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Anlagebulletin CAPITAL / Januar 2011

Ausblick erstes Editorial


Halbjahr 2011
Die erste Ausgabe des CAPITAL im neuen Jahr Liebe Leserin, lieber Leser

widmen wir beinahe schon traditionsgemäss Ein durchzogenes Anlagejahr ist zu Ende,
unseren Erwartungen für den Wirtschafts- das dem Schweizer Anleger unter dem Strich
verlauf der kommenden Monate und den Aus- nicht viel Ertrag gebracht hat. An der Schwei-
zer Börse stand der Index am Jahresende
wirkungen, die sich daraus auf die Kursent- ungefähr auf dem Niveau von Ende 2009.
wicklung von Aktien, Währungen, Zinsen und Gewinne an ausländischen Börsenplätzen,
Rohstoffen ergeben. die besser als unser Heimmarkt abgeschlos-
sen haben, wurden durch Währungsverluste
mehrheitlich zunichte gemacht.
Benno Giger
Bereichsleiter Private Banking
Die EU-Verschuldungsproblematik und
die Öffnung der Geldschleusen durch die
Wirtschaft USA Notenbanken zur Linderung der weltweiten
Die amerikanische Wirtschaft leidet unter drei haupt- Wirtschaftskrise haben uns einen schmerzlich
sächlichen Faktoren: hohe Arbeitslosigkeit, sinkende hohen Frankenkurs und historisch tiefe Zinsen
Immobilienpreise und ausbleibende Kreditnachfrage. beschert. Die Folgen dieser Rettungsaktionen
Die riesigen Vermögensverluste durch Aktien und sind noch nicht absehbar, werden uns aber
Immobilien, die massive Verschuldung und hohe noch einige Jahre beschäftigen. Unsere
Arbeitslosigkeit werden die Ausgaben der Privathaus- Kundenberaterinnen und Kundenberater
halte auf mittlere Sicht stark einschränken. Aufgrund unterstützen Sie gerne, um die nächsten
dessen wird die US-Wirtschaft nur moderat wach- herausfordernden Anlagejahre erfolgreich
sen, machen doch die Konsumausgaben über zwei zu meistern.
Drittel des US-Bruttoinlandproduktes aus. Durch die
neuerliche Liquiditätsspritze der US-Notenbank FED Ich wünsche Ihnen ein spannendes und
von 600 Milliarden US-Dollar werden die Zinsen wei- entspanntes 2011.
terhin tief gehalten, was den leichten Aufschwung
unterstützt und den Kauf von risikoreicheren Anlagen
(Aktien, Rohstoffe) begünstigt.

Stephan Weigelt
2  Ausblick erstes Halbjahr 2011

Wirtschaft Euroland Aktien Euroland


In Europa erwarten wir eine weitere Zunahme des Im Euroland ziehen wir die Aktien aus den nörd-
Gefälles zwischen den einzelnen EU-Staaten. Die lichen Staaten vor, da in den Peripheriestaaten durch
Peripherie-Staaten Griechenland und Irland mussten Steuererhöhungen und staatliche Ausgabenkürzun-
sich bereits unter den Schutzschirm der EU und des gen das Wirtschaftswachstum – wenn überhaupt
IWF begeben, um ihre Zahlungsfähigkeit sicherzu- vorhanden – bescheiden bleiben wird. Innerhalb
stellen. Weitere Wackelkandidaten sind Portugal und der Kernländer bevorzugen wir Aktien von export-
Spanien. Demgegenüber stehen Deutschland, die orientierten Unternehmen, die vom schwachen
Niederlande und mit Abstrichen Frankreich, deren Euro überproportional profitieren werden. Gänzlich
wirtschaftliche Verfassung als robust zu bezeich- meiden würden wir Finanztitel, da die Engagements
nen ist und die keine übermässige Verschuldung der Banken und Versicherungen in Staatsanleihen
aufweisen. Für den Euroraum prognostizieren wir von «gefährdeten» EU-Staaten riesig sind und zu
ein leichtes Wachstum, hauptsächlich getrieben von erheblichen Rückstellungen führen könnten. Der
Deutschland, während die GIPS-Staaten wegen der untenstehende Chart verdeutlicht die unterschied-
Rückführung der Staatsschulden ein Null- oder sogar liche Entwicklung der Börsen innerhalb Europas im
negatives Wachstum aufweisen werden. vergangenen Jahr.

Wirtschaft Schweiz
Die Schweizer Wirtschaft zeigt sich nach wie vor von
ihrer besten Seite, gestützt von einem ungebrochen
robusten Konsum und tiefen Arbeitslosenraten. In der
ersten Jahreshälfte 2011 dürfte aber das Wirtschafts-
wachstum leicht zurückgehen, da sich der starke
Franken bei der Exportindustrie und im Tourismusbe- SMI IBEX 35 DAX Quelle: Telekurs
reich negativ bemerkbar machen wird. Der Anstieg
Grafik: Börsensentwicklung
des Einkaufsmanagerindexes ist zu einem grossen
Teil auf die erhöhte Lagerhaltung der Schweizer Aktien Schweiz
Unternehmen zurückzuführen, was ebenfalls für eine Der Schweizer Aktienmarkt hat ein verlorenes Jahr
nachlassende Dynamik in den nächsten sechs Mona- hinter sich, der SMI notierte bei Niederschrift dieser
ten sorgen wird. Zeilen um ein Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Für
2011 empfehlen wir weiterhin Aktien von Unterneh-
Wirtschaft Emerging Markets men, die einen grossen Geschäftsanteil in Fernost
Das Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets besitzen. Luxusgüter, kleinere und mittlere Unterneh-
ist nach wie vor ungebrochen. Vor allem die fern- men mit Nischenprodukten und Infrastruktur gehören
östlichen Staaten haben viele Trümpfe im Ärmel: zu unseren favorisierten Anlagen.
günstige demografische Voraussetzungen, tiefe
Lohnkosten, Rohstoffreichtum, solide Staatsfinanzen, Aktien Emerging Markets
Produktivitätsfortschritte, zunehmender Wohlstand. In den Emerging Markets bevorzugen wir Anlagen in
Vor allem in China sind aber die Anzeichen einer China, Indonesien, Malaysia, Thailand, Singapur und
Überhitzung nicht zu übersehen. Die dortigen Wirt- Brasilien. Die mehrheitlich junge Bevölkerung, das
schaftslenker werden nicht umhinkommen, durch ungebrochene Wachstum und der breitere Schichten
geeignete Massnahmen das Wirtschaftswachstum erfassende Wohlstand machen Aktien aus diesen
etwas einzudämmen. Wir erwarten, dass auch 2011 Ländern zu einer lohnenden Investition. Aktien aus
die Emerging Markets den grössten Beitrag zum diesen Ländern decken wir durch börsengehandelte
Weltwirtschaftswachstum leisten werden. Indexfonds ab.

Aktien USA Aktien Japan


Die von der US-Notenbank bereitgestellte zusätzliche Der japanische Aktienmarkt ist im langfristigen Ver-
Liquidität und die zumeist besser als erwartet ausge- gleich günstig bewertet. Die Unternehmen haben ihre
fallenen Unternehmensabschlüsse haben zu einem Hausaufgaben gemacht und ihre Bilanzen bereinigt.
erfreulichen Anstieg der Aktienkurse in den letzten Mit den Halbjahresabschlüssen haben die Firmen
Monaten geführt. Wir erwarten, dass die Unterneh- bereits über 65 Prozent der prognostizierten Jahres-
men aufgrund der tiefen Kostenbasis und den Pro- gewinne ausgewiesen. Die Dividendenrendite der
duktivitätsfortschritten die Gewinne weiter steigern Aktien ist wegen der Nullzinspolitik der japanischen
können. Zudem werden mangels Anlagemöglichkei- Notenbank für inländische Anleger interessant und
ten die Unternehmen vermehrt Aktienrückkaufpro- die Nähe zu den aufstrebenden Märkten Südostasiens
gramme auflegen oder aber Übernahmen tätigen. ist für die japanischen Firmen ein grosser Vorteil.
Ausblick erstes Halbjahr 2011  3

Zinsen Edelmetalle
In den USA erwarten wir für 2011 keine Zinserhöhun- Angesichts der weltweit historisch tiefen Zinsen
gen. Dasselbe gilt für die Länder der Eurozone, wo glauben wir, dass der Goldpreis weiteres Aufwärts-
eine Zinserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt das falsche potenzial besitzt. Die Unsicherheiten in Bezug auf
Signal wäre. In der Schweiz dürfte es angesichts die weitere Wirtschaftsentwicklung und der Vertrau-
der Wechselkurssituation Euro/Schweizer Franken ensverlust der Anleger in das Papiergeld sind weitere
von Seiten der SNB ebenfalls keine Änderung in der Gründe, die uns einen Anstieg des Preises für Gold
Zinspolitik geben. Zinserhöhungen erwarten wir in plausibel erscheinen lassen.
China und punktuell in Australien, wo die Konjunktur
Überhitzungserscheinungen zeigt. Im Kielwasser des gelben Metalls schwimmt zumeist
der Preis des Silbers mit. Allerdings sind im Silber
Währungen immer wieder spekulative Übertreibungen zu beo-
Die amerikanische Notenbank hat im grossen Stil bachten, die eine objektive Einschätzung schwierig
die Notenpresse angeworfen, um die US-Wirtschaft machen. Tendenziell dürfte aber die Preisentwicklung
anzukurbeln. Die Resultate sind – vorläufig wenigs- weiter nach oben gerichtet sein.
tens – noch nicht nachhaltig und der US-Dollar hat
sich stark abgeschwächt. Dies verbessert die Kon-
kurrenzfähigkeit der US-Industrie und unterstützt das
Wachstum des Bruttoinlandprodukts. Als weiteren
Pluspunkt für den US-Dollar sehen wir den Mangel
an Alternativen zur Weltwährung Nummer eins.

Der Euro leidet nach wie vor unter der europäischen Gold 1 Uz Silber 1 UZ Quelle: Telekurs
Schuldenkrise und dürfte unserer Meinung nach
Grafik: Entwicklung Edelmetalle
kaum zu einer markanten Erholung ansetzen, wobei
wir allerdings ein Auseinanderbrechen des Euro Industriemetalle
ausschliessen. Das auf hohem Niveau erwartete Wirtschaftswachs-
tum in den Ländern Asiens, allen voran in den bevöl-
Der japanische Yen dürfte den grössten Teil seines kerungsreichsten Ländern China und Indien, wird die
Höhenfluges hinter sich haben, bleibt allerdings von Preise der Industriemetalle weiter in die Höhe treiben.
steigenden Kapitalzuflüssen gut unterstützt. Ausser- Der Rohstoffhunger ist weit davon entfernt, gestillt zu
dem ist der Yen bei Krisensituationen immer wieder sein. Die fortlaufende Urbanisierung und Motorisie-
eine beliebte Fluchtwährung. rung in China erzeugt eine konstant hohe Nachfrage
nach Kupfer, Aluminium, Kohle und Stahl.

Rohstoffe
Das Bevölkerungswachstum in China und Indien,
die Änderung der Essgewohnheiten und steigender
Wohlstand in weiten Teilen Asiens wird auch in den
kommenden Monaten und Jahren für eine Erhöhung
der Preise von Weizen, Mais, Zucker, Kaffee, Kakao,
USD/CHF EUR/CHF JPY/CHF Quelle: Telekurs
Fleisch und Orangensaft verantwortlich sein.
Grafik: Währungsentwicklung

Konditionen im Anlage- und Wertschriftengeschäft per 1. Januar 2011

Die Bank CA St.Gallen ist darum bemüht, ihre Dienstleistungen zu marktgerechten und fairen Konditionen für
Kunde und Bank abzurechnen. Eine Analyse hat gezeigt, dass die administrativen Aufwände für banklagernde
Korrespondenz und Pseudonymkonti und -depots stark gestiegen sind. Aus diesem Grund ist eine Anpassung
der Konditionen auf jeweils CHF 300.00 notwendig.

Weiter wird für Käufe und Verkäufe von Immobilienfonds ab dem 1. Januar 2011 neu der Courtagetarif für
Aktien am entsprechenden Börsenplatz angewendet.

Die aktuelle Übersicht der Dienstleistungspreise finden Sie unter www.casg.ch.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.


4  Prognosen / Empfehlungen

Prognosen / Empfehlungen
Laufende Produkte
Valor Produkt Kurs 08.12.2010 Höchst 2010 Tiefst 2010

2'305'550 CA Globe Invest B CHF 664.59 CHF 713.52 CHF 584.20


11'328'484 Basket «Erneuerbare Energien» II EUR 83.20 EUR 104.80 EUR 80.00
11'113'679 Basket «Luxury Goods» II EUR 144.80 EUR 144.80 EUR 97.35
2'886'695 BRIC EUR 108.35 EUR 116.99 EUR 96.67
11'800'571 Basket Small und Mid Caps CHF 107.20 CHF 107.20 CHF 99.70

Anlagetipps der Bank CA St.Gallen 2010


Gesellschaft Kurs 26.01.2010 Kurs 08.12.2010 Kursziel

Richemont CHF 35.15 CHF 56.65 CHF 44.00


BNP Paribas EUR 52.70 EUR 50.61 EUR 66.00
United Technologies USD 68.59 USD 77.69 USD 86.00
IBM USD 126.12 USD 144.98 USD 157.00
Vale do Rio Doce USD 27.54 USD 33.59 USD 35.00
DWS Invest Global Agribusiness USD 110.89 USD 125.29 USD 133.00

Prognosen
Index / Währung Bandbreite Tendenz

SMI Swiss Market Index 6'300 - 6'800


Standard & Poors 500 1'270 - 1'320
EuroStoxx50 2'850 - 2'925
Nikkei225 11'000 - 11'400
USD/CHF 1.0000 - 1.1000
EUR/CHF 1.2700 - 1.3500
JPY/CHF 1.1700 - 1.2500
Gold 1'400 - 1'500

Ausgesuchte Empfehlungen
Gesellschaft Valor Kurs 08.12.2010 Kommentar
Panalpina 216'808 CHF 118.10 Das weltweite Frachtaufkommen wird weiter steigen, was dank der
globalen Präsenz und Kundennähe von Panalpina zu Mehraufträgen
führen soll. Die Unternehmung weist zudem ein gutes Wachstum
auf, auch die Produktivität soll weiter ausgebaut werden können.
Aurubis 917'955 EUR 41.735 Der Kupferproduzent und -verarbeiter will seine Kapazitäten ausser-
halb Europas ausbauen, die Standorte in Deutschland und anderen
europäischen Ländern werden wegen der hohen Energiekosten kurz
gehalten. Dies soll zu einer deutlichen Margenverbesserung führen,
auch dank der steigenden Rohstoffpreise.
Cavium 2'938'656 USD 38.89 Der sehr innovative Anbieter von speziellen Prozessoren ist haupt-
sächlich Zulieferer für die Mobilfunkbranche inklusive Smartphones
und MP3-Player und verfügt über eine sehr gut gefüllte Pipeline. In
den kommenden zwölf Monaten sollen Produkte lanciert werden,
welche die schnell wachsenden Datenübertragungsraten mit Leich-
tigkeit bewältigen können.

Die Informationen in dieser Publikation wurden durch die Bank CA St.Gallen AG zusammengetragen und stammen aus Quellen,
welche wir für zuverlässig erachten. Trotzdem können wir weder für ihre Vollständigkeit noch Richtigkeit garantieren. Dieses
Doku­ment kann nicht die persönlichen Anlageziele und finanziellen Verhältnisse jedes Anlegers berücksichtigen. Sollten Ihnen bei
Entscheidungen, die auf Basis dieser Publikation gefällt werden, irgendwelche Zweifel aufkommen, wenden Sie sich bitte an Ihren
persönlichen Anlageberater. Wir weisen Sie darauf hin, dass Aktien und Optionsscheine risikobehaftete Finanzinstrumente darstellen,
aus denen im schlimmsten Fall ein Totalverlust resultieren kann. Im Weiteren verweisen wir Sie auf unsere Risikobroschüre, die Sie
jederzeit bei uns beziehen können.

Bank CA St.Gallen AG: Marktplatz 1, 9004 St.Gallen, Tel. 071 226 73 73, Fax 071 226 75 00, www.casg.ch, info@casg.ch