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Probeartikel: ALIEN SWARM

Gemeinsam gegen einen Schwarm von Aliens


Von Alexander Ritter | Datum: 26.08.2010

In Valves kostenlosem Koop-Actionspiel Alien Swarm ballern Sie sich mit bis zu drei
weiteren Mitspielern online durch eine mit Aliens verseuchte Weltraumkolonie.

Das Spiel Alien Swarm ist ein klassischer Top-Down-Shooter à la Alien Breed: Impact oder
Shadowgrounds: Survivor und war ursprünglich eine Gratis-Modifikation für Unreal Tournament
2004. In dieser ballerte man sich mit Freunden oder alleine durch jede Menge Alien-Horden, um
bestimmte Missionsziele zu erfüllen. Valve war von dem Erfolg der Modifikation so beeindruckt,
dass das Unternehmen die dafür verantwortlichen Entwickler rekrutierte. Seitdem haben sie an der
Entwicklung von Left 4 Dead und Left 4 Dead 2 mitgearbeitet. Nachdem nun beide Spiele seit
längerer Zeit fertig sind, fanden die Jungs Zeit, ihre Modifikation als eigenständiges Spiel auf die
Source-Engine zu portieren.

Alle für einen, einer für alle

In Alien Swarm kämpfen Sie nicht alleine, sondern im Team mit drei weiteren Mitspielern gegen
insektenartige Aliens. Denn das außerirdische Ungeziefer versucht gerade, die Weltraumkolonie
der Menschen in eine riesengroße Brutstätte zu verwandeln. Sie und Ihre Mitstreiter haben den
Auftrag, die Kolonie von der Alienplage zu befreien. Das ist leichter gesagt als getan. Denn die
Aliens haben bereits die gesamte Kolonie unter ihre Kontrolle gebracht. Nur wenn Sie sich mit
Ihren Teamkameraden absprechen und im Kampf gegenseitig unterstützen, können Sie das
Weltraumungeziefer erfolgreich vernichten. Für Einzelgänger ist in Alien Swarm kein Platz.

Die verschiedenen Charakterklassen

Ein klug zusammengestelltes Team ist daher ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Im Kampf gegen
die außerirdischen Invasoren stehen Ihrem Team vier verschiedene Klassen und acht Charaktere
mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur Auswahl, die Sie vor Beginn jeder Mission individuell
ausrüsten dürfen.

Der Officer ist standardmäßig mit einem Sturmgewehr und einem Schweißgerät ausgestattet und
besitzt unter anderem die Fähigkeit „Leadership“, mit der er den ausgeteilten Schaden der in
seiner Reichweite befindlichen Mitspieler erhöht. Der Medic kämpft mit leichten Schusswaffen, darf
dafür aber in einem kleinen Umkreis mehrere verseuchte und verwundete Kameraden auf einmal
heilen. Von allen Klassen besitzt nur der Tech die Fähigkeit „Scanner“, mit der er die
herannahenden Alien Horden, ähnlich wie in Aliens 2: Die Rückkehr, auf dem Bewegungsscanner
bereits früh orten kann. Einige Missionen lassen sich sogar erst dann starten, wenn Sie einen Tech
im Team haben, da er als einziger Türen oder Computerterminals hacken kann. Während das
Spiel normalerweise weiterläuft, wenn ein Teammitglied von den Aliens getötet wurde, wird in
solchen Missionen das laufende Spiel sofort beendet, wenn alle Techs des Teams das Zeitliche
gesegnet haben. Zu guter Letzt gibt es noch den Special Weapons, der als einziger eine Minigun
mit ins Feld führen und damit auch extra viel Schaden austeilen darf.

Unterschiedliches Ungeziefer

In den insgesamt sieben Missionen der doch recht kurzen Kampagne treffen Sie nach und nach
auf verschiedene Arten von Aliens. Die Standard-Aliens, die ein wenig an die Zerglinge aus
Starcaft 2 erinnern, greifen Sie nur im Nahkampf an. Allerdings stoßen sie auch auf andere
Insektoiden, die Sie aus der Ferne mit Säurebällen oder explosivem Schleim beschießen.
Daneben existieren noch besonders große Weltraumviecher, die einiges an Schaden einstecken
und die Sie nur von hinten verletzen können. Gerade gegen solche Biester ist gute Teamarbeit
gefragt. Während zwei aus dem Team das Alien von vorne bekämpfen, kann der Rest des Teams
von hinten dem überdimensionierten Schädling den Garaus machen.
Künstliche Intelligenz, Onslaught-Modus und Schwierigkeitsstufen

Von der künstlichen Intelligenz der computergesteuerten Gegner darf man zwar keine Wunder
erwarten, dennoch verhalten sich die Aliens grundsolide und bleiben nie an Türen oder anderen
Objekten hängen. Während das Spiel ursprünglich die gleichen Alien-Horden an derselben Stelle
des Spiels auftauchen ließ, gibt es nun mit dem Patch vom 23. August die Möglichkeit, den
sogenannten Onslaught-Modus zu aktivieren. Hinter diesem verbirgt sich der aus den beiden Left
4 Dead Spielen bekannte AI-Director, der das Spawn-Verhalten der Aliens abhängig vom
Streßlevel der einzelnen Squadmitglieder dynamisch steuert. Insgesamt verfügt das Spiel über fünf
Schwierigkeitsstufen. Dabei gilt: je höher der Schwierigkeitsgrad, desto schneller und robuster sind
die Krabbelviecher. Wem das noch zu einfach ist, der kann die Funktion „Friendly Fire“ auf
Hardcore stellen, wodurch das Spiel nochmals an taktischer Tiefe hinzugewinnt.

Offline Tutorial

Bevor Sie sich online dem Alienschwarm stellen, können Sie die erste Mission zusammen mit drei
KI-Kollegen offline spielen, um sich mit der Steuerung des Spiels vertraut zu machen. Denn wie
bei den Genre-Kollegen Alien Breed: Impact oder Shadowgrounds: Survivor steuern Sie Ihren
Soldaten aus der Top-Down-Perspektive mithilfe der Maus und Tastatur durch die Level, was
anfangs etwas ungewohnt ist, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit keine Probleme mehr bereitet.
Ihren computergesteuerten Mitstreitern können Sie zusätzlich über ein Befehlsmenü wenige, aber
dennoch nützliche Befehle erteilen, die sie auch stets pflichtbewusst ausführen.

Missonsvielfalt

Wie in Left 4 Dead haben Sie die Möglichkeit, die insgesamt sieben Missionen der Kampagne frei
auszuwählen. Um die Missionen erfolgreich zu beenden, müssen Sie bestimmte Missionsziele
erfüllen. Mal sollen Sie in einem verseuchten Wohnbezirk mehrere Parasiten-Eier mit dem
Flammenwerfer verbrennen oder einen Reaktor mit Strom versorgen. Ein anderes Mal sollen Sie
eine Pipeline zerstören, die die Alienviecher als Autobahn nutzen. Bei jedem Versuch, eine Tür
oder ein Computerterminal zu hacken, öffnet sich ein Minispielchen, in dem Sie, ähnlich wie in
Bioshock, unter Zeitdruck verschiedene Leitungen miteinander verbinden müssen. Im Spiel
verbirgt sich sogar eine kleine Story, über die Sie allerdings nur etwas erfahren, wenn Sie sich die
Mühe machen, die zahlreich herumliegenden PDAs zu suchen und zu lesen.
Levelaufstiege, neue Waffen und Ausrüstung

Nach Abschluss einer Mission erhalten Sie für getötete Feinde und Ihre Leistungen innerhalb des
Teams Erfahrungspunkte. Sobald Sie genügend Erfahrungspunkte gesammelt haben, steigen Sie
ein Level auf und schalten damit neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände frei, wie z.B. einen
Flammenwerfer oder eine schwere Rüstung. Insgesamt beinhaltet das Spiel 27 Levelstufen.
Sobald Sie alle Level erreicht haben, können Sie sich befördern lassen. Dann gehen zwar alle
freigeschalteten Waffen und Ausrüstungsgegenstände flöten und Sie beginnen das Spiel wieder
auf Level 1, aber im Austausch dafür erhalten Sie einen Stern, der ab sofort neben Ihrem aktuellen
Level prangt. Insgesamt können Sie sich drei solcher Sterne verdienen.

Grafik und Sound

Alien Swarm basiert auf der neusten Version der Source-Engine und sieht dementsprechend gut
aus. Die jeweiligen Level des Spiels sind abwechslungsreich und liebevoll gestaltet. Die gut
gelungenen Licht und Schattenspiele tragen viel zur Atmosphäre des Spiels bei. Auch die
Feuereffekte werden von der Engine schön in Szene gesetzt. Nur die Animationen der Spielfiguren
wirken stellenweise etwas grobmotorisch. Der Sound des Spiels ist gelungen, an manchen Stellen
könnte es aber mehr rumsen.

Fazit

Alien Swarm ist ein taktisch und optisch anspruchsvoller Koop-Action-Shooter mit garantiertem
Spaßfaktor. Einziger Wermutstropfen ist die kurze Spieldauer von weniger als fünf Stunden. Für
ein kostenloses Spiel ist das in Ordnung. Aber es lohnt sich, das Spiel auch auf höheren
Schwierigkeitsstufen durchzuspielen, weil damit noch einmal der taktische Anspruch steigt. Für
Nachschub können die Spieler selbst sorgen. Denn die Entwickler veröffentlichten mit dem Spiel
einen Map-Editor, mit dem sich neue Missionen und Kampagnen basteln lassen. Bleibt nur zu
hoffen, dass die Community dem Sprung zur Source-Engine folgt.