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enable 02/07 inhalt 3

inhalt Februar 2007

Gib Küsschen Networks Vernetztes Büro Liebe Leserin,


Lange Zeit hielt Wenn die Personal- lieber Leser!
Dickmann in abteilung mehr will Wer als Zweiter kommt, hinkt in
Deutschland das als die Daten der der Wirtschaft zumeist auf ewig
Monopol auf Angestellten zu dem Ersten hinterher. Der iPod
Schaumküsse. verwalten, muss sie macht das Rennen bei den Mu-
Dann kam Otto sich mit passender sikubspielgeräten, Aspirin domi-
Lithardt. Der kaufte Software versor- niert die Welt der Kopfschmerz-
in Grabow eine gen. Doch welches mittel, Coca-Cola den Softdrink-
heruntergewirt- Programm passt? Diese Frage ist nicht einfach zu be- markt. Doch keine Regel ohne
schaftete Firma und antworten, denn das Angebot ist unüberschaubar - Ausnahme: Otto Lithardt ist es
begann, sich als außerdem sind die verschiedenen Produkte kaum mit seinen Crabower Küsschen
Billiganbieter neben miteinander zu vernetzen. Deshalb raten Experten, gelungen, Marktführer Dick-
dem Marktführer zu die Komplexität so gering wie möglich zu halten. Im mann vom Thron zu stoßen, in-
etablieren. Mittler- Zweifel gilt: Weniger ¡st mehr. Seite 14 dem er den Handel überzeugt
weile verkaufen die
hut, dass es sich lohnt, der
Grabower ebenso
Cashflow Stiftungen steuern Nummer zwei eine Chance zu
»Kilo I c i k c r h o n IA/ÍO

IjeiJtrH. J U WIC Ute ItlCLMCtlUUl-


Dickmann. Ein Lehr- Stiftungen bewirken Gutes - ouch für den Geldbeutel
gischen Schaumküsse praktisch
stück über den Vor- der Stifter. Unternehmer, die sinnvolle Modelle wäh-
ous dem Nichts gekommen
stoß an die Markt- len, können jede Menge Steuern sparen. Seite 16
sind, so marschiert Doppelmayr
spitze. Seite 4
unerschrocken ins Nichts hinein.
De jure Leise Lösung
Als Hersteller von Seilbohnen ist
Geliftetes Geschäftsmodell
Bei Gerichtsprozessen sitzt gern auch die neugierige das Unternehmen weltweit
Als Hersteller von Seilbahnen ist Doppelmayr auf der Konkurrenz mit im Saal. Ein Schiedsverfahren bietet etabliert. Jetzt wagen sich die
ganzen Welt bekannt und etabliert. Seit einigen Jahren eine diskretere Streitschlichtung. Seite 18 Vorarlberger in neue Märkte
arbeitet das Vorarlberger Familienunternehmen daran, und liefern Transportlösungen
mit seinem Know-how in neue Märkte vorzudringen. Dabei Fallstricke Very british für Städte, Flughäfen und
stellt der Weltmarktführer fest, dass er regelmäßig wieder Erzminen - und fangen bei
GmbH war gestern. Limited ist heute. Die britische
bei null anfangen muss. Seilbahnen an Minengesellschaf- null an. Aber, und das ist das
Rechtsform boomt bei deutschen Gründern. Doch die
ten, Flughäfen und Entscheidende nicht nur bei
Limited ist nicht ohne Tücken. Seite 20
Nahverkehrsbetriebe Doppelmayr: Sie fangen an.
zu verkaufen ist müh-
EU-Recht Kassieren ohne Grenzen
sam, sagt Firmenchef Viel Spaß bei der Lektüre der
Michael Doppelmayr. In Europa offene Rechnungen einzutreiben macht neuen Ausgabe von enable
Doch die Mühe zahlt keinen Spaß. Stattdessen: Aufwand. Das neue Euro- wünscht
sich aus. Seite 8 päische Mahnverfahren soll das ändern. Sehe 21
Ihre FTD-Redaktion
Mastermind Zum Unternehmer erzogen Studie Moralische Wesen
Zum Familienunternehmen gehört die ganze Familie. Doch Junge Manager gehen für ihre Karriere über Leichen?
nicht immer lassen sich alle Mitglieder darauf ein. „Family Ein schieres Vorurteil: Eine Studie belegt moralisches
Education" kann das ändern, sagt Peter May. Seite IT Denken und Handeln beim Nachwuchs. Seite 22

Jumpstart Nächstes Seminar: Gründen Managementtheorie Anders gestrickt


Junge Entrepreneure profitieren von Hilfestellung durch Manager akzeptieren nicht, dass Politiker in anderen Impressum
Rrdaklion: i.Vil'.u'l t'ivIU'crd (Koorifriulkm).
Coaching. Wer dafür kein Geld ausgeben will, kann sich in Welten und Wertesystemen leben. Das äußert sich Aitdrott K m ;
Red. Mitottwit: Cl.iii' Hl 11 -i i
München von Studenten unterstützen lassen. Seite 12 im mangelnden Respekt der Führungskräfte. Seite 24 Chef vom Oieml; SfCT S >v i •>• • y
layout: Stlfi H " M m . t l i ! . M.iUc Kit-uck
foto : H e f a Biiriurl'.l.-i
Geschäftsidee Schuhverlässig Managementbücher Bestens inszeniert fltldbeorbrltung: Vi i'-l.i Auihodoni
inlogroiik: Sophia Kiip%U'in. B e n u d e t t i

Schuhgrößen werden Kinderfüßen nicht gerecht, glaubt Prominente sehen sich oft als Opfer der Medien. Der Konpktorol: IIHJí', H o f f h U m

Willy Steffen Iser. Für Cangorino.com lässt er Kinderschuhe Trigema-Chef Wolfgang Grupp ist da geschickter: ein cnnblri-i'ltd rtV
daher auf den Millimeter genau anfertigen. Seite 13 aufschlussreiches Interview. Seite 26 D ••• mSdiste enabli Mogote enchant cm w. Matt
14 networks

Sechsmal Muss
Alle im Blick
Eine gute Personalabteilung kümmert sich auch men braucht: Für welche Stelle wer-
den welche Kompetenzen benötigt?
um Mitarbeiterentwicklung und Bedarfspläne. In sogenannten Skill-Katalogen wer-
Die Basis Maik Degner von den Qualifikationen aufgeführt, die
der Softwareberatung Perstar Ohne geeignete Software geht das nicht das Unternehmen generell benötigt.
nennt sechs Funktionen, über Außerdem wird bewertet, wie quali-
Von Stefanie Heine fiziert der einzelne Mitarbeiter für
die hochwertige Personalsoft-
die jeweilige Stelle ist. Per Khopl
ware verfügen sollte: druck können Anforderungen und
• Stellenbeschreibungen: Das
„ _ . „ ! - . % Vi

Tätigkeiten sollte festgelegt und


A nfangs reichten ein p;iar
Excel-Tabellen aus. für die
,*.»..r I ..!«•» Unm» ft ill •••••
Krankfinkasse, Gehalt, Urlaubs- und
arbeiter investieren". Personal-
führung Ende kaum statt. Die Folge:
früher ctctlr'lspätei "^"¡^reiielsrall
früher.
vorhandene Kompetenzen abge-
glichen werden. Daraus lässt sich
afbeiter" welche Weiterbildung
braucht. Keinhold I.uxeuburger. Ge-
Krankentage. Das war alles sehr
abrufbar sein. überschaubar und unaufwendig, Das Problem ließe sich vemeiden, schäftsführer der Softwareberatung
solange Megapharm nur vier Men- würde Personalführung ernst ge- IDS Scheer, warnt vor Übereifer: Oft
• Schulungs/Veranstaltungs- schen beschäftigte. Aber dann nommen. Dafür ist es notwendig. würden riesige Kataloge erstellt, die
management: Auch hier ist der begann das Wachstum des Pharma- über das Tagcsgeschäfi hinauszu- ungenutzt blieben.
betriebs im nordrhein-westfäli- schauen und strategisch zu planen. Damit spricht Luxcnburger ein
Grad der Automatisierbarkeit Dominik Faber, Geschäftsführer des
seben Sankt Augustin. Personalver- Problem von Personalsofrware an:
vergleichsweise hoch. F-Recruiting-Anbietcrs Softgarden, Plug'n'Play funktioniert nicht. Die
waltung so nebenbei, das ging gar
nicht mehr. 2002 wurde Manuela rät, die im Unternehmen vorhande- gekauften Programme müssen im-
• Skill-Monagement: Im Kata- mer auf die spezifischen Anforde-
Glaubitzengagiert, um die Personal-
log steht, welche Qualifikationen und Officeabteilung zu leiten. Und rungen im Unternehmen angepasst
Glaubitz sagte sofort: Eine Software werden. Das kostet - Zeit, Nerven
benötigt werden - und ob die
Mitarbeiter über sie verfügen. muss her. Kine, die mehr kann als • • Beim Kauf von und Geld „Die Kunden müssen sich
die Excel-Tabellen. Jährlich wächst selbst ihre eigenen Systeme erarbei-
Megapharm durchschnittlich um Personalsoftware ten und einrichten", sagt Michael
• Dokumentation von Mitar- Krause von IT R Service & Consult i ng.
zehn Mitarbeiter, im Moment sind nichts übereilen.
beitergesprächen: Hier lassen es 68. „Es war klar, dass wir weiter „Die Instrumente sind eigentlich
sich vereinbarte Zielsetzungen wachsen und von Beginn an die Per- Immer erst über Entwicklungstools."
jederzeit überprüfen. sonalführung professionell darauf Deshalb wird die Entscheidung
einrichten wollten", sagt Glaubitz. ein Jahr die für Personalsofrware oft teurer als er-
„Und das bedeutete zwangsläufig wartet. „Die einfachsten Module für
• Kostenplanung: Hierunter
die Einführung von IT."
eigenen Abläufe im Bedarfsplanung kosten 4000 € bis
fallen beispielsweise die Kosten 5000 €", sagt Krause. Das seien aber
Die IT - Informarionstechnologie Haus analysieren
für Aus- und Weiterbildung der - kümmert sich um weit mehr als oft nurzchn Prozent der Gesamtkos-
Mitarbeiter. das Verwalten von Personaldaten. ten. Der Rest entfiele auf Einschu-
CHRISTIAN HEUER, lung und Installationsberatung.
Die 30 Finnenwagen laufen über die
• Funktionen für die Personal- Software, auch die Zielvereinbarun- IT-BERATER BEI KIENBAUM Für einen Betrieb mit 250 Mitar-
gen jedes einzelnen Mitarbeiters beitern rechnet Maik Degner vom
planung: Wer frühzeitig den
sind gespeichert und lassen sich per Softwareberater Perstar folgendes
Bedarf erkennt, kann rechtzeitig Mausklick auf den Bildschirm holen. nen Kompetenzen zu dokumentieren Kostenbeispiel vor: Software und
reagieren. Das spare Zeit, sagt Glaubitz - die und von Zeit zu Zeit z.u überdenken: Userlizenzen für Personalentwick-
nutze sie lieber für den persönlichen „Wo will die Firma in drei Jahren sein? lung kosten ungefähr 10000€. Hinzu
Kontakt zu den Mitarbeitern. Was für Fähigkeiten benötigt sie?" kämen Implementierung und Schu-
Glaubitz versteht ihre Arbeit we- Die Antworten liefert im Idealfall lung, welche weitere 5000 € kosten.
niger als Pcrsonalverwaltung denn die einschlägige Software. Dort ist Wird zusätzliche Beratung und An-
als Personalführung. Diese Ein- beispielsweise abgespeichert, wer passung der IT gebraucht, können
stellung ist bei mittelständischen welche Diplome vorgelegt hat oder bis zu 60000 € erreicht werden.
Unternehmen wenig verbreitet, hat wer sich seit fahren in eine be- Das Risiko solcher Kostenexplo-
Christian Scholz herausgefunden. stimmte Richtung weiterbildet. sionen besteht immer, denn einen
Der Professor für Personahnanage- Auch soziale Kompetenzen und Fer- verbindlichen Software-Standard
ment an der Universität des Saar- tigkeiten der Mitarbeiter lassen sich gibt es nicht. Sowohl Methoden als
lands hat für eine Studie 300 Ange- dort eintragen. auch Definitionen sind mitunter
stellte ein ganzes Jahr begleitet und Abgespeichert wird nicht nur, was recht eigenwillig. Das Institut für
dabei festgestellt, dass vor allem die Mitarbeiter draufhaben. Ebenso strategische Marktanalysen und
Mittelständler „kaum in ihre Mit- wird aufgelistet, was das Unterneh- Systeme der Fachhochschule Wies-
baden zählt woo Standardanwen- tern", sagt Andreas Fritz von der
Unternehmensberatung Accenture.
Leibkosten beziffern sich bei den
meisten Herstellern durchschnitt-
Der Fahrplan
dungen für Personalmanagement
im deutschsprachigen Raum. Aller- Druck bauen auch neue Konkur- lich auf monatlich 99 ! netto für Fir-
dings gibt es nur fünf Großanbieter, renten auf: mieten statt kaufen lau- men mit einem Mitarbeiterstamm Dorothea Höinghaus von CSC
zu tienen SAI' und Uracle/People- tet die Alternative. Olaf Schink, bis 100 Personen. Dazu kommt schlägt vor, Personalsoftware in
SOfl zahlen. Hinzu kommen rund Geschäftsführer des Softwarehauses meist eine einmalige Einrichtungs-
sechs Schlitten einzuführen.
ein Dutzend Rachunternehmen, de- Persis Online, sagt: „ASP-Lösungen gebühr - und eventuell doch Bera-
ren Angebot das gesamte Spektrum werden im Internet betrieben. Die ter. Dafür verlangen kleine Häuser
der Personalarbeit abdeckt. Kunden brauchen dafür lediglich ei- pro Tag um die 1000 !. Größere Un- Schritt 1 Zielsetzung festlegen:
Wer sich für einen der Großen ent- nen Computer und einen Browser." ternehmen wie Kienbaum und Cap Was soll mit dem System über-
scheidet, hat einen Vorteil: Er muss ASP steht für Application Service Gemini bekommen bis zu 3000 !.
Providing: Die Software wird über haupt erreicht werden?
nicht teure Brücken bauen, um In- Nicht nur deshalb sollten sich Un-
seln miteinander zu verbinden. Wer das Web bezogen. Der Kunde nutzt ternehmen Zeit lassen, bevor sie sich
etwa ein spe/.ialisiertes Programm das Programm über eine Standlei- entscheiden. „Nichts übereilen", rät Schritt 2 Die fachlichen Anfor-
fürs lieisekostenmanagement hat. tung zum Anbieier. Damit entfallen Kienbaum-Consultant Christian derungen (Zugriff, Umfang,
Bucht mitunter vergebens nach die Installationszeilen von Hard- I [euer,. Immer erst über ein lahrdie
Schnittstellen zu anderen Program- waresystemen, denn der Server eigenen Abläufe im Haus analysie- Abläufe) werden festgelegt.
men. Das macht den Datentransfer stehe beim Anbieter. Die Systeme ren, lue Anforderungen erlassen und
schwierig bis unmöglich. .Eher könnten sofort genutzt werden. in den Angeboten der Anbieter spie Schritt 3 Es wird ein Proiektteam
passt eine kleine Firma ihre Arbeits- Allerdings lassen sieh ASP-Sys- gehi." Je mehr standardisierbar ist.
\ -.t.l ;.,r,. « n M i Ct..»..!.!.-.-!.-...-!*»«*-« .»* »„. ..„..:„.._ 1„:„L. n „ f J : - I « zur Suche und Einführung des
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als dass sie mehrere Insellösungen che der einzelnen Unternehmen an- zu überfrachten. geeigneten Systems gegründet.
zu einem Gesamtsystem zusam passen. Hinzu kommen Vorbehalte Personalführungsexpcrie Christian
menführt", sagt Maik Degner von in den Unternehmen wegen man- Scholz warnt vor zu viel Vertrauen in Schritt 4 Die Software auswäh-
Perstar. „Rh viele mittelstSndische gelnden Datenschutzes. Fr könne die Software: „Die Pragramme sind
Firmen ist das viel zu teuer." Kunden verstehen, sagt Maik Deg- len, welche die zuvor festgeleg-
teilweise so komplex und schwierig
Diese Risiken schrecken Kunden ner von Perstar, die ihre Daten aus zu installieren, dass aus Personalar- ten Anforderungen unterstützt.
ab. Die kaufen liebet gar nichts als Sicherheitsgründen lieber im Haus belt mehr Frust als Lust entsteht."
sich unabsehbare Probleme in die .ml einem Server verwalten und Auch wenn Frust nicht ausbleibt. Schritt 5 Konzept erstellen: Wie
Firma zu holen. Da sich die Unter eigene Software benutzen wollen. Untätigkeit odei Durchwurschteln
nehmen verweigern, sind die Anbie- Billig ist ASP nicht: Nach vier Jah- sind keine Alternative. Wer will soll das neue System anlaufen?
ter gezwungen, Ihr Geschäftsmodell ren sind die Mietkosten so hoch wie schon die ganze Bedarfeplanung Was tun bei Problemen?
zu überdenken. Das tun sie, indem der Kaufpreis. Allerdings entfallen und Personalentwicklung wieder
ihre Systeme allmählich kompatibel Ausgaben für gegebenenfalls neue mit dem Bleistift und HO F.xcel-IJs-
Schritt 6 Das geplante Proze-
werden. »Es gibt allgemein mehr Server; neue Datenbanken und aus- ii-ii angehen? Allein der Gedanke
Partnerschaften unter den Anbie- gebildetes IT-Fachpersonal. Die dürfte motivieren. • dere wird umgesetzt. Das neue
Programm läuft im Testbetrieb.

Schritt 7 Das neue Programm


PERSONALSOFTWARE
wird eingeführt. Personolarbeit
erklimmt eine neue Stufe.
Auf der Suche nach dem Mitarbeiter von Morgen
Standardisierte Prozesse Das Angebot an der auch die Veranstaltungsorganisation Schulungen im eigenen Haus. Ob diese im
Personalsoftware ist reichhaltig und ent- gehört. Auch hier ¡st der Grad der Automati- Programm enthalten sind, kommt auf den
sprechend wenig überschaubat. Ttotzdem sierbarkeit ziemlich hoch. Ändern sich bei- Anbieter und die eigenen Wünsche an.
kommt, wer mehr als reine Datenverwal- spielsweise Raum und Zeit eines Seminars, Mehr auf dem Kasten haben müssen
tung betreiben will, um die Investition schreibt der Verantwortliche die Angaben Programme, die der Personalführung die-
koum herum. Wichtig ist dabei, den Ver- im System um, und automatisch erhalten nen. Dabei müssen Unternehmen sechs
sprechungen der Anbieter nur bedingt zu alle Teilnehmer eine Info-Mail. Dos System unterschiedliche Punkte im Blick haben,
vertrauen: Die Programme können zwar benachrichtigt auch den Techniker, der ei- sagt Götz Lauffer, Vice President der Unter-
vieles, aber das ist häufig mit noch mehr nen anderen Raum ausstatten muss. Es ver- nehmensberatung Capgemini:
Aufwand verbunden. sendet zudem automatisch Seminarunter- 1. Recruiting: Die präzise Personalauswahl
Der Personalführungsexperte Christion lagen oder Ermnerungsschreiben, wenn der ist wichtig
Scholz von der Universität des Saarlonds Verantwortliche diese im System angibt. 2. Personolbeschaffung: Was für Mitarbei-
warnt daher: „Der Mittelstand darf nicht in Als absolutes Muss gelten auch Funktio- ter werden gebraucht? Und wie viele?
die IT gestürzt werden." Der Einsatz von nen zur Dokumentation von Mitarbeiterge- 3. Personalentwicklung: Weiterbildung,
Informationstechnologie sei am ehesten sprächen und Vereinbarungen ebenso wie Schulungen, Begleiten der Auszubildenden
dort sinnvoll, wo standardisierte Prozesse Kostenplonungen. Wie viel kostet die Schu- 4. Performancemanagement: Ziele wer-
ablaufen. Als Beispiel nennt Scholz die Ver- lung von 20 Mitarbeitern? Wie viel Budget den vereinbart und die Ergebnisse beurteilt
rechnung und dos Bewerbermanagement: steht dafür zur Verfügung? Das System 5. Vergütungsmanagement: Die erreich-
In beiden Fällen vereinfacht Software die sollte auch die langfristige Personalpla- ten Ziele werden prämiert
Verwaltungsarbeit. nung steuern. Weitere Hilfen sind Kalender- 6. Nochfolgeplonung: gekündigte Mitar-
Sinnvoll ist auch der Einsatz von Pro- übersichten für Seminartermine, Wartelis- beiter werden rechtzeitig ersetzt
grammen zum Schulungsmanagement, zu ten oder Raum- und Materialverwaltung für Stefanie Heine