht so lange warten! (du)

Übung 7. Setzen Sie das Verb kommen im Imperativ ein:


1. ... hinter dieses Geheimnis! (du) 2. ... außer Fassung nicht! (du) 3. ... zu
Schaden nicht! (ihr) 4. ... zu Kräften! (Sie) 5. ... morgen unbedingt! (du) 6. ...
mit dem Ellbogen nicht ans Glas! (du) 7. ..., wenn ihr wollt. 8. ... bitte mit! Ich
zeige dir etwas Interessantes!

Übung 8. Sie stellen fest, dass Ihre Kameraden etwas nicht getan haben.
Sagen Sie Ihnen, dass sie es tun sollen:
M u s t e r : die Zimmer im Hotel nicht buchen – Ihr habt die Zimmer im Hotel
nicht gebucht. Bucht die Zimmer im Hotel!
nicht im Hotel absteigen; die Rechnung nicht fertig machen; dem Portier die
Hotelausweise nicht vorzeigen; die Kassettenrecorder auf Zimmerlautstärke
nicht stellen; das offene Feuer nicht löschen; die Abfälle in die hierfür
vorgesehenen Abfallbehälter nicht werfen

Übung 9. Lassen Sie Ihre Freunde das Folgende machen!


das Belorussische Kunstmuseum besuchen; einen Museumsführer nehmen;
einen Rundgang durch das Museum machen; sich für die Farbtechnik und
Malweise der Künstler interessieren; einander über den Bilderbestand des
Museums informieren; sich der Führung anschließen; die Landschaften
Lewitans und Repins bewundern; sich einen Überblick über die Exponate des
Museums verschaffen; sich bebilderte Kataloge anschaffen

Übung 10. Zu welchen Situationen passen folgende Äußerungen?


1. Schreiben Sie den Text des Telegramms deutlich in Druckschrift! 2. Geben
Sie lieber das Telegramm mit bezahlter Rückantwort auf! 3. Fassen Sie sich bei
Telefongesprächen kurz! 4. Bezahlen Sie die Telefongebühren fristgemäß!

Übung 11. Stellen Sie sich vor: Ihr Bekannter hat die Absicht, einen Brief
an seinen Auslandsfreund zu schreiben. Aber er weiß nicht, wie es sich
machen lässt. Erteilen Sie ihm einige Ratschläge:
R e d e m a t e r i a l : die Anrede, die Anschrift, beschriften, unterschreiben, die
Postleitzahl, anfangen, abschließen, der Absender, der Empfänger, frankieren

Übung 12. Ihr Freund kann sich des Telefonautomaten nicht bedienen.
Geben Sie ihm einige Tipps:
170
R e d e m a t e r i a l : eine Telefonkarte, besorgen, einschieben, abnehmen, der
Hörer, wählen, die Rufnummer, hören, Summtöne, die Leitung, besetzt, noch
einmal, versuchen, der Telefonteilnehmer, sich anmelden, sich kurz fassen,
einhängen, zum Abschied, auf Wiederhören

Übung 13. Bilden Sie zwischen dem Lehrer und einem Schüler einen
Minidialog, in dem Sie den Satz „Du gehst jetzt nach Hause und holst dein
Tagebuch!“ verwenden könnten:
R e d e m a t e r i a l : vor die Klasse kommen, das Gedicht aufsagen, die
Hausaufgabe vorbereiten, Kopfschmerzen haben, immer neue Ausreden finden,
es geht nicht, eine schlechte Note geben, das Tagebuch hergeben, vergessen, zu
Hause

Übung 14. Spielen Sie folgende Gesprächsszenen:


1. Hans spielt am liebsten mit seinen Freunden Tennis und vernachlässigt
darüber seine Schularbeiten. Als er die zweite Fünf nach Hause bringt, droht
der Vater ... .
2. Vor dem Postschalter drängt sich eine Menschenmenge. Eine aufgedonnerte
Dame geht an den Wartenden vorbei. Auf fragende Blicke reagiert sie mit
der spitzen Bemerkung: „Ich will nur eine Briefmarke kaufen“. Da hält sie
ein Beherzter zurück: „Na, glauben Sie denn, wir stellen uns hier zur
Polonaise auf?“ Er weist die Frau zurück ... .

Übung 15. Prägen Sie sich einige Tipps für Streitkultur ein. Bilden Sie Sätze
im Imperativ:
M u s t e r : den Ärger nicht in sich hinein fressen – Friss den Ärger nicht in
dich hinein.
a) Tipps für eine/n:
 darauf achten, welche Situationen zum Streit führen;
 eine Auszeit nehmen, wenn man wütend ist;
 die Auseinandersetzung auf später verschieben;
b) Tipps für zwei: M u s t e r : sich Zeit füreinander nehmen – Nehmt euch Zeit
füreinander!
 sich genau anhören, was der Partner sagt;
 dem anderen nicht die Schuld für den Streit geben;
 herausfinden, wo es hakt und warum;
 ruhig und sachlich miteinander reden;
 das Selbstgefühl des Partners nicht verletzen
c) Machen Sie eine Umfrage zum Thema „Streitkultur“. Sammeln Sie in
Gruppen Gründe für Streitigkeiten und notieren Sie Tipps. Inszenieren Sie
ein Spiel im Plenum.

Übung 16. Übersetzen Sie:

171
a) 1. Перед едой мыть руки! 2. Во время еды не разговаривать! 3. Чтобы ты
вовремя пришел домой! 4. Убирайся прочь! 5. Освободить площадь!
6. Прочь с глаз моих! 7. Долги следует отдавать! 8. Налоги следует
платить своевременно! 9. Следует указать, что не все своевременно
платят за квартиру! 10. Заплати налоги, спи спокойно! 11. Принимай
лекарство после еды! 12. Вы мне не скажете, как мне пройти к
Обелиску Победы? 13. Выпишите все незнакомые слова и выучите их!
14. Сейчас же спать! 15. Почему ты сидишь? Помоги сестре!
б) - Узнай, пожалуйста, есть ли свободные номера в гостинице “Минск”.
Спроси, сколько стоит одноместный номер в сутки.
- Насколько я знаю, приблизительно 50 евро.
- Что ты говоришь! Не пугай меня, пожалуйста! Это ведь
сумасшедшие деньги! Одолжи мне немного денег только на пару
дней.
- Не сердись, не могу. У меня нет денег. Верни мне старый долг.
- Не бойся, я тебе его обязательно верну.
- Не забудь, пожалуйста.
- Не думай обо мне так плохо!

Übung 17. Lesen Sie den Text!


Seit einigen Wochen hat unsere Gruppe einen neuen Leiter. Er gefällt uns
besser als der vorige, weil er anders mit uns umgeht.
Wenn der vorige Leiter wollte, dass wir ein Lied singen, befahl er:
„Singen!“ oder „Ein Lied!“ oder „Singt ein Lied!“ Dieser aber sagt: „So, wollen
wir jetzt mal ein Lied singen?“ oder „Seid nicht so müde, singt doch mal!“ Statt
zu kommandieren „Gib her!“, sagt der Neue: „Bitte, gib mir das!“ oder „Gib mir
das mal, ich glaube, es ist besser bei mir aufgehoben.“ Natürlich spricht er
manchmal auch kurz und bündig, aber man hört dann am Ton, dass er es nicht
barsch meint. Dann heißt es: „Auf!“ oder „Schneller!“ oder „Laufen!“ oder
„Halt!“ Wenn er es besonders ernst meint, spricht er besonders freundlich: „Ich
bitte dich sehr, nächstens pünktlich zu sein“, oder er begründet seine Mahnung:
„Wir warten schon eine geschlagene Viertelstunde auf dich, kannst du nicht
pünktlich sein? Du weißt doch, dass wir ohne dich nicht anfangen können!“ Der
andere hätte gesagt: „Bleib doch nächstens ganz weg, du Bummelant!“ Wenn
wir allzu unruhig werden, sagt der neue Leiter einfach: „Bitte, nicht!“ oder „So
kommen wir zu nichts.“ Das wirkt stärker, als wenn der andere genau so laut
wurde wie wir und „Ruhe!“ rief.
Aufgaben zum Text:
1. Schreiben Sie die Anordnungen in Form einer Gegenüberstellung auf.
Weshalb wirken die Anordnungen des neuen Gruppenleiters stärker?
Wodurch unterscheiden sie sich sprachlich und im Ton von denen des
früheren Gruppenleiters?
2. Erzählen Sie den Text nach!
3. Welcher Leiter gefällt Ihnen besser?
172
Übung 18. In welchen Kontexten gebraucht (gebrauchen) Ihre Mutter (Ihre
Lehrer, Ihr Dekan, Ihr Gruppenältester) Imperativsätze?

Übung 19. Gebrauchen Sie die Sprichwörter in einem passenden


Zusammenhang:
1. Eile mit Weile. 2. Erst besinnen, dann beginnen. 3. Den Kopf halt kühl, die
Füße warm, das macht den besten Doktor arm.

TESTEN SIE SICH!

I. Wählen Sie die richtige Variante: 1. Der Imperativ verfügt über (drei, vier,
sechs) Formen. 2. Die Verben mit dem Wechsel e/i im Indikativ Aktiv haben im
Imperativ Singular a) kein -e, b) ein -e. 3. Das Personalpronomen gebraucht man
in [a) zwei; b) drei; c) vier] Imperativformen. 4. Die starken Verben mit dem
Stammvokal -a- verändern den Stammvokal im Imperativ Singular. (ja, nein)
5. (Alle, nicht alle) Präfixe werden im Imperativ abgetrennt. 6. (Hebe, hib,
hebst, heben) das auf! 7. (Lasse, lass, lässt) mich endlich in Ruhe! 8. (Komme,
komm, kommst) heute Abend! 9. (Lade, ladet, ladt, laden Sie, ladet ihr) eure
Freunde ein!
II. Prüfen Sie die Übersetzung:
 1) Извини! 2) Скажи, пожалуйста,  1) Entschuldigung! 2) Sag bitte, ist es
далеко ли до главпочтамта? 3) Туда weit bis zum Hauptpostamt? 3) Muss
надо ехать или можно пройти man dorthin fahren oder zu Fuß
пешком? gehen?
 4) Это не далеко, рукой подать.  4) Es ist nicht weit, ein Katzensprung
 5) Не мог бы ты мне объяснить von hier.
дорогу туда?  5) Könnten Sie mir den Weg dorthin
 6) Иди по этой улице. 7) Затем erklären?
сверни налево и перейди следую-  6) Gehst durch diese Straße. 7) Biegt
щую улицу. 8) Там ты увидишь dann links ein und überquier die
почтамт. nächste Straße. 8) Dort sieh das
– 9) Но это ведь далеко. Hauptpostamt.
 10) Езжай четвертым номером  9) Das ist ja aber weit.
трамвая. 11) Выйди на следующей  10) Nehme die Straßenbahn Linie 4.
остановке. 11) Stiege an der nächsten Haltestelle
aus!

173
SCHLÜSSEL ZU DEN TESTEN

Seite 16
I. 1. b); 2. b); 3. c); 4. a); 5. b); 6. b); 7. c). II. 1. die Wachtel. 2. das Pferd.
3. die Tatra. 4. das Schaf. 5. der Welpe. 6. der Main. 7. das Dutzend. 8. der
Grad. III. die Drossel, der Floh, der Schwefel, der Kürbis, der Ahorn, das Pfund,
der Neckar, der Ob, der Lauch, der Spargel, die Nachtigall, das Jahrzehnt,
die Gur, die Eifel, der Flieder, die Pfalz, der Pfirsich, der Lorbeer.

Seiten 27-28
I. 1. c); 2. c); 3. c); 4. b); 5. b); 6. c); 7. b). II. 1. das Messing; 2. der Kadett.
3. das Regime. 4. Tanz. 5. das Geschrei. 6. der Trafo. 7. das Futur. 8. der
Gesang. 9. der Paprika. 10. der Automat. 11. die Besorgnis. 12. die Karakum.
13. das Eisen. 14. die Milch. 15. das Leid. III. der Irrtum, das Sofa, das Ende,
das Bad, das Tempus, das Abitur, die Tat, der Frost, der Purpur, das Stadion, das
Gift, das Reisig, das Fass, die Gestalt, der Pudding, die Manier, das Grab, die
Gefahr, die Kenntnis, die Trübsal, der Geruch, der Kontinent. IV. die Feier, der
Tisch, das Tuch.

Seiten 34-35
I. der, die, der, der, der; II. 1. a), 2. b), 3. b), 4. a), 5. b), 6. a), 7. a), 8. b), 9. b);
III. der Umstand – das Moment, der Stock – der Stab, der Tor – der Narr, die
Kunde – die Nachricht, der Golf – der Meerbusen, die See – das Meer; IV. das
Erbe, das Gummi, das Golf, die Hut, das Kristall, das Mark; V. 1. dieses, 2. der,
3. die, 4. das, 5. das, 6. eine, 7. der; VI. 1. Lichter, 2. Kiefern, 3. Tore, 4. Worte,
5. Bänden, 6. Strauße, 7. Taschentücher, 8. Gesichter.

Seite 42
I. 1. a); 2. c); 3. b); 4. nicht alle; 5. nein; II. 1. des Aspiranten, des
Schauspielers, der Sängerin, der Zwillinge, des Mädchens; 2. des Expressionis-
mus, des Chefs, des Reisebüros, des Dekanats; 3. des Konsonanten, des Vokals,
des Diphthongs; 4. dem Haus, dem Herzen, dem Obelisken, dem Professor, dem

174
Herrn, dem Dekan, dem Felsen, dem Rektorat, dem Soldaten; 5. den Kollegen,
den Herrn, den Professor, den Telegrafen; III. 1) richtig; 2) Der Sputnik umflog
unseren Planeten. 3) richtig; 4) Die Erde kam dem Kosmonauten als eine
hellblaue Kugel im dunklen Weltraum vor. 5) Wir werden den Namen unseres
Helden, des ersten Kosmonauten der Welt, nie vergessen.

Seiten 48-49
I. 1. a); 2. c); 3. b); 4. b); 5. a); 6. b); 7. c); 8. a); II. 1) richtig; 2) richtig,
3) richtig; 4) Die ausländischen Gäste machen Rundfahrten durch das schöne
Dresden. 5) richtig; 6) Ein Anziehungspunkt für die Touristen ist die
Gemäldegalerie Gottfried Sempers. 7) richtig; 8) Sie entstand auf Grund der
Kunstkammer des sächsischen Kurfürsten August I. 9) Einen bedeutenden Platz
nehmen in der Galerie die Gemälde Lucas Cranachs des Älteren und Albrecht
Dürers ein.

Seite 60
I. 1. unmöglich; 2. d); 3. b); 4. c); 5. b); II. 1. der Mast; 2. der Automat; 3. der
Präsident; 4. das Fass; 5. das Dach; 6. das Material; III. 1. richtig; 2. Konflikte;
3. Ökonomen, Pastoren; 4. Anglizismen; 5. Pantoffeln.

Seite 66
I. 1. einige; 2. c); 3. b); 4. b); 5. c); II. 1. der Stand; 2. der Muskel; 3. der
Lampion; 4. der Haken; III. 1) Ausflüge; 2) richtig; 3) richtig; 4) Stämme;
5) richtig; 6) Zigeuner; 7) richtig; 8) Blicke; 9) richtig; 10) Papierkörbe,
Kochtöpfe; 11) Wisente

Seiten 70-71
I. 1. mehrere; 2. d); 3. nicht alle; 4. nein; 5. nein; II. 1. das Konkretum; 2. die
Aula; 3. der Fachmann; III. 1. Schriftsteller, Journalisten, Dichter, Poeten;
Romane, Novellen, Märchen, Poeme, Artikel, Dramen, Geschichten, Gedichte,
Epen, Lexika(-ken), Feuilletons, Kommentare; 2. Briefkästen, Filialen,
Briefzentren; 3. Interviews, Filme, Shows, Songs, Fotos; 4. Stars, CDs;
IV. 1) richtig; 2) Kleiderschränke; 3) richtig; 4) Piratentücher; 5) Stiefel;
6) Schals.

Seite 76
1) richtig; 2) richtig; 3) Filzstifte; 4) richtig: 5) Busse, Müllcontainer,
Transformatoren-Kästen; 6) richtig: 7) die Motive; 8) Autogramme; 9) richtig;
10) richtig; 11) richtig); 12) richtig; 13) richtig; 14) richtig; 15) Trends;
16) Kunstexperten; 17) richtig; 18) richtig; 19) richtig; 20) Worte; 21) Aufträge;
22) richtig; 23) Graffiti-Fans.

175
Seite 82
I. 1. unregelmäßiges; 2. objektiv; 3. kausativ; 4. terminativ; 5. suppletiv;
6. sechs; 7. Vorzeitigkeit; II. setzen, tränken, sprengen, fällen, drängen, legen,
schwemmen; III. 1. b; 2. a; 3. f; 4. c; 5. d; 6. e; IV. 1. a; 2. b; 3. c; 4. b; 5. d;
6. b.

Seite 93
I. a) Beginn, Dauer, Widerholung, Abschluß; b) Substantiv, Adjektiv;
c) verstehen, wissen, vermögen; d) scheinen, glauben; e) einer Verneinung, den
Partikeln nur, bloß, einfach; f) Notwendigkeit, Möglichkeit; II. 1. a; 2. a; 3. e;
4. d; 5. b; 6. c; III. 1. b; 2. b; 3. c; 4. b; 5. c; 6. a.

Seiten 97-98
I. a) Subjekt; b) helfen, lernen, lehren und den Verben der Bewegung; kleine;
c) accusativus cum infinitivo; d) nennen, heißen, haben; e) Modalverben;
II. 1. b; 2. b; 3. a; 4. b; 5. a; 6. a; 7. b; III. 1. zu; 2. -; 3. -; 4. zu; 5. zu; 6. zu; 7. -;
8. zu; 9. zu; 10. -; 11. -; 12. zu.

Seiten 105-106
I. 1. a); 2. b) ; 3. a); 4. b); 5. a); 6. a); 7. a); 8. b); 9. a); 10. b); II. 1. a); 2. b);
3. a); 4. a); 5. b); 6. a); 7. a); 8. b); III. 1. bewegen; 2. weichen; 3. bewegen;
4.gären; 5. senden; 6. schaffen; 7. scheren; 8. wiegen; 9. schleifen; 10 löschen;
11. schmelzen; 12. erschrecken; IV. 1. hat; 2. ist; 3. sind; 4. ist; 5. sind; 6. ist;
7. hat; V. 1. b); 2. b); 3. b); 4. b); 5. a); 6. b); 7. a); 8. b).

Seite 114
I. 1. a) 2. a) 3. d) II. 1. erlischt; 2. hält; 3. weiß; 4. stößt; 5. reitet; 6. zweifelst.
III. a) 1. ie, ie; 2. ieh; 3. i; 4. ieh; 5. i; 6. ie; 7. ieh; 8. ieh. b) 1. tt; 2. t; 3. d; 4. tt;
5. tt; 6. tt; 7. t,t; 8. tt; 9. t; 10. tt. c) 1. ck; 2. k; 3. ck; 4. ck; 5. k.

Seite 123
I. 1. b) 2. a) 3. b) 4. b) II. 1. stattfinden; 2. begegnen; 3. entstehen;
4. verschwinden. III. 1. bringen müssen; 2. gewollt; 3. gelesen hatte; 4. lebten;
5. gemacht hat; 6. sind; 7. sind; 8. haben; 9. war; 10. hat; 11. hat; 12. ist.
IV. 1. richtig; 2. richtig.

Seite 128
I. 1. b); 2. a); 3. c); II. 1. a); 2. a); 3. b); 4. c); 5. a); 6. a); III. 1. richtig; 2.
falsch.

Seiten 139-140
176
I. 1. c); 2. c); 3. b); 4. b); 5. b); 6. a); II. Der Mann wurde gestern bei einem
Unfall schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde er sofort
operiert. Nachdem der Mann drei Wochen im Krankenhaus behandelt worden
ist (behandelt worden sein wird), wird er entlassen (werden). III. 1. nicht
möglich; 2. nicht möglich; 3. nicht möglich; 4. nicht möglich; 5. Vor 65
Millionen Jahren wurde die Erde von einem riesigen Meteoriten getroffen.
6. Durch diesen Meteoriten wurden alle Lebewesen vernichtetet, die mehr als
20 Kilogramm wogen, denn als Folge des Meteoriteneinschlags wurde die
Sonne durch Aschenwolken viele Jahre lang verdunkelt. 7. nicht möglich.

Seiten 143-144
I. 1. c); 2. b); 3. nein; II. c); III. 1) richtig 2) richtig 3) Seine Rede wurde
mit Interesse aufgenommen. 4) Ziemlich oft unterbrach Professor Kremperer
die Vorlesung, um auf seine Notizen zu blicken. 5) So sprach er eine Stunde.
6) richtig 7) Er hatte die Notizen im Raum liegen lassen. 8) Einer der Studenten
wollte sehen, was von dem Professor dort geschrieben worden war. 9) Und was
wurde von ihm entdeckt? 10) „An die Pause wird gedacht!“

Seite 151
I. 1. b); 2. c); 3. d); 4. muss; 5. ausgearbeitet; 6. mussten; 7. werden; II. 3;
III. 1. Dieses Buch konnte damals nirgends gekauft werden. 2. Dieses Wort soll
nach den neuen Regeln großgeschrieben werden. 3. Diese Worte dürfen/sollen
nicht vergessen werden. 4. Der Unterricht darf/soll nicht versäumt werden
5. Dieser Mangel kann jetzt nicht leicht beseitigt werden. IV. Man muss etwas
unternehmen. Etwas muss man unternehmen. Etwas ist zu unternehmen. Etwas
muss unternommen werden. Es muss etwas unternommen werden.

Seite 157
I. 1. b); 2. c); 3. d); 4. ist; 5. eingepackt; II. 3; III. ist geschrieben – Stativ;
werden gespeichert – ein zweigliedriges Passiv; kann losgeschickt werden – ein
dreigliedriges Passiv; werden gesendet – ein zwei-gliedriges Passiv; wird
berichtet – ein eingliedriges Passiv; besteht – Aktiv; sind eingerichtet – Stativ;
wird überprüft – ein zweigliedriges Passiv; können abgerufen werden – ein
zweigliedriges Passiv.

Seiten 166-167
1. b); 2. a); 3. nein; 4. ja; 5. a); 6. b); 7. a); 8. d); 9. b); 10. c); 11. a); 12. c);
13. b); 14. b), a), a); 15. a); 16. b).

Seite 173

177
I. 1. vier; 2. a); 3. a); 4. nein; 5. nicht alle; 6. hebe; 7. lass; 8. komm; 9. ladet;
II. 1) richtig; 2) richtig; 3) richtig; 4) richtig); 5) Könntest du mir den Weg
dorthin erklären? 6) Geh(e) durch diese Straße. 7) Biege dann links ein und
überquere die nächste Straße. 8) Dort siehst du das Hauptpostamt. 9) richtig;
10) Nimm die Straßenbahn Linie 4. 11) Steige an der nächsten Haltestelle aus.

INHALTSREGISTER

Klassen von Substantiven .....................................................................................4


Das grammatische Geschlecht der Substantive ....................................................4
Das grammatische Geschlecht der Substantive der Bedeutung nach ...................5
Das grammatische Geschlecht der Substantive der Form nach ..........................16
Grammatische Homonyme .................................................................................28
Deklination der Gattungsnamen .........................................................................35
Deklination der Eigennamen ..............................................................................42
Pluralbildung der Substantive..............................................................................49
Die Pluralsuffixe -e, -(e)n....................................................................................53
Das Pluralsuffix -er. Die Pluralbildung ohne Suffix...........................................61
Die Pluralbildung der Substantive auf -mann. Das Pluralsuffix -s.....................67
Zusammenfassung (Pluralbildung der Substantive) ...........................................71
Einteilung der Verben .........................................................................................76
Infinitive. Substantivierung des Infinitivs ..........................................................80
Gebrauch des Infinitivs mit und ohne Partikel zu ..............................................83
Gebrauch des Infinitivs mit der Partikel zu.........................................................85
Gebrauch des Infinitivs ohne Partikel zu.............................................................93
Verben mit doppelten Konjugationsformen .......................................................98
Der absolute und relative Gebrauch der Zeitformen ........................................106
Das Präsens Indikativ Aktiv..............................................................................107
Das Präteritum Indikativ Aktiv.........................................................................109
Das Präsens und Präteritum Ind. Aktiv (Übungen) ..........................................110
Das Pefekt Indikativ Aktiv................................................................................115
Das Plusqumperfekt Indikativ Aktiv.................................................................116
Das Perfekt und Plusqumperfekt Ind. Aktiv (Übungen) ..................................118
Das Futur I Indikativ Aktiv...............................................................................124
178
Das Futur II Indikativ Aktiv..............................................................................124
Das Futur I und II Indikativ Aktiv (Übungen)..................................................125
Das zweigliedrige und das dreigliedrige Passiv ...............................................129
Das unpersönliche Passiv .................................................................................140
Der Infinitiv I Passiv mit Modalverben ............................................................144
Das Stativ ..........................................................................................................151
Partizipien. Das Partizip I mit der Partikel zu ..................................................157
Imperativ ...........................................................................................................167
Schlüssel zu den Testen ....................................................................................174

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